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Mietdemonstranten hängen vor dem Reichstag Kittel an den Nagel.

Schon lange kommt es bei Demonstrationen nicht mehr nur auf die Menge der Teilnehmer an, sondern vielmehr auf die Originalität der Darstellung. Greenpeace und linke Lobby-Gruppen waren jahrelang Vorreiter dieser Entwicklung, jetzt hat auch die kassenärztliche Vereinigung die Medienwirksamkeit solcher PR-Veranstaltungen für sich entdeckt. Mit dem kleinen Unterschied, dass die (feinen) Ärzte dafür nicht selber auf die Straße gehen, sondern "demonstrieren" lassen.

Dazu ein treffender Kommentar in der heutigen Welt am Sonntag:

Jeder hat das Recht auf eine Dummheit. Man sollte aber wenigstens so einsichtig sein, diese zu erkennen. Dieses Verständnis fehlt Andreas Köhler, dem Chef der Kassenärzte. Die Lobbyisten hatten für eine Kundgebung einen Hostessen-Service beauftragt. 170 von ihnen traten in weißen Kitteln auf und protestierten gegen die Gesundheitsreform. Im Nachhinein behauptet Köhler, die KBV habe nie davon gesprochen, dass es sich bei der Aktion, an der 200 Menschen teilnahmen, um eine Demonstration gehandelt habe. Eine absurde und wortklauberische Rechtfertigung, denn wenn Menschen im weißen Umhang protestieren, muss der Eindruck entstehen, dass Ärzte auf die Straße gehen. Die KBV nahm diesen Anschein billigend in Kauf. Folgerichtig meldete die Nachrichtenagentur epd, "die Ärzte haben ihren Protest fortgesetzt". Auch in der Pressemitteilung der KBV fehlte der Hinweis darauf, dass PR-Mitarbeiter vor den Reichstag ziehen. Mit dieser Aktion provoziert die KBV drei Erkenntnisse: Erstens haben die Lobbyisten nicht genug Unterstützung in den eigenen Reihen, um die Ärzte in Stellung zu bringen. Zweitens wendet die KBV windige Tricks an, um die Gesundheitsreform zu stoppen. Und drittens fragt man sich auf einmal ernsthaft, ob angesichts dieses falschen Spiels der Lobbyisten die Gesundheitsreform vielleicht besser als ihr Ruf ist.

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36 KOMMENTARE

  1. Lustig, PI reitet auf der Sozialneid-Welle. Schon die Überschrift „falsche Ärzte“ ist ja albern, wenn man die Berichterstattung in der Presse liest.

    Wer den Unterschied zwischen einer Demo und einer PR-Kampagne nicht begreift, sollte nicht zu solchen Sachen Äußerungen abegeben.

    Inhaltlich: die Ärzte tun gut daran, sie haben auch das Recht, gegen den gesetzgeberischen Schwachsinn, der uns als „Reform“ verkauft wird. Stellung zu beziehen. Würde der unsinnige Sozialneid nicht blind machen, dann würden die Patienten mit den Ärzten gemeinsam protestieren.

    Der Fehler sitzt in Berlin. Gesundheit, Rente, Rechtschreibung – solche „Reformen“ braucht kein Mensch.

  2. @Chaim: PR oder Demo …
    Auch wir sahen gestern zu Hause kurz die Bilder von der „Demo“ in der Tagesschau – wohlgemerkt nur die Bilder von jungen Menschen in Medizinerkitteln.
    Wir hatten den Eindruck: „Oh, diese armen jungen Ärzte.“ … und sind damit der PR wohl voll auf den Leim gegangen.
    … unser Vertrauen in die Ärzteschaft des KBV ist nach dieser PR Aktion etwas angeknackst und zugleich ist nachträglich der Eindruck entstanden, daß Leute, welche sich „Hostessen“ mieten können, wohl noch ganz gut versorgt sein dürften.

  3. Als Betroffener (Kassenarzt und somit Mitglied der KV) kann ich nur sagen, daß ich meine Beiträge gerne anders eingesetzt wüßte, als in solche unsinnigen Aktionen. Egal ob man das als Demonstration oder als PR-Kampagne interpretiert, peinlich finde ich es in jedem Fall.

