Österreich: Scharia auf dem Lehrplan

In Österreich wird in Islamkunde von völlig unkontrollierten Lehrern die komplette Scharia gelehrt. Die Muslime müssen ihre Ziele noch nicht einmal verstecken. Offizielle Lehrinhalte sind beispielsweise „islamische Staatsordnung“ oder islamische „Familienordnung“. Die Kinder und Jugendlichen lernen dort Dinge wie „Die Bemühungen um einen Dialog zwischen den Religionen und Integration sind nicht vereinbar mit dem Islam.“

Mehr bei Andreas Unterberger in der Wiener Zeitung.

(Spürnase: Josef W.)




Großbritannien sucht die Supermoschee

supermoschee.jpgIn Großbritannien wird ein ganz besonderer Superstarwettbewerb ausgetragen. Es geht allerdings weder um die schönste Frau, den besten Gesang, den anmutigsten Tanz, die kleidsamste Burka, noch um den keuschesten Hedschab, sondern um die beste Moschee. Dass wir dies als ein Zeichen der Integration werten sollten, erkennt man daran, dass so manche Moschee an ein christliches Gotteshaus erinnert. Wer hier allerdings wo integriert werden soll, darf sich jeder selbst beantworten.

„Modellmoschee“ ist ein nationaler britischer Wettbewerb, um die beste Moschee in Großbritannien zu finden. Ziel der Veranstaltung ist, den Standard der britischen Moscheen und ihre Zusammenarbeit untereinander zu verbessern. Es soll weniger um die Größe, die Anlage und die Architektur der Moschee gehen, sondern darum, was sie für die Ortsgemeinde zu bieten hat und wie gut ihre Beziehungen zu den lokalen Gastgemeinden sind. Erstens heißt es ja bei den Misswahlen immer, es gehe auch um innere Werte und zweitens ist es vermutlich wirklich ein Ziel der Veranstalter, die Gastgemeinden davon zu überzeugen, dass ihre Moschee eine Bereicherung für die Stadt sei.

Der Wettbewerb geht in einem Ausschlussverfahren vor sich:

• Jede Woche werden zwei Moscheen im Islam Channel gegeneinander antreten.
• Die Zuschauer können dann wählen, welche der beiden Moscheen in der wöchentlichen Show sie besser finden.
• Die Gewinnermoschee wird jeweils in der Show in der darauffolgenden Woche bekanntgegeben.
• Alle Gewinnermoscheen kommen weiter in die 2. Runde.
• Die Moscheen werden von ihrem Generalsekretär und anderen Moschee-Offiziellen vertreten.
• In der Show wird der Moderator den Moschee-Vertretern 5 Fragen stellen, mit denen ihre Mosche vorgestellt werden soll.
• Den Zuschauern wird ebenfalls ein 12-minütiges Video über die jeweilige Moschee gezeigt, um die Wahl zu erleichtern.
• In Runde 1 (Viertelfinal) fallen von 8 gezeigten Moscheen 4 raus.
• In der 2. Runde (Halbfinal) fallen von den verbleibenden 4 Moscheen wieder 2 aus dem Rennen.
• Der Final zwischen den letzten 2 Moscheen wird am 25. November 2007 ausgestrahlt.
• Die Gewinnermoschee erhält 35’000 Pfund Preisgeld und einen einstündigen Dokumentarfilm über die eigene Moschee auf Islam Channel.

Die 8 Moscheen zur Auswahl:

 
 
Bradford – Madni Jamia Moschee   Glasgow – islamische Zentralmoschee
 
 
Birmingham – Green Lane Moschee   Leyton – Noor-Ul-Islam
 
 
Cricklewood – Moschee und Isalmzentrum von Brent   Croydon – Croydon Moschee und Islamzentrum
 
 
Manchester – Manchester Islamzentrum   Harringey – Islamische Kultusgemeinde London

Infos dazu, wie Sie selber mitwählen können finden Sie hier.

