biermann_wolf.jpgZwei Tage vor der Verleihung der Berliner Ehrenbürgerschaft an Wolf Biermann hat der Liedermacher den rot-roten Senat scharf kritisiert. Er bezeichnete es als verbrecherisch, „dass die SPD mit der PDS ins Bett geht“. Bereits bei der ersten Auflage der rot-roten Koalition 2001 hatte Biermann vor allem die SPD heftig angegriffen. Damals bezeichnete er sie unter anderem als „bankrotte sozialdemokratische Apparatschiks“, die „den Erben der DDR-Nomenklatura den Steigbügel“ halten und sich „mit totalitären Verwesern ins Koalitionsbett legen müssen, also mit SED- und MfS-Kadern, die das kaum getrocknete Blut ihrer Opfer noch am Ärmel haben“. Endlich mal jemand, der Klartext redet!

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24 KOMMENTARE

  1. Klasse, es kann wirklich nicht angehen wie die alten Seilschaften heutzutage noch ihre Opfer verspotten und Stasi Spitzeltum wieder salonfähig ist.

  2. Übrigens ist auch George Bush Ehrenbürger Berlins – allerdings „nur“ der ältere. (Aber was nicht ist, kann ja noch werden.) Außerdem zum Beispiel Ronald Reagan und Helmut Schmidt. Biermann wird sich also in guter Gesellschaft befinden.

  3. Wolf Biermann finde ich höchstens amüsant, vor allem wenn er, der 70jährige, wie ein Kind anfängt alles Elend der Welt zu bejammern. Seine politischen Überzeugungen dagegen sind so erzkommunistisch, dass er die Machthaber des real existierenden Sozialismus beschuldigt, gegen die „edlen Prinzipien“ verstoßen zu haben, und zu seinen politischen Liedern aus alter Zeit („So oder so, die Erde wird rot“) steht er bis heute. Der Mann hat eine geradezu kindliche Fähigkeit, an die „hehren Absichten“ des Sozialismus, die nur schlecht umgesetzt worden seien, und an die kommende Weltrevolution zu glauben.
    Selbstverständlich wollte ihm der totrote Berliner Senat nicht deswegen die Ehrenbürgerwürde verweigern, sondern weil er als 150%iger Sozialist bevorzugt der Regierung Honecker ans Bein pinkelte. Ein wahrer Gläubiger eben, mit allen ekligen Nachteilen, auch wenn er persönlich ein netter Kerl zu sein scheint, den ich gerne reden höre.

  4. .. hmm .. eigentlich sollte Herr Biermann die Ehrenbürgerwürde von Berlin öffentlich ablehnen. Warten wir ab ..

  5. Biermann über die Multikulti-Freaks:
    „Sie halten Araber für affige Wilde, für unmündige Menschen dritter Klasse, an die man noch keine aufklärerisch-humanen Maßstäbe anlegen darf. Die Zuneigung der Deutschen ist eine Art von vormundschaftlicher Verachtung. Der schwärmerische Respekt vor dem Fremdländischen ist nur Bequemlichkeit und Hochmut. Ich sehe im Multi-Kulti-Geschwärme meiner alternativen Zeitgenossen die seitenverkehrte Version des Rassendünkels von gestern.“

  6. Habe nie viel von Biermann gehalten, aber wenn er die Blutroten kritisiert soll’s mir recht sein

  7. @Feuervogel

    Tut mir Leid, wenn ich mich in bezug auf Biermanns Weltanschauung geirrt haben sollte, aber aus verlinktem ZEIT-Artikel geht ein Gesinnungswandel wie der von Dir beschriebene nicht hervor. Es handelt sich ganz einfach um eine Haltung, die moralisch unkorrumpiert weiterhin zu Israel solidarisch ist, die bis zur großen Eurabia-Revolution auch in Deutschland viele Anhänger hatte. Man beachte dazu folgenden Spiegel-Artikel aus dem Jahr des Herrn 1967, der – wie nicht anders zu erwarten – nicht mehr online ist, aber unter

    http://www.politikforum.de/forum/archive/index.php/
    t-121866-p-2.html

    vollständig zitiert wird (Magnus, 15.02.’06, 15:22).

