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Nils Minkmar – Dhimmijournalist des Jahres

nils_minkmar.jpgAuf Spiegel Online ist derzeit zu erleben, wie es aussieht, wenn sich Gutmenschen vollständig gegen jegliche Art der Realitätswahrnehmung immunisiert haben. Es fällt schwer zu glauben, wie viel Ignoranz noch möglich ist, wenn selbst die Mainstream-Medien zunehmend die Unsäglichkeiten berichten, mit denen wir aus anderen Kulturkreisen (bzw. nur einem ganz bestimmten) bereichert werden. Aber es geht, wie der Autor Nils Minkmar (Foto) in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beweist.

Seiner Meinung nach wagen wir es doch tatsächlich, folgende Zumutung an Muslime richten:

Sie sollten sich in ihrer Außendarstellung, was also Moscheenarchitektur und Muezzinrufe angeht, grundsätzlich und überhaupt in allem bescheidener geben (…)

Bloß bescheiden? Schon in vorauseilender Unterwerfung wird anerkannt, dass wir demnächst flächendeckend den Ruf zum islamischen Gebet genießen werden? Man könnte auch auf die Idee kommen: Hier hat ein Muezzin genauso wenig herumzubrüllen wie in Teheran die Kirchenglocken läuten.

(…) und sie müssten, das empfiehlt heute jeder Zeitungsleser, eine Reformation ihrer Religion vollziehen.

Wirklich? Zeitungsleser empfehlen, Handabhacken, Steinigen, vier Ehefrauen (aber natürlich nicht vier Ehemänner), Recht auf Ehefrauprügeln usw. müssten im 21. Jahrhundert langsam mal ein wenig überdacht werden? Stimmt: Zeitungsleser müssen es wohl sein, denn Zeitungsschreiber, Politiker, akademische Gutmenschen aller Couleur und sonstige, die es eigentlich wissen sollten, halten ja geflissentlich den Mund angesichts von solchen (und noch viel mehr) islamischen Ungeheuerlichkeiten. Die gesparte Kraft setzen sie lieber bei Empörungen über rechte Ungeheuerlichkeiten um. Werden diese knapp, kann man sich notfalls selbst welche basteln (siehe Fall Ermyas M.).

Diese Empfehlung geht umso leichter von den Lippen, als längst vergessen ist, welche blutigen Begleiterscheinungen die europäische Reformation zeitigte (…)

Genau! Den blutigen Teil der Geschichte hätten wir uns ersparen sollen, bloß für so ein bisschen Gedankenfreiheit, Menschenrechte, den größten Wissenszuwachs der Menschheitsgeschichte (den es in arabischen Ländern da schon lange nicht mehr gegeben hat) und anderer überflüssiger Luxus, den die Aufklärung mit sich brachte. Blutiges Gemetzel hätten wir schön aus Europa raushalten können, das war doch bequem zu verlagern, z.B. millionenfaches Morden in Südamerika bei der Ausbreitung des katholischen Glaubens dort (wie z.B. Deschner eindrucksvoll und unwiderlegt beschreibt).

Auch die allgemeine und brennende Sorge um das Wohlergehen und Fortkommen von Mädchen aus muslimischen Migrantenfamilien ist schön, aber überraschend: Jahrzehntelang hat dieses Thema wirklich keinen interessiert…

Und, man spürt es förmlich zwischen den Zeilen: den Autor interessiert es auch heute noch nicht!

Es wird noch lange dauern, bis die schon 1949 erdachte und garantierte Möglichkeit, dass man als deutscher Staatsbürger auch etwas anderes sein mag als ein Christ, sich in der Sprache niederschlägt.

Allerdings. Man kann RAF-Mitglied sein und für die Abschaffung der Grundwerte kämpfen: dann kommt man ins Gefängnis. Oder man kann Neonazi sein und für die Abschaffung der Grundwerte kämpfen: dann kommt man ins Gefängnis. Oder man kann Moslem sein und für die Abschaffung der Grundwerte kämpfen: dann kommt man in eine Islamkonferenz.

Dass Millionen von Muslimen seit Jahrzehnten friedlich und gesetzestreu hier leben, wird der Religion nicht gutgeschrieben.

