Was haben das US-Debakel im Irak, die absehbare Niederlage in Afghanistan und das Multikulti-Desaster in Europa gemeinsam ? Sie alle kamen zustande aufgrund einer fatalen Unkenntnis über die Kultur des Islam. Vorurteile und Wunschdenken bedeuten Verkennung der Realität. Die westliche Selbst-Täuschung führt zur Ent-Täuschung durch Konfrontation mit dem, was man aus ideologischen Überzeugungen nicht wahr haben wollte: Daß sich die islamische Welt nach ihren eigenen Regeln und Gesetzen organisiert, die in fast jeder Hinsicht konträr zu westlichen Standards ausgerichtet sind.

Verkennung islamischer Realität

Weil es im Westen als oberstes Ideal gilt, keine „negativen Vorurteile“ über andere Kulturen zu pflegen, hat sich der verabsolutierte Anspruch festgesetzt, daß diese anderen Kulturen und ihre Mitglieder dem eigenen, westlichen Ich-Ideal entsprechen. Dieses Ideal jedoch entspringt christlicher Ethik und den Idealen der Aufklärung, und kann nur dort Wirksamkeit entfalten, wo diese Kultur auch prägend gewirkt hat. Und sonst nicht.

Moslems sind geprägt von islamischer Kultur. Ihr Ich-Ideal entspringt den Werten des Islam, die völlig konträr z.B. zur christlichen Nächstenliebe inklusive Feindesliebe, und den Individualrechten der Aufklärung definiert sind.

Alle negativen Entwicklungen vom Irak bis zu Multikulti in Berlin sind logisches Resultat kultureller Gegebenheiten in der islamischen Kultur, die gradezu zwangsläufig eintreten mussten.

Fehldiagnose der Problemursache

Nun sucht man wie üblich die Fehler bei sich selbst, weil an Fremdkultur, speziell dem Islam, nichts negativ sein darf per Definition. In den USA erklärt man sich das Scheitern im Irak aufgrund zu geringer Truppenstärke oder fehlender, diplomatischer Einbindung von Syrien und Iran. In Europa erklärt man sich selbst zum Integrationsversager, und verweigert sich der Tatsache, daß es ausschließlich nur um Moslems geht, wenn von Integrationsproblemen die Rede ist.

Die politisch korrekte Realitätsverweigerung hält an. Niemand das Problem beim Namen zu nennen: Es heißt Islam. Anstatt den Islam in seiner Eigenart zu akzeptieren wie er ist, belog und belügt man sich mit immer neuen Vorurteilen und Klischees über das Reformpotential des Islam:

Falscher Lösungsansatz folgt falscher Problemdiagnose

Im Islam fehle es nur an Demokratie. Als wäre Demokratie allein ein Garant für eine humane Gesellschaft. Islamische Demokratie bedeutet Gottesherrschaft. Islamische Bevölkerungen sind oft weitaus antiliberaler als die Eliten, und wünschen Rechtssprechung gemäß der Scharia, oder daran orientiert.
Klares Indiz: Die Bevölkerungen begehen Ehrenmorde und Zwangsehen, während unter postkolonialem Einfluß das islamische Recht in vielen islamischen Ländern entschärft wurde von den liberaleren Eliten.

Demokratie bedeutet die Gestaltung der Gesellschaft entlang des Wertekonsens ihrer eurf1000.jpgMitglieder. Gemäß ihrer Sozialisation halten Moslems die Lebensweise für richtig, die man sie gelehrt hat für die richtige zu erachten. Was dazu führt, daß das islamische Gesellschaftsmodell für gut und richtig erachtet wird mit seiner Rechtssprechung und Alltagsethik. Wobei es zwar regionale Unterschiede gibt, aber nie prinzipielle.
D.h. islamische Gesellschaften sind strukturell immer am Islam ausgerichtet, zu welchem keine Alternative zugelassen wird. Säkulare Staatsformen sind dem Islam entgegen gesetzt, und haben auf Dauer keinen Bestand (siehe Türkei, die sich re-islamisiert), weil ihr Legitimationsmodell sich nicht gegen das islamisch-religiöse durchzusetzen vermag. Somit stellen islamische Gesellschaften eine Form von kollektiv getragenem Anti-Liberalismus aufgrund der Ablehnung pluralistischer Gesellschaft mit gleichen Rechten aller Ethnien dar, die den verinnerlichten Werten islamischer Sozialisation entspricht. Diese Gesellschaftsform ist einerseits strikt hierarisch, andererseits dezentral organisiert. Sie braucht nicht zwangsläufig einen Führer an der Spitze, weil jeder Korankundige kompetent und verpflichtet ist, die islamische Gesellschaftsordnung zu tragen. Die autoritäre Fremdbestimmung gemäß islamischen Richtlinien wird freilich nicht als prinzipiell diktatorisch empfunden, sondern als richtige, legitime, sogar humane Gesellschaftsform, aufgrund der Weisungen der verehrten, unfehlbaren Gottheit. Der Repressionsgrad in islamischen Gesellschaften wird viel stärker durch islamische Normen bestimmt, als durch ferne Regierungen, siehe Zwangsehen und Ehrenmordproblematik. Übergriffe gegen Nicht-Moslems erfolgen viel eher spontan gemäß den Befindlichkeiten islamischer Bevölkerungen, als staatlich organisiert.

Schon diesen Sachverhalt hat der Westen bislang ignoriert, weil eine verinnerlichte pro-totalitäre Haltung von so weiten Bevölkerungskreisen im Westen praktisch unbekannt ist. Man bezog seinen Optimimus quasi mit dem ungeprüften Rückschlusses der eigenen Verhaltensideale auf andere Kulturen. Doch die islamische Welt folgt völlig anderen Idealen und kennt kein Freiheitsstreben des Individuums. Im Gegenteil. Das westliche Ideal des unabhängigen Individuums hat im Islam den Status der Gotteslästerung, denn das islamische Verhaltensideal liegt im Streben nach Gehorsam unter die angeblich göttliche Ordnung. Besonders die autonome Hinterfragung vermeintlich göttlicher Gesetze hat nach islamischer Auffassung blasphemischen Charakter, und stellt damit den Gegenpol zum indiviualistischen Freiheitsideal der Aufklärung dar.

