Das Römische Reich, die Indianer, und nun die Kultur Europas. Erstere sind bereits Geschichte, Europa wird bald Geschichte sein. Innere Schwäche und Zerstrittenheit sowie demografische Schwäche gegenüber aggressiven, demografisch starken Kulturen ließen Hochkulturen und ganze Bevölkerungen untergehen. Genau in dieser Situation befindet sich heute Europa. Ein Kontinent, der sich in den nächsten Jahrzehnten nicht nur verändern wird, sondern dessen kulturelle Errungenschaften verschwinden werden und dessen Bevölkerung rein rechnerisch ohne massive Steigerung der Geburtenraten bald in der islamischen Migrationsbevölkerung aufgehen wird.

Walter Laqueur hat in seinem Buch „Europas letzte Tage“ Fakten zusammen getragen, die man in multikultureller Glückseeligkeit nicht nur ignoriert, sondern versucht zu brandmarken wie neuzeitliches Ketzertum. Sowohl demografisch, finanzpolitisch sowie sozialpolitisch ist Europa ein Kontinent, der seine letzten Reserven aufzehrt. Europa hat sich festgelegt auf ideologische Konzepte ohne Realitätsbezug und muß zwangsläufig an dieser Realitätsverweigerung scheitern.

Der Kölner Stadtanzeiger faßt Laquers Thesen zusammen:

Es hörte sich zumindest schön an: Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert Europas. Der Europäischen Gemeinschaft gehört die Zukunft, sie ist wirtschaftlich potent, politisch klug organisiert, vorbildlich demokratisch und ökologisch ambitioniert, kurz: Sie ist das neue Utopia, ein Modell für den Rest der Welt. Mit dieser These überraschte vor zwei Jahren der amerikanische Vordenker Jeremy Rifkin, dessen Buch konsequent „Der europäische Traum“ heißt.

Doch von Rifkins steiler These ist der Lack schneller ab, als er aufgetragen wurde. Selbst Brüsseler Europa-Enthusiasten werden sich kaum zu solch waghalsigen Visionen hinreißen lassen. Der Eindruck ist vermutlich nicht abwegig, dass Rifkins Begeisterung für Europa sich eher aus seiner fundamentalen Kritik an den USA speist. Auch Optimismus darf nicht bodenlos sein, ein paar nachvollziehbare Fakten braucht es schon.

Die liefert jetzt Walter Laqueur – doch die produzieren keine Zuversicht. Im Gegenteil. Schon der Titel warnt Gemütskranke vor der Lektüre: „Die letzten Tage von Europa“. Der deutschstämmige Historiker mit den Wohnsitzen London und Washington malt ein rabenschwarzes Bild von der Zukunft. Nun sind, Spötter wissen das, Prognosen vor allem dann schwierig, wenn sie sich auf die Zukunft beziehen. Aber Laqueur orientiert sich nüchtern an Zahlen und Daten, die der Zukunft nur einen sehr überschaubaren Spielraum lassen.

Vor allem die schrumpfende Einwohnerschaft führt er als entscheidenden Faktor immer wieder an. Um 1900 lebten in Europa mehr als 20 Prozent der Weltbevölkerung, heute sind es noch zwölf Prozent, Ende des Jahrhunderts werden es nach (optimistischen) UN-Berechnungen weniger als vier Prozent sein. Dramatisch wird dieser Prozess auch deshalb, weil er sich ab Mitte des Jahrhunderts beschleunigen wird wegen des enormen Anstiegs des Durchschnittsalters. In Europa wird es in drei Jahrzehnten bei 60 Jahren liegen (USA 30). Ohne nennenswerte Zuwanderung leben dann statt 82 Millionen nur noch 32 Millionen Menschen in Deutschland, in ihrer Mehrheit alte. Wer soll die Betreuung übernehmen, wer für die ökonomische Basis sorgen, die die gewohnten Segnungen des Sozialstaats sicherstellt?

Zuwanderung aus anderen europäischen Ländern wird es nicht geben können: Ob Spanien oder Italien, ob Polen oder Bulgarien, überall schrumpft die Bevölkerungszahl gewaltig. Allein die Ukraine wird in den nächsten 40 Jahren fast die Hälfte ihrer Einwohnerschaft verlieren. Dieses Phänomen, in Teilen Ostdeutschlands mit seinen entleerten oder vergreisenden Orten schon zu besichtigen, wird zum Charakteristikum eines Kontinents. Das wird die Dimensionen im Weltmaßstab verändern, zunächst langsam, dann schneller und schließlich dramatisch. Anzeichen für eine Umkehr des Trends, der mit Ausnahme kleiner Schwankungen seit gut 150 Jahren zu beobachten ist, gibt es nicht. Kann, fragt Walter Laqueur, ein Erdteil mit einer rapide schrumpfenden und gleichzeitig überalterten Bevölkerung das 21. Jahrhundert dominieren? Gute Frage, klare Antwort.

Nicht wirklich trösten kann der Umstand, dass in der Nachbarschaft Europas, in Nordafrika und im Nahen Osten, die Bevölkerung geradezu explodiert. 100 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze werden in den nächsten zehn Jahren dort benötigt – doch niemand weiß, wo sie herkommen sollen. Eine Zeitbombe, so Laqueur: „Die Frage ist nur, ob sie im Nahen Osten oder in Europa oder an beiden Orten explodieren wird.“ Eine massive Zuwanderung aus Nordafrika oder dem arabischen Nahen Osten bietet auch wenig Perspektiven angesichts der Tatsache, dass der Anteil arbeitsloser junger Muslime in den Staaten Westeuropas ohnehin schon exorbitant hoch ist – Ergebnis einer mangelnden Integration. Sie ist ein weiterer Risikofaktor für die Entwicklung des Kontinents. Weder in Großbritannien noch in Frankreich oder Deutschland ist die Integration zumal der muslimischen Zuwanderer gelungen – obwohl die deutsche Regierung etwa rund 100 Millionen Euro jährlich für diesen Zweck ausgibt.

Die Bevölkerung Europas schrumpft nicht nur, sie verändert auch massiv ihre Zusammensetzung. Die Aussichten auf eine gelingende Integration werden nicht besser, wenn sich in den Ballungsräumen Zuwanderer-Enklaven gebildet haben, die ähnlich groß sind wie die Wohngebiete der angestammten Bevölkerung. Hier hat ganz offensichtlich ein ganzer Kontinent etwas verschlafen. Der „europäische Traum“ entpuppt sich zunehmend als verträumte Selbsttäuschung.

Bislang haben vor allem die sozialstaatlichen Errungenschaften entstehende Spannungen in den Gesellschaften beherrschbar gehalten. Doch die Leistungen werden längst auf Pump erbracht, künftige Generationen müssen sie nachträglich abzahlen. Nicht zuletzt deswegen gibt es in Deutschland eine kräftige Abwanderung qualifizierter Kräfte in die boomenden Regionen der Welt – was die Situation für die Zurückbleibenden nicht verbessert. Zwar haben fast alle europäischen Staaten damit begonnen, durch moderate Leistungskürzungen und höhere Steuerfinanzierung ihr Wohlfahrtsmodell im Kern zu retten. Doch das Tempo des Umbaus, so muss befürchtet werden, hält nicht Schritt mit dem Tempo der Veränderungen.

Längst lassen sich die entstandenen und sich verschärfenden Probleme nicht mehr im nationalstaatlichen Rahmen alleine lösen. Doch von Einigkeit ist Europa weit entfernt. Der Verfassungsprozess ist derzeit festgefahren, eine gemeinsame Außenpolitik ebenso wenig in Sicht wie auch nur eine gemeinsame Idee davon, was EU-Europa sein und wohin es sich entwickeln soll. Statt sich an dem illusionären Gedanken an eine Supermacht Europa zu wärmen, wäre ein kalter Blick wie der Laqueurs auf die Realitäten angebrachter.

