sarkozy_chirac.JPGNach zwölf Jahren wird Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac nicht mehr für eine dritte Amtszeit kandidieren. Das teilte der 74-Jährige gestern Abend in einer Fernsehansprache mit. Chirac macht damit den Weg frei für seinen „Parteifreund“ Innenminister Nicolas Sarkozy, der nach aktuellen Umfragen im Rennen um das höchste Staatsamt in Frankreich deutlich vor der sozialistischen Kandidatin Segolene Royal liegt.

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19 KOMMENTARE

  1. bleibt zu hoffen, dass Sarkozy, falls er denn Staatspräsident wird, die neokonservative Wende in diesem Land einleitet.

  2. Schön wär’s ja! Der macht nicht den Weg frei für Nicolas Sarkozy, sondern der kandidiert nicht mehr, weil er weiß, daß er keine chance hat. Auf wessen Seite er sich stellt, will er erst mitteilen, wenn alle Kandidaten nominiert sind durch mindestens 500 gültige Unterschriften. Das heißt, daß er nicht rückhaltlos hinter dem Kanidaten seiner eigenen Partei steht.

    Hinzu kommt, daß es inzwischen so aussieht, daß François Bayrou alle Chancen hat, Ségolène Royal schon im ersten Wahlgang auszuschalten. Dann fliegt der PS raus, wie im April 2002, diesmal aber nicht gegen einen rechtsextremen, sondern gegen einen Kandidaten der links-rechts-mittleren Linksrechten, von dem niemand weiß, wo er wirklich angesiedelt ist.

    Von der Rebellion her hat er mehr Ähnlichkeit mit dem Maisausreißer José Bové als mit einem Staatsmann.

    Wenn es im zweiten Durchgang ein Duell Nicolas Sarkozy – François Bayrou gibt, dann ist Sarko wech vom Fenster und wir haben weitere fünf Jahre Chaos, was noch mehr Brain und Kapital aus Frankreich vertreiben wird.

    Ich such‘ mir dann vielleicht auch ein anderes Land …

  3. Auch wenn Sarkozy Präsident werden sollte, versprechen tue ich mir davon wenig. Mittlerweile sind die gutmenschlichen Strukturen in ganz Europa dermaßen verfilzt und verfestigt, dass es meines Erachtens schon fast eine Neuauflage der französischen Revolution braucht um die Vernichtung Europas durch den Grünlinksfeudalismus noch aufzuhalten.

  4. Heute berichtet die ehemalige Geisel im Irak Georges Malbrunot (G.M.) im Figaro, auf der Seite 3, aus Abu Dhabi und Kuwait:

    Im Januar hat der Innenminister (Nicolas Sarkozy) die arabischen Botschafter „überrascht“, in dem er erklärte, „für die Wiederaufnahme des Friedensprozesses ist nicht Israel das Problem, sondern die Anerkennung Israels durch die (islamistische palästinensische, G.M.) Hamas“.

    Also, solche Grundvoraussetzungen eines friedlichen Zusammenlebens in der Region, nämlich die Anerkennung eines UNO-Mitgliedsstaates, verunsichert und überrascht die arabischen Staaten, die sich sicherlich überlegen, ob sie Frankreich nicht durch Petrodollar-Entzug bestrafen, wenn einer drankommt, der solche Selbstverständlichkeiten ausspricht.

  5. Weglaufen hat noch nie was gebracht. Wird Zeit für konsequentes Handeln!

    Der Preis der Freiheit ist stetige Wachsamkeit – John Philpot Curran, Irland

  6. @ #4 Gudrun

    Grund genug, weiter feste Energie zu sparen, weiter zu forschen und nicht aus der Atomenergie auszusteigen, so dass die möglichst bald in ihrem eigenen Öl ersaufen!

  7. Wenn Chirac weg ist, ist das immerhin etwas. Man bedenke jedoch, daß es leicht noch schlimmer kommen könnte. Allzu viel Vertrauen in die alteuropäischen Wähler habe ich nicht mehr.

  8. Ich bin mir nicht sicher ob man in Deutschland überhaupt auf die Politik setzen sollte bei den Franzosen könnten Wahlen eventuell noch etwas bringen weil die Franzosen eine ganz andere Einstellung zu Freiheit und Demokratie haben als die Deutschen

    wie einer meiner Vorredner denke ich auch Politik und Medien sind so sehr an den Multikulturellen-Ungeist gebunden dass es schon sinnlos ist an einer Wahl teilzunehmen

    eine Anregung wie man mit der Politik umgehen könnte gibt die SPD der bei der SPD stattfindende Mitgliederschwund veranlasst sie zu Abstimmungen über das Parteiprogramm soweit ich mitbekommen habe solle jedes Mitglied die Möglichkeit erhalten an der Abstimmung teilzunehmen