(Spürnase: Martin)




Amsterdam: Polizei bittet um schärfere Strafen

Als der Berliner Staatsanwalt Reusch vor einigen Monaten feststellte, dass man die steigende Jugendkriminalität nur durch härtere Strafen in den Griff bekommen könnte, musste er heftige Kritik und disziplinarische Maßnahmen über sich ergehen lassen.

Im toleranten und liberalen Amsterdam dagegen bettelt inzwischen die Polizei um mehr Härte gegenüber den Mitgliedern einer marokkanischen Bande, die einen ganzen Stadtteil terrorisiert.

Im Amsterdamer Stadtteil Slotervaart gehen seit einer Woche jede Nacht Autos in Flammen auf. Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich mehrheitlich um junge Amsterdamer marokkanischer Herkunft, die der zweiten oder dritten Generation eingewanderter Familien angehören. Obwohl der Polizei die Identität der Übeltäter seit langem bekannt ist, steht sie dem Treiben machtlos gegenüber. Es ist zwar nach anfänglichem Zögern mittlerweile zu einigen Verhaftungen gekommen, ein Teil der Festgenommenen befindet sich aber in der Regel bereits nach wenigen Stunden oder Tagen wieder auf freiem Fuss. Angesichts der milden Strafen, welche die Richter den mehrheitlich minderjährigen Jugendlichen für schwerwiegende Delikte auferlegten, sei es für die Polizei unmöglich geworden, gegen den harten Kern der Banden vorzugehen, betonte der Polizeikommissar Hans Schönfeld. Er forderte die Justiz eindringlich auf, künftig härtere Urteile zu fällen.

Der Vorsitzende des Stadtteils, selbst ein Migrant, fordert ebenfalls härtere Strafen und stellt fest, dass die „Zeit des Dialogs vorbei sei“. Das ist sie in Frankreich schon lange, wo in Nancy 30-40 Jugendliche (hier wird die Herkunft der kleinen Schlingel politisch korrekt verschwiegen) Polizei und Feuerwehr mit Eisenstangen angriffen, als diese ein brennendes Jugendheim löschen wollten. Der Vorfall ist schon ein paar Wochen her – kein Thema in Deutschland. Hierzulande erreichte man mit Gesprächstherapien und Händchenhalten angeblich sogar eine Rückläufigkeit der Jugendkriminalität.

»Weltwoche: Fakten zur Jugendgewalt

(Spürnase: Midimaster)




Dänemark: Mordanschlag auf Menschenrechtler

overfald-demo-2.jpgDie Gerüchte machten schon eine Weile die Runde, jetzt liegen die ersten authentischen Berichte vor. Verschwiegen von den Massenmedien hat es am vergangenen Sonntag in Kopenhagen einen Mordanschlag auf dänische Menschenrechtler mit mehreren Verletzten gegeben. Die Opfer, darunter auch Anders Gravers von der islamkritischen Bürgerinitiative SIOD, waren auf dem Weg zu einer Demonstration gegen die Verletzung von Menschenrechten in Saudi Arabien. Eine Abordnung der Wüstendiktatur befand sich in Kopenhagen, um die Dänen über den Umgang mit Muslimen im Lande zu belehren.

Die europäische Menschenrechtsorganisation SIOE berichtet, dass Gravers einen Kleinbus mit zwei weiteren Personen in eine Parkgarage fuhr, als der Überfall erfolgte. In einem Begleitfahrzeug befanden sich drei weitere Personen, die bei dem Überfall verletzt wurden, darunter eine alte Dame von 74 Jahren.

Eine Gruppe in Art autonomer Linksfaschisten vermummter Verbrecher griff in der Tiefgarage die beiden Fahrzeuge und die darin befindlichen Personen mit Eisenstangen und Flaschen an. Zumindest Anders Gravers versuchte man auch durch Messerstiche zu töten, was misslang, da er, wie auch schon bei der Gedenkfeier am 11. September in Brüssel, eine Stichschutzweste unter dem Hemd trug. Anzug und Hemd wurden aber an mehreren Stellen durch den Messerangriff aufgeschlitzt.

overfald-demo-1.jpg

Auch die 74-jährige Dame wurde von mehreren Verbrechern durch die Tiefgarage gejagd und mit Eisenstangen niedergeschlagen. Die Täter zogen sich auf Kommando zurück und konnten unerkannt fliehen. Alle Überfallenen mussten zur Behandlung ihrer teilweise schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Anders Gravers nahm nach der Versorgung seiner Verletzungen wie geplant an der Demonstration gegen die islamische Diktatur teil.