    Falsch finde ich es aber auch, jetzt die gesamte Ärzteschaft dafür zu verfluchen. Genau wie in anderen Berufsgruppen gibt es bei uns Idioten und vernünftige Menschen. Da unterscheiden wir uns nicht von Politikern, Rechtsanwälten, Arbeitern, Studenten, Hartz 4 Empfängern und allen sonstigen nach Tätigkeiten klassifizierten sozialen Gruppierungen.

    Ich persönlich halte die Reform auch für falsch, muß aber auch zugeben, daß es sehr schwer ist in einem so komplexen System eine Lösung zu finden die dem Wunsch nach nicht immer weiter steigenden Beiträgen einerseits und guter Versorgung für alle andererseits gerecht wird.

    Wer hier eine perfekte Lösung hat, möge den ersten Stein werfen! Alle anderen sollten versuchen gute Ideen zu entwickeln und für einen ehrlichen Diskurs in unserer Gesellschaft zu werben. Denn Eines ist Fakt. Entweder stabile Beitragssätze oder optimale medizinische Versorgung für jedermann unabhängig von seiner finanziellen Möglichkeit. Wer beides zusammen verspricht ist ein Lügner und Populist (z.B. Frau Schmidt).

    Wie so häufig werden hier unbequeme Wahrheiten nicht ausgesprochen, weil nicht sein kann was nicht sein darf: Nämlich daß es gute medizinische Versorgung nur für gutes Geld gibt. Und hoffentlich kommt jetzt hier keiner mit den üblichen Scheinargumenten der Polikliniken aus der DDR oder den Systemen in den skandinavischen Ländern…. Wir sollten einfach akzeptieren, daß das Perpetuum mobile auch in medizinischer Hinsicht noch nicht erfunden ist.

  4. @AlexanderG

    endlich mal jemand, der vernünftig an dieses thema heran geht und die schwierigkeit aufzeigt, dass es die eierlegende wollmilchsau nicht gibt ….

  5. Bei anderen Demos gingen hauptsächlich nur Mitarbeiter der KVs von „oben“ verordnet demonstrieren. Ich weiß nicht was die Ärzte machen. Sie haben wohl genug Geld, sonst würden sie mit demonstrieren.

  6. Gesundheit kostet Geld. Das war zu allen Zeiten so. Der Arzt muss für seine Heilbehandlung bezahlt werden. Nicht der Verwaltungsapparat. Nicht die Sachbearbeiterin Susi Sorglos oder der Kassenvorsitzende Klaus Kofmich heilen, sondern der Doc. Der verdient die volle Unterstützung und die Reparatur eines Menschen ist ungleich höher zu bewerten als die Reparatur eines tropfenden Wasserhahns. Leider hat das noch kein Gesundheitsminister begriffen.

  7. Es ist schon ein Unterschied, ob man eine Demo macht oder eine Aktion oder Kampagne. Sorry, da gibt es nichts zu diskutieren.

    Und wenn ich lese „ist nachträglich der Eindruck entstanden, daß Leute, welche sich „Hostessen“ mieten können, wohl noch ganz gut versorgt sein dürften.“ muß ich schon schmunzeln. – Eine Tageshonorar von Euro 30 für eine solche Dienstleistung ist doch nachgeschmissen. Für diesen Betrag würde ich nicht einmal bis zu meinem Auto laufen.

    Das Ganze ist also, wie die WELT schreibt: …zitierte KBV-Sprecher Roland Stahl mit den Worten, er finde das „total normal“…

    Ich auch.

    Wie wäre es, wenn Ärzte und Patienten gemeinsam gegen den Berliner Schwachsinn Gesundheits“reform“ Sturm laufen würden? Statt sich hier von der BLÖD-Zeitung aufeinanderzuhetzen und auseinanderdividieren zu lassen?

  8. @ #8 D.N. Reb:

    Ich persönlich glaube eher, daß es den meisten Politikern sehr wohl bewußt ist, wie die diesbezügliche Realität aussieht. Aber es würde zu viele Wählerstimmen kosten, wenn sie diese Wahrheiten aussprechen würden. Ich fürchte viele Wähler wollen im Endeffekt doch lieber die üblichen Illusionen hören (Die Reform wird die Beiträge stabil halten und bringt für die Versicherten eine Verbesserung der Qualität und Transparenz, nur die Ärzte werden bluten ….) als mit der bitteren Realität konfrontiert zu werden. (Auf diesem Prinzip funktioniert auch die Propaganda von PDS/SED). Traurig, aber wahr.

