Die Kirchen scheinen sich in ihrer Islamverliebheit und ihrem unterwürfigen Verständnis für Allahs Religion gegenseitig übertreffen zu wollen. Gestern erklärte uns der katholische "Islamwissenschaftler" und Professor der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main, Christian W. Troll (Foto), im Welt-Interview warum der Islam so wunderschön ist. An der Katholischen Akademie Berlin leitete Troll von 1999 bis 2001 das christlich-islamische Forum. Er berät die Deutsche Bischofskonferenz in Fragen des interreligiösen Dialogs.

Hier offenbart ein kurzer Auszug aus dem Interview Dhimmitum vom allerfeinsten:

WELT.de: Die Gewaltfrage dominierte die aktuelle Islamdebatte. Eine Schieflage?
Christian W. Troll: Die Menschen sind zu Recht empört über Gewalttaten, Selbstmordattentate etc., „im Namen des Islam“. Aber jeder, der als gebildeter Christ über den Islam nachdenkt, weiß, dass in der Geschichte auch die Gewalt im Namen des Christentums eine große Rolle spielte. Nicht umsonst hat Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 ein Schuldbekenntnis abgelegt.

WELT.de: Der Islam – eine vernunftlose Religion?
Troll: Nein. Ganz und gar nicht. Die sogenannte mutazilitische Schule, die davon ausging, dass alles, was Gott im Koran lehrt, vernunftgemäß ist, auch wenn nicht jeder Mensch dazu in der Lage ist, diese Lehren mit seinem Verstand zu erkennen, war so bedeutsam in der Frühzeit des Islam. Und diese eher rationale Theologie hat in der schiitischen Denktradition durchgehalten, bis in unsere Tage. Die großen theologischen Schulen der Schia zeichnen sich dadurch aus, dass sie immer eine starke philosophische Hinterfragung der Theologie weitergeführt haben – so ähnlich wie in den guten Tagen der christlichen Scholastik. Das darf man nicht verleugnen. Andererseits: In der sunnitischen Tradition ist diese radikale Hinterfragung stark unterdrückt worden.

(…)

WELT.de: Was verdankt das Christentum dem Islam?
Troll: Ich sehe es so, dass der Islam – analog spreche ich jetzt – so etwas wie eine Reformbewegung ist. (…) Und es gibt eigentlich keine Lehre im Islam, die von einem tief verstandenen Christentum abgelehnt werden könnte – außer den Verneinungen natürlich, die der Islam gebracht hat. Viele islamische Grundhaltungen können den Christen sogar helfen, ihren Glauben zu reinigen. (…)

Reicht? Reicht! Ein katholischer (!) Geistlicher, der nicht in der Lage ist, die Gewaltlosigkeit, die Jesus verkündete, von den Botschaften des Gewaltverbrechers Mohammed zu unterscheiden, der im Islam eine Reformbewegung sieht, die uns helfen kann, unseren Glauben „zu reinigen“ und der offenbar Allah als unseren gemeinsamen Gott betrachtet – da kann einem nur noch das Essen hochkommen!

Email an den Troll

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6 KOMMENTARE

  1. Eigentlich ganz einfach: Trolle ignoriert man am besten!

    Zitat:

    Ein oft rezitierter Spruch im Umgang mit Internet-Trollen lautet: „Don’t feed the trolls!“ („Trolle bitte nicht füttern!“, Ursprung vom englischsprachigen: Don’t feed the baboons = Paviane bitte nicht füttern!).
    Damit ist ausgedrückt, dass keine Antwort auf Troll-Posts gegeben werden soll, um den dahinter stehenden Teilnehmern die Aufmerksamkeit, nach der sie sich sehnen, nicht zu verschaffen. Das Ignorieren von Trollen birgt aber eine Gefahr: Personen, die nicht wissen, dass es sich um einen Troll handelt, könnten dessen unwidersprochene Aussage irrtümlich für wahr und korrekt halten.

    Häufig sieht man als Antwort auf einen Troll-Beitrag den Begriff plonk, der das Geräusch des Auftreffens eines Trolls im Killfile des Lesers veranschaulichen soll, d. h. weitere Beiträge des Trolls werden ignoriert. Nach einer anderen Lesart ist plonk ein Akronym für „please leave our newsgroup, kid“ („bitte verlasse unsere Newsgroup, Kleiner“).