    ich denke die sinnvollste Position für die nächsten Jahre ist die des Nichtwählers denn was haben die Wahlen der letzten Jahrzehnte gebracht? Wenn CDU und CSU tatsächlich nicht an der aktiven Beförderung der Zuwanderung beteiligt waren (16 Jahre Helmut Kohl) so haben sie sie aus Egoismus heraus (Angst vor der Medienschelte) doch stillschweigend geduldet

    es steht also die Frage im Raum ob wir einem System bzw. Einem so korumpierten System tatsächlich eine zweite Chance geben wollen

    bei der derzeitigen Demographie können wir uns eine Entahltung von den Wahlen noch erlauben was ist 20 Jahren schon gefährliche Ausmaße annehmen wird eventuell oder besser mit sicherheit wird dieses Verhalten auf kurze Sicht eine verschlechterung der Lage bringen (da die Muselmatten ja und ihre Gehilfen natürlich noch wählen werden) aber auf längere Sicht wird ein starkes Absinken der Wahlbeteiligung alle Parteien unter Druck setzen es ist natürlich unnötig zu sagen dass man sich jeder Parteienmitgliedschaft enthalten sollte

    was mich auch gleich zu einem weiteren Punkt bringt

    ich denke PI hat in der Aussenwahrnehmung so große Fortschritte gemacht dass eine Weiterentwicklung der Plattform unerlässlich ist durch die Schnelllebigkeit eines Blogs verliert der Leser (besonders neu dazukommende) wichtige Informationen aus den Augen z.B. ist das Argument der Demographische-Entwicklung seltener das Thema weil schon alles dazu gesagt ist und dadurch für neue User nicht oder nur durch Zufall abrufbar

    die Plattform einer Homepage würde die Möglichkeit bieten übersichtliche Archive anzulegen

    ein Forum bietet die Möglichkeit neue Strategien und Lösungsansätze zu diskutieren der Blog sollte dabei natürlich erhalten bleiben

    ich würde mich daran gern beteiligen jedoch bin ich am Tag höchstens 60 Min Online aus einem Internetcafé heraus bin also etwas eingeschränkt

    BadKarma

  9. Vor- und Nachteil der Realität ist doch, dass man sie nicht ignorieren kann. Da kann also der sozialistischste Terror-Kuschelgrünkandidat an die Macht kommen wie er will – ihm/ihr fehlt einfach das Geld, um Kuschelgrünpolitik zu machen.

    Drei Millionen Analphabeten in den Banlieues zu füttern geht nicht unbegrenzt lange in ausreichendem Maße. Also erhöht er/sie entweder die Steuern oder senkt die Sozialhilfe. Senkt er die Sozialhilfe, hat er/sie wieder brennende Autos wochenlang – erhöht er/sie die Steuern sinken seine Einnahmen, die Wirtschaftskraft und es steigt die Arbeitslosigkeit. –> Damned if you do, damned if you don’t.

    So what? Soll doch Frau Royal an die Macht kommen, wenn die Linken und Blöden sie wählen. 🙂 Sie hat keine Chance, weil sie dank EZB kein Geld drucken kann und dank EZB auch keine weiteren Schulden machen darf. Linksgrün ist die teuerste Art Politik zu machen, also wird sie am Geldmangel verhungern.

    Schlimmstenfalls macht sie noch ein paar Milliarden Euro Schulden mehr, bevor das System kollabiert – aber das ist bei dem jetzigen Schuldenstand auch schon fast egal.

    So what? Sollen Sie machen. Mit der richtigen Politik ist das in zehn Jahren behoben, wenn man vergleicht, was Ludwig Ehrhardt mit einem vollkommen zerbombten Land geschafft hat…

  10. Chirac dürfte wohl in die Geschichte eingehen als der unfähigste Präsident der 5. Republik.

  11. @ #10 BadKarma

    „die Plattform einer Homepage würde die Möglichkeit bieten übersichtliche Archive anzulegen
    ein Forum bietet die Möglichkeit neue Strategien und Lösungsansätze zu diskutieren der Blog sollte dabei natürlich erhalten bleiben “

    Genau. Es könnte ja ein gemeinsames aktionistisches Forum auch anderer Blogs sein.

    -Bereitstellung harter überprüfter Fakten
    -vorgedruckte Flugblätter
    -rechtliche Beratung
    -Anleitungen zum Aktionismus abseits des Internets

    Wir müssen was tun. Btw, die Besucherzahlen auf PI STEIGEN stetig, wohl bald über 10000 pro Wochentag:
    http://www.politicallyincorrect.de/chc/stats/index.php?cat=access_statistics

  12. Das französische Pendant zu PI, Occidentalis.com, zeigt sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Abgang Chiracs. Allerdings ist man dort auch nicht gerade scharf auf eine Amtszeit unter Sarkozy. Kein Wunder, Chirac ist 1988 ebenfalls mit Anti-Immigrationsparolen in den Wahlkampf gegangen und hat dann während seiner Amtszeit genau das Gegenteil davon praktiziert. Natürlich ist Sarkozy besser als Bayrou und Royal, aber man sollte sich prinzipiell nicht allzuviel erwarten.

