CSD BerlinIn vier Wochen gibt es wieder einen Christopher Street Day (CSD) in Berlin, auf dem Lesben und Schwule für ihre Anliegen demonstrieren. Zu denen, die vor vielen Jahren den Berliner CSD mit ins Leben gerufen haben, gehört PI-Leser Horst G. Er hat dem Organisationskomitee nun schriftlich vorgeschlagen, den CSD nicht mehr durch das liberale Charlottenburg marschieren zu lassen, sondern durch Kreuzberg oder Neukölln, um auf die anti-homosexuell-intolerante islamische Gegenkultur ein paar Kilometer weiter aufmerksam zu machen.

Hier sein Schreiben:

An das

Organisationskomitee des

Berliner CSD e.V.
Kleiststraße 35
10787 Berlin

Liebes Organisationskomitee!

Ich freue mich, dass der CSD auch im letzten Jahr wieder so erfolgreich war.

Leider muss ich aber gleichzeitig feststellen, wie sich in bestimmten Teilen der Berliner Bevölkerung zunehmend eine anti-homosexuelle Stimmung breitmacht. Diesmal sind es aber nicht die deutschen Spießer. In den Stadtteilen Berlins mit hohem islamischen Bevölkerungsanteil, besonders in Teilen Neuköllns oder Kreuzbergs, nehme ich zunehmend eine sehr aggressiv antihomosexuelle Stimmung wahr. Aufgrund persönlicher Erfahrungen ist dies für mich Anlass zu großer Besorgnis.

Dabei ist die Lage doch paradox: Während in der übrigen Bevölkerung eine erstaunliche Akzeptanz von Lesben und Schwulen eingesetzt hat, wird die Stimmung unter Türken und Arabern immer aggressiver. Nach meinem Verständnis ist der CSD aber nicht nur eine reine Partyveranstaltung, sondern eine (schwulen-)politische Veranstaltung. Das war auf jeden Fall die Intention, als wir zum ersten Mal in Berlin auf die Straße gegangen sind. Ich finde es deshalb mehr als notwendig, dass jetzt der CSD auf diese schlimme Tendenz reagiert. Auf keinen Fall dürfen wir uns aber damit abfinden, dass man in islamisch-dominierten Stadtteilen zunehmend schneller mal eine in die Fresse kriegt, wenn man als Schwuler offen zu erkennen ist.

Deshalb wende ich mich mit einer Idee an Euch: Warum nicht den CSD durch die Stadtteile laufen lassen, in denen die offene Konfrontation mit Lesben und Schwulen tatsächlich noch eine Provokation darstellt? Nicht in Charlottenburg, sondern am Kottbuser Tor sollte der CSD starten.

Aber reicht unser Mut noch für eine solche echte Demo? Oder genügt schon die Angst der Veranstalter vor finanziellen Verlusten durch abspringende Sponsoren, um eine solche politischere CSD-Demo ausbremsen.

Vielleicht denkt Ihr ja Mal über meine Idee nach?

Mit den besten Grüßen

Horst G.

Dem Organisationskomitee war das Schreiben noch nicht mal eine Antwort wert. Das sagt mehr als tausend Worte.

» Email an das CSD-Orga-Komitee.

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28 KOMMENTARE

  1. Wo bleibt die Initiative von Volker Yusuf Beck?
    Er kann doch schon mal vorfühlen, was ihn (verbal) in dem System erwartet, mit dem er kolaboriert!

  2. Na sooo ein Nazi aber auch! Dem muss das Gehirn ganz dringend von Volker Beck und Klaus Wowereit durchgespült werden, dass er aufhört, solche braunen Behauptungen aufzustellen. Araber und Türken schwulenfeindlich – ph!

  3. Aber wir wollen doch keine irischen Verhältnisse (Oranier-Märsche und so…)

    Konfliktvermeidung heißt das Stichwort 😉

  4. Au weh……

    Da könnte sich Volker Beck wieder mal eine blutige Fresse holen.

    Was da wohl dann die Tante Claudia zu ihren Hätschelkindern sagen wird?