Ist der Autor wirklich so realitätsblind, nicht zu sehen, dass dies tatsächlich nicht der Religion, sondern dem säkularen Verhalten der Betreffenden zu verdanken ist? Aber leider gilt auch: Kofferbomber, die den Koran wörtlich nehmen, werden auch durch noch so viel säkular lebende Moslems nicht von ihren Taten abgehalten. Wohingegen man als sicher annehmen darf, dass der erste Selbstmordattentäter, der sich auf die Bibel beriefe, auch bei noch so strenggläubigen Christen keine Zustimmung fände.

Man spricht dann gern von Stalkern, von Beziehungsdramen und nicht von Ehrenmorden, weil es keinen Clanbeschluss gab. (…) Und natürlich wird kein Mensch Kardinal Lehmann dafür verantwortlich machen, weil die Trauformel impliziert, nur der Tod könne die Ehe scheiden.

Hier ist es schon schwer, noch sachlich zu kommentieren. Wann hat das letzte Mal einer nach Ermordung seiner Ehefrau sich als Werkzeug des christlichen Gottes beschrieben? Pikanterweise hätte ihn das tatsächlich vor Strafe bewahrt: so einer wäre in der Psychiatrie gelandet!

Überzeugender wäre solch eine Forderung, wenn wir auch selbst diese Dinge voll im Griff hätten.

Liebe Hatun Sürücü, es tut uns leid, aber Ihre Ermordung ist so lange von uns nicht zu verdammen, solange es auch noch deutsche, christliche, hinduistische oder pekinesische Mörder gibt.

Es ist ganz einfach: Der Islam kann und wird nur durch Muslime verändert werden.

Nein. Man kann seinen Auswüchsen und der Verbreitung seiner menschenverachtenden Hasslehre auch durch Aufklärung begegnen. Leider nicht mit solchen Autoren wie Nils Minkmar.

Der praktizierte Rechtsstaat, die offene Gesellschaft und die Marktwirtschaft sind der beste Nährboden auch für eine Entwicklung des Islams.

Leider ist er bislang der beste Nährboden für Terrorismus, wobei auffälligerweise internationaler Terrorismus derzeit ausschließlich (!) muslimisch ist!

Stattdessen schrieben sie [die Väter des Grundgesetzes] diesen einfachen Satz von der Würde des Menschen.

Wieder ist es an dieser Stelle schwer, noch sachlich zu kommentieren. Nur ein Beispiel: Handabhacken stände in der Rechtsordnung, die Umfragen zufolge ein Drittel der hier Lebenden mit Migrationshintergrund statt dem Grundgesetzt installiert sehen möchten: der Scharia. Das widerspricht bereits der genannten Menschenwürde – und es fällt schwer, überhaupt Vorschriften der Scharia zu finden, die nicht gegen das Grundgesetz verstoßen. Schon der Koran ist randvoll mit Dingen, die zu einem Verbot dieser Lehre reichen würde, wenn es sich nicht um ein „heiliges Buch“ handeln würde. Die Scharia-Vorschriften gehen noch weit darüber hinaus. Und da wagt es der Autor, das Wort „Menschenwürde“ überhaupt zu gebrauchen? Er spuckt doch förmlich darauf!

Und ganz zu Anfang findet sich:

In der Soziologie der Institutionen kennt man eine unfaire, aber beharrliche Regel: Neuzugänge müssen Bedingungen erfüllen, die die Stelleninhaber nicht im Traum schaffen würden.

Vielleicht ist das mit ein Grund dafür, warum auf Fakten fundierte Wissenschaften wie Physik oder Chemie zunehmend ablehnen, Soziologie und ähnliche Gedankengebäude überhaupt als Wissenschaft anzuerkennen – bei so einem Geblubber.

Aber wenn wir schon im Gleichnis bleiben: Wie sähe es aus, wenn der Neubewerber erst einmal den Chef als völlig ungeeignet und sich selbst als kommenden lichtvollen Retter des Betriebes beschreibt? Vielleicht noch als einzigen Weg die völlige Zerschlagung der Firma ankündigt? Im Wirtschaftsleben würde man so einen Irren rausschmeißen, die Firma BRD trägt sie hingegen auf Händen hinein.

