Rech (CDU): Vorurteile gegen Muslime abbauen

Heribert RechEs gibt Politiker, die kapieren es einfach nie. Ein Exemplar dieser Scheuklappen-Spezies ist der baden-württembergische CDU-Innenminister Heribert Rech (Foto). Bei einem Besuch einer Moschee im badischen Buggingen forderte Rech größere Toleranz gegenüber Muslimen und einen intensiveren interkulturellen Dialog.

Vor allem mit Menschen aus islamisch geprägten Ländern gebe es im Polizei- und Behördenalltag oft Missverständnisse und Konflikte. Durch ein stärkeres Miteinander könnten diese Probleme ausgeräumt werden. „Es geht darum, Vorurteile abzubauen. Einheimische und Zugezogene müssen sich als Partner begegnen“, sagte Rech.

Der Moschee-Verein in Buggingen kooperiere seit knapp eineinhalb Jahren mit der Akademie der Polizei in Freiburg. Diese Zusammenarbeit sei landesweit einmalig. Bei den Seminaren, die gemeinsam veranstaltet werden, können sich Polizisten und Behördenmitarbeiter in der örtlichen Moschee über den Islam informieren und ins Gespräch kommen. „Interkulturelle Kompetenz öffnet die Augen für die Vielfalt und die Verschiedenheit der Menschen und für ihre Sichtweisen“, sagte der Minister. Daran habe auch die Polizei ein Interesse. An der Akademie der Polizei würden seit dem vergangenen Jahr regelmäßig dreitätige Fortbildungsseminare veranstaltet. Darin können sich die Beamten über die Werte, Traditionen und Verhaltensregeln von Menschen mit muslimischem Glauben informieren.

» Kontakt: Heribert.Rech@CDU.landtag-bw.de

(Spürnase: grundgesetzwatch)




Arzu Toker (ZdE): „Schäuble hat mich empört“

Arzu TokerArzu Toker (Foto) vom Zentralrat der Ex-Muslime ist eine impulsive, selbstbewusste und manchmal etwas unbeherrschte Frau, wie wir von PI schon selbst erfahren durften. Aber genau diese Eigenschaften machen Interviews mit der streitbaren Kölnerin so außergewöhnlich. Keine pc, kein „um den heißen Brei herum reden“, keine Angst vor den Folgen ihrer Wortwahl. Auch die Westfälischen Nachrichten sind inzwischen dahinter gekommen – hier das sehr lesenswerte Gespräch mit Arzu Toker.

» Welt: Zentralrat der Ex-Muslime fürchtet Islamisierung




ZDF: Verzehr von Döner kann ungesund sein

claudia_roth_dhimmi_doener.jpgAuf dem Internetauftritt des ZDF fanden wir heute eine interessante Warnung:

Der Verzehr von Döner Kebap kann die Gesundheit gefährden, so das Ergebnis einer WISO-Stichprobe in Berlin. In zwölf von 22 Döner-Proben war die Gesamtkeimzahl extrem hoch. In vier Fällen wurden Krankheitserreger nachgewiesen, die in Nahrungsmitteln grundsätzlich nicht zulässig sind.

Der Mikrobiologe Gero Beckmann kaufte in den Imbissen der Stichprobe insgesamt 22 Döner. Diesem Fleisch entnahm er seine Proben, die er dann auf Keime in einem Labor untersuchen ließ.

Das Ergebnis:
Bei zwölf Proben war die Gesamtkeimzahl mit mehr als einer Milliarde Kolonie bildender Einheiten extrem hoch.

Insgesamt 14 der 22 Döner fielen im mikrobiologischen Test glatt durch. Bei vier der Proben gab es sogar krankheitserregende Keime. Ein Döner Kebap enthielt Salmonellen, die schwere Durchfälle und Erbrechen auslösen können. In einem weiteren Kebap-Sandwich wurde das Bakterium Arcobacter festgestellt, das Magen-Darm-Beschwerden verursachen kann und von Experten als besonders aggressiv eingestuft wird. Eine Probe war stark mit Pseudomonas aeruginosa belastet. Dieser Krankheitserreger kann unter anderem schwere Lungenentzündungen auslösen. Eine weitere Probe enthielt das Wund- und Eiterbakterium Staphylococcus aureus. Der Verzehr wäre in diesen vier Fällen gesundheitsgefährdend gewesen, die Döner hätten nicht verkauft werden dürfen.