Vor diesem Hintergrund muß man sämtliche Konflikte sehen, in die der Westen und der Islam derzeit verwickelt sind. Es geht letztlich darum, welches Gesellschaftsmodell sich durchsetzt. Das humanistisch-westliche, oder das zu Glaubensgehorsam verpflichtende islamische. Die Bilanz fällt derzeit praktisch 100% zu Gunsten des Islam aus, aufgrund der weitaus größeren Entschlossenheit der islamischen Welt, für ihre Ideale einzustehen.

Fallbeispiele westlichen Scheiterns

Der Westen muß letztlich sein Scheitern anerkennen. Ob nun militärisch, diplomatisch oder integrativ.

Irak:
Nach dem Sturz Saddams wurde das islamische Recht eingeführt. Dem Unrecht des Baath-Regimes folgt das Unrecht des Islam, legitimiert per Referendum der Bevölkerung, die sich für eine Scharia-Rechtssprechung aussprach. Außerdem: Völlig anders als z.B. die deutsche Bevölkerung nach dem Untergang der Nazis entstanden im Irak Guerillia- und Terrorstrukturen der rivalisierenden Interessensgruppen. Mit dem Ende der Naziherrschaft ging in Deutschland ein Kulturwandel einher. Im Irak hingegen blieb die gewaltbereite Kultur des Islam unangetastet samt deren Kompromissunfähigkeit. Sie entspringt direkt dem islamischen Denkmuster, im Besitz der einzigen Wahrheit zu sein, die gemäß Koran jederzeit mit vernichtender Gewalt durchgesetzt werden kann. Treffen nun rivalisierende, islamische Gruppierungen aufeinander die alle diesen islamischen Totalitarismus verinnerlicht haben, erscheint jede Form demokratischer Kompromisssuche als Verrat am vermeintlich göttlichen Herrschaftsauftrag. Einzige Lösungen hierbei: Extrem brutale, einschüchternde Gewaltherrschaft nach Saddam-Muster, oder strikte Trennung der Ethnien, die dann ihrerseits innerhalb ihrer Gruppierung islamische Gesellschaftsstrukturen etablieren. Das Konzept der USA eines demokratischen Irak ist vollkommen gescheitert, weil es von der Bevölkerung nicht getragen wird.

Das kommt für den Westen aufgrund der idealisierenden Vorurteile über den Islam und dessen Wirkung auf die Bevölkerung völlig überraschend. Entsprechend hilflos reagiert nun in den USA die Baker-Kommission, wenn sie tyrannische Regime wie Syrien und den Iran als Stabilitätsfaktoren in Verhandlungen einbeziehen will. Das ursprüngliche Ziel, den Irak als islamisches Demokratiemuster aufzubauen, hat man komplett aufgegeben.

Palästina:
Doch die Realitätsverweigerung hält an:

„Die Vereinigten Staaten können ihre Ziele im Nahen und Mittleren Osten nicht erreichen, wenn sie sich nicht direkt mit dem arabisch-israelischen Konflikt und der Instabilität in der Region befassen. Es muss ein neues und nachhaltiges Engagement der Vereinigten Staaten für einen umfassenden arabisch-israelischen Frieden an allen Fronten geben.“

eurf1000.jpgMan lese sich nur die Charta der Hamas samt deren Koranbezug durch. Dann wird klar, daß die islamische Welt dazu verpflichtet ist vor ihrer Gottheit Allah, Israel auszulöschen. Auch hier ist das Scheitern einer auf Wunschdenken basierenden Strategie absehbar. Friedenszeiten werden lediglich genutzt um aufzurüsten. Das Vernichtungsziel Israel aber nicht aufgegeben.

Afghanistan:
Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Taliban wieder herrschen. Ohne westliche Unterstützung würde der Widerstand gegen die Taliban zusammen brechen. Dem Herrschaftswillen der Taliban hat in Afghanistan niemand etwas entgegen zu setzen, obwohl ihre Schreckensherrschaft regional durchaus abgelehnt wurde. Der Westen ist außerstande, in diesem asymetrischen Krieg seine Konzepte von Demokratie und Menschenrechten auch nur ansatzweise zu etablieren, so daß ein eigenständiger, aus dem afghanischen Volk getragener Widerstand gegen die Taliban erwüchse.

Jeder Ansatz durch humanitäres Engagement eine Liberalisierung in Afghanistan herbei zu führen, wird durch die gewaltbereite Entschlossenheit der Taliban zunichte gemacht, wie man im Kodex der Taliban nachlesen kann:

26) Diejenigen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die unter der Regierung der Ungläubigen ins Land gekommen sind, müssen gleich wie die Regierung behandelt werden. Sie kamen unter dem Vorwand, den Menschen zu helfen, sind aber in Wahrheit Teil des Regimes. Deshalb tolerieren wir keine ihre Aktivitäten, sei es der Bau von Strassen, Brücken, Kliniken, Schulen, Madrassen (Koranschulen) oder anderem. Wenn eine Schule trotz Warnung nicht schliesst, gehört sie verbrannt.

(Man beachte auch Punkt 19. zur „Knabenliebe“. Sagt eine Menge aus, wenn es hierzu Regularien bedarf.)

Die Weltwoche hat ein aufschlußreiches Interview mit dem Taliban-Kommandeur Mullah Sabir geführt.