Wäre es nicht gegen das Grundgesetz, müsste man dem Autor Schreibverbot erteilen, bis er nachweislich wenigstens zehn Prozent des Korans gelesen hätte. Oder fünf Prozent der Hadithen. Oder die Erklärung der Kairoer Menschenrechte. Oder das iranische Strafgesetzbuch, das sogar die Größe der Steine vorschreibt, die bei einer Steinigung zu verwenden sind. Oder…

» n.minkmar@faz.de
» Fakten & Fiktionen: Das niedere Niveau der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“

(Gastbeitrag von Micha)

(weitere Spürnasen: Koltschak, Hojojutsu und Florian G.)




PI – Bastion für Grundgesetz und Menschenrechte

Vorurteile, simple Klischees, undifferenzierte Pauschalierungen dominieren das Bild und die Diskussion über den Islam im Westen. Friedlich, vielfältig, tolerant soll er sein. Und nur so, denn jegliches Leid, das der Islam verursacht, hat mit dem Islam nichts zu tun. Wer den Islam in Lehre, Geschichte und Auswirkungen, speziell in Bezug auf massivste Menschenrechtsverletzungen thematisiert und analysiert, gilt als böswillig und rassistisch. Islam-Fürsprecher fürchten nichts mehr als die Wahrheit. Sie fordern zu schweigen, und verkennen, dass es eine zentrale Lehre aus dem Leid des dritten Reiches ist, nicht zu schweigen wo Unrecht geschieht und angekündigt wird.

Der Artikel in der NZZ über die islamkritischen „Kampfblogger“ offenbart die politisch korrekte Verdrängungsargumentation, die einem ständig begegnet, sobald die katastrophale Menschenrechtslage im Einflussbereich des Islam thematisiert wird.Die Kritik an der Islam-Kritik ist inhaltlich nahezu substanzlos, so wie sie im Beispiel Heribert Seifert vorträgt. Die ganze Argumentation basiert auf dem Postulat einseitiger Maßstäbe, die so zurecht gelegt werden, dass Islamkritik von vorn herein moralisch deklassiert wird.

Es folgen Unterstellungen und vor allem keinerlei inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Unrecht islamischer Kultur und deren Opfer. Eine typische Herangehensweise der „Kritiker“ der Islamkritiker.

Wer natürlich nichts über den Islam weiß, bzw. sein Bild über den Islam naiven, eventuell positiv-rassitischen Idealisierungen verdankt und sich seine Vorurteile gerne bewahren will, projiziert seine eigene Einseitigkeit (und Verdrängung) zwangsläufig auf den Kontrahenten.

So kritisiert Seifert, dass man Grausamkeiten, Rassismus und Diskriminierung aufgrund des Islam aufzeigt – während er selbst kein Wort der Verurteilung für diese Verbrechen findet. Als wären diese Delikte Bagatellen, die Berichterstattung nicht Wert sind.

In jüngster Zeit sind es vor allem die Attacken auf Schwule und Juden, die von den bloggenden Islamgegnern angeprangert werden.

Wie anrüchig darüber zu berichten. Als wäre Juden- und Schwulenhass kein verbreitetes Phänomen in der islamischen Welt. Wo bleibt Seiferts Klage gegenüber diesem Unrecht? Er sorgt sich statt dessen um das Ansehen der Moslems und des Islam:

In diesem Islam-Bild gibt es keine Zwischentöne und auch keine Unterscheidungen.

Wenn man über Ehrenmorde, Zwangsehen, Ungläubigenhass berichtet, so liegt die Differenzierung in der Solidarität mit den Opfern. Seifert hingegen läßt es an Differenzierung vermissen – denn wo keine Täter sein sollen, fehlen folglich auch die Opfer.

In rabiater Übernahme eines Denunziationsmusters der «antifaschistischen» Aktivisten gilt hier auch, dass nicht der verrückte Rand eines Milieus das Problem ist, sondern das gesamte Milieu. Nicht die Islamisten und die sich mit Versatzstücken des Islam kostümierenden Terroristen sind die eigentliche Gefahr, sondern die ganze Umma. Jeder Muslim wird so auf eine Identität reduziert, die ihn zur Bedrohung werden lässt.

