welche_freiheit.jpgDa die Freiheitsliebe in unseren Landen nicht sonderlich ausgeprägt ist und die Freiheit überhaupt in schlechtem Ruf steht, gibt es nur wenig potentielle Geistesverwandte. Um ein wenig Wind in die Debatte zu bringen, versammelt die Autorin Dr. Ulrike Ackermann in ihrer Anthologie „Welche Freiheit. Plädoyers für eine offene Gesellschaft“, die am 7. März erscheint, kluge Köpfe (u.a. André Glucksmann, Maxeiner & Miersch, Necla Kelek, etc), die der Freiheitsunlust zu Leibe rücken. Ausgehend von grundsätzlichen Essays zur Freiheit und Fallstudien hat Ackermann den Bogen bis zu den Freiheiten gespannt, um die es 1989 ging und jenen, die wir heute gegenüber dem radikalen Islam und seinen weichen Formen zu verteidigen haben. Herausgekommen ist ein sehr erquickliches Kaleidoskop, das hoffentlich für Streit sorgen wird. Hier die Verlagsankündigung des Buches im pdf-Format.

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5 KOMMENTARE

  1. Man schreibt schlaue Bücher, man quatscht und quasselt, man ist betroffen und man sorgt sich….

    Aber keiner MACHT was gegen die schleichende Übernahme dieses Kontinents durch die Muselmänner.

    Keiner !

  2. Der Buchtitel selber bringt schon viele Fragen mit sich – sehr gut.

    Bei der Freiheit 1989 war ich damals mitten drin in Berlin – bei Mahnwachen am Berliner Dom, bei den Krawallen auf dem Alexanderplatz – aber nicht bei den Krawallmachern – und noch viel mehr. Ich wollte auch „frei“ sein, aber meinen Freiheitswunsch friedlich demonstrieren. Freiheit bedeutete damals, selbst zu entscheiden, ob man auf die 1. Mai oder 7. Oktoberdemo geht, auch wenn man wußte, daß es für das berufliche Vorankommen Pflicht war, daran teilzunehmen. Es ging nur um Anwesenheit. Kurz blicken lassen und dann wieder ab nach Hause. Frei sein in meiner Entscheidung, wohin ich z.B. in den Urlaub fahre/fliege, ohne daß dies mir von der damaligen DDR vorgeschrieben wird. Ich habe damals schon nicht geglaubt, was in den Schulen gelehrt wurde (Kapitalismus-Sozialismus), sondern mir meine eigene Meinung bilden wollen. Dies war aber leider nicht möglich.

    Auch heute werden wir in unseren „Freiheiten“ vom Gesetzgeber beschnitten. Wir können zwar heute dort Urlaub machen, wo wir wollen, aber werden in unserer Privatsphäre eingeschränkt (z.B. Nichtraucherschutz). Was bedeutet dann Freiheit überhaupt? Vielleicht die freie Entscheidung, ob ich arbeiten gehe und in den Sozialstaat einzahle oder ob ich lieber faul zu Hause rumsitze und mich von den Steuernzahlern finanzieren lasse?

    Das Wort Freiheit ist leider wie ein Kaugummi (man kann es dehnen ohne Ende und kommt doch zu keinem gemeinsamen Nenner) und wird von Politik und Medien immer mehr eingeschränkt.

    Freiheiten werden von der Politik immer mehr durch unsinnige Gesetze und Verordnungen beschnitten. Also stellt sich die Frage: Welche Freiheiten haben wir noch?

    Armes Deutschland!

  3. @vossy. Ein guter Freund aus der einstigen SU stammend, ging sogar einmal so weit zu behaupten, PC wäre schlimmer als der Kommunismus. Das war natürlich eine Übertreibung. Selbstverständlich streitet er nicht ab, dass wir wesentlich mehr Freiheiten haben, als es die Bürger ehemaliger sozialistischer Länder hatten.

    Aber sie überzeugt den ehemaligen Staatssklaven nicht, die Demokratie, wenn ein solcher mit zunehmender Besorgnis beobachten muss, dass Freiheiten von der Politik immer mehr durch Gesetze und Verordnungen beschnitten werden. Wenn er beobachtet, dass er in seiner Entscheidungsfreiheit beeinträchtigt, gegängelt und für unmündig gehalten wird. Da kommen in der Tat Erinnerungen an das Leiden im Sozialismus auf. Da haben unsere Politiker klar versagt. Das haben sie sehr gut rübergebracht.

    Der richtige Schluss allerdings ist es nicht, wie es sehr viele Bürger aus der ehemaligen DDR tun, Demokratie und Freiheit zu missachten, sondern Demokratie und Freiheit einzuklagen, aufzustehen und zu rebellieren. Kurz: die Verantwortung für sein Schicksal in die eigene Hand nehmen, anstatt darauf zu warten, dass ein starker Staat die glühenden Kohlen aus dem Feuer holt.

  4. „Auch heute werden wir in unseren „Freiheiten“ vom Gesetzgeber beschnitten. Wir können zwar heute dort Urlaub machen, wo wir wollen, aber werden in unserer Privatsphäre eingeschränkt (z.B. Nichtraucherschutz).“

    Schlechtes Beispiel.
    Ein „Nichtraucherschutz“ schränkt dich nicht ein, aber schützt z.B. den Arbeitsplatz von Nichtrauchern.

    Während meines Studiums hätte ich gerne in der Gastronomie gearbeitet. Ging leider nicht weil es damals zu gefährlich war für Nichtraucher dort zu arbeiten.

    Wer gegen Nichtrauchergesetze wettert mit der alten Leier „der Staat soll sich nicht ins Privatleben einmischen“ der muesste eigentlich sofort alle Arbeitschutz- und Gesudheitssschutzgesetze abschaffen:

    Dachdeckerfirmen brauchen keine Gerüste mehr aufstellen, Lackierer keinen Atemschutz mehr, LKW-Fahrer sollen selber bestimmen wann sie Pause machen wollen und der Doenerladen soll selbstverständlich Gammelfleisch verkaufen duerfen um nicht in seiner Freiheit eingeschränkt zu werden.

    Was ich aber als wirkliche mutwillige Freiheitsbeschränkung empfinde sind so ein Käse wie kostenlose (oder selbst massiv geförderte) Krippenplätze:

    Familien haben dadurch nicht mehr die Wahlfreiheit, die Steuerlast wird weiter steigen, beide muessen deswegen arbeiten, dafür aber „kostenlose“ (welcher Hohn) Kita- und Krippenplätze. Hier wird eine sozialistische Ideologie durchgedrückt. (Entmündigung des Individuums). Und das ganze trotz wiss. belegten Nachteilen. (frühkindliche Entwicklung)So wird die Gesellschaft langsam zugrunde gerichtet und nicht durch qualmfreie Lokale.

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