freiheit_statt_sozialismus.jpgWie sich die Zeiten ändern. Wovor einst die CSU gewarnt hat, wird immer mehr Realität. „Wären sie vor die direkte Wahl gestellt, würde sich eine große Mehrheit der Deutschen für mehr soziale Gerechtigkeit statt für mehr Freiheit entscheiden.“ So lautet das Ergebnis einer Umfrage, veröffentlicht in der Zeit„. Doch längst verbirgt sich hinter dem schönen Wort Gerechtigkeit die Ideologie sozialistischer Gleichmacherei und staatlicher Allgegenwart.

Berlin – Zu diesem Ergebnis kam eine vorab veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Zeitung „Welt am Sonntag“. 34 Prozent der Befragten gaben an, sie würden lieber in Freiheit leben, wo sich jeder ungehindert entfalten kann. Dagegen würden 58 Prozent lieber in einer Gesellschaft leben, in der möglichst große Gerechtigkeit in dem Sinne herrscht, dass die sozialen Unterschiede nicht so groß sind.

Dass Fleiß, Kompetenz, Risiko- und Leistungsbereitschaft wesentliche Gründe für unterschiedliche Lebensstandards sind, wird mittlerweile fast komplett ausgeblendet. Bestes Beispiel hierfür ist die Debatte um Bildungschancen. Kinder aus Unterschichten seien benachteiligt, heißt es. Als ob Schulen und Universitäten nicht für alle in gleicher Weise zugänglich sind, sieht man die Verantwortung für unterschiedliche Leistungsstandards bei „der Gesellschaft“. Nicht aber in der Erziehungsverantwortung der Eltern, die diese unzureichend wahrnehmen. Denn Fakt ist: Im Regelfall haben bildungsferne Eltern bildungsschwache Kinder. Doch solche Personen wird es immer geben, weil die Menschen nunmal nicht alle gleich sind. Einzig durch verstaatlichte Erziehung ? la SED ließe sich „Chancengleichheit“ herstellen.

Einflußmöglichkeiten und Verantwortung des Einzelnen treten als Erklärungsmodell für Bildungs- und Einkommensunterschiede weit zurück hinter den erst in den letzten Jahren von Schröder/Fischer entdeckten „Gerechtigkeitsdefiziten“ unserer Gesellschaft. Man bestätigt damit eine destruktive Anspruchshaltung und stellt unser Land absichtlich schlechter dar als es ist. Als gäbe es kein Gratis-Schul- und Universitätssystem. Als gäbe es nicht unzählige Bildungs- und Berufsbildungsmöglichkeiten für jeden, der nur will. Mit der Behauptung, es gäbe ein Gerechtigkeitsdefizit, bedient man linkes Stammtischdenken, und liefert Personen mit schwacher Eigeninitiative oder die vielleicht auch einfach nur ein bißchen relaxed eingestellt sind, einen willkommenen Vorwand, die Schuld an ihrer Misere bei der Gesellschaft zu suchen. Zugleich erschaffen sich die Linksparteien durch die Erfindung eines Gerechtigkeitsproblems sich selbst die Rolle als Problemlöser. Welche sie ausschlachten, indem sie so lange den Teufel einer vermeintlich ungerechten Gesellschaft an die Wand malen, bis es wie bei einem Werbejingle in genug Köpfen hängen geblieben ist.

Besonders deutlich fällt die Präferenz für soziale Gerechtigkeit den Angaben zufolge mit 70 Prozent bei den Ostdeutschen aus. Nur 24 Prozent der Menschen in den neuen Bundesländern würden die Freiheit bevorzugen. Dagegen ist diese Zahl in den unterschiedlichen Altersgruppen aller Befragten ähnlich hoch. 56 Prozent der 18 bis 29-Jährigen und 60 Prozent der über 60-Jährigen votierten für mehr soziale Gerechtigkeit. Am höchsten lag der Wert in der Gruppe der 45- bis 59-Jährigen (63 Prozent). Bei Befragten mit Hauptschulabschluss ist der Abstand zwischen Gerechtigkeit und Freiheit mit 68 zu 27 Prozent deutlich höher als bei Umfrageteilnehmern mit Abitur, wo der Unterschied bei 52 zu 37 lag.

Dass die Anhängerschaft der linken und linksradikalen Parteien besonders große Gerechtigkeitsdefizite ausmacht und zugleich den Wert der Freiheit am geringsten bewertet, entspricht deren pro-sozialistischer Grundhaltung.

Nach Parteien gestaffelt findet sich die höchste Zustimmung für mehr soziale Gerechtigkeit bei Anhängern der Linkspartei.PDS mit 87 Prozent, gefolgt von SPD (67) und Grünen (63). Bei Unterstützern der Unionsparteien ist die Wahl mit 44 Prozent für Freiheit und 49 für soziale Gerechtigkeit fast ausgeglichen. FDP-Anhänger ziehen mit 72 zu 25 Prozent klar die Freiheit vor.