“Ich bin über dieses Ergebnis sehr beunruhigt, das hatte ich so nicht erwartet”, sagt Beckmann. …

Wir waren nicht nur beunruhigt, wir waren zutiefst betroffen, angekeekelt und auch ein Stück weit traurig. Weil, unter uns: eigentlich mochten wir den Döner, scharf und mit Knoblauch. Bisher. Schade. Wieder ein Stück Kulturbereicherung den Bach runter….

(Spürnase: Micha)




Großbritannien: „Allah ist groß“ als Schreibübung

notsubmit.jpgIn Großbritannien hat Helen Green, Lehrerin an einer Grundschule in Wakefield, West Yorks, mit ihrer Klasse – in der es nicht einen einzigen moslemischen Schüler gibt – nach ihren Aussagen „Schreibübungen“ gemacht, bei denen die Kinder das islamische Glaubensbekenntnis aufschreiben mussten.

Die zehnjährigen Kinder mussten zum Beispiel schreiben „Allah ist der Größte“ und „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt ausser Allah“.

Lediglich die Eltern der Kinder wollten dies so nicht akzeptieren. Kirchen und Politiker oder andere, gesellschaftlich relevante Gruppen bevorzugen es, über diesen Zwischenfall zu schweigen. Die Eltern stehen allein. Und außer einer britischen Zeitung findet das Vorkommnis wohl auch jeder Reporter belanglos. Man stelle sich einmal vor, es wäre umgekehrt gewesen… Man stelle sich einmal vor, eine komplette Klasse muslimischer Schüler würde in einem europäischen Land dazu gezwungen, im Unterricht ein schriftliches Glaubensbekenntnis zum Christentum abzulegen. Der Aufschrei wäre gewaltig, Muslime würde auf den Stassen gegen die „Beleidigung ihrer Religion“ demonstrieren, Kirchen würden brennen, …

Aus den dürftigen Presseberichten zu diesem Thema geht nicht hervor, ob Helen Green dies aufgrund ihres persönlichen Glaubens oder einfach nur aus Dummheit getan hat. Zu verurteilen wären beide Varianten.

Als Schreibübung wird von uns der bei diesem Artikel beigefügte Schriftzug empfohlen. Auf Deutsch heißt dies: Ich werde mich nicht unterwerfen!

» HEPLEV: Das Vaterunser wäre beleidigend gewesen

(Spürnasen: Phylax und Sunnyboy)




Ein Wunder: Positiver Irak-Beitrag im Spiegel!

Irak SoldatIm Spiegel wird heute entgegen aller „Die USA haben im Irak versagt“ und „Bush ist ein Trottel“-Debatten ein etwas differenzierterer Artikel veröffentlicht. Allein schon die eher wohlwollende Fotostrecke und die nicht-diffamierenden BU’s „Captain Ian Lauer mit einem befreundeten Iraker auf Patrouille“ (Bild 5) oder „Captain Ian Lauer fotografiert eine Gruppe irakischer Kinder“ (Bild 15) hat man in dieser Form im Spiegel noch nicht gesehen. Verantwortlich für Text und Fotos sind Ullrich Fichtner und Tina Hager – obs ihr letzter Beitrag für den Spiegel war?

(Spürnase: more moslems – more problems)




Saudi-Arabien: Hilfsbereiter Student verhaftet

Morality PoliceWeil es im Islam verboten ist, dass sich ein Mann und eine Frau gemeinsam in einem Raum aufhalten, wenn sie nicht miteinander verwandt oder verheiratet sind, wurde jetzt ein nigerianischer Student in Saudi-Arabien wegen unsittlichen Betragens von der islamischen Religionspolizei verhaftet.

