Wien: 1.200 Demonstranten gegen Moscheebau

Unter dem Motto „Wo der Halbmond aufgeht, geht das goldene Wienerherz unter“ rief die Bürgerinitiative Dammstraße in der Brigittenau am 13. September 2007 zusammen mit der FPÖ Wien zu einer Demonstration gegen den Ausbau eines bereits bestehenden islamisches Zentrum des türkischen Vereins ATIB auf. Mitten im dichtverbautem Stadtgebiet von Wien soll auf einer Gesamtfläche von 1.500 qm der Bau einer Moschee für über 1.000 Besucher erweitert werden.

Neben der großen Gebetshalle sollen Seminarräume, Kindergarten, Wohnungen und ein türkischer Supermarkt errichtet werden. Die Dammstraße soll so zu einem islamischen Pilgerzentrum werden, wobei – nebenbei bemerkt – dort jetzt schon größte Parkplatznot herrscht!

Der Demonstrationszug, der sich hauptsächlich aus Bürgern des Bezirkes Brigittenau, meist langjährigen Bewohnern, zusammensetzte, begrüßte mit frenetischen Applaus auch den Parteiobmann der FPÖ, Heinz Christian Strache, der sich der Veranstaltung anschloss. Der friedliche Zug ging durch die Dammstraße, zum Wallensteinplatz, vorbei an den dort bereits das Stadtbild beherrschenden türkischen Kaffehäusern, türkischen Supermärkten, mit Namen „Istambul“, „Antalyia“ oder „Bodrum“. Davor türkische Kaffeehausbesucher, die vom Gehsteig aus den langen Demonstrationszug mit 1200 Demonstranten, misstrauisch beobachten. Anschließend ging der Zug zur Wallensteinstraße, von dort via Jägerstraße zum Amtshaus des SPÖ-Bezirksvorstehers Lacina. Die Bürgerinitiative Dammstraße übergab dort eine Unterschriftenliste mit 5.000 Unterschriften, die sich alle gegen diesen gigantischen Ausbau des islamischen Zentrums richteten, der gegen den Willen der Wiener im Brigittenau stattfinden soll.

(Gastbeitrag von Bericht Josef W.)

Ansonsten läuft die bekannte Diffamierungskampagne: Sowie besorgte Bürger sich gegen die Islamisierung ihres Landes zur Wehr setzen, werden sie als Nazis gebranntmarkt und wie auch in Brüssel wurden Springerstiefel und Ähnliches zwar beschrieben und angeblich gesichtet, aber seltsamerweise auch hier nicht fotografiert. Natürlich lassen sich (leider) die rechtsextremen Gruppierungen die Chance nicht entgehen, den von den Volksparteien verratenen Bürgern „freundschaftlich“ unter die Arme zu greifen. Manchmal sind die vermeintlichen Nazis aber auch Linke, die – der Zweck heiligt schließlich die Mittel – mit passenden Outfit und Parolen die Demonstrationen erfolgreich in Verruf bringen. So geschah es bekanntlich in Berlin-Heinersdorf, wo Linksfaschisten für die zur mediengerechten Diffamierung erforderliche Begleitung des Zuges sorgten und sich damit sogar im Internet brüsteten. Der Presse war es Recht, sie griff begeistert die „Nazi-Beteiliung“ auf und hat es unseres Wissens nach bis heute nicht richtig gestellt.

Wir haben jetzt auch eine Fotostrecke der Demo. (Vielen Dank an Geheimrat) Unter 1200 Teilnehmern gab es sage und schreibe angeblich auch 30 Rechtsradikale (Foto 6). Wir sind betroffen und ein bißchen traurig.