Die Kritik von Bischof Mixa an den Plänen von Ursula von der Leyen (CDU) für mehr Kinderbetreuung (wir berichteten) hat bundesweit für heftige Diskussionen gesorgt. Übrigens auch innerhalb der PI-Redaktion. SPD-Chef Kurt Beck hat sich sogar dazu verleiten lassen, den Augsburger Bischof Walter Mixa indirekt mit einem kastrierten Kater zu vergleichen.

PI-Stammleser Thomas F. weist uns auf einen sehr viel niveauvolleren Beitrag zum „Kinderbetreuungsausbaustreit" hin, der einen exemplarischen Einblick in das vorherrschende Selbst- und Staatsverständnis deutscher Politiker gibt. Wir wollen Auszüge davon unseren Lesern nicht vorenthalten.

Die Politiker erweisen der deutschen Gesellschaft einen schlechten Dienst. Der Staat wird ohne Not als Unternehmer tätig, indem er die Dienstleistung Kinderbetreuung anbietet. Tut er dies auch noch betragsfrei, dann behindert oder verdrängt er zusätzlich private Anbieter. Zugleich löst er den für das Funktionieren einer Marktwirtschaft unentbehrlichen Rechnungszusammenhang auf. Kostenlose Kitas, das ist nicht mehr als die Illusion, alle könnten auf Kosten aller leben. Die wirtschaftliche Verantwortlichkeit der Eltern für ihre Kinder ist so entscheidend für den Zusammenhalt und die Moral der Familie, dass Sozialisierungsbestreben jedweder Couleur die Familienintegration untergraben. Tatsächlich beruht jede Ausgabe des Staates auf einem Verzicht des Volkes. Steuer- oder schuldenfinanzierte Kitas werden von allen Bürgern bezahlt, unabhängig davon ob sie Kinder haben oder nicht. In den fragwürdigen Genuss des staatlichen Kinderbetreuungsprogramms kommen nach von der Leyens Plänen ohnehin keineswegs alle Mütter, sondern nur diejenigen, die arbeiten. Ein Schelm wer denkt, die Bundesfamilienministerin mache ihre private Lebenssituation zum Leitbild der ganzen Gesellschaft? Unabhängig vom Vorwurf einer Froschperspektive aufzusitzen, ist dies ungerecht! Aber die Ungleichbehandlung ungleicher Menschen ist bekanntlich das Wesensmerkmal unseres egalitären Wohlfahrtsstaates.Erinnert sei daran, dass dem Staat in der sozialen Marktwirtschaft die Aufgabe zukommt, günstige Rahmenbedingungen für die Entfaltung der Menschen zu setzen. Anders als in der DDR soll die Staatsbürokratie kein Unternehmer sein. Anders als in der Sowjetunion ist der Staat nicht für das Glück des neuen Menschen zuständig. Die Sicherung der Freiheit ist die vornehmste Staatsaufgabe, auch die der deutschen Bundesregierung. Insofern wäre es tolerabel, wenn die Bundesfamilienministerin das Angebot privater Anbieter durch Appelle anregen würde. Sie stünde in der Tradition Ludwig Erhards, wenn sie die Bürger ermuntern würde, eigene Lösungen zu finden, auch Kitas zu gründen oder private Anbieter zu finden, dort wo Eltern Engpässe in der Betreuung ihrer Kinder erfahren. Der flankierende Abbau von Restriktionen bei der Gründung von Kitas würde Beifall finden. Die Freiheit des Einzelnen zur Wahlfreiheit zwischen Erziehung zu Hause und Berufstätigkeit zu degradieren ist dagegen unwürdig. Das Gesellschaftsmodell eines Staates, der auf seine unmündigen Bürger herabblickt, ist inakzeptabel. Ein Staat, der sich das Wissen um den richtigen Weg in der Entwicklung der Familien anmaßt und bundeszentralistische Lösungen vorgibt, ist mit einer freien Gesellschaft unvereinbar. Staatskinder sind deshalb für den freiheitlichen Rechtsstaat.

Eine Gesellschaft, die ihren Familien staaliche Kinderbetreuung vorschreibt, ist genauso inakzeptabel wie Stimmen, die die Mütter an Heim und Herd fesseln und arbeitenden Müttern ein schlechtes Gewissen einreden wollen.

(Spürnase: Florian G.)

image_pdfimage_print

 

41 KOMMENTARE

  1. ABsolut richtig. Die Möglichkeit der Betreuung sollte bestehen, aber Mütter, die sich entscheiden sich ganz auf die Familie zu konzentrieren, sollte die eigentlich anfallenden Betreuungskosten erstattet bekommen.

  2. das problem ist schlicht und ergreifend die steuerfinanzierung der geschichte. es existiert kein grund, warum eine familie, die sich die mühe macht, ihre kinder selbst zu erziehen und die entsprechende zeit aufbringt und auf ein zweites einkommen verzichtet, die „bequemlichkeit“ und das zweite einkommen anderer familien mitfinanzieren soll.

  3. Soweit ich mich erinnern kann bedeutet Demokratie die FREIHEIT der Wahl.

    Was aber immer mehr der Fall wird, ist das dieses System einem Vorschreiben will (bis ins letzte Detail) was man zu tun und zu lassen hat, demnächst kommt noch die Aufgabe des Staates dazu verbindliche Denkvorgaben per Gesetz zu erlassen. Die „sanfte“ Gleichschaltung läuft weiter…..

    ca

  4. Man kann den Ausbau der Kinderbetreuung auch so sehen: Alle Kinder, die das Angebot nutzen, profitieren ohne Zweifel durch das Erlernen von Sprachfertigkeiten und sozialem Verhalten. Die Mutter ist nicht so stark an das Haus gefesselt.

