rote.jpgViel liest man in den letzten Wochen über den Umgang unserer Gesellschaft mit der RAF und deren Verbrechen. Auf Planethop fanden wir einen Artikel voller unbequemer Fragen. Antworten werden wohl? eher? ausbleiben – dies wäre zuviel verlangt.

Hier weiterlesen:

Das öffentliche Reden über die RAF ist ein Reden über die Gewalt. Über deren politische Basis wird kaum ein Wort verloren.

Der Kommunistische Bund forderte 1973 die „Zerschlagung des zionistisches Staates“ Israels. Hat in diesem Gedenkjahr eigentlich schon irgendjemand vom früheren KB-Mitglied Jürgen Trittin eine Stellungnahme dazu eingefordert? Der maoistische, die Roten Khmer hofierende KBW bezeichnete die Fernsehdokumentation „Holocaust“ 1979 als „zionistische Propaganda“.

Hat man die KBW-Mitglieder Reinhard Bütikofer und Ulla Schmidt schon dazu interviewt? Joschka Fischer wurde als Außenminister regelmäßig mit den Prügel-Fotos aus Frankfurt konfrontiert. Dass er 1969 in Algier Jassir Arafats Rede über den Kampf gegen Israel bis zum „Endsieg“ lauschte und dazu die Faust zum Gruß erhob, war hingegen immer nur eine Randnotiz wert.

Die PDS/Linkspartei/Linke distanziert sich gern von Militanz, die Zusammenarbeit von SED und PLO hat man dort noch nie aufgearbeitet.

Klare und deutliche Fragen.

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31 KOMMENTARE

  1. Sektenführer Shoko Asahara ermordet 1995 12 Menschen mit Sarin in der Tokioter U-Bahn, tausende hätten sterben können; Urteil für ihn und die Verantwortlichen: Tod.

    RAF Terroristen ermorden mehrere unschuldige Menschen in Deutschland, ausserdem befürworten sie die Auslöschung Israels (und somit den Mord an Millionen.) Nach 20 Jahren lässt man die Mörder einfach frei als sei nichts gewesen.

    Bravo.

    Zume Thema Maos Kulturrevolution im erwähnten Artikel sollte noch hinzugefügt werden, dass Mao nicht nur zigtausende politische Gegner ermorden liess, sonder dass auch, aufgrund der komplett fehlerhaften Landwirtschaftspolitik des „grossen“ Mao und seiner mörderischen Horden, tausende, wahrscheinlich sogar millionen chinesischer Bauern mit ihren Familien einfach verhungerten (zumindest geht die moderne Forschung von bis zu 70 Millionen Toten Chinesen nach Ende des WW2 dank Mao aus.) Kaum vorstellbar, dass es sogar noch heute Idioten gibt, die Mao huldigen.

  2. somit sind die heutigen Selbstmordattentäter nur der verlängerte Arm der „aufgelösten“ RAF…

  3. Klare und deutliche Fragen; leider zu leise gestellt, wenn sie nur auf einem kleinen Blog erscheinen.
    Vielleicht sollte man abgeordnetenwatch.de mal damit beglücken.

  4. Besonders Linke scheinen in unserer Gesellschaft eine besondere Art zu sein, mit eigener Schutzzone und Hemmung allerseits, dagegen frontal vorzugehen und die Widersprueche aufzudecken, bzw. ins Bewusstsein der Massen zu bringen.

    Liegt es daran, dass sich Linke ueberall breitgemacht und eingenistet haben nach dem Marsch durch die Instutitionen?
    Und sich selbst zensieren, d.h. jede Kritik in der Lage sind abzublocken???

    Aber aehnliche Erscheinungen sind zumindest in ganz Europa vorhanden.

