PI-Leser FreeSpeech hat das Buch „The Lawful and the Prohibited in Islam“ von Yusuf al-Qaradaw gelesen. Dieses Buch ist für Moslems geschrieben worden, die unglücklicherweise in nicht-islamischen Ländern leben (müssen) und nicht so recht wissen, wie sie sich dort verhalten sollen. Manche zum Beispiel integrieren sich einfach, leben wie wir – völlig falsch und kein bißchen halal, das Buch klärt sie auf.

So heißt es im Vorwort des Buches:

Gewiss hat dieses Projekt der Produktion von Büchern und Pamphleten sowohl ein hehres Ziel als auch einen weiten Rahmen. Es hätte schon vor Jahren begonnen werden sollen, da viele Muslime in Europa und Amerika sehr geringe Kenntnisse des Islam haben, und sogar das Wenige nicht sicher blieb vor Verfälschung und Verwirrung. Kürzlich schrieb ein Freund der al-Ahzar, der in einen Staat der Vereinigten Staaten von Amerika geschickt worden war: „Viele Muslime in diesem Staat führen Bars und verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Alkoholika, und wissen nicht eimal, dass dies eine grössere Sünde im Islam ist.“ Er fügt an: „Muslimische Männer heiraten christliche, jüdische und manchmal gar mushrik (2) Frauen und lassen muslimische Frauen beiseite, welche dann unverheiratet bleiben und selber für sich sorgen müssen.“

FreeSpeech folgert:

Wir im Westen haben tatsächlich Vorurteile, die im Buch präzisiert werden. So haben wir zum Beispiel das Vorurteil, dass die Muslime ihre Frauen täglich prügeln, aber das wird vom Buch widerlegt: Man darf seine Frau nicht am gleichen Tag zusammenschlagen und mit ihr Sex haben. Ein jedes Ding hat seine Zeit.

Ein anderes Vorurteil besagt, dass ausserehelicher Sex mit Steinigung bestraft wird. Wieder falsch: Das Buch verliert kein Wort über die Art der Exekution!

Wer übrigens denkt, Muslime dürften nicht nett sein zu Nicht-Muslimen, liegt ebenfalls falsch. Im Buch wird detailliert erklärt, dass Muslime unter gewissen Umständen nett sein dürfen zu Nicht-Muslimen – wenn sie die Überlegenheit des Islams anerkennen. Allerdings ist Freundschaft mit Nicht-Muslimen verboten, und wenn ein Nicht-Muslim dem Islam nicht wohlwollend gegenübersteht, dann ist dessen Beseitigung natürlich halal. (…) Abschliessend kann ich dieses Buch nur mit aller Wärme empfehlen, jedem, der am Islam interessiert ist, jedem, der sich über den Islam informieren will, und insbesondere jedem Politiker. Nach der Lektüre wird keine Frage zum Islam mehr offen sein, und die Frage, ob sich Muslime in der nicht-islamischen Umgebung integrieren können, ist definitv beantwortet: Unmöglich – denn das ist gegen den Islam.

Was hingegen halal ist, das ist die Integration des Westens in den Islam. Und das ist durchaus möglich, wenn wir nicht aufpassen.

Und wir empfehlen wärmstens, den ganzen Beitrag auf Nebeldeutsch zu lesen!

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10 KOMMENTARE

  1. Qaradawi ist auch Aufsichtsratsmitglied bei Al-Dschasira – dort ist man genauso ‚gemäßigt islamistisch‘ wie er.

  2. Am „halalsten“ ist die zwanglose Rückkehr in Länder, die der islamischen „Kultur“ angehören. Da können sie machen, was sie wollen, mir egal. Aber hier ist am besten alles „haram“. So haram, dass man als gläubiger Musel schnellstens abhauen muß.
    Das wäre schön.
    Schade, dass wir so eine Unterscheidung nicht haben………………

  3. >>So haben wir zum Beispiel das Vorurteil, dass die Muslime ihre Frauen täglich prügeln, aber das wird vom Buch widerlegt: Man darf seine Frau nicht am gleichen Tag zusammenschlagen und mit ihr Sex haben. Ein jedes Ding hat seine Zeit.

