sibylle_laurischk.jpgMit einem bemerkenswerten Vorschlag versuchen die Liberalen, auf der gutmenschlichen Multikulti-Schiene die Grünen links zu überholen. Am gestrigen „Tag der Migranten“ hatte die FDP-Bundestagsabgeordnete Sibylle Laurischk (Foto) die grandiose Idee, der Zuwanderungsproblematik mit einem „Jahr der Migranten“ zu begegnen. Bedauerlich, dass sie nicht vorgeschlagen hat, wenigstens einen einzigen „Tag der Einheimischen“ einzuführen.

Hier die Pressemitteilung von Sibylle Laurischk:

Gedenktage sind eine gute Gelegenheit Politikwechsel zu fordern. Angesichts der Problematik der Integration von Zuwanderern und der Migrationsströme in Europa reicht ein Tag aber nicht aus, vielmehr muss 2007 zu einem Jahr der Migranten werden. Verstärkung von Integrationsbemühungen, die Regelung eines dauerhaften Bleiberechts auf Bundesebene und das Voranbringen einer europäischen Lösung für die Flüchtlinge aus Afrika stehen auf der Agenda. Aber nicht so wie bei der Bundesregierung, die zwischen Generalverdacht und Mitleid schwankt, sondern mit Augenmaß im Sinne einer humanen Flüchtlingspolitik, die die Potentiale der Migranten erkennt. Wir brauchen endlich eine Zuwanderungspolitik, die die Interessenlage der Bundesrepublik definiert und insbesondere die Zuwanderung beruflich qualifizierter Menschen ermöglicht.

» Email: sibylle.laurischk@bundestag.de

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29 KOMMENTARE

  1. So in etwa, Golem. Ich habe nichts gegen einen Tage, einen Monat, oder ein Jahr der „Migranten“. Gar nichts!

    Man muß das nur richtig interpretieren. Man könnte Patenschaften machen. Jeder kümmert sich um einen „Migranten“. Ist doch ’ne prima Idee!

  2. Migranten müssen in Deutschland bedrohte Spezies sein. Baum des Jahres, Vogel des Jahres, Furunkel des Jahres. So etwas wird doch immer eingeführt, um Aufmerksamkeit auf irgendeine aussterbende Art zu lenken. Aber Migranten? Da gibt es, denke ich, doch genug Verteidiger. Die Krötentunnel bauen und Reservate fordern, wo sich Ehrenmörder und Padophile so recht entfalten können. „Guckt mal Kinder, dass in dem Käfig ist der Ali. Das verloren geglaubte Bindeglied zwischen Homo Erectus und Homo Neandertalensis. Geht nicht zu dicht ran. Der Ali sticht gern mit dem Messer oder er wirft mit Kot. Nein, sprechen kann der Ali nicht. Er stammelt nur. Aber ist er nicht putzig? Und nun geht es weiter, Kinder, zur Burka-Schleiereule aus dem Hindukusch – und nicht füttern!“

  3. Tja, und auf die Idee, im Sinne einer „Zuwanderungspolitik, die die Interessenlage der Bundesrepublik definiert“ ein härteres Vorgehen gegen kriminelle Subjekte, die bekanntlich meistens einen bestimmten Hintergrund aufweisen, kommt die Frau natürlich nicht… Aber wen wundert sowas eigentlich??

  4. Diese ganze Politik ist langfristig nur noch krank. In den letzten 30 Jahren wurde richtig viel getan, um D familien- und kinderunfreundlich zu machen. Und es ist eben nicht nur die materielle Seite. Ich kann mich selbst noch an Situationen vor 10 Jahren erinnern, wo „man“ (nicht ich) über kinderreiche Familien lästerte: „Die haben 4 Kinder, boah ey ist das assozial.“. Oder Frauen, die schwanger werden könnten, wurden in Betrieben als „Hochrisiko“ gesehen, bescheuerter geht’s von der menschlichen Seite nicht mehr, in einem Land mit 1.4 Kindern pro Frau. Wer nicht will, dass die gerade eingestellte Frau schwanger wird, sollte halt über 45 einstellen, aber das wollte man ja auch nicht, die Belegschaft sollte im Durchschnitt unter 23 sein. Und um diese Dachschaden-Politik zu reparieren, sollen es die Einwanderer richten. Das wird nie funktionieren, ich kauf mir ja auch nicht, wenn mein Benzintank ein faustgrosses Loch hat, einen zweiten Benzintank, mit dem ich ständig den ersten nachfülle. Wenn es ein demographisches Problem in D gibt, muss dieses intern gelöst werden.

