Goethe-Institut Washington: Deutsch beginnt hier

Deutsch beginnt hier
Wir trauten unseren Augen nicht, als wir das Titelbild der Herbst-Broschüre „German Cultural Events“ des Goethe-Instituts in Washington sahen. Ist das das Deutschland-Bild, das wir den Amerikanern von unserer Heimat im Jahre 2007 vermitteln wollen?

» Kontakt: info@washington.goethe.org

(Spürnasen: Mimus Vitae, Puneet Madaan)




Schweizer Fernsehen zum BND/Taliban-Treffen

Die Schweiz war Schauplatz eines Treffens zwischen den Taliban und dem deutschen Bundesnachrichtendienst (BND). Im Hotel Hilton in Glattbrugg verhandelten deutsche Agenten drei Tage lang mit Taliban-Vertretern (wir berichteten). Das Schweizer Fernsehen über den Skandal:

(Spürnase: Christine D. & Alain-Jean Moiret)




PI grüßt die Leser der Frankfurter Rundschau!

spdLiebe Leserinnen und Leser der Frankfurter Rundschau, wir begrüßen Sie herzlich in Deutschlands größtem politischen Weblog „Politically Incorrect“, auf den Sie durch einen Artikel in der FR aufmerksam geworden sind. Wie Sie wissen, ist diese zu 90% im Besitz der DDVG, einer Holding, die wiederum zu 100% im Besitz der SPD ist. Insofern wird es Sie interessieren, einmal Nachrichten und Meinungen zu lesen, die nicht von einer politischen Partei bestimmt werden.

Sehen Sie sich nur in Ruhe um, vergleichen Sie, was Sie mit eigenen Augen lesen mit dem, was die FR Ihnen über uns mitgeteilt hat, und beachten Sie bitte, dass einzelne Kommentare ebenso wenig der Meinung der Redaktion entsprechen müssen, wie das auch bei Leserbriefen in Zeitungen der Fall ist. Obwohl wir uns bei der FR da nicht sicher sind.

Negative Berichterstattung, besonders in linken Zeitungen wie der TAZ, führt nach unseren Erfahrungen stets dazu, dass hunderte der neugierig Gewordenen uns als treue Stammleser erhalten bleiben, um auch über Vorgänge informiert zu werden, die ihre (ehemaligen) Stammzeitungen nicht erwähnen möchten. Bei uns können Sie also erfahren, was die SPD Ihnen nicht sagen will. So erklärt sich auch der bittere Ton, den diese Redaktionen zuweilen gegen uns anschlagen.

Anlass für den bösen Bericht war unser Aufruf vom Freitag, sich an der öffentlichen Meinungsumfrage der FR zum Moscheebau in Frankfurt zu beteiligen. Es leuchtet ein, dass ein realistisches Meinungsbild der Bevölkerung nur entstehen kann, wenn sich auch Bürger beteiligen, die normalerweise nicht eine Zeitung lesen, die von einer politischen Partei herausgegeben wird. Der Stand der Umfrage war zu diesem Zeitpunkt übrigens bereits 65% gegen Moscheebau (Screenshot liegt vor), was die Frankfurter Rundschau in ihrem heutigen Artikel mit „gut 50%“ beschreibt. Soviel zur Seriosität.

Apropos Seriosität: Wenn Sie sich bei uns in Ruhe umschauen, achten Sie bitte einmal darauf, welche Kommentare die Frankfurter Rundschau aus unserem Blog zitiert, und welche nicht.

Während die FR sich genötigt sah, ihre Umfrage als manipuliert zu bezeichnen, als Islamkritiker sich zu Wort meldeten, fehlt zur Stunde ein entsprechender Hinweis auf eine offensichtlich organisierte Gegenaktion. Innerhalb der letzten Stunde (14:40 bis 15:40) ist die Zahl der Moscheebefürworter auf wundersame Weise von 899/11,26% auf 1182 / 13,89% angewachsen, während der bis dahin stetig wachsende Anteil der Moscheegegner von 84,1% auf 81,73% zurückging. Das ist aber kein Anzeichen von Manipulation, sondern hängt damit zusammen, dass die Meinung der Bürger tageszeitlichen Schwankungen unterliegt.

