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Benzin sparen gegen Terror




Giordano, immer wieder Giordano…

Ralph Giordanos klare Aussagen der letzten Tage sind eine solche Wohltat in der politisch korrekten Gutmenschenbrühe, die uns Tag für Tag zum Auslöffeln vorgesetzt wird, dass man gar nicht mehr anders kann, als ihn mehrmals am Tag zu zitieren. Dem Deutschlandfunk hat er heute ein Interview zur Rolle der Frau im Islam gegeben, das wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Ganzkörperverschleierte Frauen bezeichnete er darin erneut als menschliche Pinguine und die Geschichte des Islam als eine einzige Entwürdigung der Frau – bis heute.

Musste das sein mit diesem Pinguin-Vergleich?
Giordano: Wenn ich das gefragt werde, Frau Kollegin, dann werde ich richtig giftig. (…) Dann werde richtig böse, was sonst nicht meine Art ist. Aber: die muslimische Empörung oder auch von Deutschen über meine Reaktion auf den Anblick einer gesamtverhüllten Frau als menschlichen Pinguin betrifft doch nicht diese Frau, verdammt noch mal, deren Würde ich verletzt haben soll, wie man sagt, richtet sich doch nicht gegen diese Frau, wiederhole ich. Was soll diese Verfälschung und die falsche Stoßrichtung?

Selbstverständlich richtet sich diese Wortbildung, dieser Ausdruck gegen die, die diese Frau in einen menschlichen Pinguin verwandelt haben, indem sie sie von Kopf bis Fuß unter schwarzem Tuch begraben. Das sage ich dazu. Da gab es gar keine Missverständnisse. Ich verwahre mich also gegen die böswillige Auslegung meines Wortes vom menschlichen Pinguin mit der Anklage, ich hätte die Würde der Frau verletzt.

Und ich sage noch was, und ich mache mir damit keine Freunde. Nirgendwo wird die Würde der Frau so verletzt wie in der islamischen Gesellschaft. Die Geschichte des Islam ist eine einzige Entwürdigung der Frau und das bis zur Stunde. Und ich will das sagen dürfen, auch wenn es radikalen Muslimen nicht gefällt.

Es gefällt auch deutschen Gutmenschen nicht. Außerdem stimmt es natürlich nicht. In der Allgemeinen Zeitung darf heute eine Bessermenschin namens Lisa Hepp erklären, warum der Islam kein bißchen frauenfeindlich ist. Der Imam einer Ahmadiyyat-Moschee hat’s ihr erklärt. Folglich muss es auch stimmen:

Ein weiteres großes Thema bei der Diskussion in der Moschee war die Behandlung der Frauen im Islam. Doch auch hier konnten viele Missverständnisse aufgeklärt werden. Denn es stehe nicht im Koran, dass man eine Frau schlagen dürfe, so Munir.

Nicht? „Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede. Wahrlich, Allah ist Erhaben und Groß.“ (Sure 4:34), die erstaunlicherweise von islam.de , von wo wir sie oft zitiert haben, plötzlich ersatzlos verschwunden ist. Wahrscheinlich, weil die blöden Ungläubigen einfach nicht verstanden haben, dass „schlagt sie“ nicht „schlagt sie“, sondern „schlagt sie nicht“ bedeutet. Und dann erfahren wir bei Lisa Hepp noch, dass Frauen im Islam sogar ein Recht auf Bildung hätten und selbstverdientes Geld – im Gegensatz zum Ehemann – für sich verwenden dürfen. Na, wenn das nicht wahre Gleichberechtigung ist! Vergesssen hat Lisa zu erwähnen, dass der Ehemann, den die Frau sich nicht aussuchen durfte, ihr das Geldverdienen erlauben muss. Aber natürlich sind das nur Peanuts, mit denen keinesfalls die Leistungen des Islam in punkto Gleichberechtigung der Frau geschmälert werden sollen. Und bevor uns jetzt die Gutmenschensuppe im Hals stecken bleibt, freuen wir uns über Giordano und hoffen, dass sein mutiges Beispiel vielen als Vorbild dient.

» KStA: Giordano: „Politiker blenden Zorn über Probleme aus“




Viereinhalb Jahre für Mordversuch an der Tochter

Ein türkischer Vater, der seine 16-jährige Tochter vom Balkon im vierten Stock in die Tiefe geworfen hat, weil sie die „Ehre der Familie verletzt“ habe, wird mit gerade einmal viereinhalb Jahren Gefängnis bestraft – wegen versuchten Totschlags, nicht etwa wegen versuchten Mordes. Haben wir es hier erneut mit einem Migrantenbonus zu tun, mit richterlicher Milde für ein traditionsbedingtes Gewaltverbrechen, wie Seyran Ates es deutschen Richtern vorwirft?