    Die Alternative wird in der Erhöhung des Kindergeldes gesehen. Wer profitiert davon? Unter anderem AUCH sich kräftig vermehrende Muselsippen. Ich glaube, manche davon rechnen sich schon das zukünftige „Einkommen“ aus…

  5. Ein Beitrag, der mir aus der Seele spricht!
    Nach den teilweise etwas überhitzten Diskussionen der letzten Tage sollten ein paar Dinge einfach ohne jegliche Häme klargestellt werden:

    1) PI hat völlig Recht, auch solche Themen aufzunehmen. Die fortwährende ALLEINIGE Diskussion der Islamisierung Europas (so berechtigt und notwendig sie ist!) hätte etwas gebetsmühlenartiges an sich, würde uns rasch in eine sektierische Ecke schieben und würde nicht zuletzt dem intellektuellen Anspruch vieler Blogger nicht gerecht.

    2) Kein vernünftiger Mensch, auch kein katholischer Bischof, hat etwas dagegen, qualitätvolle Kinderbetreuung für berufstätige Mütter oder Alleinerziehende anzubieten. Hat man sich schon einmal überlegt, wieviele KITAS und Horte von den Kirchen unterhalten oder mitfinanziert werden? Von daher ist eine solche Unterstellung völlig abwegig.

    3) Kein vernünftiger Mensch, und auch kein katholischer Bischof, bezeichnet eine Frau als Gebärmaschine. Die Kirchen fühlen sich der Förderung der Familien seit jeher verpflichtet. Aber es muß einem Bischof gestattet sein, auf die GEFAHR hinzuweisen, die ein rein ökonomisch geprägtes Frauen- (und Familien-)bild beinhaltet, in dem eine Frau nach dem Motto „Wirf und arbeite“ (…und das möglichst flott wieder!) zu einer „Gebärmaschine“ degradiert wird und ihr von Staats wegen nicht zugestanden wird ( z.B. für eine gewisse Zeit), auch einmal REIN ihrer Mutterrolle nachzukommen.

    4) Es steht im Rahmen einer freiheitlichen Grundordnung dem Staat nicht zu, EINEN bestimmten Entwurf von Familie zur „Staatsdoktrin“ zu erheben. Das tut er aber in dem Moment, wo er andere Familien ABSTRAFT, indem er ihnen die Kinderförderung (wie Kindergeld) kürzt oder entzieht, um seinem Programm nachzukommen. Sind wir so arm geworden? Läßt sich in diesem Staat an keiner anderen Stelle Geld einsparen um Kitas zu bauen? Wir haben für jeden hergelaufenen Verbrecher (vgl. Immigrationspolitik) und für jedes korrupte Regime in der Welt (das geht von fragwürdigen Bundeswehr-Auslandseinsätzen bis zu Zahlungen an die „palästinensische Autonomiebehörde“…) Geld über. Aber um Kitas zu bauen müssen wir Kindergeld kürzen??? (..dessen erbärmliche Höhe schon vorher als verfassungswidrig erkannt wurde!). Allein die Mehrwertsteuererhöhung kostet nach Auskunft der Verbraucherschützer eine Standard-2-Kind-Familie etwa 1300 Euro mehr pro Jahr! Und da reden die noch von „kürzen“? Wie wollt Ihr Euch denn noch von denen belügen und verarschen lassen?

    4) Wie weit will der Staat sich noch in das Privatleben seiner Bürger hineinhängen, ihre Lebensentwürfe in die Hand nehmen, bzw. sie den Bürgern aus der Hand nehmen? Schon einmal darüber nachgedacht, daß AUCH die CDU hier schön vereint auf dem Weg der sozialistischen Doktrin „Nicht der Staat ist für den Bürger, sondern der Bürger für den Staat da!“ mitmarschiert? Für mich bekommt diese große Koalition innerlich langsam ein Symbol, daß ich aus dem Jahr 1946 kenne: „IN EINS NUN DIE HÄNDE“….

    5) In der Diskussion über dieses Thema sollte jeder einmal wachsam beobachten, wer „wie laut bellt“ und welchen Ton er anschlägt, sowohl hier im Blog als auch in der Politik. Ein Beispiel ist für mich zum Beispiel Herr Beck, der sich nun wohl endgültig als Prolet unterster Kategorie geoutet hat. Aber das sollte jeder selbst beobachten und bewerten…

    Euch allen ein schönes Wochenende!

    Argonnenveteran

  6. @ mr: “ … die „bequemlichkeit“ und das zweite einkommen anderer familien mitfinanzieren soll.“

    Glaubst Du, dass es bequem für eine Mutter ist, arbeiten zu gehen? Das „bißchen“ Haushalt macht sich selten von alleine, während sich die Kinder in einer Betreuungseinrichtung befinden. Der Haushalt und sämtliche Einkäufe warten, bis die „bequeme“ Mutter von der Arbeit zurück ist.

    Beate

  7. beate,

    diese mutter erzielt aber ein zweites einkommen zu lasten derjenigen familien, die auf dieses zweite einkommen verzichten, um ihre kinder zu erziehen. diese familien finanzieren die kinderbetreungsstätten zwangsweise mit. über die steuerbelastung.

    das ist ungerecht.

    gerechter wäre es, wenn die kitas abgabenfinanziert wären. nur diejenigen familien, die sie auch in anspruch nehmen, zahlen für die staatlich angebotene leistung.

