Der Vatikan hat sich für eine Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union ausgesprochen. Die Türkei sei „definitiv ein säkularer Staat“, sagte der Außenminister des Vatikanstaats, Kardinal Tarcisio Bertone (Foto), in einem Interview mit der italienischen Zeitung La Stampa zu den Bedenken einiger EU-Mitglieder über einen Beitritt des mehrheitlich muslimischen Landes. Die Türkei habe große Fortschritte gemacht und respektiere die „grundlegenden Regeln des Zusammenlebens“, sagte Bertone. Daher sei eine Mitgliedschaft in der EU möglich.

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29 KOMMENTARE

  1. Hai
    unter dem Link finde ich nix. Bei Radio Vatikan steht nichts von für, sondern im Bereich des Möglichen:

    Ein Beitritt der Türkei zur Europäischen Union liegt für Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone im Bereich des Möglichen. Die Türkei bewege sich weiter, sagte er gestern Abend vor Journalisten in Rom.
    „Die Türkei ist ein islamisches Land. Wir haben immer gesagt: ein Grenzland. Die Positionen sind natürlich sehr unterschiedlich, aber in einem Konzert von Ideen, Völkern und Regierungen, die die grundlegenden Regeln des Zusammenlebens respektieren, kann man diskutieren und gemeinsam Gemeinwohl aufbauen, auf europäischer wie auf weltweiter Ebene.“
    Auf Nachfrage sagte der zweite Mann im Vatikanstaat: „Auch mit einem Beitritt zu Europa.“

    Die Haltung des Vatikan gegenüber der Türkei und deren EU-Ambitionen habe sich grundsätzlich nicht geändert, erläuterte ein Vatikansprecher auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur. Der Heilige Stuhl gebe kein politisches Votum für oder gegen einen EU-Beitritt der Türkei ab.
    (rv/kna 30.05.2007 bp)

  2. 1. Was in den Gesetzen steht und was in den zurückgebliebenen Teilen der Türkei wirklich umgesätzt wird sind zwei verschiedene Dinge.

    2. Die Türkei ist in weiten Teilen laizistisch, im Gegensatz zu Deutschland. Ist ein super Anreiz für viele radikale Mulime nach Deutschland zu ziehen. Die Sprache wird hier schon gesprochen, die Gesetze werden korankonform ausgelegt und bei anhaltender Klimaerwärmung wird das Wetter hier besser als in der alten Heimat.
    Da werden soviele Pinguine kommen, daß ich mir vorkommen werde wie am Südpol.

  3. Mir hat Bertone besser gefallen, als er noch Autokarosserien designed hat.

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    Arbeitskreis kritischer Designer innerhalb der römischen Kurie

  4. Es bleibt aber mal festzuhalten, dass der Vatikan offiziell NICHT für den EU-Beitritt der Türkei ist, wie die Überschrift sagt! Und man sollte einen Blog nicht mit der Führung einer Religion mit 1 Milliarde Menschen verwechseln

  5. @#7 Beate Klein :

    So (Islamschleimerei + Verräter) habe ich dies im ersten Moment auch gesehen.
    Aber anaximander machte mich darauf aufmerksam, daß der Vatikan im Islam wohl seine Chance für die eigene Wiedererstarkung sieht.
    Aus Sicht des Vatikan ist die Türkei wohl ein laizistischer Staat, an welchem wir uns ein Beispiel bezüglich eines Säkularismus nehmen sollten, wie diesen der Vatikan versteht bzw. gerne haben würde.

    Wohlgemerkt: Alles aus Sicht des Vatikans.

  6. Vatikan steht in einer Appeasment-Tradition: so wie sie mit Nazis kooperierten, machen sie mit bei der Islamisierung. Ihre einzige Sorge: die Sicherheit der Gläubigen in der muslimischen Ländern. Etwas kurzsichtig wie immer: die Katholiken wie auch andere Christen werden vertrieben, ermordet oder wandern aus.

    „Setz dich am Ufer des Flusses und warte so lange bis die Leiche deines Feindes vorbei getrieben wird“.

  7. @ Eurabier:

    Sorry, daß ich Dir zuvor gekommen bin, wobei ich das eher als „Teamwork“ sehe. 🙂

    Gruß
    vossy

  8. +++Der Vatikan entpuppt sich mit seiner Islamschleimerei immer mehr als Verräter am Christentum.+++

    Der Vatikan hatte nie etwas mit biblischem Christentum zu tun. Katholizismus ist etwas völlig anderes, als das was Jesus gelehrt hat. Wer Katholiken mit Christen die nach der Bibel leben in eien Topf schmeißt, hat keien Ahnung von Geschichte, Bibel etc. oder ist einfach nur dumm.