Übrigens kann man immer noch abstimmen!

Den neuen PI-Lesern aus dem Umfeld der FR wünschen wir nochmals einen informativen Aufenthalt, besuchen Sie uns jetzt regelmäßig und nehmen Sie rege an unseren Diskussionen teil! (Wenn Sie besonders radikale Kommentare abgeben, haben Sie sogar gute Chancen, einmal von Ihrer ehemaligen Zeitung zitiert zu werden – so interessant waren Sie vorher nicht für die FR!)

UPDATE: Mehrere Leser machen uns darauf aufmerksam, dass die Anteile der SPD eigenen DDVG inzwischen zu 50% von der Verlagsgruppe Du Mont Schauberg übernommen wurden. Bei Wikipedia ist das noch nicht erwähnt. Du Mont bringt auch den Kölner Stadtanzeiger heraus, der sich beim Schönreden der Ehrenfelder Großmoschee besonders hervortut. Da muss man nicht einmal ein SPD Parteibuch haben, um voran zu kommen. DKP tut´s auch.




Thielemans: 9/11-Demonstranten sind Kriminelle

ThielemansDer Brüsseler Bürgermeister Freddy Thielemans (Foto) hat im Interview mit dem belgischen Standaard die 20.000 Menschen, die am 11. September 2007 in der belgischen Hauptstadt für die freiheitlichen westlichen Werte demonstrieren wollten, pauschal als „Kriminelle“ bezeichnet. Er erklärte weiter, seine Verbots-Entscheidung für die Demo sei endgültig – egal wie die Entscheidung des obersten Gerichts ausfalle.

Brussels Journal hat die skandalösen Aussagen von Thielemans ins Englische übersetzt:

I decided to forbid the September 11 demonstration “against the islamisation of Europe.” […] Since 2001 I have allowed over 3,500 demonstrations. This is only the sixth one which I forbid. […] The right to demonstrate exists only inasmuch as it does not cause a disturbance of the public peace and order. […] First and foremost the organizers have chosen the symbolic date of 9/11. The intention is obviously to confound the terrorist activities of Muslim extremists on the one hand and Islam as a religion and all Muslims on the other hand. […] Such incitement to discrimination and hatred, which we usually call racism and xenophobia, is forbidden by a considerable number of international treaties and is punished by our penal laws and by the European legislation. The European Court of Human Rights has repeatedly pronounced judgements condemning this type of acts. […]

Our society has long fought to achieve that certain codes of behaviour connected with the Catholic religion are no longer enforced as civil law upon everyone. To my knowledge not a single rule specific to the Islamic religion is being enforced in similar fashion. And I see no indication that a large majority of our Muslim population is demanding any such thing.

Let us not forget that Brussels has always shown tolerance and openness towards everyone who lives here or seeks refuge here. Diversity, compromise, tolerance and rejection of extremes remain the foundation of the Brussels identity. […] With regard to the planned demonstration of September 11 “against the Islamicisation of Europe” my mind is made up. And my decision is final: it will not take place.

Währendddessen hat das belgische Obergericht die von der Bürgerrechtsbewegung Pax Europa e.V. gegen den Brüsseler Bürgermeister Freddy Thielemans angestrengte Klage zur Entscheidung angenommen. Die mündliche Verhandlung und das Urteil werden voraussichtlich in der Woche vom 27. bis 31. August 2007 – somit also noch rechtzeitig vor der Demonstration – in Brüssel erfolgen. (Quelle: Akte Islam)

» Email an Freddy Thielemans: cabinet.bgm.thielemans@brucity.be
» SIOE: A line in the sand




Wo werden Sie am 11. September sein?