  8. Ich glaube, inzwischen haben die Leser von PI besser begriffen, worum es geht:

    Wer sein Kind nicht zur Staats-Krippe bringt, muss selber sehen, wo er mit seinem Kind bleibt, und wie er das finanziert.

    Mixa hat Recht, und Von-der-Leyen nicht.

  9. @ mr: „diese mutter erzielt aber ein zweites einkommen zu lasten derjenigen familien, die auf dieses zweite einkommen verzichten, um ihre kinder zu erziehen.“

    Manche Familien brauchen ein zweites Einkommen, um über die Runden zu kommen.

    Beate

  10. @ 5 Argonnenveteran: so, da bin ich wieder, und gleich mit Widerspruch, und zwar massiv zu Deinem Punkt 4. Schon das Zahlen von Kindergeld (gleich an wen und wie auch immer verteilt) ist eine Einmischung des Staates in das Privatleben der Bürger und seiner Lebensentwürfe. Die Gründe hierfür gleichen sich immer: Reproduktion (in geburtenschwachen Zeiten) und der unsägliche Dünnschiss der 68-er Diskussion wg. ungleicher Bildungschancen und Klassenkampf in der Schule, der zu portugiesischen Verhältnissen binnen kurzer Zeit führen sollte. Wahrlich, sie haben recht behalten. Haben Deine Eltern für Dich Kindergeld bezogen? Meine mit Sicherheit nicht für mich. Steuererleichterungen für Kinder wären doch hinreichend, sie gibts ja auch. Aus Gleichheitsgrundsätzen muss das Kindergeld Gießkannen artig verteilt werden, vom Sohn des Vorstandsvorsitzenden bis zum Asibalg. Wenn nicht, wird eine heillose Bürokratie aufgebaut werden müssen. Da finde ich den Vorschlag v.d. Leyen sinnvoller: Kürzung (am besten Abschaffung, geht wohl leider nicht) des Kindergeldes, mit folgender kostenloser Betreuung und Beschulung der Kinder. Diese Lösung hätte nämlich Vorteile: die Eltern, die das nicht brauchen, kümmert es nicht. Und die, die es brauchen, kostet es nichts. Es fließt kein Bares in falsche Hände. Die Geburtenverteilung wird regularisiert (auch darüber muss mal gesprochen werden): die kleinere Oberschicht ist kinderreich, die Mittelschichten kinderarm und die Unterschicht incl. Migranten kinderreich. Das kann wohl auch nicht der Idealzustand auf Dauer sein. Das Kindergeld verführt aber geradezu in diese Richtung. Das ganze hat mit Sozialismus nun wirklich nichts zu tun.
    Herr Beck ist ein Prollo, ok. Aber die Schlachten der Herren Mixa und Meissner erinnern mich fatal an die schon verlorenen des römischen Klerus siehe Verhütung (Kondome), Scheidung, Pille, Homosexualität, Abtreibung. Soso, die haben auch noch das Heil des Volkes im Sinne? Ich dachte immer, der Kirche gehe es um das Heil der Seelen. So habe ich das in meinem lutherischen Konfirmandenunterricht gelernt, und finde das noch heute richtig. Um das „Heil“ des Volkes sollten sich die Bürger kümmern, ist ein weltlich Ding. Vielleicht haben die römischen Oberhirten die 2-Reiche Lehre Luthers noch nicht genügend verinnerlicht, sie sollten es aber.

  11. @beate

    „Manche Familien brauchen ein zweites Einkommen, um über die Runden zu kommen.“

    dies liesse sich über härtefallregelungen lösen. bei zu geringen einzeleinkommen könnte ein abgabenfinanziertes kita-angebot zu geringeren tarifen oder im extremfall zu symbolischen beiträgen angeboten werden.

    dass es überhaupt zu diesem staatsangebot gekommen ist, scheint mir ein gesellschaftliches problem zu sein.

    der wesentliche satz im obigen text ist im übrigen der folgende: „Der Staat wird ohne Not als Unternehmer tätig, indem er die Dienstleistung Kinderbetreuung anbietet. Tut er dies auch noch betragsfrei, dann behindert oder verdrängt er zusätzlich private Anbieter.“

    diese verdrängung des privaten angebots ist unnötig und ein weiterer eingriff des staates in die familien.

  12. mr,

    es ist aber nun einmal so, dass private Kindergärten, wenn auch unbetritten sehr viel besser, leider auch sehr viel teurer sind. Es nützt wenig, eine Kinderbetreuung nutzen zu müssen, die dann gleich das ganze zweite Gehalt auffrisst. Und ich möchte jetzt bitte nicht die Antwort bekommen, dann soll die Mutter eben zu Hause bleiben, wo sie hingehört. Ich hatte nämlich gehofft, diese Zeiten wären vorbei.

    Im übrigen, nur nebenbei und nicht speziell an Dich gerichtet: Es ist an Lächerlichkeit wirklich nicht zu überbieten, wenn ein (kinderloser) Bischof der siebenfachen Mutter van der Leyen erklären will, wie Familie zu funktionieren hat.

