Kann man den Koran für politische Zwecke missbrauchen?

Axel Ayyub Köhler (Foto) ist der einzige Konvertit, der in einer großen Moslemorganisation in Deutschland den Vorsitz hat. Die Welt gibt ihm heute die Möglichkeit, im Interview seine Ungereimtheiten, Lügen und den größten Unsinn zu verbreiten, ohne auch nur einmal nachzufragen. Köhler referiet über Generalverdacht und bekennt sich heuchlerisch zum Grundgesetz.

Mit treuherzigem Augenaufschlag erklärt Köhler, dass der Zentralrat das Gespräch mit jedem suchen würde.

WELT ONLINE: Aber kürzlich hat Ihr Zentralrat mit drei weiteren islamischen Verbänden einen seit langem vereinbarten Termin mit der EKD platzen lassen. Deren „Handreichung“ über den Umgang mit Moslems betont sehr stark den Missionsgedanken. Ist der Dialog am Ende?
Köhler: Nein. Auf keinen Fall. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der Koordinierungsrat der vier Verbände diskutiert noch das EKD-Papier. Wir haben Anfragen an die Kirche. Und wir würden Bischof Huber auch einmal gerne einladen, mit uns darüber zu reden. Der Dialog geht selbstverständlich weiter.

Sie sagen Gespräche ab und haben gleichzeitig Anfragen an die Kirche? Wo ist denn da die Logik? Warum stellt Ayyub nicht seine Fragen während der ursprünglich vorgesehenen „Dialog“zeit? Es ist doch wohl eher so, dass die glasklar abgesteckten Ziele der evangelischen Kirche den Moslems nicht passen und daher vor dem Dialoggequatsche erstmal aufgeweicht werden müssen.

WELT ONLINE: Warum legen Sie soviel Wert auf die Kontakte mit den Kirchen?
Köhler: Unsere Gesellschaft steht vor großen Problemen, keine Religionsgemeinschaft kann sie alleine lösen. Auch nicht die Kirchen. Aber die Religionsgemeinschaften haben eine Mitverantwortung in dieser Gesellschaft, dazu sind sie verpflichtet. Außerdem müssen wir den Menschen vor Augen führen, dass Religionen nicht der Grund für Kriege sind.

Es würde der Gesellschaft nur Vorteile bringen, wenn der Islam seine „Mitverantwortung“ nicht so Ernst nehmen würde. Und den Menschen „vor Augen führen, dass Religionen nicht der Grund für Kriege sind“, hieße doch wohl, sie nach Strich und Faden anzulügen. Bis jetzt hat Köhler sich aber nur warm gelaufen, denn nun legt er richtig los, und die Welt sieht keinen Grund, einmal nachzuhaken:

WELT ONLINE: Nach islamischem Verständnis gelten die Menschenrechte, so wie sie international verankert sind, nur insoweit, wie sie nicht im Widerspruch zur Scharia stehen. Oder?
Köhler: Wir als ZMD stehen zu den universalen Menschenrechten. Wo immer wir in der Lage dazu sind, verteidigen wir die Menschenrechte. Wir stehen ohne Abstriche auf dem Boden des Grundgesetzes.

Wäre hier nicht mal die Frage fällig, wie Scharia und Menschenrechte kombinierbar sind, oder wie man ohne Anerkennung der Gleichberechtigung auf dem Boden des Grundgesetzes stehen kann? Aber es kommt nichts, nicht einmal die Frage, was es bedeuten soll, die Menschenrechte zu verteidigen, „wann immer wir in der Lage dazu sind“. Also nie, oder was? Und wenn dann nur auf Grundlage der Scharia. Stattdessen folgt das hier:

WELT ONLINE: Wie wollen Sie der Gefahr begegnen, dass der Koran für politische Zwecke mißbraucht wird?
Köhler: Mir fällt kein Beispiel ein, wie man hier den Koran für politische Zwecke mißbrauchen könnte. Wir sind parteipolitisch neutral. Wir haben nun mal 2002 in der Islamischen Charta festgeschrieben, dass wir hier keinen Gottesstaat errichten wollen.

Da wir davon ausgehen, dass Köhler den Koran und die Absichten Mohammeds zu verstehen im Stande ist, muss man also davon ausgehen, dass Köhler uns gemäß islamischer Lehre „ordnungsgemäß“ belügt. Mark Gabriel („Islam und Terrorismus“) schreibt auf S. 116:

… es ist in Ordnung, Nichtmuslime anzulügen, um sich zu schützen, wenn man in ihrem Land in der Minderheit lebt. Ein schlichtes islamisches Sprichwort sagt: „Wenn Du Deinem Feind nicht die Hand abschlagen kannst, dann küsse sie.“

Und auf S. 120:

Lüge und Täuschung gehören zur islamischen Geisteshaltung. Für das westliche Denken kann es schwierig sein, diese Tatsache zu akzeptieren.

Zu schwierig jedenfalls für die Welt, und so lässt sie sich eifrig von Köhler die Hand küssen.

(Spürnase: b. jellyfish)