  4. Man darf seine Frau nicht am gleichen Tag zusammenschlagen und mit ihr Sex haben. Ein jedes Ding hat seine Zeit.

    Soll also heissen man könnte die Fraun (en) von 12.01 bis 23.59 verprügeln ab 00:01 vergewaltigen und wenn die nicht mehr kann wieder verprügeln so ab 12:01 ??? Naja und bei 4 Frauen …. gehts ja dann rund um die Uhr.Ausserdem kommen ja ohnehin 99% aller Frauen in die Hölle laut den Hardcore Musels.

    Sorry, ich bin jetzt extrem böse und zynisch ,aber sowas kommt einem in den Kopf wenn man sowas liesst.

    ca

  5. Der Autor des hier besprochenen Buches, der Haßprediger Yusuf al-Qaradawi, ist, das sollten wir hier nicht vergessen, einer der Hauptverantwortlichen für die gewalttätigen Ausschreitungen während der Krise um die Mohammed-Karikaturen.
    Er ist ein sehr bekannter und einflußreicher Rechtsgelehrter (bzw. Rechtsgeleerter, wie ich bei solchen Leuten zu sagen Pflege) in der islamischen Welt. Da er zudem oft Auftritte bei religiösen Sendungen auf al-Jazeera hat, erreicht er ein sehr großes Publikum, er gilt auch als wichtige moralische Instanz:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Yusuf_al-Qaradawi kann durch seinen Einfluß und insbesondere seine Beliebtheit in der islamischen Welt in Verbindung mit seinen TV-Auftritten mit Sicherheit eine große Menge Menschen mobilisieren und auf die Straße bringen. Genau das tat er wegen der Mohammed-Karikaturen, gemäß MMEMRI gab er dabei am 3. Februar 2006 unter anderem folgendes von sich:

    “ The nation must rage in anger. It is told that Imam Al-Shafi‘ said: „Whoever was angered and did not rage is a jackass.“ We are not a nation of jackasses. We are not jackasses for riding, but lions that roar. We are lions that zealously protect their dens, and avenge affronts to their sanctities. We are not a nation of jackasses. We are a nation that should rage for the sake of Allah, His Prophet, and His book. We are the nation of Muhammad, and we must never accept the degradation of our religion.“
    http://www.memritv.org/Transcript.asp?P1=1026

    Wobei bezogen auf al-Qaradawis Klientel, statt „jackass“ (=Esel) eigentlich „Camel“ besser gepaßt hätte 😉
    Der „Geleerte“ hat mit diesen Äußerungen jedenfalls relativ klar zur Gewalt aufgerufen, was er hinterher natürlich abgestritten und daraufhin die Gewalt „verurteilt“ hatte, nachdem die Gewaltorgie bereits in vollem Gange und durch Worte nicht mehr zu stoppen war.
    http://www.islamonline.net/English/News/2006-02/06/article01.shtml
    Interessant ist vielleicht auch die folgende kurz nach den obigen Tiraden getätigte Propaganda:

    „We say to those Europeans: We can get by without you, but you cannot get by without us. We can get by without your products. We will buy from China, Japan, Korea, Taiwan, Hong Kong, Malaysia, from the Asian countries. We will say what King Faysal – may he rest in peace – said in 1973, in the days of the petroleum war. He said to them: We can get by without the petrol, and return to our days of yore. We will make do with milk and dates. We will drink the milk of our camels, and eat the dates from our palm trees. King Faysal said this when there was a threat to Arab honor. It is all the more true when there is a threat to our Islamic honor, to our prophets, and our religion.“