Sind Ehrenmörder und Zwangsverheirater der „verrückte Rand“ in der islamischen Welt? Begeht etwa Bin Laden all diese Verbrechen eigenhändig, die sogar in der Türkei seit 2000 über 5000 Mordopfer betragen, plus Dunkelziffer natürlich.

Wenn sich islamische Terroristen mit Versatzstücken des Islam kostümieren sollen, hat Seifert keine Ahnung vom Vorbild islamischer Terroristen: Dem Propheten Mohammed, der Attentäter gegen Kritiker und Spötter aussandte, der über 60 Raubzüge und Angriffskriege führte, der Menschen versklavte (auch sexuell!), der Massaker anordnete und die vielfältige multikulturelle, tolerante Kultur des vorislamischen Arabien rigoros vernichtet hat. Islamische Terroristen berufen sich auf genau diese Präzedenzdenfälle mit dem Koran in der Hand. Denn das ist Bestandteil des Djihad, der ausdrücklich Gewalt und Mord für den Fall beinhaltet, dass anders keine Herrschaft über Ungläubige zu erlangen ist. Seifert erklärt ohne Kenntnis über den Islam (oder er stellt die Fakten bewusst falsch dar) islamischen Terror für eine quasi unislamische Randerscheinung. Zugleich klammert er den islamischen Terror, der in der Androhung und Ausübung von Verbrechen wie Ehrenmorden und Zwangsehen seinen Ausdruck im Sinne islamischer Rechtssprechung findet, einfach mal aus. Sure 4,25 zeigt, wie islamische Ehen zustande zu kommen haben. Für Ehebruch gibt es in den Hadithen Präzedenzfälle. Diese Formen „islamischen Terrors“ fordern weitaus mehr Opfer als islamischer Terror von Al Kaida & Co.

Angesichts dieser Fakten geht Seifert her, und erklärt Gewalt und Terror in der islamischen Welt zum Randphänomen.

Seifert prangert einen Tabubruch an: Dass man Gewalt im Islam nicht als Raserei von einzelnen Irren thematisiert, sondern als Phänomen und Auswirkung islamischer Lehre. An dieser Stelle wendet Seifert ein Trick an, der von Fürsprechern des Islam beständig angewandt wird: Er vermischt die Ideologie des Islam mit dem einzelnen Moslem. Aus Systemkritik und der Benennung von deren Umsetzung konstruiert Seifert einen quasi-rassistischen Tatbestand:

Nicht die Islamisten und die sich mit Versatzstücken des Islam kostümierenden Terroristen sind die eigentliche Gefahr, sondern die ganze Umma. Jeder Muslim wird so auf eine Identität reduziert, die ihn zur Bedrohung werden lässt

Die logische Konsquenz von Seiferts Einlassung ist, dass man den Islam gar nicht mehr kritisieren kann als Ideologie, weil dies immer auf den einzelnen Moslem zurück fallen soll. Wahrscheinlich unbewusst zeigt sich hier ein Interpretationsmuster, das im Westen sehr verbreitet ist:

Seiferts Argumentation trägt kulturell-rassistische Züge, wenn er negative Stigmatisierung bei Moslems durch den Westen befürchtet. Er ignoriert zugleich jedoch, dass Moslems vom Islam selbst unterdrückt werden. Der Islam ist es, der ihnen ihre elementarsten Rechte raubt. Es ist der Islam, der Menschen dazu antreibt, soger die eigenen Familienangehörigen zu ermorden im Rahmen der Ehrenmorde, wenn islamisches Verhaltensreglement verletzt wurde.

Er ignoriert auch, dass der Islam gegenüber Ungläubigen ausschließlich äußerst negative Stigmatisierungen bereit hält. Seifert kann kein Beispiel nennen, wo der Islam anderen Kulten Gleichberechtigung zugesteht. Seifert kann auch kein Beispiel nennen, wo Atheisten, Christen, Hindus, usw. ihre Anschauungen im islamischen Machtbereich frei propagieren können. Seifert ignoriert die Wirkung eines islamischen Sozialisationsprozesses, in dem menschenrechtskonträre Ideale indoktriniert werden. Menschen, die eine korangemäße Gesellschaft für richtig halten und diese etablieren möchten, sind in der Tat eine Bedrohung für alle, auch Moslems (!), die gemäß den Menschenrechten leben möchten.