Wir hoffen, in Kürze weitere Berichte über die Ereignisse zu erhalten und werden unsere Leser auf dem Laufenden halten.

Proteste gegen die Überfälle auf dänische Menschenrechtler und Genesungswünsche an die Überfallenen (mit der Bitte um Übermittlung) richten Sie bitte an die

Königlich Dänische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Rauchstr. 1
10787 Berlin


Tel. +49 – (0)30 – 50 50 20 00
Fax +49 – (0)30 – 50 50 20 50

Email: beramb@um.dk




Skandal bei Osnabrücker Friedenstag

hinrichtung.jpgWas ist los in der „Friedensstadt“ Osnabrück? Erst im August geriet die westfälische Stadt in die Schlagzeilen, als das städtische Orchester den Menschenrechtsschändern in Teheran seine Aufwartung machte. Jetzt folgte der nächste Eklat: Beim „Osnabrücker Friedenstag“ trat ein ägyptischer Minister als Festredner auf, der Menschenrechtlern vor allem dadurch bekannt ist, die Ermordung von Muslimen zu fordern, die sich vom Koran abwenden. PI-Leser „Mtz“ deckt in seinem Gastbeitrag den Skandal auf, der den Kollegen der kommerziellen Medien bisher entgangen ist.

TODESSTRAFE IN OSNABRÜCK

So stellt man sich den interkulturellen Dialog lieber nicht vor: Ein ägyptischer Minister, der zuhause die Todesstrafe für Konvertiten fordert, wird von einer deutschen Großstadt zum „Friedenstag“ eingeladen, um dort einen prominenten Vortrag zu halten, mit anschließender Diskussion.

Unmöglich? Von wegen! Erst gestern beging Osnabrück seine traditionellen „Osnabrücker Friedensgespräche“. Den großen Vortrag zum „Osnabrücker Friedenstag“, so das Programm des von Stadt und Universität veranstalteten Ereignisses, hielt niemand Geringeres als der ägyptische Religionsminister Professor Dr. Mahmoud Hamdi Zakzouk. Thema: „Der Islam und der Westen:
Keine Zukunft ohne Zusammenarbeit.“

Was niemand wissen will: Vor kaum zwei Monaten hat sich Zakzouk der Forderung von Religions-„Wissenschaftlern“ der Kairoer Al-Azhar Universität angeschlossen, die verlangten, den 25-jährigen Journalisten Ahmed Hegazy mit dem Tode zu bestrafen, weil er zum koptischen Christentum übergetreten war.

In einem Interview mit der ägyptischen Tageszeitung Egypt Today bestand der Osnabrücker Gast regelrecht auf der Rechtmäßigkeit der Todesstrafe für den jungen Journalisten. Sein Argument: Eine Konversion bekannt zu machen, stelle eine Gefahr für die öffentliche Ordnung dar. Das sei das Gleiche wie Hochverrat, und der werde mit dem Tod bestraft. Darum müsse auch
Konversion mit dem Tod bestraft werden und Hegazy sterben.

Im Jahr 2004 hat Religionsminister Zakzouk diese verquere Argumentation sogar in einem Buch vertreten: Ein Konvertit, schreibt er, „kann des Hochverrats angeklagt werden, der mit dem Tod bestraft wird, nicht weil er seinen Glauben abgelegt hat, sondern weil er durch seine Gedanken
Verwirrung im Staat verbeitet und gegen seine Ordnung verstoßen hat.“ Religionswechsel ist Hochverrat – und dafür gibt es die Todesstrafe. Einen Minister, der so etwas vertritt, laden Stadt und Uni Osnabrück zum großen interkulturellen Friedensgespräch ein.