  5. Nun, beim CSD ging es ja, entgegen der landläufigen Meinung, ursprünglich nicht so sehr um das Feiern sondern um einen Protest gegen gewalttätige Übergriffe …

    Ich schätze mal, wenn ihr euch das traut, werden sich auch etliche andere Opfer, die die Schnautze voll haben, mit euch solidarisieren – geschickt organisiert könnte das tatsächlich etwas in den Köpfen bewegen! Bitte unbedingt weiterverfolgen.

  6. Schwulenklatschen ist nur illegitim, wenn das glatzköpfige Dumpfproleten machen.

    Multikulturell bedingte Attacken auf Schwule sind völlig in Ordnung. Dagegen darf keiner was haben. Fragt mal Claudi Roth. Musels fühlen sich da provoziert. Darauf muß man doch Rücksicht nehmen!

  7. Ich bin Katholik. Meine Sympathien für die teils provokanten Schwulendemos und Schwulenverbände halten sich folgsam in eng bemessenen Grenzen, aber keinerlei Sympathie hege ich für diejenigen, die Homos aufgrund ihrer Gesinnung gewaltsam attackieren oder gar umbringen…

    …insofern stehe ich dem Vorstoß mit gemischten Gefühlen gegenüber; soweit ich weiß, war mal eine Schwulendemo durch Altötting geplant…was das sollte, ist mir bis heute unklar.

  8. und schon wieder scheint ein stück unserer kultur zu verschwinden…die der freiheit

  9. Nö, natürlich nicht, aber ich glaube nicht daß in Altötting bedarf an einer Schwulendemo bestand; und ich glaube auch nicht, daß es sinnhaft ist, hier über das Verhältnis von Homosexualität und Katholizismus zu palavern…

    …denn eine distanzierte Haltung bedeutet noch lange nicht, daß wir gegen denjenigen, der eine andere Haltung hat, gewaltsam vorzugehen gedenken.

  10. Gerade deswegen sollte das Thema muselmanischer Gewalt gegen Schwule durchaus thematisiert werden.

    Da werden von den Gutmenschenmedien sehr viele Nebelkerzen geworfen (wie immer bei muselmanischen Gewaltakten).

    Ich hab umgekehrt noch nirgendwo davon gehört, dass eine Horde Homos z.B. einen Jungtürken verprügelt hätte. Irgendwie auch eine bizarre Vorstellung….

  11. G. Bataille: „Es gibt nicht eine einzige Art von Wiederwillen, in der ich nicht eine Affinität zum verlangen erkenne“
    Ein Satz den ich so nicht akzeptieren würde, der aber doch das durch islamische Unkultur geprägte Verhältnis zu Homosexualität entlarvt.

    siehe auch

    http://www.morgenpost.de/ausgabe/2007/04/12/berlin/893842.html

    und die Alternative, was jetzt aber keine undiferenzierte Pauschalzuschreibung sein soll, sondern nur so ne Art Sahnehäubchen…

    http://www.rfj-stmk.at/module/news/detailed.php3?nr=512

    musel ich das verstehen – nein ich musel nix verstehen

  12. Schweinefleisch macht schwul und Sodomie ist erlaubt….hm….soso….

    Da beißt sich die Katze irgedwie in den Schwanz. Oder so ähnlich.

    Gut dass das Vieh dann im Nachbardorf verkauft wird. Weil… erst bumsen und dann fressen geht nun wirklich nicht. Ist bestimmt haram!

  13. off-topic
    grade auf CNN:
    Fatima Roth bekommt wieder Anlaß zu furchtbarer Empörung:
    im Libanon herrscht Rassismus! Da wagt doch der Premierminister Siniora, ohne von Fatima Roth die Anweisungen für das richtige Vorgehen einzuholen, gegen den Terorismus zu kämpfen.
    Also bitte UNO, Libanon plattmachen, Siniora vor Kriegsgericht.
    So ein widerlicher Rassismus gegen Mohammedaner. Wie die da als Terroristen verunglimpft werden. Wo die nichts anderes tun als ihre Religion mit Terroranschlägen gegen die Beleidigungen durch alle anderen zu verteidigen.
    Fatima Roth, bitte bereiten Sie diesen ungeheurlichen Zuständen ein Ende.
    Vorschlag, nein absolutes Muß und Minimum: ALLE Bewohner des angegriffenen Palästinenserflüchtlingscamps müssen in Deutschland Asyl, Staatsbürgerschaft und Rundumversorgung erhalten. Und alle ihre Angehörigen, künftigen mehreren Ehefrauen, kurzum: alle Araber, ebenfalls. Drunter nicht. Unter diesen Maßnahmen keinesfalls.

