Wer es im gegenwärtigen, vom Multikulturalismus dominierten Gesellschaftsklima noch wagt, dem Dogma des „Islam heißt Frieden“ zu widersprechen und die Gegensätze der Kulturen darstellt, zieht mit Sicherheit den Zorn islamophiler, inquisitorisch anmutender Intoleranz auf sich. So ergeht es auch dem Buchautor und ZDF-Korrespondenten Ulrich Tilgner.

Der taz-Rezensent findet:

‚Zwischen Krieg und Terror‘ wiederholt die Klischees von Islam und Christentum als unverbesserliche Antipoden. Die Ideologie von der Unvereinbarkeit der Kulturen aber führt zu Rassismus.

Eigentlich könnte man eine taz-Rezension auch ignorieren, aber diese hier zeigt exemplarisch die argumentative Methodik und faktenresistente Dogmentreue einer Denkweise, die zwar sehr überzeugt von sich selbst ist, doch im Kontrast dazu kaum Argumente aufbieten kann. Diesen Mangel aber kompensiert mit einem umso ausgeprägteren moralischen Deutungs- und Überlegenheitsanspruch. Gleichsam der Gruft mittelalterlicher Kirchendogmatik entstiegen, kommt in zeitgeistlichem Gewand ein moralischer Deutungstotalitarismus daher, der an die Denkweise inquisitorischer Prozessführung etwa gegen Galilei erinnert.
Dem eigenen Weltbild widersprechende Fakten werden ignoriert. Statt dessen werden Horrorsphantasien entworfen, für die man den Ketzer verantwortlich macht. Und überhaupt – entsetzlich, daß es noch andere Information und Meinungen gibt, als die pro-islamischer Verharmlosung. Denn nur die böse Islamkritik steht scheinbar dem Weg in eine bessere Welt entgegen.

Betritt man dieser Tage eine Buchhandlung, bekommt man es mit der Angst zu tun. Denn glaubt man den marktschreierischen Buchtiteln, die sich dort unter Schlagwörtern wie „Krisenherd“ oder „Brennpunkt Nahost“ versammelt finden, dann tummeln sich da draußen „Schreckensmänner“ und „Kinder des Dschihad“ auf ihrem „islamischen Weg nach Westen“, um mit ihrem „Sprengstoff für Europa“ dem dank „tödlicher Toleranz“ ohnmächtig zusehenden Westen einen „Kampf der Kulturen“ zu liefern, der sich gewaschen hat.
(….)
Es handelt sich dabei aber keineswegs um ein publizistisches Kavaliersdelikt, sondern um das Symptom eines gravierenden Problems: Tilgners Buch und all die anderen Bücher dieses Genres, sind Teil des Problems, das sie zu beschreiben vorgeben. Sie tun genau das, was sie nicht müde werden, dem Islam vorzuwerfen, nämlich nicht klar zwischen Religion, Politik und Gesellschaft zu unterscheiden.

Hier kommt der Glaubensdogmatiker im taz-ler durch. Schließlich ist es der Islam selbst, der die Verschmelzung von Religion, Politik und Gesellschaft festlegt. Gemäß Prophetenvorbild, Scharia und Djihad. Der taz-ler sieht seinen Einfluß schwinden wenn sich herumspricht, daß seine unwissende Weltsicht aus nichts als hohlen Sprüchen besteht, während die von ihm geschmähten Islam-Analytiker substanzielles Material vorlegen. Folglich kann und will er nicht trennen zwischen Fakten und eigener Fiktion. Auf seinem eigenen Realitätsverlust basiert sein Vorwurf gegen andere. Darum gibt sich der moderne Glaubensdeuter auch gar nicht erst damit ab, Fakten für seine Sicht einzubringen. Er würde sich selbst nur als argumentativen Zwerg bloßstellen. Darum geht er sogleich über in seine Lieblingsrolle, die des Anklägers:

(Islamkritische Literatur) muss im Zusammenhang mit einem Besorgnis erregenden Befund gesehen werden: Umfragen ergeben mittlerweile hohe Werte auf die Frage nach der vom Islam ausgehenden Gefahr und konstatieren damit eine grassierende Islamophobie, von der es zum offenen Rassismus nicht mehr weit ist. Wer in einer derart gefährlich aufgeheizten Atmosphäre öffentlich über den Islam redet, muss sich seiner besonderen Verantwortung bewusst sein.

