Das Gute an dieser Nachricht: Nicht einmal toleranzverliebte Europäer lassen sich alles gefallen. Das Schlechte: Warum müssen Christen Kompromisse machen, um in einem traditionell christlichen Land das christliche Fest Weihnachten feiern zu dürfen?

Würden wir von Moslems verlangen, ihre Feste nur mit halber Kraft zu feiern, beispielsweise Zuckerfest light, weil wir sonst in unseren Gefühlen beeinträchtigt werden? Nein, im Gegenteil, wir feiern mit, passen uns an, wollen alles richtig machen und bestärken die Moslems in jeder Hinsicht, sich zu ihrem Glauben zu bekennen. Das ist vermutlich einer der Unterschiede zwischen Kultur und Unkultur.

In der italienischen Stadt Bozen hat ein Kindergarten in einem Streit um christliche Weihnachtslieder eine salomonische Lösung gefunden. Wie mehrere Zeitungen am Freitag berichten, werde die Kinder, von denen einige Muslime sind, nun «Stille Nacht» in deutscher Sprache singen.

Zunächst hatten die Erzieherinnen ganz auf das traditionelle Liedgut verzichten wollen, um die ausländischen Kinder besser zu integrieren. Von den 80 Kindern in der «Casa del Bosco» sind laut Medienberichten 30 keine Italiener.

Zahlreiche Mütter protestieren gegen die Regelung, selbst das Parlament in Rom beschäftigte sich mit dem Fall. Mit «Stille Nacht» wurde nun ein Lied ausgesucht, das in den deutschen Sprachgebieten Südtirols sehr beliebt ist.

Über die nun gefundene Lösung äußerte sich Titan Miftin, ein aus Albanien stammender Mediator für interkulturelle Fragen an den Schulen der Südtiroler Landeshauptstadt, zufrieden.

«In diesem Fall sind die Erzieherinnen vielleicht zu eifrig gewesen», sagte er der Zeitung «Il Giornale». Während seiner zehnjährigen Tätigkeit habe es nie Probleme wegen christlicher Symbole gegeben.

Auch der Verband der Marokkaner in Italien hält nicht viel davon, Weihnachtslieder aus Schulen und Kindergärten zu verbannen.

Wo hinein sollen sich die moslemischen Kinder eigentlich integrieren? In eine Gesellschaft, die selbst nicht weiß, wo sie steht und welche Werte sie verteidigt? Eine Gesellschaft, die sich selbst freiwillig aufgibt, kann wohl kaum eine Vorbildfunktion erfüllen.

(Spürnase: Cay)

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15 KOMMENTARE

  1. Das „salomonische“ der Lösung ist mir unklar. Sollte es darin liegen, daß in Südtirol deutsche statt italienische Weihnachtslieder gesungen werden?

  2. @Chaim: In Südtirol lebt eine deutschsprachige mehrheit von etwa 70% der Bevölkerung. Dazu einige Prozent Ladiner, die eine romanische Sprache sprechen und etwa 25% „echte“ (ethnische) Italiener. Die einzelnen Bevölkerugsgruppen haben alle ihre Schulen und Kindergärten, Amtssprachen sind italienisch UND deutsch, in Gemeinden mit größeren Ladinischen Anteilen eben auch ladinisch, soweit ich weiß. Auf jeden Fall ist das dort so, daß generell Zweisprachigkeit vorherrscht, d. h. in den Schulen wird grundsätzlich deutsch und italienisch gelehrt.
    Bozen ist anders als das Umland mehrheitlich italienischsprachig, aber es gibt auch einige deutschsprachige Stadtviertel. Was nun die Kindergärten betrifft, da sind die besagten Moslems wahrscheinlich in einem Ortsteil mit großer deutschsprachigem Bevölkerungsanteil und deshalb entsprechend in einem deutschsprachigen gewesen, deshalb die deutschen Weihnachtslieder. Wären sie in einem italienischen Viertel gewesen, dann ginge es natürlich um Lieder in italienischer Sprache ;- )
    Das ist meines Wissens alles recht kompliziert in Südtirol…

  3. Der Artikel ist etwas seltsam.

    Ersteinmal würde ich Bozen nicht als italienische Stadt sondern als Stadt in Südtirol bezeichen.