Es lohnt sich, Herrn Zakzouk, Jahrgang 1933, etwas näher anzuschauen:
Nach ein paar Semstern an der Al-Ahzar Universität (Bachelor und Master), kam er 1962 als 29jähriger mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) erst an die Uni Marburg und dann nach München. Wo er nicht etwa Elektrotechnik studierte, sondern
Orientwissenschaften. Der DAAD war so beeindruckt, daß er sein Stipendium mehrfach verlängerte, bis Zakzouk 1968 in München eine Doktorarbeit schrieb, in der er den französischen Philosophen Descartes (1596-1650) mit einem arabischen Gelehrten des 12. Jahrhunderts verglich. (Auf so einen Vergleich muß man erstmal kommen.) Im gleichen Jahr wurde er Professor an der Al-Ahzar Universität. (Nur nebenbei: An der bedeutendsten Uni der islamischen
Welt braucht man außer einer Dissertation, egal wo erworben, nichts, um Professor zu werden. Das erklärt vieles, was dort passiert.) Er war dann Gast-„Professor“ in Libyen(!) und Katar. 1995 wurde er Vizepräsident der Al-Azhar Universität. Seit 1996 ist er Minister für Religiöse Angelegenheiten sowie Präsident des höchsten Islamischen Rates in Ägypten.

Weil er gut Deutsch spricht, wird Zakzouk (mit deutscher Frau verheiratet, ein Kind) dauernd zu deutschsprachigen Events eingeladen. Vor zwei Jahren hatte er in Österreich folgende kluge Dinge zu sagen: Im Islam gebe es eine Demokratie schon seit dem 14. Jahrhundert in der Form der Shura (Ratsversammlung)“. Noch schöner: „Die Verteidigung der Menschenrechte ist eines der Hauptziele des islamischen Rechts (Sharia).“

Dem DAAD, der seine Karriere finanziert hat (in den 60ern dürfen wir für so ein schönes Stipendium etwa 800 DM + Überbrückungsgeld + Reisekosten + Büchergeld + Krankenkasse + Druck der Dissertation annehmen), erzählte er kürzlich in einem Interview treuherzig: „Der Islam ist keine Religion der Streitereien, der Verbrechen oder der Gewalttätigkeiten. Vielmehr wurde uns der Koran von Allah geschickt, damit die Menschen Barmherzigkeit erfahren.“ Vom DAAD-Interviewer kam kein Widerspruch, keine Gegenfrage.

Was sagt uns das alles?

1.) Bildung, auch westliche Bildung, macht (fanatische) Moslems nicht unbedingt besser. Zakzouk hat jahrelang in Deutschland studiert, in München promoviert – und was ist das Ergebnis?
– Konversion = Hochverrat = Todesstrafe.
– Islam = Demokratie seit 600 Jahren.
– Scharia = Menschenrechte.
Und dafür hat der DAAD sieben Jahre lang pro Jahr mindestens 15000 DM bezahlt!

2.) Die Hoffnung, daß so ein im Westen ausgebildeter Moslem zuhause in Ägypten Vernunft verbreitet, ist Illusion. Auch dann, wenn er vernünftiger ist als Zakzouk. Natürlich, mit einem Araber, der an einer deutschen Uni promoviert hat, kann man hierzulande den schönsten Dialog führen. Wäre ja auch komisch, wenn nicht. Nur, das ist bedeutungslos. Denn den wirklich wichtigen Dialog – den Dialog zuhause mit Spinnern und mit ganz normalen Moslems – den wird er nie führen. Weil er sich nicht traut (kann man ja verstehen bei den üblichen Blasphemie-Gesetzen) oder weil er selber halt Moslem ist. Oder er macht es wie Zakzouk und stellt sich auf die Seite der Fanatiker.

3.) Unsere deutschen Dialog-Gutmenschen sind unbelehrbar. Die laden selbst die übelsten Typen noch zum „Friedensgespräch“ ein. Konvertiten zum Tode verurteilen? Macht nix, Hauptsache wir haben darüber geredet.

