pc_neindanke.jpgDie FAZ macht sich in ihrer Feuilleton-Glosse Sorgen um den Niedergang der political correctness in Deutschland. „Niemand will mehr politisch korrekt sein“, schreibt Redakteur Lorenz Jäger. Dabei wirft er denen, die sich als politisch inkorrekt bezeichnen, vor, selbst mit den Methoden der pc zu arbeiten. Denn sie verbreiten die im Sinne des Erhalts der Meinungsfreiheit durchaus erwünschten Tabubrüche eben nicht als eine Meinung, sondern – bei gleichzeitiger Verteufelung oder Lächerlichmachung derer, die sich ihren Ansichten nicht anschließen – als Tatsache.

Diesen Vorwurf macht er auch PI:

Niemand will mehr politisch korrekt sein. Vielleicht gerade noch die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche; außerhalb dieses überschaubaren Kreises gibt sich, wer Korrektheit der Wortwahl fordert, sofort der Lächerlichkeit preis. Aber der Druck der sprachlichen Gehorsamserzwingung ist darum nicht geringer geworden. Wie sich in der langsamen biologischen Evolution manchmal Täuschungsmanöver bewähren – Tarnung erhöht die Überlebenschancen -, so ist es in der schnelleren Wandlung der Gesellschaft und ihrer Begriffe. Was vor drei, vier Jahren „politisch korrekt“ hieß, heißt heute, in einer sinnreich-attraktiven Camouflage, „politisch inkorrekt“. Komödianten wie Borat haben die Unkorrektheit als Stilmittel entdeckt, und in den Vereinigten Staaten hat Borat Dutzende von Nachahmern gefunden. Tatsächlich: Über Kasachen darf man nun lachen, vielleicht auch über ein kurzes Filmchen mit Arabern im Flugzeug, die in Kehllauten radebrechen.

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FAZ-Autor Lorenz Jäger

Die neuen Inkorrekten setzen in Wahrheit die politische Korrektheit voraus. Der deutschsprachige Weblog „Politically Incorrect“, nach eigenen Angaben proamerikanisch und -israelisch, warnt vor dem „Islamofaschismus“ und greift die Medien an, weil sie angeblich vor dieser Gefahr die Augen verschließen. Ein soeben erschienenes Buch mit dem Titel „Schöner Denken: Wie man politisch unkorrekt ist“ verfolgt in Stichworten von A bis Z die gleiche Tendenz. Die Deutschen – gern nennt man sie in dem Buch auch „Germanen“ – sind grün-pazifistische Träumer, „germanische Hobbits“, die komischerweise nicht verstehen, warum zum Wohl des Ganzen nun einmal Lohnkürzungen nötig sind, und dafür bös-korrekte Worte wie „Sozialdumping“ erfinden. Ansonsten ist Amerika das große Vorbild für alles Gute in der Welt, Kritik an den „Neocons“ gilt als Ausweis deutscher Rückständigkeit, als Meinung von Leuten also, die sich in ihren Fachwerkhäuschen verschanzen wie der deutschnationale Opa im Kleingarten. Der Pazifismus ist, nach diesem Buch, erstens lächerlich und zweitens von Übel, weil er weitere Kriegseinsätze an der Seite der Vereinigten Staaten verhindert. So geht es, von „Antizionismus“ bis „Zukunftsfähig“, eins ums andere Mal gegen die Rest-Linke. Ein Begriff fehlt in der Sammlung: „Israel-Lobby“. Aber der wäre politisch zu unkorrekt.

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39 KOMMENTARE

  1. Er hat in großen und ganzen Recht. Jede Gruppe hat die Bestrebung ihre Meinung als die allein gültige hinzustellen. Das ist Macht. Wer das Reden oder gar das Denken kontrolliert, der hat Macht.
    Der heutige linke Mainstream war doch vor 50 Jahren geradezu obzön und politisch inkorrekt. Damals ging man auf Kommunistenhatz und sah diese Leute überall. Als Benno Ohnesorg erschossen wurde, gab es nur einen Aufschrei von Leuten mit ähnlicher politischer Meinung. Der Großteil der Republik nahm das achselzuckend zur Kenntnis – war ja auch ein Opfer mit poltisch inkorrekter Meinung.