    Stell Dir mal vor Du würdest Deiner Frau zu Hause erzählen, daß Du demnächst im Rahmen einer Konsolidierung und Reform weniger Geld für die Haushaltsausgaben zur Verfügung stellen wirst, dafür aber Champagner statt Wasser bekommen möchtest. Deine Frau würde Dir mit Recht einen Vogel zeigen, in einem so großen und aufgeblähtem Staatssystem scheint aber bei vielen ein solches magisches Denken vorzuherrschen.

    Und solange Wähler dumm genug sind so etwas zu glauben, so lange werden es auch verlogene Politiker ausnutzen. (Was ich keinswegs als Entschuldigung für Schmidt und co. meine).

  9. @ #11 D.N. Reb:

    Ich wünsche mir wirklich, daß ich mit meinen Bedenken unrecht habe und Du Recht hast und auch Recht behälst.

    Und uns allen wünsche ich eine gute Gesundheit!

  10. „Wer hier eine perfekte Lösung hat, möge den ersten Stein werfen!“

    Bin kein Steinewerfer, aber an Ideen mangelt es mir nicht:

    Abschaffung der GKV und der GRV, das sind beides Geldvernichtungssysteme. Ich bin ausschließlich privat RV und KV versichert und habe in beiden Fällen mehr Leistungen für weniger Geld.

    Also: BFA und LVA auflösen, die Krankenkassen auch. Und braucht jemand eine kassenärztliche Vereinigung? Nein, auch nicht. Die Leute könnten alle vernünftige Arbeit tun.

  11. Eine GRV und eine GRV reichen. Viele Leute krepeln am Existenzminimum. Wenn denen keine Zwangsbeiträge eingezogen werden haben sie überhaupt keinen Versicherungsschutz. So ist das leider.

  12. @ #13 Chaim:

    Gegen Deine Vorschläge hätte ich persönlich überhaupt nichts einzuwenden, im Gegenteil, ich halte das für die einzig mögliche Rettung unseres Gesundheitswesens in Anbetracht der demographischen Entwicklung (unter der Voraussetzung daß man vorher eine staatliche Grundversorgung schafft, weil sonst manche Menschen völlig unten durch fallen würden).

    Aber ich glaube auch, daß man damit in Deutschland keine Mehrheit erzielen kann. Die Gesundheitsvorschläge der FDP beispielsweise gehen sehr stark in diese Richtung und dafür müssen sie sich oft genug beschimpfen lassen (Ellenbogengesellschaft, sozialer Kahlschlag/Kälte …).

    Du darfst eins nicht vergessen Chaim, es gibt eine Menge Menschen die nichts oder kaum etwas in die Krankenkassen einzahlen und trotzdem die volle medizinische Versorgung auf dem höchsten technischen Stand bekommen (Auch wenn sie auf Termine warten müssen, nirgends in der Welt bekommt als GKV-Patient so eine umfassende Versorgung. Diese Leute werden entschieden gegen private Lösungen sein und machen einen wichtigen Stimmenanteil in den Wahlen aus!

  13. Die Gesundheitsreform ist Schrott, weil die Politik zu feige ist, Nägel mit Köpfen zu machen. Soll heißen: Ein Gesundheitssystem wie in Dänemark – aus Steuermitteln finanziert!!

    Die ARMEN ARMEN Ärzte tuen mir wirklich unendlich LEID!!!

    Die nagen bald am Hungertuch, und erst die Apotheker!!

    Die habe in Deutschland einen Bestandsschutz, wie sonst niemand, verdienen sich dumm und dämlich und verarschen das Volk!!

    Die KBV und wie noch diese dubiosen Vereine der Ärzte heißen mögen, sind flüssiger als flüssig, nämlich überflüssig.

    Genauso wie diese Deppenunterteilung in Private und Gesetzliche Krankenkassen – das gibts nirgends sonst, nur in Deutschland.

    Die Pharmaindustrie nimmt Preise, die es nirgend auf der Welt gibt. 50 bis 100 Prozent mehr als in Staaten wie Schweden, Norwegen, Dänemark!!!!

    Verarschtr wird der Patient und nicht diese ARMEN ARMEN Ärzte, Apotheker, Pharmalobbyisten!!

    Das hat absolut nix mit einer Neiddebatte zu tun!!

    Bloß die Gewinne steigen und steigen und die paar sozialversicherungspflichtigen AN müssen immer mehr schultern.

