2040_200.jpgIn den USA tobt derzeit ein Streit um Bruce Bawers Buch „While Europe Slept“. Dem Autor werden „aggressive Verallgemeinerungen” in seiner Kritik am Islam vorgeworfen. Auch in Deutschland werden islamkritische Autoren fast wie „Aussätzige“ behandelt. Einer von ihnen ist der Schriftsteller und Historiker Norbert Leithold. Er legt dieser Tage seinen Roman „2040“ vor. Die Story ist simpel: Weil den Deutschen die Kinder ausgehen, fordern jene, die genügend Kinder haben – und das sind Muslime – politische Verantwortung im Land. Leitholds Roman war im Sommer 2006 fertig, ein renommierter Verlag wollte den Text herausbringen, wünschte aber nach dem Karikaturenstreit „Glättung” einer Passage, um Muslime nicht zu verletzen.

Dann kam die Papstrede in Regensburg und Leithold sollte eine weitere Passage „glätten”. Und zu guter Letzt kam das Debakel um die Berliner „Idomeneo”-Aufführung, und der Verlag wünschte weitere Überarbeitungen. Leithold hat sich einen anderen Verlag gesucht, der „2040” nun „unfrisiert” herausbringt. Seit Januar gingen Rezensionsexemplare an diverse Zeitungen. Reaktionen gab es keine. Ist der Text schlecht, überzeugt Leitholds literarische Qualität nicht? In dem Fall gäbe es einen Verriss. Ist Leitholds Szenario in „2040” zu kühn, verstört es? Dann gäbe es Widerspruch. Auf Nachfragen bei den Feuilletons kamen dann immerhin unter vorgehaltener Hand doch ein paar Sätze über „2040” zusammen. In der Süddeutschen wolle man das Thema den Lesern nicht weiter zumuten. In der Ostseezeitung meinte man, Muslime spielten in der Region keine Rolle, wozu das Buch? Die Berliner Zeitung möchte erst einmal andere zu dem Buch etwas machen lassen, dann könne man weiter sehen.

Hier eine Passage aus dem Roman, die von dem ersten Verlag, dem das Buch angeboten wurde, als „anstößig“ empfunden wurde:

Der Großimam sitzt in seinem weißen Gewand an einem schmucklosen Tisch. Er stützt seinen Kopf mit den Händen, die von Altersflecken überzogen sind.
Ein kleines Fenster gibt den Blick zum Hof frei, in dem die weiß getünchte Moschee steht, ein unscheinbarer Kuppelbau mit zierlichem Minarett. Der Großimam hat Einhar Sürücy, seinen hoffnungsvollsten Zögling, zu sich geladen. Nach dem gemeinsamen Mittagsgebet fragt der Großimam, wann die Kinder von Einhar zur Schule kommen.
„In diesem Herbst meine beiden Töchter. Die Jungen haben noch etwas Zeit.“
„Voriges Jahr war es für meine Enkeltöchter so weit und seitdem verfolgen mich Albträume.“ Der Großimam legt seine Hände nebeneinander auf die Tischplatte: „Vielen geht es mit den schlechten Träumen wie mir. Aber es sind nicht die Jahre, die uns zu schaffen machen. Du wirst in einigen Monaten auch von diesen Träumen geplagt werden, deine Frau wird Zumutungen ertragen müssen, aber deine Kinder werden am meisten leiden. Als meine Enkel in die Schule kamen, mussten sich ihre Eltern am Schuleingang vom Sicherheitsdienst visitieren lassen, ihre Mutter hatte das Kopftuch abzulegen. Dann mussten meine Enkel auf Deutsch sagen, wie sie heißen, wo sie wohnen und was ihre Eltern für einen Beruf ausüben. Sie hatten ein Zeugnis vom deutschen Sprachunterricht abzuliefern. Von mir verlangten die Sicherheitsleute einen Ausweis. Seit wann trägt ein Großimam den Ausweis mit sich herum? Wir mussten uns für die deutsche Nationalhymne aufstellen. So ging es allen türkischen Familien, niemand wurde verschont. Ich verfluche den Tag, seit dem man uns das antut und ich verfluche ihn, weil wir uns das antun lassen.

