Mit ihren Richtlinien Klarheit und gute Nachbarschaft – Christen und Muslime in Deutschland erteilte die evangelische Kirche unter ihrem Ratsvorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber (Foto), im November letzten Jahres dem hohlen Toleranzgeschwafel mit Islamvertretern eine deutliche Absage. Der Bischof hatte unter anderem gesagt, dass Christen „ihr Herz schwerlich an einen Gott hängen könnten, wie ihn der Koran beschreibt und wie ihn Moslems verehren“, was auch ein gemeinsames Gebet ausschließen würde.

Ferner erwartete die evangelische Kirche von den Moslems, die Gewaltbereitschaft in ihren Reihen zu überprüfen, grundlegende Menschenrechte zu achten und den Respekt vor den eigenen Überzeugungen nicht durch Einschüchterung, Drohung oder Gewaltanwendung einzufordern. Das war zuviel verlangt von unseren gemäßigten islamischen Dialogpartnern. Gleich vier moslimische Verbände – die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e.V. (IRD), der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) und der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. sagten ein geplantes Spitzentreffen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ab, weil

nach der Veröffentlichung des EKD-Textes „Klarheit und gute Nachbarschaft“ im November 2006 „erheblicher Klärungsbedarf“ entstanden sei.

Da fragt man sich doch unwillkürlich, was es da zu klären gibt? Die Forderungen und die Haltung der Kirche sind deutlich und klar nachzuvollziehen. Wer Probleme damit hat, sollte seine grundsätzliche Einstellung zu Demokratie und Menschenrechten prüfen.

Erste Gespräche hatte es bereits im Januar 2005 und im März 2006 gegeben. Mit Bedauern hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, auf die Absage des dritten Spitzentreffens zwischen der EKD und Vertretern muslimischer Verbände von islamischer Seite reagiert. Huber selbst gilt allerdings bei den muslimischen Verbänden, nach einigen strittigen Äußerungen, als voreingenommen.

Jeder, der Tacheles redet, ist voreingenommen. Mal sehen, wann die dialogbesessenen Gutmenschen Huber in der Luft zerreißen. Hoffen wir, dass die Kirche nicht einen Zentimeter von ihrer Haltung zurückweicht!

(Spürnasen: Maethor und Regina W.)

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