    Besonders unter Rot/Grün(kotz!!!) ist die Schere immer weiter auseinandergegangen!!

    ERfolgsmodell: DÄNEMARK Rente und Krankenversicherung sind dort steuerfinanziert und die Lohnnebenkosten betragen sage und schreibe 4,2%.

  14. @koltschak

    Wenn Ärzte zum Jahresende kein Geld mehr zur Behandlung von Patienten bewilligt bekommen, dann liegt das nicht an den Honorarforderungen der Ärzte.

  15. @ #16 koltschak:

    Meinst Du nicht, daß Du das etwas einseitig siehst?

    Zudem werden auch die Steuereinnahmen angesichts der Demographie weiter fallen, der Bedarf an medizinischer Versorgung aber größer werden. Und ständige Steuererhöhungen sind kaum besser als ständige Erhöhungen der Krankenkassenbeiträge.

    Ohne die KBV hätte der Staat den sogenanten Sicherstellungsauftrag. Das heißt dieser wäre dann verantwortlich für die Verteilung der Ressourcen und der Verteilung der Ärzte auf die Patienten. Ich wage es zu bezweifeln, daß das mit einer Verbesserung für die Patienten einhergehen würde. Dann hätten wir Versorgung nach staatlicher Kassenlage und das Geschrei wäre noch größer.

    Ich muß mich leider wiederholen, ganz so einfach wie manche es gerne hätten ist es eben nicht.

  16. @14 Denk das doch zu Ende. – Natürlich könnte man das, wie bei der HaftPFLICHT-Versicherung beim Auto auch bei der RV und KV privat regeln.

    man könnte auch Eltern von minderjährigen Kindern in eine private HaftPFLICHT und Hundehalter in eine private HaftPFLICHT zwingen.

    Wenn’s beim Auto doch auch geht?
    Dafür ist immer Geld da, sogar bei Hartz-IV-Beziehern.

  17. Alexander (#15), das Problem ist mir schon klar.

    Natürlich muß man eine Grundversorgung sicherstellen. Das kann man steuerfinanziert in Hartz-IV integrieren von dem ganzen Geld, das man durch das eingesparte Gesundheitsministerium und durch eingesparte KV-Zwangsbeiträge der abhängig Beschäftigten reichlich hat.

    Seit 40 Jahren weiß man, daß das System, das letztlich auf Bismarck zurückgeht, Schwachsinn ist. Es geht nicht. Andere Länder haben es doch auch geschafft, einen Umbau der KV- und/oder RV-Systeme zu machen (Schweiz, Niederlande, Dänemark, Schweden, Israel). Warum nicht auch Deutschland?

  18. #20 Chaim:
    „Warum nicht auch Deutschland?“

    Ich glaube weil hier das Anspruchsdenken (sowohl bei Patienten als auch bei Ärzten, Apothekern, Krankenhauspersonal…) besonders hoch ist. Und weil es uns noch immer sehr, sehr gut geht im Vergleich zum Rest der Welt.

  19. Ich sage das ungern, und nach „Freie Welt“ bist Du auch erst der zweite, dem ich das ganz unverblümt sage, Koltschak: Deine Sprache löst in mir einigermaßen großen Widerwillen aus.

    Sie ist voller Haß und apelliert an Neid und Mißgunst (obwohl ich Dir entschuldigend anrechnen will, daß Stefan Herre – wie ich in #1 kritisiert hatte – eine verführerische Vorlage in dieser Hinsicht macht, die völlig vom Problem wegführt). – Nur mal ein Beispiel aus Deinem Beitrag #16, an mehr möchte ich mich nämlich nicht beschmutzen:

    ********************
    „Die ARMEN ARMEN Ärzte tuen mir wirklich unendlich LEID!!!
    Die nagen bald am Hungertuch, und erst die Apotheker!!

    Die habe in Deutschland einen Bestandsschutz, wie sonst niemand, verdienen sich dumm und dämlich und verarschen das Volk!!“

    ********************
    Wenn Du gegen „Bestandsschutz“ polemisieren willst, dann denk lieber an die Bezirksschonsteinfegermeister – ein völlig überflüssiger Beruf. Oder an TÜV bzw. DEKRA usw., die mit AU-Untersuchungen und Zertifizierungen das Wahnsinnsgeld abzocken. AN GEZ und GEMA. An den „grünen Punkt“.

