InflationWie schon lange nicht mehr sind dieses Jahr die Preise gestiegen. Besonders betroffen wie so oft Energie, aber auch besonders deutlich Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel. Steigende Preise bei stagnierenden Löhnen bedeuten Kaufkraftverlust durch Inflation. Diese Entwicklung ist eingebunden in globalwirtschaftliche Zusammenhänge, und wird höchst wahrscheinlich noch lange anhalten.

Neben den Preissteigerungen für Lebensmittel ist der Haushaltsstom in sieben Jahren um 48% teurer geworden. Drastisch verteuert hat sich Benzin und Heizöl, sowie Erdgas. Höhere Nachfrage bedeutet Güterknappheit, was steigende Preise zur Folge hat. Wir im Westen bekommen China und Indien nun nicht nur als Konkurrenten in der Produktion zu spüren, sondern zunehmend auch als „Konsum-Konkurrenz“.

Auszüge aus dem Handelsblatt:

Sie fragen verstärkt Güter nach, die auch wir konsumieren. War vor zehn Jahren Tee noch fast das einzige Getränk der Chinesen, gehört bei den jungen Aufsteigern in den Städten der Café Latte bei Starbucks inzwischen zum guten Ton.

Auch zu Hause greifen die wohlhabenderen Chinesen immer öfter zur Milchtüte. Neun verschiedene Milchsorten in Packungsgrößen zwischen 0,5 und 1,5 Liter stehen im Kühlregal des Century-Supermarktes in der Guangqumen-Straße in der Pekinger Innenstadt. Vor allem die jungen Familien der städtischen Mittelschicht kaufen vermehrt Milch, weil sie von ihrer gesundheitsförderlichen Wirkung für ihren Nachwuchs überzeugt sind. Mit dem Nachfragesog aus Fernost ist der Milchpreis in Europa in die Höhe geschossen. Im August mussten die Bundesbürger 11,5 Prozent mehr für einen Liter zahlen als im Vorjahr.

Der Nachfrageboom nach höherwertigen Lebensmitteln in den Schwellenländern wird nicht so bald abebben: „Die Menschen dort wollen Weizen statt Reis, Rind statt Schwein“, sagt der argentinische Ökonom Roberto Alemann und prognostiziert, dass sich „das Preisniveau für Agrargüter auf einem höheren Niveau einpendeln wird“. Dieses Jahr werden die Preise für Agrarrohstoffe um durchschnittlich 31 Prozent steigen, schätzen die Experten der Investmentbank Goldman Sachs. Die Notierungen für Weizen (plus 56 Prozent) sowie Soja und Mais (jeweils plus 40 Prozent) führen dabei die Hitliste der Teuerung an.

Weiterer Grund für Teuerungen bei Nahrungsmitteln ist die zunehmende Verwendung als Rohstoff für Biosprit. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Öl und wird für tendenziell steigende Preise sorgen. Die rasant steigende Kaufkraft in China und Indien schlägt sich in steigenden Preisen für Produkte wieder, die auch wir konsumieren.

Nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung klagen Fabrikmanager im Reich der Mitte nun über zunehmende Engpässe gerade bei jungen Arbeitern. Einer davon ist Zhang Jingming. Umgerechnet 263 Dollar verdient er heute pro Monat in der Dahon-Fahrradfabrik im südchinesischen Shenzhen. Im Februar hatte er erst 197 Dollar in der Lohntüte. Die kräftige Lohnerhöhung erkämpfte er sich mit der Drohung, zu einer anderen Firma zu wechseln, wo er mehr verdient hätte.

„Noch vor drei oder vier Jahren“, sagt Zhong Yi, Vizedirektor einer Lederjackenfabrik im ostchinesischen Hangzhou, „galten 80 bis 100 Euro im Monat als guter Lohn für einen Arbeiter, jetzt sind 150 Euro Minimum.“

Ähnlich hoch sind die Lohnzuwächse bei Chinas Konkurrent Indien. Für gute Ingenieure müssen Unternehmen bereits 75 Prozent des Gehalts eines Ingenieurs in den USA auf den Tisch legen. QualifizierteArbeitskräfte werden auch in Indien knapp, ihre Löhne steigen. „Asien“, warnen daher die Ökonomen von UniCredit, „ wandelt sich vom Deflations- zum Inflationsexporteur.“

Eine weitere Rahmenbedingung für Inflation ist eine erhöhte Geldmenge die deutlich über den Wertschöpfungsraten liegt. In den 80er Jahren wurden nach der Inflationspolitik der 70er die monetären Zügel straffer gezogen. Die preisdämpfende Wirkung der Globalisierung mit billigen Produktionsstandorten sorgte ebenfalls für niedrigen Preisdruck.

Angesichts der rückläufigen Inflationsraten wurden die Zentralbanken jedoch unvorsichtig. Auf die Asienkrise 1997, die Beinahe-Pleite des Hedgefonds LTCM 1998 und das Platzen der New-Economy-Blase 2000 reagierten sie mit kräftigen Zinssenkungen. Dadurch gelang es ihnen zwar, eine Rezession zu verhindern. Doch pumpten sie viel zu viel Liquidität in die Wirtschaft. Die Folge waren riesige Spekulationsblasen auf den Immobilien-, Rohstoff- und Aktienmärkten.

Aus Angst vor Deflation brachten die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen 2003 auf historische Tiefstände und pumpten noch mehr Geld in die Weltwirtschaft. „Damit schufen sie die Basis für einen neuen Inflationszyklus“, sagt Thomas Mayer, Euroland-Chefvolkswirt der Deutschen Bank Global Markets. In einer Studie hat er herausgefunden, dass Inflationszyklen in der Regel eine Dauer von 20 bis 25 Jahren haben. Demnach werden auf die beiden zurückliegenden Jahrzehnte mit sinkenden Inflationsraten nun zwei Dekaden mit steigender Geldentwertung folgen.

Umso problematischer ist daher die jüngste Entscheidung von Fed-Chef Ben Bernanke, die Leitzinsen um 50 Basispunkte zu senken. „Die Fed hat die Zinsen gesenkt, während der Dollar sich fast auf einem Allzeit-Tief gegenüber wichtigen Währungen befindet“, moniert Richard Bernstein, Chef-Investmentstratege bei Merrill Lynch. „Nun steigt die Inflationsgefahr.“

Inflation bietet der Politik die Möglichkeit, das Eingeständnis der Zahlungsunfähigkeit eines Staats zu vermeiden. Schon jetzt beträgt die Staatsverschuldung Deutschlands 1,6 Billionen Euro. Hinzu kommen noch weitaus höhere künftige Forderungen an Pensionen und Renten, deren Finanzierung alles andere als gesichert ist aufgrund der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung.

Deutsche-Bank-Ökonom Mayer erwartet, dass die Währungshüter das Stabilitätsziel in den nächsten Jahren weiter aus den Augen verlieren werden. Der Grund: In den meisten Industrieländern werden die Staatsfinanzen wegen der Alterung der Bevölkerung schon bald unter massiven Druck geraten. Weil eine Kürzung der Renten politisch nicht durchzusetzen sei, werde der Druck auf die Zentralbanken zunehmen, die Zahlungsverpflichtungen des Staates gegenüber den Rentnern durch höhere Inflationsraten zu entwerten.

„Keine Notenbank der Welt wird sich dagegen wehren können, durch mehr Inflation einen Kollaps der Staatsfinanzen zu verhindern“, prophezeit Mayer. Die Wirtschaftsgeschichte zeige, dass die Inflation immer dann zunimmt, wenn die Staatsfinanzen unter Druck geraten. „Früher waren es Kriege, in Zukunft wird es die demografische Entwicklung sein, die zum Anwerfen der Notenpresse zwingt.“

Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die aktuelle Entwicklung beim Kaufkraftverlust aufgehalten wird oder sich gar umkehrt. Bereits jetzt haben wir inflationsbereinigt nur noch die Kaufkraft von 1986. Obwohl die Belastungen für die Berufstätigen und die Produktivität enorm zugenommen haben. Erhöhte Produktivität war einerseits eine Notwendigkeit um im Wettbewerb zu bestehen. Doch der Staat hat maßgeblich durch Steuererhöhungen als Preistreiber fungiert, Nettolöhne gekappt und zusätzlich durch Verbrauchssteuern die Kaufkraft reduziert. So wurden die Lohnsteuer- und Sozialversicherungsbeiträge in den letzten 20 Jahren um 66% erhöht hat.

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102 KOMMENTARE

  1. Steuern müssen gezahlt werden, das ist nunmal so. Vorallem wenn man erwartet dass einem der Staat alles zahlt. Viel mehr ärgert mich aber wie das Geld rausgeschmissen wird…

  2. Wenn aber schon Steuern gezahlt werden, kann man ja eine sparsame Haushaltsführung erwarten.
    Ich hätte da schon eine Idee: Ausschaffung von Kostenverursachern.

  3. Die gute alte Inflation ist wieder da. Eine dauerhafte Inflation kann nur über Geldmengenerhöhung erreicht werden, wie sie die Zentralbanken praktizieren.

    Profitieren tun alle mit Schulden, also vor allem der Staat selber, denn der entwertet damit real seinen Schuldenberg und die zukünftigen, nominalen Verbindlichkeiten wie Renten und Sozialleistungen.

    Profitieren tun auch alle, die bereits viel Kapital haben, denn das neu geschaffende Geld fließt ihnen besonders einfach zu. Geld zieht Geld an. Und so erhöht die Inflation durch Geldmengeverbreiterung die Ungleichheit in Deutschland.

    Danke Friedman. Danke Keynes.

  4. Die Steuer müssen gesenkt werden, das Geld ist besser in den Händen der Bevölkerung aufgehoben- die Wirtschaft wird aufblühen und unser Binnenmarkt, der der Wohlstand prägt, wird rehabilitiert. Klar, das ist A und O in der sozialer Marktwirtschaft.

    Wir gehen aber den Weg des Roten Kapitalismus- die Menschen zahlen höhere Steuer genauso wie im Sozi- Ländern, das Geld hat der Staat, der gar nichts produziert, aber eine Menge finazielle Schaden verursacht- Missbrauch von Steuergelder.Inkompetenz, Gier, Dummheit, Korruption sind heute die Attribute unserer Regierung.

    „Immer wieder der gleiche Versuch, uns einzureden, wir erlebten einen Boom und dies sei eine „Reformrendite“.“

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=2635

  5. @MarkusOliver

    „Ich hätte da schon eine Idee: Ausschaffung von Kostenverursachern.“

    Sehr gute Idee, und so naheliegend! Komisch daß viele da jetzt erst drauf kommen…

    Aber als erstes: Nichtmehrannahme von potentiellen Kostenverursachern. Ausschaffung ALLER krimineller Ausländer – und ALLE Hartz-4-er zur Arbeit; insbesondere die nichtdeutschen – bis zur Ausschaffung.

  6. Wir hatten mal eine funktionierende Soziale Marktwirtschaft die lange dafür gesorgt hat, dass es den Menschen immer einigermaßen gut ging, keine neuen Monopolisten entstehen und die realen Monopole im Sinne der Meschen gesteuert wurden (Post/Bahn.

    Dann kam Schröder…

    Heute gibt es immer weniger Markt immer mehr monopolisten und der Staat freut sich, weil hohe Preise auch hohe steuern bedeuten..

    Der Kunde kann sich nicht mal wehren, weil die Steuern auf die Dinge erhoben werden, die er unbedingt zum Leben braucht.