  5. Die „Potentiale der Migranten“, zumindest die der moslemischen Mehrheit, kennen wir bereits zur Genüge. Auch die Afrikaner haben hier in Hamburg ihren festen Platz (in der Dealerszene).

  6. Ich bin für das Jahr der Wohnpflicht aller MdB und MdL und deren Familien – samt Schulpflicht für die Gören – in den Problemvierteln der deutschen Großstädte.
    Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf etc.

    Und wenn die Alte da auf dem Bild und ihre Brut danach immernoch nicht vergewaltigt, bedroht, ermordet worden sind, dann, ja DANN können wir immer noch darüber reden…

  7. #6 D.N. Reb (19.12.06 19:49)
    Migranten müssen in Deutschland bedrohte Spezies sein. Baum des Jahres, Vogel des Jahres, Furunkel des Jahres. So etwas wird doch immer eingeführt, um Aufmerksamkeit auf irgendeine aussterbende Art zu lenken. Aber Migranten? Da gibt es, denke ich, doch genug Verteidiger. Die Krötentunnel bauen und Reservate fordern, wo sich Ehrenmörder und Padophile so recht entfalten können. „Guckt mal Kinder, dass in dem Käfig ist der Ali. Das verloren geglaubte Bindeglied zwischen Homo Erectus und Homo Neandertalensis. Geht nicht zu dicht ran. Der Ali sticht gern mit dem Messer oder er wirft mit Kot. Nein, sprechen kann der Ali nicht. Er stammelt nur. Aber ist er nicht putzig? Und nun geht es weiter, Kinder, zur Burka-Schleiereule aus dem Hindukusch – und nicht füttern!“

    Von D.N. Reb | 19.12.06 19:49

    Geschrieben am 19.12.06 19:49

    ABSOLUTE SPITZE ! SACHICH

  8. Sachichdoch, Du meinst das mit den Übergriffen klappt nicht weil die hässlich wie die Nacht ist?
    Ist ’n Argument. Aufhübschen klappt wohl auch nicht. Aber eines bitte ich zu bedenken: Ich sprach auch von deren Brut, und nicht nur von der Abgebildeten. Außerdem glaube ich nicht, daß Ziegen erotischer als der obige Vogel sind.

    Wer Ziegen vögelt hat auch kein Problem mit der da.

    Sorry – bin Nazi.

  9. @D.N. Reb
    DANKE! Die virtuelle Führung durch den Muselzoo 2010 war köstlich! Wir haben uns vor Lachen nicht mehr eingekriegt!
    P.S. Die Wissenschaft rätselt noch, ob der Muselaffe das Bindeglied zwischen Neandertaler und Homo Sapiens ist. Es gibt auch eine Denkschule, daß er eher das „missing link“ zur Gattung der Subhominiden darstellt. Wenn DAS stimmt, dann ist das ausgestellte Exemplar unheimlich selten!!

  10. @European Patriot: Mal eine Frage, bist du für eine generelle Rückführung aller außereuropäischer Ausländer? Wenn ja, wie definierst du „Europäer“? Als jemanden, der Staatsbürger eines europäischen Landes ist, oder kulturell, also dem europäischen Wertesystem angehörend, oder rassisch-völkisch, d. h. auf bestimmte Typen der „europiden Großrasse“ bezogen?

  11. Also wenn man das alles so täglich liest, dann frage ich mich doch ob es eventuell daran liegt, dass all diese „grossen“ Politiker mit ihren Reden und Entscheidungen unter grossem Zwang handeln. Dass sie eventuell alle erpresst werden und Angst ums Überleben haben und deswegen diese Kommentare abgeben. Denn mit gesundem Menschenverstand hat das doch alles nichts mehr zu tun. Warum also sonst diese mehrwürdige Verhaltensweise? Die werden doch dafür bezahlt GUTES fürs deutsche Volk zu tun und nicht das Gegenteil. Also ich grübele und grübele und kann keinen andern Grund finden. Da ist doch was faul bei diesen „hochwertigen“ Politikern. Das System und unsere Beauftragten sind doch in dieser Form nicht mehr zu ertragen.