Seine „Sünde“: Er hatte seine 63-jährige schwer kranke Nachbarin zur Behandlung in ein Krankenhaus in die Hauptstadt Riad gebracht und sie anschließend in ihrer Wohnung besucht. „Ich wollte einer Frau, die krank war, etwas Gutes tun, und das ist nun der Dank“, äußerte sich der erst kürzlich zum Islam konvertierte Student in seiner Zelle im Malas-Gefängnis. Er wünscht sich nun, nach Nigeria zurückzukehren.

» Spiegel: Saudi prügelt zwei Hausmädchen tot




Zur Erinnerung: „Koran im Kopf“ – heute, WDR

Wir haben vor zwei Wochen schon einmal auf die Reportage „Koran im Kopf“ hingewiesen. Wer den Film nicht verpassen will, sollte heute von 22.45 – 23.15 Uhr das WDR-Fernsehen einschalten.




Eine Kultur der Lüge

Theodore Dalrymple

Der stets hervorragende Schreiber Theodore Dalrymple (Foto), einer der scharfsinnigsten Beobachter Großbritanniens und auch der heutigen westlichen Welt, hat eine Einschätzung über die zehn Jahre Regierungszeit des ehemaligen Premierministers Tony Blair geliefert.

Text: Fjordman, Übersetzung: Eisvogel

Nach Dalrymple

"glauben viele Briten, dass er der schlechteste Ministerpräsident in der jüngeren britischen Geschichte war, moralisch und möglicherweise auch finanziell korrupt, oberflächlich und egoistisch."

Einer der Gründe dafür, dass er so negativ gesehen wird, ist das schnelle Anwachsen der Unsicherheit, ironischerweise zusammen mit einem noch schnelleren Anwachsen der Überwachung:

"Der typische Brite findet sich selbst 300 mal am Tag von Sicherheitskameras aufgenommen, was ihn nicht im geringsten vor Verbrechen oder asozialem Verhalten schützt, das in Großbritannien weiterhin vorherrscht, und so fühlt sich trotz der ständig wachsenden Überwachung durch den Staat niemand sicherer vor der terroristischen Bedrohung."

Britische Staatsbürger zahlen obszön hohe Steuern, aber bekommen dafür immer weniger zurück außer einem zunehmend feindseligen Staat:

"Die Interessen der Nationalen Gesundheitsbehörde, innerhalb der sich die Bürokratie enorm ausgeweitet hat , sind immer enger mit denen privater Anbieter und Berater verflochten, so dass es schwierig wird, öffentlich und privat überhaupt noch auseinander zu halten. Die Ausgaben der Nationalen Gesundheitsbehörde haben sich in nur 10 Jahren verzweieinhalbfacht; und doch kann man kaum eine entsprechende Verbesserung bei den Serviceleistungen erkennen, außer vielleicht was den Lebensstandard der Mitarbeiter angeht."

Er glaubt, dass die Unzulänglichkeiten des Staates hinter einem Netz aus Lügen und Halbwahrheiten verborgen sind und dass man die Öffentlichkeit mit korrumpierenden offiziellen Statistiken verwirrt. Die Arbeitslosenzahl wird künstlich klein gehalten, indem man Menschen eher als krank denn als arbeitslos einstuft, "und so wird durch eine einzige Lüge die Bevölkerung, der Ärztestand und die Regierung korrumpiert." Vergleichbar wird auch die Kriminalitätsrate klein gehalten, indem man die Polizei ermutigt, Verbrechen nicht zu protokollieren. Durch solche Maßnahmen "wird die ganze Gesellschaft korrumpiert und infantilisiert, weil sie sich durch einen Mangel an Klarheit nicht offen äußern kann."

Dalrymple führt aus:

"Wir sind schon so weit, dass wir auf jeder Ebene der Gesellschaft mit Unehrlichkeit rechnen – für die diese kleine Lüge ein Beispiel war. Es geht um intellektuelle, moralische und finanzielle Unehrlichkeit, und sie hat ihre Wurzeln in Eigeninteresse und zwar im engsten Sinne des Wortes. Im modernen Großbritannien gilt Redlichkeit als närrisch oder sogar noch schlimmer als naiv." Er glaubt, dass dies den ganzen Unterbau der Gesellschaft korrumpiert: "Wenn Ungesetzlichkeit zur Voraussetzung für Amt und Würde wird, dann ist etwas faul im Staate."