Sie wurde gegen ihren Willen verheiratet, lehnte sich immer wieder gegen ihren konservativen Vater auf – bis dieser die 16-Jährige vom Balkon warf. Jetzt wurde er dafür verurteilt. Der Richter sagte: „Es grenzt an ein Wunder, dass das Mädchen noch lebt.“ Jetzt muss die Tochter Rache fürchten.

Die Behörden – das Jugendamt – hatten der Geschichte des Mädchens mehr oder weniger tatenlos zugesehen. Ihre „Hilfe“ bestand darin, sie zum Gutachter zu schicken, der in einer grotesken Verrenkung der Realität das verzweifelt um Freiheit und Selbstbestimmung kämpfende Mädchens als „psychisch krank und dringend hilfsbedürftig“ bezeichnete. An Gleichgültigkeit mit dem Schicksal des Opfers oder völliger Verkennung der Tatsachen ist das nur schwer zu übertreffen.

Zeugen hatten aber vor Gericht ausgesagt, der Vater habe seine Tochter über die Brüstung des Balkons gehoben. Die 16-Jährige habe noch verzweifelt versucht, sich an das Geländer zu klammern. Ein unerkannt gebliebenes Mitglied der Familie habe aber ihre Hände gelöst und das Mädchen sei neun Meter tief auf ein Garagendach gestürzt.
Das Mädchen hatte im Gerichtssaal ausgesagt, ihr Vater habe sie mit den Worten „Ich bringe dich um!“ gepackt und über die Brüstung gehoben. Ihre Familie habe sie vor dem Prozess unter Druck gesetzt, ihre Aussage zurückzuziehen. Die Nebenkläger befürchteten, dass die Tochter nach der Verurteilung des Vaters erneut in Lebensgefahr schwebt, weil die Familie an ihr Rache nehmen könnte.

Also ein kaltblütiger, gemeinschaftlich geplanter Mordversuch, der hier vom Gericht als versuchter Totschlag eingestuft wurde. Es ist genau das, was Seyran Ates den Gerichten vorwirft:

Richter reagierten auf Fälle von „traditionsbedingter Gewalt“ oft „hilflos oder gar angespannt“ und achteten zu sehr auf die religiöse Motivation der Täter, sagte Ate?. Bei Mord aus Gründen der „Familienehre“ einer muslimischen Familie tendierten die Richter dahin, eher von einem Totschlag auszugehen als von einem Mord. Für Ate? ist dies eine „Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates“. Der „Multi-Kulti-Irrtum“ habe sich längst auch in der deutschen Rechtsprechung verbreitet.

Der Vorsitzende Richter hat sehr wohl erkannt, dass der Türke in einer Parallelwelt nach den Wertvorstellungen seiner türkischen Heimat lebt. Hat diese Erkenntnis auch das Urteil beeinflusst?

(Spürnase: Lancelotte)




Islam ohne Allah – Teil 1: Islam und Islamismus

islam_islamismus.jpgDer Satz „Der Islam ist eine Religion des Friedens“ dürfte wohl die meisten PI-Leser nur noch zu einem müden Lächeln bewegen. Aber wie ist es, wenn wir bei dem Satz die zwei letzten Worte weg lassen. „Der Islam ist eine Religion.“ Stimmt es dann? Die Antwort ist ehrlicherweise: Leider ja. Der Islam gehört zu den Weltreligionen und er hat zweifellos wichtige Merkmale einer Religion. Er hat aber auch noch Merkmale, die üblicherweise nicht zu einer Religion gehören.

Der Islam ist ein allumfassendes Lebenskonzept, das eine politische Ideologie, ein Rechtssystem, eine soziale Ordnung, eine gewisse Weltsicht und psychische Grundhaltung und unter anderem auch eine vollständige Religion mit Eingottglauben, Propheten, heiligen Schriften, etc. enthält. Westliche Islamkritiker, die nicht müde werden, diese Information wider den Mainstream zu verbreiten, befinden sich damit in voller Übereinstimmung mit allen traditionellen und den anerkannten unter den zeitgenössischen Islamgelehrten, für die an dem Konzept al-Islam din wa daula (Der Islam ist Religion und Staat) keinerlei Zweifel besteht. In seiner Islamischen Deklaration von 1970 schrieb der spätere bosnische Präsident Alija Izetbegovic (page 19):

„Die Geschichte kennt keine wahrhaft islamische Bewegung, die nicht gleichzeitig auch eine politische Bewegung war. Das liegt daran, dass der Islam ein Glaube ist, aber auch eine Philosophie, ein moralischer Kodex, eine Ordnung der Dinge, ein Lebensstil, eine Atmosphäre – alles in einem, eine umfassende Lebensweise …“

Und damit hat er auch Recht. Das ergibt sich nicht nur daraus, dass man selbstverständlich beim Erforschen einer Religion zur Kenntnis nehmen sollte, was ihre Gelehrten und Intellektuellen sagen, sondern auch aus den heiligen Schriften des Islam selbst, dem Koran, den Hadithen und vor allem der Person Mohammeds, der Politiker, Kriegsherr und rechtliche Instanz war, was er auch nie zu verbergen suchte, sowie aus der islamischen Geschichte.