    Eine solche Haltung sagt über die Grundüberzeugungen Biermanns nichts aus, außer dass er mit den Alternativen, den Grünen und den modernen Pseudolinken nicht übereinstimmt. Außer vielleicht…

    […]
    Für mich gehören auch die Millionen Moslems zur sogenannten Zivilisation. Es sind die Nachfahren einer altehrwürdigen geistigen Tradition. Geniale Baumeister, göttliche Handwerker, begnadete Dichter, weise Philosophen. Es sind die Nachgeborenen von Abrahams Sohn Ismael, die schon den Lauf der Sterne berechneten, als wir in den Wäldern Germaniens noch auf der Bärenhaut schnarchten.
    […]

    Die da’wa unserer muslimischen Propagandabrüder scheint nicht ganz unwirksam gewesen zu sein bei Hern Biermann. Die meisten heute dem Islam zugeschriebenen kulturellen Leistungen wurden von unterdrückten Dhimmis erbracht, und als sie zu sehr gedemütigt wurden, wanderten oder starben sie aus, was den sofortigen, vollständigen und nachhaltigen Zusammenbruch jeglicher kultureller, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit im islamischen Machtbereich zwingend zur Folge hatte.

  8. Wenn alle Rotlinken und Grünlinken so wären wie Biermann dann wäre es doch für die Gesellschaft schon ein lichtjahregroßer Fortschritt!

  9. OT
    Interessanter Artikel von Raddatz!

    Verteiler des Bundesverbandes der Bürgerbewegungen für Demokratie, Heimat und Menschenrechte e.V. http://www.buergerbewegungen.de
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    16. März 2007
    7. Jahrgang
    Ausgabe 11

    Seit Jahren greift der Orientalist Hans-Peter Raddatz mit seinen Publikationen über den Islam in die öffentliche Debatte ein. Er sieht Wirtschaft als wesentlichen Lösungsansatz im Umgang mit arabischen Regimes.

    tachles: Gibt es eine Diskrepanz zwischen dem hier wahrgenommenen politischen Bild einer einheitlichen arabischen Welt und den tatsächlich vorhandenen arabischen Gesellschaften?

    Hans-Peter Raddatz: Oberflächlich sind die Gesellschaften verschieden, weil sie aus verschiedenen Kulturen entstanden sind, aber all diese Erscheinungsformen haben den Glauben an Allah, den Koran und die Tradition Mohammeds gemeinsam. Die Frage ist, wie intensiv in den verschiedenen Ländern geglaubt wird, und da kann man in der Tat grosse Unterschiede feststellen. Der Islamismus als orthodoxe Bewegung will die Grundlagen wieder reaktivieren und tut dies mit grossem Erfolg, indem er sowohl den sozialen wie auch den verdeckten, auch mit Gewalt operierenden Arm, einsetzt. Diese Strategie ist von «moderneren» Organisationen wie der Hizbollah oder der Hamas übernommen worden, die sich damit auch gegen eigene Regimes wenden, denen sie zu intensive Zusammenarbeit mit dem Westen vorwerfen. Daraus hat sich leider eine konformistische Tendenz im gesamten Islam eingestellt, obwohl die grosse schweigende Mehrheit der Muslime immer noch eher liberal ist und den Indoktrinationsbestrebungen der Islamisten ziemlich verständnislos gegenübersteht.

    Auch das Christentum hat einst aus seinem Glauben gewalttätig durchgesetzte Machtansprüche abgeleitet. Wo sind die Unterschiede oder Parallelen zur aktuellen Situation mit dem Islam?