Wie stark sind die Taliban heute?
Rund 15000 Mann. 40 Prozent sind keine eigentlichen Taliban, haben keine religiöse Schule absolviert, es sind Jugendliche, die sich uns aus Sympathie anschliessen.

Die Afghanen haben ihn in freien Wahlen gewählt. Dies war auch ein Manifest gegen die Taliban?
Lassen Sie mich eines deutlich sagen: Uns gäbe es nicht, wenn wir in der Bevölkerung keine Unterstützung hätten. Ein afghanisches Sprichwort besagt: «Du kannst nie Teil eines Dorfes sein, wenn dich das Dorf nicht will.» Die Menschen vertrauen der korrupten Justiz Karzais nicht. Sie erinnern sich an die Vorzüge unseres Regimes. Damals war die Sicherheit absolut. Die Verbrechensquote war auf null gesunken. Nun suchen die Leute wieder den Rat unserer Richter. Allein in meiner Provinz haben wir sechs Scharia-Gerichte

Irgendwann werden die Verluste des Westens in Afghanistan und im Irak zu verlustreich. Ihre Sinnlosigkeit ist jetzt schon offensichtlich. Die islamische Welt wird diesen Triumpf als Beleg für die Überlegenheit des islamischen Gesellschaftssystems interpretieren.

Somalia:
Vor wenigen Wochen hat sich dort ein Scharia-Regime etabliert. So bald ein Machtvakuum entstanden ist, nutzen korantreue Kräfte ihre Chance zur Machtergreifung. Ein islamisches Land nach dem anderen wird anstreben, die islamische Gesellschaftsform der vorkolonialen Epoche zu restaurieren. D.h. der mekkanischen Idealgesellschaft zu Lebzeiten des Propheten möglichst nahe zu kommen. Diese Länder werden zu Kernstaaten eines gegen jede nicht-islamische Lebensform gerichteten Djihad, nach innen wie nach außen.
Mit Somalia ist ein neuer, möglicher „Al-Kaida Frontstaat“ entstanden, und der Westen kann absolut nichts dagegen tun.

Ägypten:
Nur manipulierte Wahlen verhindern die Machtergreifung durch die korantreue Moslembruderschaft. Wie radikalisiert die ägyptische Bevölkerung mittlerweile tatsächlich zeigt, daß 92% Israel als Feindstaat betrachten. Trotz formellem Friedensvertrag, der längst als Verrat empfunden wird.

Deutschland & Europa:
Die islamischen Bevölkerungen islamisieren sich zunehmend. Der Wunsch gemäß dem Willen Allahs zu leben nimmt deutlich zu. Islamisches Recht wird immer stärker im Alltag angewandt, parallel und außerhalb der Rechtsnormen der Ungläubigen. Nochmals obigen Link. Westliche Freiheits- und Menschenrechte werden freiwillig abgelehnt, da man sie aufgrund islamischer Indoktrination für falsch erachtet. Die ethische Ausrichtung der Bevölkerung bestimmt in einer Demokratie jedoch die Gestaltung der Gesellschaft vom Alltagsleben bis zur Gesetzgebung. In Europa hat man diesen schlichten Sachverhalt noch nicht im Geringsten zur Kenntnis genommen, obwohl er langfristig eine komplette Umgestaltung bedeutet.

Islamische Bevölkerungen zeigen weltweit, daß sie weder fähig noch willens sind, menschenrechtliche Prinzipien umzusetzen. Sie bevorzugen ganz überwiegend mehrheitlich das islamische Modell, das sie für überlegen und einzig legitim halten.

Sowohl die westlichen militärischen Engagements als auch der pro-islamische Multikulturalismus agieren auf der Basis völliger Unkenntnis gegenüber dem Islam und dessen Wirkungsweise auf seine Gefolgschaft. Der allumfassende, gesellschaftspolitische Gestaltungsanspruch des Islam wird weiterhin ignoriert. Ganz überwiegend aus diesem Grund sind die militärischen Engagements des Westens mit dem Ziel nicht nur Demokratie, sondern auch ein mehr an Humanität zu etablieren, zum Scheitern verurteilt. Und darum haben auch die Integrationsbemühungen des Westens bezüglich seiner islamischen Minderheiten nur geringe Aussicht auf Erfolg. Nachdem die islamischen Mitbürger immer intensiver in den Moscheen indoktriniert werden, halten diese das islamische Gesellschaftsmodell für überlegen, und werden natürlich nicht dieses als überlegen empfundene Konzept gegen das minderwertige Demokratieverständnis der minderwertigen Ungläubigen eintauschen wollen.

Fazit:

Der Westen muß erkennen, daß er zum tönernen Riesen geworden ist. Seine Militärmaschinerie ist teuer, aber letztlich wirkungslos gegen den schieren Kampfeswillen des islamischen Djihad. Was uns im Westen als kulturelle Stärke und Referenz erscheint, nämlich unsere Friedensliebe, Toleranz und Pluralität ist aus islamischer Sicht Beleg für Schwäche, Feigheit und moralischer Verkommenheit. Entsprechend wenden sich islamische Bevölkerungen in islamischen Ländern als auch in Europa von der westlichen Kultur ab. Mit dem scheitern der USA im Irak wird offensichtlich, daß der Westen in die Defensive geraten ist. Aus dieser fatalen Situation kommt der Westen nur heraus, wenn er seine Vorurteile gegenüber dem Islam überwindet, und diesen als konkurrierendes Gesellschaftssystem akzeptiert, das danach trachtet, die westliche und jede andere Kultur zu dominieren oder sogar letztlich auszulöschen. Nur aus der Erkenntnis dieser Bedrohungslage vermag der Westen die notwendige Kraft zu schöpfen, um auf dem eigentlichen Schlachtfeld im Kampf der Kulturen zu bestehen. Für den Westen geht es um sein kulturelles Überleben, und das findet in den Köpfen jedes Einzelnen statt, der die westliche Kultur trägt, oder eben ablehnt. Der Westen kann nur überleben, wenn man sich zurück besinnt auf die Tugenden der Aufklärung, und den Islam einer tabulosen, kritischen Analyse unterzieht. Daraus resultierende Erkenntnisse zum Allgemeinwissen werden mit nachfolgendem Bewahrungswillen der eigenen Kultur. Denn dieser Konflikt läuft auf eine simple entweder-oder-Konstellation hinaus: Islam oder Menschenrechte.