Anmerkung: Typisch für die europäische Selbstüberschätzung war Schröders Geschwafel von der „Friedensmacht Deutschland“. Ohne Eingreifen der USA wäre der Balkankonflikt nicht zu beenden gewesen. Wirtschaftlich lebt Europa von der Substanz. Es verliert Fertigungskapazität und muß bei der Brain-Power bald ebenfalls mit China und Indien konkurrieren. Europas Wohlstand gründet auf negativem Schuldensaldo. Permanent steigende Neuverschuldung zu Gunsten der Sozialsysteme trägt deutlich zum Brutto-Inlands-Produkt bei. Diplomatisch erreicht Europa keines seiner selbst gesteckten Ziele, z.B. in Nahost. Dennoch hält man sich für reich und mächtig, und gestattet einen enormen Migrations-Zustrom in die sozialen Netze – letztlich einem Ausdruck von irrationalem Größenwahn zwecks moralischer Selbsterhöhung.

Keines der von Laqueur benannten Einzelphänomene ist neu. Aber sein Verdienst ist es, eine auf den Kontinent bezogene Gesamtschau zu liefern. Das Gesicht Europas ändert sich, das wird in Kreuzberg oder Köln-Kalk ebenso sichtbar wie in Bradford oder anderen Großstadtvierteln. Umso wichtiger die Frage, was lässt sich unter den beschriebenen Umständen an Werten und Traditionen Europas in die Zukunft retten. Diese Zukunft wird, wenn es gut läuft, bescheidener sein als Gegenwart und Vergangenheit.

Walter Laqueur: „Die letzten Tage von Europa“ , Propyläen, 208 Seiten, 19,90 Euro.

Da ich das Buch von Laqueur bisher nicht gelesen habe, und dieser Aspekt in der Zusammenfassung nicht vorkam, soll hier noch auf den sehr wichtigen psychologischen Umstand, der maßgeblich zum Niedergang Europas führt, eingegangen werden.

In und über Europa hat sich ein negatives Selbstbild etabliert, obwohl es seinen Bürgern noch nie so gut ging. Umfassende Gesundheitsfürsorge, soziale Absicherung, gratis Bildungssysteme, ein historisches Maximum an Toleranz und persönlicher Freiheit für die breite Masse sind selbstverständlich geworden. Dennoch setzt keine positive Identifikation mit der eigenen Kultur ein, was Voraussetzung für einen Bewahrungswillen ist. Denn der mediale und politische Fokus ist konzentriert auf einige tatsächliche, aber auch imaginäre Defizite wie ungerechte Bildungschancen, steigende Armut, angeblichen Rassismus der Einheimischen. Die mediale wie politische Rhetorik ist entkoppelt von der Realität, bauscht faktenverzerrt Mißstände auf zu Systemmängeln, und dient dem Zwack der ideellen Selbsterhöhung einerseits, und der Legitimation des eigenen Machtanspruches andererseits.

In Europa hat sich eine Dekadenzkultur etabliert unter den Eliten und oberen Gesellschaftsschicht seit „68“, die Tonangebend wurde im gesellschaftlichen Gestaltungsprozeß. Speziell Akademiker sind weit überproportional blind für die Folgen multikultureller Bereicherungsdogmatik. Sie können es sich leisten weitab von den Brennpunkten zu wohnen, wie islamischer Fremdenfeindlichkeit und Integration verweigernder Gegenkultur zu Grundgesetz und Menschenrechten. Sie bringen ihre Kinder bevorzugt in Schulen mit geringem islamischem Migrantenanteil unter. Huldigen aber dennoch weiterhin ihrem Ideal von der multikulturellen, sprich, sich islamisierenden Gesellschaft.

Hier geht es um psychologische Bedürfnisse von Menschen, denen es schlicht zu gut geht. Weitgehend enthoben von existenziellem Druck ist es für viele privilegierte Mitglieder europäischer Gesellschaft wichtiger geworden, im Bekenntnis zu Idealen Selbstbestätigung zu finden, als sich mit der Realität zu befassen.

Die Anhänger multikultureller Massenzuwanderung und des pro islamischen Dogmatismus finden sich am ausgeprägtesten und exemplarisch in der Wählerschaft und Sympathisanten der Grünen und deren Dogmen. Diese stellen die einkommensstärkste Wählergruppierung nach denen der FDP dar. Sie sind überproportional oft Akademiker und oft in Berufen tätig oder streben diese an, die als selbsterfüllend und selbstverwirklichend empfunden werden. Sie sind überproportional oft beim Staat beschäftigt und überproportional oft in medialen Berufen tätig. Sowie im pädagogischen Bereich, wo sie als Multiplikatoren fungieren.

Diese Personengruppe ist der moralische Trendsetter in den europäischen Gesellschaften geworden (auch ohne explizite grüne Partei ist das Gesinnungsäquivalent im linken Politspektrum überall in Westeuropa deutlich ausgeprägt, weil die ethisch-kulturellen Entwicklungen seit „68“ überall sehr ähnlich waren).

Sie ist zugleich unfähig und unwillig, eine Bestandsaufnahme vorzunehmen über die Wirksamkeit und Auswirkungen ihrer Thesen, weil sie selbst davon erst ganz zuletzt betroffen ist, im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Für diese privilegierte Schicht, die zugleich die gesellschaftspolitisch einflußstärkste Gruppierung in Westeuropa darstellt, ist es aufgrund des subjektiven Empfindens ein sehr zentrales Anliegen, ihren Ich-Idealen als Gutmensch zu huldigen.

Der Multikulturalismus links-grüner Prägung mit seinen nicht finanzierbaren, inhumanen parallelgesellschaftlichen Auswirkungen (Ausbreitung von Fremdenfeindlichkeit gegen Einheimische, Zwangsehen, Ehrenmorde,….) ist Ausdruck einer Dekadenzgesellschaft. Weil dies den Idealen konträr entgegen steht, an denen man die eigene Kultur misst. Zugleich wird eigene Gesellschaft trotz all ihrer Vorzüge sehr negativ wahrgenommen, weil dies als prestigeträchtig gilt.
(Anmerkung: Sozialstaatliche Forderungsmentalität gilt als ultimativer Beleg für moralisches Gutsein, während ein Bekenntnis zu einer Leistungs- und Belohnungsgesellschaft als Ellenbogenkultur gilt. Doch Leistung schafft erst die Basis für einen Sozialstaat. Indem man die Leistungsgesellschaft negiert, sägt man den Ast ab, an dessen Ende die sozialen Früchte gedeihen.)

Genauso absurd verhält es sich bezüglich pro-islamischer Migrationspolitik. Während unsere westliche Kultur unter permanenter Anklage steht rassistisch und fremdenfeindlich zu sein, wird die Ablehnung und Aggressivität vieler islamischer Migranten gegen Einheimische und Juden, sowie die bisweilen mörderische Intoleranz untereinander (Ehrenmorde) ignoriert. Im Namen des Anti-Rassismus wird ausgerechnet Akzeptanz für die intolerante Kultur des Islam zum Beweis für gutmenschliche Toleranz stilisiert. Die Maßstäbe könnten konträrer nicht sein. Ehrenmorde, Zwangsehen, die fast vollständige Befolgung des Korangebotes, daß islamische Frauen keine unreinen, minderwertigen Ungläubigen weder ehelichen noch zum Freund haben dürfen (es gibt kaum weibliche islamische Ehepartner mit Nicht-Moslems) – all dies gilt nicht als Ausdruck einer fremdenfeindlichen, intoleranten, inhumanen Kultur.

Eine Kultur als Bereicherung zu sehen, die derart offensichtlich und grob das europäische Kulturgut der Menschenrechte ablehnt, bedeutet zugleich eine Abkehr von der eigenen Kultur und deren Idealen. Es ist dekadenter Ausdruck von Selbstzerstörung sich formell auf europäische Toleranz-Ideale zu berufen, um islamischer Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit den Weg zu ebnen.

