Zugegeben: es ist schwer in diesen Tagen einen Bush-freundlichen Artikel in unseren Medien zu lesen. PI-Leser Jürgen B. hat ihn im Handelsblatt gefunden. Chefredakteur Bernd Ziesemer befasst sich in seinem Blog mit der Weigerung der USA, auf dem G-8-Gipfel verbindliche Klimaziele zu vereinbaren und schreibt politisch inkorrekt: „Ich kann die Haltung Bushs sehr gut verstehen“.

Und weiter:

Offenbar läuft Angela Merkel endgültig gegen die Wand mit ihrem Versuch, auf dem Gipfel in Heiligendamm verbindliche Klimaziele festzulegen. George W. Bush will im Gipfelkommunique nur allgemeine Festlegungen dulden – genau so wie beispielsweise Japan, Kanada, Russland oder China. Nicht Bush hat sich isoliert, wie so viele grüne Gutmenschen in Deutschland behaupten, sondern Merkel. Die meisten Länder glauben nicht an ein Verfahren, in dem man erst globale Ziele formuliert, und sie dann auf die einzelnen Länder „herunter bricht“. Dieses Verfahren funktioniert nicht einmal innerhalb der Europäischen Union. Dort droht genau das, was Bush befürchtet: Wer sich zuerst bewegt, wird bestraft. Oder genauer: Alle Nationen warten, dass andere Nationen freiwillig mehr schultern als andere. Am Schluss könnte Deutschland ökonomischen Schaden erleiden, wenn wir uns als Vorreiter in Sachen Klimaschutz profilieren. Denn immer noch gilt: Der Klimaschutz produziert erst Kosten bevor er uns hilft, langfristig volkswirtschaftliche Kosten zu vermeiden.

Die deutsche Debatte über den Klimaschutz ist über weite Strecken verlogen. Eine schnelle Lösung unserer CO2-Probleme ist undenkbar, ohne wieder verstärkt auf Kernkraft zu setzen. In immer mehr Ländern setzt sich diese Erkenntnis durch. Deutschland isoliert sich in dieser Frage immer mehr. SPD-Umweltminister Gabriel gehört in diesem Sinne zu den schlimmsten Klimafeinden weltweit. So lange sich daran nichts ändert, sollten wir aufhören, den Schulmeister der Welt in Sachen Klimaschutz zu spielen.

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