  12. Vor ca. 20 Jahren, als Praesident Reagan atomare Abwehrraketen in Deutschland installierte, haben deutsche Liberale und Medien den Slogan: „Lieber Rot als Tot“ erfunden.
    In Anberacht der wachsenden Immigration von Islam Glaeubigen, und der Befuehrwortung dieser Welle von meist Liberalen, Politikern und Medien Deutschlands, kann hier ein neuer Slogan angewendet werden: Lieber Sharia als Maria??
    Islam Lebensweise kann sehr wohl mit Scharia unschrieben werden, wie auch die Religionsfigur Maria sehr gut die westliche Kultur umschreibt.
    Mir scheint dass im selben Mass wie die westliche Religion geschwaecht wird, Islam sich erstaerkt.
    Das Vacuum welches das Sterben des christlichen Glaubens verursacht, wird mit Islam gefuellt.
    Lieber Sharia als Maria?? Nicht fuer mich.

  13. Der kleine Gregor G. hat es mal ganz deutlich gesagt. Sobald ein Politiker eine Weile im Bundestag ist, verliert er die Beziehungen zum Leben ausserhalb des Bundestages. Schliesslich glaubt er, das wahre Leben seien die anderen Abgeordneten, die Ausschüsse, die Mitarbeiter und das, was auf Anträgen und Beschlüssen niedergeschrieben ist. Die Welt des Bundestagsabgeordneten hat in den seltensten Fällen etwas mit der Realität ausserhalb des Hauses zu tun. Kein Wunder, dass die Frau Migranten für eine aussterbende Spezies hält und jeder von uns einen Migranten adoptieren sollte. Nett wäre ja auch einen Migrantenfutterkarton aufzustellen, gleich neben den Sammelbehältern für das Tierheim. Da können wir dann reinwerfen, was der bedrohte Migrant so braucht. Messer, Linsensuppe mit Bauchspeck, einen „Reiseführer Deutschland“ und ein kleines Wörterbuch „Radebrechen für Anfänger“. Ich find die Idee wirklich gut. Gerade in der Weihnachtszeit.

  14. @European Patriot: Mal eine Frage, bist du für eine generelle Rückführung aller außereuropäischer Ausländer?

    Nein, erstens bin ich kein Fanatiker und zweitens bescheiden und realistisch. Ich will nicht alle Nichteuropäer abschieben, sondern vor allem die Muslime. Wenn es nicht anders geht würde es mir reichen wenn ihre Geburtenrate unter die europäische sinkt, und die schlecht integrierten und problematischen Fälle abgeschoben werden.
    Ich habe generell Null Verständnis für illegale Masseneinwanderung, Einwanderung über das Flüchtlingssystem, oder auch die Legalisierung von Gastarbeitern. Ich will die Zahl der Personen nichteuropäischer Abstammung aufs Nötigste reduzieren, also Einwanderung einer begrenzten Zahl von Wissenschaftlern, Künstlern, und ähnlichen Personen. Die Zahl der Muslime und anderer Drittweltbevölkerung sollte wieder sinken, besonders wenn sie sich nicht benehmen können oder wollen, öffentlichen Raum beanspruchen, uns ihre Kultur aufzwingen wollen, und ständig von den Linken als Mittel zur Provokation, zur Dekonstuktion unserer Identität, oder zur zwangsweisen Durchsetzung des „Staatbürgerprinzip“ auf Grundlage ihrer linken Werte und Moralismen, verwendet werden.
    Muslime sind ein besondereres Problem, weil sie die grösste nichteuropäische Minderheit in Deutschland und Europa sind, wegen ihrer Religion und den Problemen die sich daraus ergeben, und weil sie aus europäischer Sicht unsere bevölkerungsreichen, armen, ehrgeizigen, unfähigen und leicht reizbaren Nachbarn sind.

    > Wenn ja, wie definierst du „Europäer“?

    Bestimmte Völker sind europäisch. Sie bezeichnen sich selber so und werden so bezeichnet (siehe Kolonialismus), und sie akzeptieren sich auch gegenseitig als Europäer. Auf jeden Fall geht es um das westlich-christliche Abendland, und meinetwegen die Reste vom griechischen Ostrom (EU-2007). Wo man die Grenze im Osten ziehen will, ist ein Stück weit eine politische Entscheidung, wobei natürlich offensichtlich ist, dass uns die östlichen Staaten „rassisch“ und kulturell ähnlicher sind als z.B. die Araber oder Afrikaner.
    Russland sehe ich auch nicht als ernstzunehmenden Rivalen, eher als Nachbarnland das vielleicht unsere Unsterstützung braucht (wg. China, Islam). Vielleicht öffnen sie sich dann auch irgendwann für europäische Einwanderung im grösseren Maßstab, und wir wachsen langfristig mehr und mehr zusammen.