Europa hat ein wertschätzendes Bewusstsein für die Errungenschaften seiner Kultur verloren, zumindest was die Eliten betrifft. Folglich erkennt man nicht mehr, was für einen immensen und irreversiblen Rückschritt die Expansion des Islam in Europa bedeutet in menschenrechtlicher, kultureller und letztlich auch materieller Hinsicht. Europa verteidigen heißt heute, Europa kulturell bewahren. Anstatt vor den Toren Wiens findet heute der Kampf um die Vorherrschaft statt in den Medien und bei der Baugenehmigung für Moscheen.

Eine Kultur jedoch, die ihre Eroberer willkommen heißt, obwohl diese immer offensichtlicher ihre Ablehnung und oft auch Verachtung gegen die Einheimischen und deren Kultur zeigen, muß unter gehen. Und sie will unter gehen, wenn sie sich z.B. islamische Zensurvorschriften unter Preisgabe ihrer einstigen Rechte zum Ideal erhebt, aus „Respekt vor dem Islam“. Der demografische Faktor unterstützt und beschleunigt lediglich, was sich ohnehin als kultureller Trend etabliert hat und sich mit jedem Tag verfestigt.

» Die letzten Tage von Europa. Ein Kontinent verändert sein Gesicht – von Walter Laqueur

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42 KOMMENTARE

  1. 13. Dezember 2006
    Deutschland: Erneut rückläufige Abtreibungszahlen

    Auch im dritten Quartal 2006 ist die Zahl der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland zurückgegangen. Von Januar bis September wurden insgesamt 3’100 weniger Abbrüche registriert als in der Vergleichsperiode des Vorjahres (-3,3%). Der rückläufige Trend dauert seit 2001 an. Erfreulich ist insbesondere, dass die Zahl bei den unter 18-Jährigen, wie bereits 2005, überdurchschnittlich abgenommen hat.
    http://www.svss-uspda.ch/de/facts/deutschland.htm

    21. September 2006
    Italien: Sinkende Tendenz der Abtreibungszahl hält an

    Gemäss den provisorischen Zahlen für das Jahr 2005 betrug die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Italien 129’588, ein Rückgang um 6% gegenüber 2004. Gegenüber dem Jahr 1982, als die Zahl ihr Maximum erreichte, beträgt der Rückgang 45%.

    18. Juni 2006
    2005 tendenziell sinkende Abtreibungszahlen in der Schweiz

    Nach Vorliegen der Zahlen aus 16 Kantonen mit 76% der gesamten weiblichen Bevölkerung der Schweiz, scheint sich auch im dritten Jahr nach Inkrafttreten der Fristenregelung eine sinkende Tendenz der Abtreibungszahlen abzuzeichnen (Abnahme um insgesamt 3,8% gegenüber 2004 in diesen 16 Kantonen). Auch bei den Schwangerschaftsabbrüchen an Teenagern kann nicht von einem zunehmenden Trend gesprochen werden.

  2. Teilen der Bevölkerung scheinen die aufgezeigten, leider realistischen Szenarien weitgehend unbekannt. Eher trifft man auf die Prognose, die EU werde schon bald den angeblich im Niedergang begriffenen USA den Rang ablaufen (leider stimmt es ja, daß auch die Probleme haben werden).

  3. Ich mag solche Pessimisten wie Laquer nicht:
    http://myblog.de/euromedia/art/45906512/Anschluss_verpasst_
    Rifkin ist allerdings noch schlimmer.

    Ich habe sein Buch nicht gelesen, und werde es auch nicht. Mich stört schon an den Vorberichten so viel, dass ich darauf keine Zeit verschwenden möchte.

    Eine Prognose für drei Jahrzehnte, indem man die heutigen Trends einfach extrapoliert, ist nicht seriös! Fast jede politische Entscheidung kann daran etwas ändern, und die Welt ist nunmal sehr komplex.

    Ich bin kein Antiamerikaner, aber mir hängen diese angelsächsischen Europapessimisten langsam zum Hals raus, egal ob sie Liberale, religiöse Fundamentalisten oder Neocons sind.
    Wer was über Europa schreiben will, sollte schon die aktuelle Politik verfolgen z.B. Ablehnung der Türkei, Ablehnung gegenüber Islam, Änderung der Familienpolitik, Verschärfung der Einwanderungspolitik, erste EU-Einsätze in Afrika, Reformpolitik etc.
    Oft sind diese Pessimisten und Kritiker dann als Lösung auch noch für den Beitritt der Türkei, Übernahme amerikanischer Einwanderungspolitik, ein amerikanisches Imperium, für mehr Religion, und natürlich alle gegen die EU.

    Ausserdem ist Laquer anscheinend ein angelsächsisch geprägter Liberaler der sich mit europäischen Sozialisten und Grünen streitet, da fehlt aber noch was in der Kalkulation. Deutschland wird jedenfalls nicht islamisch, Europa wohl auch nicht.

    Wenn solche Bücher aufrütteln, dann ist es ja gut. Ich denke aber mit Graussen an viele deutsche Debatten, bei denen dann immer gleich von Auswanderung die Rede war. Wir haben hier schon genug Pessimisten! Es werden anscheinend gezielt solche Bücher veröffentlicht, die genau zur Kultur derjenigen passen, die für die heutigen Probleme verantwortlich sind (Linker Moralismus und/oder Pessimismus). Das gilt für Rifkin genauso wie für Laquer.

    Naja, zu Rifkin schreibe ich mal besser nichts. Wir haben jedenfall schon mehr als genug Grüne und müssen sie nicht auch noch importieren.

  4. Solange in den wichtigen Euro-Ländern die Roten dran sind werden Millionen einwandern und zwar Nichtskönner! Guck dir Italien und Spanien an, die haben es sich zur Aufgabe gemacht möglichst viele Wirtschaftsflüchtlinge aufzunehmen. In Frankreich wird die rote Kuh wohl auch an die Macht kommen. Gute Nacht Europa.

  5. > Hier gibt es eine Erhärtung dieser Thesen durch Kenneth Rogoff.

    Naja, unter Untergang stelle ich mir was anderes vor:

    mm.de: Angenommen, der große Knall bleibt aus: Wie schätzen Sie Europas Zukunft ein?

    Rogoff: Relativ positiv. Ich glaube, dass Europa in den nächsten zehn Jahren ein höheres Wachstum der Wirtschaftsleistung pro Kopf erreichen wird als die USA und Japan.

    mm.de: Wird der Euro den Dollar als Weltwährung ersetzen?

    Rogoff: Kaum. Dazu sind die Unsicherheiten über die Zukunft des europäischen Projekts zu groß. Viele Notenbanken auf der Welt hatten den Plan, ihre Devisenreserven allmählich zu diversifizieren, sodass sie bis 2020 etwa zu gleichen Teilen Dollar und Euro in ihren Portfolios gehabt hätten. Dieser Prozess ist vorbei, seit im vergangenen Jahr die Franzosen gegen die EU-Verfassung stimmten.

    mm.de: Die Verfassung hat doch nur am Rande etwas mit der Währungsunion zu tun.

    Rogoff: Nun ja, der Euro war immer ein politisches Projekt. Die ökonomische Logik dahinter ist nicht so überzeugend. Offen gesagt: Ich glaube, Deutschland ginge es besser, wenn es seine eigene Währung hätte. Ihr hättet niedrigere Zinsen, wenn Ihr nicht in einer Währungsunion mit Ländern wie Spanien und Italien wärt.

    1. Früher oder später gibt es eine neue Abstimmung über die Verfassung, nach einigen EU-Reformen.
    2. Deutschland profitiert von der Währungsstablität im europäischen Binnenmarkt. Eine starke DM wäre auch sicher nicht gut für den Export ausserhalb Europas. Die USA können ja den Dollar abschaffen und die Bundesstaaten eigene Währungen drucken lassen.

  6. @ European Patriot

    Ich rate dir, deine Analysen nicht von – leider paßt der Begriff, auch wenn wir uns nicht um Schlagworte streiten wollen – latent anti-amerikanischen Tendenzen verfälschen zu lassen. Das verstellt zu leicht den Blick auf die wirklichen Ursachen der Probleme hier im alten Europa.