  5. und nochmal die Antwort auf die Kreuzzüge:

    Auszug aus der berühtem Rede des Papstes Urban II auf dem Konzil in Clermont im Jahre 1095 (der als Aufruf zum Kreuzzug gilt):
    “…Denn Ihr müßt Euch sputen, um Euren im Osten lebenden Brüdern, die Eure Unterstützung brauchen, um die sie oft dringend nachsuchten, Hilfe zu bringen.
    Denn die Türken, ein persisches Volk, haben sie angegriffen, wie viele von Euch bereits wissen, und sind bis zu jenem Teil des Mittelmeers, den man den Arm des heiligen Georg nennt, auf römisches Territorium vorgedrungen. Sie haben immer mehr Länder der Christen an sich gerissen, haben sie bereits siebenmal in ebensovielen Schlachten besiegt, viele getötet oder gefangengenommen, haben Kirchen zerstört und haben Gottes Königreich verwüstet. Wenn Ihr ihnen gestattet, noch viel länger weiterzumachen, werden sie Gottes gläubiges Volk auf weiter Flur unterwerfen…”

  6. habe eben bei Herrn Trittin angefragt wie er zu seiner Vergangeheit steht… gespannt ob er antwortet!

  7. Fährt Trittin aus Gründen biographischen Kontinuität in den Libanon, um u.a. mit der Hisballah zu reden?

  8. Toll, wenn man bedenkt, dass sich diese falschen Sackgesichter anschließend gegen eine Beteiligung am Irak-Krieg ausgesprochen haben. Zu jedem Scheiß das Maul aufreißen und irgendeine reaktionäre Blödmann-Meinung kundtun, Bush als Verbrecher hinstellen weil er einen Diktator gestürzt hat, aber selbst immer schön scheinheilig sein. Die Frage ist nur, wer hier die Hauptschuld dran hat, ob nun die Politiker selbst, oder die Medien, die auch nur das senden, was die breite Mehrheit hören will, und den Rest fallen lassen.

  9. Ein wichtiges Thema, nachdem soeben die Ermordung Schleyers vom Terroristen Wagner (NICHT ex-Terroristen, die Taten wurden schließlich nicht rückgängig gemacht!) wieder als „richtig“ befunden wurde und auf diese Weise nicht nur den Angehörigen, sondern auch dem Gnade erweisenden Staat grinsend ins Gesicht gespuckt wurde!

    Der riesige Graben zwischen der Linken und den Werten, die sie eigentlich einmal hochhalten wollte, wurde auch schon von Maxeiner und Miersch gründlich durchleuchtet. Hatte den Link schon mal gepostet, aber viele schauen hier bei PI nur gelegentlich vorbei, und den Essay sollte man wirklich kennen:

    http://www.fnst-freiheit.org/uploads/1044/Die_Linke-endfIntern.pdf

    Was mir aber neu war (darum herzliches Danke an Jens!) : Trittin, Bütikofer, Schmidt: alles Mitglieder eines Vereins, der die Zerschlagung Israels gefordert hat? Und das, wo die 68er ihre moralische Basis aus dem Umstand ableitete, dass die Täter der Verbrechen am jüdischen Volk nicht oder nicht ausreichend zur Rechenschaft gezogen wurden?

    Was für ein grauenhaftes Orwellsches Zwiedenken ist das denn?

    Aber es muss einen nicht wundern: in Entebbe hat der „terroristische Arm der Linken“ Juden genauso selektiert wie die SS-Schergen 40 Jahre zuvor. Und NIEMAND hat damals den entsprechenden Aufschrei losgetreten, der dieser Ungeheuerlichkeit angemessen gewesen wäre. Schon gar nicht aus dem linken Lager!

    Wenn – was ich absolut richtig finde – jemand wie Rouhs, der der NPD angehörte, in der politischen Landschaft nichts mehr zu suchen haben soll, dann ist es eigentlich nur folgerichtig, das jemand, dessen gewählte Vereinigung mehr oder weniger fordert, die Juden ins Meer zu treiben, vielleicht noch Klomann werden darf, aber garantiert nicht Bundesumweltminister.
    Bah – was ist aus diesem Land geworden. Ob wir das je wieder hinkriegen?