    Der Infaltionswarenkorb stimmt sowieso nicht, weil dabei davon ausgegangen wird, dass der Gute michel sich im Jahr 3 Neuwagen, fünf Stereoanlagen und 7 Computer kauft und der mittlerweiel kaum zu finanzierende Alltagsbedarf plus der Risikovorsorge dem Bürger eigentlich kaum Platz für Konsum lassen, den wir eigentlich bräuchten.

    Was nützt denn dem Bürger ein Aufschwung in der Industrie und Wirtschaft, wenn die Reallöhne weiter sinken und Gewinne nie den Arbeitnehmer erreichen und der Arbeitgeben sein Kapital bei sich behält bzw im Ausland investiert.

    Wie es den BÜRGERN wirklich geht, kann man an den Zahlen des Einzelhandelsverband ablesen und mit dem Gesunden Menschenverstand sehen, wenn man aussterbende Ladenpassagen und Einkaufszentren sieht in denen sich wenn überhaupt nur noch Discounter und Billigläden ansammeln.

    Denn wo sonst tätigt denn Michel seinen Konsum, als im Einzelhandel, hier trägt er das Geld hin

  7. Schon jetzt beträgt die Staatsverschuldung Deutschlands 1,6 Billionen Euro.

    Es ging um eine Befragung von Politikern nach der Schuldenhöhe
    der Republik (ARD-Sendung „PANORAMA“ am 23.10.2003).

    Dr. Günter Rexrodt: (FDP-Abgeordneter) „1,3 Billionen.“
    Interviewerin: „Wie viele Nullen hat da so eine Billion?“
    Dr. Günter Rexrodt: „Machen Sie eine Witzsendung? Na dann. ‚Ne Billion
    hat immer neun Nullen.“
    Interviewerin: „12?“
    Dr. Günter Rexrodt: “ ‚Ne Milliarde – und das – sechs, neun, zwölf – stimmt.“
    Dr. Rolf Bietmann: (CDU-Abgeordneter) „Ich denke, es dürften neun sein,
    kann das sein?“
    Cajus Julius Caesar: (CDU-Abgeordneter) „Also ich würd‘ schätzen 16.“
    Norbert Schindler: (CDU-Abgeordneter) „18, glaub‘ ich.“
    Uta Zapf: (SPD-Abgeordnete) „Oh, oh, oh. Ich glaub‘, es sind so viele,
    dass ich das gar nicht mehr zählen kann.“
    Tanja Gönner: (CDU-Abgeordnete) „Acht, glaube ich.“
    Interviewerin: „Wie viele Nullen hat eine Billion?“
    Hans-Ulrich Klose: (SPD-Abgeordneter) „Das weiß ich nicht –
    das ist mir zu viel. Das ist mir zu intelligent!“

    http://matheplanet.com/default3.html?call=viewtopic.php?topic=38577&start=0&ref=http%3A%2F%2Fwww.google.com%2Fsearch%3Fclient%3Dfirefox-a%26rls%3Dorg.mozilla%253Ade%253Aofficial%26oe%3DUTF-8%26hl%3Dde%26channel%3Ds%26ie%3DUTF-8%26q%3Dpolitiker%2Bbillion%2Bnullen%26sa%3DN%26tab%3Dnw

    Tja, so sind unsere „intelligente“ Politiker, sie wissen es nicht mal,wieviel sie Geld zum Fenster rausschmeißen – aber das sind nur Steuergelder und nicht ihre eigene 🙁

  8. MxV = YxP (Quantitätsgleichung)

    Änderungen der Geldmenge (M) müssen zu einer proportionalen Änderung des nom. BIP (YxP) führen. Also bestimmt bei konst. Umlaufgeschwindigkeit (V quer) die Geldmenge den nominalen Wert des Outputs einer Volkswirtschaft.
    Wenn V konst. ist und die Produktionsfaktoren und die Produktionsfunktion das reale BIP schon bestimmt haben, muss eine Änderung des nominalen BIPs eine Änderung des Preisniveaus (P) repräsentieren.

    Also entwickelt sich das Preisniveau proportional zum Geldangebot (wohl gemerkt solange c.p. gilt in der theorie).

    Die Inflationsrate ist die prozentuale Änderung von P.
    Die Veränderung der Produktion hängt vom Wachstum der Produktionsfaktoren ab und vom technologischen Fortschritt (Solow-Modell, aber mal beiseite). Da die Zentralbank das Geldangebot steuert, steuert sie die Inflation maßgeblich.
    Hält die Zentralbank das Geldangbeot stabil bleiben auch die Preise (im Modell) stabil, weitet sie es aus erhöht sich P.
    Wie Friedman schon sagte: Das Geldmengenwachstum ist der wichtigste Bestimmungsgrund für die Inflationsrate.

    Wenn der Staat viel Seigniorage betreibt, wirkt die Erzielung seiner Einnahmen durch das Drucken von Geld wie eine (Inflations)steuer.
    Mit dem Steigen der Preise geht der reale Wert der Euro-Beträge zurück. Wenn der Staat für sich neues Geld druckt verringert er den Wert des Geldes das seine Bürger halten. Die Inflation wirkt daher wie eine Steuer auf das halten von Geld.
    Seigniorage macht eigentlich in den USA max. 3 % aus. Länder wie Griechenland und Italien haben ihre Staatseinnahmen oft mit mehr als 10% am laufen gehalten.

    Den EURO haben wir auch den Franzosen zu verdanken. Die waren es leid von der Deutschen Zentralbank abhängig zu sein. Eigentlich hat Deutschland seine Geldmarktsouveränität abgegeben, es hat aber auch Vorteile, wenn diese nicht von den Franzosen etc. zunichte gemacht werden.

    Die SPD konnte noch nie mit Geld umgehen und Frankreich auch nicht.

  9. @Tempelritter

    Das war eine sehr pauschale Aussage von Dir. Ich habe mal nachgesehen – hier:

    Bestandteil (erste Zahl) 1995 (zweite Zahl) 2000
    Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke 13,1% 10,3%
    Tabakwaren, alkoholische Getränke 4,2% 3,7%
    Bekleidung, Schuhe 6,9% 5,5%
    Wohnung, Wasser, Gas, Brennstoffe 27,5% 30,2%
    Einrichtungsgegenstände 7,1% 6,9%
    Gesundheit, Pflege 3,4% 3,5%
    Verkehr 13,9% 13,9%
    Nachrichtenübermittlung 2,3% 2,5%
    Freizeit, Kultur, Unterhaltung 10,4% 11,0%
    Bildungswesen 0,7% 0,7%
    Hotel, Restaurants 4,1% 4,7%
    Andere Waren und Dienstleistungen 6,1% 7,0%
    http://de.wikipedia.org/wiki/Warenkorb#Warenkorb_in_Deutschland

    Also ist Deine in Bausch-und-Bogen-Äußerung nur heiße Luft.

  10. Das nennt man zyklische Krise des Kapitalismus. Hättet Ihr in Staatsbürgerkunde oder Politischer Ökonomie nicht so oft gepennt, würdet ihr jetzt nicht „Ach“ und „Weh“ rufen. 🙂

  11. @#11 D.N. Reb
    Das ist kein „zyklische Krise des Kapitalismus“, sondern Roter Kapitalismus- die „nützliche Idioten“ werden ausgeraubt und die Kommunisten regieren(„Fressen, fic…. und saufen“), war diese Politik nicht auch für die exSoziländer üblich?
    Geld ist vorhanden, nur das wird missbraucht- ein grosser Unterschied.
    Z.B.: Ende Oktober tritt Gore bei einem Klimakongress des Energiekonzernes EnBW in Berlin auf – gegen ein Honorar von rund 180.000 Euro.

  12. Wer sich etwas mit dem Thema beschäftigt hat, wird zu dem Schluss gekommen sein, dass uns innerhalb langfristiger, aber absehbarer Zeit noch eine -.richtige.- Weltwirtschaftskrise bevorsteht.
    Kapitalismus ist das beste System zu dem der Mensch zur Zeit fähig ist, aber auch eben nicht mehr oder weniger.
    Ab und zu braucht es einen Systemreset.

    Ich finde es aber gut, dass sich PI auch mal diesen Themen widmet.

  13. Ich finde es immer wieder erschreckend wie sehr sich die sich Verhältnisse gegen uns Bürger und Steuerzahler richtet.
    Der Staat schmiesst das Geld mit vollen Händen raus und unsere Abgabenlast wird immer größer.
    Ich fühle mich betrogen, wenn mir seitens der Rentenversicherung erklärt wird, ich solle eine Versicherungslücke schließen, obwohl ich steigende Beiträge abführe. In der Krankenversicherung spielt sich ähnliches ab.

    Es könnten ja mal die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Aber dazu scheint unser politisches System nicht mehr in der Lage zu sein.

  14. da schreibt der autor einen ökonomie-aufsatz und es dauert nicht einmal fünf kommentare bis man wieder beim thema „kriminelle ausländer“ ist. manch einer kann wirklich nur an das eine denken…tss

  15. alles in allem nichts neues in dem Artike. Im Gegensatz zu den politischen Nachrichten sind die „mainstream“-Wirtschasftsnachrichten nicht der political correctness unterworfen.
    Es ist ja auch überhaupt kein Wunder!
    Die Menschen weigern sich bei einem notwendigen Lohn-Konsumverzicht mit Biegen und Brechen und wählen die Linke: was bleibt bei diesem Votum dann noch als die Zinsen zu senken und mit einer höheren Inflation zu leben? (eine alte Forderung der Linken, wobei sie das mit der Inflation immer verschweigen).
    Was folgt daraus für den einzelnen:
    dies bei der privaten Geldanlage berücksichtigen!
    Es stand übrigens auch schon in der FAZ daß in den nächsten Jahrzehnten eine neue Währungsreform kommen wird, also….
    Und für den privaten Konsum:
    Ich persönlich freue mich für die indischen, chinesischen und auch polnischen (Fach)Arbeiter, daß sie jetzt wenigstens etwas mehr verdienen, ganz ehrlich! Sie haben es sich auch verdient und schießlich haben wir es genau diesen Gruppen auch zu verdanen, daß unsere Wirtschaft trotz der ganzen ungelösten eigenen Probleme die letzten 10 Jahre wenigstens noch so ein bißchen wuchs…
    Und ansonsten: Mal öfter Reis und Schwein essen und mal wieder in den Taunus fahren anstatt nach Teneriffa etc…!

  16. Kapitalismus ist das beste System zu dem der Mensch zur Zeit fähig ist, aber auch eben nicht mehr oder weniger.
    Ab und zu braucht es einen Systemreset.

    Wir brauchen eine neue politische Führung, kompetente Leute und keine Lehrer, Beamten und Hausfrauen.
    Wir müssen weg von den Politikern, die sich an die Staaskassen vergreifen.
    Das Geld ist da, nur es wird missbraucht und zwar in Milliardenhöhe!

  17. Ergänzung:
    Das mt der offiziellen Inflationsrate ist so eine Sache: sie gibt nur den Geldwertverfall an! In Wirklichkeit beträgt die Inflation für den mittel- bis geringverdienenden Otto-Normalbürger nämlich 5% (wurde seriös von einem Wirtschaftsstatistiker errechnet, kam auf hr-online). Kein Wunder, denn wer kauft sich schon alle 3 Jahre neuen PC, neue Videokamera,neue Möbel, neues Schlauchboot etc…
    DIES wäre vielleicht eine politically incorrect-würdige Nachricht (hab es aber leider nur im Radio gehört und weiß leider nicht mehr wie dieser Finanzwissenschaftler hieß.
    Also Leute: mit 5 – 7 % für die nächsten Jahre rechnen ( wer weiß außerdem, ob sich die Nahrungspreise auf einem neuen Niveau bals „einpendeln“ werden, so ein Quatsch! Die stegen erst einmal weiter, bis wieder die Ackeranbauflächen wachsen, der Wahn mit der „Ökösprit“ aufhört und genug Menschen Reis und Schweinshaxe essen!)

