Claus Peymann teilt Ansichten Christian Klars

claus_peymann.jpgDer Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann, hat dem RAF-Terroristen und Mehrfachmörder Christian Klar einen Job als Bühnentechniker angeboten, sollte er begnadigt werden. Auch sonst ticken die beiden ziemlich gleich und werden sich sicher prima verstehen. So verteidigt Peymann die „kapitalismuskritischen“ Äußerungen von Klar und erklärt, er teile sie voll und ganz.

Herr Peymann hat sich mal wieder bemüßigt gefühlt, sich zum Thema Christian Klars zu äußern … leider. Manche haben vielleicht schon gehört, dass er Klar schon mal vorsorglich, d.h. für den Fall seiner Entlassung, einen Job als Bühnenarbeiter beim Berliner Ensemble versprochen hat. Alles schön demokratisch beschlossen, versteht sich: „Wir haben uns das gut überlegt und mit dem Betriebsrat beschlossen, dass Klar eine Chance bekommen könnte.“ Ach ja, wenn es um Beschlüsse geht, vor allem wenn sie möglichst einstimmig sind, sozusagen als Kollektiv gefällt, wie in der Part… äh .. im Betriebsrat eben, da wird der Herr Peymann so richtig nostalgisch und träumt von vergangenen Zeiten…

Aber der Herr Peymann, dieser große Künstler, der träumt nicht nur, nein, der tut auch was. Es geht ihm ja nicht als bloß um das leibliche Wohlergehen von Christian Klar, diesem rechtskäftig verurteilten mehrfachen Mörder und skrupellosen Terroristen, nein, Herr Peymann musste sich auch in Fragen der Ideologie zu Wort melden und seinem Genossen im Geiste, diesem Anhänger der zerstörerischsten Utopie des vergangenen Jahrhunderts, auch mit ein wenig verstaubter Sowjetpropaganda hilfreich zu Seite stehen.

Wir erinnern uns: Christian Klar hat im Rahmen einer Grußbotschaft an die Rosa-Luxemburg-Konferenz (mehr über diese illustre Versammlung hier) seiner „Hoffnung auf eine baldige Niederlage der Pläne des Kapitals“ Ausdruck verliehen. Da darf natürlich der große Künstler Peymann ihm an Wortgewalt um nichts nachstehen: „Das sind auch meine Ansichten“, sagte Peymann. „Es kann ja nicht sein, dass dieses kapitalistische System von Korruption und Verantwortungslosigkeit der Weisheit letzter Schluss ist.“

Wohl bekomm’s, Genossen… auf in den Klassenkampf.

Die intellektuelle und künstlerische Elite Westeuropas (und das Wort „Elite“ gebrauche ich hier nur ungern) scheint mit einer ideologischen Blindheit und weltpolitischen Ahnungslosigkeit geschlagen zu sein, die wirklich ihresgleichen sucht. Es ist zum Verzweifeln – als hätten sie alles verdrängt und vergessen, was der Kommunismus im 20. Jahrhundert angericht hat. Aber sie glauben halt immer noch, dass es nur an der praktischen Ausführung gelegen sei, denn was der alte Marx geschrieben hat, das muss ja stimmen…

Mit solchen „Freunden“, wer braucht da noch Feinde?

» an das Berliner Ensemble

(Gastbeitrag von Florian W.)




Koptische Christen nach Brandanschlag auf ihre Häuser inhaftiert

Opfer zu Tätern macht die Religion of Peace in Ägypten und zeigt so ihr „tolerantes“ und „friedliches“ Gesicht gegenüber Angehörigen anderer Religionen. Koptische Christen waren, nachdem ihre Häuser von Moslems angezündet worden sind, zur Polizei gegangen, um den Brandanschlag anzuzeigen. Daraufhin wurden sie verhaftet und gezwungen, sich selbst zu beschuldigen.

Auf schriftlichen Verhörprotokollen mussten sie bestätigen, dass sie ihre Häuser selbst angezündet hätten, um die Tat Muslimen anzulasten und Polizeischutz einzufordern. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte berichtet (IGfM):

Am 13. Februar hatten unbekannte Täter brennende, kerosingetränkte Stofffetzen in die Häuser am Stadtrand von Armant (600 km südlich von Kairo) geworfen. Die Bewohner der Häuser, koptisch-orthodoxe Christen, konnten die Brandherde löschen. Daraufhin suchten sechs Angehörige der Familien die zuständige Polizeistation auf, um dort die Anschläge zu melden. Die Polizeibeamten weigerten sich jedoch, den Fall zu untersuchen. Zur Begründung wurde angegeben, dass es keine Beweise gäbe und der Schaden nur minimal sei.

Die Kopten wurden außerdem von der Polizei aufgefordert, Aussagen zu unterschreiben, wonach sie ihre eigenen Häuser angezündet hätten, um die Tat Muslimen anzulasten und Polizeischutz einzufordern. Als sie ihre Unterschrift verweigerten, wurden sie in Polizeihaft genommen und erst 36 Stunden später, nachdem sie letztendlich dem Druck zu unterschreiben nachgegeben hatten, freigelassen.

Den Angriffen auf die koptischen Häuser gingen am 13. Februar Anschläge auf vier, von Christen geführte Geschäfte voraus, berichtet die IGFM weiter. Gerüchten zufolge soll eine Liebesbeziehung zwischen einer muslimischen Frau und einem Christen ein Anlass für die Ausschreitungen gewesen sein. Lokalen Zeitungen zufolge liege der Ursprung der Unruhen an Beschuldigungen, ein Christ hätte muslimische Frauen durch Erpressung mit Nacktaufnahmen gezwungen, zu konvertieren.

Obwohl laut einer koptischen Zeitung das Zusammenleben von Christen und Muslimen in Armant, im Gegensatz zu anderen Landesteilen, als harmonisch anzusehen sei, gibt es doch Berichte, nach denen interreligiöse Beziehungen als Tabubruch angesehen wurden und gegenseitige Anschuldigungen bereits oft zu Spannungen führten. Der Vater eines überführten muslimischen Täters gab radikalen muslimischen Gruppen, die der Jugend seit den späten 90ern extremistische Gedanken einbläuten, die Schuld an der Gewalt. Ein anderer führte aus, dass die Geschäftsleute wahrscheinlich aufgrund von Neid zur Zielscheibe geworden waren, da viele junge Muslime unter Arbeitslosigkeit und Armut litten.

In der Realität beteiligen sich oft ägyptische Sicherheitskräfte an den anti-christlichen Gewalttaten. Im Jahr 2006 sind allein bei Angriffen auf Kirchen in el-Udaysaat und Alexandria zwei Kopten getötet und mehr als zwanzig verletzt worden. Die IGFM fordert die ägyptische Regierung daher auf, Maßnahmen zu ergreifen, um religiös motivierte Gewalttaten, besonders in den Reihen des Polizeiapparates, einzudämmen.

Ägypten gilt bekanntlich als gemäßigtes islamisches Land.

Danke an alle Spürnasen, die uns auf diese Meldung aufmerksam gemacht haben!