Gestern haben zur Kenntnis nehmen müssen, dass Kurt Beck die Gattung des „moderaten Taliban“ entdeckt hat, mit der er zukünftig innige Kontakte pflegen will, wozu auch eine Einladung nach Deutschland gehört. Dafür bekommt er nicht nur Applaus von Außenminister Steinmeier, der damit erneut unter Beweis stellt, wes Geistes Kind er ist, sondern auch von anderen Parteigenossen und natürlich der Linken und Teilen der Grünen. In gewohnt gemialer Manier setzt sich Hendryk M. Broder mit dem ultimativen Vorschlag Kurt Becks auseinander.

Hier ein Auszug:

Die übrige Welt nahm es gelassen hin, dass in einem von der EU finanzierten Stadion in Kabul anstelle von Sportveranstaltungen öffentliche Hinrichtungen stattfanden und war nur kurz irritiert, als die 1.500 Jahre alten Buddha-Statuen von Bamiyan, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählten, von den Taliban gesprengt wurden. Damals konnte man in den deutschen Feuilletons Artikel lesen, in denen darauf hingewiesen wurde, dass die Zeit der Bilderstürmerei in Europa noch nicht so lange vorbei wäre, als dass „wir“ uns anmaßen könnten, über andere zu richten.

Nicht einmal die Not der afghanischen Frauen, die vollkommen entrechtet waren, vermochte die vielen Gutmenschen zu erschüttern, die sonst zugunsten geschändeter Tiere auf die Straße gehen und sich mit jedem Huhn solidarisieren, das nicht frei herumlaufen darf.

Inzwischen weiß man, was die Taliban angerichtet haben und wozu sie imstande sind. Dass sie zurück an die Macht wollen, kann man ihnen nicht verübeln; sie an einen runden Tisch zu bitten, um ihnen die Gelegenheit zu geben, an der Lösung der Konflikte mitzuwirken, deren Ursache sie sind, zeugt dagegen von einem Wunderglauben, der an Voodoo grenzt. Als nächstes könnte Kurt Beck vorschlagen, Drogendealer in den Kampf gegen den Drogenhandel einzubinden und Bordellbesitzer um Rat zu fragen, wie man die Zwangsprostitution eindämmen könnte.
Andererseits: Es wäre spannend zu erleben, wie eine Afghanistan-Konferenz unter Beteiligung der Taliban aussehen und worüber dabei verhandelt würde: Ob man Ehebrecherinnen steinigen oder erschießen sollte? Ob Dieben nur eine Hand oder beide Hände abgehackt werden sollten? Mit vielen Peitschenhieben das Hören von Musik bestraft werden sollte?

Und was macht man mit den Tausenden Selbstmordattentätern, die nach Angaben der Taliban bereit stehen, „die westlichen Truppen und ihre afghanischen Marionetten anzugreifen“? Sollen die auch alle an der Konferenz teilnehmen, damit keine Chance ungenutzt bleibt, alle Möglichkeiten für eine nationale Versöhnung auszuloten?

Dann könnte die Konferenz gleich im Sportstadion von Kabul stattfinden, für die Taliban wäre es ein Heimspiel. Nur der Runde Tisch müsste etwas größer gebaut werden.

Falls sich nun aber weibliche linksgrüne Gutis schon auf das Zusammentreffen mit den wilden, bärtigen „richtigen“ Männern gefreut haben, wird man sie sicher enttäuschen müssen: Über Frieden reden richtige Männner natürlich nur mit anderen Männern …

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32 KOMMENTARE

  1. Herr Beck mausert sich zur größten Bedrohung für die nationale Sicherheit. Wieso ist ein so besonnener und kenntnisreicher Politiker wie Hans-Ulrich Klose nicht für die Außenpolitik zuständig (abgesehen von Herrn Steinmeier)? Das Problem: die Taliban haben keine verhandelbaren Positionen, das wollen sie auch gar nicht. Wie sollen wir uns Verhandlungen zwischen Herrn Beck und Mullah Omar vorstellen ? Beispiele: Wenn ein Lehrer es wagt, Mädchen zu unterrichten, wird ihm nicht der Kopf, sondern nur die Genitalien abgeschnitten. Verbrechen gegen die Sittlichkeit werden nicht mehr mit Erschiessen am Elfmeterpunkt geahndet, sondern mit Erhängen am 10-Meter-Brett im Schwimmbad. Ein guter Satiriker könnte diese Liste beliebig fortsetzen. Die Realsatire, die geistige Tiefflieger wie Beck, Trittin u.v.m. hervorbringen, ist längst nicht mehr lustig. Wenn man keine Ahnung hat, sollte man lieber schweigen. Ich erzähle auch niemandem, wie man Atome zu spalten hat.