    Beate

  13. @beate

    das gesellschaftliche problem besteht in der reduzierung der familie auf die elternteile. der luxus, den wir uns erlauben besteht gerade darin, dass die kleinfamilie als das idyll schlechthin propagiert wird. dieser luxus muss bezahlt werden. wenn die familie als wert politisch und gesellschaftlich reduziert wird, dann muss die allgemeinheit und damit auch familien ohne zweiteinkommen einspringen. das kann es nicht sein.

    meine eltern waren beide berufstätig und ich bin von meinen grosseltern grossgezogen worden. einen definitiven schaden habe ich dadurch nicht erlitten 😉

  14. Was unter Rotgrün forciert wurde, wird nun auch von der CDU weitergetrieben. Sind unsere Sklaventreiber eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Am liebsten würden sie jede Frau in den Beruf jagen, unabhängig davon, wieviel Arbeit zuhause auf sie wartet. Da soll eine Frau morgens mit ihrem Kind oder ihren Kindern in die Kindertagesstätte hetzen, danach soll sie den ganzen Tag über an der Kasse eines Supermarkts oder als Befehlsempfängerin einer anderen Person sich selbstverwirklichen (die wenigsten Frauen sind in leitenden Positionen oder selbständige Unternehmer), und wenn sie am Spätnachmittag eigentlich ihren Feierabend redlich verdient hätte, fängt erst die zweite Schicht an: Das Kind oder die Kinder aus der Kindertagesstätte holen, einkaufen, Abendessen für die Kinder, für sich und vielleicht für den Ehegatten machen, die Küche aufräumen, die Waschmaschine und den Trockner bedienen, mit dem Staubsauger durch die Wohnung sausen, saubere Kleidung für die ganze Familie bereit halten, für die Kinder noch ein liebevolles Ohr haben und viele tausend andere Kleinigkeiten mehr. Am Wochenende soll sie dann die Fenster putzen, die Betten frisch beziehen, den Großeinkauf für die Woche erledigen, die Schwiegermutter oder den eigenen Vater besuchen, den Haushalt besorgen und womöglich noch ein bißchen Geselligkeit oder auch ein Hobby pflegen. Kurz und gut: Die Frau müßte ein Übermensch sein. Ein (berufstätiger) Mustergatte, der klaglos diese Arbeiten oder auch nur einen Teil davon auf Dauer ohne Murren übernimmt, ist so schwer wie eine Stecknadel im Heuhaufen zu finden.

    Daß diese Ochsentour auf Dauer nicht funktioniert, liegt auf der Hand. Die Frauen klinken sich aus: Entweder weigern sie sich, Kinder zu bekommen und entgehen damit einem Teil der Doppelbelastung bei gleichzeitig vermeintlich höherem gesellschaftlichen Ansehen – und viele Frauen sind einfach weiter Hausfrauen, auch wenn es sie offiziell gar nicht geben soll.

    Die Hausfrauen stellen eine zahlenmäßig sehr bedeutsame Berufsgruppe dar, und ihre Arbeitsleistung – nicht nur für die Familie, sondern auch für die Volkswirtschaft – ist überhaupt nur sehr schwer abzuschätzen.

  15. Bislang war es üblich, daß die Kinder arbeitender Mütter wechselseitig von Bekannten, Verwandten oder freihabenden Arbeitskolleginnen, die ebenfalls Kinder hatten, betreut wurden. Eine im großen und ganzen ziemlich gut funktionierende Eigeninitiative. Und praktisch kostenlos für alle Beteiligten.

    Demnächst also nicht mehr nötig, dafür lohnt sich Arbeiten leider immer weniger, da dank unserem sich immer mehr Aufgaben anmaßenden und damit immer teureren Staat immer weniger netto bleiben wird.

    Mir kommen Parlament und Regierung mittlerweile wie eine große Kinderbetreuungssstätte vor. Von der Leyen betrachtet diesen Staat offenbar als eine große Puppenstube.

  16. #10 rational

    Diesmal machst Du es Dir etwas einfach: SELBSTVERSTÄNDLICH haben Familien ein RECHT auf staatliche Förderung, denn sie sorgen ganz einfach PHYSISCH (per Reproduktion) für das kulturelle und soziale Überleben eines Gemeinwesens (…insofern eine geradezu „hoheitliche Aufgabe“). Und dann stehen sie einem Staat gegenüber, der sich nicht beschämt, diese Familien in weiten Teilen auch noch (insbesondere finanziell) dafür zu bestrafen, daß sie „diesen job“ tun (kannst ja mal die Arbeitsleistung einer drei-, vier- oder fünffachen Mutter berechnen, incl. pekuniärem Wert der erbrachten Arbeit… aber bitte so einer Mutter, die am Arbeitsplatz Familie arbeitet, und nicht wie Frau vdL ein Heer von Angestellten unterhält…). Hast ja das Beispiel mit der Mehrwertsteuer gelesen: 1300 Euro Mehrbelastung, bei 2 Kindern…In welcher Form der Staat dann diese Familien entlastet, darüber können wir gerne reden. Es muß ja nicht das (popelige) „Gießkannen-Kindergeld“ sein, nein, das französische Modell gefällt mir viel besser: massive Steuerentlastung von Familien! Ein Kind 2/3 Steuer, 2 Kinder halbe Steuer, 3 Kinder 1/3 Steuer, ab 4 Kindern steuerfrei! Ganz einfach…