    Wir stehen hier zwei sehr unterschiedlichen Systemen gegenüber. Die oft gehörte Aussage, dass der Islam noch seine Aufklärung durchleben müsse, ist glatter Unsinn. Ohne Judentum ist das Christentum, aber auch der entscheidende Unterschied zum Islam, nämlich der Mensch als Individuum, nicht denkbar. Das Judentum hat sich auf sich zurückgezogen; geschichtlich hat sich dort das sogenannte Gottesreich ja schon verwirklicht, weshalb die Juden immer wieder in Gegensatz zu anderen Kulturen kommen. Sie können ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln, ohne Rücksicht auf Utopien, die besonders im christlichen Raum stattgefunden haben und weiter stattfinden. Im Christentum ist die von Jesus ermöglichte Verselbstständigung des Individuums vom Klerus kaum realisiert worden, ganz im Gegenteil: Sie wurde über viele Jahrhunderte brachial missbraucht. Im Islam hingegen gibt es dieses individuelle Prinzip nicht, und deswegen kann es auch keine Aufklärung geben, die eine säkulare Mahnung an den Klerus war, den Menschen an seine Verantwortung vor Gott zu erinnern. Im Zuge dieser Entwicklung wurde jedoch immer deutlicher, wie utopieanfällig die westliche Zivilisation ist. Dagegen stellt der Islam Utopie und reale Religion zugleich dar, indem er die utopische Errichtung des Reichs Allahs mit einem durchaus bodenständigen Staats- und Rechtssystem kombiniert.

    Nun stossen wir durch die Niederlassung der Muslime in einem offenen und freien Europa mit einer westlichen gemischt-kulturellen Gesellschaft an Grenzen. Wo liegt das Problem der westlichen Gesellschaft im Umgang mit dieser Tatsache?

    Wir leben in einer Zeit, in der wir im Westen eine neue Utopie entwickeln, möglicherweise eine islamische Utopie. Was im Marxismus-Leninismus und im Nationalsozialismus oder Faschismus, den sogenannten zwei gefallenen Engeln, schiefgelaufen ist, soll jetzt in einem neuen, dritten Anlauf mit dem Pro-Islamismus endlich Realität werden. Unter anderen haben wir dafür Vordenker wie etwa Martin Heidegger oder Michel Foucault, die die Lüge für rechtens hielten, um eine neue Realität zu schaffen, und damit heute Ikonen für Utopisten jeglicher Couleur sind.

    Mit welchem Ziel verfolgt das christliche Europa diese aus aufklärerischer Sicht sich selbst feindliche Islam-Utopie?

    Schon die beiden Vorgänger-Utopien hatten mit der jetzt laufenden dritten die Gemeinsamkeit, sich gegen die eigene Bevölkerung zu richten. Das Ziel ist die sogenannte Systemüberwindung, die Beseitigung der Bourgoisie.

    Ist demnach Europa fatalistisch?

    Fatalistisch würde ich es nicht nennen, denn dies ist keine passive Einstellung, sondern man geht durchaus aktiv vor. Zum Beispiel beteiligen sich die Eurokraten in Brüssel lebhaft an der Finanzierung von Hamas, Hizbollah, PLO, Fatah und wie sie alle heissen.

    Wie lässt sich das paradoxe Vorgehen erklären, einerseits die Aufklärung und die westliche Welt stärken zu wollen und anderseits solche Utopien zu übernehmen?

    Vergessen Sie bitte nicht, dass auch der Französischen Revolution eine Utopie zugrunde lag. Im Verlauf der Moderne können wir in der Tat das Paradoxon beobachten, dass, was die Progressiven als Fortschritt sehen, den Konservativen als Dekadenz erscheint. Die unterschiedlichen Sichtweisen haben psychologische Gründe, die zu erklären den Rahmen dieses Interviews sprengt. In jedem Falle haben wir es mit zwei typisch europäischen Vernunftformen zu tun, die einmal eher die radikale oder progressive und zum anderen eher die ausgleichende oder bürgerliche Komponente betonen.