  9. Also der Papst sagt, Islam ist alles scheisse, die Moscheen gehören in Europa alle abgeräumt, der Koran lügt, die Muslime sind alle blöd. Resultat: ein paar Hunderttausend Christen in Indien, Pakistan, Bangladesh, Indonesien, Malaysia, Syrien, Ägypten und sonstwo werden ermordet. Tapfer, tapfer, dann fühlt ihr euch besser? Denen haben wir es aber gezeigt! Wir haben Flagge gezeigt! Entschuldigung, das ist doch kacke!

    Schoggo, daß ein paar verblödete Pfarrer hinter den Moslems dreinsegeln wollen, ist klar. Kannste nix machen!

  10. @ Wilhelm Entenmann: Natürlich sieht der Vatikan den Islam als Chance, der Religion wieder mehr Macht und Einfluss zu verschaffen und die Schäflein um sich zu scharen! Das ist ja das Schlimme, sie betrachten den Islam als Verbündeten, nicht als Feind. Und wenn ich sehe, dass der Papst den, iranischen Henker Khatami empfängt, kommt mir glatt das Essen hoch.

    Kewil, zwischen Islam beleidigen und ihm die Füße küssen, gibt es vielleicht auch Mittelwege, oder?

  11. Besser Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende.

    “Setz dich am Ufer des Flusses und warte so lange bis die Leiche deines Feindes vorbei getrieben wird”.

  12. Wie könnte auch der Vatikan den Türkeibeitritt sein, er ist doch nicht mal selbst Mitglied in der EU.

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    Planungskommitee Moscheebau auf den Gelände der Vatikanischen Gärten

  13. Diesen Papst und den davor achte ich sehr, obwohl ich evangelisch bleibe. Dem Islam fehlt ein Luther. Aber die Türkei sollte man nicht in die Arme der Iraner und Araber treiben. Europa sollte sich um die Türkei bemühen, aber nicht um jeden Preis. Die Türkei ist in der NATO und will in die EU. Das wird noch dauern oder scheitern. Aber einen Versuch ist es wert.

  14. Hier der Link zur offiziellen Verlautbarung von Radio Vatican.
    Der Text lautet:
    „Ein Beitritt der Türkei zur Europäischen Union liegt für Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone im Bereich des Möglichen. Die Türkei bewege sich weiter, sagte er gestern Abend vor Journalisten in Rom.
    „Die Türkei ist ein islamisches Land. Wir haben immer gesagt: ein Grenzland. Die Positionen sind natürlich sehr unterschiedlich, aber in einem Konzert von Ideen, Völkern und Regierungen, die die grundlegenden Regeln des Zusammenlebens respektieren, kann man diskutieren und gemeinsam Gemeinwohl aufbauen, auf europäischer wie auf weltweiter Ebene.“
    Auf Nachfrage sagte der zweite Mann im Vatikanstaat: „Auch mit einem Beitritt zu Europa.“
    Die Haltung des Vatikan gegenüber der Türkei und deren EU-Ambitionen habe sich grundsätzlich nicht geändert, erläuterte ein Vatikansprecher auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur. Der Heilige Stuhl gebe kein politisches Votum für oder gegen einen EU-Beitritt der Türkei ab.“

    Also: Von der Befürwortung eines Beitritts spricht Bertone nicht. Er drückt sich sehr vorsichtig aus, was wohl an seiner Stellung liegt. Er muss Rücksicht auf die Katholiken nehmen, und auch auf die jetzt schon sehr schwierige Stellung des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel.

  15. Darüber wurde schon mehr als genug in den letzten Jahren diskutiert. Türkei hat in Europa und in der EU nichts verloren! Vor zwei Jahren sagte Peter Scholl-Latour in einer Fernsehdiskussion zu diesem Thema, daß Politiker, die für Mitgliedschaft Türkei in der EU werben, ins Gefängnis gehören.

    Siehe dazu auch den Vortrag von Hans-Ulrich Wehler:Amerikanischer Nationalismus, Europa, der Islam und der 11. September 2001
    http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/Pressestelle/dokumente/Reden/Jahresempfang_Rede_Wehler.html?__xsl=/templates/print.xsl

    1. Die muslimische Türkei hat 450 Jahre lang gegen das christliche geprägte Europa nahezu unablässig Krieg geführt. Das ist im Kollektivgedächtnis der europäischen Völker, aber auch der Türkei tief verankert. A limine spricht nichts dafür, einen solchen Staat aus einem anderen Kulturkreis in die EU aufzunehmen.