So haben wir die eigenartige Konstellation, dass sich in der Analyse (nicht Wertung!) des Islam westliche Islamkritiker und gebildete Islamgelehrte sowie vermutlich eine Mehrheit der „normalen“ Moslems (zumindest unterbewusst) grundlegend einig sind, während westliche Beschwichtiger den Islam neuerdings als Islamismus bezeichnen und von der Existenz einer politikfreien Religion namens Islam ausgehen, wozu sie als islamische Zeugen glattzüngige Lügner und naive Ahnungslose unter der einfachen Bevölkerung aufbieten. Abfällig bezeichnen sie Moslems, die ihren Lebtag den Islam studiert haben, ihn lehren und in der islamischen Gelehrsamkeit große Achtung genießen, (z.B. Ayatollah Khomeini, Sayid Qutb, die Gelehrten der Al Azhar Universität etc. sowie auch historische und hoch geachtete Islamgelehrte), als radikale Spinner, als Außenseiter, die man nicht zur Beurteilung des Islam heranziehen darf, weil sie angeblich eine Minderheit repräsentieren und vom wahren Islam keine Ahnung haben, während sie uns den netten, integrierten Döner-Ali von nebenan und nicht zuletzt sich selber als Autorität des wahren Islam, der angeblich rein religiöse Inhalte hat, präsentieren.

Idealisierte Sichtweise auf den Islam durch das Kunstwort „Islamismus“

Das einzige, was noch einen gewissen Sinn ergibt, ist die Unterscheidung zwischen Personen, die Unterscheidung zwischen Moslems allgemein und Islamisten speziell. Mit Islamisten kann man Personen bezeichnen, die sich aktiv für die islamische Sache, das heißt die Ausbreitung des Islam, einsetzen. Islamisten sind eine Untergruppierung von Moslems, man kann sie der Ideologie nach nicht oder nur sehr unscharf von nicht-islamistischen Moslems abgrenzen, sondern vor allem in der politischen Aktivität, die sich von heute auf morgen einstellen kann. Damit wird aber eher eine charakterliche als ideologische Unterschiedlichkeit bezeichnet.

Es ist eine Binsenweisheit, dass Menschen sich nicht gleichermaßen intensiv für eine Ideologie, eine Religion oder eine politische Bewegung, der sie anhängen, einsetzen, und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine bösartige oder gutartige Bewegung handelt. Selbstverständlich nimmt man hin, dass unter den NSdAP-Mitgliedern (um ein bösartiges Beispiel zu wählen) nicht alle gleichermaßen aktiv an der Etablierung und Aufrechterhaltung des Nationalsozialismus oder gar am hauptberuflichen Judenmord beteiligt waren. Niemand würde auf die Idee kommen, die Lehre des Nationalsozialismus inhaltlich anhand von Beobachtungen von Hans und Gretel, passive NSdAP-Mitglieder aus Hintertupfingen, zu analysieren, die niemals Mein Kampf gelesen hatten und ansonsten breite Masse waren, die eben taten, was alle taten und was bequem war. Niemand außer vielleicht üblen Neonazi-Revisionisten käme auf die Idee, zu unterstellen, dass diese Leute einer eigenen gutartigen, respektablen Ideologie – z.B. namens Nationalsozialismus-light – anhingen. Sie hingen der gleichen Ideologie an wie jeder SS-Mann und wie Adolf Hitler persönlich – sie waren nur weniger aktiv. Und weil wir ja gar nicht eingebildet sind noch ein gutartiges Beispiel: Man könnte ohne weiteres auch die islamkritische Szene in passive „Islamophobe“ und aktive „Islamophobisten“ einteilen. Auch das würde niemand als Anlass sehen, zu behaupten, wir würden uns nur aufgrund unserer Aktivität oder Passivität grundlegend in der Einstellung unterscheiden.