  2. Beck ist ein idiot – und nur noch als ahnungslos zu bezeichnen – morgen entdeckt er dann den morderaten Nazi und den Moderaten Stalinisten. Hauptrolle in einem absurten Theater, das gerade da aufgeführt wird, hat er inne.

  3. „…Norman Paech, außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE war in einem Punkt mit Beck einig: „Wer den Frieden will, muss mit dem Gegner sprechen…“

    FALSCH du linke Pappnase!

    Wer den Frieden will, muß „den“ Gegner vernichten.

  4. winfried nachtwei, der sicherheitspolitische sprecher der grünen, sagt manchmal sehr vernünftige sachen:

    Winfried Nachtwei fand die strategische Überlegung zwar richtig, Becks Äußerung zu den Taliban aber naiv. «Allein die Teilnahme würde für Taliban-Aussteiger das Todesurteil bedeuten. Eine afghanische Friedenskonferenz ist doch kein rheinland-pfälzisches Weinfest.»

    damit macht er klar, dass es sich bei den „moderaten taliban“ nur um aussteiger handeln kann.

  5. Täuscht mich mein Eindruck, oder ist es Realität: Alle, die den Nachnamen BECK tragen, sondern zum Thema Islam immer wieder einen unsäglichen STUSS ab, welcher kaum zu ertragen ist! Dabei scheint es völlig egal zu sein, ob es sich um Kurt, Volker oder um Marieluise handelt!

  6. Talibanaussteiger? Wird die Becksche Torheit jetzt als Aussteigerprogramm für Taliban gehandelt?

    Herr Nachtweih müsste eigentlich wissen, dass z.B. Aussteiger aus der rechtsextremen Szene auf die rechtsextreme Szene keinen Einfluss haben. Sonst hätten wir schon längst einen Aussteiger- Runden Tisch gegen Rechts unter Einbeziehung Ausstiegswilliger.

  7. Falls sich nun aber weibliche linksgrüne Gutis schon auf das Zusammentreffen mit den wilden, bärtigen „richtigen“ Männern gefreut haben, wird man sie sicher enttäuschen müssen: Über Frieden reden richtige Männner natürlich nur mit anderen Männern .

    Das glaub‘ ich noch nicht mal. Die verachten westliche Männer vom Typ „Dialogpartner“ schon so abgrundtief, dass das durch weibliches Geschlecht auch nicht mehr zu toppen ist. Die Verachtung für „weibische“ Männer ist im Islam größer als für Frauen, denen man wenigstens noch zugesteht, dass ihr „weibisches“ Verhalten eine Art angeborener Makel ist, für den sie nichts können.

  8. In den USA gilt die Weisheit::
    „Ein zweitklassiger Mann scharrt drittklassige Leute um sich.“

    Auf Kurt Beck und seine „Anhänger“ übertragen:
    „Ein dummer Mann scharrt noch dümmere Leute um sich.“

  9. nein, nachwei sagt nur, dass es keine moderaten taliban gibt, sondern nur austeiger, deren lebenserwartung drastisch sinken wird. die haben natürlich keinen einfluss auf die taliban mehr.

    die linke politikerszene in deutschland wirft karsai häufig vor, dass er keinen einfluss auf afghanistan habe, da er ein handlanger der us-geführten un-mission in afghanistan wäre, ohne rückhalt in der bevölkerung. bei letztem spielen sicherlich auch wunschvorstellungen dieser linken eine rolle.

    bei den taliban, genauer: den taliban-aussteigern, spielt dieses argument offensichtlich keine rolle. die haben dann wohl rückhalt in der bevölkerung, auch wenn sie mit dem westen kooperieren. warum das dann so sein soll, das ist ein geheimnis.

  10. Wie die Tagesspiegel-Meldung über Beck vor 60 Jahren ausgesehen hätte:

    Tagesspiegel, 03.04.1947:

    „Beck will mit Nazis verhandeln.
    Berlin – Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat sich mit einem mutigen Vorstoß weiter vorgewagt als andere westliche Spitzenpolitiker bislang: Bei seinem am Montag beendeten Berlinbesuch sprach Beck von einer möglichen neuen Friedenskonferenz für Deutschland, vielleicht unter Teilnahme moderater Nationalsozialisten. Gastgeber könnte nach Becks Vorstellung wieder Potsdam sein. In Potsdam wurden Mitte 1945 die Weichen für die Zukunft Deutschlands gestellt. Damals waren die Nazis nicht vertreten – sie schienen endgültig besiegt und ohne Zukunft in Deutschland.“

  11. in die Diskussion beim TSp schrieb ich: Wer im letzten Jahr in NRW die Diskussion um Schulsport verfolgte, konnte entsetzt sein: Um den Islamisten zu gefallen schlug die SPD in NRW vor, den Sportunterricht nach Geschlechtern zu trennen. Diese Aussage können Sie nachlesen, z.B. in der Westfalenpost! Obiger Vorschlag von Herrn Beck ist nur eine konsequente Fortsetzung eines rückratlosen Kniefalls der SPD (Grüne ähnlich) vor dem Islamismus. Mit weiteren Vorschlägen absurdester Art sollten wir in Zukunft rechnen. Aber sollten wir diese Leute wählen?