Je schrecklicher der taz-ler die Folgen der Islam-Information aufzeigt, umso mehr diffamiert er sie zugleich. Daß seine Horrorfiktion der eigenen Informationsphobie entspringen, die er Andersdenkenden als Islamophobie vorwirft, ist eine schon fast pathologisch anmutend Projektion der eignen Gefühlslage auf seine Opponenten. Zugleich verteufelt er eine rationale, objektive Bestandsaufnahme islamischer Gesellschaften, die allesamt fern westlicher Demokratiestandards und äußerst diskriminierend strukturiert sind, als islamophob. So als gäbe es keinen vernünftigen wie legitimen Grund, den Islam abzulehnen. Daß die Islamskepsis zunimmt ist in diesem Zusammenhang erfreulich, und nur für Multikulti-Priester von den taz-ler „Besorgnis erregend“. Denn Informationsfreiheit bedroht ihn in seinem Bestreben Gefolgschaft mit Desinformation zu gewinnen. Wer nicht ihm folgt, sondern sich jenen Autoren anschließt, die Ehrenmorde, Diktatur, Zensur, Diskriminierung, Krieg, Attentate, Mord an Apostaten, Mord an Schwulen, Mord an den islamisch definierten Minderwertigen generell, Unterdrückung und Benachteiligung des nicht-islamischen, Zwangsehen, Judenhaß, Pädophilie, usw. usf. ablehnen, dann droht was ganz arg schlimmes: Offener Rassismus.

So nennen die Islamophilen das Eintreten für die Menschenrechte, während sie zugleich am Islam nichts auszusetzen haben, weil am Islam für so mache einfach nichts falsch ist. In Ermangelung von Argumenten wird nun verteufelt mit einem der schwersten und belastendsten Vorwürfe, die man in der heutigen Zeit benutzt um unliebsame Personen negativ zu stigmatisieren und durch diffamierende Ausgrenzung gesellschaftspolitisch wirkungslos zu machen. Dem angeblichen Schüren von Vorurteilen und Klischees in rassistischer Manier.

Es wäre aber so billig wie vermutlich wirkungslos, sich allein über die dezidiert islamophoben Scharfmacher zu echauffieren, die uns ernsthaft weismachen wollen, der Islam sei seinem Wesen nach gewalttätig, habe sich mit Feuer und Schwert verbreitet, friedfertige Völker reihenweise unterjocht, ihnen seine barbarische Religion aufgezwungen, und sei, da er nun einmal Renaissance, Reformation wie auch Aufklärung fahrlässigerweise verschlafen habe, hoffnungslos rückständig und zur Moderne weder fähig noch willig.

Eine klassische, Fakten leugnende Aussage einer Person, die ihr Weltbild verteidigt. Prinzipiell nicht unähnlich neonazistischen Holocaustleugnern, werden die Aussagen des Koran, die Überlieferungen des Propheten mit seinen ca. 70 Angriffskriegen, seinen Massenmorden, Attentaten, sowie nachfolgend jahrhunderte langer Expansions- und Ausbeutungskriegen als Falschinformation hingestellt. Fakten werden schlicht geleugnet, wo sie mit der eigenen auf Illusion beruhenden Weltsicht kollidieren. Garniert mit dem Wunschgedanken, der Islam wäre doch reformfähig, obwohl die islamische Welt genau dies letztlich immer abgelehnt hat. Reformansätze gab es wohl, aber alle sind gescheitert, und aktuell erleben wir am Beispiel Türkei die Re-Islamisierung. Grundlage für Reformen ist die Bereitschaft zur Selbstkritik. Doch da der Islam beansprucht, die einzig legitime und zugleich perfekte Gesellschaftsform überhaupt zu sein, würde die Billigung von Kritik am Islam die Preisgabe des Überlegenheitsgefühls seiner Anhänger bedeuten. Und wäre zugleich das Eingeständnis eines seit Entstehung des Islam eingeschlagenen Irrweges, der sinnlos Leid über die Menschheit gebracht hat.

Ein weiterer Diffamierungstrick ist der Analogschluß:

Das Problem beschränkt sich nicht auf die Hassprediger hüben wie drüben.

Die Gleichsetzung als Hassprediger von korantreuen Djihad-Apologeten und Personen, die genau deren Tun und Motivation aufzeigen, zielt erneut auf die Befürchtung seine elitäre Position der Deutungshoheit zu verlieren. Wer derart diffamierend mit anderen umgeht, sollte sich fragen, welche degradierenden Bezeichnungen auf ihn passen. Als jemand, der sich für eine Kultur stark macht, die Zwangsehen, Massaker an widerspenstigen Juden und lebenslange Inhaftierung für das Verbrechen sexueller Selbstbestimmung, gewaltsamem Erzwingungsrecht zum Geschlechtsverkehr (alles im Koran verankert) für richtig hält.