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36 KOMMENTARE

  1. Der Irak-Krieg hat nichts mit fehlender Islam-Kenntniss zu tun, für sowas hat man hunderte kluge Berater. Auch diese können den Koran lesen. Es hat was mit dem Wunsch nach Öl für die Öl-Firma von Bush zu tun.

    Und auch die Zuwanderung kam aus wirtschaftlichen Gründen zustande: Billige Arbeiter aus der Türkei.

    Wie Jesus sagte:
    Das Geld ist das Grundübel der Menschen.

  2. Hi Turmfalke,
    Mann das war schnell….

    Man muss wohl ersteinmal hier damit
    klarkommen, dass es Dinge gibt, die man
    sofort mit der notwendigen Härte angehen
    muss, da man sie ansonst getrost bleiben lassen kann.
    Vielleicht sollte man die Moslems wirklich
    noch einige Zeit in ihrerm eigenen Saft
    schmoren lassen , oder eventuell darauf
    setzten, dass sie jemandem auf die Füsse
    treten werden, was sie ohne Zweifel über
    kurz oder lang hinbekommen werden, der nicht
    so empfindlich gestrickt ist wie die Global-Wessies mit ihrer selbstbehindernden Korrektheit .
    Wenn Sanftmut und Grosszügigkeit
    als Schwäche ausgelegt wird, dann
    kann man eben nicht darauf setzten als
    politisches Mittel….ist wie in der Natur…

    Nein, der Westen ist nicht in die
    Defensive geraten, er ist nur auf dem
    Weg zur Lösung des Welt-Moslem-Problems
    ein Stückchen illusionsloser geworden.
    Es geht also nicht im Guten, –
    ergo wird es eben im Unguten
    weiterlaufen…, so wie sie es
    sich selber gewählt haben. Wenn man die
    Wahl zwischen Zuckerbrot und Peitsche hat,
    und sich dann wirklich für die Peitsche entscheidet, dann ist das doch immerhin
    eine klare Absichtserklärung, aus denen nun
    auch mal Konsequenzen gezogen werden
    dürften.
    Wie in dem Film „Die Klapperschlange“
    „Escape from New York“ wo man Kriminelle
    in ein grosses umzäuntes Gebiet einquartierte, könnte man den
    Moslems einfach eine Insel zusprechen,
    (Madagaskar ?) und sie dort als Kriegsgefangene umerziehen . Alles andere könnte unter den Siegermächten aufgeteilt werden.

  3. Wenn die nichtislamische Weltgemeinschafteil hätte von Israel lernen müssen anstatt diese ständig zu maßregeln. Jetzt haben wir alle was davon dass die so Irrsinnig gewesen waren! Sie haben uns auf sehr viel geschadet, doch sich selbst auch nicht geschont, sondern d. Otter sehr gut genährt auf ihre Brust… Dass diese immer mehr zubeißt, dass ist wohl nur der folge davon!

    Sie dachten offensichtlich dass die Islamisten nur auf Israel gierig sind.. doch müssen sie erfahren, dass diese auch die nicht schonen, die sie ernähren und unterstützen…….

    Tiqvah Bat Shalom

  4. „Krieg ist die Summe allen Übels“ Stonewall Jackson.

    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Deutsches Rechtsprinzip.

    Der Irak unter Hussein war weltlich. Erst die Bedrohung mit einer Invasion hat ihn an den Islam herangeführt. Zu spät und zu unglaubwürdig. Die Imame fechtens besser aus, leider.

  5. @shalom
    > Wenn die nichtislamische
    > Weltgemeinschafteil hätte von Israel
    > lernen müssen anstatt diese ständig zu
    > maßregeln.

    Wieso, Israel arbeitet doch auch mit islamischen Staaten zusammen. z.B. gemeinsame Manöver mit der Türkei.

  6. Eine sehr interessante und lesenswerte Analyse. Und auch, wenn ich sie nur teilweise teile, muß man zugeben, daß der Islam eins der Hindernisse darstellt, denen man sich jetzt gegenüber sieht. Allerdings ist der Vergleich mit der Situation in Deutschland doch etwas unpassend: Schließlich waren weite Teile des Landes zerstört, der Willen der Bevölkerung schließlich gebrochen. Und die sich hinterher zeigenden Verbrechen beschränkten sich nicht wie im Falle Saddams auf das Regime, sondern wurden von weiten Teilen der Bevölkerung zu recht auch als Folge ihrer Unterstützung dafür gesehen, mit der Folge, daß man um so mehr darauf bedacht war, ein „nie wieder“ in die Tat umzusetzen. Ob in Deutschland oder Japan die Befreier so empfangen worden wären, wenn man lediglich Hitler und einige seiner Helfer ausgeschaltet hätte, sie mal dahingestellt.

    Jedenfalls rächt sich natürlich, daß man im Irak ebenso wie zuletzt im Libanon den Krieg politisch korrekt führen mußte, um von Medien und politischen Gegnern nicht komplett verdammt zu werden – was ja leider trotzdem geschah und geschieht. Wenn man nicht nur Zivilisten, sondern auch seine Feinde mit Flugblättern warnt, kann man die Feinde nicht töten, so einfach ist das. Das Problem der Medien, ihre Politisierung und ihre Fixiertheit auf aufmerksamkeitswirksame Sensations- bzw. Schreckensmeldungen stellte sich in WW2 auch nocht nicht. Ebenso wenig wie das Phänomen, daß unsere Feinde eben dieses Verhalten unserer Medien gegen uns verwenden (menschliche Schutzschilde).