Die Medien und die Behörden haben die Öffentlichkeit über Jahrzehnte hinweg bezüglich Multikulturalismus, EU-Integration und die wahren Kosten der islamischen Einwanderung getäuscht. So wird eine Kultur der Lüge und der moralischen und finanziellen Korruption kultiviert. Es fängt oben an und verbreitet sich nach unten. Wenn der Staat lügt, betrügt und Geld für Dienstleistungen eintreibt, die er dann nicht erbringt, warum sollte dann der Durchschnittsbürger nicht dasselbe tun?

Nach Dalrymple ist

“Political Correctness kommunistische Propaganda im Kleinen. Während meiner Studien kommunistischer Gesellschaften bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es nicht der Zweck kommunistischer Propaganda war, zu überzeugen oder zu überreden oder gar zu informieren, sondern zu demütigen; und deshalb war sie umso besser, je weiter sie von der Realität entfernt war. Wenn Menschen gezwungen sind, zu schweigen, wenn ihnen die offensichtlichsten Lügen erzählt werden, oder – schlimmer noch – wenn sie gezwungen sind, diese Lügen auch noch selber zu wiederholen, dann verlieren sie ein für alle Mal ihren Sinn für Redlichkeit. Sich mit offensichtlichen Lügen einverstanden zu zeigen, bedeutet, dass man mit der Schlechtigkeit kooperiert und auf eine gewisse Art dadurch auch selber schlecht wird. Die Kraft, sich irgendetwas zu widersetzen, bröckelt dadurch oder wird sogar ganz zerstört. Eine Gesellschaft von kastrierten Lügnern ist leicht zu kontrollieren. Ich denke, wenn man die Political Correctness untersucht, wird man feststellen, dass sie den gleichen Effekt hat, und das ist auch beabsichtigt.”

Die polnische Autorin Nina Witoszek warnt, dass Menschen, die unter kommunistischen Regimes gelebt haben, ein Dejà-vu-Erlebnis haben, wenn sie den Selbstzensor im Kopf in Westeuropa bemerken:

"Bald werden wir in einer entkoffeinierten Sprache schreiben: Wir werden folgsam all die gutartigen Mantras wie ‚Dialog‘, ‚Pluralismus‘, ‚Versöhnung‘ und ‚Gleichheit‘ wiederholen. (…) Wir ziehen Sicherheit der Freiheit vor. Das ist der erste Schritt zu einer freiwilligen Fesselung."

Sie zitiert den polnischen Schriftsteller Czes?aw Mi?osz, dem für Bücher wie The Captive Mind der Literaturnobelpreis verliehen wurde. In diesen Büchern erklärt er die verführerische Art einer totalitären Ideologie. Ein Essay von Milosz hat den Titel "Kitman", das ist ein islamischer Begriff, von dem Milosz durch Arthur Gobineau Kenntnis erlangte, der festgestellt hatte, dass Dissidenten in Persien eine Strategie der Verstellung entwickelt hatten, die nicht einfach nur darin bestand, den Mund zu halten, sondern darin, in jeder notwendigen Hinsicht zu lügen. Nach Milosz wurde in kommunistischen Ländern eine sehr ähnliche Strategie benutzt. Diejenigen, die sich verstellten, empfanden eine Art Überlegenheitsgefühl gegenüber denjenigen, die dumm genug waren, ihre wahre Meinung offen auszusprechen.

Wenn man Menschen, die in kommunistischen Ländern aufwuchsen, fragt, was sie am meisten an ihrer Lage hassten, antworten viele von ihnen: "Die Lügen". Diese Praxis der systematischen Lüge Tag für Tag, und dass dem Wert der Wahrheit keinerlei Bedeutung zukommt und dass all jene verachtet werden, die dumm genug sind, ihre wahre Meinung auszusprechen, ist das Markenzeichen totalitärer Gesellschaften, und das verbreitet sich derzeit im angeblich freien Westen. Das kommt Moslems sehr gelegen, denn sie sind daran gewöhnt, in totalitären Gesellschaften zu leben, in der nur Narren ihre wahren Absichten äußern, aber für eine freie Gesellschaft ist das schädlich.