Wie absurd diese Behauptung angeblicher Ungerechtigkeit ist, zeigt sich, wenn man das postulierte Gerechtigkeitsideal zu Ende denkt. Angenommen, alle Schüler machten ein 1,0 Abitur aufgrund optimaler Förderung (wer nur 1,1 schafft wurde offensichtlich in irgend einer Form benachteiligt), wer wäre dann noch bereit einen Acker zu bestellen oder den Müll zu lehren? Oder entstünde hier nicht erneut ein Gerechtigkeitsproblem, weil es nicht für jeden den Traumjob geben kann, und einige Einser-Schüler ungerechter Weise doch den Müll leeren müssen, während andere aufgrund irgendwelcher Zufälligkeiten ihren Traumjob genießen?

Und wenn es sogar so gerecht zuginge, dass alle ihren Traumjob hätten, und niemand mehr den Müll lehren muss, wäre es dann gerecht, erneut Migranten für diese Tätigkeiten ins Land zu holen, weil sich aufgrund der totalen Gerechtigkeit in Deutschland alle zu fein geworden sind für diese „niedrigen Tätigkeiten“?

Diese Gerechtigkeitsdebatte ist reine Demagogie. Und sie ist gefährlich, weil sie keine tatsächlich vorhandenen Mißstände aufzeigt, sondern unsere Gesellschaft viel schlechter hinstellt, als sie ist. Darunter leidet aber die Identifikation mit unserem System der Marktwirtschaft, das uns allen, auch den vermeintlich Benachteiligten, einen nie zuvor in der Menschheitsgeschichte gekannten Wohlstand ermöglicht hat. Wer alternativ zur Marktwirtschaft nur aufgrund vermeintlicher Ungerechtigkeit in sozialistischen Ansätzen Lösungen propagiert, spielt mit dem Feuer. Bzw. der will den Systemwandel. Was der Sozialismus in seinen braunen wie roten Varianten angerichtet hat, sollte eigentlich Warnung genug sein. Offensichtlich ist es dies nicht. Und sonst erinnert diese Entwicklung an die Weimaer Republik, als ebenfalls mit aggressiven Heilsversprechen der Sozialisten die Massen mobilisiert und manipuliert wurden. Heute allerdings betätigen sich sogar etablierte Parteien wie die SPD an solcher Demagogie – obwohl man am historischen Beispiel sieht, wohin das führt.

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43 KOMMENTARE

  1. Hm.

    Was wollte uns der Turmfalke bloß mit diesem tollen „Artikel“ sagen? Es ist zwar schönes Wetter, aber ein Sommerloch im Dezember? Na ja…

  2. Freiheit muß nicht immer gut sein. Wenn man 12 Jährige selbst bestimmen läßt, wieviel Alkohol sie trinken wollen … Oder wenn jeder selbst entscheiden könnte, ob er Autofahren kann, auch ohne Führerschein …

    Irgendwo braucht es schon einen Staat.

    Mit Freiheit ist anscheinend nur gemeint, dass man sein Schwarzgeld und die Arbeitsplätze ins Ausland schaffen kann.

    Dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn sich die Leut nach der DDR zurücksehnen.

    Vielleicht mal Selbstkritik üben.

  3. Wieso habe ich dabei ständig den Eindruck, dass die soziale Gerichtigkeit sich nur auf die Verteilungsgerechtigkeit bezieht. Wie wäre es mit der sozialen Gerechtigkeit in dem Sinne, dass jeder, der ein Stück Brot für sich beansprucht, auch ein Stück SINNVOLLE Arbeit zu leisten hat?

  4. DDR?

    Meinetwegen. Die können wieder hinter die Mauer. Sollen nur Pau, Gysi und Co mitnehmen. Lafontaine gibt’s gratis dazu.

  5. #2 nasentiger (03.12.06 14:38)
    „Freiheit muß nicht immer gut sein. Wenn man 12 Jährige selbst bestimmen läßt, wieviel Alkohol sie trinken wollen … Oder wenn jeder selbst entscheiden könnte, ob er Autofahren kann, auch ohne Führerschein …

    Irgendwo braucht es schon einen Staat.“

    Genau diese Argumentation zeigt die Unfähigkeit, mit Freiheit umzugehen. Das wohl ist vermutlich der Grund, warum in Deutschland Demokratie nie wirklich verwurzelt werden konnte. Alle Versuche seit 1848 sind hoffnungslos gescheitert. Bis zur Weimarer Republik waren es immerhin noch Versuche von deutschen Minderheiten – nach Weltkrieg II gab es den Versuch von außen, die Demokratie einzuführen. Seitdem ist der Totalitarismus verkleidet in „demokratischem Gewand“ – also im alles beherrschenden Bürokratismus und der immer deutlicher werdenden heimlichen Liebe zu allen Totalitarismen dieser Welt – ob sie nun Sozialismus oder Islamfaschismus oder NPD heißen. Dazu gehört auch der Größenwahn, zuallererst Gerechtigkeit zu schaffen. Das wollte Hitler und Stalin und der Islam und die SED-PDS auch.