    #2 wolfi
    „Vielleicht sollte man abgeordnetenwatch.de mal damit beglücken.“

    Unbedingt! Habe selbst auf dieser Site noch nichts gemacht, aber es wäre sehr schön, wenn einer, der sich da auskennt, die oben Genannten mal mit der „Israel zerschlagen“- Forderung konfrontiert!

  10. habe ich gemacht, mache ich sehr oft, es sind aber noch nie kritische, sauber formulierte Anfragen beantwortet geschweige denn veröffentlicht worden.

  11. Papst Urban II hatte mit jedem Wort in seinem Aufruf zum Kreuzzug recht, die Aktualität ist verblüffend, der Mangel an Einsicht und Kampfgeist erschreckend. Die Folgen für Europa sind am Schicksal des ehemals christlichen vorderen Orients und Kleinasiens einfach ablesbar.

  12. Nun, es ist ein generelles Problem, dass Linke, Kommunisten und Sozialisten nichts, aber auch gar nichts von Verbrechen seitens der „Roten“ (Stalin, Mao, Rote Khmer, SED-Verbrechen) wissen wollen. Ich halte die Nazidiktatur für ein großes Unglück in der deutschen Geschichte (und eine Schande, vor allem wegen der Vernichtung der Juden), aber diese wurde und wird einem ständig um die Ohren gehauen. Fast täglich zeigt man im Fernsehen Dokumentationen und Filme, die sich damit beschäftigen. Dass z. B. Stalin mindestens genausoviel Menschen auf dem Gewissen hat, wird verschwiegen. Besonders im Osten Deutschlands wissen viele Leute gar nichts (oder wenig) von den Gulags, von den Gewaltorgien der Roten Khmer usw.

  13. Klare und deutliche Fragen; leider zu leise gestellt, wenn sie nur auf einem kleinen Blog erscheinen.

    Ich denke nicht, das Ivos Blog klein ist. Schließlich und das finde ich sehr erstaunlich, ist er Mitherausgeber und Redakteur der „linken Wochenzeitung Jungle World“ (nicht mit „Junge Welt“ verwechseln). Der ist schon bekannt.

  14. Rote und braune Sozialisten sind sich sehr ähnlich. Es gibt dort gewisse Überschneidungen, die auf den ersten Blick nicht deutlich werden. Man nehme nur den Antisemitismus, wie oben beschrieben, oder Lafontains Ausführungen über Fremdarbeiter.
    Ein interessanter Aufsatz dazu ist u.a. hier zu finden.

  15. Die Fragen sollte man den Damen und Herren wirklich mal stellen.

    Und stimmt. Die PLO waren in der DDR die Guten. Und die NVA hat Offizierschüler der PLO ausgebildet, wobei ich mich gefragt habe, was die mit Kompanietaktik von Mot.-Schützen mit Unterstützung von Panzern und Artillerie anfangen wollten, schliesslich haben wir ja auch die Bilder der Brandflaschenwerfer im DDR-Fernsehen gesehen und Arafat im Libanon mit seinen alten T-34.

    Aus dieser Unterstützung rührt wahrscheinlich auch die Israelabneigung vieler Alt-SED-PDS-Mitglieder. Langjährige Konditionierung und eingeimpfter Klassenhass sind schwer zu überwinden. Ich glaube auch nicht, dass das gewünscht ist.

  16. Ein weiterer ehemaliger Maoist trägt dieses Wochenende die Freiheit in Europa wohl endgültig zu Grabe … José Manuel Durão Barroso … die EU sollte sich schleunigst zu einer reinen Wirtschaftsgemeinschaft zurück entwickeln oder will jemand wirklich solche ausgemachte Antidemokraten wie Barroso als „Regierungschef Europas“?