    Aber nein, Du hetzt gegen Apotheker und gegen Ärzte. Vom Apothekensterben hast Du nichts mitbekommen. Von arbeitslosen Ärzten auch nicht. Nur zur Klarstellung, damit Du nicht in die falsche Richtung denkst: ich bin nicht betroffen, habe mit beiden Berufen nichts zu tun, sie kommen in den letzten drei Generationen meiner Familie nicht einmal vor, da kann ich leider nur mit Kaufleuten, Wissenschaftlern, Offizieren, Journalisten, Künstlern und Technikern aufwarten. Mit Ärzten habe ich nur als „Kunde“ zu tun, und ich zahle gern gutes Geld für gute Leistungen. Wie in der Autowerkstatt auch. Oder beim Tierarzt. Oder beim Klempner.

    Also, komm mal wieder runter. So mancher Arzt hat weniger Einkommen als ein Fliesenleger ohne Schwarzarbeit. Nach den vielen arbeitslosen Ärzten kommt als zweitunterstes der Krankenhausarzt, mit Doppelschichten, unterbezahlt, mit chronischem Schlafmangel. Etwas besser ist der Arzt mit Kassenzulassung, für den sind 70-Stundenwochen normal. Geld? Frag lieber nicht. Einige in meinem sozialen Umfeld (Ärzte, Psychiater, Psychologen) nehem grundsätzlich nur noch Privatpatienten. – Warum wohl?

    So, nun informier Dich mal ein bißchen. Und, vor allem: mäßige Deine Sprache doch mal etwas, es geht hier um SACH-Probleme.

  20. Dänemark steht bombig da, Arbeitslosenquote bei 3%!!!

    Und das aufgrund des steuerfinanzierten Sozialsystems!

    Weil nämlich in Dänemark jeder, auch die Reichsten der Reichen mit ihrer Steuer dieses System finanzieren!

    Und dieses tuen es gerne.

    Die Neiddebatte in Deutschland geht doch genau anders rum. Die Reichen entziehen sich wo sie können, aber profitieren von den Sozialen Leistungen wie Infrastruktur, Schule etc. Und dieses wird zumeist aus den Beiträgen der Sozialversicherten finanziert!

    Die haben keine Chance sich privat zu versichern und so sich die Rosinen aus dem Kuchen zu picken!

    Ich kenne keinen armen Apotheker und auch keinen armen Arzt, eher das Geenteil. Gönne ich ihnen ja auch. Aber die, die am meisten jammern, sind die die meistens auch am meisten haben!

  21. Also wenn PI jetzt anfängt, auf der Sozialneid-Welle zu reiten, werd´ich sauer….
    Ich hab´ grad `nen Leserbrief an die WELT gesendet, die meinte, auch in dieses mainstream-Rohr blasen zu müssen.
    Ich fordere darin DIE SPD-Sozialpolitikerin, die sich am verleumderischsten über die Ärzte geäußert hat (Elke Ferner) auf, doch mal offen zu legen, wieviel IHRE EIGENE PARTEI (zu einem beträchtlichen Teil aus Steuergeldern!!!) jährlich für Werbeagenturen, PR-Maßnahmen, Werbegeschenke und bezahlte externe Drittkräfte (bei Veranstaltungen) ausgibt, dann würde ich mich doch wieder mit ihr über „Berufsdemonstrantentum“ unterhalten….So eine dreiste Selbstgerechtigkeit!
    Wenn diese verlogene Politikerkaste doch NUR IRGENDWIE vom eigenen Versagen ablenken kann (hier: Gesundheitspolitik…), ist ihr jedes demagogische Mittel recht…
    Daß sie, DIES IM GEGENSATZ ZU JEDER ANDEREN FREIBERUFLICHEN GRUPPE, den Ärzten das volle unternehmerische Risiko für ihre Praxen (Raum- und Personalkosten, Investitionen etc…wie jeder Betrieb halt…) aufbrummen, sie aber auf der Einnahme-Seite schlimmer halten als Angestellte in einem VEB Gesundheit (die wissen wenigstens, was sie vom Staat bekommen…der Arzt weiß erst ein halbes Jahr später, ob oder was er für seine Leistungen bekommet…) wird dabei TUNLICHST VERSCHWIEGEN….

    Diese verlogene Brut…

    Argonnenveteran veritati et caritati!

