Berlins Polizeipräsident: Rechtsextreme Gewalt hat sich verdoppelt

Gestern berichteten wir über die steigende Anzahl von gewalttätigen Übergriffen moslemischer gegen jüdische Jugendliche. Während derartige Fälle, wenn von rechtsextremen Deutschen verübt, völlig zurecht sorgfältig dokumentiert werden, werden dieselben Taten moslemischer Bürger mit Stillschweigen übergangen. Und nicht nur das, es geht sogar noch viel eleganter: Man zählt einfach alles zum Rechtsextremismus, und schon ist die eine Gefahr politisch korrekt enorm groß und die andere gar nicht vorhanden.

Gestern lasen wir auf SpOn:

Der Berliner Senat listet in seiner Studie „Gewaltsignale an Berliner Schulen 2004/2005“ unter dem Stichwort „(Rechts-) Extremismus“ 62 gemeldete Vorfälle auf, ein starker Anstieg gegenüber dem Vorjahr, in dem nur 39 Fälle gemeldet wurden. Unter der Kategorie fasst der Senat „antisemitisch, rassistisch/fremdenfeindlich, rechtsextrem, volksverhetzend oder fundamentalisch/islamistisch motivierte Äußerungen“ von Kindern und Jugendlichen zusammen.

Und heute lesen wir in der Welt unter der reißerischen Headline „Rechtsextreme Gewalt hat sich verdoppelt

Die Zahl rechtsextremer Gewalttaten in Berlin hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. „2005 gab es 52 Gewaltdelikte, in diesem Jahr werden es mehr als 100 sein“, sagt der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch. Die Tendenz zu immer mehr rechtsextremen Straftaten bestehe seit 2003. „Das hängt nach meiner Überzeugung mit dem Scheitern des Verbotsverfahrens gegen die NPD im Jahr 2003 zusammen“, betonte Glietsch. „Seitdem agieren die Rechtsextremen aggressiver und hemmungsloser, weil sie sich offenbar sicher fühlen.“ Der Polizeichef sprach sich für ein Verbot der rechtsextremen NPD aus. Die Rechtsextremen handelten sehr kalkuliert, so Glietsch. „Unter den Augen der Polizei verhalten und äußern sie sich hart an der Grenze dessen, was strafbar ist.“ Rechtsextremismus könne mit polizeilichen Mitteln nicht gestoppt werden. Er habe den Eindruck, dass Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus bereits die Mitte der Gesellschaft erreicht hätten.

Und schwupps ist alle antisemitische Gewalt auf den deutschen Glatzen abgeladen, Rassismus gibt es sowieso nur von europäisch (deutsch) – weiß gegen moslemisch – dunkelhäutig, umgekehrt nie. Der Deutsche lehnt sich zufrieden zurück, ruft nach mehr Programmen gegen Rechts und einem Verbot der NPD, besucht das Holocaust-Mahnmal und sagt „Nie wieder“. Die Welt kann so einfach sein …