  6. Hm, ich will mal annehmen, daß Turmfalke mit „den Müll zu lehren“ meint, Migranten zu unterrichten 🙂 , sonst wäre es ein peinlicher Faux-pas in einem Artikel über Bildung.

    Ansonsten ist dies ein Thema, welches mir sehr wichtig ist: da ich keinen hohen Ausländeranteil in meinem Land wünsche, ist die Frage, wie unattraktive Arbeit verrichtet wird, zentral für mich. Und sehr zum Mißfallen aller angeblichen Marktwirtschaftler ist die Antwort auf diese Frage für mich: „Marktwirtschaft“.
    Wenn nämlich die Arbeit als unattraktiv angesehen wird, so muß eben der Lohn dafür so hoch steigen, bis das Verrichten dieser Arbeit eben doch als attraktiv angesehen wird.
    Die marktwirtschaftliche Antwort, das Problem könne statt durch hohe Löhne auch durch billigere Arbeiter gelöst werden, hätte eben verboten sein müssen in einem Bewußtsein dafür, daß Menschen nicht beliebig miteinander zusammenleben wollen. Aber ein solches Bewußtsein ist ja nicht vorhanden bzw. ist es tabuisiert.
    Dies nur als ein Beispiel für die Marktradikalen, daß ökonomische Gesetze keine Naturgesetze sind, denen wir machtlos ausgeliefert sind. Ökonomische Gesetze sind Ausdruck der menschlichen Psychologie. Diese menschliche Psychologie sagt aber unter anderem auch, daß die Menschen nicht beliebig zusammengewürfelt miteinander leben wollen, und dieser Sachverhalt ist somit auch ein Gesetz. Es wurde aber nicht respektiert, weil sich keine Gruppe fand, für diese Rechte einzutreten. Zu sehr wurde das Thema fälschlich mit Nazismus identifiziert und damit diskreditiert.

  7. Dagegen würden 58 Prozent lieber in einer Gesellschaft leben, in der möglichst große Gerechtigkeit in dem Sinne herrscht, dass die sozialen Unterschiede nicht so groß sind.

    Aber genau dafür (!) plädiert die Volkspartei der Mitte.

  8. „Und wenn es sogar so gerecht zuginge, dass alle ihren Traumjob hätten, und niemand mehr den Müll lehren muss, wäre es dann gerecht, erneut Migranten für diese Tätigkeiten ins Land zu holen“

    Oh weh.
    Ist das die Rechtschreib-Deform?

    Oder unterrichten Mohammedaner nun die gelben Säcke?
    Wie ungerecht!

  9. Ein Ministerpräsident aus den neuen Ländern – ich weiß im Moment nicht mehr, welcher – hat folgendes gesagt:
    Wenn meine Landeskinder („Ossis“) vor die Wahl gestellt würden, entweder Schwarzbrot für alle oder Butterbrot für alle aber für einige wenige noch Wurst darauf, so würden sie sich mehrheitlich für Schwarzbrot für alle entscheiden und aufs Butterbrot verzichten.
    Dies ist ein schönes Beispiel für den masochistischen Charakter des heute in Deutschland, nicht nur in der Ex-DDR, verbreiteten Sozialneids.

  10. 8EY3_Q, hast Du schon mal in Eile einen Artikel geschrieben? Willst Du dem turmfalken unterstellen, er kennte nicht den Unterschied zwischen leeren und lehren?

    Hast Du mehr nicht beizutragen zur Diskussion, Du Oberleerer?

    Ich wollte aber hierzu etwas sagen:

    Bei Unterstützern der Unionsparteien ist die Wahl mit 44 Prozent für Freiheit und 49 für soziale Gerechtigkeit fast ausgeglichen. FDP-Anhänger ziehen mit 72 zu 25 Prozent klar die Freiheit vor.

    Wieso ist 44:49 fast ausgeglichen? Es wird deutlich, daß die CDU-Anhänger mehrheitlich (8EY3_Q, meerheitlich!) die Unfreiheit wollen. Freiheit bleibt nur bei der FDP vorn. Traurig! Wo sind die Ambitionen der früheren Linken, der Aufbruch, das Risiko, Neues zu wagen?