  17. nicht umsonst wurde in der DDR überwiegend vom FASCHISMUS gesprochen, in einer Umwertung dieses Begriffes, und man vermied es, so oft es ging, vom eigentlich richtigen Begriff NationalSOZIALISMUS zu sprechen, denn dann hätte man die Untertanen ja auf den Begriff Sozialismus gebracht. Das wollte man ja vermeiden, da beides, Sozialismus unter roter Fahne und Sozialismus unter brauner Fahne, Mißgeburten der gleichen Eltern sind.

    Die Typen der RAF, pseudogebildete, unerzogene Rabauken, die sind mir sehr zuwider, freche Mörder, ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, daß man solche Verbrecher nach wie vor hofiert und sich für deren krude Ansichten interessiert. Entweder im Knast verfaulen lassen oder vergessen, das ist das, was diese Typen und ihre Sympathisanten verdienen.

  18. Die RAF war von Anfang an eine Erfindung der Geheimdienste.

    Die roten Brigaden Italiens haben uns gezeigt, wie der Hase läuft.

    Versteht mich nicht falsch: Fanatiker lassen sich unter allen Ideologien und Religionen leicht finden. Sprich: die Mörder der RAF waren tatsächlich linke Ideologie-Möder, die Mörder von 911 waren tatsächlich muslimische Gotteskrieger…
    Aber wer hat das ganze angezettelt, organisiert, finaziert?
    Ja, die Geheimdienste.

    Dafür darf mich das PI-Publikum jetzt eine Sekunde lang hassen. Dann aber sofort zurück zum Kreuzzug!

  19. #16 12. September 1683 (18. Okt 2007 18:51)
    Ein weiterer ehemaliger Maoist trägt dieses Wochenende die Freiheit in Europa wohl endgültig zu Grabe … José Manuel Durão Barroso

    Was genau ist los. Was will der Brüsseler ehemalige(?) Kommunistenpöbel am Wochenende veranstalten?

  20. Ich stimme der Sicht auf die „umgekrempelten“ Kommunisten Deutschlands weitgehend zu. Allerdings sollte man bedenken: Die RAF-Täter saßen oder sitzen – in den prominenten Fällen – weitaus länger als damals die Genozid-Helfer des Dritten Reichs. So leicht dürfen wir es uns also nicht machen. Etwas OT, aber dennoch bedenkenswert: Das Verfahren gegen Herrn Dr. Kohl wurde aus „mangelndem öffentlichen Interesse“ eingestellt. Da habe ich mal etwas, das ich meinem Finanzprüfer sagen kann. Sooo etabliert sind die Linken nun auch nicht. Das sich abzeichnende Muster allerdings zeigt zwei Hypothesen: 1. Anspruch und Wirklichkeit der moralischen Zielsetzung klaffen in der Politik immer weit auseinander. 2. Je größer die theoretische Fallhöhe eines Politikers, desto kleiner der tatsächliche Fall, bis zum Umschlagpunkt, an dem man ZU deutlich im Vordergrund steht.

  21. #18 sumo (18. Okt 2007 19:23)

    Der rot-braune Sozialismus ist an seiner Menschenfeindlichkeit gescheitert. Auch die letzten stinkenden Reste der rot-braunen Hinterlassenschaften werden noch im Lokus hinweggespült werden.

  22. #15 D.N. Reb (18. Okt 2007 18:05) Die Fragen sollte man den Damen und Herren wirklich mal stellen.

    Und stimmt. Die PLO waren in der DDR die Guten. Und die NVA hat Offizierschüler der PLO ausgebildet, wobei ich mich gefragt habe, was die mit Kompanietaktik von Mot.-Schützen mit Unterstützung von Panzern und Artillerie anfangen wollten, schliesslich haben wir ja auch die Bilder der Brandflaschenwerfer im DDR-Fernsehen gesehen und Arafat im Libanon mit seinen alten T-34.