Seifert ignoriert weiterhin den Umstand, dass islamische Gesellschaften alle Diktaturen sind ohne Meinungs- und Religionsfreiheit, ohne die elementarsten Rechte individueller Selbstbestimmung wie wir sie im Westen kennen. Er muss dies tun, um seine Kritik an den Islamkritikern überhaupt aufrecht erhalten zu können.

Wesenstypisch bei der Islamverharmlosung ist stets, dass die Menschenrechtslage aufgrund des Islam ausgeblendet wird. Was folgt, ist eine Form der Diffamierung jener, die nicht wegsehen wo Unrecht geschieht, oder vorbereitet wird. Wie dies bei der schleichenden Islamisierung der Fall ist.

Für einen Medienprofi wie Seifert sind die Blogger natürlich ernsthafte Konkurrenz:

Mit dem Tunnelblick des islamfeindlichen Zeloten durchforsten diese Kulturkrieger die Websites der internationalen Presse, wobei sie auch die Lokalteile beachten. So kommt eine extrem einseitige Auswahl zustande, die massiert angeboten wird und keine Unterscheidung erlaubt. Ihre Arbeit zielt gerade darauf, jene Grenzen zu sprengen, mit denen zum Beispiel Tageszeitungen weniger Wichtiges von Wichtigem unterscheiden.

Wenn dem so wäre bei den etablierten Medien, wäre der Fall Kurnaz nie so hochgekocht worden. Nahezu wöchentlich finden in Deutschland inzwischen islamisch motivierte Ehrenmorde oder Mordversuche statt. Eine Verbrechensform, die es in der nicht-islamischen, europäischen Kultur nicht gibt. Unzählige Zwangsehen werden geschlossen. Was durchleiden wohl Zwangsverheiratete, die Selbstmord begehen ? (Eigenrecherche – Herr Seifert!) Die untertauchen müssen, mit ihren Familien oft vollständig den Kontakt brechen müssen, um diesem Martyrium zu entgehen, und gezwungen sind, neue Identitäten anzunehmen wie Zeugen in einem Mafia-Prozeß. Für Seifert mag Engagement gegen diese Verbrechen ein „Tunnelblick“ sein. Womit er aber ziemlich genau seinen eigenen Röhrenblick beschreibt, um sich nicht mit der Menschenrechtslage in der islamischen Welt befassen zu müssen.

Seiferts Formulierung vom Wichtigen und Unwichtigen ist mehr als aufschlussreich. Die gerade genannten Umstände sind nach seiner, und der sehr vieler Islamophiler, „unwichtig“, weil die Medien nicht darüber berichten. Ein Kurnaz wiegt Tausende Opfer des Islam in unseren Medien auf. Hier zeigt sich in der Tat ein äußerst fragwürdiger Maßstab in der Wertigkeit von Menschenleben in unseren Medien.

Da sagen wir ganz eindeutig: Wir machen nicht mit. Wir solidarisieren uns mit den Opfern von Gewalt und Diskriminierung, und setzen uns dafür ein, dass unsere Menschenrechte erhalten bleiben. Dass auch Moslems die Chance bekommen, frei und selbstbestimmt zu leben, und diesen Kult der Zwänge und Unfreiheit hinter sich lassen können. Dass sie frei von Repression und Bedrohung entscheiden können, wenn sie im Propheten mit seinen pädophilen Neigungen, der unter definierten Bedingungen Krieg und Mord als legitim predigte, und die Auslöschung des Unglaubens zum Auftrag des Islam machte, kein Vorbild mehr sehen und seine Anweisungen ablehnen.

Moslems, die ehrenmorden, zwangsverheiraten, intolerant sind, werden so nicht geboren. Erst der Islam sozialisiert die Menschen zu diesen Haltungen und Verhaltensweisen. Allerdings muss man zuerst einmal sensibel dafür sein, dass die islamische Gesellschaftsform menschenrechtsfeindlich ist. Bei Heribert Seifert finden sich dafür leider keine Indizien. Aber immerhin erkennt er an, dass die „bösen Blogger“ in einem von Selbstzensur bestimmten Medienklima erst so richtig gedeihen.