    2. Warum sollte aber ein muslimischer Staat zu Europa – das nun einmal durch völlig andere Einflüsse geprägt worden ist – hinzustoßen und seine Fundamentalismusprobleme danach ungehindert in die EU exportieren dürfen? In der Bundesrepublik z.B. werfen 32 000 in radikalen Organisationen organisierte türkische Muslims hinreichend Probleme auf.

    3. Warum sollte, wie man schätzt, einem Potential von 40 Millionen arbeitslosen oder arbeitsarmen Anatoliern die Freizügigkeit in eine erweiterte EU eröffnet werden? Überall in Europa erweisen sich die muslimischen Minderheiten als nicht integrierbar und igeln sich in ihrer Subkultur ein. Aber warum sollte man diese Diaspora millionenfach vermehren und damit die willige Bereitschaft zum multikulturellen Zusammenleben einer extremen Belastungsprobe aussetzen?

    4. Warum sollte sich die EU freiwillig im Südosten so famose Nachbarn wie den Irak und Syrien schaffen und dazu noch das explosive Kurdenproblem in diesen Ländern freiwillig schultern? Die politische Raison rät dringend von einer solchen neuen Bürde ab, die durch keine anderweitigen Vorzüge wettgemacht würde.

    5. Und schließlich das m.E. durchschlagende Argument: Die Osterweiterung der EU wird und muss kommen, damit diese Zone Europas endlich politisch stabilisiert werden kann. Sie wird alle, buchstäblich alle Ressourcen der EU bis zur Zerreißprobe beanspruchen. Wie kann man, da diese enorme Belastung längst klar zu erkennen ist, politisch so von Sinnen sein, dass man sich eine völlig Überlastung aller restlichen Machtressourcen auflädt, wenn die EU-Mitgliedschaft der Türkei geradewegs die Zerreißprobe heraufführen würde? Der Preis für Europa wäre unerträglich, der überzeugende Gewinn ist bisher nicht erkennbar. Selbstverständlich kann und sollte die EU großzügige Verträge bis hin zu einem Assoziationsabkommen mit der Türkei schließen, um ihr auf dem Weg in die westlich geprägte Moderne zu helfen. Aber Vollmitgliedschaft in der EU? Das ist die Fehlentscheidung eines Versprechens, das so bald wie möglich revidiert werden sollte.

    http://de.rayezlaturquie.com/index.php

  16. Ich will hier nicht die Ansichten Vatikanischer Diplomaten zu meinen machen, aber als Katholik frage ich mich, was einige Kommentare (# 7 ,12, 14) mit ihren Aussagen bezwecken wollen. Zwei Beiträge vorher regt man sich noch über die Unfähigkeit einer zivilisierten Streitkultur anderer Blogs auf. Kein guter Stil, für den ich PI eigentlich schätze und weiterempfehle.

    Zum Verständis der Position des Vatikan verweise ich auf diesen Link:
    http://www.kath.de/kino/01_aktuelles/meldungen_2006_tuerkische_christen_fuer_eu_beitritt.php

  17. vor ein paar jahren habe ich eine politische diskussion über die zukunft der eu gesehen. ein damals wichtiger eu politiker hat, seiner meinung nach, überzeugend argumentiert, dass

    die eu erweiterung viel zu langsam geht, denn

    man plant, sowohl nordafrikanische staaten, israel, ukraine, weissrussland, nachfolgestaaten der udssr (namen vergessen) und selbstverständlich die türkei als mitglieder aufzunehmen.

    grund: rohstoffe.

    mfg
    wien1529

  18. @#17 paul

    Deine Kommentare glänzen nur noch vor platter Polemik. Der Papst Johannes Paul II erklärt, dass der Gott der Muslime und der Gott der Christen Katoliken der gleiche Gott ist. Er ist noch viel weiter gegangen:im zweiten römischen Konzil erklärte er es so: Gott ist wie das Licht. Alle Religionen (ohne Ausnahme) sind wie die Farben, die entstehen, wenn das Licht durch ein Prisma scheint. Letztendlich führen aber alle zu Gott. Aus der Sicht des Katholizismus mag das bestimmt einleuchten, denn er besteht ja aus zahlreichen Religionen, aber mit der chritl Lehre hat das nichts zu tun. Auch habe ich überzeügte Katholiken getroffen, die jedoch an Gott nicht glauben. Es gibt zahlreiche konfessionen, denen man als christ beitreten kann, aber von der katholischen kirche kann ich nur abraten, da kann ich die christliche Lehre nicht finden.