4.) Völlig klar ist dagegen, was Leute wie Zakzouk brauchen. Eine ganz klare Ansprache: „Mit Leuten wie Dir reden wir nicht, die bekämpfen wir.“ In Osnabrück hat er die gegenteilige Message bekommen: „Mit diesen dekadenten Westlern können wir machen, was wir wollen. Die wehren sich nicht mal verbal.“

Indem Uni und Stadt Osnabrück nicht einem moderaten, aufgeklärten Moslem ein Podium gaben, sondern dem Fanatiker Zakzouk, sind sie all denen furchtbar in den Rücken gefallen, die sich bemühen, den Islam menschlicher Zivilisation und dem 21. Jahrhundert näherzubringen.

Was sagte Zakzouk dem DAAD kürzlich noch? „Weiter so! denn die Menschen müssen lernen, einander zu verstehen.“

Die Osnabrücker, die über Zakzouk alle Information der Welt hätten haben können, haben gar nichts verstanden. Und das ist für unser Land, für Demokratie und Freiheit, viel gefährlicher, als es eine Type wie Zakzouk je sein könnte.

(Gastbeitrag von MTZ)

Oberbürgermeister der „Friedensstadt“ Osnabrück:

Boris Pistorius
Telefon: 0541 323-2011
oder 0541 323-2012
Fax: 0541 323-4343

oberbuergermeisterosnabrueck.de

Warum die Neue Osnabrücker Zeitung den Skandal verschweigt, kann man hier erfragen:

Neue Osnabrücker Zeitung
Breiter Gang 10 – 16 / Große Straße 17 – 19
49074 Osnabrück


Dr. Berthold Hamelmann
Telefon: 0049 (0)541 310-0

E-Mail: b.hamelmann@neue-oz.de




LG Stuttgart: Ehrenmord am Flughafen

fluglinien_200.jpgHeute am 25. Oktober bin ich im Saal 6 des Langerichts Stuttgart. Es gibt scharfe Sicherheitskontrollen vor dem Eingang. Nicht ohne Grund werden Racheaktionen befürchtet. Es geht um einen eher ungewöhnlichen Ehrenmord: Der Angeklagte, der Kosovo-Albaner Abdyl L., hat seine Frau im Terminal 3 des Stuttgarter Flughafens inmitten von hunderten Passagieren und unter Beobachtung von Video-Kameras mit mindestens sieben Schüssen getötet.

Ca. 40 interessierte Personen, Journalisten, Sachverständige und Dolmetscher sind am zweiten Verhandlungstag im Saal. Auch auffallend viele Frauen und Mädchen, einige davon mit „Migrationshintergrund“, sind im Saal.

Ein junger kräftiger hochgewachsener junger Mann, gefesselt an Händen und Füßen, wird vorgeführt. Kurze militärische Frisur, kräftige Arme und Hals, niedrige Stirn, so könnte auch ein ehemaliger UCK-Kämpfer aussehen. Er bleibt die ganze Verhandlung stumm und unbewegt, weicht aber den verängstigten Blicken der vorwiegend weiblichen Zeugen nicht aus.

Am ersten Tag des Prozesses hat der Mörder sein Geständnis abgelegt, was eigentlich überflüssig war, da er einwandfrei identifiziert wurde. Ein Polizist, den die später getötete Susanna L. am Flughafen angesprochen und um Hilfe gebeten hatte, sagte aus, dass er die Brenzligkeit der Situation unterschätzt hätte.

Am zweiten Verhandlungstag sind Sachverständige, Anwälte und Zeugen an der Reihe. Sie schildern, wie der Mörder die Frau an den Haaren zog, in den Schwitzkasten nahm, die tödlichen Schüsse abfeuerte und auf die am Boden Liegende weiter schoss. 7 Projektile und 8 Hülsen des Kalibers 7,65, die er aus einer russischen Pistole abfeuerte, wurden sichergestellt. Ein Zeuge bekam einen Streifschuss. Der Sachverständige sagte: „Mir ist in meinen 18 Jahren Berufszeit noch nicht vorgekommen, dass sechs Schüsse auf den Kopf und Hals des Opfers abgegeben wurden. Ich bescheinige einen absoluten Vernichtungswillen. Das Opfer sollte unbedingt tot sein.“

Der Rechtsanwalt des Angeklagten fragte daraufhin, ob der Sachverständige einen Fall aus Heilbronn nicht kenne, wo ein Türke seine Ehefrau mit fünf Schüssen umgebracht habe und nur wegen Totschlags verurteilt wurde.