  7. Nur weil ich für die EU und etwas krititsch gegenüber der US-Politik bin, bin ich kein ideologischer Antiamerikaner. Ich kritisiere die „wirklichen Ursachen der Probleme“, z.B. den linken Moralismus in Europa. Auf die EU kann man es jedenfalls nicht schieben, alle unsere Probleme haben die nationalen Regierungen verursacht.
    Gerade GB, USA und Kanada haben eine Menge Einwanderer und ebenfalls eine Menge Probleme. GB islamisiert sich am stärksten. Und mit Staatsverschuldung will ich jetzt mal gar nicht anfangen.

  8. @ European Patriot

    Als Optimist, wäre ich ja fast versucht, Dir recht zu geben. Leider sieht die Wahrheit anders aus. Mit einer Geburtenrate von 1,36 Kindern pro Frau, sind wir weit unter dem, was wir zum Selbsterhalt bräuchten.

    Wer den Daten der Standesämter nicht glauben mag, kann gerne mal in seinem Bekanntenkreis überschlagen.
    Dieser Wert, ist seit 1975 ungefähr gleich, und schwankt nur dann in entscheidendem Ausmass, wenn grösere Katastrophen eintreten. Kriege zum Beispiel.

    So kann man Prognosen, was dieses Thema angeht, sehr genau treffen. Denn, wieviele 60 Jährige ich im Jahr 2050 vorrausichtlich haben werde, ist heute bereits klar. Denn ich weiß exakt, wieviele kinder 1990 Geboren wurden. Durchschnittliche Sterberate dazu, unmd wir haben es.

    Das Problem ist, diese entwicklung erfolgt nicht linear. Weil, die zahl der Jungen Frauen abnimmt. Deshalb ist das Hauptproblem die überalterung. (Einfach mal in einerschnellen Excell Tabelle selber zusammenstellen, die Daten vom Statistischen Bundesamt holen, die Methoden von Wikipedia, dauert keine Stunde, ist aber ein echter Augenöffner)

    Als strammer Optimist, muß ich sagen, das Thema betrübt mich. Denn, eine erhöhung der Geburtenrate in signifikantem ausmass ist extrem unwarscheinlich. Dazu müssten zuviele Menschen ihre Lebensentwürfe Drastisch ändern. Und ich sehe nichts, was diesen Effekt herbeiführen könnte.
    Denn, Kita umsonst und ähnliche Dinge führen nicht dazu, das zehntausende Paare morgen sagen: eigentlich wollten wir ja keine kinder, aber jetzt: lass uns 3 haben!

  9. @ European Patriot

    Ich habe dir auch nicht vorgeworfen, Anti-Amerikaner zu sein, geschweige denn ein ideologischer und ich bezeichne auch keineswegs jede Kritik an den USA als anti-amerikanisch. Dennoch vermischen sich in deiner Prognose Fakten und nicht auf Fakten basierende bloße Meinungen, und zwar solche, wie sie unsere Massenmedien nur zu gern verbreiten. Wieso du jetzt USA, Kanada, und GB mit ganz unterschiedlichen Modellen zusammen in einen Topf wirfst, weiß ich auch nicht.

    >> Auf die EU kann man es jedenfalls nicht schieben, alle unsere Probleme haben die nationalen Regierungen verursacht.

    Diese Aussage ist auf jeden Fall absurd, wenn man mal davon absieht, daß das Problem EU selbst natürlich von nationalen Regierungen geschaffen wurde.

  10. Sorry, daß ich mal kurz auflachen muss.

    Harrharr.

    Die EU-Sowjets glauben, daß sie DIE kommende Macht sind? Ganz Europa hängt am Tropf des Giganten USA. Die ganze Welt.
    Gehen die Konjunkturdaten der USA in den Keller dann haben Europa und Asien nix mehr zu lachen.
    Was bilden sich eigentlich diese geistigen Onanisten ein? Das Kommunistische Manifest gelesen und die Welt liegt klar vor Augen, oder was?
    Den EU-Sowjets wird’s gleich sein, ob sie nun den Amis einen blasen oder den Chinesen/Asiaten in den Arsch kriechen? Nun, ich für meinen Teil bin für’s blasen. Da krieg ich wenigstens Luft zum Atmen…
    Is‘ eine blöde Methapher, aber ist ja auch spät…

    Die Scheiss EU bekommt nichts auf die Reihe, weder Verfassung noch Korruption noch Einwanderung oder Zukunftsvisionen.
    Ja rutscht mir doch alle mal den Buckel runter, aber ich halte zu USA und Israel.

    EU als die neue Supermacht? Es hat ja nichtmal für Serbien gereicht. Größenwahnsinnige und dekadente Bande, völlig losgelöst von Realitäten.

    Mannmannmann, bin ich in Fahrt. Hör‘ jetzt lieber auf.

  11. > Leider sieht die Wahrheit anders aus. Mit einer Geburtenrate von 1,36 Kindern pro Frau, sind wir weit unter dem, was wir zum Selbsterhalt bräuchten.

    Erstens geht es dabei um Deutsche, wir können auch Einwanderer holen, und eben z.B. vorzugsweise andere Europäer. Zweitens muss die Bevölkerungszahl nicht stabil bleiben, weil z.B. auch die Produktivität steigt. Dass gilt natürlich auch für Europa, also können wir uns Einwanderer aus anderen EU-Staaten holen. Drittens wird das Problem der niedrigen Geburtenrate gerade angegangen. Ich will nicht behaupten das es ganz schnell eine Trendwende geben wird, aber das Problem ist schonmal erkannt und die Politik reagiert.

    > Denn, Kita umsonst und ähnliche Dinge führen nicht dazu, das zehntausende Paare morgen sagen: eigentlich wollten wir ja keine kinder, aber jetzt: lass uns 3 haben!

    Das alleine nicht, aber genau sowas ist die Grundvoraussetzung. Der andere Punkt ist „Nationalismus“ bzw. „Patriotismus“. Es geht darum, dass die Deutschen weniger werden, und wir das verhindern wollen. Darüber wird heute offen gesprochen, was früher nicht möglich war oder nicht getan wurde. Ich wünsche mir aber auch noch sehr viel mehr Werbung für Kinder. Das könnte aber auch die (rechte) Zivilgesellschaft übernehmen und versuchen mehr Menschen dazu zu bringen mehr Kinder zu bekommen.

    Man muss verschiedene Themen auseinanderhalten.
    1. Die Deutschen sterben nicht so schnell aus (600000 Geburten pro Jahr)
    2. Wir haben noch Alte, Frauen und Arbeitslose die arbeiten wollen
    3. Wir können uns so viele Gastarbeiter holen wie wir wollen, und wieder wegschicken
    4. Wir können uns so viele (EU-)Einwanderer holen wir wir wollen
    5. Die Türken in Deutschland bekommen auch nicht so viel mehr Kinder
    6. Ihre höhere Geburtenrate basiert u.A. auf Importbräuten, da kann man was machen
    7. Andere EU-Staaten tun auch was
    8. Die Aussenpolitik der EU kümmert sich um das Problem der illegalen Migration
    9. Die Möglichkeiten zur freien Meinungsäusserung haben sich verbessert, siehe PI

    @#10 Mir
    > Dennoch vermischen sich in deiner Prognose Fakten und nicht auf Fakten basierende bloße Meinungen,

    Werde doch bitte mal ein bisschen konkreter. Ich weiss nicht was du eigentlich meinst und muss immer spekulieren.

    > Wieso du jetzt USA, Kanada, und GB mit ganz unterschiedlichen Modellen zusammen in einen Topf wirfst, weiß ich auch nicht.