Einzig beim Islam belässt man es nicht bei der Einteilung Islamist und Moslem, die auch schon leicht fragwürdig ist und vielleicht besser mit „aktiver Moslem“ vs. „Moslem“ gekennzeichnet wäre, sondern adelt diese Unterscheidung darüber hinaus noch zu einer zwischen Ideologien: Islamismus und Islam. Diese Unterscheidung ist nicht nur unsinnig, sie ist leider auch gezielt irreführend. Mit ihr wird suggeriert, dass es zweierlei Ideologien gäbe, eine rein religiöse und eine religiös-politische, wobei die rein religiöse angeblich „Islam“ heißt und die religiös-politische „Islamismus“. Letzteres wird gerne als Produkt des 20. Jahrhunderts bezeichnet, entweder als überwiegend vom europäischen Faschismus abgeleitet – oder in der hardcore-islamophilen Variante auch als verständliche Reaktion auf westlichen Imperialismus und Rassismus – eine Ideologie, die angeblich bis auf Oberflächlichkeiten ohne Grundlage in der islamischen Tradition ist. Diese Unterscheidung ermöglicht es, dass Ungläubige zumindest zu einem wichtigen Teil eine islamische Weltsicht einnehmen: Die Fehlerlosigkeit des Islam, der über jede Kritik erhaben ist. Durch Abspaltung all dessen, was Ungläubige schockiert, als „Islamismus“ oder als „Missbrauch des Islam“, bleibt der Islam selbst als reine, unbefleckte Lehre zurück, die nur von böswilligen Menschen kritisiert und abgelehnt wird, da ja eiligst alles, was jemanden stören könnte, ausgegliedert wird. Ein genialer Schachzug.

Das, was über 13 Jahrhunderte hinweg sowohl von Moslems als auch von allen, die mit ihnen in Berührung kamen, als „Islam“ bezeichnet wurde und was allen Beteiligten als Bezeichnung vollkommen ausgereicht hat, bezeichnen wir heute als Islamismus, während wir unter dem Wort „Islam“ eine Fantasiereligion verstehen, für deren Existenz es keinerlei Anhaltspunkte gibt. Auf welche heilige Schriften soll sich diese Religion berufen? Der Koran und die Sunna können es nicht sein, denn auf diese berufen sich bereits höchst glaubwürdig die Islamisten. Auf welchen Gründer soll sich diese Religion berufen? Mohammed kann es nicht sein, denn der war ein Islamist par excellence, neben dem Osama bin Laden locker als höchst moderater Taliban durchginge. Als Prophet blieben höchstens westliche Politiker übrig, dann sollte man aber auch ehrlich sein und den Islam so definieren: Allah ist groß und George W. Bush („Islam is a religion of peace“) ist sein Prophet. Das soll kein Bush-Bashing sein. Er ist nicht der einzige und bei weitem nicht der schlimmste – er ist nur in der Prophetenrolle derjenige, bei dem das Groteske dieser Fantasiereligion am besten auffällt.

Religiöse Abspaltungen vom Islam

Die traurige Wahrheit ist: es gibt diese rein religiöse, gutartige Abspaltung vom Islamismus namens Islam wohl nicht, zumindest nicht als Lehre. Es gibt nur Islamismus und unter seinen Anhängern mehr oder minder eifrige. Abspaltungen vom Islam, die Teile des islamisch Religiösen bewahrt und sie mit anderen Religionen vermischt oder eigene Ideen entwickelt haben, gibt es hingegen schon: zum Beispiel die Drusen im 11. Jahrhundert und die Baha’i im 19. Jahrhundert. Die Anhänger dieser Religionen erfreuen sich aggressiver Diskriminierung und Verfolgung durch Moslems. Weder sie noch irgendein Moslem noch ein anderer Ungläubiger würde diese Abspaltungen als Teile des Islam bezeichnen, die können also mit der „religion of peace“ nicht gemeint sein. Erst kürzlich hat PI berichtet, dass ein Vertreter des Islam in Deutschland den Baha’i den Religionsstatus rundweg abgesprochen hat. Der Moslemvertreter hatte sachlich wohl Recht. Die Baha’i waren im Gegensatz zu Angehörigen der vormohammedanischen Religionen wie Judentum und Christentum, die zwar prinzipiell ebenfalls als Verfälschungen des Islam gelten, vormals Moslems, können also als Apostaten betrachtet werden. Ihr Religionsgründer, der Bab, wurde öffentlich hingerichtet. Es wäre naiv, anzunehmen, dass sie jemals von einem Moslem, der seine Religion ernst nimmt, anerkannt werden können. Die Aleviten sind ein Grenzfall, näher am eigentlichen Islam und besser akzeptiert als die Baha’i, sie werden häufig zum Islam gerechnet, sind aber ebenfalls ohne realistische Chance, jemals die Deutungshoheit über den Islam zu erhalten. Auch sie sahen sich grausamer Verfolgung durch Moslems ausgesetzt. Denn auch sie widersprechen den Lehren Mohammeds, und zwar an Stellen, wo diese eindeutig sind, zum Beispiel der, dass der Koran das unveränderliche Wort Allahs ist. Schiiten und Sunniten unterscheiden sich da, wo Mohammed schweigsam blieb – in der Frage seiner Nachfolgerschaft. Die Rechtsschulen beider lehren das islamische Gesamtkonzept, die Unterschiede zwischen ihnen müssen Ungläubige nicht interessieren. In der Einstellung zu uns gibt es keine.