    Fakt ist, dass jede Gruppe eine eigene politische Korrektheit ausbildet. Selbst wenn man sich als liberal bezeichnet, könnte man auf die Idee kommen, unliberale Ideen als gefährlich für das eigene Selbstverständnis anzusehen.

    Politische Korrektheit ist aber nicht schlecht oder falsch. Sie ist ja ein Abkömmling der Höflichkeit. Doch wenn man sie missbraucht und als Waffe im Meinungsterror nutzt, dann wird selbst Höflichkeit zur Farce.

  2. Bitte nicht!
    Nicht an kleinen Kindern vergreifen.
    Über PI hat er (richtigerweise) nur folgenden Satz abgelassen:

    Der deutschsprachige Weblog „Politically Incorrect“, nach eigenen Angaben proamerikanisch und -israelisch, warnt vor dem „Islamofaschismus“ und greift die Medien an, weil sie angeblich vor dieser Gefahr die Augen verschließen.

    Und?
    Stimmt doch!…

    Ansonsten? Halt ein Gutmensch…

  3. >> Der Pazifismus ist, nach diesem Buch, erstens lächerlich und zweitens von Übel, weil er weitere Kriegseinsätze an der Seite der Vereinigten Staaten verhindert.

    Unsinn. Und ich glaube auch nicht, daß das in dem Buch so steht. „Von Übel“ ist er (oft, aber keineswegs immer), weil er naiv und selbstzerstörerisch ist. Mit Amerika hat das zunächst mal gar nichts zu tun.

  4. PS: Ich erlaube mir einfach mal, einen sehr treffenden Kommentar unter dem FAZ-Artikel hierherzukopieren:

    >> Deutschland braucht stets Vorturner, die einem sagen, was „angesagt“ bzw. politisch korrekt ist. Individualität? um Gottes Willen, wo kommen wir da hin. Das Dritte Reich hat es uns gelehrt, die sozialistischen Nachfolger in der SBZ haben es fortgesetzt, und die bundesrepublikanische, linke Schickeria aus Intellektuellen bzw. solchen, die es gern wären, hat das Verfahren perfektioniert. In allen möglichen Quasselschaus, besonders gern am Sonntagabend, breiten sie dann ihren Blödsinn aus, und Lieschen und Fritzchen Müller tanken ihr bescheidenes politisch korrektes „Wissen“, durch das gestärkt sie die nächste Woche bestreiten können.

  5. “ und greift die Medien an, weil sie angeblich vor dieser Gefahr die Augen verschließen“

    Angeblich?

    Ich glaub ich spinne!

  6. Ich finde es schade, dass politicallyincorrect sich extra proamerikanisch nennt. Das suggeriert(auch wenn es ja nicht so ist) tendenziöse Berichterstattung und wird wohl immer der Aufhänger der Gutmenschen zu sein um PI zu verurteilen. Dadurch verblassen die vorgetragenen Fakten, weil die Neutralität von vorneherein angezweifelt wird.

  7. „Niemand will mehr politisch korrekt sein….“
    Der Jäger begibt sich auf Fährtensuche. Wie kommt er zu dieser Einschätzung? Liest er nur seine eigenen Texte?
    Die Erwähnung von PI ist das einzig Erfreuliche und zeigt doch, daß dieses Blog zumindest die Aufmerksamkeit der genormten MSM erregt.

  8. Die FAZ hat Recht, es besteht immer die Gefahr, einen abschnuerenden politischen Meinungskonsens durch einen anderen zu ersetzen.

    Es wird dabei nur eine Sache ausser Acht gelassen und zwar in typoisch postmoderner Manier – die Wahrheit.

    Die Meinungskorsetts sind naemlich nicht alle gleichwertig, sondern mehr oder weniger wahr und damit mehr oder weniger gefaehrlich.

    Z.b. herrschte vor 50 Jahren im Osten die Ansicht, dass der sozialismus Segensreich fuer die ansonsten im Kapitalismus unterdrueckte Mehrheit ist. Im Westen herrschte der gegenteilige Glaube, der allerdings weniger repressiv durchgesetzt wurde.

    Gleichwertig sind sie nicht, den die politisch korrekte Meinung im Osten war einfach falsch, waehrend die im Westen groesstenteils richtig war, der Sozialismus war nun mal alles andere als ein Segen fuer die Mehrheit der Leute.