  12. etwas ot, paßt aber auch irgendwie in den zusammenhang. hier:

    http://www.liveleak.com/view?i=42d_1175661559

    kann man sehen, daß der irak nicht nur aus „besatzern“ und „aufständischen“ besteht, sondern auch aus irakischer zivilbevölkerung, die mit den amerikanern offenbar keinerlei berührungsängste hat.
    in den msm sieht man so etwas natürlich nie, weil es nicht ins weltbild der medienkommunisten aka „kritischen“ reportern paßt.

  13. Die SPD unter ihrem offenbar senilen Vorsitzenden Beck dilettiert weiter nach links,
    wo ist die CDU/CSU, die ihre Chance nutzt und nicht nur „die Mitte“ besetzt, sondern auch die Position des gesunden Menschenverstandes ?

    Kurt Beck, ein Lokalpolitiker, den die kollektive Dummheit der Sozen weit weit nach ober „verspült“ hat.

    Eigentlich nur noch komisch…

  14. Warum nicht auch einen runden Tisch mit moderaten Mördern, moderaten Kulturvernichtern, moderaten Kinderschändern etc.
    Wenn man keine Ahnung von der Materie hat, dann sollte man sich entweder erst informieren, jemanden reden lassen, der mehr davon versteht oder einfach mal nichts sagen. Alles drei scheint für die meisten Politiker ein unüberwindliches Problem darzustellen. Der Pawlowsche Reflex beim Anblick eines Mikrofons ist da einfach zu stark.

  15. @11 heartfield

    sag ich doch, man hätte mit dem „Arbeitskreis kritischer Nazis innerhalb der NSDAP“ reden sollen. Hier wurden seinerzeit viele postive Ansätze zum Dialog und zur Verständigung verspielt.

  16. @ #3 Sachichdoch
    „Wer den Frieden will, muss mit dem Gegner sprechen…“

    FALSCH du linke Pappnase!

    Wer den Frieden will, muß „den“ Gegner vernichten.

    🙂 (-:

    …könnte man vielleicht länger und
    etwas netter ausdrücken, aber irgendwie hat
    die kurze Wahrheit auch ihre Reize…!

  17. Beck&Co. sind keine Leute, die kapitulieren, sondern es sind Kollaborateure. Das ist mir bei der Lektüre des Buches von Henryk M. Broder schon aufgefallen. Kapitulieren tun Menschen, die Angst haben, oder die einsehen, daß ihre Macht nicht ausreicht, den Gegner zu besiegen. Kollaborieren tun solche, die im Grunde überzeugt sind, daß der Gegner keiner ist, sondern ein Kumpan, ein Mitstreiter.

  18. Becks Äußerung belegt (mal wieder) eindrucksvoll dass nicht die Musels sondern ihre grünen und linken Zuarbeiter das wirkliche Problem sind.

    Man könnte sich den Musels mit einem leichten Pusten entledigen…wenn da nicht Marx und Bakunin wären, die Geist und Seele dieses Landes fest in ihrem Würgegriff halten.

    Ich werde – hoffentlich – tot sein wenn alles so kommt wie ich denke dass es kommt, aber um die deutschen Kinder die jetzt gerade geboren werden tut es mir echt leid.

  19. @pcprisoner: „Becks Äußerung belegt (mal wieder) eindrucksvoll dass nicht die Musels sondern ihre grünen und linken Zuarbeiter das wirkliche Problem sind.“

    um noch weiter zu gehen, das „muselproblem“ ist eigentlich keins. das selbstzerstörerische verhalten des westens inklusive pc-gequatsche ist das problem.

    wir hier nehmen eigentlich nur wahr, das muslime die ihnen gewohnten rechte der ursprünglichen heimatländer in anspruch nehmen. das kann man ihnen aber letzlich nicht übel nehmen. das ist so gewollt.

    wenn man dem islam nichts entgegenzusetzen hat ausser dem rechtsstaat, der von muslimen natürlich ausgenutzt wird, dann bleibt von der kultur des westens irgendwann nicht mehr viel übrig.

    das ist nun mal so.

    als muslim und muslimorganisation in deutschland würde ich mich genauso verhalten. und die sind ja zum teil ganz zivil im auftreten.

    die zeit bringts und man braucht nur zusehen.