Bassam Tibis Euro-Islam

Dass es islamische Einzelpersonen gibt, die sich für den politischen Anteil des Islam nicht interessieren, stimmt selbstverständlich, aber sie haben keine ideologische Grundlage dafür. Die Zahl derer, die sich für die politischen Anteile nicht nur nicht interessieren, sondern sie kennen und bewusst negieren, dürfte schon sehr viel geringer sein. Als berühmtes Beispiel könnte man Bassam Tibi anführen.

Sein Euro-Islam ist eine gut gemeinte Idee, ist aber so etwas Ähnliches wie alkoholfreier Wodka, was – vermutlich mangels Nachfrage – bisher noch niemand erfunden hat. Den Flop „alkoholfreier Wein“ gab’s allerdings schon, er erfreut sich wohl ähnlicher Beliebtheit wie Tibis Euro-Islam und vielleicht darf er sich eines Tages aus der Rückschau mit diesem um die Bezeichnung „Totgeburt des 20. Jahrhunderts“ streiten. Ich favorisiere den Euro-Islam für diese Auszeichnung, weil für ihn eine gigantische Werbekampagne läuft und fast alle Welt so tut, als gäbe es ihn bereits oder man stünde zumindest kurz vor seiner glorreichen Erschaffung, der dabei trotzdem genauso von der Zielgruppe gemieden wird, wie der alkoholfreie Wein, für den man kaum je Werbung sah.

Ich habe gehört, Tibi wäre auch der Erfinder des Begriffes „Islamismus“, konnte dafür aber keine Belege finden. Es wäre sehr hilfreich, wenn PI-Leser zu dem Thema „Erfindung des Islamismus“ Quellen beitragen könnten. Ebenso wäre es interessant, zu erfahren, ob sich jemand noch daran erinnert, wann und in welchem Zusammenhang er den Begriff zum ersten Mal gehört hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber, dass es bei mir nach Nine-eleven war – und zwar kurz danach. Es wäre schon schockierend, wenn sich herausstellen würde, dass ein Begriff, der im allgemeinen Sprachgebrauch gerade mal seit sechs Jahren existiert, so behandelt wird, als hätte es ihn schon immer gegeben und als wäre er etwas grundlegend anderes, als das, was man Jahrhunderte lang als Islam bezeichnet hat. Das ist nicht nur Glossokratie – das ist galoppierende Glossokratie.

Islam ohne Allah – was ist damit gemeint?

In den kommenden Teilen möchte ich mich einer anderen Abspaltung vom Islamismus (veraltet: Islam) befassen – nicht mit der des religiösen Teils, sondern mit der der areligiösen Teile. Ich möchte der Frage nachgehen, ob es das politische, soziale und psychologische Konzept des Islam auch ohne religiöses Beiwerk gibt, ob dieses Konzept theoretische Grundlagen hat, wer seine Anhänger sind oder sein könnten, wie sie von der Umma eingeschätzt werden. Nachdem es sehr unwahrscheinlich ist, dass Allah ohne Islam(ismus) zum Renner wird, möchte ich nachforschen, ob es umgekehrt einen Islam ohne Allah gibt oder geben kann, welche Auswirkungen das hat und wie es zur Verwirrung und Täuschung Ungläubiger führen kann.

To be continued…




Geruchsproben stinken den üblichen Verdächtigen

AutonomerDie Idee, gewalttätige Autonome auch an ihrem Geruch wieder zu erkennen ist naheliegend, gefällt aber verständlicherweise nicht jedem. FDP, Grüne und SPD sind empört über die Einführung solcher „Stasimethoden“, nachdem die Polizei im Zuge der Durchsuchungen von Wohnungen autonomer G8 Randalierer Körpergeruchsproben genommen hat, um im Fall von Anschlägen oder Gewalttaten benutzte Gegenstände und Waffen bestimmten Tätern zuordnen zu können. Die SED-Erben der Linkspartei, die wesentlich an der Vorbereitung der Randale beteiligt sind, ziehen es vor, zu dem peinlichen Thema zu schweigen.