    Abschließend: Das im Artikel verfaßte Fazit ist eigentlich gar keins. Denn wenn die Demokratisierung nun mal nicht gewollt wird, wie sollen wir dann mit Ländern wie Nordkorea und Iran umgehen – darauf würde ich wirklich gern endlich mal eine Antwort hören.

  7. Der Irak unter Hussein war weltlich.

    So sah er aus, das stimmte auch oberflächlich. Aber der Islam ist keine reine Religion, er hat religiöse UND weltliche (politische) Anteile und die weltlichen sind fur uns(!) die schlimmeren … die hatte er sehr wohl drauf.

    Ich stimme dem Artikel hundertprozent zu, Turmfalke. Man erkennt, dass in den USA ein richtiger Prozess des Nachdenkens eingesetzt hat – wir können nur hoffen, dass sie ihre Fehler in eine Richtung korrigieren, die nicht noch fataler ist als die Fehler vorher…Es scheint Politikern schwer zu fallen, zuzugeben, dass Demokratisierung kein Heilmittel gegen den Islam ist.

    Moslems haben keine Probleme mit formaler Demokratie, sie tauchen schon ihre Finger in blaue Tinte und machen Kreuzchen. Die meisten lassen auch Frauen und Nicht-Moslems wählen.

    Aber das ist komplett irrelevant. Ich habe heute einen Fjordman-Artikel übersetzt, in dem er sich auch mit dem Thema Islam und Demokratie befasst.
    Es ist der erste Teil einer Serie und dabei befasst er sich nicht vorwiegend mit dem islamischen Demokratieverständnis sondern mit unserem eigenen.

    Wenn man bedenkt, wie viele Westler die Ansicht vertraten, die Tatsache, dass die Hamas formal korrekt demokratisch gewählt wurde, sei ein Grund, sie akzeptieren zu müssen, lässt auf schreckliche Defizite des Demokratieverständnisses im Westen schließen. Daran müssen wir zuerst arbeiten.

  8. @nasentiger

    Nahezu wäre lustig d. Aussage:“Wieso, Israel arbeitet doch auch mit islamischen Staaten zusammen. z.B. gemeinsame Manöver mit der Türkei.“ wenn es nicht sooooo ernst wäre! Zusammenarbeiten, Wasser(und vieles mehr) kaufen, bei Katastrophen helfen usw. usw. ist etwas anderes als Terroristen zu finanzieren, und sie in ihre Machenschaften zu unterstützen!

    Tiqvah Bat Shalom

  9. „wie sollen wir dann mit Ländern wie Nordkorea und Iran umgehen -“

    wir sollten konsequent unsere interessen wahrnehmen. also waffen und technologie, die uns gefährlich werden könnte frühzeitig zerstören und mit massiven druck lieferungen dieser art unterbinden. und sie ansonsten sich selbst überlassen, also auch keine humanitäre hilfe für unsere feinde. es bleibt den betroffenen völkern selbst überlassen, ob sie ihre despoten zum teufel jagen oder lieber dahinsiechen.

  10. @ gw

    >> also waffen und technologie, die uns gefährlich werden könnte frühzeitig zerstören…

    Das wird so einfach nicht gehen. Der Libanon-Einsatz hat das bewiesen. Man darf einfach nicht verkennen, daß einer der Gründe für die Demokratisierung Iraks und Afghanistans auch war, daß ein militärisches Vorgehen – wenn überhaupt – nur von der Bevölkerung und Medien akzeptiert würde, wenn man politisch korrekt und so schonend wie möglich vorgeht. Das stimmt und wird uns auch daran hindern, Waffen und Technologie (wie eigentlich genau?) einfach mal eben zu zerstören – nicht zuletzt, weil wir uns über manche Standorte gar nicht im klaren sind und vieles sich mit voller Absicht inmitten von Wohngebieten befindet. Ich fürchte, das einzige, was die Maßstäbe in diesem moralischen Dilemma der freien Welt verschieben kann, ist ein oder mehrere wirkliche große Anschläge, mit anderen Worten: Abwarten, bis es zu spät ist und dann reagieren. Natürlich hoffe ich, daß es nicht dazu kommt, aber im Moment scheint sich alles in diese Richtung zu bewegen. Ich würde auch keineswegs darauf wetten, daß derartige Anschläge unbedingt in USA oder Israel stattfinden würden. Trotzdem nicht zu vergessen, daß unsere Verfassung es praktisch unmöglich macht, präventiv unsere „Interessen wahrzunehmen“.

    >> … und mit massiven druck lieferungen dieser art unterbinden.

    Vor allem Rußland und China dürften wenig Interesse haben, sich daran zu beteiligen. Ebenso wenig an Boykotten der Öllieferungen aus diesen Ländern. Übrigens auch ein wirtschaftliches Problem für Europa. Wie gesagt: Die meisten Menschen sehen ja offenbar noch nicht mal die Gefahr. Aber selbst wenn: Die UNO als Aufseher über diese Kontrollen? Bitte keine Witze.

  11. @nasentiger
    „Der Irak-Krieg hat nichts mit fehlender Islam-Kenntniss zu tun, für sowas hat man hunderte kluge Berater. Auch diese können den Koran lesen. Es hat was mit dem Wunsch nach Öl für die Öl-Firma von Bush zu tun.“

    Erstens: Sie haetten den Koran lesen sollen, in der Tat. Trotzdem haben sie das nicht getan. Ihre „Oel fuer die Oel-Firma von Bush“ Meinung ist erstaunlich einfaeltig und leichtfertig fuer so ein kompliziertes Thema.