    > Als jemanden, der Staatsbürger eines europäischen Landes ist,

    Ich würde wohl niemandem ins Gesicht sagen, „du bist kein Deutscher“ oder „kein Europäer“, ausser er legt es darauf an. Trotzdem, weder in Deutschland noch im Rest Europas hat das „Staatsbürgerprinzip“ wirkliche Relevanz. Solche Elemente sind nützlich, um einige mehr oder weniger assimilierte, und eher unpolitische Einwanderer zu integrieren und sie ans eigene Land zu binden, aber sicher keine Grundlage für irgendeinen europäischen Staat oder ein vereinigtes Europa.
    Mir geht es nicht darum einzelne Personen einzuordnen, sondern ich bin gegen das „Staatsbürgerprinzip“ und gegen „Globalismus“ jeder Art. Die überwältigende Mehrheit in Europa hat so zu sein wie wir und sich ausschliesslich mit der Identität des jeweiligen Volkes bzw. der Europäer zu identifizieren.

    > oder kulturell, also dem europäischen Wertesystem angehörend,

    Das sind zwei Dinge die nicht identisch sind. So was wie gemeinsame Werte gibt es in keinem Volk auf Dauer, jedenfalls nicht viele. Traditionalismus ist ausserdem unvereinbar mit individueller Freiheit, und wenn schon, dann ist das DER europäische wie insbesondere germanische Wert den man erhalten muss.
    Zur Kultur wiederum gehören auch Sprache, Religion bzw. religiöse Traditionen, allgemein Traditionen verschiedener Art, etc.

    > oder rassisch-völkisch, d. h. auf bestimmte Typen der „europiden Großrasse“ bezogen?

    Och neee, ich habe mal so eine Diskussion in einem „Germanenforum“ verfolgt. Natürlich gehören typische Europäer der „europiden Großrasse“ an, nur das kann ja wohl nicht alles sein. Da würden ja z.B. auch viele muslimische Türken dazugehören, unabhängig von Religion, Sprache, Kultur, Werten, Nationalität, etc. Und sollen wir wieder anfangen Köpfe zu vermessen? Nein danke!

  15. @European Patriot

    Aber ich glaube auch, dass auch Rassenbezogen die Zahlen eine Wesentliche Rolle spielen. Beispielsweise würde man jeder dann auf Köpfemessen zurückgreifen wollen, wenn man plötzlich um die 30% der Menschen auf der Strasse einer anderen Rasse zuordnen könnte und wenn man mit dieser Rasse bestimmte unerwünschte Merkmale identifizieren würde, wie z. B. starkt erhöhte Integrationsresistenz.

    Ansonsten würde ich das auch auf die „kulturelle Bereicherung“ beziehen. Wenn das in ihrer Gesamtheit gewisse kulturelle Importe gern übernimmt, sei es drum.
    Wichtig sind Punkte wie die Kompatibilität (das Volk akzeptiert bereitwillig – so z. B. die fremde Küchen, amerikanische Musik, usw.)
    Oder dann wichtig ist, dass die Importkultur einen geringen Maß nicht überschreitet. Vor 20-30 Jahren konnten wir alle mit dem Islam leben, egal wie konservativ, denn damals war er noch so geringfügig hier in Europa. Ich kann sehr wohl mit 100 Kopfjäger aus Papua auf unseren Strassen leben, so lange sie nur Musik in der Fussgängerzone treiben, oder irgendwo ein Exotic-Food Laden halten. Aber wenn plötzlich 3 Mio Kopfjäger auf unsere Strassen frei laufen und sich auf ihre Tradition vor 100-200 Jahren besinnen, sich dabei auf ihre Religionsfreiheit berufen, dann haben wir ein Problem.

    Was ich damit sagen will: Der Maß, die Prozentzahl sind wesentlich. Irgendwer hatte mal eine Studie, ab welche Größe eine Assimilierung oder eine Integration nicht mehr möglich sei. Mit dem Islam auf unseren Strassen haben wir längst diesen Maß überschritten!

  16. Ja, es gab wohl in der Tat schon Untersuchungen, ab welcher relativen Größe eine Minderheit sich tendenziell nicht mehr assimiliert, sondern abgrenzt. Kann mich bloß nicht mehr erinnern, wie die Prozentzahlen lauteten. Ich meine, die Aussage sei gewesen, bis 10% geht die Tendenz im Zweifel eher Richtung Assimilierung, ab 20% aufwärts sei diese sehr unwahrscheinlich, weil so große Minderheiten ihr Eigenleben führen können und keine Notwendigkeit sehen, sich der Umgebung anzupassen. Jeweils auf das unmittelbare Lebensumfeld bezogen, natürlich.