  22. KOLTSCHAK

    Eine solche Polemik ist unwürdig und gehört vom Niveau her nicht in dieses Forum.
    Es mag ja sein, daß Du noch´n paar Ärzte kennst, die sich in den goldenen unbudgetierten Zeiten in den 70er- und 80er-Jahren ihr Vermögen zusammengescheffelt haben (die kenn´ich auch…), aber Du scheinst nicht DIE zu kennen, die heutzutage IM KLASSISCHEN KONKURS ihre Praxis zugesperrt haben, die noch in ihrer Praxis stehen, aber am Tropf der Bank hängen (die ihre Einnahmen verwaltet und ihnen pro Monat noch einen Obulus auf dem Niveau einer Arzthelferin auszahlt) oder die ihre Zulassung an ein MVZ (medizinisches Versorgungszentrum, Besitzer meist kapitalkräftige Gesellschaften..) verkauft haben und nun als ANGESTELLTE in ihrer eigenen (ehemaligen!) Praxis stehen.

    Bitte darüber nachzudenken….mit Verlaub!

  23. ARGONNENVETERAN!

    Du hättest Kurt Tucholsky wahrscheinlich auch ins KZ gesteckt!

    „Eine solche Polemik ist unwürdig“

    Mir fehlt ein Zensor!

    Und wieso gehtst Du nicht auf meine Vorschläge ein???

    Dänemark, wie ganz Skandinavien, steht bombig da!

    Und überall dort sind die Sozialsysteme steuerfinanziert.

  24. Stefan Herre

    Ich kann mich nur wundern, woher dieser Lafontaine-Gysische Nivelliersozialismus auf einmal kommt. Oder Standesneid? Es hätte ja freigestanden, Medizin zu studieren (Mindestdauer 6 Jahre, mit Promotion meist 7 oder 8, anschl. etwa 5-7 Jahre Facharztausbildung…).
    Aber zur Sache:
    Ärzte haben also NICHT das Recht, über ihre Organisationen PR-Mittel zu benützen, DIE JEDE PARTEI UND JEDER ANDERE INTERESSEN- ODER LOBBYVERBAND GERADEZU SELBSTVERSTÄNDLICH ANWENDET?

    Kleiner Tip: Laß Dir mal am Wochenende so gegen 23.30 notfallmäßig Deinen Klempner oder Heizungsmonteur und Deinen Allgemeinarzt (diesen zum Kassensatz…)kommen, und leg´ mal nebeneinander, wer was dafür bekommen hat….DANN REDEN WIR WIEDER!

  25. „Ich kenne keinen armen Apotheker und auch keinen armen Arzt,“

    ich schon. mein langjähriger hausarzt gibt zum jahresende auf.

  26. Ich kann #30 bestätigen.
    Die fette Jahre für Apotheker und Ärtze sind längst vorbei. Sehr viele von ihnen machen zu, sonst droht der Bankrott.

  27. koltschak

    Nach Deine ersten Zeile ist es eigentlich nicht angesagt, noch mal auf Deine „Einwürfe“ zu antworten.
    Ein Angehöriger meiner Frau saß als Zeuge seines Glaubens in Dachau im Priester-KZ und so ein leichtfertiges Geschwätz (wie Deines…) über Konzentrationslager im Rahmen einer normalen (intellektuellen) Debatte beleidigt jeden, der wirklich für seine Überzeugung „drin“ war…

    Dennoch: wenn doch in Skandinavien alles so toll ist, lies doch mal:
    http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/erfolggeld/artikel/777/71706/6/

  28. Herr K. und die Neiddebatte (#25).
    Lustig, irgendwie: „Ich kenne keinen armen Apotheker und auch keinen armen Arzt, eher das Geenteil.“

    Wen kennst Du schon, in dieser Hinsicht. Legen die Dir alle immer ihren Einkommsteuerbescheid vor und ihren Depotauszug?

    Woher beurteilst Du also, daß die Handvoll Ärzte und Apotheker, die Du „kennst“, das Gegenteil von arm, also reich sind? Größe des Autos? Ist Betriebsvermögen. Größe des Hauses? Gehört der Bank. Jüngere Frau? Sei doch nicht immer so neidisch!

    Und laß uns doch bitte mal an Deinen monetär-diagnostischen Verfahren teilhaben, ja?

    „Gönne ich ihnen ja auch.“

    Wie kann man so schamlos lügen?