    Wie sollen der Westen und gerade Europa mit der grossen Herausforderung Islam denn umgehen?

    Das rationalste Argument – nicht nur in der westlichen Zivilisation – ist das Geld. Bisher ist jede Ethik vor dem Geldargument zurückgewichen. Dennoch gibt es inzwischen Persönlichkeiten in der Wirtschaft, die nicht mehr akzeptieren, sich ihre Randbedingungen von einer immer erfolgloseren Migrations- und Integrationspolitik vorschreiben zu lassen. Die Islampolitik betreffend wird die Wirtschaft noch von der Politik bestimmt, während es sich in anderen Bereichen umgekehrt verhält. Im Arbeitsbereich zum Beispiel befiehlt die Wirtschaft der Politik, wo es langgeht. In den Unternehmen beginnt die Erkenntnis zu dämmern, dass man sich langfristig einen grossen Gefallen tut, wenn man diese Entwicklung selbst aktiv beeinflusst. Also werden derzeit Überlegungen angestellt, wie man den sogenannten Dialog auf eine Ebene bringen kann, auf der die Muslime und auch unsere eigenen Politiker ihn besser verstehen und somit rationaler agieren. Hier kommt das zentrale Argument der Wettbewerbsfähigkeit ins Spiel. Jeder kann einsehen, dass im globalen Wettbewerb, in dem Millionen von Arbeitsplätzen zerstört und Millionen von Menschen zur Migration, vorwiegend nach Europa, gezwungen werden, dem Bildungsstandard dieser Migranten eine rasant steigende Bedeutung zukommt.

    Wie schätzen Sie diese Entwicklung in Europa in den nächsten fünf bis zehn Jahren ein? Man sieht ja Ansätze, dass die europäischen Politiker diese Probleme wirklich zu lösen versuchen wollen.

    Die Geschichte zeigt immer wieder, dass der zuverlässigste Indikator für unangemessene Machtkonzentrationen der Druck auf Frauen und Juden ist. Wir haben eine beängstigende Zunahme des Antisemitismus in Europa, insbesondere in Frankreich und England; aber auch in Organisationen wie der Uno und den EU-Behörden hat er sich in erschreckender Form etabliert. In Brüssel bekommt man hinter vorgehaltener Hand zu hören, dass Israel über die Klinge springen könnte, wenn das gemeinsame Interesse mit der arabischen Welt es erfordere.

    Wie Sie sagen: Wenn Wirtschaftsinteressen grösser sind als jene der Ethik …

    Nein, ich rede hier eher von einer ideologischen Entwicklung, die auch gegen eigene Wirtschaftsinteressen geht. Wenn zum Beispiel die Eurokraten nicht bereit oder fähig sind, ausgleichend zu denken und mit den Arabern ein uneingeschränktes Existenzrecht für Israel zu vereinbaren, schaden sie den eigenen Interessen. Schon seit über zwei Jahrzehnten erpressen die Araber die Eurokraten immer wieder mit dem Ölargument. Darin schlägt sich besonders auch die wirtschaftliche Inkompetenz nieder. Denn ohne primär ideologische Motivation wäre man schon längst zu einer Förderung alternativer Technologien gekommen, um die Abhängigkeit vom Öl zu mildern. Jetzt erst kommt man auch in Brüssel darauf, wie verfehlt dies war und wie sehr hier das pragmatische Ausgleichsdenken gefehlt hat. Natürlich spielt bei dem Ablauf auch die Korruption keine geringe Rolle.

    Anderseits gibt es in arabischen Ländern viele Menschen, speziell Frauen, die liberaler respektive emanzipierter leben wollen. Das ist keine kleine Bewegung …

    Nein, ganz bestimmt nicht, und selbstverständlich wird sich hier auch die moderne Kommunikation segensreich auswirken. Die meisten können fernsehen und wissen, wie es im Westen zugeht. Tatsächlich hat sich besonders bei den Frauen eine Bewegung formiert, die die Männer langfristig wohl kaum stoppen können.

