Milder Winter senkt Arbeitslosigkeit

Übliche Praxis in den Medien ist es, mögliche Auswirkungen des Klimawandels einseitig negativ darzustellen. Z.B. werden absehbare Waldschäden aufgrund der Ausbreitung des Borkenkäfers auf den Klimawandel zurückgeführt. Gleichzeitig werden positive Effekte des Klimawandels nicht mit diesem in Verbindung gebracht und in der „Schadensbilanz“ gegengerechnet – wie z.B., dass der milde Winter den üblichen saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit deutlich gebremst hat.

Winterarbeitslosigkeit fällt aus

Der unverändert milde Winter hat auch im Februar den Anstieg der Arbeitslosigkeit deutlich gebremst. Die Zahl der Joblosen sank deutlich im Vergleich zum Vormonat Januar. Experten sind hoch erfreut. Denn eigentlich ist im Februar eine Zunahme üblich.

HB NÜRNBERG. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar auf 4,222 Millionen gesunken. Dies sind rund 24 000 weniger als im Januar, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Die Arbeitlosenquote lag damit bei 10,1 Prozent.

Saisonbereinigt verringerte sich die Zahl um 79 000 auf 3,897 Millionen. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 52 000 ab, im Osten ging sie um 27 000 zurück.

In den vergangenen fünf Jahren war die Zahl der Jobsucher im Februar durchschnittlich um knapp 75 000, in den vergangenen drei Jahren sogar um 95 000 gestiegen. Eine Abnahme gab es zuletzt im Februar 2000 mit damals minus 16.000. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit um 826 000 verringert.

Unter dem Eindruck der aktuellen Februar-Entwicklung haben die Fachleute den Winter für den Arbeitsmarkt bereits abgeschrieben. Bislang sehe es danach aus, dass die Winterarbeitslosigkeit in diesem Jahr komplett ausfällt oder nur sehr moderat spürbar sei, betonten einige Experten. Allenfalls ein harter Spätwinter im März könnte die Entwicklung noch umkehren.

Auf die unverändert positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt weist auch der von der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag veröffentlichte BA-Stellenindex hin. Danach legte das Stellenbarometer im zu Ende gehenden Monat auf 193 Punkte zu; dass seien fünf Punkte mehr als im Januar. Vor einem Jahr hatte der Indexwert noch um 52 Punkte niedriger gelegen.

Im Januar war die Zahl der Arbeitslosen mit 4 247 000 auf ein neues Sechs-Jahres-Tief gesunken. Der Anstieg war im Monatsvergleich mit 239 000 nur halb so stark ausgefallen wie im langjährigen Mittel.

Hinzu kommen natürlich die ausgebliebenen Sachschäden und Unfallopfer als üblicher Folge von „gutem“ Schneewetter, wie es in den Zeiten vor dem „bösen“ Klimawandel normal war. Entlastungen für die Sozialkassen, höhere Steuereinnahmen für den Staat, verringerte Energiekosten, weniger Verkehrstote, volkswirtschaftliche Rückkopplungseffekte, … ob der Begriff von der „Schadensbilanz“ des Klimawandels überhaupt noch zutrifft, wenn hier seriös bilanziert würde?