    #12 Beate

    Liebe Beate, bitte vergaloppier´ Dich nicht! Prinzipiell gilt in einer Diskussion auch das „Suppen-Prinzip“: ich muß nicht selbst Koch sein, um zu wissen, daß die Suppe versalzen ist! Und wenn Du Mixas Kritik für „an Lächerlichkeit nicht zu überbieten“ hältst, dann sage mir mal bitte, wie die ach-so-tapfere siebenfache Vorzeige-Mutter der Nation ihren Laden regelt! Macht DIE morgens die Schulfrühstücke zurecht? Bügelt DIE selbst? Putzt DIE selbst? Macht DIE selbst die Hausaufgabenbetreuung und fragt abends noch Vokabeln ab? Chauffiert DIE ihre kids zu Freunden, Musikschulen, Sportvereinen etc.? Was soll ich denn noch aufzählen? Und die Antwort kennst Du: NEIN! Sie kann sich nur so öffentlichkeitswirksam gebährden, weil sie mit viel Geld ein Heer von Hilfskräften bezahlt, das ihr den Rücken freihält. Ich kann das nicht, meine Frau nicht, Du auch nicht. Ich gesteh´ Dir ja zu, nicht mit Mixa einer Meinung zu sein, aber präsentier mir bitte nicht DIE Tante als Vorbild….

  17. Diese Krippenplätze gehören zu den teuersten Erziehungsangeboten für Kinder überhaupt. Die Zahlen hierzu sind zudem nur sehr schwer zu erheben, selbst die Länderministerien haben da kaum konkrete Kostenangaben bei der Hand. Es bewegt sich ungefähr im Bereich dessen, was durch das Outsourcen der Betreuung bei einer außerfamiliären Erwerbstätigkeit gewonnen werden kann.

    Eine wenig unterbrochene Berufslaufbahn steht als Plus auf Seiten der Mutter. Wichtiger als die sozialwirtschaftliche Betrachtungsweise des obigen Artikels ist jedoch das Wohl des Kindes. Der Artikel auf
    http://www.kath.net/detail.php?id=16046
    zitiert einige wissenschaftliche Erkenntnisse, auf die es in unserem Zusammenhang ankommt. Und die für die Wirtschaft insgesamt von Belang sind, da unsere Wettbewerbsfähigkeit von psychisch gesunden Kindern abhängt.

    Die angestrebte Zahl der Betreuungsplätze für Kleinstkinder ist jedenfalls reine Propaganda, um überhaupt diesen Kurs durchzubringen. Es sei denn, man möchte wirklich mit dem System der Verwahr-Krippen á la DDR ernstmachen.

  18. #18 Brandenburger

    Trenn´ das mal bitte innerlich: wir reden über mögliche Modelle, Familien mit Kindern zu entlasten. Das entbindet uns nicht davon, schleunigst die desaströse Immigrationspolitik und die gescheiterte Integrationspolitik der vergangenen Jahrzehnte zu beenden!

  19. Ach, spaßeshalber beteilige ich mich doch auch an der Diskussion:

    in einem Ansatz für eine Gesellschaft in Selbstorganisation und Selbstregulation, welchen ich promoviere, ist auch und besonders die Frage der Kinderbetreuung bedacht:
    der Ansatz installiert Bürgervernetzung, Austausch in Nachbarschaftsumgebungen, stellt dafür die Plattformen zur Verfügung. Gerade auch damit Familienleben erleichtert wird, s. A.II.2.
    Diese Plattformen können also bewirken, daß es den Leuten gut gelingt, sich zu organisieren.
    Das Vorliegen solcher Organisationsstrukturen macht dann Staatsinterventionen unnötig.

    Über die Van-der-Leyen-Initiative ist damit nichts gesagt. Rechnerisch scheint sie mir ungerecht, weil sie auch diejenigen belastet, die das Gratis-Angebot nicht nutzen.
    Die Idee ist Vereinbarkeit von Beruf und Familie, denke ich. Das finde ich begrüßenswwert.
    Was mir persönlich nicht gefällt, ist, wenn Kinder so schnell wie möglich von den Eltern wegkommen.
    Eine feste, nicht wechselnde Bezugsperson ist in den ersten 9 Monaten, der extra-uterinen Phase, absolut unerläßlich. Und soviel ich weiß, ist es für die ersten 3 Lebensjahre ebenfalls entscheidend, in einer Umgebung mit klaren Bezugspersonen aufzuwachsen.

    Ansonsten neige ich weitaus mehr dem Modell Großfamilie / Sippe zu, weil ich es für organischer, für den Bedürfnissen angemessener halte. So wie der oben erwähnte Ansatz ja auch das Anliegen hat, den Aufbau von Gruppen, Bezugsgruppen, Dörfern-in-der-Stadt zu ermöglichen.
    Hier gebe ich mal Hillary Clinton recht mit ihrem Buchtitel: It takes a village. Das bezog sich auf die Frage, ob ein Kind ausschließlich die Kleinfamilie als Bezugspunkt haben soll oder größere Gruppen.
    Die Konservativen sehen mit erweitereten Bezugsgruppen natürlich ihr Familienmodell infrage gestellt.
    Meine Sicht ist aber, daß damit nicht die Familienidee infrage gestellt ist, sondern im Gegenteil diese erst lebbar gemacht wird. Erst in größeren Verbänden entsteht das Gefühl von Geborgenheit im sozialen Umfeld.