Die traumatisierten Passagiere des Flugs nach Pristina und Mitarbeiter des Flughafens schildern die grauenhafte Ereignisse des frühen Morgens des 31. März: lauter Knall, weitere Schüsse, Angst um ihre Kinder und Kollegen, das ausgebrochene Chaos, die Versuche des Täters wegzulaufen.

Auch die Frauen aus dem Frauenhaus, wo Susanna L. Schutz vor ihrem schlagenden Ehemann gesucht hatte, schildern ihre Begegnungen mit der Getöteten. Sie hätte Deutsch gelernt, sich bemüht, sich weiterzubilden, hätte eine Arbeitstelle und eine Wohnung in Aussicht gehabt. Ihre zwei Töchter, Valentina und Violetta, wurden ihr mit Gewalt vom Ehemann weggenommen und in den Kosovo entführt. Ein deutsches Gericht hat eine Besuchserlaubnis erwirkt. Aber dazu kam es nicht mehr.

Auch die Rechtsanwältin des Opfers, die sie in der Familiensache vertrat, schildert sie als eine Person, die sich in dieser schweren Zeit sehr entwickelt habe. Früher hätte sie nie allein ausgehen können, wäre zuhause mit der Schwiegermutter eingesperrt worden, sogar telefonisch hätte sie nie mit ihrer Familie sprechen dürfen. Der Ehemann hätte ständig angerufen, um festzustellen, ob die Ehefrau wagt, den Hörer abzunehmen. Dazu gab es regelmäßig Schläge, auch während sie schwanger war. Sie hätte bei Schlägen ihren Bauch geschützt, da sie schon zwei Fehlgeburten erlitten hätte. Auch Vergewaltigung in der Ehe war an der Tagesordnung.

Die Zeugen sagen, dass Susanne L. mehrmals berichtet habe, dass ihr Ehemann eine Pistole in der Wohnung unter der Matratze hätte und ihr damit gedroht habe. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Aschaffenburg und Heilbronn interessierten sich nicht besonders für eine ungesetzliche Waffe oder glaubten dem zukünftigen Mordopfer nicht.

Die Rechtsanwältin des Opfer sagte: „Im Nachhinein mache ich mir Vorwürfe: Warum habe ich nicht mehr insistiert, dass die Polizei eine Durchsuchung durchführt. Aber ich wollte deeskalierend wirken. Ich als Familienanwältin wollte in erster Linie die Kinder zurückbekommen und keine neuen Anzeigen verursachen. Das ist unsere übliche Linie.“

Der Staatsanwalt fragte verwundert, dass er über die übliche Praxis wisse, dass die Frauen aus dem Frauenhaus zum Flughafen mit der Polizei begleitet würden. Daraufhin die Rechtsanwältin: „Wir konnten uns so was in Deutschland nicht vorstellen. Wir haben uns aber große Sorgen um ihr Leben im Kosovo gemacht.“

Einige Zeugen fragten: „Warum hat die Justiz und die Polizei ihr nicht geholfen, obwohl man gewußt hat, dass der Mörder eine unangemeldete Pistole hatte und gedroht hat, sie umzubringen?!“

Die Zuschauer im Saal reagieren mit Unverständnis und Empörung. Ich frage eine zierliche Frau, die neben mir sitzt, warum sie sich für diese Sache interessiert. Kamile P. aus der Türkei gibt mir eine Fotokopie des Artikels aus der Stuttgarter Zeitung, der ihre Leidensgeschichte schildert. Mit Zwangsheirat fing alles an. Sie ist geschieden, hat aber immer noch Angst vor ihrem prügelnden Ex-Ehemann. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich den PI-Lesern in voller Länge nicht vorenthalten möchte.

Der Prozess geht weiter.

(Gastbeitrag von Marquis)