    Als Journalist haette er eigentlich, da Journalisten der Wahrheit verpflichtet sein sollen, genau diesen Punkt wenigstens erwaehnen sollen, den der ist der entscheidende – haben die linken Gutmenschen mit all ihren Spinnereien recht, waere es ja gar nicht schlimm sich ihrer Fuehrung zu fuegen.
    Hat PI mit vielem Recht was es so schreibt(was ich fuer plausibel halte) wuerde es nicht schaden, wenn es erheblich mehr Bedeutung bei der oeffentlichen Meinungsbildung bekommen wuerde.

    Desweiteren haette dem Journalisten auffallen koennen, dass momentan keine Uebermacht von PI und seinesgleichen droht, es momentan also noch nicht schadet, wenn PI aggressiv vorgeht. Wenn die taegliche Leserzahl einige Millionen erreicht, waere das vielleicht ein Problem, aber ich geh davon aus, dass die PI Autoren dann sowieso noch sorgfaeltiger arbeiten wuerden.

  9. #11 carn (16.03.07 12:07)

    „…da Journalisten der Wahrheit verpflichtet sein sollen…“

    Schön wärs!
    Aber ich meinte gehört zu haben, daß Augstein und Springer tot sind.

    Und ob die heute…

  10. Die allermeisten politischen Blogs vertreten eine bestimmte Richtung. Der Unterschied zu den Massenmedien ist der, daß die Blogs ganz offen dazu stehen, während die linken Medien krampfhaft versuchen, ihre Meinungsmache als neutrale Berichterstattung zu verkaufen.

  11. @Mir
    Stimmt, diesen wichtigen Unterschied habe ich vergessen.
    Mir ist die Bildzeitung auch sympathischer als Spiegel, Stern und co., denn bei der Bildzeitung weis man wenigstens, dass alles im populistisch-politikerhassenden konservativen Stil verdreht wurde.

    Bei der Zeit ist es uebrigens auch etwas besser, da dort von Mitte bis Links schreibt, dementsprechend lernt man mit der Zeit die politische Meinung zu erkennen.

  12. Ob etwas politisch korrekt ist oder nicht, ist doch alles ein Frage der Definition.
    Man könnte ja auch behaupten, dass dieser Blog politisch superkorrekt ist, denn schließlich steht er doch für das ein, was offizielle Politik der BRD ist.
    Offiziell steht die BRD ja fest hinter Israel und jeder Politiker betont das auch in Sonntagsreden. Inoffiziell grassiert in der BRD allerdings der allerschönste Antisemitismus verstärkt durch Einwanderer, die schon allein durch ihre Religion Antisemiten sind. So verkommt eben die Israelfreundlichkeit zu einer leeren Sprechblase und der Antisemit präsentiert sich im prosemitischen Gewand.
    Wogegen dieser Blog in Wahrheit angeht, ist die Diktatur der hohlen Phrase, Fjordman nannte die mal „Glossokratie“.

  13. Um es kurz zu Machen: Was Deutschland und Europa angeht ist die Argumentation der PI so weit überlegen dass man nur bedingt von einer neuen PC sprechen kann

    von einigen unschönen Übertreibungen abgesehen liegt der Wahrheitsanspruch klar auf Seiten der PI und ein Factum wird nunmal gegen Infragestellung verteidigt

    BadKarma

  14. Das Gegenteil von politischer Korrektheit ist nich politische Unkorrektheit. Das Gegenteil ist Meinungsvielfalt. Politische Unkorrektheit ist nur ein Mittel um Meinungvielfalt herzustellen. Sie ist kein Selbstzweg.

  15. @#16 Eurabier

    Interessanter Artikel. In Der ZEIT heißt es dort :

    Mecca-Cola setzt genau auf diese Zielgruppe. Die braune Limonade gilt somit als erstes ideologisches Getränk des 21. Jahrhunderts. Tafwik Mathlouthi, der das Unternehmen vor fünf Jahren im französischen Saint-Denis gründete, spricht gezielt das politische Bewusstsein der Migranten an. »Trink nicht wie ein Idiot, trink engagiert«, wirbt Mecca-Cola und unterstützt mit einem Teil der Einnahmen soziale Projekte in den palästinensischen Gebieten.