  20. Taliban, Hisbollah, Hamas, Putin, Chinesen, demnächst Nordkorea, Chavas, moderate Kinderschänder, moderate Serienkiller, moderate Zombies, egal, Hauptsche antiamerikanisch und antiisraelisch. Die roten Amigos kontrollieren das Land. Die wenigen der CDU, CSU zählen nicht. Große Persönlichkeiten sind nicht mehr da. Jetzt verstehe ich den Platzek, er wollte keine Marionette von den roten, fetten Bonzen sein.

  21. Vielleicht wollte Beck auch nur, dass sich der Westen ohne größeren Gesichtsverlust aus Afghanistan verzieht und diesen verlorenen Staat einfach sich selbst überlässt; denen ist doch nicht mehr zu helfen, Pipeline hin oder her, es lohnt nicht, der Islam ist einfach zu penetrant.

    Schade um die hübschen Frauen dort.

    Übrigens spielt die afghanische Fußballnationalmannschaft mit hängenden Stürmern…

  22. Richtig, mr, die eingewanderten Moslems benehmen sich nicht irrational. Wir sind es, die das tun!

    das „muselproblem“ ist eigentlich keins

    Vielleicht noch nicht, vielleicht aber auch schon. Am Anfang war’s sicher keins. Irgendwann wird’s auch eines sein, wenn die ganze PC hinweggefegt wäre. Wie’s derzeit aussehen würde, wenn morgen plötzlich niemand mehr selbsthassend und pc wäre … ich weiß es nicht.

    Spätestens bis aber die PC hinweggefegt ist ( wenn’s überhaupt funktioniert), wird es auch ein davon unabhängiges Muselproblem geben. Mit der Zeit werden Fakten geschaffen. Das Geschwätz „der Islam ist eine traditionell europäische Religion“ ist, auf die Vergangenheit bezogen, derzeit eine platte Lüge. Wenn wir von heute aber einmal „die Vergangenheit“ sind, dann ist das leider keine Lüge mehr.

  23. #24 Mahner, da gibt es einen, der war Bundeskanzler. Helmut Schmidt. Ein erstklassiges Focus-Interview 12.6.2005: „Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden“, sagte Helmut Schmidt in dem Interview. Als Mittel gegen die Überalterung komme Zuwanderung nicht in Frage. „Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, schaffte nur ein zusätzliches dickes Problem.“

    Und das wiederholt er häufig. Hervorragend auch sein Interview 2004 im Abendblatt „Wieviel Anatolien verträgt Europa?“.

    http://www.abendblatt.de/daten/2004/11/24/367848.html

  24. Erster Henryk Broder Fanclub; Erster Vorsitzender: Ich 😉
    Sehr geehrter Herr Broder, seit ich 1989 das erste Mal auf sie aufmerksam wurde, bin ich ein Fan von Ihnen. Für Ihre großen Verdienste um Deutschland würde ich Sie gerne für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen.
    Obwohl: Haben Dieter Bohlen und Rita Süssmund nicht auch so eins bekommen? Naja dann geb‘ ich ihnen besser mal ein Bierchen aus, wenn wir uns mal über den Weg laufen sollten.

  25. #27 Hennip (04.04.07 17:29)

    Gute Vorlage. Da häng` ich mich an.

    Sehr….
    Dito.
    Aber. Ich les` Sie schon seit Pardon Zeiten.
    Mich stört nur Ihre Aussage: „ich will noch mehr Muslime und Moscheen in Deutschland“.
    Im Sinne von Taqyia – das könn`nich nur die Musels – versteh ich das. Oder?

  26. …ich finde, dass Mecki so viel Widerstand
    und Häme nicht verdient hat, denn eventuell
    steht er in einem Jahr schon ganz anders da, und (fast) jeder will dann sein Freund sein.
    naja, – immerhin hat man hier in Deutschland
    ja schon mal Erfahrung mit moderaten
    moslemischen Kräftn machen können.
    – in Hamburg-Harburg, – Al-Quds-Moschee .
    Da könnte Mecki doch mal nach einschlägigen
    Erfahrungen weiterfragen .
    Oder er geht einfach mal in ein
    x-beliebiges Deutsches Studentenwohnheim.
    Da kann ihm bestimmt auch schon mal
    geholfen werden. Und davon lädt man sich
    dann noch ein paar ein zu
    Friedensgesprächen…
    …Das wird bestimmt toll…
    (winke,winke)Friedensnobelpreis für Mecki(winke, winke)

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