swietlick.JPGIn diesen Minuten wird die Maischberger-Sendung „Im Zweifel gegen den Angeklagten? Muslime unter Verdacht“ ausgestrahlt. Wir hatten in unserer heutigen Ankündigung bereits die ungerechte Auswahl der Gesprächsteilnehmer kritisiert. Mittlerweile erfuhr PI, dass mit Joachim Swietlik (Foto) ein weiterer Gast in die Sendung eingeladen war. Swietlik von der Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger e.V. sollte als Vertreter der Heinersdorfer Moschee-Gegner in der Sendung den Gegenpart zum Imam der Ahmadiyyah-Gemeinde, Abdul Tariq, einnehmen.

Am gestrigen Vormittag fand zwischen Maischberger-Redakteur Hendrik Fritzler und Swietlik noch ein positives persönliches Vorgespräch statt und drei Stunden später wurde dann auch die offizielle Einladung zugeschickt. Swietlik war angetan, endlich einmal einem breiten Publikum seine Bedenken vortragen und die ewigen Rassismusvorwürfe ausräumen zu können. Wie er uns telefonisch mitteilte, hatte er sich extra für diesen Dienstag frei genommen. Heute Vormittag nun, nur wenige Stunden vor der Sendung, erhielt Swietlik dann einen Anruf von Maischberger-Redakteur Hendrik Fritzler, dass er nun leider doch ausgeladen werden müsse. Begründung: Zeitmangel. Es gäbe aber zu Beginn der Sendung eine Dokumentation zu dem Moscheebau, in der er auch im Originalton zu hören sei. Auf den Inhalt dieses Filmbeitrags hat Swietlik natürlich keinen Einfluss. Seine Enttäuschung spricht auch aus dieser Email, die er an seine Freunde und Unterstützer verschickte:

Liebe Mitstreiter,
nachdem am Freitag die Freude über die Einladung zur Sendung „Menschen bei Maischberger“ groß war und am Montagvormittag dem 05.02.07 um 10:00 Uhr noch ein positives persönliches Vorgespräch stattfand und 3 Stunden später die offizielle Einladung zugeschickt wurde, kam heute am Dienstagvormittag 06.02.07 (Tag der Sendung) die Ausladung. Die lapidare Begründung ist plötzlich angeblicher Zeitmangel während der Sendung. Ahmadiyya-Imam Tariq bleibt aber weiterhin Gast der Sendung, der Zeitmangel scheint ihn nicht zu betreffen. So zieht sich der „Rote Faden“ der Ungleichbehandlung nach den Print-Medien auch in die TV-Medien.

Viele Grüße – Achim Swietlik

P.S.: Irgendwer scheint eine Riesen Angst vor uns und unseren Argumenten zu haben!

Somit wird kein einziger mit den Einzelheiten des Moscheebaus Vertrauter anwesend sein – außer dem Imam. Und der kann nun unwidersprochen unter den Zuschauern seine „Friedlichkeit“ und „Harmlosigkeit“ verbreiten. Das Ganze nennt sich dann wohl „Ausgewogenheit“. Die Vermutung liegt nahe, dass sich Abdul Tariq, nachdem er von der Einladung von Swietlik hörte, massiv bei der Redaktion beschwerte und dessen Ausladung forderte.

Fazit: Eigentlich ist die Ausladung von Bürgerrechtlern wie Joachim Swietlik konsequent im Sinne der Dogmen des Multikulturalismus. Schon der Titel der Sendung deutet darauf hin: „Im Zweifel gegen den Angeklagten? Muslime unter Verdacht“. Im Titel wird eine indirekte Parteinahme der Redaktion mit den islamischen Interessen erkennbar. Moslems in der Opferrolle, als ungerechtfertigt Verdächtigte. Mit solchen Formulierungen wird von vorn herein das Mitbestimmungsrecht der Bevölkerung diffamiert und diskreditiert, ihre Lebenswelt selbst gestalten zu dürfen. Hierzu gehört auch das Recht, Einfluss auf kulturelle Entwicklungen nehmen zu dürfen und zu können, die nicht mit dem Gesetzestext und der Ethik des Grundgesetzes vereinbar sind. Z. B. ist es eben kein Verdacht, dass der Islam generell Geschlechterapartheid praktiziert und propagiert. Ein Missstand, ja – ein Verbrechen, das genauso wenig akzeptabel ist wie jegliche andere Form von Apartheid, Rassismus und Diskriminierung.

Für jeden Bundesbürger, der zu den Grundsätzen des Grundgesetzes steht, sollte darum eine islamkritische Haltung eine Selbstverständlichkeit sein.Doch tatsächlich stehen nicht die Moslems, die in Heinersdorf ihren Kult pflegen wollen, der wie gesagt, eine Ethik vertritt und propagiert, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist, unter „Verdacht“. Sondern die grundgesetztreuen Bürger von Heinersdorf, die ein Mitbestimmungsrecht für ihre Lebenswelt einfordern. Sie stehen unter Verdacht der Fremdenfeindlichkeit, sogar des Rassismus bisweilen. Eine propagandistische Umkehr des Sachverhalts.

Die Redaktion von „Maischberger“ bezieht eine äußerst bedenkliche Position, wenn sie noch im Sinne grundgesetzlicher Ethik auftreten will, zugleich aber durch suggestive Titelgebung eine Personengruppe und deren Interssen, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind, eine Plattform als Opfer bietet. Man beabsichtigt die islamische Seite von vorn herein in eine begünstigte, anklagende Position zu bringen, um ihr die Selbstdarstellung und Erlangung ihrer Ziele zu erleichtern.

Noch bedenklicher und fragwürdiger im Sinne des Grundgesetzes ist es, wenn die islamische Repräsentanz ihre Sicht darlegen kann, nicht aber deren Kontrahenten. Eine solche Vorauswahl der Diskussionspartner offenbart eine skandalöse Vorzensur an Information. Sie erleichtert die Diffamierung grundgesetzkonformer Bürger und zugleich die Darstellung grundgesetzkonträrer Standpunkte und die Selbstdarstellung derer, die sie vertreten.

Natürlich geschieht das nicht aus Versehen, sondern erneut zeigen die Leitmedien, dass sie sich als Instrument der Massenmanipulation verstehen. Sogar als Gehilfen grundgesetzkonträrer Anliegen, wie es die Unterstützung fundamental-islamischer grundsätzlich darstellt. Denn die Ethik des Islam ist gegensätzlich zum Grundgesetz, und zudem beansprucht der Islam juristische wie politische Macht, wie sie in allen islamischen Ländern ausgeübt wird.

Die Redaktion von „Maischberger“ muss sich fragen lassen, wie sie zum Grundgesetz steht. Ein Massenmedium muss ausgewogen agieren bzw. die Ethik des Grundgesetzes mit tragen. „Maischberger“ ist weder ausgewogen in der Auswahl der Diskussionspartner noch in der Benennung der Sendung – sondern im Gegenteil gezielt suggestiv und manipulativ. „Maischberger“ versteht sich offensichtlich als Instanz der „Volkserziehung“. Ein mediales Selbstverständnis, das an Propagandastrukturen totalitärer Regime erinnert, aber in einer freiheitlichen, an den Menschenrechten orientierten Gesellschaft vollkommen deplaziert ist. Ja – leider muss man das so klar und deutlich sagen – sogar eine Gefahr für die Bewahrung unserer Grundrechte darstellt.

» an Hendrik Fritzler
» an Sandra Maischberger

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