caffarra.jpgDa haben wir vor einer Woche die italienischen Kirchenvertreter noch über den Klee gelobt – und dann das hier: Der Erzbischof von Bologna, Kardinal Carlo Caffarra (Foto), hat veranlasst, dass die katholischen Priester seines Bistums während der Ostertage Hausbesuche bei Moslems machen sollen. Sie sollen sich für Aussagen seines Weihbischofs Ernesto Vecchi entschuldigen, der in der La Stampa über eine von Moslems durchgeführte „Strategie der Islamisierung“ in Italien gesprochen hatte.

Kath.net berichtet:

In einer bisher beispiellosen Initiative werden in Bologna katholische Priester auch Muslime während der Ostertage zuhause besuchen, um die gespannten Beziehungen zwischen der römisch-katholischen Kirche und der muslimischen Gemeinschaft in der Stadt zu verbessern.

Die Initiative wird von Kardinal Carlo Caffarra, Erzbischof von Bologna unterstützt, nachdem sich Muslime über öffentliche Aussagen seines Weihbischofs Ernesto Vecchi beschwerten. Dieser hatte laut der Turiner Tageszeitung „La Stampa“ über eine von Muslimen durchgeführte „Strategie der Islamisierung“ durch Kebab-Restaurants, Telefon-Call-Center und Geschäften in Italien gesprochen.

Die Diözese Bologna bemüht sich jetzt, die Beziehung zur islamischen Gemeinschaft mit dieser neuen Initiative zu verbessern. „Der Besuch des Priesters soll auch ein Angebot sein, Gutes zu wünschen.“ Dies erklärte Kardinal Caffarra, der 2003 zum Erzbischof von Bologna ernannt wurde, gegenüber „La Stampa“.

Sein Vorgänger Kardinal Giacomo Biffi machte auf sich aufmerksam, als er den Umgang der italienischen Behörden mit muslimischen Immigranten kritisierte. Er rief dazu auf, christliche Immigranten zu bevorzugen, weil „sie sich besser in unsere Gesellschaft integrieren“.

(Spürnase: Iris)

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