Die rosarote pro-islamische Propaganda in Medien und Politik weicht in der Alltagserfahrung vieler Bürger längst in ähnlicher Form weit ab, wie die Heils- und Wohlstandsversprechen der DDR. Das Gefühl, belogen und indoktriniert zu werden, stellt sich darum bei vielen Bürgern zwangsläufig ein. Zugleich zeigt die mediale Selbstzensur- und Indoktrinationsmaschinerie, dass pro-islamisches Multikulti nur etablierbar wird mittels Methoden der Desinformation, Informationsunterschlagung sowie Diffamierung jener, die nicht Schweigen, wo Unrecht begangen wird. So nähert sich der Westen diktatorischen Strukturen an, um pro-islamische Politik zu gewährleisten. Wäre am Islam nichts faul, müsste man nicht desinformieren und Kritiker diffamieren. Ein Kennzeichen totalitärer Ideologie ist es stets, die Missstände aufgrund der Umsetzung der Ideologie zu verbergen. Genau nach diesem Muster verfährt die „Kritik“ an den Kritikern islamischer Menschenrechtsverletzungen. Allerdings begnügt man sich noch mit dem Versuch der Ausgrenzung durch Verächtlichmachung.

Erreichen pro-menschenrechtliche Medien und Blogs mehr Leser, würde das pro-islamische Volkserziehungskonzept schwerer durchsetzbar. Analog zur Sympathie für den Islam in Medien und Politik trotz dessen Menschenrechtsfeindlichkeit erscheint es gradezu als Notwendigkeit, unsere Grundrechte, speziell der Meinungsfreiheit, einzuschränken, um pro-islamische und somit dem Grundgesetz konträre Politik durchsetzen zu können.

» an die NZZ-Redaktion




Die wahren „Kampfblogger“ im Netz

Vorgestern veröffentlichte die NZZ einen polemischen Kommentar von Heribert Seifert über das, was er als „Kampfblogger“ bezeichnet. Gemeint waren Blogs wie PI, die es wagen, das unmenschliche Gesicht des real existierenden Islam an Hand vieler einzelner Vorfälle zu zeigen.

Seifert empfindet das als Aufbauschen und unzulässige Verallgemeinerung, obwohl wir nicht einmal einen Bruchteil der Ereignisse schildern können, von denen wir täglich erfahren. Verärgert zeigte er sich dabei nur über die Überbringer der schlechten Nachrichten, nicht über die Verursacher. Die wirklichen „Kampfblogger“- die Islamisten – finden dagegen in Seiferts Kommentar keine Erwähnung. In dem von Niedersachens Innenminister Uwe Schünemann veröffentlichten Verfasssungsschutzbericht heißt es:

Sie verbreiten Hassbotschaften im Internet und rufen zu Selbstmord-Attentaten auf – islamistische Terroristen bereiten den Sicherheitsbehörden in Niedersachsen wachsende Sorge. (…) Die Festnahme eines mutmaßlichen El-Kaida-Unterstützers aus Georgsmarienhütte, der per Internet Terror-Botschaften verbreitet haben soll, wird aus Sicht Schünemanns nicht der einzige Fall von so genanntem Cyber-Dschihadismus bleiben.

„Ich gehe fest davon aus, dass wir noch viel mehr an die Oberfläche bringen“, sagte der Innenminister gestern in Hannover.

Beim Cyber-Dschihadismus nutzen Islamisten vor allem das Internet, um sich zu vernetzen, militärisch auszubilden und um Audio- und Videobotschaften zu senden.

Bei dem Verdächtigen aus Georgsmarienhütte, der laut Verfassungsschutz Kontakte zu einem terroristischen Netzwerk hatte, handelte es sich laut Schünemann um den bundesweit ersten Fall. „Jeden Tag kommen neue Botschaften dazu“, berichtet der Verfassungsschutz. In einem Internetvideo eines Islamisten, das Schünemann gestern zeigte, wurde ein Selbstmordattentat im Irak angekündigt.

Ob Herr Schünemann mit dieser Veröffentlichung jetzt bei Seifert zum „Kampfinnenminister“ aufsteigt? Einer, der Einzelfälle aufbauscht und verallgemeinert?

(Spürnase: Urs Schmidlin)