Schon seltsam: In Ländern, in denen hauptsächlich Anhänger der „Religion des Friedens“ leben und regieren, die ständig von Allah, dem Barmherzigen, dem Allerbarmer reden, finden die Terroristen des Terrornetzwerkes Al Kaida mehrheitlich Unterstützung für ihre politischen Ziele. Das ergab eine Umfrage der University of Maryland und des WorldPublicOpinion-Instituts (Washington).

Anschläge auf Zivilisten sind allerdings nicht beliebt. Offenbar identifiziert sich das Volk vor allem mit den gemäßigten Islamisten und den moderaten Terroristen, eben die, die „nur“ amerikanische Soldaten sprengen.

Die politischen Vorstellungen des Terrornetzwerks Al Qaida stossen einer US-Umfrage in muslimischen Ländern auf Zustimmung. Nur eine Minderheit der Befragten hat allerdings Verständnis für Anschläge auf Zivilisten. (…) Demnach zeigten sich durchschnittlich 74 Prozent der Befragten in Ägypten, Marokko, Pakistan und Indonesien einverstanden mit dem Ziel der Al Qaida, die US-Armee aus allen muslimischen Ländern zu vertreiben.

Besonders gross ist in den arabischen Ländern Ägypten und Marokko das Verständnis für Angriffe auf US-Soldaten im Irak: 91 Prozent der befragten Ägypter und 69 der Befragten in Marokko halten dies für legitim. In den nicht-arabischen Ländern Pakistan und Indonesien war die Zustimmung deutlich geringer.

In allen vier Ländern war jeweils weniger als ein Drittel bereit, sich komplett von den Zielen und der Taktik von Al Qaida zu distanzieren. Eine relative Mehrheit der Ägypter zeigte zudem Verständnis für Selbstmordattentäter.

41 Prozent sagten, es könne «oft» gerechtfertigt sein, wenn ein Muslim einen Selbstmordanschlag auf einen «Feind» verübt. 28 Prozent sagten, die sei «nie» gerechtfertigt. In den anderen Ländern überwog die Ablehnung von Selbstmordanschlägen.

(Spürnase: Urs Schmidlin)

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7 KOMMENTARE

  1. offensichtlich herrscht nur beim Stil von Al Quaida kein Konsens, bei den Zielen aber offenbar gemeinhin schon

    —-

    Das Propagieren der Scharia erfüllt den Straftatbestand der Volksverhetzung!

    Das Entgleiten der staatlichen Ordnung, wie es in Paris, London oder Berlin zu beobachten ist, ist ein Abgleiten in den Faschismus!

  2. ..wobei man bei denen, die den Stil ablehnen, sicher auch noch unterscheiden muss zwischen jenen, die ihn ablehnen, weil dabei Menschen zu Tode kommen, und denen, die ihn ablehnen, weil sie der Ansicht sind, es sei lediglich taktisch unklug und schade daher dem Islam mehr als es ihm nütze.

  3. Ja, die Muslime haben wohl auch gemerkt, dass im Irak jeden Tag >100 Muslime durch Anschläge sterben aber nur 2,5 US Soldaten.

    Und die krude VT, wonach die Amis hinter den Anschlägen stecken glauben wohl auch immer weniger.

  4. Dabei ist Ägypten der zweitgrößte Empfänger von US-Entwicklungshilfe ($US 1796,2 Millionen im 2006, $US 63536,9 Millionen seit 1948).

    In anderen Worten, je mehr man den Söhnen Allahs bei der Vergabe von Entwicklungshilfe Großzügigkeit zeigt, desto mehr man von ihnen gehasst wird.

    Und dabei geben diese Bin Laden-Bewunderer den Amerikanern (und dem Westen allgemein) Schuld an ihrer wirtschaftlichen Rückständigkeit.

  5. Schon seltsam: In Ländern, in denen hauptsächlich Anhänger der „Religion des Friedens“ leben und regieren, die ständig von Allah, dem Barmherzigen, dem Allerbarmer reden, finden die Terroristen des Terrornetzwerkes Al Kaida mehrheitlich Unterstützung für ihre politischen Ziele.

    So seltsam ist das nicht. Die Analpabetenrate ist sehr hoch – wenn auch nicht in allen islamischen Staaten.

  6. Ähnliches hat schon eine Pew-Studie vor ein paar Jahren herausgefunden.

    Wenn ich mich recht erinnere, war das friedlichste Land im Nahen Osten Marokko, wo „nur“ 10% der Befragten Selbstmordattentate gegen jüdische Zivilisten für eine gute Idee hielten. Na, dann Prost!

    >>people-press.org

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