Man könnte entgegnen, dass gelegentliche Lügen oder Halbwahrheiten unweigerlich zur Politik gehören, da Menschen angenehme Lügen nun mal lieber hören als unangenehme Wahrheiten. Vielleicht ist das so, aber es wird zu einem ernstlichen Problem, wenn derartige Lügerei endemisch wird, wenn jede politische Äußerung und jeder Medienbericht von ihr durchtränkt ist und wenn die Struktur der Gesellschaft selbst zusammenbrechen würde, wenn diese Lügen nicht aufrecht erhalten würden. Wenn es so weit gekommen ist, ist die Wahrheit zu einem Trugbild verkommen, das von den Staatsdienern Tag für Tag wie ein Glaubensbekenntnis wiederholt und an die Wand projiziert wird.

Der schwedische Journalist Kurt Lundgren möchte die Kosten der Masseneinwanderung herausfinden, von denen viele glauben, dass sie beträchtlich sind und möglicherweise sogar hoch genug, um ihren berühmten Wohlfahrtsstaat aufzulösen. Er fragt diesbezüglich bei den Behörden an und erhält die Antwort, dass derartige Berechnungen nicht existieren, obwohl die aufwändige schwedische Bürokratie für wirklich alles andere Statistiken bereitliegen hat. Lundgren schließt daraus, dass das so ist, weil die Behörden nicht wollen, dass die Leute die Wahrheit wissen.

Er erinnert sich daran, ein Buch über die DDR, die ehemalige kommunistische Diktatur in Ostdeutschland, gelesen zu haben, und stellt viele Ähnlichkeiten zwischen den Lügen, die dort aufgetischt wurden, und den Lügen, die in Schweden aufgetischt werden, fest. Die endemische Lügerei in kommunistischen Ländern führte dazu, dass nur wenige Bürger irgendetwas davon glaubten, was ihnen von den Behörden erzählt wurde, was möglicherweise dann auch zum Zusammenbruch des Staates führte. Lundgren fürchtet, dass etwas Vergleichbares bald im multikulturellen Schweden geschehen könnte.

Einer der Leser seines Blogs kommentierte, dass Schweden sich in mehrerer Hinsicht immer noch entschieden von Ostdeutschland unterscheidet, schließlich hatte die DDR sehr viel mehr Polizei in den Straßen. Was die beiden Staaten gemeinsam haben, ist, dass die Behörden die Feinde der Bürger sind. Die Tatsache, dass sie die wahren Kosten der Einwanderung verbergen, ist eine Folge davon, nicht die Ursache. Der Leser fragt sich auch, wie sich Bürger in einem Land verhalten sollten, in dem der Staat der Feind genau desjenigen Volkes ist, dem er eigentlich dienen sollte.

Das ist eine hervorragende Frage, und zwar eine, die nicht auf Großbritannien und Schweden beschränkt ist. Man kann sie auf ganz Westeuropa anwenden. Wenn Sie ein einheimischer Europäer sind, dann ist Ihr Hauptproblem nicht, dass der Staat machtlos ist; es ist, dass der Staat Ihren Interessen heute aktiv feindselig gegenübersteht. Das kam nicht über Nacht, das entwickelte sich schrittweise über viele Jahre hinweg, und zwar durch Multikulturalismus, Masseneinwanderung und die EU.

Warum?

