Schweizer Bürger „kämpfen gegen kleine Türmchen aus Beton“

Die Bewohner des Ortes Wangen bei Olten in der Schweiz haben von den Beschwichtigungen und Verharmlosungen der Behörden und Medien in Bezug auf den Islam genug und ziehen mit einer Beschwerde gegen einen geplanten Minarettbau (s. Foto) vor das Bundesgericht.

Die daraus resultierende Berichterstattung auf swissinfo lässt die besorgten Bürger als halbdebile, von Angstneurosen befallene Trottel dastehen, denen man nur ein bißchen gut zureden müsse, damit sich alle liebhaben können. PI-Leser Benjamin S. ist empört: Das Bundesgericht ist die oberste Instanz in der Schweiz. Weisen die Richter in Lausanne das Urteil ab, wird das Minarett gebaut werden können, das Urteil hat somit das Gewicht eines Präzedenzfalles. Wie erwartet, informieren die Medien über das Problem entweder gar nicht oder so, dass der Eindruck entsteht, die armen Moslems werden von einigen Ewiggestrigen schikaniert. Man muss ihnen einfach nur gut zureden und erklären, was Religionsfreiheit ist, dann löst sich das Problem ganz von alleine und alle sind glücklich. Dass der „Gebetsraum“ in Wangen zugleich ein Stützpunkt der türkisch-nationalen grauen Wölfe ist, wird geflissentlich verschwiegen.

Auf Swissinfo, einem staatlich finanzierten Medienportal, werden Minarette verniedlichend als „kleine Betontürmchen“ bezeichnet, die von der durch „diffuse Ängste“ geplagten Bevölkerung unverständlicherweise als Bedrohung wahrgenommen werden. Das hört sich dann so an:

In der Schweiz haben Minarett-Projekte muslimischer Gemeinschaften bei lokalen Behörden und Bevölkerung teilweise grosse Vorurteile und diffuse Ängste ausgelöst. (…) „Wie kommt es, dass Schweizer Bürger ihre Heimat durch kleine Betontürmchen bedroht sehen? ‚Es ist die Angst, muslimische Präsenz wahrnehmen und auch Ernst nehmen zu müssen‘, sagt die Politologin und Autorin Elham Knecht Manea gegenüber swissinfo. Es gelte, diese Ängste Ernst zu nehmen und nicht vorschnell als anti-islamische Stimmungsmache abzutun.

Ängste, aha, irrational sicher, vermutlich so von der Art einer Spinnenphobie, die man heilt, indem man möglichst viele und möglichst ekelige Exemplare über seine Hand kriechen lässt. Folglich müssen wir dann möglichst viele Minarette bauen, damit die Menschen sich dran gewöhnen, damit sie ihre unbegründeten Ängste vor den kleinen Türmchen verlieren. Und, erfahren wir,

Der Islam werde, gerade von den Medien, meist negativ dargestellt und in jüngster Zeit vor allem mit Gewalt in Verbindung gebracht.“

Oh ja, die Medien berichten täglich und ausführlich von Ehrenmorden, Zwangsheiraten, Steinigungen und all den anderen islamischen Kulturbereicherungen. Das ist unverantworlich! Denn diese Medien berichten uns nicht etwa täglich, dass man Islam nicht mit Terror gleichsetzen dürfe, weil Islam doch Frieden bedeute und dass kleine Türmchen aus Beton uns nicht in Angstzustände versetzen dürfen, zumal sie doch auch noch

Zu klein (sind), als dass ein Muezzin zum Gebet rufen könnte. Auch Lautsprecher sind keine vorgesehen, welche die Nachbarschaft belästigen könnten. Dennoch sind besorgte Bürger und Politiker zum Kampf gegen die fremden Türme geschritten.

Nein, diese Bürger aber auch, bekämpfen kleine Türmchen – nicht etwa die böse und menschenverachtende Ideologie, die in dem Türmchen steckt. Aber habt keine Angst, ihr Bürger, wir nehmen Euch Ernst, wir reden mit Euch, wir heilen Euch, wir sorgen dafür, dass ihr die Moslems liebhabt …

(Spürnase: Benjamin S.)