    Auf den Seiten von Mecca-Cola selbst wirds dann schon etwas deutlicher :

    Following the example of business activities started by charitable associations – « the charity-business » – we considered the idea of launching a new concept, namely that of putting the economy to work in the interest of ideology. « Moslem and Arab Capital » being mainly in the form imposed by the most fierce materialistic capitalism, and often illegal and born of corruption, refuses, for fear of bringing ruin upon itself, to support the actions engaged. Because of this, militant people who are experiencing financial difficulties have no other alternative than to create profit-making activities to enable them to achieve their objectives, even though they did not start out as either traders or capitalists.

    One of the perversions of capitalism lies in the generation within oneself of the most brutal and the most inhumane part of oneself.

    The spirit which governed the creation of Mecca-Cola was to create a profit-making business which would help to relieve human suffering where action is still possible. The most intolerable and the most immediate suffering is that of the Palestinian people.

    The Palestinian people are experiencing indifference and general complicity, these being the most wretched and the most contemptible acts of apartheid and Zionist fascism.

    http://www.mecca-cola.com/en/index.php

    Trinken gegen den Kapitalismus, gegen den „Zion Faschismus“ und für militant people who are experiencing financial difficulties.

    Oder einfach: Trink Mecca-Cola für den Terror ?

    Unglaublich !

  16. Laßt mir den Lorenz Jäger mal in Ruhe. Das ist wahrscheinlich der beste Journalist den die FAZ hat. Ich glaube er würde 80% aller Artikel hier sofort unterschreiben, und hat auch schon Artikel zugunsten der Jungen Freiheit und anderer rechtsgerichteter Organisationen geschrieben.
    Es ist ja nicht schlimm, wenn jemand mal eine abweichende Meinung hat. Es ist doch nicht boshaftig, und letzten Endes ist der Werbeeffekt für Politically Incorrect sogar wesentlich höher als der „Schaden“. Vielleicht war es gar seine Absicht, mal wieder PI etwas mit unterzubringen. Glaubt mir, ich kenne ihn recht gut persönlich.

  17. Die Zeit kann offenbar auch anders

    http://www.zeit.de/online/2007/12/islamismus-universitaet-leeds

    >>Überall versuchen islamische Studentengruppen, unliebsame Diskussionen abzuwürgen, Zensur zu verlangen und die Grenzen und Freiheit zu ihren Gunsten zu verschieben. Dabei bedienen sie sich gerne der bewährten Allzweckwaffe des Vorwurfes der „Islamophobie“ – in der leider nur allzu gerechtfertigten Erwartung, dass beim Aussprechen dieses Wortes akademische und politische Instanzen wie die Behörden sofort den Schwanz einziehen.

  18. Zu Ulfkotte mal sehen was wird aber Staub wird es aufwirbeln und eines sollte klar sein die „andere“ Seite wird sich jetzt ermutigt fühlen selber eine Partei zu Gründen….
    B90/Die Islamisch Grünen
    oder sowas in der Art.

    zu Coca Cola:

    Lustich der Unsinn wobei das Coca Cola Logo ist von:18XX bis 190X

    http://de.wikipedia.org/wiki/Coca-Cola

    ca

  19. Ulfkotte plant Partei!!!!!!!!!

    Ich wollte nächstes Mal eigentlich zum ersten Mal eine reine Proteststimme abgeben. Wenn das stimmt, müssen sich die armen Bibeltreuen Christen (PBC) wohl leider doch mit einer Stimme weniger begnügen.

    Zum Artikel: Das ist ein wirres Geschwafel ohne Sinn und Verstand. Wie so viele geht der Autor fälschlicherweise davon aus, dass political Correctness eine bestimmte Meinung bedeutet, z.B. für den Islam zu sein und political Incorrectness einfach das GEgenteil davon ist – und es um einen Machtkampf geht, wer seine Sprachregelung durchdrückt. Man erkennt diese Einstellung manchmal auch hier ( früher, als noch jeder komentieren konnte, war’s natürlich häufiger) in den Kommentaren von PI-Gegnern: „Das ist jetzt aber nicht (mehr) political incorrect!“

    „Politisch inkorrekt“ bedeutet keineswegs, dass die Meinung, die dahinter steht, automatisch gut ist oder auch nur, dass sie anti-islamisch ist. Zum Beispiel war die Katzenfutter-Aussage des australischen Imam extrem politically incorrect. Anti-islamisch war sie nicht und gut erst recht nicht.