freiheitstatue911.jpgAuch wenn wir mit den Veranstaltern hoffen, dass die Großdemonstration am 11. September in Brüssel noch gerichtlich durchgesetzt werden kann, wird es doch Zeit, sich zu überlegen, was man tut, wenn dies nicht eintritt. Klar ist, dass viele von uns dann dem Vorschlag von Dr. Ulfkotte folgen werden, einen touristischen Besuch in Brüssel zu machen. Klar ist aber auch: wir sind keine autonomen Krawallmacher und werden die gerichtliche Entscheidung respektieren, auch wenn sie gegen uns ausfällt. Das heißt aber nicht, dass wir unsichtbar bleiben. Zwischen Abwesenheit und ungenehmigter Protestaktion liegt das weite Feld dessen, was die Linken einst „zivilen Ungehorsam“ tauften. Hier sind zwei erste Vorschläge für kleine, absolut legale Aktionen, die, wenn sie von vielen ausgeführt werden, geeignet sind, nachdenkliche Verwirrung zu stiften. Um weitere Vorschläge wird gebeten!

Vorschlag 1: Die verbotene Minute

Zu einem verabredeten Zeitpunkt legen die äußerlich nicht erkennbaren Touristen, da wo sie gerade sind, eine persönliche Schweigeminute ein und geben sich dadurch gewissermaßen zu erkennen. Ein Einzelner würde damit im Straßenbild kaum auffallen, eine größere Gruppe schon, und wenn zufällig zum gegebenen Zeitpunkt viele von uns auf einem belebten Platz, etwa vor dem Europaparlament wären, könnte das eine beeindruckende Inszenierung sein. Die Idee ist inspiriert von berühmten Gedenkminuten, etwa wenn in Israel im ganzen Land des Holocaust gedacht wird, oder der Atombombenopfer in Hiroshima in Japan. Die Zeit steht für eine Minute still, weil viele Einzelne plötzlich still verharren. Als Zeitpunkt würde sich 15 Uhr MESZ anbieten, als volle Stunde, zu der die Mordanschläge von New York stattfanden. Das ist auch die Zeit, wo Gedenkminuten an vielen Orten weltweit stattfinden, wo dies im Gegensatz zu Brüssel auch offiziell erlaubt ist.

Vorschlag 2: Visitenkarten

Am 11. September sind wir in Gedanken bei den Opfern der Terroranschläge. Warum sollten die Opfer nicht auch -symbolisch- mit uns in Brüssel sein, und dort ihre Visitenkarten hinterlassen?

Im Internet gibt es eine Liste der fast 3.000 an diesem Tag Ermordeten. Die Idee: Viele von uns suchen sich nach dem Zufallsprinzip Namen von der Liste und drucken/schreiben diese auf Visitenkarten, und zwar in gleicher Form. Beispiel:

Peter Smith (41)

died on 9/11/2001

Es kommt nicht darauf an, alle Namen zu dokumentieren, sondern viele verschiedene. Die Visitenkarten können je nach Geschmack in Brüssel verteilt werden, Menschen in die Hand gedrückt, auf Cafetischen liegengelassen, an parkende Autos gesteckt, an Zeitungsständen in die ausliegenden Zeitschriften gelegt und in Briefkästen gesteckt werden. Auch hier gilt, als Einzelaktion sinnlos, aber wenn sich viele beteiligen, und tausende dieser „rätselhaften“ Visitenkarten Verstorbener in Brüssel zurückbleiben, wird es zum Gesprächsstoff. Das Verteilen von Visitenkarten hat weniger demonstrativen Charakter als das von Flugblättern, erregt aber viel Interesse. Wer würde sich nicht für eine Visitenkarte interessieren, die der Vorgänger am Kneipentisch vergessen hat, oder die man am Auto findet? „Rohlinge“ für Visitenkarten (und spezielle Druckprogramme für PC) gibt es z.B. von der Firma Zweckform im Schreibwarenhandel. Die Aktion erfordert etwas Fleiß in der Vorbereitung, lässt sich aber mit PC und Drucker recht effektiv umsetzen.

In diesem Sinne bitten wir um rege Beteiligung beim Brainstorming!