    Setzen Sie auf die Frauen?

    Ich halte die Frauenbewegung aus westlich-liberaler Sicht für die entscheidende Komponente, aber auch aus westlich- ideologischer Sicht ist die offensichtliche Unterdrückung immer weniger haltbar. Das Argument, dass sich islamische Frauen freiwillig verschleiern, erscheint immer mehr Menschen weit hergeholt, wenn nicht absurd. Anderseits muss man einschränkend auch sagen, dass der islamistische Einfluss in diesen Ländern sehr stark ist. Sogar die Eliten befinden sich in einer mit der Masse vergleichbaren Situation. In vielen Fällen zahlen sie eine Art Lösegeld an die Islamisten, damit sie ihren Geschäften einigermassen nachgehen können. Langfristig wollen sie das natürlich nicht, denn sie haben oft im Westen Geschäftspartner und wissen somit sehr wohl, dass sich ihre Geschäfte auch angenehmer abwickeln lassen.

    Sehen Sie Iran und die atomare Frage als Hauptproblematik für Europa, oder wäre es wichtig, dass die Bedrohung auch in der arabischen Welt gesehen wird?

    Iran ist aus zwei Gründen mittelfristig sicher das grösste Problem im Nahen Osten. Erstens haben und hatten die Iraner schon immer eine klarere Position als ihre regionalen Konkurrenten. Zweitens sind sie als Schiiten endzeitlich orientiert, ihr radikales Potenzial ist somit wesentlich stärker als das arabische. Die Araber waren in ihrer ganzen Geschichte eher bereit, Kompromisse zu schliessen, auch wenn es um Fragen des Islam geht. Hinzu kommt, dass Saudi-Arabien als Führungsmacht im arabischen Raum inzwischen seine Legitimation weitgehend verloren hat, seine Führungsschicht eigentlich nur noch von Gnaden Amerikas lebt und zusehends auf Widerstand im Lande selbst stösst. Wie lange dies anhält oder die USA noch in der Lage sind, den Status quo zu sichern, wissen wir nicht.

    Wobei die Amerikaner ja auch nicht mehr das sind, was sie mal waren …

    Ja, aber da muss man auch die sehr starke, ideologisch-aggressive Strömung in Europa und Amerika gegen die amerikanische Nahostpolitik in Betracht ziehen. Hier betreibt man typische Weltmachtpolitik, die im Grunde versucht, ideologische Belastungen – auch den Antisemitismus – zu vermeiden. Da Europa mit dem in der Hauptsache arabischen Islam beziehungsweise Islamismus auch wieder einen kräftigen Antisemitismus reimportiert, macht es sich von dieser Art Quasireligion abhängig. Es wird oft übersehen, dass in den letzten zwei, drei Jahren eine Drift von Saudi-Arabien Richtung Iran entstanden ist. Die Saudis würden lieber ihre Vorherrschaft im Nahen Osten an Iran abgeben als die Herrschaft im eigenen Land verlieren.

    Was eigentlich zeigt, dass die offiziell gegen Israel gerichtete Bombe vor allem Druck auf die arabischen Länder macht.

    Vollkommen richtig. Das ist die Langzeitstrategie der Iraner, die aus ihrer eigenen Geschichte daran gewöhnt sind, ganz schlicht und einfach die Hegemonie zu beanspruchen, zumindest im weiteren Golf-Bereich. Ein wichtiges Indiz dafür ist zum Beispiel, wie stabil Syrien über viele Jahre zu Iran gestanden und den Verlockungen der Amerikaner widerstanden hat.

    Im April erscheint ihr neues Buch «Allah und die Juden». Darin rücken sie den Antisemitismus in muslimischen Ländern in ein neues Licht.

    Nicht unbedingt in ein neues, aber in ein historisch korrektes Licht. Das Buch räumt unter anderem mit der Legende auf, es bestünden substanzielle Unterschiede zwischen dem westlichen und dem islamischen Antisemitismus.