Das polizeiliche Verfahren, das den ausgeprägten Geruchssinn speziell trainierter Hunde nutzt, ist eine Variante der Spurensuche, wie sie auch bei der Suche nach vermissten Personen oder flüchtigen Tätern eingesetzt wird. Anhand vorhandener Geruchsproben können Hunde anhaftende Körpergerüche an Gegenstände einer bestimmten Person zuordnen, die diese berührt hat. Ein schlagendes Argument in Form eines Pflastersteins, das einem Polizeibeamten an den Kopf fliegt, trägt damit ein klares Copyrightvermerk. Kein Unterschied zum klassichen oder genetischen Fingerabdruck oder dem guten alten Täterfoto. Nur ein weiteres Hilfsmittel polizeilicher Strafverfolgung, mit der Chance, Gewalttäter dingfest zu machen.

Das muss denen missfallen, die sich hauptsächlich durch versteinerte Argumente artikulieren, und so schreit besonders der vorbestrafte Terroristenunterstützer, parlamentarische Geheimdienstkontrolleur und „Retter Kreuzbergs vor dem Cheeseburger“, Hans-Christian Ströbele (Grüne), Zeter und Mordio und kalauert vom „perfekten Schnüffelstaat“ Die Assoziation vom schnüffelnden Hund zum Schnüffelstaat war dem Meister der Diffamierung zu verführerisch, um nicht in die Denkfalle zu tappsen.

Auch Wolfgang Thierse (SPD) sieht durch die Wahrnehmung menschlicher Ausdünstung die Republik in höchster Gefahr:

„Eine solche Praxis erinnert mich an Stasi-Methoden.“ Der ostdeutsche SPD-Politiker warnte die Behörden „vor Hysterie, die zu Polizeistaats-Methoden ? la DDR führen“ könnte. Es sei für ihn „schon schlimm genug, dass ich rund um das Tagungsgelände einen kilometerlangen Metallzaun ertragen muss, der mir die Mauer aus DDR-Zeiten zurück ins Gedächtnis bringt“, sagte Thierse.

Schlimm finden wir, dass solche Maßnahmen in Deutschland wieder nötig sind, um eine Konferenz mit ausländischen Staatsgästen zu schützen. Schuld daran sind die, die seit Jahren das Volk gegen Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft aufhetzen. Vielleicht sollte Herr Thierse sich der traurigen Zustände in der DDR besser mal erinnern, wenn seine Parteigenossen mit den alten SED-Kadern und -Spitzeln auf Regierungsbänken Platz nehmen und alte und neue Stalinisten andersdenkende Bürger bereits wieder als Neonazis und faschistische Klassenfeinde bedrohen und angreifen.




Trotz Morddrohungen: Ralph Giordano legt nach

Während Lale Akgün sich über angebliche Morddrohungen Rechtsradikaler beklagt, für die – so wie wir es verstanden haben – Ralph Giordano mit seiner Kritik am Bau der Groß-Moschee in Köln-Ehrenfeld verantwortlich ist, hat dieser bereits nach Erscheinen seines neuen Buches „Erinnerungen eines Davongekommenen“ Morddrohungen von Moslems erhalten. Trotzdem hatte er dem KStA das heftig kritisierte Interview gegeben und an seinen Warnungen vor der Islamisierung Deutschlands festgehalten.

„Die Anrufer riefen »Allah, Allah« und bedrohten mich mit dem Tod. Immer in Bezug auf »das Buch«.“ In einem Kapitel seines neuen Bestsellers „Erinnerungen eines Davongekommenen“ kritisiert er die schleichende Islamisierung Deutschlands und erklärt die Integration für gescheitert. (…) „Ich will nicht alle Muslime über einen Kamm scheren“, sagt Giordano.

„Aber es gibt Kreise, Vereinigungen und Verbände, denen die Scharia näher ist als das Grundgesetz. Es gibt Parallelgesellschaften, in denen Zwangsheiraten und Ehrenmorde legitimiert werden und in denen die Frau nichts gilt.

Das hat sich schon in der deutschen Justiz bemerkbar gemacht, als eine Richterin kürzlich entschied, ein muslimischer Mann dürfe seine Frau schlagen.“ Jetzt werde von muslimischen Verbänden etwa nach Geschlechtern getrennter Sportunterricht gefordert. Mit dem Vergleich einer verhüllten Frau mit einem Pinguin habe er die Frauen nicht beleidigen wollen. „Ich habe diejenigen gemeint, die die Frauen zwingen, so herumzulaufen“, so Giordano.