    In Südtirol gibt es „Apartheid“, also sind z.B. in Kindergärten normalerweise Deutsche und Italiener getrennt. (was aber nicht verpflichtend sein muss)

    Casa del Bosco ist eine italienische Einrichtung, seltsam warum dort also deutsch gesungen wird?

    Die deutsche Bevölkerung hat in Südtirol den grossen Vorteil das Musels normalerweise in italienische Kitas und Schulen gesteckt werden. So ist es in deutschen Schulen ziemlich friedlich.

    Allerdings gibt es natürlich auch dort bei den deutschen Gutmenschen (vor allem italienische Grüne bei denen auch die Deutschen Mitglied sind) die meinen auch die deutschen Schüler müssten von den muslimischen Kulturbereicherern profitieren und wollen diese am liebsten in deustche Schulen stecken.

    Gott sei Dank sind die Südtiroler noch relativ vernünftig und wählen zu etwa 75% SVP (vergleichbar mit der CSU)

  4. @2 Das ist mir schon klar, ich bin dort ziemlich oft… (:-)

    @3 Bozen ist so italienisch wie Strasbourg französisch ist oder Wroclaw polnisch, okay?

    (:*

    Also, was ist das „salomonische“? Ich versteh’s echt nicht.

  5. Auch andere Politiker des rechten und konservativen Lagers schalteten sich in die Debatte ein.

    Kotz, würg, spotz!!

    Da STEHT ES WIEDER IN DER RICHTIGEN ECKE!!!

    Tastatur hat geklemmt!

    Wer gegen Muselbrut und Terror, und Schächten und Kopftuch ist ist:
    „Auch andere Politiker des rechten und konservativen Lagers schalteten sich in die Debatte ein.“

    So einfach ist das!!!

    Schade, dass Ronald Barnabas Schill so schrill aus der Politik abgetreten ist!

    Der würde heute glatt vierzig Prozent kriegen! Aber ich gönne ihm seine Zeit in Rio und dann noch mit einer solchen wunderschönen Maid!!!

  6. @Ruud: Du hast recht, das ist schon merkwürdig, der Kindergarten scheint eher ein italienischer zu sein. Das war mir vorhin beim ersten Lesen gar nicht so aufgefallen… Daß die dort dann deutsche Lieder singen ist wirklich komisch, vielleicht liegt es aber einfach an der deutschsprachigen Mehrheit, daß so etwas ab und zu gemacht wird, und im Gegenzuga auch italienische in deutschen kindergärten gesungen werden??

  7. „Alle Jahre wieder“ …

    Wurden vor ein oder zwei Jahren in italienischen Schulen nicht schon Krippen entfernt sowie die Liederlisten von Weihnachtsfeiern abgeändert?

    Geht mal im Archiv von Der Welt recherchieren, dort habe ich damals die Meldungen gelesen.

  8. @Chaim: Ja du hast recht, das „salomonische“ erschließt sich nicht so ganz, ich hatte deine Frage vorhin etwas mißverstanden… Vielleicht hat es da gewissermaßen doppelt Schwierigkeiten gegeben, einmal wegen der Sprache (deutsch vs. italienisch) und andererseits gutmenschlichen vorauseilenden Gehorsam gegenüber muslimischen Zuwanderern. Vielleicht wurde dann eben ein deutsches Lied gewählt, weil Zuwandererkinder in einem italienischsprachigen Kindergarten kaum deutsch verstehen und den Text deshalb nicht wirklich mitbekommen, deutschunterricht kommt ja für anderssprachige erst in den Schulen. Das klingt jetzt vielleicht seltsam, aber wundern würds mich nicht.

