Pöttering will „geistige Brücke übers Mittelmeer bauen“

poettering.jpgDie Deutungshoheit der Linken, Ökologen und Dhimmis festigt sich zunehmend. So findet sich im Arbeitsprogramm des Präsidenten des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering (Foto) eine Passage, die neben Paraphrasen auch Bemerkenswertes aufweist. Der CDU-Politiker sagte, kein Land, kein Volk der Europäischen Union dürfe mit seinen Problemen allein gelassen werden. Dieses schließe aber auch nationalen Egoismus aus.

Pöttering:

„Wer nur den Interessen seines eigenen Landes dient, wird am Ende auch diese verspielen, weil er die Solidarität zerstört, die zur Verteidigung der eigenen Interessen notwendig ist.“

Wenn wir Pöttering richtig verstanden haben, dürfen wir im Prinzip nach dieser Lesart den Bundestag schließen, da er auf keinen Fall die Interessen seines Landes vertreten darf. Die EU wird es schon richten.

Ein weiteres zentrales Thema der Rede des Präsidenten war der Dialog der Kulturen. Europa sei der Kontinent der drei großen Kulturen und Religionen, der christlichen, der jüdischen und der islamischen. Der Dialog der Kulturen könne nur gelingen, wenn er sich auf Toleranz und Wahrheit gründet.

Was wären die Osmanen froh gewesen, solch einen Verbündeten zu haben.

Er wolle nicht den „clash of civilisations“, sondern Frieden in Freiheit und Gerechtigkeit zwischen allen Völkern und Glaubensrichtungen. Dafür müsse „eine geistige und kulturelle Brücke“ über das Mittelmeer gebaut werden. Er rief dazu auf, alle Beispiele im europäischen Zusammenleben von Christen, Muslimen und Juden – „und natürlich auch allen, die sich nicht zu diesen Religionen bekennen“ – aktiv zu unterstützen.

Wir sollen also die Brücke schlagen oder wer? Zu wem sollen wir die Brücke schlagen? Man kann nur hoffen, dass auf Dauer kein Mensch in Europa dieses angeblich demokratische Europaparlament ernst nimmt.

(Spürnase: Thomas W.)