    Ich habe mich darauf bezogen, dass diese Länder sehr viel mehr Einwanderung haben. Unterschiedliche Konzepte interessieren mich da erstmal nicht, denn ich will keine Politik der Masseneinwanderung. Entweder läuft es in diesen Ländern so wie bei uns, also gegen den Wiederstand der Bevölkerung, oder sie haben ein anderes Selbstverständnis. So oder so, brauchen wir keine Ratschläge von Intellektuellen aus solchen Staaten, wenn sie uns nur ihr System „verkaufen“ wollen und uns nicht verstehen (wollen). Ich finde wir Deutschen haben es am Besten gemacht, ich kenne kein anderes Land das es besser gemacht hat.
    Falls du meintest, die haben bessere Einwanderer. Nunja, auch, aber sie lassen zusätzlich genauso fast jeden rein der kommt und nicht mehr gehen will. Und das in einem ganz anderen Umfang. Das ist der Punkt. Wenn wir auch gute Einwanderer wollen, brauchen wir bessere Unis und mehr Forschungsfreiheit, vielleicht auch mehr Geld für Forschung.
    Bessere Integration in den USA? Richtig. Nur geht es darum das wir keine Einwanderung wollen, nicht um Integration. Und wie die „Integration“ in den GB funktioniert lesen wir ja hier im Blog, und in Kanada sind soweit ich weiss Scharia-Gerichte für Muslime erlaubt, wenn auch nicht mit diesen brutalen Strafen. Für den EU-Beitritt der Türkei sind soweit ich weiss auch alle diese Staaten.

    Hier ist noch eine länger Besprechung des Buches, bei Kewil:
    http://myblog.de/kewil/art/17233232/

    > wie konnte es geschehen, dass diese Entwicklungen kaum wahrgenommen wurden?
    – Öffentlich-Rechtliches Fernsehen: Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, etc.
    – Andere politische Medien: Kirchen, SPD
    – Kultur: 68er-Kommunisten und Grüne
    – Dazu noch antifaschistische Demagogie gegen Kritiker, finanziert vom Steuerzahler
    – Wichtigste politische Themen: Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz, Rettung der Welt, Verbesserung der 3.Welt, Feminismus, etc.

    > Aber die Tatsache, dass Europa langsam zur politischen Bedeutungslosigkeit herabsinken,

    Wenn die EU stärker wird, werden wir erstmal wieder wichtiger.

    > erheblichen Teil gar nicht europäischer Herkunft sein würden

    Das steht noch nicht fest. Türken und Araber machen 5% aus, in Zukunft sicher etwas mehr. Wieviele und welche Einwanderer wir in Zukunft holen, ist eine politische Entscheidung. Es gibt merh als 500 Mio. Europäer, ohne östliche (Russland, etc.) und westliche Staaten (USA, Kanada, Neuseeland).

    > immer weniger Europäer in der Welt geben

    Schlimm, hat aber erstmal nichts mit Untergang zu tun. Wir sind immer noch viel reicher und mächtiger als fast der ganze 3.Welt-Rest zusammengenommen.

    > dass es seit Jahren keinen Fortschritt mehr gegeben hat, weder in Richtung auf eine gemeinsame Aussen- noch auf eine gemeinsame Sicherheitspolitik.

    Aha, wie alt ist das Buch? Sicher, es könnte schneller gehen. Die USA und Lakaien wollen aber nicht, und es ist nunmal nicht einfach. Dank Deutschland-Frankreich ging es in letzter Zeit voran, nur dank Drohungen wie „einer europäischen Armee ausserhalb der EU“ oder „engere Zusammenarbeit mit Russland und China“.

    > dass im Jahre 2050 die Bevölkerung der Türkei und von Ägypten bedeutend grösser sein würde als die aller europäischen Länder zusammen

    Vollkommen unseriös. Die können nicht so weiter wachsen, und wenn dann bekommen sie selbst riesen Probleme und werden sicher nicht mächtiger sondern schwächer.

    > Oft wurde die These vorgetragen, das alles sei auf Versagen von Staat und Gesellschaft zurückzuführen, auf Rassismus und Diskriminierung. Doch diese Erklärung ist weder plausibel noch hilfreich, wenn es um Abhilfe geht

    Ja, da bin ich mal mit ihm einer Meinung.

    > von der fehlenden Bereitschaft zur Zusammenarbeit auf aussenpolitischem Gebiet,

    Ist das unser Problem? Wenn wir nicht wollen?

    > Die wirkliche Schwäche Europas zeigt sich auf aussenpolitischem Gebiet.

    Das ist ein komplexes Thema.

    > Man hat sich mit der iranischen Bombe abgefunden und der Tatsache, dass die Proliferation weitergehen und aller Wahrscheinlichkeit nach früher oder später zu einem atomaren Krieg führen wird.

    Okay, dass ist wirklich schlimm.

    > und sich nicht in Visionen flüchten von Europa als leuchtendem Vorbild für die ganze Menschheit, als moralischer Supermacht des 21. Jahrhunderts.

    Da hat er vollkommen Recht. Das ist auf jeden Fall schädlich, auch wenn ein Land mächtig und reich ist.

  12. Ich will hier wirklich nicht den Antiamerikaner spielen. Aber auch die Sache mit dem Islam und Antizionismus ist kein europäisches Problem: http://myblog.de/politicallyincorrect/art/3629416/

    Dieses Eurobashing funktioniert wie der linke Antiamerikanismus in Europa, er lenkt nur von den eigenen Problemen ab und provoziert wiederum die Gegenseite. Im Grunde streiten sich liberale und religiöse Amerikaner mit hauptsächlich linken Europäern über den Atlantik hinweg, ohne viel Ahnung voneinander zu haben, wobei die Europäer für die Herrschaft der Linken in Europa nicht viel können, denn die basiert auf der Medienvorherrschaft der Sozialisten (und der antikapitalistisch-kosmopolitischen Kirchen), politischer Unterdrückung durch Diffamierung und der 68er-Revolte.

    Ausserdem waren die USA die letzten Jahrzehnte Führungsmacht des Westens, ich bezweifle aber das sie mit einer restriktiven Abschiebungspolitik in Drittstaaten einverstanden gewesen wären. Mit einer europäischen Verteidigungspolitik waren sie nicht einverstanden, also hat Europa sich um den Sozialstaat und Moral gekümmert. Frankreich hat um unabhängigen Einfluss in der Welt geworben, auch mit Hilfe offener Grenzen. Also, amerikanische Freunde, beklagt euch jetzt nicht.

  13. @ European Patriot

    Dein letzter Absatz ist bedauerlich, denn er spiegelt genau meine Kritik wieder. Jetzt sind die Amerikaner also auch noch daran schuld, daß die Europäer die falschen Einwanderer geholt und (dadurch) kaum noch finanzierbare Sozialstaaten aufgebaut haben? Genau diese Art der durch nichts belegbaren Verdrehung von Tatsachen meinte ich. Reines Anti-Denken. Europa als leuchtendes Gegenbeispiel zu Amerika, das ja nur von diesem am Fortkommen gehindert wird. Die Propaganda aus der Sowjetunion läßt grüßen. Du kritisierst die Linken, merkst aber gar nicht, wie du selbst deren Märchengebäuden auf den Leim gegangen bist. Falls du das Thema weiter diskutieren willst, solltest du erst mal Quellen für deine Thesen bringen.

    Nur auf ein Argument will ich noch eingehen. Einwanderung aus anderen EU-Ländern? Wird es nicht geben können. Sieh dir die Liste mit dem Bevölkerungswachstum aller Staaten an und bedenke, daß in den europäischen Zahlen schon die Gruppen enthalten sind, die uns als Einwanderer Probleme machen und nicht lösen.

    Eins sei abschließend noch gesagt: Natürlich ist es wahr, daß man das Schlimmste noch verhindern könnte. Erstens muß man die Dinge aber realistisch betrachten, und das heißt, die Euro-„Eliten“ werden weiterhin das Falsche tun. Die Linken werden ihre Macht mit allen Mitteln verteidigen, neue Wählergruppen rekrutieren. Zweitens wären Lösungen auf Ebene der Nationalstaaten einfacher zu finden. Die derzeitige EU ist Teil des Problems, nicht der Lösung.