  18. Gelder für Verschrottung russischer U-Boote

    Unnötig erscheint dem Steuerzahlerbund auch, dass die Bundesrepublik 2006 rund 57 Millionen Euro an Russland gezahlt hat, um alte Atom-U-Boote aus Sowjetzeiten zu verschrotten. Gleichzeitig verzeichnete der russische Staatshaushalt rund 58 Milliarden Euro Überschüsse, sagte Däke und stellte fest, dass 2007 und 2008 insgesamt weitere 102 Millionen Euro Finanzhilfen fließen sollen.

    Wir zahlen für die Entsorgung alten U- Boote, damit die Russen neue Bomben bauen können- das ist eine Sauerei… 🙁

    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/schwarzbuch2.html

  19. #15 Jimmy
    Mit dem Systemreset gebe ich Dir Recht.
    Allerdings halte ich den Kapitalismus dennoch für im Grund perfekt. Genauso wie eine gute Demokratie funktioniert allerdings auch er nur gut, wenn er von inteligenten Bürgern angewand wird, die:
    – beispielsweise mal zu Lohnverzicht bereit sind
    – nur Politiker wählen, die verantwortlich mit dem Gemeinschaftsgeld umgehen(!)
    – privat sparen (und zwar auch viel in Aktien: der Wertpapierhandel durch Privatpersonen ist das denkbar-demokratischste überhaupt)
    – sich so ein Rentensystem wie das unsere nicht bieten lassen, sondern auf einer Kapitalgedeckten Versicherung bestehen, die nicht von einem kleinen, anonymen Finanzclan verwaltet wird, sondern die sie möglichst auch individuell – zumindest in Maßen – selbst verwalten!

    Der Kapitalismus hat gerade in den etzten Jahrzehnten so vielen Ländern zu Wohlstand verholfen! Ich selber habe seit den 80er Jahren beispielsweise die Entwicklung in Indien mitverfolgt: es ist der Wahnsinn!
    Heute gibt es viel viel weniger Elend, eine wachsende bildungshungrige Mittelschicht etc.!
    Dies war alles nur mit dem marktwirtschaftlichen Kapitalismus möglich. Dort wo es heute noch elend ist und keine Entwicklung in Gang kommt, haben wir keinen marktwirtschaftlichen Kapitalismus: die muslemischen Länder sind zu korrupt, zu vetternwirtschaftend und die Mitglieder der Staaten offenbar entweder nicht produktiv genug (da beispielsweise zu sehr mit dem Jihad beschäftigt) oder aber die demographische Entwicklung (Bevölkerungsexplosion) frißt die Gewinne auf (Beispiel: Türkei).
    Und in Afrika ist einfach zu viel Krieg.

  20. #24 Espada (20. Okt 2007 21:50)

    Warum zahlen wir für die Verschrottung russischer U-Boote ???? Bitte um Aufklärung !

    DAS möchte ich auch gerne wissen!
    Ganz Westeuropa ist auf Distanz zu Putin, nur die Merkel kuschelt nocht mit ihm. 🙁

  21. Regel Nr. 1 des Kapitalismus: Jeder Akteur verfolgt die Maxime der Maximierung des Reingewinns.
    Regel Nr. 2: Geld ist Ziel und Mittel zugleich. Geld ermöglicht Handlungen, und es ist die Handlungsabsicht. Demzufolge kann der, der Geld hat, mehr Geld machen, als der, der (noch) keines hat. Die Quantität des Geldes schlägt in verschiedene Qualitäten um, so z. B. die Verformung der allgemeingültigen Spielregeln des Staates (Gesetze). Wer reich ist, ist in der Lage, Einfluß auf die Politik auszuüben, Steuern zu vermeiden, und mit erheblich weniger Aufwand weiteres Geld zu machen.
    Besonders Reiche lassen also den Mittelstand ausbluten, und der mault über alles, nur nicht über die Ursache. Warum? Weil sich der Mittelstand der Illusion hingibt, Reichtum lasse sich nur durch harte Arbeit erzielen, aber dafür mit Sicherheit.

  22. #10 spy (20. Okt 2007 20:41)

    Es ging um eine Befragung von Politikern nach der Schuldenhöhe
    der Republik (ARD-Sendung “PANORAMA” am 23.10.2003).

    Dr. Günter Rexrodt: (FDP-Abgeordneter) “1,3 Billionen.”
    Interviewerin: “Wie viele Nullen hat da so eine Billion?”
    Dr. Günter Rexrodt: “Machen Sie eine Witzsendung? Na dann. ‘Ne Billion
    hat immer neun Nullen.”
    Interviewerin: “12?”
    Dr. Günter Rexrodt: ” ‘Ne Milliarde – und das – sechs, neun, zwölf – stimmt.”
    Dr. Rolf Bietmann: (CDU-Abgeordneter) “Ich denke, es dürften neun sein,
    kann das sein?”
    Cajus Julius Caesar: (CDU-Abgeordneter) “Also ich würd’ schätzen 16.”
    Norbert Schindler: (CDU-Abgeordneter) “18, glaub’ ich.”
    Uta Zapf: (SPD-Abgeordnete) “Oh, oh, oh. Ich glaub’, es sind so viele,
    dass ich das gar nicht mehr zählen kann.”
    Tanja Gönner: (CDU-Abgeordnete) “Acht, glaube ich.”
    Interviewerin: “Wie viele Nullen hat eine Billion?”
    Hans-Ulrich Klose: (SPD-Abgeordneter) “Das weiß ich nicht –
    das ist mir zu viel. Das ist mir zu intelligent!”

    Jawohl, das ist sie, die, die sich selbst als ELITE bezeichnet.

    Nieten sind das, absolute Nieten.

  23. #14 spy (20. Okt 2007 21:12)

    Oliver POCHER kriegt pro Sendung von TV
    250 tausend Euro, las ich gestern irgendwo.

    Da ist Al Gore ja noch bescheiden 😉

  24. #24 Espada (20. Okt 2007 21:50)

    Warum zahlen wir für die Verschrottung russischer U-Boote ???? Bitte um Aufklärung !

    Weil der BRD-Unterschichtenpöbel, der sich in den Altparteien und in der Regierung festgefressen hat, strunzdumm ist. Siehe #27.

  25. #28 karlmartell (20. Okt 2007 22:20)

    #14 spy (20. Okt 2007 21:12)

    Oliver POCHER kriegt pro Sendung von TV
    250 tausend Euro, las ich gestern irgendwo.

    Da ist Al Gore ja noch bescheiden

    Al Gore- Gage wird rein aus Steuergelder finanziert.

  26. Es liegt auch an den Bush Kriegen, an Wallstreet Gier, an Globalisierung, hohen Energiepreisen, dass dies alles zusammenkommt.

    Von der Globalisierung profitieren immer weniger, einige Milliardaere wie die Walmart-Familie verdienen sich noch mehr Milliarden zu den bereits vorhandenen, mit ihren Chinaimporten,
    Die Leute die ihren Ramsch kaufen, uebersehen, dass sie sich damit selbst am meissten, langfristig schaden.

    Die Industrielaender verloren und verlieren sagen wir 100 Millionen gut bezahlte Arbeitsplaetze, das Angebot welches danach kommt sind oft nur zu Minimumloehnen, von denen keine Familie ordentlich leben und kaufen kann.

    Die Hedgefundkultur, die Bankspekulationen tun noch ein uebriges, alles wirkt sich im Bank und Finanzwesen aus, der Durchschnittsbuerger muss fuer die Excesse einiger wahnsinniger letztendlich bezahlen.

  27. Es würde vielleicht schon ein bisschen helfen, ein gutes – leicht zu merkendes – Volkslied zu dichten. Eins, das man in der Kneipe singen kann. Das unsere Verachtung für die Politiker ausdrückt. Das unser Recht auf Selbstbestimmung betont. Das die Gleichschaltung in der Presse beklagt.

    Das würde vielleicht schon ein kleines bisschen helfen. Ist jemand musikalisch?

  28. Das nennt man zyklische Krise des Kapitalismus. Hättet Ihr in Staatsbürgerkunde oder Politischer Ökonomie nicht so oft gepennt, würdet ihr jetzt nicht “Ach” und “Weh” rufen. 🙂
    _______________________________________________
    KKK

    Konjunktur, Krise, Krieg

  29. Die ursache ist doch ganz einfach:

    Bis zur Öffnung des Eisernen Vorhangs musste der Kapitalismus im Wettkampf der Systeme dafür sorgen, dass der Kapitalismus bombig dasteht!

    Da konnte noch jeder von seiner Arbeit leben.

    Mit dem Untergang des Kapitalismus sind alle Fesseln gefallen!

    Nur die Gewinne und die Gehälter der Manager steigen ins Unermessliche!

    Soziale Marktwirtschaft ist vorbei!

    Was Gas- und Strompreise betrifft, ist dies das beste Beispiel.

    Die Konzerne bereichern sich auf Kosten der Kunden.

    Dass das Gut Energie knapp wird, ist unbestritten, aber, wieso ist dann der Strom, auch unter Berücksichtigung von Staatssteuern, in den meisten Ländern Europas um ein Vielfaches billiger?

    Sind die Strommanager in Europa besser als die Raubtierkapitalisten in Deutschland?

    Das sieht ja fast so aus!

    Und die hohen Lohnnebenkosten wären ganz einfach zu kippen….

    Dänemark hat Lohnnebenkosten von 4%…

    Der ganze Rest wird, wie in ganz Skandinavien über die Steuern finanziert, sowohl Rente als auch Krankenversicherung…

    Und es klappt!

    In Deutschland müssen immer weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte immer mehr Abgaben zahlen!

    Die Einheit nur auf Kosten der Sozialversicherungspflichtigen bezahlen zu lassen, war die größte Dummheit der Regierung Kohl!

    Nebenbeis: Die Pensionen an die Beamten sind eine der größten Unverschämtheiten!

    Die zahlen nix, bekommen einen vielfach höheren Lohn als vergleichbar angestellte angestellte und jammern und jammern und jammern!

    Die Pensionen werden dann wieder von allen Steuerzahlern bezahlt!

    Beamte leisten nix dazu, außer Mwst….

    Normalsterbliche Beschäftigte werden demhingegen viel viel höher belastet!

    Die Idee der „Sozialen Marktwirtschaft“ war und ist gut.

    Aber ein Auslaufmodell!

    Was zählt ist Geld, Geld, Geld, Geld und nochmals Geld.

    Und diese Geldgier wird dieses System besiegen!

    Als ich noch jünger war, lang lang ist’s her, war Gewinn natürlich auch wichtig, aber Shareholdervalue und dafür alle Stromkunden auszuplündern, das kam niemandem in den Sinn!

    Naja, der Bürger lässt es mit sich machen!

