Irak SoldatIm Spiegel wird heute entgegen aller „Die USA haben im Irak versagt“ und „Bush ist ein Trottel“-Debatten ein etwas differenzierterer Artikel veröffentlicht. Allein schon die eher wohlwollende Fotostrecke und die nicht-diffamierenden BU’s „Captain Ian Lauer mit einem befreundeten Iraker auf Patrouille“ (Bild 5) oder „Captain Ian Lauer fotografiert eine Gruppe irakischer Kinder“ (Bild 15) hat man in dieser Form im Spiegel noch nicht gesehen. Verantwortlich für Text und Fotos sind Ullrich Fichtner und Tina Hager – obs ihr letzter Beitrag für den Spiegel war?

(Spürnase: more moslems – more problems)

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22 KOMMENTARE

  1. Wenn selbst die „Desaster!“-Medien ihre Berichterstattung ändern, scheint die Lage sich wirklich zu bessern. Ich erlaube mir, einmal mehr auf die hochinteressanten Berichte aus dem Irak vom Blogger Michael Totten hinzuweisen. Zu finden auf seiner Seite.

  2. Ullrich Fichtner

    Am Mittwoch von 12 bis 13 Uhr im Chat auf SPIEGEL ONLINE.

    Glaube ich nicht, der Mann braucht einen neuen Job.

    Denke, der „Spiegel“ wurde unterwandert und gehackt, ansonsten hätte er ja seine Linke Stellung vernachlässigt und das geht ja wohl nicht.

    Li Allah

  3. Es wäre vielleicht angebracht, wenn auch PI mehr positives über den Irak schreiben würde. Die letzten Irak-Beiträge hier waren überwiegend negativ, dabei ist dort eine Menge positives passiert in den letzten Wochen. Das alles wird von den GEZ-Medien systematisch ignoriert — von PI auch? Unter den letzten einhundert Blogeinträgen hier war jedenfalls nur ein positiver über den Irak.

    So, und jetzt bin ich gespannt, ob dieser Kommentar von mir auch wieder gelöscht wird.

  4. Ob dieser Beitrag an einem Wunder grenzt ist fragwürdig.
    Aber ein Fortschritt scheint Er mit sicherheit zu sein.
    Das Elend der US Soldaten wird in meinen Augen viel zu oft totgeschwiegen.

  5. Weite Teile des Iraks sind befriedet. Die Wüste ist quasi fast komplett gesichert, an den Städten arbeiten sie aber noch.

  6. Jetzt bekommt mal den Krampf aus dem Gesäß. Der „Spiegel“ ist gewiss nicht jedermanns Liebling, aber wenn es um vernünftigen Journalismus geht, dann ist man beim Spiegel richtig. Wenn man zum Vergleich den „Focus“ in Händen hält, glaubt man im IKEA-Katalog gelandet zu sein. In seiner Themenauswahl mag der Spiegel durchaus parteiisch sein, aber das was geschrieben wird ist verifizierbar und gut recherchiert. Das Denken wird ja nicht verboten. Lesen, nachdenken und eigene Schlüsse ziehen. Es gibt noch einige (wenige) andere Medien die man als Zusatzquellen heranziehen kann, um sich daraus ein ganzes Bild zu schaffen. Wenn man den Spiegel und sein Korrespondentennetz anschaut, und dann zu den Reuters-Blind-Abschfreibern der restlichen Journallie blickt, dann ist man froh das es wenigstens noch den Spiegel gibt. Der Rest unserer so verehrten Journalistengemeinde ist nämlich kaum in er Lage den eigenen Namen unter ihre Tickerplagiate zu schmieren. Und ich weiß wovon ich rede … ich war lange genug dabei um sagen zu können … sie hängen mir Alle zum Halse heraus!

    Man könnte es auch so beschreiben: Lieber freß ich jede Woche rote Rüben als gequirlte Reuterssscheiße !

  7. Ich war auch erst sehr positiv überrascht, meine Euphorie wurde dann aber gedämpft durch zwei Aussagen im Artikel:
    1. Bush ist selber schuld, daß ihm jetzt, wo’s (nach Meinung Fichtners auch ERST jetzt)endlich bergauf geht, niemand mehr glaubt, weil er doch so lange Lügen – von Massenvernichtungswaffen, Frieden, etc – erzählt hat. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, bla bla … (welche Rolle die Interpretation der Medien dabei spielte, und woher der Hinweis auf Massenvernichtungswaffen urprünglich stammt, wird natürlich verschwiegen)
    2. Die Amerikaner haben, so deutet Fichtner in einem Halbsatz an, den Konflikt zwischen Sunniten, Shiiten und Kurden erst ausgelöst. Daß es zu Saddams Zeiten keinen (offenen!) Konflikt geben konnte, weil die Sunniten alle anderen unterdrückt haben, scheint ihm nicht erwähnenswert.
    Und dennoch: der Artikel ist ein (seit langem überfälliger) Anfang.

  8. Ich glaub hier wird gerne mal auf blind geschaltet wenn es um die Probleme im Irak geht. Dort herrscht praktisch Bürgerkrieg doch keiner möchte es so nennen. Die Stromversorgung funktioniert nicht und von den versprochenen Wasserpumpen wurde nichtmal die Hälfte gebaut. Die Ölförderung ging zurück, es herrscht Benzinknappheit und es ist kein bisschen sicherer geworden, vielmehr darf man Nachts nicht mal mehr rausgehen. Zudem spalten sich einzelne Regionen zunehmend ab und die Sunnitenpartei hat sogar die irakische Regierung verlassen.