  14. Ich schlage allen vor, dass Buch erstmal zu lesen, bevor sie es anhand einer Rezension (die imo einiges verzerrt) zerreissen.

    Ich hab den Laquer jetzt fast durch (heute abend ganz) und halte seine Thesen fuer sehr realistisch.
    Im Gegensatz zu den EU-Berufsoptimisten kann er seine Thesen naemlich mit Fakten (!) untermauern.
    Zwar stimme ich in gewissen Punkten auch nicht voellig mit ihm ueberein – z.B. der Einfluss der Sozialisation auf die muselmanische Jugend – aber es ist mit Sicherheiteine ausgezeichnete Diskussionsgrundlage und realistische Prognose.

    S-B

  15. Es ist schon erstaunlich: während hier ökologischen Weltuntergangspropheten zu Recht kritisert, lächerlich gemacht, wg Unwissenschaftlichkeit angegriffen werden, rauscht der Beifall für Laqueur et al.
    Was tut denn Laqueur? Er nimmt das statistische Ist von heute und projiziert dieses in die Zukunft. Hinzu kommt noch eine ideologisierende Hintergrundsuntermalung, und fertig ist die „Realität“ anno 2050, bravo! Genau dies, meine lieben PIler machen unsere gut verdienenden Weltuntergangspropheten auch, genau die gleiche Vorgehensweise und Methodik. Um es einmal vorsichtig auszudrücken: hier wird EINE Gleichung mit X Unbekannten aufgestellt und eine Lösung angeboten. Ich bin es langsam leid! Ich kenne die Prämissen, die Methodik, da kann ich mir mit Vergnügen die € 19,98 ersparen und ein paar gute Pils dafür trinken.
    Wenn ich die bedeutenden „Zukunfsergebnisse“ der Weltuntergangspropheten und Laqueurs als richtig voraussetze und zusammenfasse, kommt folgende Anleitung für das verbleibende Leben heraus: Leute, amüsiert euch gut, haut eure Ersparnisse auf den Kopf, 2050 wird die gesamt muselmanische Welt untergehen!

  16. Sehr schön geschrieben!

    Am wenigsten Sorgen mache ich mir um die Staatsverschuldung. Im Verhältnis zum BIP ist sie konstant (ca 60%). Verschuldet ist man sowieso bei den eigenen Leuten. Das Vermögen der Privathaushalte beträgt das Mehrfache des BIP (300-400%)

    Die Geburtenrate muß einfach die höchste Priorität haben. Es reicht schon, wenn jede 2. Frau ein Kind mehr bekommt. Das muß machbar sein!

    Natürlich muß man die Moslems ausweisen. Denjenigen die schon die Staatsbürgerschaft haben sollte man einen „Golden Handshake“ anbieten. So ca 50000 Euro pro Person, damit sie das Land verlassen und aus die Sozialversorgung verzichten. Das würde sich bald amortisieren.

  17. Wäre es nicht sinnvoller den natürlichen Geburtenrückgang zu nutzen? Wie will man die denn in Brot und Arbeit bringen? Als Exportnation profitieren wir von sinkenden Einwohnerzahlen. Jetzt muss man nur noch das überflüssige Sozialsystem abbauen und Moslems abschieben.

  18. @ Egon, Brandenburger: sehr gut. Schon werden realistische Ansätze sichtbar. Laqueur wird nicht begeistertsein.

  19. Die Ansätze gibt es, nur sehe ich nicht die Chance, dass je etwas davon umgesetzt wird. Von daher sind die Prognosen nicht unrealistisch.

  20. @Brandenburger

    Längerfristig braucht man schon eine Geburtenrate von 2.1, bzw genug sinnvolle Immigration die das Geburtendefizit ausgleicht. Momentan leben wir in einem Zeitalter des Geburtenrückgangs bei gleichzeitig stark ansteigender Lebenserwartung (abgesehen von der Immigration), deswegen ist das Geburtendefizig nicht so spürbar.
    Natürlich kann man heutzutage auch länger arbeiten. Vom 19. Jhdt. rückwärts hätte man sich kaputtgelacht über die körperlichen Anstrengungen der heutigen Arbeitswelt.

    Es wird sich nur was tun wenn das Volk sich rührt. Wir brauchen eine neue Bewegung „Wir sind das Volk“, mit Montagsdemonstrationen und so!

  21. Allein aus finanziellen Gründen wird uns die „Migration“ der mohammedansichen Kulturbereicherer bald um die Ohren fliegen:

    In manchen Städten leben bis zu 60% der MiHigrus von Sozialhilfe.

    Hier ein Beispiel für Borat und seine Familie:

    2 Erwachsene 690 €
    6 Kinder 1248 €
    Wohnung 800 €
    Heizkosten 200 €

    Macht knapp 3000 €, die ein Nichtmigrant oder ein indischer Softwareingenieur oder ein chinesischer Physiker hierzulande ersteinma Netto erwirtschaften muß und mit dessen Steuern er die Jihadisten aus Neukölln finanziert.

    Werden es mehr MiHigrus und weniger Autochthone, wird der Sozialstaat kollabieren, der Laden fliegt um die Ohren.

    Gleichzietig müssen lernbereite Studenten Studiengebühren zahlen, weil „kein Geld da ist“!

    Manche Unis schicken über Weihnachten ihr Personal in den Zwangsurlaub, um Kosten zu sparen,
    die Schulen bröckeln.

    Eine Politik, die so ewtas fördert, begeht im Grunde Landesverrat!

    2050 – Kölner Dom wird Claudia-Roth-Moschee

  22. @rational
    Denke ich auch. Für den Preis des Buches kann ich mir 6 Pils reinziehen und habe danach sicher mindestens die gleichen Fähigkeiten in die Zukunft zu sehen wie Mr. Laqueur. :))
    Es gibt keinen gravierenden demografischen Unterschied zwischen EU und USA. Das Problem trifft alle Industrienationen.

    @Mir:
    Mit deiner USA-Anbetung machst du dich ja geradezu lächerlich. Junge, die USA ist kein Gott!
    Die halten sich auch nur deshalb ökonomisch oben, weil die in alle Welt ihre im Prinzip wertlosen Schuldverschreibungen andrehen. Deswegen sind die ja auch so lieb zu China. Dir scheint entgangen zu sein, dass China vor etwa einem Jahr gedroht hat, amerikanische Schuldverschreibungen massiv abzustossen, sollten die weiterhin ihre Nase in chinesische Angelegenheiten stecken. Aber sowas scheinst du ja zu ignorieren. Träum weiter! 😉

  23. > Dein letzter Absatz ist bedauerlich, denn er spiegelt genau meine Kritik wieder. Jetzt sind die Amerikaner also auch noch daran schuld, daß die Europäer die falschen Einwanderer geholt und (dadurch) kaum noch finanzierbare Sozialstaaten aufgebaut haben?

    Nicht „die Amerikaner“ persönlich, aber die US-Politik. Tut mir Leid, ich weiss wie es sich anhört, aber es ist nunmal so. Wenn so getan wird als läge es an der EU, ist es umso wichtiger darauf hinzuweisen. Nach dem Kritikverbot am Islam wäre ein Kritikverbot an den USA sehr schlecht, nur weil es sich antiamerikanisch anhört ist es nicht falsch.

    > die falschen Einwanderer geholt

    Der Punkt ist, sie sind unsere Nachbarn und sie wurden nicht „geholt“. Die kamen einfach und kommen noch, und wenn man was dagegen tun will braucht man Macht und den Willen sie richtig einzusetzen. Die USA haben Macht und tun nichts.

    > Falls du das Thema weiter diskutieren willst, solltest du erst mal Quellen für deine Thesen bringen.

    Ich habe erklärt, wie es gemeint ist. Du argumentierst nicht dagegen, sondern kritisierst das nur moralisch.