  11. Stimmt, die Gefahr einer sozialistischen Revolution war noch nie so hoch wie heute. Der Noske damals, der kam übrigens aus der SPD. Der Zörgiebel übrigens auch. Also keine Panik. Mit den paar Revoluzzern aus der CDU wird der Münthe schon fertig. Da blickt die SPD auf eine lange Kapitalismus erhaltende Tradition zurück.

  12. Was ich außerdem trefflich finde: die Definitionshoheit über den Begriff „soziale Gerechtigkeit“.

    Wer ist es, der uns sagen kann, was gerecht ist und Gerechtigkeit? Dieselben Leute, die anderen soziale Ungerechtigkeit unterstellen, haben vorher definiert, was sozial gerecht ist? Die Einheit von Legislative, Exekutive und Judikative? Das nennt man Demokratie?

  13. @Bislamphob
    >Wie wäre es mit der sozialen Gerechtigkeit >in dem Sinne, dass jeder, der ein Stück >Brot für sich beansprucht, auch ein Stück >SINNVOLLE Arbeit zu leisten hat?

    Versuch mal mit 50Jahren Arbeit zu bekommen, du Komiker.

  14. @9 liberalissimo (03.12.06 15:45)

    „Ein Ministerpräsident aus den neuen Ländern – ich weiß im Moment nicht mehr, welcher – hat folgendes gesagt:
    Wenn meine Landeskinder („Ossis“) vor die Wahl gestellt…“

    Eine Quelle wäre bei den Unterstellungen aber ganz hilfreich gewesen. Es ist billig, aber leider populär, die Ossis in Gänze als sozialneidische Looser darzustellen. Die Authentizität der Äußerung erscheint mir auch sehr fragwürdig. Welcher Ministerpräsident eines ostdeutschen Bundeslandes würde völlig spekulativ seinen eigenen Landeskindern diesen dumpfen Einheitssozialismus unterstelen?

  15. „8EY3_Q, hast Du schon mal in Eile einen Artikel geschrieben?

    Nein.

    Gut Ding will Weile haben. Und auch wenn man in Eile ist, gewisse Fehler macht man eigentlich nie. Wir reden doch nicht über einen Buchstabendreher oder einen einfachen Schreibfehler…

    „Willst Du dem turmfalken unterstellen, er kennte nicht den Unterschied zwischen leeren und lehren?“

    Deine Frage läßt mich zunächst überlegen, ob Dir der unterschied zwischen Konjunktiv Präsens und Konjunktiv Imperfekt klar ist. – Aber wenn Du meinen von Dir völlig überflüssigerweise kommentierten Beitrag richtig(!) liest, dann stellst Du sicher fest, daß ich gar nichts unterstellt habe.

    Du unterstellst allenfalls umgekehrt mir, daß ich einem Menschen, den ich gar nicht kenne, etwas unterstelle. – Und das ist natürlich ziemlich albern.

    „Hast Du mehr nicht beizutragen zur Diskussion, Du Oberleerer?“

    rofl, bist Du hier der Blockwart oder was?

    Da der Text von Turmfalke so verquast und (meiner bescheidenen Meinung nach) relativ sinnfrei war, sodaß nichtmal eine Maus dafür aus dem Loch gekommen wäre, konnte ich nach jenem nichtssagenden Text in der Tat nichts beitragen: da gab es nichts zu diskutieren.

    Wenn Du mich für einen Oberlehrer hältst, bildest Du Dir wohl ein, Du seist das Kultusministerium, wie?

  16. „[…]niemand mehr den Müll lehren muss,[…]“

    Wer kann schon mit Bestimmtheit sagen, was sich die Wächter der deutschen Sprache da ausgedacht haben.
    Leeren,- Lehren,- wo ist da der Unterschied?
    Leere Lehren,- Generation-Rütli…

    Man kann den Inhalt aber auch anders deuten. Nämlich, dass in Schulen dann dieser Müll nicht mehr GELEHRT wird.

    Also ich bin dafür 🙂

    Und wenn ich EY3_Q’s Aussage richtig deute, dann hat er rein garnichts unterstellt. Ich kann da beim besten Willen keine Unterstellung finden…

  17. Ach Leute, bleibt doch bei der Islamkritik, da kommt ihr nicht so leicht in gefahr, Stuss zu schreiben.

  18. @ #3 BIslamophob:
    „Wieso habe ich dabei ständig den Eindruck, dass die soziale Gerichtigkeit sich nur auf die Verteilungsgerechtigkeit bezieht.“

    Weil dieses Wort von denen, die es am Meisten benutzen (Linke, Arbeitslose, Faulenzer, verblödete grüne Studenten (Ooh, Tschuldigung, ein Pleonasmus!), gefrustete Ossis) tatsächlich ausschließlich in diesem Sinne gebraucht wird. „Soziale Gerechtigkeit“ bedeutet für die „ich muß genauso so viel für mich haben, wie die anderen, egal was ich dafür tue oder eben nicht tue“. Und meinen damit bevorzugt das Materielle.