  20. @ 16 Argonnenveteran: findest du? Letztlich entspricht doch Dein Vorschlag (Steuerstaffelung) meinem. Ausserdem siehst Du ein, dass das System „Giesskanne“ nicht sehr fördernd ist.
    Irgendwie hast Du überlesen, dass ich verheiratet bin. Aus dieser Ehe sind 3 Söhne entsprossen. Ich sehe mich durchaus in der Lage, die Arbeitsleistung einer Hausfrau zu beurteilen und zu bewerten. Meine Frau, Kinderärztin, war ab Schulpflicht der Kinder wieder halbtags berufstätig (weniger wg. des Geldes). Es steckt viel Organisationstalent dahinter, eine Sache, die viele Eheleute nicht haben oder haben wollen (weil kleinere Einschränkungen an der Tagesordnung sind). Ausser einer Putzfrau (3x wöchentlich) war da kein Heer von Angestellten. So sieht das übrigens auch bei der Familie v.d.Leyen (die wir recht gut kennen) aus. Deine Bemerkung ist eine ziemliche Unterstellung wider besseren Wissens.
    Nun zur Sache: wie hier schon häufig angeführt, gibt es einen Großteil von Eltern, vor allem aus der Mittelschicht, die auf 2 Verdiener angewiesen sind, sonst würden sie sozial abfallen und eben keine Kinder mehr reproduzieren. Irgendwie müssen wir doch mal versuchen, den Geburtenrückgang zu erklären. Für diese sehr breite Schicht ist das Programm v.d.Leyen geschrieben. Meine Frau, die noch in der pediatrischen Abteilung eines Großstadtkrankenhauses arbeitet, könnte Dir die täglichen Erlebnisse mit verwahrlosten Kleinkindern einer Großstadt erzählen. Da gibt es keinen Unterschied zwischen Migrantenkindern (längst nicht alle Familien) und solchen aus deutschen Asifamilien. Wenn Du das jahrelang hörst, wirst Du mißtrauisch gegenüber dem jetzigen System.
    PS: die Herren Mixa und Meissner, kassieren die nicht mit Freuden die abgeführte Kirchensteuer katholischer Mütter, die arbeiten? Ist das alles nicht ein bisschen verlogen?

  21. @ 16 Argonnenveteran: Deine Fragen an Beate will ich gerne beantworten (bei v.d.L. siehts ähnlich aus).
    – Putzen, Bügeln: siehe Putzfrau, macht beides, 6h die Woche a 10€/h (schwarz) = 240€/M. Eine bittere Pille. Jetzt, da die Kinder ausser Hauses sind, kommt sie nur 1X die Woche.
    Schulfrühstück: Eltern je nach Zeit, ältere Kinder (Gymnasiasten) machen dies selbst.
    – Hausaufgaben, Vokabeln: Eltern, je nach Zeit. Nicht bei allen Kindern erforderlich.
    – Freunde, Sportvereine, Musikschulen etcpp: es gibt Fahrräder zu Genüge in der Garage.
    Du siehst, Organisation ist (fast) alles. Wenn es möglich ist, die Kinder zu Verantwortung und Selbstständigkeit zu erziehen, läuft vieles nach gewisser Zeit von alleine. Erstaunlicherweise ist genügend Zeit übrig geblieben, um mit den Kindern zu spielen und sprechen. Einschränkend muss ich sagen, dass wir immer auf dem platten Land gelebt haben, wo ja doch einiges einfacher ist.

  22. Ich bin Anhänger des konservativen Familienbildes, glaube jedoch, dass wir nur zu angemessenen Geburtenraten kommen, wenn wir entsprechend in Kinderhorte investieren. Die berufstätige Frau muss ebenso konsequent Berücksichtigung erfahren wie die die Frau, die sich auf ihre Mutterrolle konzentriert. Zur Finanzierung fiele mir sehr viel ein.

    Hier ein Bericht über ein Interview von Düsseldorfs OB Joachim Erwin heute in der WamS mit links zu Meinungen zum Thema von CDU-Fraktionschef Kauder und Johannes Singhammer, dem familienpolitischen Sprecher der CDU: http://www.duesseldorf-blog.de/2007/02/25/ob-joachim-erwin-beklagt-nach-ausstieg-von-friedrich-merz-das-fehlen-einer-fuehrungsfigur/

  23. #22 rational

    Ich werd´ja nicht abstreiten, daß Du oder Beate das mit heftiger organisatorischer Leistung UND Geldmitteln geschaftt haben. Aber Deine Bemerkung zu vdL nehm´ich Dir nicht ganz ab: die ist Fulltime-Politikerin, und da soll bei 6en die dreimalige Putzfrau reichen? Näh´ mir keinen Knopf an die Backe…Wer beginnt morgens den Tag: Anziehen der Meute, Frühstück richten, kleinere evtl. noch zum Bus begleiten, wer putzt, wer wäscht, wer bügelt, wer macht Mittagessen, wer saugt, wer staubt ab, räumt auf, macht Betten, wer macht den Garten, wer mächt Rasen, wer pflegt die Außenanlagen und kehrt, wer geht zu Post und Bank, zu Ämtern und Behörden und wer macht Chauffeurdienste (wenn Du vom platten Land sein willst solltest Du wissen, daß auch mal 15 oder 20 km drin sind: fahren Deine das im Winter auch mit dem Fahrad?), wer betreut Aufgaben und übt für Klassenarbeiten(..alle Selbstläufer bei so Leuten?), wer macht Abendessen, wer Abendessen (oder Frau Ministerin um 18.00 zuhause?), wer sorgt für Körperpflege der kids, wer geht auf Elternabend, wer begleitet zu gesellschaftlichen Verpflichtungen (Vereine, Veranstaltungen, Geburtstage, Auftritte…), wer regelt den geschäftlichen Ablauf des „Betriebs Familie“ (Ich brauch´ Geld hierfür, ich brauch´ Material x dafür, wir sollen y mitbringen…) wer kauft ein, wer besorgt den ganzen Extramist für Schule und Hobbies? Die ach-so-selbständigen kids, der heilige Geist oder Frau vdL? Oder DOCH ein kleines „Heer“ von Helfershelfern??? Nee, so leicht laß ich mich von so einer Vorzeigetante nicht verarschen…und es bleibt dabei: NIX gegen KITAS etc, ganz und garnicht, da entspricht meine Sicht genau der Deiner Frau, aber WOHL etwas gegen staatlich verordnete Modelle und (finanzielle) Abstrafung und öffentliche Herabwürdigung alternativer Modelle!