    Felix Sturm gibt gerade die richtige Antwort: „Sehr schöner Aufwärtshaken von Felix Sturm!“

  30. #25 freewomenlover69:

    „Genauso wie eine gute Demokratie funktioniert allerdings auch er nur gut, wenn er von inteligenten Bürgern angewand wird, die: […]“

    Eben dies zeigt doch, dass er nicht perfekt ist. Ein perfektes System wäre absolut idiotensicher. Aber der Mensch als Kollektiv ist nunmal nicht intelligent, sondern besitzt als Element einer Masse ganz im Gegenteil die Berechenbarkeit einer Bakterienkultur.
    Und sowas kann dann von Linken ausgenutzt werden, indem sie ihre linke Presse unters Volk bringen. Dabei sind die Linken selbst nicht dumm im eigentlichen Sinne, sondern nur beeinflusst von Fehlinformationen. Doch ab hier wird es gefährlich. Wenn man es schafft, einen eigentl. intelligenten Menschen fehlzuleiten und dieser dann zum Journalisten aufsteigt, ist der Grundstein einer Lawine gelegt.
    Glücklicherweise funktioniert das nicht nur mit FEHLinformationen. Das ist unser Ansatzpunkt. Dieser Kampf muss als ein Kreuzzug der Information geführt werden.
    Deshalb bringt es garnix auf die Politiker zu schimpfen, die hängen ihr Fähnchen nach dem Wind. Und die Windrichtung bestimmen zur Zeit die Medien.

  31. Artikel von vor 18 Monaten

    Rußlands Ölgesellschaften fördern viel und investieren wenig. Ändert sich das nicht, schrumpfen bald die Liefermengen

    http://www.trend4c.de/2006/04/22/verbrannte-quellen/

    Energie. Die Öl- und Gas-Konzerne leiden unter hohen Steuern und steigenden Kosten.

    http://www.diepresse.com/home/wirtschaft/eastconomist/302445/index.do

    GEAB N°18 – Zusammenfassung
    – 18. Oktober 2007 –

    Im Zentrum der Krise: ‚Der lukrative Handel mit US- Schulden‘
    Das Ausmaß und die Schwere der ersten Schockwelle auf den Banken – und Finanzbereich vom August 2007 ermöglichten unserer Forschungsgruppe die Erkenntnis, dass die Krise in sieben aufeinanderfolgenden Schockwellen ihre verheerende Wirkung entfalten wird; dabei werden einige dieser Wellen nur bestimmte Regionen der Welt erreichen…

    http://www.leap2020.eu/GEAB-N-17-ist-angekommen!-Die-sieben-Sequenzen-der-Aufprallphase-der-umfassenden-weltweiten-Krise-2007-bis-2009-_a1019.html

    KURSRUTSCH
    Wall Street taumelt – Angst vor Crash auf Raten

    Am 20. Jahrestag des „Schwarzen Montag“ sind die Indizes an der Wall Street eingebrochen. Der Dow Jones erlitt den dritthöchsten Tagesverlust in diesem Jahr. Angesichts der sich wieder verschärfenden Kreditkrise und des hohen Ölpreises befürchten Investoren einen Crash auf Raten.

    New York – Die Kreditkrise schien bereits abgehakt. Vor fünf Wochen, am 18. September, senkte die US-Notenbank erstmals seit vier Jahren wieder die Zinsen und läutete eine Kursrally an der Wall Street ein. Die Sorge, dass sich die steigenden Risikoprämien für Kredite und die damit verbundene Geldverknappung im Finanzsektor als ernsthafte Bremse für das reale Wirtschaftswachstum herausstellen könnte, schien durch den großen Zinsschritt der Fed beseitigt.

    http://www.manager-magazin.de/geld/marktberichte/0,2828,512565,00.html

    US-Banken planen 100-Milliarden-Fonds zum Schutz der Finanzmärkte

    Superfonds als Rettungsanker

    Die Citibank und andere US-Großbanken planen einen 100-Milliarden-Dollar-Fonds, um sich vor maroden Hypothekenkrediten und weiteren Schrottanlagen zu schützen. Dies berichten amerikanische Zeitungen. Damit reagieren sie auf die Gefahren der globalen Kreditkrise, der in Deutschland unter anderem die Landesbank Sachsen zum Opfer gefallen ist.

    http://www.lr-online.de/wirtschaft/LR-Wirtschaft;art1067,1811626

  32. Ich kann der Generalkritik am Staat jetzt nicht wirklich was abgewinnen, aber sehr wohl einer konkreten Kritik an den Regierungen der letzten 20 Jahre welche durch die Bank eine miserable Wirtschaftspolitik betrieben haben. (Merkel kann man zu gute halten dass sie beim nichtsmachen, wenigstens nichts falsch gemacht hat)

    Eigentlich überrascht mich jetzt der Zweckpessimismus des obigen Artikels schon sehr stark. So einfach ist dann Wirtschaft doch nicht, und es ist keineswegs ausgemacht dass es uns am Ende immer schlechter gehen wird.

    Ganz furchtbar find ich die Angst vor China und Indien. Jetzt fressen uns die Chinesen auch noch den Weizen und die Rinder weg. Was ein Blödsinn. Wir hatten vor etwa 120 Jahren dieselbe Situation schon einmal, damals mit dem Aufstieg der USA zur Wirtschaftsmacht. Ergebnis des ganzen? Beiden gings am Ende besser. Es ist erstaunlich das die größten Vertreter von Freiheit und Liberalität DANN das große Muffensausen bekommen, wenns darum geht anderen diese Freiheit auch zu gewähren. Siehe dazu die momentane Angst-Debatte in den USA gegenüber China.

  33. # 25 Koltschak,

    verehrter, Ihnen scheint ein Schreibfehler unterlaufen zu sein,

    statt
    „Mit dem Untergang des Kapitalismus sind alle Fesseln gefallen!“

    soll es doch wohl „Kommunismus“ heissen

  34. #9 Tempelritter (20. Okt 2007 20:41) Wir hatten mal eine funktionierende Soziale Marktwirtschaft die lange dafür gesorgt hat, dass es den Menschen immer einigermaßen gut ging,

    Das war vor der Globalisierung.

    keine neuen Monopolisten entstehen und die realen Monopole im Sinne der Meschen gesteuert wurden (Post/Bahn.

    Schau mal wie die Telefonpreise gepurzelt sind seit dem die TKom kein Monopolist mehr ist.
    Nenn mir mal ein par aktuelle nicht staatliche Monopole in Deutschland.

    Dann kam Schröder…

    den ich auch verachte abe rtrotzdem wirtschaftliches einiges gutes getan hat.

    Heute gibt es immer weniger Markt immer mehr monopolisten und der Staat freut sich, weil hohe Preise auch hohe steuern bedeuten..

    Beispiele bitte.

    Der Kunde kann sich nicht mal wehren, weil die Steuern auf die Dinge erhoben werden, die er unbedingt zum Leben braucht.

    Also ich weiss von keiner Erdoberflächennutzungssteuer, Atemaufschlagluftverteuer,Zahntarif für Essenkauen, Biosteuer aufs Verdauen.

    Der Infaltionswarenkorb stimmt sowieso nicht, weil dabei davon ausgegangen wird, dass der Gute michel sich im Jahr 3 Neuwagen, fünf Stereoanlagen und 7 Computer kauft

    Quelle?

    … dem Bürger eigentlich kaum Platz für Konsum lassen, den wir eigentlich bräuchten.

    Klar – grossteil der Konsumprodukte sind made in China – soll man die Faschisten in Pekin etwa unterstuetzen?

    Was nützt denn dem Bürger ein Aufschwung in der Industrie und Wirtschaft,

    Evtl groessere Jobsicherheit – und Fachkraefte werden gesucht 😉

    wenn die Reallöhne weiter sinken

    Globaler Lohnwettbewerb halt

    und Gewinne nie den Arbeitnehmer erreichen und der Arbeitgeben sein Kapital bei sich behält bzw im Ausland investiert.

    Wenn Arbeitnehmer Aktien kaufen dann sehen seh die auch was vom Gewinn – GEWINN KRIEGT NUR DER DER EIN WIRTSCHAFTLICHES RISIKO TRÄGT – und das traegt nicht der Arbeitnehmer sondern der Eigentümer.

    Denn wo sonst tätigt denn Michel seinen Konsum, als im Einzelhandel, hier trägt er das Geld hin

    Naja Einzelhandel hat auch die Globalisierung verpennt – bestes Beispiel ist Amazon…

  35. #32 kosmos (20. Okt 2007 22:39) Es liegt auch an den Bush Kriegen, an Wallstreet Gier, an Globalisierung, hohen Energiepreisen, dass dies alles zusammenkommt.

    Wirtschaftskrisen gabs seit jeher – und Golfkrieg verantwortlich zu machen fuer den Energiehunger weltweit ist ein Witz….

    Von der Globalisierung profitieren immer weniger,

    Unfug – schau nach China oder Indien – Millionen profiteieren von der Globalisierung da – im Westen jedoch nur die hoch udn hoechstqualifizierten.

    einige Milliardaere wie die Walmart-Familie verdienen sich noch mehr Milliarden zu den bereits vorhandenen,

    Wer innovative Ideen hat verdient Geld damit – und Walmarkt ist mit seinem Supply Chain Management weltweit Spitze.

    mit ihren Chinaimporten,
    Die Leute die ihren Ramsch kaufen, uebersehen, dass sie sich damit selbst am meissten, langfristig schaden.

    Stimmt – einer der Gruende warum ich vermeide as zuk kaufen was ausserhalb des westlichen kulturkreises hergestellt wurde.

    Die Hedgefundkultur, die Bankspekulationen tun noch ein uebriges, alles wirkt sich im Bank und Finanzwesen aus, der Durchschnittsbuerger muss fuer die Excesse einiger wahnsinniger letztendlich bezahlen.

    Das ist Polemik und nichts weiter -bitte fuehr doch aus inwiefern der Durchschnittsbuerger den durch hedgefunds geschaedigt wird – ich sage er profitiert davon….

  36. #36 encore (21. Okt 2007 00:27) Ich kann der Generalkritik am Staat jetzt nicht wirklich was abgewinnen, aber sehr wohl einer konkreten Kritik an den Regierungen der letzten 20 Jahre welche durch die Bank eine miserable Wirtschaftspolitik betrieben haben. (Merkel kann man zu gute halten dass sie beim nichtsmachen, wenigstens nichts falsch gemacht hat)

    Vorallem uebersehen auch viele das der Staatsanteil am Wirtschaftsgeschehen 50% betraegt – die BRD ist nichtmal eine wirkliche Marktwirtschaft – udn da maulen manche rum.

    Eigentlich überrascht mich jetzt der Zweckpessimismus des obigen Artikels schon sehr stark. So einfach ist dann Wirtschaft doch nicht, und es ist keineswegs ausgemacht dass es uns am Ende immer schlechter gehen wird.

    Das nicht – aber ich bin der Meinung das Indiens Vergangenheit Deutschlands Zukunft sein kann.
    Und der größte Fehler des Westens war es andere schlau gemacht zu haben…..

    Ganz furchtbar find ich die Angst vor China und Indien. Jetzt fressen uns die Chinesen auch noch den Weizen und die Rinder weg. Was ein Blödsinn. Wir hatten vor etwa 120 Jahren dieselbe Situation schon einmal, damals mit dem Aufstieg der USA zur Wirtschaftsmacht. Ergebnis des ganzen? Beiden gings am Ende besser. Es ist erstaunlich das die größten Vertreter von Freiheit und Liberalität DANN das große Muffensausen bekommen, wenns darum geht anderen diese Freiheit auch zu gewähren. Siehe dazu die momentane Angst-Debatte in den USA gegenüber China.