    Interview: Yves Kugelmann

    © 2001 – 2007 tachles Jüdisches Wochenmagazin.
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  10. #11
    •SCHELTE: Das Thema is (1.) O.T., wie Du ja selbst schreibst und dann (2.) knallst Du das Traktat rein, dass man 2 Meter runterscrollen muss. Ätzend sowas.

    •Du weißt was Links sind ja?
    Und glaub man, wenn mir jemand sacht, ja schau mal, da ist ein interessanter Artikel vom Raddatz, ja dann guck ich da auch rein, brauchst Dir keine Soregen zu machen, ich weiß wohl, wer der gute Herr ist.

    #13 Hahaha!
    •Ja der Herr Biermann. Für voll nehmen kann man den nicht und dem seine Mukke find ich auch Scheisse. Aber: Er hat seine hellen Momente und was er der SPD da vorwirft:100% richtig.
    Aber wie gesagt, nur weil der mal was richtiges sagt, sollte man sich hüten, sich grundsätzlich mit ihm zu solidarisieren.

    • Der Artikel Islamkritik bei WikiP soll gelöscht werden. Verglichen mit dem englischen Artikel ist er auch etwas dünn… aber gleich löschen?
    Deutscher Artikel
    Englischer Artikel
    Sollte der Internet Jihad, oder die Gutmenschen mal wieder ihr Unwesen treiben? 0o

  11. #15 Guter Artikel, hab ihn mal durchgelesen, aber mein „Mausradfinger“ braucht nun ein paar Lockerungsübungen 😉

  12. D.N.Reb: Es wird um eine ordentliche Ausdrucksweise gebeten. Andere Kommentatoren nehmen hier völlig zu Recht Anstoß. Den Holocaust-Neid-Kommentar habe ich gelöscht. Auch laufen persönliche Beleidigungen nicht unter „Meinungsfreiheit“.

    Beate

  13. @#18 Beate

    Na schön. Dann Meinungsfreiheite ich noch einmal.

    Herr Biermann ist in die DDR gekommen, weil er den Kommunismus aufbauen wollte. Allerdings war er mit der Art und Weise wie der Kommunismus aufgebaut wurde, nicht glücklich. Unter dem persönlichen Schutz Margot Honeckers stehend glaubte er, den Hofnarrenbonus zu haben und wetterte gegen die Politbürogreise, die seiner Meinung nach den Sozialismus versauten. Irgendwann war der König über die Possen seines Hofnarren nicht mehr amüsiert und beschloss ihn draussen zu lassen. Denn überall schien es für den Wolf schöner zu sein, als in der DDR, wo verstockte, unmoralische Greise das Zepter schwangen. Das war dem Herrn Biermann auch wieder nicht recht, beraubte es ihn doch der Möglichkeit, propagandistisch wirkungsvoll in Bautzen zu schmachten oder unter einer Tschekistensalve zu sterben. Fortan tourte er durch die Lande des feindlichen Reichs, das er verlassen hatte, um den Sozialismus mit aufzubauen und sang erschröckliche Balladen über das Nachbarkönigreich und wetterte über die Herrschenden dort, wie sie den Aufbau des Sozialismus nur so verderben konnten! Als die Untertanen dieses Königs die Schnauze voll hatten, vom Aufbau des Sozialismus, gingen dem Wolf die Themen aus. Keiner mehr, der ihm applaudierte, kein König mehr, der als Zielscheibe seiner Balladen herhalten konnte. Einr traurige Zeit für den Wolf aber auch neue Möglichkeiten. Fortan wurde er nämlich Experte für das abgeschaffte Königreich. Und wann immer ein Mikro vor seinem Gesicht erschien, tat er das, was er am besten konnte, er zitierte aus seinem umfangreichen Balladenschatz, freilich ohne Melodei. Und das tut er heute noch, weil er nichts anderes kann.

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