  17. @FAB
    Ich habe noch eine ergänzende eigene Meinung dazu: Die Prozentzahl ist abhängig von der Nähe der zwei Kulturen. Bestimmte je näher zwei Kulturen aneinander liegen, um so leichter assimilieren sie sich gegenseitig. Und diese „Kompatibilität“ wirkt sich auf die Prozentzahl der Integrationsbereitschaft aus.

    Nach meiner Stammtischtheorie würde z. B. das dt. Volk 5% Engländer leichter integrieren als 5% Türken.

  18. Hinsichtlich Assimilation, Kultur“überstülpung“ und ähnliches gibt es in der Geschichte Beispiele zuhauf. Vor 500 Jahren eroberten Spanier/Portugiesen Mittel/Südamerika. Wie sehen diese Länder heute aus? Sie sprechen spanisch/portugiesiesch, sind „Christen“, relativ westlich usw. Warum? Die Iberer haben mit ungeheurer Energie, Durchsetzungsvermögen und Brutalität ihre Kultur oktroyiert, die Eliten abgemetzelt, ihr Sytem aufgedrückt. Mit ziemlich gutem Erfolg, wie man im Nachhinein sehen kann. Diese Tat war moralisch absolut verwerflich, aber erfolgreich. Die Engländer sind im 18. Jhdt in Indien schon nicht mehr so vorgegangen. Indien ist heute kein Abklatsch von GB, selbst wenn die meisten Inder so was englisch-ähnliches sprechen können. Sie blieben Hindus, Moslems, behielten ihre Kultur und Sitten, halten sich jedoch zäh an Demokratie und (begrenzte) Freiheiten. Ab 1830 haben die Franzosen Nordafrika kolonisiert, wieder unter anderen Prämissen. Da ist nun nicht mehr viel Gutes zu berichten. Ausser einigen Sprachbrocken haben sie nichts hinterlassen. Ich bin mir sicher, wären die Franzosen wie die Spanier vorgegangen, gäbe es heute keinen Islam mehr in Nordafrika.
    Hingegen haben die Spanier auch eine seltsame Geschichte. Über Jahrhunderte wurden sie von einer germanischen Oberschicht regiert (Westgoten/Sueben/Vandalen), die sich nicht mit der autochthonen Bevölkerung vermischte, selbst ihre Konfession (Arianer) behielten. Die Begeisterung wird nicht sehr groß gewesen sein, denn die Mauren hatten ein relativ einfaches Spiel mir der Eroberung. Aber auch die stellten nur die Oberschicht und wurden wie die Germanen vertrieben. Lehre daraus: will ich ein Land dauerhaft erobern, muss ich seine Eliten töten, die bestehende Religion durch meine eigene ablösen, es militärisch beherrschen und mein System aufdrücken. Selbst dies wird eine spätere Unabhängigkeit nicht verhindern können (siehe Lateinamerika). Die hat aber dann meist wirtschaftliche Gründe.

  19. > Vor 500 Jahren eroberten Spanier/Portugiesen Mittel/Südamerika. Wie sehen diese Länder heute aus? Sie sprechen spanisch/portugiesiesch, sind „Christen“, relativ westlich usw.

    Gut, aber andererseits sind sie keine Spanier und auch nicht wie die Spanier. Sie identifizieren sich oft mit den indianischen Vorfahren und ihrer Kultur. Am europäischten sind die Siedlerstaaten im Süden. Dank der Idee einer gemeinsamen lateinamerikanischen Kultur und Zusammenarbeit werden die vielleicht auch verloren gehen, wegen Zersetzung der nationalen Grenzen. Mal sehen, was die EU da in Zukunft machen kann.

    Bei einigen Indios gibt es auch linksfaschistisch-völkische Tendenzen, und natürlich gibt es beste Kontakte nach Europa. Sowas wie der ideologische Vordenker von Chaves war auch mal im Fernsehen zu sehen, natürlich ein Deutscher.

    Also, auch die Spanier waren nicht gründlich genug. Religion und Sprache sind nicht alles. Ich finde viele der spanischen und generell europäischen Leistungen dieser Zeit trotzdem höchst bewundernswert.

    > Ich bin mir sicher, wären die Franzosen wie die Spanier vorgegangen, gäbe es heute keinen Islam mehr in Nordafrika.

    Möglich, nur dann gäbe es andere Probleme. Ein Land wie Mexiko möchte ich auch nicht als Nachbarn, so unverschämt wie die sind nicht mal die Türken. Die wollten die USA vor die UNO oder irgendein Gericht zerren, weil die eine Mauer gegen Einwanderer bauen wollen. Die Verkünden offen das Recht auf Einwanderung.

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