Das ist schwer zu beantworten. Vielleicht liegt es daran, dass die postnationalen Eliten die existierenden Nationalstaaten mittels Masseneinwanderung zugunsten eines paneuropäischen Superstaates zerstören wollen, wobei sie selbst an der Spitze stehen und als autoritäre Oligarchie über ein zersplittertes Volk herrschen. Vielleicht liegt es daran, dass unsere Medien, akademischen Eliten und der Staatsapparat stark von Linken und Multikulturalisten dominiert sind, welche die westliche Zivilisation hassen. Vielleicht liegt es daran, dass wir als Kultur an einer Vertrauenskrise leiden, die durch unseren sinkenden Einfluss in der Welt verursacht ist. Oder vielleicht liegt es daran, dass der Staat, der ursprünglich dazu geschaffen wurde, einem speziellen Volk wie zum Beispiel den Holländern, den Schweden, den Briten usw. zu dienen, jetzt beschlossen hat, dass diese Nationen nicht mehr existieren. Konsequenterweise existiert der Staat damit heute nur noch dazu, sich selber aufrecht zu erhalten und abstrakten utopischen Prinzipien zu dienen.

Am Ende des Tages ist aber die Ursache weniger wichtig als das Ergebnis: Der Staat ist inzwischen ein Feind. Dem Staat mehr Geld zu geben wird keine Probleme lösen, weil er nicht mehr gewillt oder in der Lage ist, Ihnen zu dienen. Er ist nur noch daran interessiert, Ihnen mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, um immer weniger und weniger zu tun, und dazu, seine Bürokratie-Maschinerie aufrecht zu erhalten, mittels der er die Illusion verbreitet, er wäre immer noch da, um die Interessen seiner Bürger zu schützen. Wie sollen wir mit dieser Kultur der Lügen und einem feindseligen Staat umgehen?

Die Westeuropäer werden allerdings die Antwort auf diese Frage bald finden müssen.

» Auf Acht der Schwerter hat Eisvogel einen weiteren Fjordman-Text übersetzt: „Die EU und die globalistische Allianz“




Uns’ Claudi im Sommerinterview

claudi2.jpgBild-Quelle: Düsseldorf Blog

Hat sie doch gestern ein Interview gegeben, uns’ Claudi. In Istanbul, vor der Moschee. Istanbul ist doch – so wie uns’ Claudi sagt, eine ‘Stadt auf zwei Kontinenten’. Um es nochmal auf der Landkarte zu verdeutlichen: der linke, klitzekleine Teil oben links auf der Karte, der ist in Europa.

Der große, massive, riesige Teil der Türkei, der gleich oben links am Bosporus beginnt, das ist Asien. Genug über Erdkunde. Weil, uns’ Claudi hat auch noch was zum Grundrecht auf den Schutz der Ehe-und Familie und dessen Knüpfung an deutsche Sprachkenntnisse gesagt. Das ist so nämlich nicht in Ordnung, sagt uns’ Claudi. Und wie man sieht, hat sie jetzt auch den Schutz der Ehe und Familie entdeckt. Das wird dem Volker Beck so gar nicht gefallen, weil der legt dies ja ganz anders aus. Und ob das der Aisha aus Ostanatolien dann gefallen wird, ist eh egal. Weil, Aisha wird dies, wenn sie in ihren neuen Wohnung bei ihrem neuen Mann (den sie – bzw. Ihre Eltern schon seit ihrer Kindheit kennen), wenn sie also nach ihrem Umzug von Ostanatolien in ihrer schicke neue Wohnung in Kreuzberg sitzt, die Aisha – da wird sie ja eh nie was über auch ihr zustehende Grundrechte lesen können. Weil sie ja kein Deutsch kann, und wahrscheinlich, wenn ihre Eltern einen guten Job gemacht haben, kann sie noch nicht mal Türkisch schreiben und lesen. Brauch sie ja auch nicht. Bildung wird eh überbewertet und wenn dann uns’ Claudi Bundespräsidentin ist – weil das kann sie sich nämlich auch vorstellen, uns’ Claudi, dann wird die Aisha mit ihrem achten oder neunten Kind schwanger sein. Und wenn da Mädchen dabei sind, sind die dann in Ostanatolien bei Oma und Opa in der Ausbildung.