  14. Das schmerzhafte ist: man meint, man macht einen Witz.
    Aber ein paar Stunden später schämt sich die Wirklichkeit in Form von Frau Fatima Roth nicht, genau so zu sein, genau dieses gnadenlos dummblöde Geschwätz abzuseiern, solche gutmenschlichen Maximalforderungen zu stellen. Ohne eine Spur von Scham, welche ob der Idiotie angezeigt wäre.
    Warten wir also ab. Und ich will gerne beschämt Unrecht haben statt zu erleben, daß meine Vorhersgen sich erfüllen.

  15. Solange unser Bürgermeister seine Kinder nicht auf Kreuzberger Schulen schicken will, muß er sich nicht wundern, wenn junge Moslems sich beleidigt fühlen und dann etwas gegen Schwule haben.

    ——————————————-

    Arbeitskreis kritischer schwul/lesbischer Islamappeaser innerhalb der SPD

  16. naja, die werden wohl wissen, warum sie das nicht zulassen, und es nur wieder mal totschweigen. kann mir richtig gut vorstellen, was da abgehen würde. aus allen häusern würden sie mit ihren sprengstoffgürteln gelaufen kommen, und knallfrosch spielen. so würden die kulturbereicherer den CSD mit pyrotechnischen effekten bereichern.

    naja, wobei ich da ja immer gerne meinen frisör zu zittiere: „ich bin selbst homosexuell und lebe seit 10 jahren mit meinem freund zusammen. jeder hier im ort akzeptuert uns, weil wir ganz normal sind. was ich aber nicht verstehe, ist dieses um die wette schwul sein, auf das der schwulere gewinnt, auf diesen ganzen veranstaltungen.“

  17. haben sie doch schon. würde mich nicht wundern, wenn bald wieder flugzeuge bereit gestellt werden, um die terroristen deutschen staatsbürger auszufliegen.

  18. das war bezüglich
    „ALLE Bewohner des angegriffenen Palästinenserflüchtlingscamps müssen in Deutschland Asyl, Staatsbürgerschaft und Rundumversorgung erhalten.“
    gemeint.

    sry, `ne kommentarvorschau wäre cool.

    btt: die loveparade war auch einmal eine politische demonstration, heute die grösste verkaufsveranstaltung der welt. so viel zum CSD.

  19. Natürlich ist jede Diskriminierung Homosexueller zu verurteilen;
    aber in unserer Gesellschaft schlägt das Pendel derzeit dermaßen ins gegenteilige Extrem, daß wohl bald der erste Prominente sich als Hetero outen wird.

    © Detlev Fleischhammel, (*1952), deutscher Theologe

  20. Es hat in den letzten Jahren mehrfach „Alternativ-CSD’s“ gegeben (um sich vom als „zu kommerziell“ empfundenen „offiziellen“ CSD abzugrenzen), die alle in Kreuzberg und Neukölln stattfanden, deshalb verwundert mich der Text von Horst G. schon ein wenig, zumal es von Seiten der dortigen Bevölkerung gar keine Aggressionen gab, nur innerhalb der teilnehmenden Gruppen gab es ideologischen Zwist. Es ist also weder die Idee neu, noch die Angst vor „abspringenden Sponsoren“ begründet (der bisherige Kreuzberg/Neuköllner CSD hat bewußt auf Werbeträger und Sponsoren verzichtet).

  21. Selbst die Schwulenorgas knicken ein?

    Mal schauen, wahrscheinlich muessen erst ein paar Homos unter Allahuakbar-Geschrei an Baukraenen haengen.