  12. Hier noch ein Bericht, den man in unseren MSM wohl lange suchen könnte:

    Afghans say life is better since fall of Taliban.

    >> Across the country 70 per cent say they are „grateful“ rather than „unhappy“ with the presence of Nato troops in the country.

    […]

    >> Some 5 per cent expressed support for Taliban fighters, and 11 per cent for jihadi fighters from other countries.

    Und nun?

  13. @Mir

    Hier noch ein Bericht, den man in unseren MSM wohl lange suchen könnte:

    Afghans say life is better since fall of Taliban.

    >> Across the country 70 per cent say they are „grateful“ rather than „unhappy“ with the presence of Nato troops in the country.

    […]

    >> Some 5 per cent expressed support for Taliban fighters, and 11 per cent for jihadi fighters from other countries.

    Und nun?“

    Ich glaub die Erklaerung ist ganz einfach.
    Es gibt aggressivere Menschen und weniger aggressive. Aggressiver ist man eher, wenn man zu viel testoron hat. Dann ist man auch eher auf unterwuefigere Frauen scharf.

    Folglich finden die aggressiveren Maenner den „radikalen“ Islam toll und sind ungluecklich ueber dessen Abschaffung in Afghanistan.
    Zwar hat die Mehrheit keinen solchen testosteron Ueberschuss und ist deswegen gluecklich ueber die Abschaffung des „radikalen“ Islams, aber da diese die Jungs mit wenig Testosteron sind, werden sie von denen mit viel herumgeschubst.

    Folglich kann es sehr wohl sein, dass 80% die jetzige Regierung besser finden, aber dennoch die restlichen 20% ausschlagebend sind – das sind eben die die alle anderen Rumschubsen.

    Die einzige Loesung kann sein, ausreichend von denen zu erschiessen. Hat man in Deutschland eventuell indirekt genauso gemacht, da die eher friedfertigen sich bereitwillig den Amis ergeben haben oder desertiert sind, waehrend die aggressiven bis zum Tode gekaempft haben.
    Vielleicht wurde Deutschland nur deshalb friedlicher und vielleicht kann nur so der Islam befriedet werden.

  14. @nasentiger sagte:“Mehr machen wir ja auch nicht. Oder finanziert die EU den Terror?“

    EU finanzierte jahrelang den Terror. Sie macht das heute auch, wenn auch in kleineren Summen, weil direkte Zahlungen für die Pali-Regierung untersagt sind.
    Milliarden wurden gestohlen. Etwa die Hälfte wurde für Terror ausgegeben. Die andere Hälfte ging z.B. an die Suha Arafat, für teure Limusinen, Handys ohne Limit, Immobilien in Golfstaaten und aufgeblähte PLO-Verwaltung mit Hunderttausenden von „Direktoren“, „Abteilungsleitern“ usw.
    Dazu Lesebefehl: Neue Zürcher Zeitung (NZZ-Internationale Ausgabe) vom Di. 28.November 2006 „Hamas-Korruptionsanklagen gegen die Fatah: Günstlingswirtschaft und aufgeblähte Verwaltung“!
    http://nzz.gbi.de/webcgi?WID=09832-3400116-43461_2

  15. Der Nasenbär weiß es nicht?
    Er tut so, als wüßte er es nicht?

    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…..

    #11 nasentiger
    „…finanziert die EU den Terror?“

    Ja, tut sie. Gewaltig:

    „Die Europäische Union hat ihre Hilfen an die Palästinenser erhöht, obwohl sie die Hamas-Regierung in den palästinensischen Autonomiegebieten boykottiert. Nach Angaben eines EU-Diplomaten wurden in diesem Jahr rund 650 Millionen Euro gezahlt. Das seien 27 Prozent mehr als im Vorjahr.“
    http://www.mdr.de/nachrichten/meldungen/3845594.html

  16. Oder finanziert die EU den Terror?

    Ja. Den der „Palästinenser“ auf jeden Fall.

    daß ein militärisches Vorgehen – wenn überhaupt – nur von der Bevölkerung und Medien akzeptiert würde, wenn man politisch korrekt und so schonend wie möglich vorgeht

    Das glaube ich auch, Mir. Der Krieg gegen die Irak wurde aber ZU altruistisch begründet, das war zu dick aufgetragen. Du musst Dir nur die Argumente der schlimmsten Hetzer ansehen. Sie sind weniger an eigentlichen Ereignissen festgemacht sondern an den Begründungen dafür.

    Beispiel „Das soll Demokratisierung und Befreiung sein? Hahaha!“

  17. Ein sehr wichtiger Hinweis, danke, Eisvogel! (#8): „Wenn man bedenkt, wie viele Westler die Ansicht vertraten, die Tatsache, dass die Hamas formal korrekt demokratisch gewählt wurde, sei ein Grund, sie akzeptieren zu müssen, lässt auf schreckliche Defizite des Demokratieverständnisses im Westen schließen. Daran müssen wir zuerst arbeiten.“

    Auch Hitler wurde formal korrekt gewählt und an die Macht gelassen. Vom deutschen Volk. Formal korrekt waren auch die Arisierungen und die „Nürnberger Gesetze“.

    Gerade an Weihnachten gilt: nicht nur auf die formal korrekte Verpackung schielen. Auf den Inhalt kommt es an.

  18. wurden in diesem Jahr rund 650 Millionen Euro gezahlt. Das seien 27 Prozent mehr als im Vorjahr
    und das obwohl die EU die Gelder für die Pallis eingefroren hat?
    …ich glaub ich muss kotzen….mal wieder

  19. Eisvogel:
    „Wenn man bedenkt, wie viele Westler die Ansicht vertraten, die Tatsache, dass die Hamas formal korrekt demokratisch gewählt wurde, sei ein Grund, sie akzeptieren zu müssen, lässt auf schreckliche Defizite des Demokratieverständnisses im Westen schließen. Daran müssen wir zuerst arbeiten.“

    Meiner Ansicht nach stimmt dieses Demokratieverstaendnis, wir muessen akzeptieren, dass die Hamas die politischen Wuensche und Ziele des palaestinensischen Volkes vertritt und muessen unsere Politik danach richten, etwas anderes ist voelliger Quatsch.