    Dir und Beate bonne Dimanche!

  24. @ 26 Argonnenveteran: gut geschrieben, Löwe, aber leider hast Du vergessen, den jeweiligen Zeitaufwand mit anzugeben. Bis zu welchem Alter müssen Kinder noch angezogen werden? Das Fahrrad ist ein Allwettergefährt (mit Ausnahmen). Banken Behörden etcpp war mein Ressort, die Kocherei das meiner Frau, der „geschäftliche“ Ablauf des Betriebs Familie ist eine rein organisatorische Angelegenheit. So, und nun das platte Land: Grundschule: per pedes; (Scheiss) Orientierungsstufe (2km) per Fahrad; Gymnasium: 14km, 2km bis zum nächsten Bahnhof (Fahrrad) und ab die Post. Es ist 10/11-jährigen Kindern durchaus zuzumuten, dieses selbst fertig zu bringen. In Ausnahmefällen spricht man sich im Dorf ab. Deine Familie ist nicht die einzige mit diesen „Problemen“. Zur Erziehung gehört auch die Vermittlung der Tatsache, dass nicht alles Gewünschte (und die Liste bei Kindern ist lang) machbar ist, vor allem zu Lasten anderer( der Eltern), und dass Eigenanstrengungen durchaus hilfreich sind (s. Garten). Erziehung ist kein Zuckerschlecken, weder für Eltern noch für Kinder.
    Nun sind sie aus dem Haus, alle 3 mit Uni-Studium, erfolgreich, 2 haben scharf gefochten, alle verheiratet, 8 Enkel, Ende noch nicht abzusehen. Du siehst, mit etwas Anstrengung, Realitätssinn, Glück und natürlich Gottes Segen ist vieles machbar.
    Bon apres-midi.

  25. Das finanzielle Argument ist das dümmste und blödeste. Jeder Bürger, und damit jedes Kind wird in Zukunft viel mehr in die Sozial und Steuerkassen einzahlen als es herausbekommt. Elterngeld und Kita-Förderung sind Unterstützungen für das Kind, die das Kind später mit Zinseszinsen zurückbezahlen wird. Für die Eltern sind diese Leistungen maximal eine Erleichterung.

    Möglicherweise zahlen Kinderlose mehr in die Sozialkassen ein, weil sie eben häufiger arbeiten und besser verdienen. Das ist aber nur ein Bruchteil dessen, was Eltern für ihre Kinder aufwenden, und was natürlich an Zeit und Geld für die persönliche „Entfaltung“ fehlt.

    Auf keinen Fall wird aber der Staat „ohne Not als Unternehmer tätig“. Im Gegenteil. Der Staat sollte ENDLICH beginnen unternehmerisch zu denken. Weg von der Förderung integrationsunwilliger moslemischer Sozialhilfeempfänger, hin zur gezielten Förderung künftiger Generationen, die später ordentlich arbeiten und einzahlen, und nicht nur Polizei und Sozialamt beschäftigen.

  26. #27 rational

    …auch gut gebrüllt, alter Löwe!
    Die Wahrheit ist halt grau und weder schwarz noch weiß! Ergo bibamus! 😉

  27. Der Sozialstaat umfasst so 700 Mrd. pro Jahr die eingezogen und verteilt werden. Der Staat bezahlt auch Opern die nicht jeder nutzt. So ist das halt. Eine demokratisch gewählte Regierung entscheidet wieviel Geld der Staat bekommt und was er damit macht. Ausgerechnet beim Thema Familienförderung libertäre Forderungen zu stellen ist unangebracht, zum Glück wird aber Niemand auf euch hören. Wenn schon, müsste man noch viel mehr streichen, und z.B. den Rentnern mit Kindern viel mehr auszahlen oder das staatliche Versicherungssystem ganz abschaffen.

    Der deutsche Staat hat dafür zu sorgen das die deutsche Geburtenrate wieder steigt, dass ist ein gemeinsames Interesse und kein individuelles Hobby. Das Ehepaar das arbeiten geht und keine staatliche Betreuung nutzt, bekommt ausserdem sicherlich noch Steuervergünstigungen, Elterngeld, etc.

    Ach ja, und „Gerechtigkeit“ gibt es vielleicht im Himmel. Über soziale Gerechtigkeit wird es immer Streit geben. Wer auf staatliche Leistungen wie Kindergeld angewiesen ist, wird damit leben müssen das die Mehrheit oder eine Regierung im Mehrheitsinteresse darüber entscheidet. Das derzeitige System bringt nicht die Leistung die es bringen soll, also muss es verändert werden.