    Die Idee an sich ist klasse. Da koennte der Musel mal so richtig Toleranz zeigen!

  22. Eine sehr gute und begrüßenswerte Idee. Als vor einigen Tagen hier auf dieser Webseite der grüne Abgeordneten Diallo zitiert wurde, welcher sich „mehr Islam im Stadtbild von Frankfurt wünsche“, habe ich ihm doch glatt eine Mail geschrieben.


    Sehr geehrter Herr Diallo,

    ich habe keine Ahnung in welchem Zusammenhang Sie sich mehr Islam im Stadtbild gewünscht haben, ich habe es in einem Artikel im Internet gelesen. Aber als ehemalige Bürgerin der Stadt der Frankfurt kann ich Ihnen mitteilen, dass ich es überaus genieße wieder in Chemnitz zu leben. Da muss ich mich nämlich nicht von Moslems auf Grund meiner sexuellen Orientierung (ich bin lesbisch) beleidigen, verunklimpfen und mir Gewalt androhen lassen müssen. Es ist mir und meiner Freundin mehr als einmal passiert, dass ich von moslemischen Jugendlichen bedroht wurde, wenn ich mit meiner Freundin Hand in Hand durch Frankfurt gegangen bin.

    Wenn Ihre Auffassung von mehr Islam im Stadtbild von Frankfurt letztendlich auch bedeutet, dass die Schwulen und Lesben sich wieder verstecken müssen, dann würde ich an Ihrer Stelle versuchen, vor den nächsten Kommunalwahlen Stimmen im Gutleut-, Bahnhofsviertel, Gallus und im Ostend zu suchen.

    Wir haben in Deutschland dieses ganz wundervolle Grundgesetz, da kann man unter anderem nachlesen, dass kein Mensch unter anderen Dingen wegen seines Geschlechts und seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf. Ich wurde von Moslems gleich doppelt diskriminiert, als Frau und als Lesbe. Mir fällt dazu nur eins ein: Wer das Grundgesetz nicht akzeptiert, hat in Deutschland nichts verloren und soll sich wieder dahin verziehen, wo er hergekommen ist.

    Kommen Sie mir jetzt nicht mit den Uraltkamellen, dass das Einzelfälle wären und Deutsche auch Homosexuelle diskriminieren würden. Dies ist mitnichten so, mich hat nach kein Deutscher wegen meiner Orientierung diskriminiert.

    Wenn Sie sich das nächste Mal mehr Islam im Stadtbild von Frankfurt wünschen, dann denken Sie doch bitte auch an Ihre deutsche homosexuelle Wählerschaft. Haben wir Ihnen nicht mehr als einmal zum Sprung über die 5%-Hürde verholfen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Katrin Uhlmann

    Eine Antwort habe ich natürlich nicht erhalten.

  23. Die Schwulen würden vor Gericht gezerrt, wenn sie das täten, weil sie die Moslems provozierten.

    Begründung der Richterin dann: Man könne von gläubigen Moslems nicht verlangen, dass sie Grundgesetz und Menschenrechte beachten, weil es gegen die Menschenrechte wäre, sowas von gläubigen Moslems zu verlangen.

  24. @ 20 face-the-truth

    Na, dann face mal. Hast du dir das Video überhaupt ganz reingezogen ? Ich habs grad zum zweiten mal gemacht und finds heut noch genauso gut wie gestern.
    Glaubst du alle Menschen, die das Pech hatten, in einer islamischen Gesellschaft geboren zu werden, sind vernagelte Musels ?
    Was bitte ist aua an Global Public Opinion ?
    Was glaubst du machen wir denn hier ? Glaubst du in Ägypten oder im Iran gibts keine Blogger ? Und warum sind es Frauen, die sich da gegenüberstehen. Hast du hier den letzten Artikel von Anahita Girishti gelesen ? Falls nein, bitte unbedingt nachholen. Dann nochmal aufmerksam das Video ansehen. Und dann frag dich bitte nochmal, ob du wirklich schon die truth gefaced hast.

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