    Aus dieser Unterstützung rührt wahrscheinlich auch die Israelabneigung vieler Alt-SED-PDS-Mitglieder. Langjährige Konditionierung und eingeimpfter Klassenhass sind schwer zu überwinden. Ich glaube auch nicht, dass das gewünscht ist

    ___________________________________

    Ich frage mich nur, warum sich so viele Juden dann dem kommunistischen Ostzonen/DDR Regim angedienert haben, die in vielen Bereichen den Ton angaben und den bolschewistischen Bereich dem westlichen den Vorzug gaben, obwohl sie oft in den USA Exil fanden???

    Brecht, Eisler, Markus Wolf, und und und

    es sind mindestens 1 Dutzend, die Namen sind mir inzwischen nicht mehr gelaefig.

  23. @ #2 Schweinsohr (18. Okt 2007 16:14)

    somit sind die heutigen Selbstmordattentäter nur der verlängerte Arm der “aufgelösten” RAF…

    Es ist genau andersherum:
    Die RAF in D, die Roten Brigaden aus F und I, und viele andere damals als „rote Zellen“ bezeichnete kommunistische waren von Anfang an die berühmten „nützlichen Idioten“ des Islam: Genau wie baskische (ETA) und korsische oder irische (IRA) Separatisten wurden RAF etc. allesamt in muslimischen Terrorcamps ausgebildet.

    Im Falle von Kommunisten und Linken hat die Allianz Islam-Linke-Warschauer Pakt bereits in den 60er Jahren perfekt funktioniert: Anti-Amerika, Anti-Israel, Anti-Pro-Amerikanische Muslime (Schah!, aber auch damals noch Türkei!), Pro-PLO, Pro-PKK, Anti-Kirche, Anti-Christen.

    Europäische Linke „pilgerten“ in Scharen nach Palästina, Libyen, Syrien, Libanon, Irak, um sich indoktrinieren zu lassen. Parallel dazu wanderten tausende „islamistische“ Palästinenser und andere „islamistische“ Araber als (Gast-)Studenten nach Europa ein, und indoktrinierten dort die Studenten so, daß es zu Studentenunruhen und -revolten führte (Paris, Deutschland usw.). Außerdem wurde Werbung für Drogen gemacht. Finanziell und logistisch (Drehkreuz Berlin-Schönefeld) wurde das Ganze vom Ostblock tatkräftig massiv unterstützt. Terroristen und Muslime, die zB in Westdeutschland agierten, konnten sich problemlos über die DDR wieder abseilen, bzw. nach D eingeschleust werden.

    Die RAF war nichts anderes, als nützliche Idioten für Allah:
    Im Gegensatz zu Muslimischen Terroristen hatte die RAF allerdings keinerlei (bzw. bestenfalls höchst zweifelhafte, primitiv konstruierte) moralisch-ethisch-religiöse Rechtfertigung, während die aufrechten Muslime ja allen Ernstes glauben, sie würden mit ihrem Haß und ihrem Terror den Willen ihres Allahs, dem sie bedingungslos folgen müßten, -in der Nachfolge Mohammeds- folgen.

  24. # 12:
    „Besonders im Osten Deutschlands wissen viele Leute gar nichts (oder wenig) von den Gulags, von den Gewaltorgien der Roten Khmer usw.“

    Das ist nicht eine Frage von Ost- bzw. Westdeutschland! Man könnte genauso sagen, dass viele Westdeutsche – obwohl sie es längst wissen könnten(!!) – dies nicht zur Kenntnis nehmen wollen, bzw. verharmlosen (siehe z.B. diesen unsäglichen „Historiker“ Wippermann, der dies regelmäßig tut!). Es ist das Problem, das sich mit dem Umgang mit dem Totalitarismus in Deutschland verbindet. Wer sich damit auseinander setzt, wird merken, dass sich die Denke von Nazis und Kommunisten (auch sogen. radikaler Moslems) von der Struktur her nicht unterscheidet. Es führt in der Konsequenz immer in die Katastrophe für Millionen von Menschen! Die Ergebnisse kennen alle. Nur die Akzeptanz der Realität scheint einigen (auch Intellektuellen) sehr schwer zu fallen!

