Wie angebracht Misstrauen gegenüber Frauen ist, die stolz und freiwillig ihr Kopftuch tragen, beweist der Fall der türkischstämmige Moslemin Güler Tirlak. Sie hatte sich, wie wir im November berichteten, geweigert, während ihrer Tätigkeit als Schöffin am Dortmunder Landgericht ihr Kopftuch abzunehmen.

Der Vorsitzende Richter Ulf Pennig setzte sie daraufhin vor die Tür. Er hielt die geforderte Neutralität bei der Kopftuchfrau für nicht gewährleistet hielt. Denn sie würde „mit ihrem Kopftuch ihre Weltanschauung offen zur Schau tragen“. Eine Weltanschauung, die nicht die unsere ist. Wie Recht Pennig mit dieser Ansicht hatte, zeigt sich jetzt:

Das Landgericht Dortmund hat eine Muslimin vom Amt als Schöffin entbunden, weil die Frau nach Ansicht der zuständigen Kammer nicht die Voraussetzungen für eine Laienrichterin mitbringt. In einer persönlichen Anhörung der Frau habe die Kammer festgestellt, dass die Schöffin nicht neutral und ohne Ansehen der Person entscheiden kann, erklärte eine Sprecherin des Gerichts am Donnerstag. So habe die Schöffin durch ihre Angaben deutlich gemacht, dass sie Aussagen von Männern und Frauen allein aufgrund des Geschlechts unterschiedlich bewertet.

Wie Necla Kelek sagte:

Sie missionieren, sie grenzen sich ab, sie sagen: Wir sind reine Frauen, glauben an Gott, und wir heiraten nur einen beschnittenen Muslim. Sie schminken sich noch dabei und halten aber die anderen Regeln ein. Wenn sie so aktiv sind, dann hat das einen politischen Charakter, um den Europäern zu zeigen: Wir sind anders.

Womit auch gleichzeitig die Lächerlichkeit von Forderungen, wie in der Stadt Wiesbaden erhoben,eine Akzeptanz islamisch gekleideter Frauen würde deren Integration verbessern, bewiesen wäre. Eine Frau, die freiwillig Kopftuch trägt, will keine Integration, sie will Abgrenzung.

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