    China kann man nicht mit den USA vergleichen – USA ist eine Demokratie – in China herrscht der Faschismus. Das der Rohstoffhunger der Chinesen zu steigenden Preisen führt kann niemand leugnen – genausowenig das die Chinesen ihren eigenen Markt abschotten – aber fsat frei in den Exportmärkten agieren, einen Scheiss geben auf Patentrechte, und ein riesiges Reservoir an billig Arbeitskraeften haben

  37. Ich würde sagen jeder kleine ‚Sklave‘ der,der ‚gering verdienenden Arbeiterkaste’angehört merkt seit gut 15-20j das die Reallöhne stagnieren oder sogar sinken und immer weniger bis garnichts am Ende des Monats vom Gehalt übrig bleibt. Soviel dann auch zum Thema ‚Eigene Vorsorge‘ fürs Alter. Wovon ?!?!
    Das unsere „Elite“ alles schönredet ist doch klar. Da sie fernab jeglicher Reälitäten lebt, und von der seit Jahrzehnten herrschenden Situation profitiert geht denen das geschmeidig am Arsch vorbei.

    Hier noch ein Interssanter Link zum Thema Zensur in Deutschland. Ein wenig OT aber wie gesagtInteressant.
    Landgericht zwingt Arcor zur Porno-Zensur

    Dort ging es ’nur‘ um Porno-Seiten, doch wo wird es irgendwann mal Enden ?

  38. @merowig:
    Ja, stimmt, in dem Punkt kann man China und die USA sicher nicht vergleichen (darauf zielte meine Äußerung auch nicht ab), aber in der Angst-Debatte geht es ja mitnichten um die Staatsform, sondern um eine Angst vor dem neuen Markt-Player China. Und wenn man dann noch das (demokratische) Indien dazunimmt wirds eben meist unlogisch.

    Vorallem uebersehen auch viele das der Staatsanteil am Wirtschaftsgeschehen 50% betraegt – die BRD ist nichtmal eine wirkliche Marktwirtschaft – udn da maulen manche rum.

    Weißnich, der Staatsanteil im liberalen Wunderland Great Britain ist ~2-3% niedriger.

  39. #35 Koltschak (20. Okt 2007 22:59) Die ursache ist doch ganz einfach:

    Bis zur Öffnung des Eisernen Vorhangs musste der Kapitalismus im Wettkampf der Systeme dafür sorgen, dass der Kapitalismus bombig dasteht!

    Da konnte noch jeder von seiner Arbeit leben.

    Mit dem Untergang des Kapitalismus sind alle Fesseln gefallen!

    So ein Unfug….

    Nur die Gewinne und die Gehälter der Manager steigen ins Unermessliche!

    Vergiss nicht das Manager auch mit einem Bein automatisch im Knast stehen – und bei entsprechender Leistung/Qualifikation verdient man auch halt – ganz einfahc .
    Dsa ist aber typisch Deutschland – Neidkultur anstatt selber anzupacken.

    Soziale Marktwirtschaft ist vorbei!

    Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld.

    Was Gas- und Strompreise betrifft, ist dies das beste Beispiel.

    Die Konzerne bereichern sich auf Kosten der Kunden.

    Jeder Konzern bereichert sich auf Kosten des Kunden…. das ist eins der Prinzipien der Marktwirtschaft.

    Dass das Gut Energie knapp wird, ist unbestritten, aber, wieso ist dann der Strom, auch unter Berücksichtigung von Staatssteuern, in den meisten Ländern Europas um ein Vielfaches billiger?

    Vielleicht weil Deutschland dabei ist seine AKWs abzuschalten und die Stromkonzerne evtl nn Steuern zahlen muessen auf Ihre Rücklagen, wie auch das Leitungssystem i Deustchland modernisiert werden muss ???

    Und die hohen Lohnnebenkosten wären ganz einfach zu kippen….

    Jo – Freiwilligkeit bei den Sozialversicherungen.

    Dänemark hat Lohnnebenkosten von 4%…

    Ich weiss von 12%…

    Der ganze Rest wird, wie in ganz Skandinavien über die Steuern finanziert, sowohl Rente als auch Krankenversicherung…

    25% Mehrwertsteuer….

    Und es klappt!

    Nicht ganz – Schweden hat seinen sozialstaat gegen die Wandgefahren – udn Norwegen hat noch etwas Öl 😉

    In Deutschland müssen immer weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte immer mehr Abgaben zahlen!

    Wenn ich sowas lese fühl ich mich sehr Wohl – den ich leb nicht mehr in Deutschland.

    Die Einheit nur auf Kosten der Sozialversicherungspflichtigen bezahlen zu lassen, war die größte Dummheit der Regierung Kohl!

    Nein das war der Umtsch Ostmark – DM 1:1 Anstatt 7:1 ….

    Nebenbeis: Die Pensionen an die Beamten sind eine der größten Unverschämtheiten!

    Die zahlen nix, bekommen einen vielfach höheren Lohn als vergleichbar angestellte angestellte und jammern und jammern und jammern!

    Die Pensionen werden dann wieder von allen Steuerzahlern bezahlt!

    Beamte leisten nix dazu, außer Mwst….

    Normalsterbliche Beschäftigte werden demhingegen viel viel höher belastet!

    Unfug – ich überleg siet längerem in den Beamtendienst zu wechseln – nur das was da verdient wird schreckt mich noch ab zum Teil – Einstiegsgehalt Gehobener Dienst – um die 860 €….
    Und Beamte Zahlen auch Lohnsteuer….
    Also wenn man Position eine sBeamten vergleicht mit Wirtschaftstaetigkeit – dann verdient man draussen deutlich mehr!!!

    Die Idee der “Sozialen Marktwirtschaft” war und ist gut.

    Aber ein Auslaufmodell!

    Jo

    Was zählt ist Geld, Geld, Geld, Geld und nochmals Geld.

    Und diese Geldgier wird dieses System besiegen!

    Tod des Kapitalismus wurde schon so oft vorhergesagt….

    Als ich noch jünger war, lang lang ist’s her, war Gewinn natürlich auch wichtig, aber Shareholdervalue und dafür alle Stromkunden auszuplündern, das kam niemandem in den Sinn!

    Füher waren glaub die Stromkonzerne auch noch verstaatlicht udn Staatsbetriebe verursachen in der Regel hoehere Preise (ausser die werden vom Staat subventioniert) als Privatbetriebe die im Wettbewerb stehen.

  40. @#37 kosmos

    Natürlich!

    Welch ein Glück auch, aber die Welt war sicherer als sie noch aus zwei Blöcken bestand!

    Da haben die Kommunisten drauf geguckt, dass ihre Moslems sich noch einigermaßen vernünftig benehmen!

    Denn selbst denken können die Musel-Deppen nicht!

    …soll es doch wohl “mit dem Untergang des Kommunismus” heissen.

    Ja, das kommt davon, wenn man nebenbei noch den Felix Sturm boxen sieht…..

  41. @#44 Merowig

    Ach so, Sie arbeiten bei einem Energieunternehmen!

    Na dann!

    Die Deutschen Strompreise sind mit die höchsten auf der Welt!

    Und das ist mitnichten das Ergebnis einer Verknappung!

    Dafür stehen wir bei Gas und Wasser auch auf Platz zwei und drei!!

    Macht doch Spaß hier zu leben, und kein Geld mehr zu haben!

    Dass die Energieunternehmen ein Monopol bilden merkt auch der blödeste Trottel, nur die Politik jammer seit mindestens fünf Jahren darüber…..

    Und tut wie immer nix!

    Jaja, und der Wirtschaftsminister Müller hat damals entgegen aller Ratschläge eine Ministererlaubnis gegeben – um dann einen Vorstandposten abzugreifen!

    Die Vorstände der Energieunternehmen sind einfach nur Kriegsgewinnler, mit intelligentem Management hat das nichts zu tun!

    Aber vielleicht fällt ja irgendwann das Monopol!

  42. #42 encore (21. Okt 2007 01:03) @merowig:
    Ja, stimmt, in dem Punkt kann man China und die USA sicher nicht vergleichen (darauf zielte meine Äußerung auch nicht ab), aber in der Angst-Debatte geht es ja mitnichten um die Staatsform, sondern um eine Angst vor dem neuen Markt-Player China. Und wenn man dann noch das (demokratische) Indien dazunimmt wirds eben meist unlogisch.

    Abe rwie schon gesagt die Marktplayer China, Japan spielen auch nicht grade „fair“.
    Mir ist bewusst das auch die USA udn EU Märkte zum Teil abschotten – aber nicht vergleichbar mit Japan oder China (Indien kann ich nicht ganz beurteilen).

    Weißnich, der Staatsanteil im liberalen Wunderland Great Britain ist ~2-3% niedriger.

    Hab eine Zeitlang in England gelebt und bin der Meinung das wenn man von aussen betrachtet England zwar liberal erscheint – dies aber wohl auf eher Thatcher und Blair zurueckzufuehren sind und wohl teilweise mehr Image ist als Fakt.
    Bestes Beispiel ist die staatliche Gesundheitsfürsorge drüben – wie auch starke Subventionierung der Lehre.

  43. Die Steuerlast für den Bürger ist schon enorm. Wir zahlen Lohnsteuer, Kirchensteuer, Mehrwertsteuer, Sektsteuer, Biersteuer, Tabaksteuer, Ökosteuer, Mineralölsteuer, Kfz-Steuer, Kapitalertragssteuer, die Unternehmen dann noch Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer, Grundsteuer. Aber damit ja nicht genug. Denn es reicht noch nicht. Ich hab mit Sicherheit noch viele viele Steuern vergessen, aber das sind die geläufigsten.

    Nun erwägt die Bundesregierung, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung zwar zu senken, den Beitrag zur Pflegeversicherung zu erhöhen. Auf der einen Seite wird einem was erlassen, was auf der anderen Seite dann gleich wieder eingenommen wird.

    Um aber mal den Preisen selbst zu bleiben:

    Kostete im Juni dieses Jahres ein Liter Milch (1,5 %) noch 0,49 €, so kostet er heute mittlerweile schon 0,66 €. Das ist eine Preissteigerung von 35 %! Viele Unternehmen haben ja letztes Jahr damit geworben, die Preise trotz der Mehrwertsteuererhöhung nicht anzuheben. Allerdings war diese „Selbstverpflichtung“ nur bis Juli befristet. Danach gingen die Preise schon hoch. Und jetzt noch mal. Dem kleinen Bürger wird immer mehr und mehr die Kohle aus der Tasche gezogen und leider ist man da völlig machtlos. Das ist genau das,was mich so richtig nervt. Die Preise in den Supermärkten muß man ja bezahlen, denn Lebensmittel braucht ein Mensch nun mal. Auf irgendwelche neue Technik oder auch auf Luxus kann man verzichten, nicht aber auf Lebensmittel.

  44. #47 Koltschak (21. Okt 2007 01:15) @#44 Merowig

    Ach so, Sie arbeiten bei einem Energieunternehmen!

    Ne Softwareunternehmen.

    Die Deutschen Strompreise sind mit die höchsten auf der Welt!

    Nicht bestritten – aber AKWs Abschaltung, steigende Energiepreise udn entsprechende Besteuerung spielen da mit von der Partie.

    Und das ist mitnichten das Ergebnis einer Verknappung!

    Zum teil schon….
    Heut auf Bloomberg nen Analysten von der Barclays Bank gesehen der es für möglich haelt das bald 100 Barrel fürs Öl kommen….

    Dafür stehen wir bei Gas und Wasser auch auf Platz zwei und drei!!

    Wasserwerke sind meiens wisens noch in staatlicher Hand.

    Dass die Energieunternehmen ein Monopol bilden merkt auch der blödeste Trottel, nur die Politik jammer seit mindestens fünf Jahren darüber…..