    Anders gesagt: Um die arabische Ehre zu verteidigen, können die Araber die Europäer beykottieren und irgendwo aus Asien ihre benötigten Produkte importieren. Und wenn das mit asien nicht so klappt (z. B. wenn China, Korea und Japan mit primitiven Islamofaschisten nichts zu tun haben wollen), dann gehen die Araber eben wieder uter die Kameltreiber. Eigentlich ist diese Idee gar nicht schlecht! Es gibt auch andere Orte auf der Welt, wo Erdöl vorhanden ist, das wir Europäer benötigen. Klar würde ein Boycott durch die Muslime zu einer Ölknappheit führen, aber ebenso wären wir gezwungen, massiver in Alternativen zu investieren, was langfristig ohnehin notwendig sein wird, wenn das Öl zur Neige geht.
    Daß der Hetzer Qaradawi zudem Ansätze zur Holocaust-Leugnung zeigt und außerdem Selbstmord-Terroristen gegen Israel als „Märtyrer“ betrachtet, wenn sie keine „Zivilisten“ töten ist ja eigentlich nicht mal verwunderlich. Außer, daß der „Scheich“ von Zivilisten spricht – damit meint er aber Leute, die nicht mit dem „Feind“ kollaborieren, im Fall Israels also den israelischen Staat überhaupt. Damit sind wohl so gut wie alle Israelis mit jüdischem Hintergrund laut der Definition Qaradawis „Feinde“, deren Tötung laut seiner Auffassung gerechtfertigt wäre!
    http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-323/i.html

  6. Können diese Pappnasen auch mal was in ihrem eigenen Namen schreiben? Allah ist wahrlich ein noch grösserer Autor als Konsalik. Vielleicht weiss der auch nur nichts davon? Ich denke, die Begegnung mit diesem Propheten hat ihm gereicht, um sich angewidert wieder ins Q-Kontinuum zu verziehen.

  7. diese völlig verständliche & einleuchtende Regel würde ich gerne im O-Ton lesen

    Qaradawi zitiert eine Stelle aus den Hadithen, und dort sagt der Prophet:
    „None of you must beat his wife as a slave is beaten, and then have intercourse with her at the end of the day“

    Wenn du mit dem Satz (ohne Anführungszeichen) suchst, wirst du fündig.

    (Der Zusatz „alles hat seine Zeit“ stammt aus meiner Feder – aber das Original bietet genug Saftiges!)

  8. #5 Imperator
    > Es gibt auch andere Orte auf der Welt, wo Erdöl vorhanden ist, das wir Europäer benötigen.

    Nur halt nicht so billig und in solcher Menge, die Profite nicht zu vergessen. Das Öl im Irak soll 8 Billionen wert sein (nicht „billions“). Wenn die USA diese Staaten nicht beherrschen können oder wollen, dann holen wir uns das Öl, aber auf unsere Art – nix mit Demokratie.
    Im Moment ist es aber so, dass die USA diese Region mehr oder weniger beherrschen (wollen). Darum müssen sie sich auch um die regionalen Probleme eher alleine kümmern. Wenn Europa mitmachen soll, dann z.B. lieber als EU denn als NATO, ausserdem pragmatischer und weniger idealistisch.

    Die Profite aus dem Öl sind halt recht hoch, und um momentan als Europäer an das Geld zu kommen sind gute Beziehungen von Vorteil. Da die Musels ihren Anteil jetzt aber lieber in Djihad und Atombomben investieren und sich in Europa aufführen wie Dschingis Khan, sind Kriege ohnehin unvermeidbar.

    > Klar würde ein Boycott durch die Muslime zu einer Ölknappheit führen, aber ebenso wären wir gezwungen, massiver in Alternativen zu investieren, was langfristig ohnehin notwendig sein wird, wenn das Öl zur Neige geht.

    Boykott durch die Musels ist unmöglich, denn dann wird irgendjemand einen Krieg anfangen. Alternativen sind gut, nur halt kein Ersatz solange es billiges Öl gibt.

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