    „Aber die, die am meisten jammern, sind die die meistens auch am meisten haben!“

    Also Hartz-IV-Empfänger? Wie Becks Henrico?

  29. @koltschak

    „Die ARMEN ARMEN Ärzte tuen mir wirklich unendlich LEID!!!“
    Nein, tun sie nicht!

    „Die Pharmaindustrie nimmt Preise, die es nirgend auf der Welt gibt. 50 bis 100 Prozent mehr als in Staaten wie Schweden, Norwegen, Dänemark!!!“
    Ja!

    „Verarschtr wird der Patient und nicht diese ARMEN ARMEN Ärzte, Apotheker, Pharmalobbyisten!“
    Nein!

    „Das hat absolut nix mit einer Neiddebatte zu tun!!“
    Doch!

    „Bloß die Gewinne steigen und steigen und die paar sozialversicherungspflichtigen AN müssen immer mehr schultern.“
    Nicht bei den Ärzten und Zahnärzten schon gar nicht, die sind bei dem Stand von 1996 EINGEFROREN bzw. rückläufig!

    „Besonders unter Rot/Grün(kotz!!!) ist die Schere immer weiter auseinandergegangen!!“
    Verstehen halt ihr Handwerk! 🙂

    „ERfolgsmodell: DÄNEMARK Rente und Krankenversicherung sind dort steuerfinanziert und die Lohnnebenkosten betragen sage und schreibe 4,2%.“
    Und ich kenne Ärzte, die in England das Doppelte mit weniger stressiger Arbeitszeit verdienen…!

    Nur zum besseren Verständnis: Meine Frau IST Ärztin!

  30. Hahahahahahaha….

    Die Zahnärzte sind bei 1996 eingefroren.

    Hahahahahahaha…..

    Weiß doch jeder wie die Zahnärzte das machen: Wahlleistung! Und schon ist der Stand von 2026 erreicht!

    Nun ja, andere Ärzte haben nicht solche schönen Möglichkeiten.

    Zahnersatz, ja bitte, aber nur 08/15 wenns etwas mehr sein darf geht’s in die Vollen!!!

    Ich kenn genug Arbeitskollgen und Bekannte, denen der Zahnarzt dann auf dem Stuhl bei der Beahndlung sagte, ja und dann können wir auch gleich noch die Zähne abschleifen und eine neue Krone wäre auch nicht schlecht.

    Mir tun besonders die Zahnärzte noch leider als leid!

    „Laut dem Statistischen Jahrbuch der Kassenärztlichen Bundesvereinigung liegen die durchschnittlichne Einkommen von Zahnaerzten mit eigener Praxis VOR Steuern in Westdeutschland bei 100.689 Euro.“

    Also rund 200.000 DM. Ja, das ist doch sehr gering, wenn man überlegt, wie hoch das Durschnittseinkommen ist.

    Das liegt so bei 250.000 € vor Steuern bei dem normalen Arbeitnehmer, I presume.

    Was mich an dieser Diskussion stört ist nicht, dass man meine Meinung nicht akzeptiert und beschrottet findet, was mich stört ist die Tendenz andere Meinungen schlichtweg verbieten zu wollen.

    Meinungsfreiheit ist für mich das höchste aller Güter in diesem unserem Land.

  31. koltschak

    Gerade in diesem Forum wird kein Mensch Dir ernsthaft den Mund verbieten. Dein polemischer Stil und Deine Ignoranz gegenüber Fakten jedoch verbieten sich…
    „Iss´ja allet datt gleiche: die janzen Ärzte, die Pharmaindustrie, mein Zahnarzt…allet die gleiche Mafia….“
    Sorry: Stammtischniveau…..
    Diskutier´ mit uns, aber beschimpf´ uns nicht! Die altvordere Generation von Ärzten hätte sich jetzt im wohligen Bewußtsein des vollen Geldbeutels auf die andere Arschbacke gesetzt und gedacht: „Armer Kleiner, leck´uns doch….“. Bei den jüngeren Generation wirst Du angesichts der bürokratischen Scheisse und der Verarschung durch die Politik, der sie jeden Tag ausgesetzt ist, auf eine steigende Militanz und auf eine zunehmende Null-Toleranz-Haltung treffen…auch bei mir!
    WIR SIND NICHT DIE LÜCKENBÜSSER DES BANKROTTEN SOZIALSYSTEMS!

    Maat et joot!

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