Der Großimam redet immer lauter: „Und was machen die an ihren deutschen Schulen aus unseren Jungen? Drogensüchtige, die später höchstens noch zu Hilfsarbeitern taugen. Sie erziehen unsere Kinder gegen unsere Sprache und gegen unsere Familien. Sie nehmen uns unsere Kinder, weil sie selbst keine Kinder mehr haben. Sie stopfen sich unsere Kinder wie ein Raubtier in den Rachen und können nicht genug davon bekommen.“
Der Großimam ist vor Zorn rot im Gesicht: „Aber unsere Kinder sind keine Deutschen und sie werden es auch nie werden. …“ (Aus: „2040“ von Norbert Leithold, Godewind Verlag)

Wie Bruce Bawer zu recht moniert: Europa schläft. Aus einem Roman kurze Passagen auszuwählen und sie unkommentiert ins Internet zu stellen, ist nicht unproblematisch. Noch problematischer ist es, wenn sie unter Verschluss blieben und die Debatte zum Thema Islam nur mit Maulkorb stattfindet. PI wird daher in unregelmäßigen Abständen weitere Passagen aus „2040“ veröffentlichen.

(Gastbeitrag von Matthias Bergmann, Hamburg)

» an den Godewind Verlag
» an Norbert Leithold

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11 KOMMENTARE

  1. Der Autor scheint ein Optimist zu sein. Im Jahre 2040 soll die Beherrschung unserer Sprache und das Singen unserer Nationalhymne in Schulen Pflicht geworden sein? Wie kommt er darauf?

  2. OT: erinnert sich jemand, dass ich von einer Frau erzählt hatte, die mir vorigen Sonntag erzählte, wie sie in der Kirche bespuckt wurde?

    Das ist jetzt richtig von Gott gewollt: Ich hatte damals ohne zu merken, meine Videokamera angehabt, bis sie automatisch abgeschaltet hat. So habe ich die Aufnahme. Meine erste Videoaufnahme und mein erstes Youtube-Video. Sorry für die Qualität, es sind nur ihre Füße darauf.
    Ganze 19 Sekunden. Aber hört bitte zu, was sie sagt!
    http://www.youtube.com/watch?v=ocEVNBga7bw

  3. Danke Reb –
    Wenn ich nachdenke, ist mir ein Rätsel, wie ich aufgenommen habe. Ich dachte, wenn ich diesen Monitor zuklappe, dann nimmt nicht auf. Ich hatte gar einen Moment mir überlegt, ob ich sie bitte, dass sie es in die Kamera erzählt, aber dann dachte ich, das wäre zu daneben. Und ich habe erst heute die Aufnahmen so weit zurückgespult, weil ich heute ein paar Kopftuchtussis aufnehmen wollte – ich zeige morgen, wie die Kopftücher hier aussehen…

    Es tut mir auch leid, dass der rest nicht mehr darauf war, was die Frau erzählt hat (die Kamera hat automatisch abgeschaltet)
    Die Frau sagte, dass ihr und noch einem neben ihr dieser Moslems ins Gesicht (!) gespuckt hat. Sie sind dann in das „Kämmerle dahinten“ zu den Nonnen gegangen und haben sich beschwert – Und die Nonnen haben nichts gemacht, nichts gesagt. Die sind dann hinüber ins Kaufhaus und sich dort in der Toilette abgewaschen.
    Aber keine Anzeige, kein Trost oder so – nix. Sie ist allein mit ihrem Schock, mit der Wut und der Beleidigung geblieben. Sie war schon eine recht gepflegte, gutaussehende ältere Schwäbin, eine respektable Frau.

  4. @Kybeline

    Wohnst Du in Stuttgart? Ich habe da mal zwei Jahre gearbeitet. Kennt Du das Schwimmbad in Untertürkheim, wenn man über den Neckar fährt auf der Untertürkheimer Seite des Neckars.

    Ich war da einmal, es waren nur Türken dort und es war für einen Deutschen dort lebensgefährlich.