    Der Koran ist nach der islamischen Lehre Gottes Wort, das schon immer existierte (auch vor Mohammed) und ewig gültig bleibt. Es kann niemals eine Person geben, die die hasserfüllten, zum Mord an Christen und Juden aufrufenden Suren streicht. Auch hat Luther keine Bibelverse gestrichen, vielmehr wollte er zum Ursprucng der christlichen Lehre zurück.

  19. #25 Fundamentalist

    Auch habe ich überzeugte Katholiken getroffen, die jedoch an Gott nicht glauben.

    Wie würdest Du den Begriff Atheist definieren? Doch wohl als jemanden, der an keinen Gott glaubt. Da das Wesen einer Religion ist, an einen Gott zu glauben, werden die Leute, die Du hier erwähnst, kaum Katholiken gewesen sein.

    Es gibt zahlreiche konfessionen, denen man als Christ beitreten kann, aber von der katholischen kirche kann ich nur abraten, da kann ich die christliche Lehre nicht finden.

    Das ist einfach nur polemisch.

    Zum Thema:
    Ich denke, daß der Papst und die Kurie sehr wohl wissen, daß die Türkei nicht zu Europa gehört. Als er noch Präfekt der Glaubenskongegration war, hatte sich Ratzinger deutlich gegen einen EU-Beitritt der Türkei ausgesprochen. Es gibt keinen Anlaß anzunehmen, daß er seine Einstellung mittlerweile geändert hat. Als Chef ist er jedoch auch nebenbei Politiker und muß als solcher auch mal freundliche Worte gegenüber den islamischen Ländern aussprechen, schon aus Verantwortung den dort (im Zweifelsfall als Geiseln) lebenden Christen gegenüber. In besonderer Weise gilt dies auch für seinen Außenminister. Wenn dieser sagt, daß es möglich ist, daß die Türkei der EU beitritt, so ist dies leider die Wahrheit, auch wenn es ihm vielleicht innerlich vor diesem Beitritt graut.

    In diesem Zusammenhang möchte ich an die regensburger Vorlesung des Papstes erinnern. Seit dieser Vorlesung, weiß die ganze Welt, daß Mohammed nur Schlechtes gebracht hat, wie dies, daß er vorgab, den Glauben, den er verkündete, mit Gewalt zu verbreiten.
    Aber diese klaren Worte haben auch einer Nonne in Somalia und in der Türkei einem Priester das Leben gekostet.

  20. #7Der Vatikan entpuppt sich mit seiner Islamschleimerei immer mehr als Verräter am Christentum.

    ja, da ist jetzt endlich einmal die CDU besser als der Vatikan. Die ist nämlich gegen einen Beitritt. Dafür kann man sie durchaus mal wählen 🙂
    Fakt ist, dass ich erst kürlich von einem Bundestagsabgeordneten sowie einem Europabeauftragten auf Kreisebene gesagt bekommen habe, dass ein Beitritt unmöglich ist. Aus vielerlei Gründen. Erstens, wegen dem sich völlig verändernten Wertefundament, zweitens, weil die Türkei das EU-Parlament dominieren würde, drittens, weil die AKP islamisch ist, also nicht laizistisch, viertens, weil die EU-Beitrittsrichtlinien noch nicht annähernd umgesetzt werden, sondern nur auf dem Papier stehen, auch in Religionsfragen…, wirtschaftlich wäre es wohl doch der Ruin… und fünftens(mehr fällt mir nicht ein im moment), weil die Türkei nicht demokratisch unabhängig ist. ZB das militär bestimmt ja sehr stark mit. ist im moment zwar gut hat aber nix mit westlichen standarts zu tun.

    viele grüße aus dem osten!!
    der feldherr

  21. Erinnert Euch doch bitte an die Regensburger Rede Benedikts XVI. Der Papst war der erste und bisher einzige, der die Kernfrage an den Islam in der Welt bekannt machte: Was könnte man beim besten Willen dem Islam zugute halten? Gibt es irgendetwas, dass wir dem Islam verdanken? Was hat Herr Mohammed Neues gebracht?
    Dafür sollten wir ihm dankbar sein. Im Übrigen gilt: Der Islam hat hier in Deutschland überhaupt nur deshalb eine Chance, weil die Christen nicht die Einheit leben und Gottes Einheitsgebot verraten. Wir sollten diese Schande wenigstens nicht noch zelebrieren.

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