    Ich plädiere dafür es zum Unwort des Jahrzehnts zu wählen.

    Oder wie wäre es zunächst mit einer Umfrage hier im Forum, was Ihr so unter „sozialer Gerechtigkeit“ vesteht.
    Ich fange mit einigen Beispiele für mich an: Gleiche Steuerquote für alle. Gleiche Krankenkassenbeiträge für alle. Gleiche Kindergartengebühren für alle.
    Spaß beiseite, aber wie wäre es damit: Leistungsgerechtigkeit vor Verteilungsgerechtigkeit.

    Ich freue mich auf Euere Definitionen.

  19. Also wenn ich soviel wie der Ackermann bekäme, dann wäre ich auch massivst für soziale Gerechtigkeit. Was muss der Mann am Tage gearbeitet haben um auf eine Millionen €-Gehalt im Monat zu kommen. Mensch, was muss der ausgezehrt sein. Keine Sekunde Schlaf, keine Pause, keinen Urlaub immer nur schuften, schuften, schuften. Und dann wird er noch vor Gericht gezerrt. Pfui Deibel.

  20. Die wiedervereinigte Volksgemeinschaft Deutschlands, geeint im Hass auf die USA und Israel, ist auf dem Marsch in den nationalen Bolschewismus.
    Mit infantilem Pazifismus, Vulgär-Marxismus und pseudo-religiösem Ökofaschismus glauben die Deutschen ,mal wieder, die Heren der Welt zu sein.
    Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.
    Die Welt wird sich zu wehren wissen.

  21. @DeanReed:

    Leider hast Dur Recht. Aber ich fürchte die Welt muß sich nicht wehren, weil wir uns den Weg ins Grab dank SED/PDS/Linke, Grüne, Gewerkschaften etc. schon selbst schaufeln werden.

    Wenn jetzt sogar die CDU schon von sozialer Gerechtigkeit faselt und damit ja letzlich noch mehr Umverteilung von arbeitenden zu schmarotzenden Menschen meint, ist es zum Sozialismus nicht mehr weit.

    Meines Erachtens ist Gefahr durch links/grün von innen für Deutschland derzeit wesentlich bedeutender, als die Bedrohung durch den Islamismus (bitte nicht schlagen).

  22. #16 EY3_Q
    > Da der Text von Turmfalke so verquast und
    > (meiner bescheidenen Meinung nach) relativ
    > sinnfrei war, sodaß nichtmal eine Maus dafür
    > aus dem Loch gekommen wäre, konnte ich nach
    > jenem nichtssagenden Text in der Tat nichts
    > beitragen.

    Dann tue uns doch alle einen Gefallen und spare dir dein Geblubber das nächste mal.

  23. Nun, keine Panik, Freunde. Erstens gab es keinen Weltkrieg den wir verloren haben und von dem die Fronttruppen ihre Ballermänner mit nach Hause nehmen können. Zweitens funktioniert der deutsche Arbeiter immer noch so, dass er glaubt er sei der Partner seine Unternehmers, auch Sozialpartner genannt. Es wird alles bleiben wie es war. Die haben, denen wird gegeben und die nichts haben, denen wird weiter genommen. Niemand muss hier auf seine Yacht verzichten. Wirklich nicht. Revolution sieht anders aus. Und das Geschwafel von sozialer Gerechtigkeit soll nur helfen, Politiker in den Ämtern zu halten. Kein Grund, das Land zu verlassen, wirklich nicht.

  24. @ #21 DeanReed
    Ausgezeichnet!, ..sehr treffend ausgedrückt, sehr passend zum vorliegenden Thema..

  25. Danke, „skommando“ #17, ich weiß auch nicht, warum Gutmenschin G-Punkt so herumgiften muß, der Ausgangstext ist eigentlich einfach nur albern. Völlig unverständlich geschrieben und ziemlich belanglos.

    Darf man so etwas nicht anmerken hier?
    Gibt es dafür Zensur?

  26. „Wer ist es, der uns sagen kann, was gerecht ist und Gerechtigkeit? Dieselben Leute, die anderen soziale Ungerechtigkeit unterstellen, haben vorher definiert, was sozial gerecht ist?“

    Wenn es allen gleich beschissen geht ausser ein paar Politbonzen. Bald ist es wieder soweit.

  27. Über welchen der beiden Begriffe wünschst Du Dir denn „Definitionshoheit„, Gudrun?