Die Parteien hätten das Integrations-Problem jahrzehntelang verdrängt. Er habe „einen ganzen Haufen zustimmender Briefe und Anrufe erhalten“, erklärt der Autor. „Viele von CDU-Mitgliedern und -Politikern, die sich aber nicht trauen, es auszusprechen. Aus Angst, in die rechte Ecke gestellt zu werden, vor Drohungen von muslimischer Seite oder aus der eigenen Partei.“

Tja, wie wir gerade erfahren, schützt selbst eine völlig unverdächtige Vergangenheit nicht vor diesen üblen Diffamierungen. Wir wünschten, es gäbe mehr Menschen vom Format eines Giordano. Von Solidaritätsbekundungen für Giordano oder Betroffenheit angesichts der haltlosen Beschuldigungen gegen den Mann von Politikern oder einflussreichen Persönlichkeiten der Gesellschaft ist nichts bekannt.

(Spürnase: Urs Schmidlin)




Lehrer lernen von PI

lehrer_tafel.gifWir sind uns darüber im klaren, dass die Veröffentlichung der gleich folgenden Leserzuschrift ein wenig nach Eigenlob aussieht. Wir haben uns dennoch dazu entschlossen, weil es genau die darin geschilderten Ereignisse sind, die uns anspornen und uns zeigen, dass all die vielen Stunden Arbeit nicht völlig vergeblich sind, selbst wenn es nur Tropfen auf dem heißen Stein sind.

Hallo PI-Redaktion,

als wir heute im Geschichts-Leistungskurs über den Holocaust geredet haben, war mein Lehrer völlig erstaunt, als ich von den Kooperationen zwischen den palästinensischen Führern und Hitler und dem geplanten Holocaust in Palästina berichtete. Woher sollte er dies auch wissen: Es steht mit Sicherheit in keinem Geschichtsbuch in ganz Deutschland, und auch sonst wird man nirgendwo Artikel zu diesem Thema finden, wenn man nicht sehr gezielt danach sucht.

Ich bin froh, dass ich einen sehr guten Geschichtslehrer habe: Er sagte, dass er sich vor allem für die Dinge interessiert, von denen er nichts weiß und war einverstanden damit, dass ich bis morgen einen kleinen Vortrag zu diesem Thema vorbereite. Die meisten anderen Lehrer hätten wohl abgelehnt und die Tatsachen geleugnet.

In diesem Sinne wollte ich mich bei euch bedanken: Ohne euch hätte ich wahrscheinlich niemals etwas von diesem Thema erfahren, und meinen Vortrag habe ich auch größtenteils mit Hilfe der Informationen von PI angefertigt (selbstverständlich habe ich euch als Quellenangabe mit eingebracht).

Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass ihr mir geholfen habt sehr gute Schulnoten zu bekommen: Auf das Thema meiner Facharbeit („Die Gründung des Staates Israel und seine Auswirkungen auf den Antisemitismus“) bin ich auch durch euch gekommen, und ich habe größtenteils Bücher verwendet, auf die ich durch euren Blog gekommen bin. Das Ergebnis: 13 Punkte, beste Facharbeit (ich kann euch die Facharbeit übrigens sehr gerne zuschicken, falls ihr sie in irgendeiner Art und Weise für eure Zwecke verwenden könnt).

Ich hoffe, ihr werdet weiterhin so gute Beiträge veröffentlichen! Morgen werden 30 Leute Dinge erfahren, von denen sie ohne euch niemals etwas erfahren hätten…

Danke PI!

Euer (treuer Leser) J.P.

Wir wünschen viel Erfolg beim Referat und bedanken uns herzlich für die ermunternde Zuschrift.




TAZ für freie Meinungsäußerung – bei anderen

TAZWenn ausgerechnet die TAZ, Deutschlands beliebteste Verdauungslektüre für pensionsreife Oberlehrer, Volkes Stimme vermisst, dann kann das nur bei Anderen sein. Denn beim linken Hetzblättchen selbst sucht man regelmäßig vergebens nach einer Kommentarmöglichkeit für Anmerkungen aus der arbeitenden Bevölkerung. Da hilft auch nicht das russische Opernglas (Foto), das Neuabonnenten für den besseren Durchblick mit garantiert linken Klassenstandpunkt geschenkt bekommen.

