KelekAuf SpOn findet sich heute ein sehr informatives Streitgespräch zwischen der türkischstämmigen, islamkritischen Soziologin Necla Kelek (Foto) und der ebenfalls türkischstämmigen Psychologin und SPD-Bundestagsabgeordneten Lale Akgün. Letztere demonstriert eindrucksvoll die ganze menschenverachtende und realitätsblinde Ignoranz der Multikultifraktion.

Kelek beurteilt die Absage der türkischen Verbände als nicht dramatisch, weil diese ohnehin „nichts für die Integration in Deutschland“ tun würden. An dieser Stelle sagt Akgün das einzig Vernünftige im ganzen Gespräch:

Die Art und Weise aber, wie die Verbände ihre Absage begründen, ist nicht akzeptabel – das Zuwanderungsgesetz, das sie kritisieren, ist schließlich ordnungsgemäß durch den Bundestag verabschiedet worden. Die Bundeskanzlerin kann ein Gesetz doch nicht wegen der Forderung einer Lobbygruppe zurücknehmen.

Was dann folgt, muss man selbst gelesen haben. Keleks vernünftigen Hinweisen auf eine zunehmende Abschottung der islamischen Gemeinden hat Akgün nichts als hohle Phrasen entgegenzusetzen. Menschenrechtsverletzungen fegt sie lässig zur Seite und wirft Kelek vor, „sich auf den Islam einzuschießen“ und „nur das Dunkle“ sehen zu wollen. Und die „nur 9000 Leute, die als Ehepartner nach Deutschland eingereist“ sind, sind für sie auch nicht der Rede Wert. Dass dahinter Einzelschicksale vor allem junger Frauen stecken, die hier ohne Sprachkenntnisse als Sklavinnen in den Familien ihrer Ehemänner leben müssen (sehr eindrucksvoll beschrieben in Keleks „Die fremde Braut“) – lächerlich! Kelek erklärt ihr, dass jede zweite türkische Frau eine Importbraut ist. Darauf Akgün:

Warum haben Sie eigentlich nie gefordert, dass die rechtliche Situation von türkischen Frauen, die nach Deutschland kommen, verbessert wird, dass sie einen eigenen Aufenthaltstitel bekommen? Schließlich haben Sie das Innenministerium beraten.

Einer Necla Kelek ist die SPD-Frau allerdings nicht gewachsen und bekommt die Antwort, die sie verdient:

Ich habe das Innenministerium nicht beraten, ich habe zwei Bücher über die Lage der türkischen Migranten geschrieben. Sie sind hier die Bundestagsabgeordnete, Sie sind die Islam- und Migrationsbeauftragte der SPD. Es wäre ihre Aufgabe, diese Probleme zu lösen.

(Spürnasen: Julian H., Urs Schmidlin und Koltschak)

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