    Oligopol – aber kein Monopol!!!!
    Der Unterschied Oligopol – Monopol sollte selbst der bloedeste Trottel sich merken können 😉

    Aber vielleicht fällt ja irgendwann das Monopol!

    Da es kein Monopolunternehmen gibt auf dem deutschen Strommarkt kann da auch nichts fallen – das einzige Monopol das bald wegfällt ist das Briefmonopol der Deutschen Post.

  45. @Merowinger

    Hier das Beispiel, dass Beamte total überbezahlt werden und dafür noch als Belohnung eine Pension bekommen, die ca. doppelt so hoch ist wie die
    Rente!!

    http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,druck-506255,00.html

    Als Angestellter bekommt der Lehrer also 1.700,00 netto….

    Als Beamter weit über 2.000,00 netto…..

    Wobei das nicht nur in NRW so ist…..

    Sondern in allen Bundesländern……..

    Dieses uralte Märchen, die Beamten bekämen eine dermaßen überhöhte Pension, weil sie netto weniger verdienen, galt vielleicht mal Anfang der Sechziger…..

    Und die Pensionen darf ich dann mit meiner Steuer zahlen!!

    Ich bin begeistert!!

  46. Dann such mal das Wort Oligopol in der öffentlichen Diskussion!

    Es sind quasi monopolartige Zustände auf dem Energiemarkt, die Vier Großen haben sich Deutschland schön fein aufgeteilt!

    Oligopol – aber kein Monopol!!!!
    Der Unterschied Oligopol – Monopol sollte selbst der bloedeste Trottel sich merken können 😉

    Aber vielleicht fällt ja irgendwann das Monopol!

    Da es kein Monopolunternehmen gibt auf dem deutschen Strommarkt kann da auch nichts fallen – das einzige Monopol das bald wegfällt ist das Briefmonopol der Deutschen Post.

    Der Unterschied Oligopol – Monopol sollte selbst der bloedeste Trottel sich merken können 😉

    Würde vorschlagen den Satz folgendermaßen zu verbessern:

    DEN Unterschied Oligopol – Monopol sollte selbst der blödeste Trottel….

    (Bzw. Die Fälle in der Deutschen Sprache sollte selbst….) Lassen wirs sein!

    Wenn Du meinst, dass die Preise für Energie in Deutschland angemessen sind, meinetwegen…..

  47. Zu den Beamtenbesoldungen.

    Zuerst Anfangsgehalt:
    http://www.lbv.bwl.de/fachlichethemen/beamte/anwaerter/anwaerterbezuege

    Höherer Dienst (und da gibt es die wenigsten Stellen) – wo ein abgeschlossenes Studium verlangt wird als Einstellungsvoraussetzung:
    1052,06 €

    Sowas ist ein Witz….

    Gehobener Dienst wo die meisten Anfangen nachm Abitur/ oder Studium hat um die 860 €.

    Das mit den Lehreren weiss ich – udn wie du auch siehst die verdienen nicht allzu tolle….

    Beamtenbesoldung allgemein:
    http://www.lbv.bwl.de/service/gehaltstabellen/beamte/besoldungstabelleab082004.pdf
    A1 – A4 – vergleichbar mit jemanden der Hauptschulabschluss hat.

    A5-A8 – vergleich mit jemand der Realschule udn ne Lehre hat.

    A9-A11/12 – vergleichbar mit jemand der Abitur hat und an ner FH studiert.

    A-13 bis zum Schluss – jemand der ein abgeschlossenes Hochschulstudium hat.

    Und bin immernoch der Meinung das es eine Frechheit ist zum Teil wie wenig man da verdient…
    Also wenn man die geforderten Qualfikationen sich anschaut mit dem verdienst – dann kann man vorallem ab gehobener Dienst eine gewaltige Diskrepranz sehen!!!!!

  48. @merowig:

    Hab eine Zeitlang in England gelebt und bin der Meinung das wenn man von aussen betrachtet England zwar liberal erscheint – dies aber wohl auf eher Thatcher und Blair zurueckzufuehren sind und wohl teilweise mehr Image ist als Fakt.
    Bestes Beispiel ist die staatliche Gesundheitsfürsorge drüben – wie auch starke Subventionierung der Lehre.

    Ja, das glaube ich gerne, es wird uns nur in Deutschland eben genau anders verkauft, mit dem Hinweis: Deswegen gehts denen da drüben so gut und uns nicht.

    Ich hab ein paar Jahre in den Staaten gelebt und die dortige Wirtschaftspolitik verfolgt, verglichen mit uns, sehr „grabenfrei“ verläuft. Da folgt auf eine Totalprivatisierung des Straßennetzes (wovon nichtmal Herr Westerwelle träumt) auch mal ein Markteingriff (wie im Immobiliensektor) den nichtmal Herr Lafontaine wagen würde. Wenn man von den Staaten was lernen sollte, dann am ehesten wie man zur richtigen Zeit das notwendige macht, und nicht so sehr darauf schaut, ist dann nun „links“ oder „liberal“.

    Für mich hat sich daraus noch am ehesten die Konsequenz ergeben, dass man Ökonomen und Politikern, welche immer dasselbe Mittel predigen (Liberalisierung/Verstaatlichung) nicht zuhören sollte.

  49. #52 Koltschak (21. Okt 2007 01:35) Dann such mal das Wort Oligopol in der öffentlichen Diskussion!

    Gesagt – getan
    http://www.google.de/search?hl=de&q=oligopol+strommarkt&meta=

    Ergebnisse 1 – 10 von ungefähr 38.000 für oligopol strommarkt

    Es sind quasi monopolartige Zustände auf dem Energiemarkt, die Vier Großen haben sich Deutschland schön fein aufgeteilt!

    Ich geb dir heute ein zweites neues Wort zum Nachschlagen: Kartell / Kartellbildung – viel Spass beim recherchieren!

  50. @#47 Koltschak

    Traum jedes Ossis ist es, beim heimischen Stromversorger beschäftigt zu werden. Die zahlen vielleicht Angestelltengehälter. Meine Fresse!

    Können sie sich auch leisten, denn Wettbewerb auf dem Strommarkt gibt es nicht.

  51. Naja, man kann den Rentnern natürlich politisch keine Kürzung schmackhaft machen, da ist natürlich eine Nullrunde besser. Gleichwohl bedeutet das selbstverständlich eine Kürzung um den Inflationsbetrag pro Jahr.

    Das wiederum ist begrüßenswert, macht die Sozialkassen wetterfest und ist kein Grund zur Aufregung. Die angebliche „Konkurrenz“ der Asiaten übrigens auch nicht- sie ist nur die Aufforderung, dass wir in Deutschland die Reformen endlich durchziehen (der Anfang ist gemacht). Letztlich droht aber keine Gefahr- Konkurrenz belebt das Geschäft (siehe Japan)- da gibt es ein interessantes Sonderheft der Wirtschaftwoche über China, welches ich nur empfehlen kann (leider nur als Print-Version).

    Und, Turmfalke, wie immer ein klasse Artikel. Deine Artikel sind der Grund, weshalb ich hier einmal die Woche vorbeisurfe 🙂

    Gruß aus NYC,
    Marc

  52. @merowig:

    Eine globalisierte Wirtschaft gab es bereits vor 150 Jahren.
    In den letzten 20 Jahren sind nur 3 Milliarden Menschen aus den kommunistischen Block gekommen die Güter produzieren und verbrauchen.
    Hauptschuld an der heutigen Krise ist der aufgeblähte Kapital und Immobilienmarkt, sowie die Verschuldungsfalle in der sich die USA befinden, in den das Außenhandelsdefizit zwischen USA und China/Japan die Hauptrolle spielt, wobei dort nicht nur Waren fließen, sondern auch Geld.

    Siehe mein Beitag 36.

    Was ist bitte an Staatsbetrieben so verkehrt wenn es dabei um lebenswichtige Strukturen wie Verkehr (Autobahnen, Straßen, Schienenetz), Energie und Wasserversorgung oder Waren/Postverkehr/ geht.
    RWE hat im letzten Jahr alleine, 3 warens 3 Milliarden Euro Gewinn gemacht, und hat dieses Geld zum Einkauf in ein spanisches Energieunternehmen verschleudert.

    Die Post hat in den letzten Jahren zehntausende Leute entlassen, Filialen geschlossen, Briefkästen abgebaut um ihre Dividende erhöhen zu können. Früher kam die Post am frühen Morgen, heute kann man froh sein, das sie am Nachmittag da ist.
    Die Postleute müssen mehr arbeiten, und bekommen bereinigt weniger Geld.

    Die Einführung der DMark 1990 war ein Fehler.
    Man hätte eine Sonderwirtschaftszone ohne bürokratische Hemnisse oder Gesetze machen müssen. Die Privatisierung hätte langsamer vonstatten gehen, bestehende Handelsverträge hätten weitergeführt werden,und Staatsschulden der DDR mit Waren abgezahlt werden müssen.
    Die DMark hätte man statt 1:4 (Vermögen über 10 000 Ostmark) oder 1:2 (für Vermögen unter 10 000), nach 5 Jahren 1:1 umsetzen müssen, vorher hätte der Umtauschkurs 1:10 liegen müssen.

    China hat mit Sonderwirtschaftszoen phänomänale Erfolge (Shanghai) erzielen können.

  53. Der Umtauschkurs 1:10 hätte in den 5 Jahren weiterbestehen müssen.

    China hat mit Sonderwirtschaftszoen phänomänale Erfolge (Shanghai- Küstenstädte) erzielen können.

    Wann ist bitte zum letzten Mal ein Wirtschaftsboß wegen Untreue und kriminellen Handlungen eingesperrt worden? (Siehe Mannesman Fall)

  54. Hauptschuld an der heutigen Krise ist der aufgeblähte Kapital und Immobilienmarkt, sowie die Verschuldungsfalle in der sich die USA befinden, in den das Außenhandelsdefizit zwischen USA und China/Japan die Hauptrolle spielt, wobei dort nicht nur Waren fließen, sondern auch Geld.

    Immobilienmarkt ist neben den USA vorallem auch in England udn mittlerweiel auch hier in Irland aufgeblaeht.
    Dem Reste stimme ich zu.

    Siehe mein Beitag 36.

    Du bist encore???

    Zu den Staatsbetrieben betreffend – D’accord – zumindest fuer ein paar Sektoren – zum teil laesst sich auch aber darueber Streiten – zweifle das ein Staatsbetrieb je so flexibel und effizient haette werden können wie UPS. oder das die Telekom ihre Internet udn Telefongebühren haette so drastisch senken können ohne Konkurrenz.
    Einfuehrung der DMark war ein politisches Muss – nur wie beschrieben 1:1 umzutauschen war vollkommen idiotisch bzw Populismus auf Kosten der Wirtschaft…
    Staatsschulden der DDR mit Waren abbezahlen? Das waere wohl ein Fiasko gewesen – auch imagemaessig – udn auch rechtlich wie auch praktikabel kaum durchfuehrbar. Angenommen rein fiktiv natuerlich DDR hätte Schulden gehabt an der Schweiz – 5 Mrd. Schweizer Franken – nun erbt die BRD dies – und will die Schulden mit Trabbis bezahlen…
    Das waere peinlich gewesen wie auch niemand sich drauf eingelassen haette …
    vorallem wenn die Gläubigerländer auch selbst zwangslaeufig keinen Bedarf fuer diese Waren haetten.
    Was hin und wieder noch passiert – dass man mit Rohstoffen bezahlt – Saudi Arabien zum Beispiel hat einen Waffendeal mit GB teilweise mit Öl bezahlt. Aber Öl ist fast ein homogenes Gut, es gibt einen Weltmarkt dafür – und so gut wie jedes Land braucht dies.
    Wenn man mit Waren bezahlen will hat man das Problem einer fehlenden Nachfrage zum Beispiel.