    Den entscheidenden Denkfehler macht die Oeffentlichkeit anschliessend.
    Denn wir muessen unsere Aussenpolitik daran ausrichten, dass die Palaestinenser zuerst Israel gewaltsam islamisieren wollen, dann Spanien, dann den Balkan und schliesslich die restliche Welt.
    Sinnvolle aussenpolitische Massnahmen scheinen mir da unter anderem moeglicherweise folgende zu sein:
    -keinen Cent mehr fuer die palaestinensische Bevoelkerung oder Regierung, auch wenn sie hungern
    -Mehr Geld fuer die Bewaffnung der Bundeswehr
    -Islamische Staaten in der UN schwaechen, da diese dort die Bemuehungen der Hamas unterstuetzten
    -Israel in den Grenzen von 1973 anerkennen und eine militaerisches Beistandsabkommen mit Israel schliessen
    -Falls die Palis zu sehr nach Brot winseln, Bombodrom in Ostdeutschland stillegen, solange die Paligebiete durch die gnadenlose Unverschaemtheit, den um Hilfe zu bitten den man vernichten will, legitime Trainigsgebiete sind.

  20. „…wir muessen akzeptieren, dass die Hamas die politischen Wuensche und Ziele des palaestinensischen Volkes vertritt und muessen unsere Politik danach richten…“

    Alles richtig. Nur hat das mit „Demokratie“ nichts zu tun. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, daß weit über die Hälfte der Pallis sich von Massenmördern vertreten fühlt. In Deutschland gab es ähnliches, vor dem 08.05.1945.

    Wir müssen unsere Politik danach richten, genau; z.B. Israel in die NATO aufnehmen, wie Henryk Broder es schon gefordert hat.

  21. Dieser Artikel greift weiter als ich bisher denken konnte. Wenn man die These der Unvereinbarkeit von Demokratie und Islam zu Ende denkt dann sehe ich eine brutalstmoegliche Klarheit.

  22. Danke für die gehaltvollen, durchdachten Kommentare !

    @ mir: In der Tat scheinen viele Afghanen nicht sonderlich eine Rückkehr der Taliban zu verspüren. Auch dieser Taliban im Weltwoche-Interview dies anders darstellt.

    Nur leider bringen die Taliban so viel Motivation zur Machtergreifung mit, daß sie sich damit wahrscheinlich durchsetzen werden, wenn die ungläubigen Truppen eines Tages abziehen.

    Damit ein machtvoller Gegenpol zu den Taliban überhaupt entstehen kann, bedarf es eines motivierenden Konsens und einer Vision einer Gesellschaft, die sich von den Taliban unterscheidet, und wofür man bereit ist zu kämpfen und sogar zu sterben. Daran wird es fehlen.

    Die eigentliche Stärke des politischen Islam ist die enorme Motivation jener, die ihn vertreten. So lange nicht eine mindestens gleich starke Gegenmotivation antritt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß die Taliban auf mittlere Sicht gewinnen werden, auch wenn sie bislang vielleicht nicht sonderlich beliebt sind.

  23. „Alles richtig. Nur hat das mit „Demokratie“ nichts zu tun. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, daß weit über die Hälfte der Pallis sich von Massenmördern vertreten fühlt. In Deutschland gab es ähnliches, vor dem 08.05.1945.“

    Hitler wurde nur von etwa 35% gewaehlt und hat desweiteren lange oeffentlichnichts davon gesagt, dass er Kriege fuehren will.

    Hamas wurde mit 70% gewaehlt und ich kann nicht glauben, dass die Waehler nicht wussten, dass die Hamas den gesamten Friedensprozess ablehnt und eine militaerische Loesung anstrebt.(Bei der PLO ist das eventuell unklar.)

    Somit haben 70% fuer militaerische Massnahmen gestimmt. Es waere hoechst undemokratisch, wenn dann Regierung nicht verstaerkt auf militaerische Messnahmen setzt.

    Was es hoechstens ist, ist ein Bruch des Voelkerrechtes oder gar der Menschenrechte.
    Und ein Volk, dass sich in einer demokratischen Wahl dazu entschliesst, dass das Voelkerrecht nicht mehr gelten soll, bei dessen Behandlung sollte man auch nicht mehr auf das Voelkerrecht zu sehr achten.

    Das waere dann uebrigens auch wirklich eine Respektierung der demokratischen Entscheidung – wer Voelkerrecht und Menschenrechte nicht will, den darf man damit natuerlich auch nicht belaestigen.

  24. Ich stimme Dir absolut zu carn. Wir müssen akzeptieren, dass die Palis Hamas gewählt haben. Aber wir müssen die Hamas nicht akzeptieren, nur weil sie demokratisch gewählt wurde. Und die Palis müssten akzeptieren, dass sie die harten Konsequenzen dafür zu tragen haben. Leider kommen diese Konsequenzen nur nicht.

    Wir müssen erkennen, dass freie Wahlen nur im Westen ein Mittel sind, unser Ideal und unsere Werte durchzusetzen und zu bewahren. Es gab meines Wissens wirklich nur eine Ausnahme davon und selbst Hitler wurde bei der letzten freien Wahl nicht von einer Mehrheit gewählt. Andere Parteien haben ihre Wähler verraten – allerdings auch formal korrekt. Ob es bei dieser einzigen Ausnahme bleibt, wird sich noch zeigen. Ich zweifle daran und damit meine ich nicht die unsägliche NPD und Konsorten sondern die Diktatur der Political Correctness mit dem Islam im Schlepptau, die sich durch Wahlen ganz offenbar nicht mehr beeinflussen lässt.