    PC ist was anderes als eine bestimmte Meinung oder ein bestimmtes Meinungspaket. Es ist ein Instrument des Totalitarismus, das Argumente nicht mit rationalen Gegenargumenten begegnet, sondern mit moralischen. Es hat auch nur sehr wenig mit Höflichkeit zu tun. Politisch korrekte Gutmenschen können SEHR unhöflich sein.

    Grob gesagt teilt PC die Menschen pauschal in je zwei Gruppierungen, von denen die eine böse und unterdrückerisch ist und die andere gut und unterdrückt. Männer(+ angeblich „doofe Frauchen“) vs. Feministinnen, Heterosexuelle-Schwule, Konservative-Linke, Neu: KLimaskeptiker-Klimaretter. Kommt es zu Dissens zwischen den Parteien, ist der Austausch von Argumenten überflüssig, weil die gute, unterdrückte Gruppe per Definition Recht hat.

    Die Diskussion wird durch Sprachverbote ersetzt. Durch gezielte Sprachveränderungen wird der „bösen“ Gruppe die Möglichkeit genommen, sich auszudrücken.

  20. Der schreibt zwar das Logo hat er nicht anders gefunden, aber wenn es grade ist, stimmt das arabische nicht, deswegen Schwachsinn.

  21. In das bereits vorbereitete PC-Schema sind die Moslems gestoßen. Der Boden war für sie und ihre Meinungsunterdrückerei bereits perfekt bereitet:

    Sie gelten als gute unterdrückte Drittweltler und Westler als böse unterdrückerische Imperialisten.

  22. @Eisvogel genau alles das
    Landbesitzergreifer/Räuber etc. und CA ist der schlimmste von allen, der kauft sich einfach ein Stück Mond, obwohl der Mond ja dem Islam gehört.

    Also bitte eine Fatwa: dafür:
    http://short4u.de/45fac300f074d

    ca
    PS:
    ein bischen Spass muss sein….

  23. Jeder Links- und jeder Grünwähler streitet vehement ab, politisch korrekt, Gutmensch oder sogar links zu sein. CDU- und FDP Wähler sowieso, obwohl PC auch vor diesem Wählerkreis keineswegs halt macht.

    Nicht mal die Bundeswehr ist gegen PC gefeit wenn man die Geschichte von dem Oberstleutnant glauben darf, der sich geweigert hat an Vorbereitungen für den Tornado Einsatz in Afghnistan teilzunehmen.

    http://www.welt.de/politik/article764543/Bundeswehr_versetzt_rebellischen_Offizier.html

    „PC und Gutmenschentum“ ist viel zu schwammig und so wie es die PI Leserin Eisvogel mal ausdruckte: „als ob man einen Pudding an die Wand nageln will“.

    Leider gibt es keinen Begriff der das Phänomen „PC“ und „Gutmenschentum“ besser und treffender auf den Punkt bringt, besser an die Wand nagelt.

  24. Feine Ironie, Herr Jäger (ich gehe mal davon aus, daß Sie sich den Genuß der Reaktionen auf Ihr Feuilleton nicht entgehen lassen), ist natürlich auch ein Stlmittel der Inkorrekten.

    Wie schrieb jüngst Paul Kirchhof in „Das Gesetz der Hydra“?
    „5. Wer den Sprachgebrauch beherrscht, gewinnt Herrschaft auch über das Recht
    […] c) Sprachunterdrückung
    Aus der Sprechfreiheit wird Sprachherrschaft und Sprachunterdrü-ckung, wenn es Interessen oder Interessenten gelingt, einen von ihnen unerwünschten Sprachgebrauch als inkorrekt, rückständig, unzulässig zu brandmarken. […] Je mehr Sprachherrschaft und Konvention auf bestimmte Begriffe und Sprechweisen drängen und andere verbieten, desto mehr ver-lieren wir an Freiheit.“
    (KIRCHHOF, Paul: „Das Gesetz der Hydra – Gebt den Bürgern ihren Staat zurück!“; Droemer Verlag, München 2006, S. 70ff.)

    In diesem Sinne werde ich mal meinen deutschnationalen Opa im Kleingarten besuchen. Denn „deutschnational“ mögen Sie, Herr Jäger, vielleicht als inkorrekt, rückständig, unzulässig brandmarken, und eventuell erscheint Ihnen auch der „Kleingarten“ als Zeichen eines Klein- und Spießbürgertums, was aber noch lange nicht bedeutet, daß Ihre Sichtweise die „korrekte“ ist. Denn einigen Menschen ist die Nationaltät wertvoll, und der Kleingarten ein liebevoll gepflegtes Kleinod. Trotz Ihres mangelnden Verständnisses.

