Vor zwei Tagen wagten zwei Zeitungen aus dem Hause Springer, Welt und Berliner Morgenpost, die Veröffentlichung eines Beitrags zum Thema islamischer Antisemitismus – ein Tabuthema in Deutschland. Denn bei uns hat Antisemitismus auschließlich von deutschen Skinheads zu kommen.

Dann wird er auch scharf verurteilt, niemals aber von dunkelhaarigen moslemischen Menschen mit Migrationshintergrund. Dieser Antisemitismus interessiert schlicht nicht, er wird weggeschwiegen. PI berichtete schon mehrfach über dieses Thema, unter anderem hier und hier. Nun hat auch der Spiegel beschlossen, dass nicht länger einfach geschwiegen werden kann – allerdings nicht, ohne ständig auf den Antisemitismus von Rechtsradikalen hinzuweisen. Okay, das kann man hinnehmen, denn das eine ist nicht weniger ablehnenswert als das andere. Und SpOn traut sich sogar an ein weiteres Tabu heran, nämlich an die Benennung der auch von PI schon mehrfach thematisierten zahlreichen Berührungspunkte zwischen Islam und Rechtsradikalismus.

Bei Rechtsextremen und Islamisten hat das Leugnen des Holocaust Konjunktur. Die Bundeszentrale für politische Bildung will solche Strömungen nicht länger ignorieren. (…) „Es gibt zwei Muster der Infragestellung des Holocaust – den Rechtsextremismus und den Islamismus“, sagt Thomas Krüger, Leiter der Bundeszentrale für politische Bildung. Bemerkenswert sei, dass beide Richtungen sich sukzessive verschränken und immer mehr Berührungspunkte entwickeln würden. „Antisemitismus, Antiamerikanismus und Demokratiefeindlichkeit sind sowohl bei Rechtsextremen und als auch bei Islamisten sehr ausgeprägt“, so Krüger. Wer diese Entwicklungen ignoriere, billige sie stillschweigend, sagt er.

Natürlich ist es Blödsinn, dass sich „immer mehr Berührungspunkte entwickeln“ würden. Die Verbindungen sind Jahrzehnte alt, nur wollte sie niemand wahrhaben. Immerhin ist es ein Fortschritt, dass man dies nun zur Kenntnis zu nehmen gedenkt und sogar darüber spricht. Demnächst wird es zum Thema „Holocaust-Leugnung“ auch eine Konferenz geben, zu der der Leiter der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, allerdings politisch korrekt erstmal Folgenes zu sagen hat:

„Wir wollen aber keinen falschen Zungenschlag in die Diskussion bekommen. Nicht Muslime leugnen den Holocaust, sondern Islamisten.“

Das verheißt schon mal nichts Gutes. Nun erkennt man gewisse Zusammenhänge und versucht, sie sogleich wieder zu leugnen und den Islam als solchen schon vorweg in Schutz zu nehmen, indem man eine imaginäre Grenze zwischen dem (guten) Islam und dem (bösen) Islamismus zieht. Außerdem reduziert man das ganze Thema „Antisemitismus“ auf die Leugnung des Holocaust. Es ist ein Trauerspiel, wie hier versucht wird, an der Wahrheit vorbeizuschauen, obwohl sie einem geradezu ins Gesicht springt.

Auch bei den immer häufiger stattfinden Übergriffen auf jüdische Jugendliche, versucht man bisher konsequent, den Anteil der islamisch motivierten nicht zu erfassen. Rechtsradikal, ja, das weiß man – aber islamisch? Fehlanzeige.

Der Berliner Senat listet in seiner Studie „Gewaltsignale an Berliner Schulen 2004/2005“ unter dem Stichwort „(Rechts-) Extremismus“ 62 gemeldete Vorfälle auf, ein starker Anstieg gegenüber dem Vorjahr, in dem nur 39 Fälle gemeldet wurden. Unter der Kategorie fasst der Senat „antisemitisch, rassistisch/fremdenfeindlich, rechtsextrem, volksverhetzend oder fundamentalisch/islamistisch motivierte Äußerungen“ von Kindern und Jugendlichen zusammen.

Diese nebelig unklaren Statistiken, Zahlen, die mehr verschweigen, als sie verraten, veranlassten den aus dem Bezirk Spandau stammenden CDU-Politiker Peter Trapp, Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus, eine Anfrage zu stellen:

Wie viele derartige Übergriffe unter Jugendlichen gab es jüngst, will Trapp wissen, wie viele davon können „dem rechtsextremen Lager zugeordnet“ werden, wie viele Jugendlichen, „die nicht deutscher Herkunft sind“. Auf seine Anfrage hat der Abgeordnete noch keine Antwort erhalten, die Beantwortungszeit ist nach Angaben der CDU-Fraktion außergewöhnlich lang. (…)

Mal sehen, ob er eine Antwort bekommt!

(Spürnasen: Voltaire, Robin C., Davidson, Confucius)

» Honestly concerned: Arabischer Antisemitismus

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9 KOMMENTARE

  1. Es liegt wohl daran dass man öffentlich nicht sagt dass der Islam auf seinen Judenhass besteht, weil man eben auch diese die Wahrheit als Beleidigung auffassen. (Auch anderen, doch diese zu Zeit mindestens nicht so rabiat darauf reagieren!)

    Ob man deshalb weil man diese verschweigt, Judenfreundlicher wird, dass ist wohl ausgeschlossen, doch die Medien und die Politiker zu mindest wollen keine Anlass geben für eine internationale Boykot ihres Landes oder ihre Produkte in der islamische Welt, wie auch unter die eigene Bevölkerung könnten die „Gäste“ enorme Schaden anrichten, wenn man die Wahrheit sagt… Außerdem muss man eben auch nicht dazu stehen dass die eigene linke und rechte Israel und Judenhasser mit der Islamisten in ihren dreckigen Machenschaften kooperieren….

    Tiqvah Bat Shalom

  2. “ unter dem Stichwort „(Rechts-) Extremismus“ ….fasst der Senat „antisemitisch, rassistisch/fremdenfeindlich, rechtsextrem, volksverhetzend oder fundamentalisch/islamistisch motivierte Äußerungen“ von Kindern und Jugendlichen zusammen.“

    das ist doch mal eine wertvolle information. in der statistik werden also auch antisemitische ausfälle von migranten als „rechtsextremistisch“ verbucht. das ist zwar in der sache nicht ganz verkehrt, aber ich habe bei „rectsextremistischen“ straftaten bisher immer an deutsche glatzenträger gedacht. und wohl nicht nur ich.
    kann man denn dann auch für ein aussteigerprogramm für mohammedanische jugendliche mittel aus dem topf gegen rechtsextremismus bekommen?

  3. @Gudrun

    Hrzlichen Dank für d. Artikel: „Entstehung des arabischen Antisemitismus“! Sehr Wertvoll, und zeigt vieles was andere zum Teil nicht wissen wollen, oder einfach verstecken vollen, um d. Juden/Israelhass freie lauf gewähren zu lassen!

    Tiqvah Bat Shalom

  4. >> CHICAGO – A Muslim convert who talked about his desire to wage jihad against civilians was charged Friday in a plot to set off hand grenades at a shopping mall at the height of the Christmas rush, authorities said.

    Yahoo.com

  5. >“Nicht Muslime leugnen den Holocaust, sondern Islamisten.“

    Diese Feststellung hat doch sehr positive Implikationen. Da ca. 95% aller Araber und ca. 50% aller Türken in D-Land den Holocaust leugnen besteht ja nun sicherlich ein Konsens und diese „Islamisten“ werden abgeschoben.

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