Uns’ Claudi macht sich dann noch Gedanken über die Zukunft der Frauen in Afghanistan. Gut, das rechnen wir ihr hoch an. Aber Claudi, wir haben jede Menge Frauen in Deiner unmittelbaren Nähe in Berlin, für die Du sofort und effektiv viel mehr tun kannst. Aber dann müsstest Du halt den Platz vor der Moschee in Istanbul, den Du dem ZDF fur Dein Sommerinterview aufgeschwätzt hast, verlassen und Deinen schlauen Sprüchen endlich Taten folgen lassen.

(Spürnase: Margit)




Daniel Pipes: Wie der Irak-Krieg zu retten ist

Irak KriegZwei Einstellungen dominieren und polarisieren heute die Amerikaner. Einige sagen, der Krieg sei verloren, also lasst uns den Irak verlassen. Die anderen sagen, der Krieg kann gewonnen werden, also lasst die Truppen vor Ort. Ich positioniere mich dazwischen und schlage einen dritten Weg vor. Der Besatzungskampf ist verloren, aber der Krieg kann gewonnen werden. Lasst die US-Truppen im Irak, aber nehmt sie aus den Städten heraus.

Ich habe bereits im Februar 1991, unmittelbar nach dem Ende des Kuwait-Krieges, den Fehlschlag einer amerikanisch geführten militärischen Besetzung des Irak vorher gesagt; damals schrieb ich, dass eine Besetzung, die mehr als einige Monate dauert, „wahrscheinlich zu einem der größten Desaster der amerikanischen Außenpolitik führen“ würde. Grundlage für meine Schlussfolgerung war, dass die irakische Bevölkerung „eine vorwiegend amerikanische Besatzungsmacht sehr stark ablehnt“. Daher würde, schloss ich, da die Schmach des Heckenschützen-Feuers das Prestige der militärischen High-Tech-Überlegenheit überdeckt, „der mit Tomahawks, Tornados und Patriots erzielte große Sieg zu einer blassen Erinnerung werden“.

Im April 1991 fügte ich hinzu, dass „amerikanische Truppen schnell feststellen würden, dass man sie hasst, wobei die Schiiten Selbstmord-Bombenanschläge aufnehmen, die Kurden ihre Rebellion weiterführen und die Regierungen Syriens und des Iran neue Wege planen würden, um die amerikanische Herrschaft zu sabotieren. Vor Ort zu bleiben würde zu schmerzhaft werden, abzuziehen zu erniedrigend.“

Als die Besatzung im Oktober 2003 ein halbes Jahr Bestand hatte, sagte ich vorher, dass „die Mission im Irak mit einem Fehlschlag enden wird“, weil die irakische Motivation, die Koalitionsstreitkräfte zu entfernen, die Motivation der Koalition vor Ort zu bleiben, weit übersteigt. „Die US-geführten Bemühungen, den Irak in Ordnung zu bringen, ist für Amerikaner, Briten und andere nicht muslimische Partner nicht wichtig genug, um das bis zum Ende durchzuhalten.“

Jetzt wiederhole ich wieder, dass der fehlende Wille (wie vielen Amerikanern oder Briten ist der zukünftige Kurs des Irak wirklich wichtig?) bedeutet, dass die Koalitionsstreitkräfte das grandiose Ziel der Wiederherstellung des Irak nicht erreichen können. Mit der Forderung nach Rückzug spiegeln die Kritiker die nationale Stimmung wider, die die Bush-Administration zunehmend isoliert da stehen lässt – ein Trend, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter gehen wird.

Aber Präsident George W. Bush hat Recht, wenn er darauf besteht, die Truppen weiter im Irak zu belassen.

Zum Teil steht hier Amerikas Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. Das Land kann sich nicht leisten, was Victor Davis Hanson als allererste Flucht vom Schlachtfeld vermerkt. Die Vertreter des Nichts-wie-raus täuschen sich in diesem Punkt selbst. Senator George Voinovich (Republikaner aus Ohio) ist der Ansicht, dass „wenn jeder weiß, dass wir den Irak verlassen, wird ihnen eine Heidenangst einjagen“; worauf Jeff Jacoby im Boston Globe süffisant antwortet: „Nichts macht der Al-Qaida mehr Angst als Amerikaner beim Rückzug zu sehen.“