  9. @chaim: biblische geschichte gehört nicht mehr zum bildungsstandard in old europe. daher weiss man vom salomonischen urteil bestenfalls, dass es irgendwie ein weises urteil gewesen sein muss. da man gleichzeitig von kindesbeinen an lernt „der klügere gibt nach“, kann man sich ein weises urteil nicht anders vorstellen, als dass eben ein klügerer nachgibt, und bezeichnet folglich jeden faulen kompromiss als „salomonisches urteil“. so ist das in pisaland.
    der faule kompromiss besteht hier vermutlich, wie in beitrag 8 beschrieben, dass zwar die italinischen kinder genug deutsch können, um „stille nacht“ zu plärren, die muselmanischen kinder im italienischen kindergarten aber nicht, und so nicht vom text des liedes beleidigt werden. da heisst es nämlich in der letzten zeile: „christ der retter ist da!“
    ein frohes lichterfest übrigens allen jüdischen mitbürgern, mit musik bei outcut TV:
    http://short4u.de/4584038ad67c4

  10. „…kann man sich ein weises urteil nicht anders vorstellen, als dass eben ein klügerer nachgibt, und bezeichnet folglich jeden faulen kompromiss als „salomonisches urteil“. so ist das in pisaland.“

    Ich verstehe.
    Darauf konnte ich natürlich nicht kommen! Hatte ich doch DUMMERWEISE angenommen, jeder kennte den König Salomo und seine schlauen (Richter)Sprüche…

    (;-)

    Von gestern abend:
    http://www.youtube.com/watch?v=l_ZHvKnHPHE

    Alternativ (:-D

    http://www.youtube.com/watch?v=sq7biVjv35w

    http://www.youtube.com/watch?v=HAtWwGn3Ayk&mode=related&search=

    Der Hit bei unseren Kindern:
    http://www.youtube.com/watch?v=GW0JXQS2swc
    Open your presents!

  11. > Auch der Verband der Marokkaner in Italien hält nicht viel davon, Weihnachtslieder aus Schulen und Kindergärten zu verbannen

    Das zeigt nur das die Linken immer noch das grössere Problem sind. Wenns geht benutzen sie ihre Musels und wenn nicht kümmern sie sich selber darum unsere Staaten und unsere Kultur zu zersetzen.
    Ich habe mir nie viel aus solchen Veranstaltungen gemacht, vor allem wenn man als Schüler nicht überzeugt wird freiwillig mitzumachen sondern gezwungen wird. Ich sehe trotzdem nicht ein, dass wir uns in irgendeinem Punkt Einwanderern anpassen die wir nie hier haben wollten. Vor allem nicht, wenn es ja eigentlich darum geht uns anzupassen damit noch mehr kommen können. Nein danke, ich habe keine Angst vor Krieg.

  12. Also Straßburg, Breslau und Bozen lassen sich nicht so ohne weiteres vergleichen – so einfach ist die Realität nunmal nicht.

    1. Breslau war bis 1945 deutsch, seitdem polnisch. Bis ’45 lebten dort Deutsche, die deutsch sprachen, seitdem Polen, die polnisch sprechen. Die Bevölkerung wurde also mit der Änderung der Grenze ausgetauscht.

    2. Die Einwohner Straßburgs waren im Lauf des 19. und 20. Jahrhunderts abwechselnd deutsche und französische Staatsbürger, sprachen aber bis in die fünfziger Jahre ganz überwiegend deutsch. Durch eine konsequente Ein-Sprachen-Politik in der ganzen französischen Republik und den kulturellen Austausch innerhalb Frankreichs ist aber das Deutsche im Elsass fast vollständig verschwunden.

    3. Bozen ist die Hauptstadt der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und hat einen Anteil von ca. 70% italienschsprachigen Einwohnern. Alle anderen Gemeinden Südtirols haben eine mehrheitlich deutschsprachige Einwohnerschaft, in den kleineren Ortschaft geht dies sogar gegen die 100%. Natürlich ist Südtirol ein Teil Italiens, und alle Einwohner sind italienische Staatsbürger, aber es darf gerne mal jeder versuchen, einen deutschsprachigen Südtiroler als Italiener zu bezeichen – viel Spaß dabei…!

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