Welt: Jugendgewalt ist rückläufig

Gestern überraschte die Welt mit der Veröffentlichung einer Studie, nach der die Jugendgewalt in Deutschland rückläufig sei. Ausländische Jugendliche, von denen man nur selten erfährt, dass sie überhaupt Straftaten begehen, sind demnach nicht häufiger straffällig als deutsche. Sie sind nur ein wenig gewalttätiger. Befragt wurden übrigens nicht Schüler in Berlin Neukölln, sondern in Bielefeld und Münster und zwar in den Jahren 2000-2003. Für die Welt ist das aussagekräftig und repräsentativ genug.

Die Jugendkriminalität ist seit Ende der 90er-Jahre zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forschern der Universitäten Münster und Bielefeld. Die Ergebnisse widersprechen Vorurteilen wie zum Beispiel einer Zunahme an Körperverletzungen. Auch die Zahl der schweren Eigentumsdelikte und Fälle von Raub ist zurückgegangen. Die Wissenschaftler hatten einen Jahrgang Münsteraner Schüler, insgesamt 1900 Jugendliche, von 2000 bis 2003 jährlich einmal befragt. In den vier Befragungen gaben die Jugendlichen an, dass die Zahl von Körperverletzungen gesunken sei – ein Widerspruch zur von der Polizei festgestellten Steigerung.

Hätte man die Befragung in Berlin-Kladow oder in Hamburg Blankenese durchgeführt, wäre das Ergebnis noch eindrucksvoller gewesen. Die Tatsache, dass in den Gefängnissen mehr ausländische als deutsche Jugendliche sitzen, erklärt man sich in der Studie so:

In der Polizeistatistik und in Gefängnissen ist ihr Anteil jedoch überproportional hoch, was auf ein größeres Anzeige- und Verurteilungsrisiko schließen lässt.

Der Migrantenbonus, den wir gerade bei Intensivtätern immer wieder feststellen, ist also auch nur gefühlt. In Wirklichkeit gibt es somit sogar einen „Migrantenmalus“. Unmittelbar beteiligte, wie zum Beispiel der Berliner Staatsanwalt Reusch oder die Polizei leiden hinsichtlich explodierender Jugendgewalt somit an eine Wahrnehmungsstörung. (Weitere PI-Artikel zum Thema hier und in der Kategtorie „Migrantengewalt“).

„Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“, sagte einst Winston Churchill weise – und, wie man sieht, weiterhin hochaktuell.

(Spürnasen: Hojojutsu & spital8katz)