    Die USA waren die Führungsmacht (Fakt), Frankreich das Land mit den meisten Arabern wollte Einfluss und Unabhängigkeit (Fakt), Frankreich ist wegen dem Staatsbürgerprinzip den USA ähnlicher als Deutschland (Fakt), die USA wollten kein unabhängiges Europa (Fakt), und ich glaube die USA hätten Abschiebung von Flüchtlingen in Drittstaaten nicht erlaubt, sie haben selber nichts getan, die USA schaffen es auch nicht sich gegen die mexikanische Invasion zu wehren (Fakt), sondern reden sich damit raus das wäre ja immerhin Christen. Es kommen auch heute kaum nützliche Vorschläge zum Thema aus den USA, nur Stimmungsmache.

    > Nur auf ein Argument will ich noch eingehen. Einwanderung aus anderen EU-Ländern? Wird es nicht geben können.

    Doch, darauf bin ich schon eingegangen. Die EU-Bevölkerung wird schrumpfen, trotzdem können Länder wie Deutschland europäische Einwanderer reinlassen. Gebiete in Ostdeutschland und andere Regionen in Europa werden dann halt sehr dünn besiedelt sein. Menschen europäischer Abstammung gibt es ausserdem auch noch ausserhalb Europas, jede Menge sogar.

    > rational: Ich kenne die Prämissen, die Methodik, da kann ich mir mit Vergnügen die € 19,98 ersparen und ein paar gute Pils dafür trinken.

    Ich trinke zwar kein Pils, aber bin sonst deiner Meinung.

  24. @ Brandenburger: in absehbarer Zeit werden etliche dieser Vorschläge umgesetzt (so oder ähnlich). Die wirtschaftlichen Bedingungen zwingen dazu.
    @ European Patriot: hier ist Kritik an der Politik der USA für viele nachgeradezu ein Sakrileg. Für manche ist die USA-Politik die Wurzel allen Übels, für andere „manche“ der alleinige Heilsbringer. Früher nannte man so etwas Extremismus.

  25. > Früher nannte man so etwas Extremismus.
    Extremismus schliesst Gewalt mit ein, und das wollen wir hier Niemandem unterstellen, und wenn, dann eher den linksradikalen Antiamerikanern. Von denen schreibt hier ja glücklicherweise, dank Forumshygiene, keiner mit.

    Die Identifikation mit den USA ist bei einigen Menschen einfach sehr stark. Wenn es um Kultur geht, kann ich das auch sehr gut verstehen. Zum grossen Teil ist das auch eine Reaktion auf den linken Antiamerikanismus, die USA sind einfach freiheitlicher, haben eine tolle Popkultur, sind weniger pazifistisch, Inszenieren sich viel besser und unterstützen aussenpolitisch mehr die Positionen der Industrieländer als die der dritten Welt. Europa wird leider vom linken Abschaum und elitären Snobs dominiert, aber das liegt nunmal nicht an der EU.

    Beim Thema Einwanderung und EU ist naiver Proamerikanismus jedenfalls vollkommen unangebracht. Man muss einfach mehr differenzieren, die USA sind jedenfalls nicht die tolle Führungsmacht die immer alles richtig macht und auch an uns denkt. Die USA sind seit dem Ende das kalten Krieges nationalistischer, weniger europäisch, und religiöser geworden. Ausserdem geht es ihnen mehr um den „Westen“, also um amerikanische Werte und amerikanische Vorherrschaft, nicht um Europa. Ich bin mehr für eine starke EU die was gegen Migration tut, sowie Europas Macht und Einfluss in der Welt vergrössert, und ausserdem den Frieden in Europa erhält.
    Ich sehe mich auch selbst als Europäer, ich bin z.B. stolz auf die deutsche Beteiligung am Aufstieg Europas in der Vergangenheit, und ich identifiziere mich auch mit der nichtdeutschen Geschichte Europas, mir ist es z.B. auch nicht egal wenn andere europäische Länder vom Islam erobert werden. Davon abgesehen profitiere ich selber von den offenen Grenzen innerhalb EU, und will sie andererseits nach aussen geschlossen halten.

    Mit den USA können wir ja auch als EU aussenpolitisch zusammenarbeiten.

  26. @European Patriot – das ist in etwa auch meine Einstellung. Ich finde die USA ok, aber ich vergesse nie, dass ich keine Amerikanerin bin. Ich lebe hier, ich fühle mich hier dazugehörig und das hier will ich erhalten. Wenn der Islam hier in Europa irgendwo ein Stückchen am Boden gewinnt, tut mir genau so weh, als ob es in meinem eigenen Vorgarten wäre.

    Ich kann mit John Donne, oder mit Hemingway sagen, der seine Widmung in „For Whom the Bell Tolls“ übenahm:

    „No man is an island, entire of itself; every
    man is a piece of the continent, a part of the
    main. If a clod be washed away by the sea,
    Europe is the less, as well as if a promontory
    were, as well as if a manor of thy friend’s or
    of thine own were: any man’s death diminishes
    me, because I am involved in mankind, and
    therefore never send to know for whom the bells
    tolls; it tolls for thee.“

    http://www.muurgedichten.nl/hemingway.html

  27. @ European Patriot: ich meine natürlich mentalen, verbalen Extremismus.
    In Deiner Beschreibung der USA hast Du recht, wobei es dort auch alle politischen Schattierungen gibt. Nun kommt jedoch das Entscheidende: die politische USA vertreten eindeutig und klar amerikanische Interessen. Die sind zwar häufig identisch (oder fast) mit den (und jetzt fällt es mir schwer zu definieren) europäischen (die es ja so gar nicht gibt, oder noch nicht). Also vereinfache ich: den deutschen. Aber, es gibt eben auch Gegensätze, auch in wichtigen Fragen: Balkan/ex-Jugoslawien, vor allem die Türkei, und, sehr häufig vergessen, in der Wirtschaftspolitik (das leidige Thema „Technik/Industrieausspähung“ will ich garnicht weiter ausbreiten).
    Deine Auffassung über die europäischen Regierenden (linker Abschaum etc) kann ich so nicht teilen. Natürlich gibt es die, aber sie verschwinden auch wieder, wie in den USA, siehe Carter.
    Natürlich muss eine eigenständige europäische Politik her, wir müssen gegen die Islamisierung Europas kämpfen und handeln, die USA werden befürchtungsweise uns wenig dabei helfen, sie sind kaum tangiert. Gleiches gilt aber auch für Europa. Wir müssen nicht blindlings amerikanische Eigeninteressen weltweit unterstützen, es sei denn, es springt etwas für uns heraus. Hier werden zu Recht die Gutmenschen kritisiert, aber es gibt auch Gutmenschen gegenüber den USA! Interessenskonflikte müssen benannt und ausgetragen werden.
    Ich finde den linken Anti-Amerikanismus auch beschissen und überflüssig, und bin oft genug beruflich in den USA. Auch dort ist nicht alles Gold, was glänzt.

  28. > Deine Auffassung über die europäischen Regierenden (linker Abschaum etc) kann ich so nicht teilen. Natürlich gibt es die, aber sie verschwinden auch wieder, wie in den USA, siehe Carter.

    Tschuldigung, ich meine damit nicht nur die Regierenden, sondern immer auch und vor allem die anderen Herrschaftsstrukturen: Lehrer, Medien, Gewerkschaften, teilweise die Kirchen, soziale und „antifaschistische“ Vereine, Flüchtlingsräte, Parteien, Studentenvertretungen, Think Tanks, NGOs, UNO, Völkerrechtler, Minderheitenorganisationen, etc. Das klebt alles zusammen, und verschwindet nicht so schnell. Wir können aber mal anfangen ein Gegengewicht zu bilden.