    In islamischen Ländern führen freie Wahlen aber nicht zu dem vom Westen gewünschten Ergebnis sondern zum Gegenteil. Wenn sie selber auf die Idee kommen, frei zu wählen, kann man nix machen.

    Aber es ist unsinnig und kontraproduktiv, ihnen das auch noch aufzudrängen. Man sollte für jedes islamische Land froh sein, das einen korrupten selbstsüchtigen Diktator hat, den man beeinflusssen kann, solange dieser nicht größenwahnsinnig und/oder islamisch verrückt wird.

    Freie Wahlen in Pakistan oder Ägypten?

    Das wäre eine Katastrophe!

  25. „Wir müssen erkennen, dass freie Wahlen nur im Westen ein Mittel sind, unser Ideal und unsere Werte durchzusetzen und zu bewahren.“

    Stimmt nicht ganz, ich glaub es ist nicht, dass Demokratie nur im Westen ein Mittel sind, sondern sie sind nicht im Islam ein Mittel.

    In Japan, Suedkorea, Taiwan und Indien funktionierts ganz gut, es kann also in anderen Kulturen funktionieren.

  26. @ carn

    Ich stimme dir bei deinen Kommentaren voll zu, insbesondere hier:

    >> Folglich kann es sehr wohl sein, dass 80% die jetzige Regierung besser finden, aber dennoch die restlichen 20% ausschlagebend sind – das sind eben die die alle anderen Rumschubsen.

    Eben. Aber wir sollten die 80% nicht im Stich lassen, sondern ihnen gegen die brutale Minderheit helfen. Gleichzeitig braucht es den Kapitalismus (und nicht nur Demokratie), damit die jungen Männer ihre Energie vernünftig einsetzen können – und sich möglicherweise die demographische Entwicklung, die diese großen Zahlen hervorbringt ändern könnte.

  27. 1) Bevor die islamische „Welt“ eine Demokratie im westlichen Sinn einfuehrt, muss sie erstmal duch Reformation und Aufklaerung. Ob und wann dies passiert, wissen wir nicht. Es gibt positive wie negative Hinweise.
    2) Die Niederlage der USA im Iraq und Afghanistan (erstaunlich, wie ploetzlich hier darueber geschrieben wird) liegt mit Sicherheit nicht an mangelnden Islamkenntnissen. Vielmehr: die realistischen Ziele (auf der Basis von Islamkenntnissen) und die politischen Ziele (auf der Basis der Interessenslage der USA) waren nicht in Deckung zu bekommen. Man hat sich fuer die politischen Ziele entschieden. Nun muss bezahlt werden. Eine Lehre fuer die Zukunft (hoffentlich).

  28. „Die Niederlage der USA im Iraq und Afghanistan…“

    Quatsch. Beides war und ist keine Niederlage.

    Und dieser „die-islamische-Welt-ist-nicht reif-für-die-Demokratie-Quark“ hängt mir zum Hals raus.

    Überdies ist er empirisch wiederlegt. Die Wahlbeteiligung im Irak ist allemal sehr viel höher als die in MeckPomm, obwohl man im Irak unter Lebensgefahr wählt.

    Denkst du eigentlich, hier merkt keiner, wo Du Deine Weisheiten abschreibst?

  29. @karaya

    Wie heisst es so schön in den Western? Abgerechnet wird zum Schluss. Und im Vergleich zum sowjetischen Versuch, Afghanen eine modernere Lebensweise beizubringen, ist für die ISAF gerade mal Halbzeit. Da können wir alle auf den Ausgang gespannt sein.

    Du misst Demokratie an der Wahlbeteiligung? Wusste ich doch, dass die DDR besonders demokratisch war.

  30. >> Die Wahlbeteiligung im Irak ist allemal sehr viel höher als die in MeckPomm, obwohl man im Irak unter Lebensgefahr wählt.

    Ein wichtiges Argument. Es belegt eben, daß es „die“ Ablehnung von Demokratie und Freiheit in der islamischen Welt nicht gibt. Es wäre aber noch viel zu tun und viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Frage ist eben: Wollen wir Zeit, Geld und leider auch weitere Menschenleben auf allen Seiten opfern? Oder nicht – nur dann wird es eine Niederlage geben, von der in der Tat bisher keine Rede sein kann. Für diese Entscheidung sollte man immer wieder neu bewerten, was unsere Interessen sind und wie sie sich unter den möglichen Szenarien entwickeln werden. Ich bin nach wie vor der Meinung, daß ein frühzeitiger Rückzug die schlimmste Option für uns wäre.

  31. Diese Leute kommen nie von selbst auf die Beine, es sei, sie fechten es aus. Selbst in Deutschland hat es dreissig Jahre gedauert, inclusive äusserer Einmischung, bis sich die Fürsten darauf geeinigt hatten, dass sich gegenseitig totschlagen gar nichts bringt. Die müssen ihren eigenen Erkenntnisprozess durchmachen. Ich kann diese Vorstellung, fremde Völker mit unseren Werten beglücken zu wollen, gar nicht mehr hören. Sind wir alle der Weihnachtsmann oder was? Und wenn das Kind nicht so will wie wir, dann schmollen wir herum, wegen seiner Undankbarkeit. Mir würde schon reichen, wenn wir unsere Lebensweise in unserem Land durchsetzen würden aber das ist ungleich schwieriger, da kann man nicht mal mit einigen Panzer- und Grendierkompanien in die Stadtteile der Integrationsverweigerer einrücken und die Alibabas zusammenschiessen. Deswegen steht die Truppe ja auch am Hindukusch, während das Hinterland zum Teufel geht.(Das mit dem Zusammenschiessen war eine farbige Metapher, wie Mr. Spock sagen würde.)

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