    „Was ich außerdem trefflich finde: die Definitionshoheit über den Begriff „soziale Gerechtigkeit“.

    Wer ist es, der uns sagen kann, was gerecht ist und Gerechtigkeit? Dieselben Leute, die anderen soziale Ungerechtigkeit unterstellen, haben vorher definiert, was sozial gerecht ist? Die Einheit von Legislative, Exekutive und Judikative? Das nennt man Demokratie?“

    a) Es gibt in einer Gewaltenteilung keine „Einheit von Legislative, Exekutive und Judikative“ – das ist eine Phantasie von Dir.

    b) Willst Du jetzt wissen, was soziale Gerechtigkeit ist, oder willst Du wissen, was Demokratie ist?

    Für Möchtegern-Kultusministerinnen gebe ich gern den Oberlehrer, Gudrun. Du mußt nur klügere Fragen stellen. Dann sparen wir uns solche Schleifen.

  28. #14 nasentiger
    „Versuch mal mit 50Jahren Arbeit zu bekommen, du Komiker“
    Das ist, was ich nicht so gut verstehe. Ich habe mal vor 20 Jahren für ganze 2 Monate versucht, Arbeit zu finden. Jetzt mache ich mein eigenes Geschäft. Die meiste Zeit in der Geschichte hat man keinen Daimler und Siemens für Arbeitgeber gehabt und trotzdem lebte man und baute man was auf.

    Hat man bis heute nicht gelernt, dass man auch Arbeit schaffen kann, nicht nur Arbeit suchen? Wieso wartet man, dass andere für einen Arbeit schaffen? Es ist sicherlich nicht persönlich gemeint, denn jeder kann mal Pech haben – ich habe auch gehabt.

    Aber wieso denkt ein anderer, dass ich für ihn Arbeit erschaffen muß? Wieso versucht er nicht, für sich selber zu schaffen („Ich“ ist ebenso wenig persönlich gemeint)

  29. „Also wenn ich soviel wie der Ackermann bekäme, dann wäre ich auch massivst für soziale Gerechtigkeit.“

    Der Vergleich mit Ackermann hinkt insofern, dass nicht er die „Soziale Gerechtigkeit“ bezahlt, sondern die Masse der Otto-Normalsteuerzahler. Es ist damit ähnlich wie mit der Sache, dass Schäuble die Mohammedaner nicht in seiner eigenen Nachbarschaft integriert, sondern uns aufbürdet.

    Ich wünsche schon, dass es den anderen auch gut geht. Aber die „anderen“ müssen auch begreifen, dass sie was dafür tun müssen.

    Es gehört zum Anspruchsdenken, dass der Mensch heute nicht mehr gern Verantwortung trägt, dass er lieber die Verantwortung auf jemand abschiebt, den er gern dann zur Verantwortung ziehen möchte. Und wenn es niemand mehr gibt, dann ist der liebe Herrgott verantwortlich, oder wie? Für mein Leben bin ich selber verantwortlich – so denke ich, und damit hat es bis heute recht gut geklappt. Deswegen will ich niemand verurteilen, der vielleicht Pech gehabt hat, aber ich werde nie begreifen, dass so viele Menschen heute keinen Mut haben, die Verantwortung für sich selber zu übernehmen.

  30. Also für das Geld würde ich seine Verantwortung auch übernehmen. Immerhin haftet er ja nicht für Fehler. Könnte mir also gar nichts passieren. 🙂

  31. @bislamphob

    Ich hab auch mein eigenes Geschäft. Aber darum behauptet ich nicht, dass alle Nicht-Selbständigen zu dumm dafür sind. Man braucht immer auch Glück, und wenn das Glück nur aus einem guten Elternhaus besteht.

    Man sollte demütig bleiben, und sich nicht überheben.

  32. @nasentiger:
    Du meinst jetzt mit Demut, dass man ohne zu motzen sich glücklich schätzt, sein schwerverdientes Geld dafür herzugeben, dass man die Kariere solcher armen Menschen wie der arme Murat http://www.politicallyincorrect.de/2006/12/armer_murat.html#comments
    zu finanzieren – denn genau das sollte man unter Umverteilung und Soziale Gerechtigkeit verstehen.

    Ich kann dir genau sagen, wie es dazu kam, dass ich schon die Idee für falsch hielt: Vor ca. 14 Jahren hatte ich eine Kundin, eine Bosnierin die mir erzählte, das eine Flüchtlingsfamilie aus ihrer Heimat, die sie für einen Monat aufgenommen hatte, von der Stadt (Sozialamt) 1.800 DM monatlich zugesagt bekam, damit sie sich selber eine Wohnung sucht. Meine Kundin fand aber die Familie so miserabell – sie meinte, niemand würde sie nehmen, nicht mal mit diesem Geld. Es war nur die Frau und die Kinder, der Mann war als Mudjahedin daheim geblieben.