  28. …nee, ich bin doch Papist (Kreuzritter)! *grins
    PS: Ich stamme übrigens in einer Linie direkt von Karl Martell ab (ohne Witz!), das ist ein genetischer Auftrag zur Islamabwehr! 😉

  29. @ 32 Argonnenveteran: ach nee, und ich in direkter Linie von den Liudolfingern (als Kegel, auch ohne Witz). Mit de Papisten hebb wi schon seit 1530 nix mer im Sinne (Haben die Confessio Augustana mitunterschrieben), also Vorsicht.
    Na, was biste denn nu: CV, KV, UV?

  30. Ich stamme übrigens in einer Linie direkt von Karl Martell ab…

    Also, nicht daß ich das jetzt so direkt bestreiten möchte, aber der gute alte Karl Martell ist bekanntlich 741 von uns gegangen und vor, sagen wir mal 1200, wird’s mangels ausreichender schriftlicher Überlieferung mit der Ahnenforschung selbst bei den meisten Adelsfamilien schwierig.

    Naja, egal.

    Irgendwo ist mal das Projekt diskutiert worden, ein bißchen Geld zu sammeln, und zu seinem (Karl Martells) Todestag eine richtig große Anzeige in die FAZ zu setzen.

    Das wäre mir was wert.

    Letztes Jahr war ja mal eine drin, aber

    1) nicht am Todestag

    und

    2) recht klein.

  31. #33 rational
    #34 karaya

    Wir sollten persönliche Dinge hier nicht weiter ausführen, dafür ist der Blog nicht da, sondern der persönliche Mail-Austausch. Was übrig bleibt ist, daß ich aus der Ecke der Prinzipien religio-patria-scientia-amicitia komme und von der Familientradition her aus dem alten Mittelreich Lothars stamme und dazu stehe (im Sinne eines überzeugten Kerneuropäers mit katholischer Tradition und keinerlei Aversionen gegen Protestanten, die Teile meiner Familie bilden). Genealogisch möchte ich das Haus Lothringen erwähnen, das muß genügen. Damit Ende, mes amis!

  32. Was hat Abstammung zu bedeuten? Entscheidend ist, was einer glaubt, wovon er abstammt. Er kann sich ja nie sicher sein.
    Bis vor kurzem galt: pater semper incertus.

    Aber vielleicht gibt´s hier ja noch mehr Adel und andere bedeutende Persönlichkeiten. Ich meinesteils habe oft das Gefühl, von den Hohenzollern abzustammen.
    Wer bietet mehr?

  33. „Wir sollten persönliche Dinge hier nicht weiter ausführen…“

    Nee, klar ist gut. Der Hinweis sei gestattet, daß ich nie nach solchen gefragt habe. 😉

  34. #36 Pit

    Stimme Dir völlig zu! Abstammung bedeutet nix, Einstellung und Taten alles!
    Zu Deiner Beruhigung: ich bin kein „von´se“ meine Familie schon lange nicht mehr!
    *grins: eher kleiner Jakobiner…

  35. Zur Verteidigung Beck´s:
    Erstens. Er könnte auch Schröder gemeint haben (keine eigenen Kinder, hochdotierter Berater)
    Zweitens liefert er selbst ja gleich die Antithese zu seiinem Witz: Dicke Eier ersetzen mangelnden Verstand nur unzureichend.
    Drittens ist er ein guter Mensch (immerhin hat er einem abgehalfterter SPD-Politiker und einer abgewählten Grünen-Vorsitzenden in Rheinland Pfalz zwei zwar sinnlose aber gute bezahlte Posten verschafft) und hat das sicherlich nur gut gemeint.

  36. Außer Beate, Rational, egon und European patriot sind hier die meißten anderen wohl von einem anderen Stern.
    „Ich wurde von meinen Großeltern großgezogen“
    Schön, wenn Deine Eltern das Glück hatten, im selben Ort oder der Nachbarschaft einen Job zu finden schön. Was machst Du bitte schön, wenn Du einen Job findest, der mehr als 400 km weg ist?? Was dann?? Die Kinder zur Oma bringen?? Klar!
    Ich kann #28 egon und #31 European Patriot nur zu stimmen. Ihr bringt es auf den Punkt.
    Oder Kurz:
    Mixa hat vollkommen unrecht und v.d. Leyen hat absolut recht!

  37. Ich sehe das genauso wie Darkmac…
    Hinzuzufügen ist noch ein wichtiger Aspekt:
    Es wird doch dauerd davon gesprochen, dass das Deutsche Volk ausstirbt – Islamisierung Deutschland, wie PI immer anprangert etc.
    Woran liegt das? Warum sinkt die Geburtenrate denn?
    Auch Frauen wollen Karriere machen und daher stellt sich die Frage, Kind oder Karriere. Wer sich dann für ein Kind entscheidet hat von Darkmac angesprochene Probleme.
    Warum Warum liegt die Geburtenrate bei den Moslems in DE höher als bei den Deutschen?
    Auch das ergibt sich aus dieser Frage: Generell ist es doch bei muslimischen Familien so (zumindest noch), dass die Frau zu Hause hinter dem herd steht, kocht und die Kinder großzieht, eben gleiches wie es in Mitteleuropa mal üblich war. Um diesem Trend entgegenzuwirken, dass die Geburtenrate nicht so weiter sinkt, müssen Maßnahmen ergriffen werden, wobei einem natürlich als erstes die Kinderbetreuung einfällt. Man schaue nur nach Frankreich, wo das gut funktioniert. Sicherlich ist es für ein Industrieland normal, dass solche demographischen Werte vorzufinden sind, dennoch sollte man dem in erster Linie entgegensteuern. Da sollte man neben anderen Aspekten nicht vernachlässigen…

Comments are closed.