    Also was soll das, so zu tun als sei alles in Ordnung, wenn man nur paar Bilder mit netten Soldaten und netten Menschen sieht? Das ist genauso als würde man sagen, dass es in Deutschland dieses Jahr besonders warm war und damit Rückschlüsse auf die ganze Erde zieht. Das wäre genauso zu sagen, dass es auch nette Terroristen gibt und deshalb alle nett sind. Im Durchschnitt ist es schlimm, sehr schlimm sogar und es wird immer schlechter statt besser.

  9. Dass die beginnen die Wahrheit zu schreiben liegt zu 100% an PI. Freiwillig würden die das nie tun. Aber sie wissen, dass nicht alle
    linken Gutmenschen miese Heuchler und Feinde der Freiheit sind. Einige darunter sind wirklich gute Menschen und die wollen nicht um die Wahrheit betrogen werden.

  10. #14 Goma

    das Bild, das du beschreibst, ist sicherlich ein Teil der Wahrheit. Der andere steht im Spon-Artikel. Es geht doch einfach darum die Fakten zu beschreiben, was eigentlich der Job eines anständigen Journalisten sein sollte und nicht das zu berichten, was ins jeweilige Weltbild passt. Ich möchte mir gerne ein eigenes Urteil erlauben und nicht irgendwelche vorgesiebte PC-Ware vorgesetzt bekommen.

  11. @16 Genau Hardy. Ich habe ja auch nicht gesagt, dass es nicht auch gute Orte im Irak gibt bei denen die Arbeit der Soldaten echte Erfolge hatte. Aber hier auf PI wird, vor allem gerne auch in den Kommentaren, die negativen Seiten der amerikanischen Regierung und des Krieges komplett ausgeblendet. Das ist dann keine Meinungsbildung mehr. Das ist politische Korrektheit. Nur andersrum.

  12. Der Diktator ist entfernt, eine halbwegs freie Wahl ist mittlerweile abgehalten worden, Elektrizitätswerke die unter Saddam aufgrund von Ersatzteilmangel, der kleine Ars.. hat die Gelder die ihm von der UNO zugestanden worden sind in z.B. biologische Waffenprogramme umgeleitet, nicht mehr funktioniert haben laufen wieder. Das ein paar geisteskranke Moslemfundis diese immer wieder in die Luft jagen kann man wahrlich nicht den US Amerikanern in die Schuhe schieben. Nach dem Ende des 2.WK hat die Besatzung in Österreich 10 Jahre gedauert, also sollten wir etwas Geduld haben bis die Massnahmen greifen. Das Fehler passieren, heute ist bekannt geworden das 190.000 Waffen die für die irakischen Streitkräfte und Polizei gedacht waren „verschwunden“ sind, liegt in der Natur der Sache.

  13. @#9 KoaLa

    Warum sollte dieser Kommentar gelöscht werden?
    Wüßte keinen Grund.
    Wenn Du mehr positive Sachen über den Irak sehen willst kannst Du bei Liveleak.com täglich vorbeischauen.
    Ein bisschen Eigeninitiative ist da schon gefordert.
    Man kann ja hier nicht alles in mundgerechten Häppchen servieren.

    Redneck

  14. Die Stromversorgung funktioniert nicht und von den versprochenen Wasserpumpen wurde nichtmal die Hälfte gebaut. Die Ölförderung ging zurück, es herrscht Benzinknappheit und es ist kein bisschen sicherer geworden, vielmehr darf man Nachts nicht mal mehr rausgehen.

    Und das liegt an den Amerikanern?
    Haben in Deutschland nach dem II Weltkrieg sdie Leute angefangen sich gegenseitig die Köpfe abzuschneiden?
    Nein!
    Haben sich Katholiken und Protestanten gegenseitig umgebracht?
    Nein!

    Das ist keine Frage von Schuld des Siegers. Das ist etwas was das irakische Volk schon selber regeln muß.
    Warum bauen sie sich nicht selber ihre Scheiß Pumpen?
    Warum sorgen sie nicht selber für Ordnung?
    200000 Waffen sind verschwunden, die den Sicherheitskräften ausgehändigt wurden!

    Das sagt ja schon einiges aus.
    Diese Menschen sind es nicht gewohnt eigenständig zu handeln.

    Vor lauter Morden und brandschatzen haben sie wohl auch keine Zeit dazu.

    Mitleid mit den Irakern??
    NADA!

    Da kommt wieder die Frage auf: Wie definiert man Zivilisation; respektive:war die bisherige Definition von Zivilisation richtig?

    Redneck

  15. @#21 Bluegrass

    Dass die schwere Fehler gemacht haben, die die derzeitigen Zustände in Bagdad begünstigen, das kann wohl niemand abstreiten.

    Man kann eben nicht mal eben so einen Diktator stürzen und dann vier Wochen gar nichts tun unter dem Motto „Nun lass sie doch mal plündern und morden, sie haben es sich verdient.“ Und dazu Polizei und Armee entlassen.

    Auf das mit dem Entführen und Köpfe abschneiden, darauf sind die Iraker aber selbst gekommen, das musste ihnen keiner mehr zeigen.

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