    Bei den französischen Islam-Kritikern geht geht man mittlerweile, nach all den Enttäuschungen und leeren Versprechungen der letzten Jahrzehnte, sehr kritisch mit der bürgerlichen Rechten um Sarkozy um, und unterstützt zumeist die christliche Konservative mit dem Spitzenkandidaten Philipp de Villiers (leider pendelt dieser gute Mann laut Umfragen nur zwischen 2 und 4 %) oder wählt schweren Herzens die extreme Rechte von Jean-Marie Le Pen.

  13. #3 WEBWRAITH (12.03.07 11:07)
    > Auch wenn Sarkozy Präsident werden sollte, versprechen tue ich mir davon wenig. Mittlerweile sind die gutmenschlichen Strukturen in ganz Europa dermaßen verfilzt und verfestigt, dass es meines Erachtens schon fast eine Neuauflage der französischen Revolution braucht um die Vernichtung Europas durch den Grünlinksfeudalismus noch aufzuhalten.

    Einem Präsidenten hört man zu. Wenn er erklärt das der Islam eine Gefahr ist, dass es Ungereimtheiten bei der angeblichen Klimakatastrophe gibt, dass wenn überhaupt nur der Markt CO2-einsparen sollte – durch einen global einheitlichen CO2-Preis – und nicht über Regulierung und missionarischen Moralismus der sich ins Privatleben einmischt, wenn er klar macht, dass Kündigungsschutz den Arbeitslosen schadet, hohe Löhne und starke Gewerkschaften ebenfalls, aber auch noch den Arbeitnehmern, dass Europas Unis besser werden müssen, und mehr Geld in die Forschung fliessen muss, auch in die Biotechnologie, und dass Europa eine starke Armee und eine eigene Aussen- und Sicherheispolitik braucht, mit eigener Forschung und politischen Institutionen, dann wird man ihm zuhören und darüber berichten und vielleicht auch darüber nachdenken.

  14. Genau. Es könnte ja ein gemeinsames aktionistisches Forum auch anderer Blogs sein.

    -Bereitstellung harter überprüfter Fakten
    -vorgedruckte Flugblätter
    -rechtliche Beratung
    -Anleitungen zum Aktionismus abseits des Internets

    Vor allen Dingen gibt es jedem der Möglichkeit Ideen beizusteuern von denen dann die sinnvollsten ausgewählt werden

    z.B. halte ich es für sinnvoll ein Konto anzulegen auf dem erstmal Spenden einfließen können das Geld muss man ja nicht sofort ausgeben eine kleine Kriegskasse wird in jedem Fall notwendig sein

    um derlei Vorschläge zu diskutieren benötigt man ein Forum die Last muss ja nicht bei den derzeit Aktiven von PI liegen man könnte Stammuser aus dem Kommentar-Bereich für die Moderation einsetzen

    eine Weiterentwicklung halte ich für unerlässlich jedoch als einer der wenigen?

    BadKarma

  15. Kärcher will Rolle als Sarkozys Vorstadt-Reiniger loswerden

    Der deutsche Reinigungsgerätehersteller Kärcher geht gegen die Nutzung seines Namens im Wahlkampf in Frankreich vor. Der Gebrauch der Firmenmarke zu politischen Zwecken stehe „im Widerspruch zu den Werten, die unser Unternehmen transportieren will“, sagte ein Kärcher-Sprecher in Paris. Die Firma habe alle Anwärter auf die Präsidentschaft aufgefordert, das Wort „Kärcher“ nicht mehr zu verwenden. „Mit dem Kärcher reinigen“ ist in Frankreich zum geflügelten Wort geworden, nachdem Innenminister Nicolas Sarkozy im Sommer 2005 angekündigt hatte, er wolle die Pariser Vorstadt Courneuve mit dem bekannten Hochdruckreiniger von Kriminellen befreien….

    http://de.news.yahoo.com/13032007/286/politik-k-rcher-rolle-sarkozys-vorstadt-reiniger-loswerden.html

  16. H.P. Petersen, ich habe das mit dem Kärcher Kommuniqué in meinen Artikel über den Wahlkampf aufgenommen. Ich habe die Anzeige im Figaro gelesen, sie soll aber in allen überregionalen Zeitungen geschaltet worden sein.

    Es wird immer deutlicher, daß Jacques Chirac den Nicolas Sarkozy keinesfalls unterstützt, sondern er wird den François Bayrou fördern. Der hat nämlich, sollte er gewinnen, was immer wahrscheinlicher wird, kein Programm, keine Mannschaft und keine Beziehungen. Der betreibt z.Zt. einen Einmannbetrieb.

    Wir werden es erleben, daß wir Jacques Chirac hinter den Kulissen wiederbekommen bzw. weiter behalten. Das wird Frankreich weiter ruinieren, aber die Wähler wollen es so. Sie sind darin wie alle Kleinbürger: nichts ändern ist die Devise. Wir hatten es bei unseren Wahlen mit dem Prof. Paul Kirchhof. Der wurde auch versenkt, noch ehe er sich’s versah.

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