    Achja, Herr Jäger, bevor ich´s vergesse: vielen Dank für die Neugierde, die Sie geschürt haben. Dank Ihrer Bemühung wird sicherlich der ein oder andere Interessent das Forum finden, nachdem er gesucht hat; pro-amerikanisch, pro-israelisch und gegen die Islamisierung Europas.

    Mit freundlichem Gruß,

    Ihr Kognitiv
    _____________________
    Remember Lepanto 1571

  25. @Kognitiv: Ich glaube, mit dem „deutschnationalen Opa, der sich im Kleingarten verschanzt“, hat der Herr Jäger nicht die politisch Inkorrekten gemeint. Sondern er hat gemeint, dass wir politisch Inkorrekten die politisch korrekten Antiamerikaner angeblich so sehen.

    Ganz falsch ist das natürlich nicht! 🙂

    Irgendwann hat ihm mal wohl irgendwer an den Kopf geknallt, dass dieser moralisierende Antiamerikanismus und Antizionismus der politisch Korrekten den klassischen Nazis durchaus gefallen würde, wenn sie noch leben würden.

    Es ist aber etwas anderes, ob man einfach nur „Nazi“ gegen missliebige Personen blökt ( das ist PC!) und damit häufig offenbart, dass man nicht im geringsten kapiert hat, was die Nazis für Ziele und Ansichten hatten, oder ob man analysiert, welche heutigen Gutmenschen-Feindbilder exakt die gleichen wie die der deutschnationalen Opas Marke Waffen-SS sind.

    Es soll ja auch vorgekommen sein, dass ein solcher widerwärtiger Opa sich ganz besonders im Antiamerikanismus und Antizionismus einen Namen gemacht hat und lange eine Gutmenschen-Ikone war.

  26. @Eisvogel

    Ich habe das schon richtig verstanden. Allerdings dürfte die Metapher wohl eher aus seiner Feder stammen, ergo seinem Bild der ausgewiesenen Rückständigkeit entspringen.
    Insofern er lediglich zitiert hat, sollte Herr Jäger die Anständigkeit besitzen, und die Quelle benennen.

    Und was den Opa betrifft, der sein Land liebt, dessen Schrebergarten Glückseligkeit ist, Skat spielt, und alle sonstigen Klischees erfüllt, muß er noch lange nicht
    in den braunen Reihen marschieren (hat er vom letzten Krieg auch desöfteren die Schnauze voll).

    So, jetzt gehe ich zurück zu meinem Opa, der grillt nämlich jetzt Kotelett, Bauchfleisch und Würstchen, und ich kriege dort das ebenso obligatorische Bierchen.
    Achja, er schimpft übringens beim Stammtisch auch über die Politiker und die Presse, der Opa. Aber das macht ihn umso liebenswerter, UND manchmal auch politisch unkorrekt. 😉

    Kognitiv
    _____________________
    Remember Lepanto 1571

  27. > Ein Begriff fehlt in der Sammlung: „Israel-Lobby“. Aber der wäre politisch zu unkorrekt.

    Vorschlag für den Eintrag:

    Israel Lobby – Deutsche und Europäer die erkannt haben, dass Antizionisten auch eine Bedrohung für ihre eigenen Länder sind. Antizionisten sind, abgesehen von einigen Nazis, antiwestliche und antieuropäische Bolschewisten sowie deren Symphatisanten und einige dumme Gutmenschen. Diese hassen Nationalstaaten, Freiheit, und den Erfolg des Westens, daher hassen sie Israel. Ihre Gegner diffamieren sie gerne als Nazis, während sie selbst eine Politik betreiben oder unterstützen die Israel gefährdet, und die zudem für die Einwanderung des gewaltätigen islamischen Mobs nach Europa verantwortlich sind, und die diese Politik auch gerne weiter betreiben würden. Daher ist es sinnvoll auf die Doppelmoral der rotbraunen Bolschewisten und ihrer Freunde hinzuweisen, und dass nennt man dann „Israel Lobby“.

  28. Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit…und nicht Political Correctness!

    John Philpot Curran, Irland

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