Der taz-ler als selbsternannter Hohepriester der Moral nimmt für sich wie selbstverständlich in Anspruch, andere nach belieben diffamieren zu können. Wie würde wohl er reagieren, wenn man ihn so nennt, wie er es gemäß seiner moralischen Schirmherrschaft für obige Verbrechen verdient ? Eventuell ausgesprochen intolerant ? Schließlich basiert seine Argumentation auf dem Nimbus moralischer Überlegenheit, die er sich selbst andichtet, und nicht auf Fakten. Würde er erstmal genauso schonungslos attackiert wie er es bei anderen tut, müsste er mit substanziellen Argumenten dagegen halten. Die haben unsere Islamfreunde aber nicht. Entsprechend versuchen diese islamophilen Moralpriester ihren Standpunkt dadurch zu retten, indem sie die Argumente der Gegenseite primär durch die Diffamierung der Person schwächen. Sowie Falschinformation, die einfach mal in Umlauf gebracht wird. Wird diese oft genug wiederholt bleibt immer etwas im kollektiven Gedächtnis hängen.

Genau das ist die Strategie der islamophilen Lobby, die nur funktionieren kann, wenn niemand dazwischen funkt. Die diffamierende Gehäßigkeit, mit welcher Dogmatiker wie dieser taz-ler hierbei gegen Andersdenkende vorgehen, offenbart zugleich deren Machtwillen. Basierend auf der Strategie der Abschreckung und Angstmache kann jeder, der sich öffentlich islamkritisch äußert damit rechnen, Ziel einer Rufmordkampagne zu werden. Viel zu lange haben solche Charaktere deutlich prägenden Einfluß auf unsere Gesellschaft gehabt. Soll unsere Kultur gegen die expandierende Intoleranz des Islam bestehen, muß sie sich zugleich den Dogmatikern und dem Moral-Totalitarismus in den eigenen Reihen bewusst werden, und sich aus deren geistiger Zwangsjacke befreien. Fakten müssen wieder als solche benannt werden können, ohne daß man Diffamierung, Ausgrenzung oder gar Drohungen riskiert. Das ist eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende Demokratie, die leider deutlich gelitten hat in den letzten Jahrzehnten.

» taz: Die Welt hat mehr als zwei Lager

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17 KOMMENTARE

  1. Nach folgender Formel:

    Das Gegenteil von einem Moselm ist ein Nazi und wer den Islam kritisiert ist auch ein Nazi, jeder der pro USA ist, ist ein Nazi wer rechts von der PDS wählt, ist ein Nazi Christen und Juden sind sowieso alles Nazis.
    Steinigungen sind Kulturgut.
    Takiyas sind die „Wahrheit“usw.

    „bitter Ironie off*

    ca

  2. >> Daß seine Horrorfiktion der eigenen Informationsphobie entspringen, die er Andersdenkenden als Islamophobie vorwirft…

    Sehr gut formuliert, inhaltlich genau auf den Punkt.

  3. „Die Ideologie von der Unvereinbarkeit der Kulturen aber führt zu Rassismus“

    Die Ideologie, eine wehrhafte Demokratie gegenüber einer totalitären und menschenverachtenden Ideologie als blanken Rassismus abstempeln zu wollen, führt zur Abschaffung des Grundgesetzes und der Demokratie.
    Scheinbar wimmelt es im Öffentlich-Rechtlichem TV nur so von Leuten, die innerlich einen leisen aber fundamentalen Ekel gegenüber dem deutschen Grundgesetz empfinden.

  4. Wieder eine großartige Analyse, Turmfalke ( langsam wird’s mir peinlich, das zu schreiben … sieht nach kritikloser Lobhudelei aus… ist aber einfach nur wahr).

    Interessant finde ich den Hinweis auf das Galileo-Thema. Brecht beschreibt in seinem Werk darüber auch den Inquisitor und lässt ihn mit einer Rechtfertigung seiner Position sprechen, die vermuten lässt, dass er kein Idiot ist und Galileo in der Sache(!) nicht einmal unbedingt widerspricht. Er argumentiert damit, was Galileos Entdeckungen wohl für Auswirkungen haben werden:

    Gerade jetzt, in einer schwierigen politischen Lage, angesichts außenpolitischer Wirren und blutiger Glaubenskriege in Deutschland müsse der Papst diese „Würmer von Mathematikern“ in die Schranken weisen.

