Nach dem brutalen Angriff türkisch- und arabischstämmiger Jugendlicher vor zwei Wochen in Berlin, will die Staatsanwaltschaft jetzt Härte zeigen. Mindestens zwei der Angreifer müssen mit einer Anklage wegen „versuchten Totschlags“ rechnen, nachdem zuerst nur von „Widerstand gegen die Staatsgewalt“, „Landfriedensbruch“ und „Körperverletzung“ die Rede war.

Das Verbrechen hatte wegen seiner außergewöhnlichen Brutalität eine Diskussion über Gewalt bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund ausgelöst. (PI berichtete hier, hier und hier.)

Nach einem brutalen Überfall türkischstämmiger Jugendlicher auf einen Polizeibeamten zeigt die Berliner Staatsanwaltschaft neue Härte.

Sie ermittelt jetzt wegen versuchten Totschlags. Zwei Wochen nach dem blindwütigen Angriff von gut einem Dutzend türkischer und arabischer Jugendlicher auf den 42-jährigen Kriminalhauptkommissar hat die Abteilung für Kapitalverbrechen (Mord und Totschlag) das Ermittlungsverfahren übernommen. Die vier Haupttäter, ein 16-Jähriger und drei 17-Jährige, hatten unmittelbar nach der Tat Haftbefehle wegen gemeinschaftlicher schwerer Körperverletzung erhalten. Beim Haftprüfungstermin am Dienstag müssen mindestens zwei der Jugendlichen, je zwei Türken und Deutsche türkischer Abstammung, nach Informationen von FOCUS Online mit Haftbefehlen wegen versuchten Totschlags rechnen. (…) „Wer so zuschlägt, hat zumindest einen bedingten Tötungsvorsatz“, heißt es aus der Berliner Staatsanwaltschaft zu der späten Entscheidung, die Ermittlungen nun der Abteilung für Kapitalverbrechen zu übertragen. Ein weiterer Grund dürfte die politische Dimension dieses Vorfalls sein, der die dramatische Entwicklung der Gewaltkriminalität Jugendlicher mit Migrationshintergrund erneut in den Vordergrund rückt.

Der letzte Satz erscheint hier etwas merkwürdig, kann man doch dort herauslesen, dass der Autor unterstellt, die Anklage sei auch aus politischen Gründen geändert worden. Womit der Migrant dann automatisch wieder in der Rolle des Opfers landen würde …

(Spürnase: Bernd v. S.)

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