ju_phantom.jpgZu ungewöhnlicher Stunde, nämlich bereits um 18 Uhr, geht am heutigen Samstag ein Gespenst um in Köln-Ehrenfeld. Eine geheimnisvolle Personengruppe, die sich selbst „JU Ehrenfeld“ nennt, wird Flugblätter gegen den Bau der Großmoschee verteilen oder es wenigstens versuchen. Der Kreisgeschäftsführer einer nicht minder rätselhaften Organisation, die sich den ganz ähnlich klingenden Namen „JU-Kreisverband Köln“ gibt, fordert PI auf, den entsprechenden Hinweis auf unserem Blog zu entfernen, da es sich bei der „JU-Ehrenfeld“ nicht um die gleichnamige Organisation „Ju-Ehrenfeld“ handele. Außerdem handelt es sich bei der Flugblattaktion offenbar nicht um eine Flugblattaktion, sondern um eine „sog. Flugblattaktion“.

Wir sind, um es einmal dem Anlass entsprechend orientalisch auszudrücken, verwundert bis an die Grenzen der Verwunderung. Denn die Information über die Aktion, einschließlich des Flyertextes, erhielten wir von einer nicht ganz unbekannten Person aus der „JU-Ehrenfeld“. Oder dem, was wir bis heute dafür hielten. Jetzt lässt uns Christian Petzoldt vom JU-Kreisverband wissen:

hiermit teile ich Ihnen mit, dass es sich bei der sog. Flugblattaktion der JU-Ehrenfeld am 25.07.2007 weder um eine Aktion des Kölner JU-Kreisverbandes oder des Ehrenfelder JU-Stadtbezirksverbandes noch einer anderen Gliederung der JU-Köln oder JU NRW handelt.

Ich bitte Sie daher den entsprechenden Artikel unverzüglich von Ihrer Internetseite politicallyincorrect.de zu entfernen.

Ehrlich gesagt hätte es uns auch gewundert, wenn die Großmoscheebaupartei CDU sich plötzlich darum schert, dass 60% der Kölner den Prunkbau ablehnen. Für Wählerstimmen interessiert man sich erst wieder 2009, wenn es an die Wahlurnen geht. „Et hät noch immer jot jejange“, wie der Kölner sagt.

Immerhin, die geheimnisvolle Aktion, heute um 18 Uhr in Ehrenfeld, Barthoniaforum an der Venloer Strasse, wird dadurch erst recht interessant. Wer sind die geheimnisvollen Gespenster? Und werden sie womöglich weiße Kapuzen über den Köpfen tragen? Wer das wissen will, sollte es sich nicht nehmen lassen, persönlich vorbeizuschauen.

Möglicherweise sprechen wir aber auch von zwei ganz verschiedenen Veranstaltungen. Denn nach unserem Kalender ist heute bereits der 28. Juli und nicht der 25., von dem Christian Petzoldt spricht. Das wäre irgendwie schade.

» CDU-Politik.de: Zwillinge zum Zweiten: JU Köln

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48 KOMMENTARE

  1. @ #45 NoDhimmi

    Vielen Dank für das Einstellen des Links.

    Im Bericht heißt es, die Anwohner hätten nichts gegen eine Moschee. Das stimmt allerdings so nicht. Ich habe mit mehreren Anwohner gesprochen. Sie haben nichts gegen die Renovierung des vorhandenen, einfachen Gebetshauses. Eine Moschee wollen sie nicht, zumal eine Moschee ein Treffpunkt / Zentrum für alle möglichen islamischen Aktivitäten ist. Und rotzfrech sind die Mitglieder dieses Vereins auch jetzt schon…ohne Moschee.
    Sie parken die Anwohner regelrecht zu. Wer aus seiner Ausfahrt/Garage will, soll gefälligst warten bis die „Gebete“ vorbei sind.
    Es geht auf der Straße lauter zu als in einem Hühnerstall wenn der Fuchs zu Besuch ist.
    Eine Moschee würde die derzeitige Lage nur noch verschärfen. Dort ist ein eng bebautes, reines Wohngebiet.

  2. „…Populistische Aktionen wie die Verteilung von Flugblättern lehnt der Verband ab.“

    Jetzt ist schon die Verteilung von Flugblättern eine populistische Aktion. Demnächt fällt auch wohl eine Wahl darunter.

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