    Diese Argumentation kommt uns nach der taz-Lektüre sehr bekannt vor, oder?

    Bezüglich der Einschätzung der Auswirkungen liegt der Inquisitor nicht einmal unbedingt falsch. Der taz-Schreiber auch nicht vollkommen.

    Eine zunehmende Aufklärung über den Islam werden Moslems „not amused“ hinnehmen. Einige (viele?) bisher noch Stille werden sich radikalisieren, die Radikalen werden vermehrt zu Gewalt greifen (die bekannten dreisten Drohungen diesbezüglich sind wohl wahr) , und auf der anderen Seite:

    Auch wir sind keine Ansammlung von Säulenheiligen. Auch wir haben eine rassisstische Gosse. Es ist nicht auszuschließen, dass diese eine zunehmende berechtigte Islamablehnung als Anlass nehmen wird, Rassismus rauszuschreien und sogar auszuleben.

    Wir können nicht ausschließen, dass vermehrtes Realitätsbewusstsein zu Terror und auch zu abgefackelten Moscheen führen kann.

    Ist das ein Grund, die Wahrheit unter der Decke zu halten?

    Ich denke: NEIN. Wir müssen abwarten, was geschieht und dann reagieren.

    Wenn wir heute gar nichts machen und “ Nicht Hinnehmbares schön reden“, wird es vermutlich später viel schlimmere Gewalt geben.

    Ich denke hierbei an das Beispiel einer Ehefrau, die jahrelang Misshandlungen und Demütigungen still hingenommen hat und dann eines Tages ihren betrunkenen Mann bestialisch mit Ablussfrei vergiftet hat.

    Wär für beide besser gewesen, sie hätte ihm Jahre vorher die Meinung gegeigt und ihn rausgeschmissen.

  5. Diese Seite hat es verdient irgendwann den Status einer Googlehomepage in unserem Land einzunehmen.

  6. Der gute Andreas Pflisch muß sich seine nächste Einladung an eine arabische Uni erschreiben. Vielleicht kann er zum Juden- und Israelhasser Scheich Mohamed Said Ramadan al-Bouti nach Damaskus zu einem Privatissimum?

    Der arme Kerl kann gar nicht schreiben, wie’s im Islam und seinen eroberten Gebeiten zugeht, sonst müßte er sein Fach an den Nagel hängen – allerdings nicht an den Tilman, der verträgt sowas nicht.

  7. Also, wie gehabt. Nur TAZ & Co hat den richtigen Durchblick, hat das Herz auf dem rechten (d.h. auf dem linken) Fleck und nur Linkswählern steht eine Deutungshoheit über Moral und Anstand zu.

    Alles andere ist bestenfalls Kokelores und schlimmstenfalls Rassismus.

    Es beruhigt mich dass es unter den vielen GutenMenschen noch störrische, unbelehrbare Rassisten gibt.

  8. @Kain
    – Die Ideologie, eine wehrhafte Demokratie gegenüber einer totalitären und menschenverachtenden Ideologie als blanken Rassismus abstempeln zu wollen, führt zur Abschaffung des Grundgesetzes und der Demokratie.

    Leider richtig. Hät’s selber nicht besser
    schreiben können.

  9. Wie Fjordman mal geschrieben hat (muss bei Acht der Schwerter zu finden sein): Der Begriff „Rassist“ ist die heutige Entsprechung des Wortes „Ketzer“ im Mittelalter. Die Inquisitoren von „taz“ & Co. wollen nichts anderes als ihre Dogmen verteidigen und alle Andersdenkenden mundtot machen.

  10. @Eisvogel

    Turmfalke und Du haben das gut herausgearbeitet, man muss sich nur den Libanon ansehen und kann sich vorstellen was auch in D-Land passieren kann wenn weiter versucht wird nur den Deckel drauf zu halten.

    Klar führt Konfrontation teilweise bzw. kurzfristig zu mehr Extremismus (sieht man ja in GB) aber es wird auch einfacher die Feinde der Gesellschaft zu identifizieren. Und der Vorteil dieser Konfrontation, jeder muss für sich selbst seinen Standpunkt klären – sich neutral verhalten geht nicht mehr.

    Viele Linke sind allgemein nicht wirklich konfliktfähig weil sie aus Erfahrung wissen, sie haben meist die schlechteren Argumente. Es geht ihnen stets mehr um ein „Bauchgefühl“.

  11. Letztendlich:
    Die TAZ streichelt doch nur ihre Abonennten – wie viele Printmedien.
    Es geht ums knapper werdende Geld der Leserschaft. Moral ist da zweitrangig.

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