  55. Die FED hat die geldmarktpolitischen Schleusen geöffnet. In den USA erwarten Ökonomen im nächsten Jahr zweistellige Inflationsraten.

    Man kann die Geldpolitik der FED der letzten Jahre schon als Geisterbahnfahrt ohne richtiges Ziel bezeichnen.

    Die Asienkrise im Jahr 1997/98 und die Aktienkrise 2000/01 hatten ihren Ursachen, weil Fonds innerhalb kurzer Zeit gewaltige Geldmengen aus Staaten abgezogen hatten, sowie Bilanfälschungen bei Firmen die Regel waren.

    Der Irrsinn der ungesteuerten/nicht regulierten Marktwirtschaft

    – Bilanzfälschung und Börsenkrise –

    Die Bilanzfälschungen der US-Konzerne WorldCom und Enron schockieren die ganze Welt. Schuld sind nicht nur gierige Manager – die Markwirtschaft hat als Ganzes versagt.

    Es war der größte Wirtschaftsbetrug der Geschichte. Der weltweit größte Anbieter von Breitbandverbindungen fürs Internet WorldCom, gab zu, eine Lücke von 4 Milliarden Euro in seinen Büchern zu haben. Die Firma hatte ihre Bilanzen gefälscht, um profitabler zu erscheinen als sie ist. Diese Entdeckung ließ die Aktienbörsen auf der ganzen Welt einbrechen.

    Die WorldCom-Aktie fiel von 60 auf unter 2 US-Dollar. Als nächstes gestand der riesige Fotokopier- und Druckmaschinenhersteller Xerox, seine Gewinne um 2 Milliarden Euro zu hoch angegeben zu haben. Diese Unternehmen sind nicht die einzigen, die ihre Bilanzen geschönt haben.

    http://www.linksruck.de/artikel_614.html

  56. @terroshi:

    Nachher ist man immer schlauer. Aber in dem Fall hat wohl Lafontaine mit seiner Sonderwirtschaftszone damals recht gehabt. (Würg!)

  57. Also der Unterschied zwischen Oligopol und Monopol ist für den Preis sehr gering.

    Wenn im vollkommenem Wettbewerb P=MC gilt, liegt der Preis so niedrig dass sich Produktion gerade noch lohnt (eigentlich nicht, hebt sich ja auf bzw. P=MC=AC wird aber angenommen).

    Im Monopol liegt der Preis deutlicher höher, jenachdem wie die Preiselastizität der Nachfrage für das Unternehmen ist. Die ist bei Strom bekanntlich gering, lässt sich ja schwer drauf verzichten.
    P = MC/[1+1/(-Ed)] ==> also, je geringer die Elastizität (-Ed) ist, desto größer wird der Preisaufschlag sein. Ist die Nachfrage aber sehr elastisch, so hat ein Monopolist wenige Vorteile und der Preis unterscheidet sich geringfügig vom Wettbewerbspreis.

    Beim Oligopol, was eigentlich einem Kartell entpsricht, liegt der Preis nur geringfügig unter dem Monopolpreis. Niemand wird den anderen Preislich unterbieten wollen, wenn er denken kann. Er wird zwar kurzfristig die gesamte NF auf sich vereinigen können. Bringt ihm aber nichts, da er am Ende in einem Preiskampf mehr verlieren wird als der kurzfristige Gewinn ihm einbringt. D.h. im Oligopol herrscht stillschweigende Meinungsgleicheit bei der Preisbildung. Man brauch keine Absprachen. Jeder verhält sich so dass sein Gewinn max. wird. Dadurch schadet niemand dem anderen. Der Preis kann aber nach oben gehen. Wenn die anderen mitziehen, was sie ja auch immer tuen. Dadurch verliert zwar der , der den ersten Schritt zur Erhöhung wagt kurzfristig, aber die anderen ziehen ja mit und so stehe alle besser da.
    Nash-Gleichgewicht. Jedes Unternehmen bezieht also bei allen Entscheidungen seine Konkurrenten mit ein und nimmt an, dass diese ebenso handeln.

    Schädlich ist vor allem STEUERN!
    Erhöht nicht nur den Preis, senkt auch die Produktionsmenge und dadurch den Wohlstand.

    Angebotskurve verschiebt sich. Die Produzentenrente bzw. Konsumentenrente verringern sich.

    DeadWeight-Verlust.

    Vor allem niedrigere Steuern braucht das Land.

    Wir werden aufjedenfall von Indien und China profitieren.
    Man sollte die Subventionen abschaffen. Der Verbraucher wird dort doppelt abkassiert.

  58. #61 terroshi (21. Okt 2007 02:13)
    Wann ist bitte zum letzten Mal ein Wirtschaftsboß wegen Untreue und kriminellen Handlungen eingesperrt worden? (Siehe Mannesman Fall)

    Also der Flowtex Chef kam jetzt nach 7,5 Jahren Gefängnis aus ddem gefängnis anfang Oktober raus – und Peter Hartz durfte nur dank eines Geständnisses nicht in den Knast soweit ich mich erinnere….

  59. ihhh neoklassische Theorie

    Die vier Stromanbieter haben jeweils ein absolutes Monopol auf ihrem Gebiet und machen sich untereinandder keine Konkurrenz, deshalb sind sie kein Oligopol. Die räumliche Trennung erfolgt aufgrund des Eigentums an den Netzen, nur Enteignung oder niedrige Durchleitungsgebühren können hier helfen.

  60. @JFK – bei Oligopolen kann man aber auch das Phaenomen des „ruinösen Wettbewerbs “ hin und wieder beobachten – aber sonst hast du recht – Preisabsprachen sind bei oligopolen nicht immer unnötig.

    @Terroshi Bilanzfälschung ist Betrug udn nachts mit Versagen der Marktwirtschaft zu tun (die versagt bei public goods)

  61. Bereits jetzt haben wir inflationsbereinigt nur noch die Kaufkraft von 1986

    . Und die wird garantiert nicht besser…!

    #3 Lotar
    Steuern müssen gezahlt werden, das ist nunmal so. Vorallem wenn man erwartet dass einem der Staat alles zahlt. Viel mehr ärgert mich aber wie das Geld rausgeschmissen wird…

    Aha, steuern müssen gezahlt werden!? Und wenn der Satz dann 90% beträgt müssen sie immer noch bezahlt werden? Ich habe persönlich, ausser Belastungen, so gut wie nichts von diesem Staat! WAS soll ich hier erwarten? Auswanderung? Abgaben und Lasten für zugewanderte Präkarianer, die hier über Generationen substituiert werden? Frattini kann nicht ganz bei Trost sein, wenn er auch ungebildete Zuwanderung aus Ländern wie Mali verlangt, in denen 83% Analphabetismus vorherrschen und 90% Muslime leben, die uns (wie?) sollen. Was soll das hier werden? Ein Sklavenmarkt für Ungebildete? Unsere künftigen Rentenzahler? Das soll doch wohl nur noch ein Witz sein…

    Wenn hier der Wohlstand abnimmt, ist das u. A. ein Ergebnis der sogen. Globalisierung! Konzerne beuten nationale Bevölkerungen zugunsten ihrer Interessen aus, dazu gehören auch Investoren aus Ländern wie Saudi-Arabien. Wir haben mittlerweile einen Globalkapitalismus, der inzwischen sogar den Mittelstand wegruiniert. Wir werden hier regelrecht ausgeplündert! Unsere sogen. soziale Marktwirtschaft wird binnen kürzester Zeit endgültig irrelevant werden, weil es keine nationalen Grenzen mehr geben wird! Wofür wollen dann irgendwelche nationalen Organisationen künftig streiken? Nationale Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen werden zur Bedeutungslosigkeit verkommen! Nur noch Weltkonzerne und ihre willfährigen Steigbügelhalter werden Vorteile aus diesen Gegebenheiten geniessen!

  62. @68 hanlonsrazor:
    Deutschland hat eigentlich vergleichsweise niedrige Steuerraten. Gibt (OECD-weit) nur eine handvoll Länder die uns noch unterbieten.

  63. Du verwechselst die vier Stromerzeuger mit den zahlreichen Stromhändlern. Die Ersteren sind Monopolisten, die letzteren bilden fast ein Polypol, aber diese können auch nur den teuren Strom des jeweilgen Stromerzeugers weiterverkaufen. Du kannst in Dtl keinen Strom kaufen auf dem nicht ein enormer Gewinnanteil liegt, so geht das Monopol. Im echten Polypol sind alle Gewinne bei 0.

  64. #72 encore

    Zufaellig Quelle zur Hand?

    Deutschland hat dafuer eins der kompliziertesten Steuersysteme (aus dem Grudn
    das man „gerecht“ sein will)
    Wäre eh dafuer eine Flattax einzuführen und die Steuerverguenstigungen dafuer abzuschaffen. Einfach für den Bürger wie auch fuer den Staat, in meinen Augen sehr fair, und macht eine Menge Steuerberater und Finanzbeamten überflüssig.
    Leider Gottes ist die CDU davon abgerückt wieder – hoffe aber das das früher oder später wieder zur Diskussion steht.

  65. @73 blogspot – laut WWF kontrollieren 5 Unternehmen 80% der deutschen Stromerzeugung.

    20% wird durch Sonstige folglich produziert + Deutschland importiert auch Strom – vorallem aus Frankreich und Tschechien

  66. @Merowig
    Bin völlig auf Deiner Seite – die Beiträge der „Kapitalismuskritiker“ strotzen nur so von allgemeinem Lafontaine-Geschwafel.

    @encore

    #67 encore (21. Okt 2007 02:29)

    @terroshi:

    Nachher ist man immer schlauer. Aber in dem Fall hat wohl Lafontaine mit seiner Sonderwirtschaftszone damals recht gehabt. (Würg!)

    Nein, er hatte nicht recht. Sonderwirtschaftszone war eben KEINE ALTERNATIVE. Mit offenen Grenzen wäre die Täterä praktisch menschenleer geworden. Insofern war auch Kohl Kanzler der Einheit. Und Lafontaine ein gefährlicher Träumer.

    Eine Menge Menschen sagen ja daß die Polen -dadurch daß sie auf sich allein gestellt sind- eine deutlich gesündere Struktur haben als die Ex-DDR.

    @Alle
    Die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands liegen in a) den kostenintensiven Sozialfällen (inkludiert die ganzen Arschochbeter) b) die kostenintensive und unwirksame (was die Kinderzahl der schaffenden angeht) Kindergeldregelung und c) der totalen Regulierung der wirtschaftlichen Tätigkeit. (welcher Handwerker stellt -auch heute noch- denn noch ohne NOT eine zusätzliche Kraft ein???
    Das zusammen mit einem überbordenden Schwarzmarkt (die NATÜRLICHE Reaktion auf unsere Zustände) ergeben die wirtschafltichen Szenarien wie wir sie haben – und WEHE es kommt eine Rezession (alle 5-7 Jahre normal…)!

  67. Konstatieren wir
    wir haben ca 5-7% reale Inflation.
    Anheizen tut die FED durch HeliBen .
    In Europa ist so gut wie unbekannt das nach wie vor die Südeuropäischen traditionellen Inflationsländer Inflation prodiuzieren die weit über dem der BRD liegt.