    Und es war erst vier Jahre danach, dass ich den zweiten Sozialfall so krass vor den Augen geführt bekam: Eine Frau um die 50, Wittwe, war so krank, dass sie an manchen Tagen nicht mal aufstehen konnte. Sie und ihr verstorbener Mann hatten den ganzen Leben hart gearbeitet (ihr Rücken ging in der Arbeit kaputt). Sie waren selbstständig und hatten nie was vom Staat genommen, immer ihre Steuer gezahlt. Jetzt stand diese Frau ohne Einkommen da, sie hatte kein Einkommen mehr, lebte von der Sozialhilfe und das einzige Luxus, was sie sich leistete, war ein Kater. Sie hatte eine Zweizimmerwohnung für ca. 600 DM warm. Das Sozialamt hat ihr die Miete gekürzt und daraufhin mußte sie aus der Wohnung ausziehen, in eine kleine Einzimmerwohnung, ohne Balkon, ohne nichts. Und nach dem Umzug wollte das Sozialamt nicht mal diese Miete zahlen. Soll ich noch dazu sagen, dass diese Frau keinerlei Migrationshintergrund hatte. Sie hatte nicht das Glück, aus Bosnien hierher geflüchtet zu sein.

    Seit dem mag ich solche Worte wie Soziale Gerichtigkeit nicht mehr hören.

  33. Linke….das sind Leute die eine Heidenangst davor haben eines Tages selber ihre Probleme lösen zu müssen.

  34. Totale Freiheit heißt dann auch Drogenfreigabe?

    Volksabstimmungen wird es sowieso nie geben, egal wer an der Regierung ist. Wir haben also sowieso nie eine Demokratie gehabt, oder werden eine haben.

  35. @islamphob

    Nein, Herr Murat meine ich nicht, der wäre, wenn es nach mir ginge, nie hier eingewandert. Ich bin für 0 Prozent Einwanderung, so wie in Japan. Aber CDU und Arbeitgeberverbände brauchten billige Arbeiter, und so holten sie (nicht ich) die Türken.

    Also warum soll ich Reiche bemitleiden? Sie wurden durch Zuwanderung und Lohndumping reich.

    Leistet Herr Ackermann wirklich 200x soviel wie eine Krankenschwester mit 2 Kindern, oder womit verdient er es. Hat er irgendwas erfunden? Ein Medikament? Eine Erfindung im Umweltschutz?

  36. Ackermann verdient sein Gehalt aus dem simplen Grund, weil die Deutsche Bank es ihm bezahlt. Fertig. Ein Vertrag zwischen zwei Personen – einer natürlichen und einer juristischen. Und der geht keinen Dritten was an.

  37. irgendjemand meinte, wir sollten hier bei islamkritik bleiben..mhh..
    ich denke, daß dieses problem letztlich nur ein aspekt eines größeren problems der heutigen gesellschaft (politik, medien,..) ist, nämlich der kritiklosen toleranz und gleichmacherei; insofern zwischen den ganzen feldbeobachtungen als theoretische (kurz-)betrachtung absolut treffend und passend. gruß..

  38. @Eisvogel

    Wer ist denn die deutsche Bank? Ist die nicht auch angeblicher Sozialpartner ihrer Angestellten und Vermehrer der Gelder ihrer Kunden? Wer richtig tolle Arbeit macht, soll auch gut verdienen aber macht die Altenpflegerin nicht auch tolle Arbeit? Oder der Gehirnchirug oder der Polizist? Soziale Gerechtigkeit sehe ich auch da, dass Gehälter noch begründbar sind.

  39. Wer ist denn die deutsche Bank?

    Eine juristische Person, die der Gewinnmaximierung ihrer Aktionäre verpflichtet ist. Das mit dem „Sozialpartner der Angestellten“ halte ich für hohles Gewäsch, vergleichbar „AOK-Ihre Gesundheitskasse“ oder „die längste Praline der Welt“ 😉

    Ich persönlich (!) halte solche Gehälter auch für skandalös. Aber was zwei Vertragspartner miteinander ausmachen, geht mich nichts an, den Staat auch nicht und die Mitarbeiter auch nicht. Auch diese haben lediglich einen Vertrag – wenn ihnen andere Verträge ihres Vertragspartners nicht passen, können sie ja gehen. Es geht aber keiner, denn auch diese Verträge sind offenbar sehr zufriedenstellend.

    Das Geld der Kunden zu vermehren, ist nicht Aufgabe einer Bank. Es ist ihre Aufgabe, das Geld ihrer Aktionäre zu vermehren. Dass das natürlich nicht erreicht wird, wenn man den Kunden miserable Angebote macht, ist klar. Offenbar sind sie gut genug.