    Manchmal wird den Trollen auch ein z. B. durch ASCII-Art ausgedrückter Fisch hingeworfen (z. B. ein roter Hering) oder ihnen werden virtuelle Kekse gereicht; man unterstreicht damit die Wertlosigkeit, die der Leser dem Beitrag zumisst. Der Ursprung dieser Tradition liegt auf Deutschland bezogen im Heise-Forum. Das Phänomen ist jedoch international anzutreffen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Internet)

    Eben. International.
    Und zu völlig unterschiedlichen Themen, z.B. zum Thema:

    Religion
    „Islamische Grundhaltungen können uns helfen“
    Der Theologe Christian W. Troll kennt den Islam (… usw.)
    Artikel erschienen am 09.11.2006
    WELT.de 1995 – 2006
    http://www.welt.de/data/2006/11/09/1104992.html

    Nein, ich werde diesen Troll nicht füttern.
    Eventuell könnte man ihn anderen zu Fraß vorwerfen.

    Aber als Religionswissenschaftler (Schwerpunkt „interreligiöser Dialog“) mit den Spezialgebieten „Christentum“, „Islam“ und „Buddhismus“ könnte ich mich jetzt erstmal scheckig lachen über einen doofen Jesuiten, der sich ausgerechnet vom Mohammedanismus, jenem archaischen Ölgötzen-Kult, der laut Michel Houellebeq „die dümmste Religion“ ist, Erneuerung für seinen Katholizismus verspricht (der im übrigen wiederum nur eine jüdische Sekte ist)…

    http://nurtext.zeit.de/2004/16/fr__Muslime

    http://abo.spiegel.de/spedit/belle_33_7_b

    Auch schön, speziell für Herrn Troll: http://www.humanist.de/kultur/literatur/religion/salomon.html

    Na ja. Es hängt halt alles mit allem zusammen.
    Irgendwie.

    …if the Arabs put down their weapons, there will be peace;
    if the Israelis put down their weapons, there will be no more Israel…

  2. Hab‘ dem Troll den link zu meinen bösen Zeilen geschickt.

    Er reagierte richtig christlich, irgendwie drollig (sorry, der Kalauer mußte jetzt einfach sein).

    Und das liest sich dann so:

    Von „ChristianTroll“ Gesendet Sa 11 Nov 2006 20:55:54 CET
    An rabbi_k_@freenet.de
    Betreff Antw: Vernunft und Religion

    Dank für Ihr Interesse.
    Gott schenke uns allen Sein Licht.
    Troll

    Prof. Dr. Christian W. Troll SJ
    Kolleg St. Georgen
    Offenbacher Landstr. 224
    D-60599 Frankfurt/M
    Germany
    Tel. 0049-69-6061-252
    Fax 0049-69-6061-330
    e-mail: troll@sankt-georgen.de
    http://www.sankt-georgen.de

    >>>
    >>> rabbi_k_@freenet.de 11.11.2006 20:23:45
    >>>
    >>> http://www.politicallyincorrect.de/2006/11/katholischer_geistlicher_wirbt_1.html

  3. @Chaim,
    stellt sich nur die Frage welchen Gott er meinte oder denkt er wirklich das dieser Allah derselbe sein soll den Christen oder Juden anbeten ???

    Dann hat er ein Problem.

    ca

  4. @CA

    So wie ich diese Jesuiten kenne, gehört er zu denen, die behaupten, daß die christliche Trinität (Vater/Sohn/Heiliger Geist) zum einen und der jüdische G’TT zum andern identisch seien mit dem, was diese Leute „allah“ nennen.

    Der Fachkundige weiß natürlich, daß dem nicht so ist.

    Juden und Christen haben denselben, den EINEN G’TT, und Mohammedaner haben einen anderen.

    Das Geschwätz von den „drei monotheistischen Religionen“ (auf Abraham als „Ur-Vater“ zurückgehend) ist reine Augenwischerei. Wenn die Mohammedaner das wirklich auch so sehen würden, dann kämen sie nicht um die Verheißungen der Bibel für das „Volk des Bundes“ herum… – und würden die Finger von Jerusalem lassen, nur mal zum Beispiel.

    Aber ich wollte hier nicht religiös argumentieren, war nur als Antwort auf Deine Frage gedacht.

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