    Die Amadyyia-Sekte stand jeden Samstag in der Fußgängerzone mit einem Stand und machte Werbung. Mit einem riesigen Spruchband auf dem Stand „Liebe für Jeden, Hass für Keinen“ und daneben war ein Plakat mit einem muslimischen Glaubensbekenntnis. Dort hieß es am Ende, daß am Ende der Erde alle niederfallen werden um Allah anzubeten und diejenigen die dann noch an Christus glauben werden verzweifeln und Christus verleugnen.

    Ich konnte nicht glauben, daß die Stuttgarter das einfach mitmachten. Aber niemand hat sich beschwert oder etwas dagegen gemacht. Irgendwie ist bei mir der Eindruck geblieben, daß die Schwaben zu lieb sind.

    In Bayern wäre das glaube ich nicht so einfach möglich.

    Das kam mir jetzt in Erinnerung, wege der Spuckgeschichte, die zu diesen Eindrücken sehr gut passt.

    Ja, noch etwas, während der Weltmeisterschaft 2002 gewann die Türkei im Halbfinale gegen Süd-Korea? Jedenfalls gewannen sie irgend ein wichtiges Spiel und fuhren anschließend mit riesigen Autokolonnen und Türkeifahnen durch die Stadt. Alle großen Straßen zur Innenstadt waren total verstopft und überal waren Türen und zeigten den Deutschen ihre Stinkefinger.

    So etwas habe ich noch nie erlebt. Wenn die Italiener gewinnen, freuen sie sich auch und machen Autokolonne mit Fahnen, die Türken zeigen aber Stinkefinger und rufen „Scheiß Deutsche“ und „Wir machen euch fertig“ und das mitten in einer Deutschen Stadt mitten in Deutschland.

    Ich bin froh, daß ich wieder in Bayern bin. Da würden die sich das nie trauen.

  5. Ich denke, es ist überall schlimm in Deutschland. Noch im Ostdeutschland – aber die Politiker wollen denen auch die Musels mit Gewalt aufzwingen.
    Ich glaube auch nicht, dass es in Bayern besser ist. Erst gestern habe ich mir die Fotos mit dem Islamzentrum in München angekuckt. In Augsburg wollen sie auch so einen Islamzentrum erzwingen. Vielleicht hast du auch nur deswegen diesen Eindruck, weil hier in Stuttgart die Autoindustrie da ist und deswegen wimmelt es hier von ihnen. In Bayern dagegen sind sie vielleicht nicht in München so dicht gedrängt, sondern in anderen Städten: Ingolstadt, Augsburg usw. haben mehr als Genug von ihnen. Und was nicht ist, werden noch Politiker wie die Claudia dahinlocken.
    Hier sind ein paar Moscheenbilder:
    http://parteigruendung.myblog.de/parteigruendung/art/117001472/_h3_Deutschland_deine_Moscheen_h3_#comm

  6. Echt gruselig waren die Proteste während des Libanon-Krieges in Bremen. Organisiert wurden die maßgeblich von den Urhebern des Muslim-Marktes, die ja hier ganz in der Nähe leben. Dort wurde ja von einer großartigen Unterstützung ihres Protestes fabuliert. Ich habe es selber gesehen. Die Stimmung war gespenstisch.

    Das war als Friedens-Demo deklariert. Natürlich waren alle Äußerungen so abgestimmt, daß man rechtlich nichts daran aussetzen kann. Inhaltlich wurde aber ganz unverholen der Untergang Israels propagiert. Unter anderem von haßerfüllten, verschleierten jungen Frauen.

    Das sind die Muslims. Ich kenne aber auch eine Reihe von durch und durch unreligiösen Türken, mit denen ich kein Problem habe. Die fallen aber nicht weiter auf. Es gibt ja nun auch diejenigen, die in der Lage sind sich zu integrieren wie ein Migrant
    einer beliebigen Nationalität.

  7. #3:

    Gut gemacht, Kybeline. Mehr solcher authentischen Belege wären sicherlich nicht verkehrt.

  8. Verdammt nun muss ich meine Sigantur ändern:

    2040 – Kölner Dom wird Claudia- Fatima-Roth-Moschee

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