  29. @ European Patriot: bin schon etwas älter, und habe einiges mitgemacht. Die Geschichte von Staaten, Gesellschaften, Organisationen verlaufen meist wie Sinuskurven, Scheitelpunkte oben und unten, dazu das + – Mittelmaß. Meiner Ansicht nach hat Europa, vor allem Deutschland den unteren Scheitelpunkt durchfahren, es geht bergauf. Das meine ich bestimmt nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem gesellschaftlich. Tiefpunkt war sicherlich die Zeit der tatsächlichen Machtausübung der 68er. Sie ist wohl vorbei. Schau Dir doch einige Deiner Beispiele an:
    – Lehrer: sicherlich noch länger ein echtes Problem
    – Medien: die Printmedien bessern sich merklich, Funk/Fernsehen werden, mit Verlaub immer flacher, kaum mehr zu unterbieten. Ihre Programme führen zur Entpolitisierung, was nicht unbedingt das Schlechteste bedeutet.
    – Gewerkschaften: dank Globalisierung ist ihre Zukunft recht überschaubar.
    – Kirchen: bin selbst in einer lutherischen Landeskirche aktiv, seit geraumer Zeit auch Synodaler. Was einem in den 80 – 90ern geboten wurde, spottete jeglicher Beschreibung. Davon ist man heute schon meilenweit entfernt.
    Der Rest sind Produkte zur Beschäftigung der 68er. Sie werden allmählich verschwinden, schon aus Kostengründen. Klar, einen Bodensatz Unbelehrbarer wird es immer geben, Skurrile, Spinner, Überzeugungstäter. Die gibt es übrigens auch zuhauf in den USA.
    Gegengewicht? Ich bin jetzt in der CDU.

  30. obwohl ich weiß,daß ich wahrscheinlich zerrissen oder ignoriert werde:meine these zur MACHT in der welt ist anders.die usa sowie russland sind ZUSAMMEN die großmacht.in der jüngeren geschichte haben beide,immer in den entscheidenden konflikten zusammen gearbeitet.beide nationen haben genug erdöl um ihre kriege autark zu führen.sie haben zwar stellvertreterkriege gegeneinander geführt,der grund ist aber klar:wenn eine nation als global-player weiter existieren will braucht sie kriegserfahrung (kampferprobte soldaten,erkenntnisse der waffentechnologie aus erster hand usw.)alle kleinen konflikte,wie korea,vietnam,golfkriege.dienten meines erachtens nur zur schulung.ich kritisiere das nicht,die welt funktioniert nun einmal so.
    beide länder arbeiten ENG an DEM großen projekt raumfahrt zusammen.die beherrschung des kosmos ist das größte machtpotential militärisch als auch wirtschaftlich.wenn die westeuropäer oder andere sich gegen eine der beiden supermächte stellen dienen sie nur zur schulung,sozusagen als test.
    wenn es einigen deutschen auch nicht passt,wier sind nicht in der lage uns gegen die usa oder russland zu stellen.
    der kalte krieg war nichts weiter als ein einvernehmliches kontrollieren der welt (ostblock-westblock),welches sich oberflächlich als gegeneinander darstellte.
    wir als europäer haben NUR eine chance zu überleben:mit den grossmächten zu koallieren.
    die verabschiedung europas resultiert aus dem wahn wier seien die GRÖSSTEN.das wier es nicht sind wird uns jeden tag vor augen geführt:balkan,hochtechnologie,nicht in der lage sein sich gegen barbaren im eigenen land zu behaupten.
    wenn sich deutschland weiter antiamerikanisch-russisch entwickelt könnten wir einmal mehr als testgebiet der grossmächte genutzt werden.

  31. @ Kybeline

    >> Ich lebe hier, ich fühle mich hier dazugehörig und das hier will ich erhalten.

    Das unterschreibe ich. Ich weiß aber, daß der europäische Anti-Amerikanismus und eine unlogische, verdrehte Wahrnehmung der Tatsachen, wie sie European Patriot präsentiert hat, diesem unserem Anliegen schaden.

    PS: Ich habe nie behauptet, daß Rezepte per se alternativlos wären, nur weil sie „amerikanisch“ sind. Aber natürlich werde ich mich für meinen wohl begründeten Pro-Amerikanismus auch nicht rechtfertigen.

  32. @Mir
    Moment mal: Ich habe eure Diskussion nicht verfolgt. Ich bin nicht antiamerikanistisch, im gegenteil.
    Nur werde ich nicht vergessen, dass ich Europäerin bin und keine Amerikanerin. Aber ich bin sehr wohl eine pro-amerikanische Europäerin. Ich hoffe, das ist sehr klar formuliert.

  33. @Kybeline

    Mach Dir nichts daraus. Sofern Du Kritik an der Politik der USA äusserst, bis Du automatisch antiamerikanisch. In anderen Blogs bist Du automatisch NAZI oder nur Rassistin, wenn Du findest, Integration ist eine Bringschuld von Migranten. Obwohl ich meine, pro amerikanisch heisst nicht, jedem Unsinn, wie die Raucherverfolgung oder sexuellem Belästigungswahn(letztes Beispiel: Lehrerin wurde von 4-Jährigem durch Knuddeln sexuell belästigt) zuzustimmen.

  34. @ Kybeline

    Ich wollte mit meinem vorhergehenden Beitrag Zustimmung zu deiner Position ausdrücken, wie du sie im letzten Kommentar noch einmal formuliert hast. Ich habe dir doch keinen Anti-Amerikanismus vorgeworfen. Das bezog sich allgemein auf das, was in Deutschland leider Mainstream ist.

  35. > Ich weiß aber, daß der europäische Anti-Amerikanismus und eine unlogische, verdrehte Wahrnehmung der Tatsachen, wie sie European Patriot präsentiert hat, diesem unserem Anliegen schaden.

    Die wiederholst dich, ohne auf irgendwelche Argumente einzugehen. Meine Beiträge waren auch nicht typisch für den „europäischen Anti-Amerikanismus“, denn der ist antiimperialistisch und marxistisch (oder antiliberal und antihedonistisch). Ich stehe zu all diesen Werten der typischen europäischen Antiamerikaner im Wiederpruch.

    Ich habe nur daruf hingewiesen, dass die USA ein Einwanderungsland sind, und ausserdem die Führungsmacht des Westens waren, ohne was gegen die Islamisierung Europas zu unternommen zu haben. Sie haben auch keine besseren Lösungen, nur andere Nachbarn und ausserdem die Bereitschaft viele Einwanderer aufzunehmen. Die Anti-EU-Politik, Unterstützung zur Erweiterung der EU und Betonung „westlicher Werte“ als Grundlage Deutschlands hilft ausserdem den Linken und Muslimen, also gerade den Amerikahassern.
    Spätestens wenn einige Amerikaner auf „Europa“ oder die EU reinprügeln, um die USA zu glorifizieren oder uns mit christlichem Fundamentalismus kommen, muss man dies schon kritisieren.

  36. Und warum genau wäre es jetzt Aufgabe der USA gewesen, die Islamisierung Europas zu verhindern, wenn die europäische Politik selbst daran kein Interesse zeigte und die Bevölkerung die Probleme auch lange Zeit nicht wahrhaben wollte? Sollten die Amerikaner in diesem Fall plötzlich doch die Europäer zu ihrem Glück zwingen, wo doch sonst die „Einmischung“ abgelehnt wird? Weiterhin: Die USA betreiben keine „Anti-EU-Politik“, bitte Belege dafür. Die Forderung nach noch stärkerer Erweiterung ist aus amerikanischet Sicht verständlich, warum sollte man sie also nicht stellen? Hier haben wir einen der Fälle, in denen unsere Interessen eben nicht übereinstimmen. Niemand hat gesagt, es gäbe solche Situationen nicht. Und auch hier ist es Aufgabe der Europäer, ihre Entscheidung zu treffen und nicht die Schuld für scheinbare Unvermeidbarkeit der Erweiterung bei anderen zu suchen. Die Amerikaner zwingen uns auch in diesem Fall nicht dazu, sondern höchstens die EU-„Eliten“, die nicht auf ihre Bürger hören wollen.

    PS: Inwiefern genau ist jetzt auch schon die Betonung westlicher Werte (ohne Anführungszeichen) falsch?

  37. Die USA haben ein Problem mit ihren Latinos und nicht mal damit werden sie fertig. Wieso sollen sie sich dann noch um die Islamisierung Europas kümmern ausser damit, die Türkei in die EU zu zwingen.

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