Die Truppen sollten aus zwei Gründen im Irak bleiben: Der Irak bietet eine konkurrenzlose Basis, von der aus man die Entwicklungen im explosivsten Gebiet der Welt beeinflussen kann. Koalitionsregierungen können diese Basis nutzen, um

– die Regierungen Syriens und des Iran einzudämmen oder zurückzudrängen
– den freien Fluss von Öl und Gas sicherzustellen
– Al-Qaida und andere internationale Terrororganisationen zu bekämpfen
– eine freundliche Präsenz im Irak zeigen

Was die Koalitions-Streitkräfte nicht tun sollten: Eliot Yarmura, ein schwer bewaffneter Unteroffizier des US Marine Corps, führte am 15. Januar 2006 maskierte irakische Soldaten während einer Patrouille durch eine Gasse in Barwana im Irak.

Gegenwärtig haben allerdings die Koalitionsstreitkräfte kaum Zeit, sich diesen strategischen Zielen zu widmen, so sehr sind sie mit den taktischen Zielen beschäftigt, bei denen sie wenigstens erfolgreich sind: Gassen reinigen, die Stromversorgung aufrecht erhalten, sich vor Selbstmord-Bombern schützen, die „Grüne Zone“ verteidigen und viele andere Kleinigkeiten.

Ich fordere die internationalen Truppen von improvisierten Sprengsätzen, Schützenlöchern in den Städten und bewaffneten Konvois zu befreien und sie in die Wüste und an die Grenzen zu verlegen, wo sie und ihre High-Tech-Ausrüstung eine strategische Rolle spielen können.

Dazu gehört, dass die Koalition ihr überambitioniertes Ziel eines demokratischen, freien und prosperierenden Irak aufgebt und statt dessen einen Irak anstrebt, der sicher, stabil und anständig ist. Insbesondere war die Abhaltung von Wahlen im Januar 2005, ganze 22 Monate nach dem Sturz des Tyrannen, voreilig und unrealistisch; die Iraker werden Jahre, vielleicht Jahrzehnte brauchen, um die feinsinnigen Gewohnheiten einer offenen Gesellschaft zu erlernen.

Saddam Hussein zu entfernen war eine realistische und willkommene Tat internationaler Hygiene, aber den Irak angesichts einer befreiten, mehrfach gespaltenen und ideologisch orientierten Bevölkerung zu reparieren, geht weiterhin über die Willenskraft der Koalition hinaus. Die Koalition hat den Irakern zu einem Neustart verholfen; sie kann für sie nicht die Verantwortung dafür übernehmen ihr Land wieder aufzubauen.

Sich auf die strategische Ebene zu konzentrieren bedeutet auch, dass die Koalition sich von den internen Entwicklungen des Irak distanziert und die Iraker als Erwachsene behandelt, die ihr eigenes Schicksal formen, nicht als Mündel: dass man die Führer des Landes nicht mehr in den Arm nimmt, ihre Parlamentarier nicht mehr als Subalterne behandelt und auch nicht die örtlichen Partner zur Emigration nach Dänemark oder in die Vereinigten Staaten ermutigt.

Das bedeutet, dass man den Kurs beibehält, aber ihn auch ändert; dass man die Truppen in Wüstenbasen verlegt, nicht aus dem Irak abzieht.

Englischer Originaltext: Salvaging the Iraq War

Daniel PipesZum Autor: Daniel Pipes (*9. September 1949) ist ein US-amerikanischer neokonservativer Autor, Historiker und Terrorismus-Experte. Er hat elf Bücher veröffentlicht, teilweise mit größerer öffentlicher Resonanz auf Grund seiner These, dass der Islam nicht mit Demokratie, Freiheit, einer multikulturellen Gesellschaft und liberalen westlichen Werten vereinbar sei. Er gilt allgemein als Islamkritiker. Um sich in die Mailingliste von Daniel Pipes einzutragen, klicken Sie bitte hier (Daniel Pipes verschickt etwa einmal pro Woche eine Mail mit seinen Veröffentlichungen). Das Artikelarchiv von Daniel Pipes finden Sie hier.