    Wenn die Aktionäre das Ackermann-Gehalt mehrheitlich für rausgeschmissenes Geld halten, dann werden sie’s schon verhindern. Wenn nicht – deren Problem.

    Und wenn jemand einer Altenpflegerin 100.000 Euro im Mont zahlen will, dann darf der das auch.

    Die Bewahrung der Vertragsffreiheit ist mir wichtig – es gibt nichts Gutes, das nicht auch ein paar Auswüchse mit sich bringt.

  40. kein Wunder, denn seit über einem Jahr ist „soziale Gerechtigkeit“ Propagandathema Nummer 1 fast aller Parteien.

    Dabei ist es schwer, nicht zu sagen unmöglich, von „Gerechtigkeit“ zu reden. Dem liegt stets ein Werturteil zugrunde und solche sind wissenschaftlich nicht aus Sachurteilen ableitbar.

    Man sieht ja bereits an den Kommentaren, dass kein Einverständnis herrscht, was „soziale Gerechtigkeit“ bedeutet. Noch nicht einmal eindeutig wird über die angeblich ungleiche Verteilung geurteilt. Dem gebe ich noch eins drauf: Alles ist verschwunden, was ich aus meiner Kindheit noch kannte. Die Bretterverschläge der Armen, die Zugangsschranken zu Bildungsinstitutionen usw.. Menschen aus vormals unteren sozialen Schichten stammend, sind längst in die höheren wirtschaftlichen Etagen eingezogen. Der Cultural Change in diesen Etagen hat längst stattgefunden. Der Sohnemann einer Putzfrau wurde Bundeskanzler und der Steine werfende Metzgersohn Aussenminister mit Qualifikation eines ungelernten Taxifahrers. Die Ernährung könnte nicht hochwertiger sein. Die Strassen sind längst verstopft mit vielzu vielen und vielzu grossen KFZ. Nie wurde auf einem so hohen (Konsum-)niveau gelebt, wie seit den vergangenen 20 Jahren.

    Man sieht, mann kann die Dinge auch völlig anders interpretieren. Alles ist subjektiv und damit relativ. Eine Politik, die Werurteile über Sachurteile stellt, Erstere noch nicht einmal zu Relativieren in der Lage, ist irrational zu nennen. Ahnungen, Vermutungen und Unterstellungen haben durch angebliche Übereinstimmung mit den dumpfen Gefühlen der Masse den Charakter allgemeinverbindlicher höherer Wahrheiten bekommen. Die nur als Interpretation der „Zeit“ veröffentlichte Forsa Studie stellt solch eine Wahrheit zusichernde Instanz dar. Fast sieht man den nach rollenden Köpfen verlangenden Mob der französichen Revolution vor sich. Wer dem diffusen eigenen Begriff der „sozialen Gerechtigkeit“ widerspricht, wird ausgegrenzt, diffamiert und beleidigt. Eine Relativierung des Geltungsanspruchs der eigenen, stets subjektiven Konzeption von „soziale Gerechtigkeit“ findet nicht statt. Der Rückgriff auf irrationale Konzepte wie die „soziale Gerechtigkeit“ haftet stets etwas diktatorisches an sich.

    Richtig ist es, dass Gudrun die Frage nach der Definitionshoheit über den Begriff „soziale Gerechtigkeit“ stellt. Man sollte vielleicht noch etwas klarer Formulieren. Beispielsweise: „Wer ist es, der uns diktiert(!), was gerecht ist?“. Ebenso mein Gefallen findet DeanReeds Hinweis auf die „wiedervereinigte Volksgemeinschaft“, die sich auf dem Marsch in den nationalen Bolschewismus befindet. Auch die den alten Ariermythus ersetzende Klassifikation „infantiler Pazifismus, Vulgär-Marxismus und pseudo-religiösem Ökofaschismus mit Ziel die Deutschen, mal wieder, zu den Herren der zu erklären, ist zutreffend. Die Erinnerung an das sozialistische „Gleichheit nach Innen, Ungleichheit nach Aussen“ der Nazi wird seit langem unterdrückt. Man will die sozialistischen Parallellen nicht sehen. Die kollektiovistischen Ursachen der nationalsozialistischen Katastrophe werden seit langem – interesseiert – fehlinterpretiert.

    Nichtsdestotrotz möchte ich die Quelle der Umfage erst einmal lesen, um darüber zu urteilen. Die „Zeit“ publiziert leider nur die eigene Interpretation. Man möchte wohl verhindern, dass diese durch Kenntnis der Quelle kritisiert wird. Bisherige Suche nach der Forsa Studie verliefen ergebnislos. Kann jemand das Original liefern?

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