Ausgerechnet diese TAZ, die dem Leser weniger Meinungsäußerung gestattet als seinerzeit das Neue Deutschland in der ehemaligen Tätärä, entblödet sich nicht, sich zum Sachwalter gelöschter Leserkommentare in der „Welt“ aufzuspielen. In einem langatmigen Artikel für schwerstopstipierte Pädagogen (=die Schwierigkeiten beim Kacken haben) empört man sich über die heutige Schlagzeile der Kollegen:

„Brandanschlag auf Kai Diekmann“. Denn in Wirklichkeit wurde ja nicht Diekmann angezündet, sondern nur sein Auto, hat die TAZ spitzfindig herausgefunden. Diese grobe Tatsachenentstellung ist rot anzukreiden, denn sie lässt die vorschriftsmäßige Verharmlosung linksextremistischen Terrorismus vermissen. Leider vergisst die TAZ schon wieder einmal, in diesem Zusammenhang die vorbildlich korrekte Sprache von PI lobend zu erwähnen. Mit unserer Schlagzeile „Brandanschlag gegen Kai Diekmann gehörten wir gestern morgen zu den wenigen unanfechtbar Objektiven, denn die von der TAZ verordnete Überschrift: „Brandanschlag gegen das Auto von Kai Diekmann“ ist auch voll daneben. Natürlich war Diekmann das Ziel der Attacke, denn linke Steineschmeißer haben etwas gegen Menschen, die nicht ihrer Meinung sind, aber keineswegs gegen deren fette Autos. Das weiß man, seit die ersten in Ministerämter gelangt sind, und seither mit dicken Spritschleudern zum Umweltkongress fahren.

Jedenfalls haben die TAZ-Detektive jetzt in der ihnen zugegebenermaßen vollkommen fremden Welt der Leserkommentare der „Welt“ Hinweise auf Zensur entdeckt, und sind empört. HANNAH PILARCZYK meldet den Skandal:

Doch der Merkwürdigkeiten nicht genug: In der Kommentarfunktion des Artikels hatte schon um 9.40 Uhr der User „Fragender“ angemerkt: „Überschrift ist unverschämt … Nein, es war kein Brandanschlag auf Kai Diekmann, sondern auf sein Auto. So verurteilungswert das ist, die Überschrift ist es genauso.“ Immerhin ist dieses Posting online geblieben. Denn Kommentare wie „da mein Kommentar jetzt zweimal gelöscht wurden ist, wende ich mich an bildblog.“ vom User „wiederholungstäter“ oder „schön, da mein erster kommentar dazu wohl gelöscht worden ist (Springer halt) nochmal (…)“ von „Bestätiger“ legen nahe, dass nicht mit allen Meinungsäußerungen von Welt.de-Lesern so umgegangen wurde.

Nachdem vor rund zwei Wochen schon bekannt wurde, dass ein Blog vom WamS-Kommentarchef Alan Posener zensiert wurde (siehe taz vom 10. 5.), weil er darin deftigst über Diekmann herzog, scheinen damit erneut Beiträge auf Welt.de ihren Weg in den digitalen Mülleimer gefunden zu haben. „Bei den Kommentaren handelte es sich um Pöbeleien und Beschimpfungen, die gegen unsere Netiquette verstoßen haben“, erklärte dazu Springer-Sprecher Fröhlich. „Deshalb haben wir sie von der Seite genommen. So verfahren wir bei anderen Themen auch.“

Das können wir und alle, die schon einmal einen islamkritischen Kommentar in der „Welt“ oder anderswo in kommerziellen Zeitungen verfasst haben bestätigen. Außer natürlich bei der TAZ, die diese Möglichkeit vorsichtshalber nicht anbietet, um nicht noch einen weiteren pensionierten Lehrer zum Löschen der Lesermeinungen einstellen zu müssen. Und gerade die TAZ greift gerne auf einzelne Formulierungen in den unzensierten Leserkommentaren von PI und anderen meinungsfreien Blogs zurück, um uns als widerliche Neonaziforen zu beschimpfen. Aber bei den gelöschten Weltkommentaren von heute vermutet man wohl aufgeregte Manifeste von kommunistischen Gesinnungsgenossen. Und da ist Zensur natürlich pfui.

Und so holt HANNAH PILARCZYK zum endgültigen Vernichtungsschlag gegen die Springerpresse aus und weist der verhassten Konkurrenz gleich noch eine geradezu ungeheuerliche Falschmeldung nach:

Dass Welt.de zur selben Zeit gestern ein Porträt des Kinder-TV-Moderators Guido Hammesfahr auf der Startseite groß mit den Worten ankündigte „macht jetzt Löwenzahn“, stört da eher weniger. Immerhin stimmt es ja, dass Hammesfahr die Moderation von Peter Lustig übernommen hat. Wenn auch bereits im Oktober 2006.

Das hat gesessen! Und wir wissen jetzt, wo Frau PILARCZYK sich über das richtige Leben informiert, wenn sie nicht gerade groben Verletzungen der Meinungsfreiheit durch Leserkommentare löschende Springerjournalisten auf der Spur ist. Danke, Hannah!