  25. @#23 kosmos

    Den Fehler machen viele Leute, Juden mit Israel zu verwechseln.
    Und die Leute, die Du Juden nennst und die Dir nicht einfallen, waren ja Deutsche. Die begriffen sich in erster Linie als Deutsche und nicht als Juden. Deshalb haben die Juden in Deutschland ja auch so überrascht die Augen aufgerissen, als die Rassengesetze in Kraft traten. Sie waren seit Generationen in Deutschland, waren deutsche Staatsbürger und hatten im I.Weltkrieg ihr Blut für das deutsche Kaiserreich vergossen.
    Dass sie nun ausgerechnet in die SBZ gingen und in der DDR blieben liegt daran, dass sie sich Illusionen über den „Arbeiter- und Bauernstaat“ machten und ihre Ansichten in den westlichen Besatzungszonen weniger gefragt waren.
    Und nicht vergessen, in den USA gab es die Kommunistenjagdperiode vor der sogar Chaplin nach England fliehen musste, da wird doch von den Exilanten niemand so blöde sein und in den USA bleiben, wenn es ihn als nächstes treffen kann.
    Brecht und Eisler hatten schon immer sozalistische Ansichten, die wären gerade im Westen gut angekommen und die Familie Wolf lebte war nach Sowjetrussland emigriert und die Söhne dienten in der Roten Armee.

    Und nicht vergessen, die herzzerreissend jammernde Terrorvereinigung PLO gab es erst 1964. Muss man nicht wissen, kann man aber. 🙂

  26. @ D.N. Reb # 29

    Um kurz auf Ihren Beitrag einzugehen, hier eine Liste, die natuerlich unvollstaendig ist, ueber prominente Juden in DDR/Ostzone, die sich dem kommunistisch/bolschewistischen Regim zur Verfuegung stelltn und oben mitschwammen, ja meinungsbildend waren. Aus Wipikedia kopiert.

    Rückwanderung [Bearbeiten]Bereits kurz nach Kriegsende kehrten deutsche Juden aus dem Exil zurück, vorwiegend aus politischen Gründen. Der Philosoph Ernst Bloch (1949), der Komponist Hanns Eisler (1948), der Karikaturist John Heartfield (1950), die Literaturhistoriker Hans Mayer (1945) und Alfred Kantorowicz (1946), die Schriftstellerin Anna Seghers (1947), Stefan Heym (1945) und Arnold Zweig (1948) sowie die beiden späteren Mitglieder des Zentralkomitees der SED Gerhard Eisler und Albert Norden gingen in die Sowjetische Besatzungszone bzw. die DDR. Die meisten der Genannten traten allerdings keiner jüdischen Gemeinde bei, weil der religiöse und der nationale Aspekt des Judentums mit der Parteilinie schwer vereinbar waren. Viele der Rückkehrer verstanden sich als antifaschistische Kommunisten und spielten eine wichtige Rolle beim Aufbau der DDR

    westdeutschland wurde mit solchen Leuten wie Adorno und seinen Mitarbeitern beglueckt, die die infame „Frankfurter Schule“ weiterfuehrten und mit ihrer Idiologie die theoretische Grundlage fuer 68er und RAF legten.
    ————–

    natuerlich hatte Amerika Anlass skeptisch zu Juden zu sein, was natuerlich uebertrieben wurde, hatten doch die Rosenbergs das Atomgeheimnis/Atombobembau an Stalin verraten, dafuer mit dem Tot bestraft wurden.

  27. @#30 kosmos

    Die waren einfach nur hysterisch.

    Und Stefan Heym kämpfte in der US-Armee für die Befreiung Deutschlands. „Bitterer Lorbeer“ oder „Kreuzfahrer von heute“ ist empfehlenswert.

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