    Äusserst faszinierend ist wie leistungsfähig der deutsche Steuerzahler ist , er schultert dudzendefache schwere Lasten , UNO,EU,Reparationen,Gutmenschengieskannen,Steuerverschwendung und den gewaltigen Batzen an Sozialhilfe für Leute die diesen Staat ablhnen und nie was eingezahlt haben.
    Ganz grob gesagt wird alles was die fleissigen Bürger erarbeitet haben und erarbeiten verteilt unter der sich vermehrenden Unterschicht.
    Das ganze wird noch 20-30 Jahre maximal gutgehen dann hat die Inflation das gesparte Vermögen vernichtet und die demographische Schere mit den Pensionslasten ist zu brutal.

    Was tun?
    Keine Papierversicherungen die länger als 10 Jahre laufen.
    Flexibel bleiben , switchen in FRemdwährungen,Kunst,Edelmetall.

    Alternativ einfach mit dem Strom im Kapitalmarkt schwimmen , grosse Indizes,Rohstffebundles etc .

    Ich persönlich kaufe ab und an nen Kilo Physisches Gold , paar Sammlergegenstände und trade DOW und DAX ( bin da allerdings auch einer der besten 100 in D sagt mein Broker)

    Also auf keinen Fall lange Lebensversicherungen und Immos in Grossstädten die verslumen werden.

  68. #6 best
    Na, na,na!
    Sie sagen doch auch nicht einer/einem sie/er sei „pottenhässlich“
    DAS IST TAKTLOS!!!
    Mein Onkel, USAner und Physiker, hat alle aus seinem Department entfernt, weil nix klappte, und durch andere ersetzt, bevorzugt Juden (sic), schon lief der Laden.

  69. # 17 alex222

    ja, ja triple two
    man kann es nicht oft genug sagen, das mit den Moslems. Die sind unser Stein im Schuh.
    Das wusste schon Cato der Ältere, 234-149 v.C,
    der jegliche seiner Reden mit dem Satz schloss:
    Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.
    ( Und im übrigen meine ich, dass Karthago zerstört werden muss)
    Und, wie Napoleon sagte: Mächtiger als Kanonen ist die Wiederholung!

  70. #84 Arno S.

    Das war etwas unglüchklich aneinandergereiht.
    Also Cato wusste natürlich nix von unseren Problemen.

  71. #82 Prinze78

    „bin da allerdings auch einer der besten 100 in D sagt mein Broker“

    …hahahahaha, das war gut. Selbstüberschätzung?

  72. brüte gerade über den Stromkosten, die mich auffressen. Der Steueranteil klettert langsam aber sicher auf 50%. Mit der Mwst zahle ich Steuer auf die Steuer. Höre ich dann das dreiste Geschwafel der Politstrizzis fallen mir 2 Dinge ein: wie beherrsche ich meinen ohnmächtigen Zorn? wieviel Kompensationen hat der Polithohlroller gerade wieder ins Tascherl gesteckt?
    Die Energiegeier mästen Politiker und Parteien, jetzt auch noch die EU-Schranzen mit spürbarem Erfolg. Hören wir endlich auf nur zu blöcken, Taten sind gefordert, der Worte sind genug gewechselt.

  73. @86
    klar geld hat man , man redet blos nicht darüber sagt meine oma immer
    aber gähn das ist doch alles kalter Kaffee
    hätt ich nicht beischreiben sollen richtig , wollte nur verdeutlichen das ich weiss wovon ich rede da ich einer der absoluten Profis bin .
    beschäftige mich schliesslich 10 stunden am Tag mit der Finanzwelt
    ps. von 4000 Transaktionen ca 3800-3900 plus immer so im Schnitt und das seit konstant 6 Jahren

  74. @merowig:

    Mit Waren die Schulden bezahlen und gleichzeitig Betriebe umbauen und modernisieren, meine ich bestimmt keine Trabanten.

    Es wurden sehr viele chemische Ausgangsstoffe, Technik in der DDR für Westeuropa und den Ostblock produziert.

  75. @Prinze78/merowig:

    Bei der Steueraufkommenlast/Abgabenlast stimme ich euch vollkommen zu.
    Diese Lasten gehen hauptsächlich auf die Mittelschicht (Handwerker, Kleinstunternehmer, Bürger), während deutsche Unternehmer von ausländischen Hedge Fonds ausgeplündert und mit Zinslasten des Ankaufes überhäuft werden.

    Deutsche/ausländische Unternehmen können mit Verschuldungskäufen sich ihre Bilanz aufpeppen um keine Steuern bezahlen zu müssen.

    Währenddessen der Bürger ausländische Sozialfälle bezahlen muß, die durch Wirtschaft und Politik in den letzten Jahrzehnten hereingeholt wurden um noch billigere Arbeitskräfte zu bekommen.

  76. #89 terroshi (21. Okt 2007 13:13) @merowig:

    Mit Waren die Schulden bezahlen und gleichzeitig Betriebe umbauen und modernisieren, meine ich bestimmt keine Trabanten.

    Schon fast vermutet – aber auch mit anderen Produkten bleibt mein oben bestehendes Problem beschrieben – kein Bedarf – und Gläubiger muss da nicht mitspielen udn will höchstwahrscheinlich auch nicht.

    Währenddessen der Bürger ausländische Sozialfälle bezahlen muß, die durch Wirtschaft und Politik in den letzten Jahrzehnten hereingeholt wurden um noch billigere Arbeitskräfte zu bekommen.

    Die wurden reingeholt da es einen Arbeitskräftemangel gab – da es diesen Mangel nicht mehr gibt bin ich sehr dafuer das man sich am ursprünglichen Plan haelt – und die tuerkischen Gastarbeiter wieder abschiebt.
    (Portugiesen, Italiener usw haben sich wunderbar integriert und sind auch EU Mitglieder und zumindest für mich gern gesehen)

  77. #63 terroshi (21. Okt 2007 02:08) @merowig:

    Eine globalisierte Wirtschaft gab es bereits vor 150 Jahren.

    Offshoring und Outsourcing war zum Teil damals gar nicht so möglich wie es jetzt der Fall ist!
    Heutzutage kann ein Unternehmen seine Buchhaltung oder das ganze Backoffice nach Indien verlegen – wobei die Serverdaten in den USA verbleiben…
    Das was wir heute Globalisierung nennen ist eine politisch-technisch-wirtschaftliche Revolution.
    Angefangen als die Japaner Waren für die US-Army im Koreakrieg produziert hat – Tempo gewonnen hat nachdem der Eiserne Vorhang gefallen ist und das Internet weltweit Einzug genommen hat..

  78. Es gab nie einen echten Arbeitskräftemangel. Ob es einen Überschuss oder Mangel an Arbeitskräften gibt, regelt sich über die Lohnhöhe am Arbeitsmarkt. Der „Mangel“ war nichts anderes als Löhne, die deutlich unter der Produktivität lagen. Damit konnte man keine (deutschen) Arbeitskräfte mehr ins Unternehmen locken. Als Ausweg rief man laut Arbeitskräftemangel und löste die größte, staatlich organisierte Immigrationswelle der BRD aus.

    Irgendwie scheint das jetzt wieder zu kommen.

  79. Es ist interessant wie verblendet hier einige das Hohelied des Kapitalismus daher beten.
    Erster Punkt:
    Fakt ist in meinen Augen nunmal, dass grosse Konzerne selbst im Aufschwung unter dem druck der Analysten, Großbanken und großen Shareholder weiter massiv Arbeitsplätze abbauen. Sie können das unter anderem, weil ihnen der Fortschritt im Bereich der Computertechnik diese Rationalisierungsmöglichkeiten bieten. Betroffen sind hier allerdings nicht mehr nur die klassischen Bereiche wie Automobilindustrie (wenn Ford es schafft ein Auto mit einem Mann weniger pro Auto zu bauen steigt fast automatisch der Aktienkurs), Bau etc. sondern es findet Stellenabbau immer mehr auch im Dienstleistungssektor bei Banken, Versicherungen usw. statt (die Allianz ist hier nur ein unrühmliches Beispiel unter vielen)der dieses Defizit an Arbeitsvolumen mal ausgleichen sollte.
    Selbst bei der Bundesagentur für Arbeit führen neue Pc Programme zu massivsten Personaleinsparungen. Diese Leute werden nur nicht entlassen, weil es im öffentlichen Dienst einen erhöhten Kündigungsschutz gibt und weil natürlich die SGB II Reformen mal ebenso übers Knie gebrochen wurden und einen und in zusammenhang mit einer bekloppten Organisationsstruktur einen Bürokratiewust ausgelöst haben, dass noch nichtmal diese freiwerdenden Kapazitäten für eine vernünftige Bearbeitung von Alg II ausreichen. Das mal so als Beispiel für das Ausmass der Arbeitsplatzvernichtung durch Automatisierung und Optimierung im Zeitalter der Mikroelektronik.

    Zweiter Punkt ist die massive Steuerflucht der Unternehmen in Deutschland. Zwar war bisher der Spitzensteuersatz in Deutschland relativ hoch, jedoch konnten sich viele Reiche und Konzerne vor dem Finanzamt arm rechnen. Besonders unrühmlich sind die hier ausgerechnet unter der ach so sozialen Rot-grünen Bundesregierung eingeführten Regelungen. Offenbar reicht noch nichtmal die beschlossene Amnestie für Steuerflüchtlinge aus um sich ehrlich zu machen. Der eigentliche Skandal ist jedoch, das unter dem jetzt geltenden komplizierten Steuerrecht den Finanzämtern schätzungsweise ca 35000 Sachbearbeiter fehlen um eine korrekte Bearbeitung des Steuerrechts sicherzustellen.
    Die Folge, es gibt gigantische Einnahmeausfälle. Bezeichnend hierfür sind die Grundsätze zur Neuorganisation der Finanzämter und zur Neuordnung des Besteuerungsverfahrens.
    Darin werden die Finanzbeamten dazu angehalten sich auf „steuerrechtlich relevante Fälle“ zu beschränken. Das unglaubliche ist jedoch, dass auf Grund der fehlenden Einnahmen des Staates die Strafverfolgungsbehörden (Personalmangel) völlig überlastet sind und den Finanzämtern darum das Recht zugestanden wurde in eigener Zuständigkeit Strafbefehle über Freiheitsstrafen mit Bewährung von einem Jahr zu beantragen (Das wird jetzt von Leuten bearbeitet die mit Strafrecht sonst nicht wirklich was zu tun hatten). Da die Finanzämter selbst stark überlastet sind, kann sich jeder ausrechnen wie es um die Verfolgung von Steuerstraftätern bestellt ist. Die Folge: Große Konzerne und Reiche entgehen in einem großen Umfang der Steuer oder rechnen sich arm, während die mittleren und unteren Einkommen immer stärker und in einem immer unerträglicher werdenden Ausmass zu Kasse gebeten werden. Gleichzeitig reiben sich zur Zeit die Ökonomen die Augen und wundern sich warum die Binnenkonjunktur seit mehr als 4 Jahren nicht ansatzweise wirklich anspringt. Ständig heisst es, aber nächsten halben Jahr springt die Konkunktur an. Man müsste sich eigentlich kaputtlachen, wenn es nicht so traurig wäre.

    Das dieses System inzwischen genauso krank ist, wie der weiter oben zitierte rote Staatskapitalismus müsste sich nach einigem Nachdenken auch dem grössten Fan des Neoliberalismus und der ungebremsten Globalisierung klar sein(es sei denn natürlich er profitiert von dieser perversen Entwicklung)

  80. @bernward:

    Ja, du hast völlig recht, politisch wars die einzig machbare. Ökonomisch sinnvoll wars trotzdem nicht (wie du ja ausführlich beschreibst).

    Die Währungsunion selbst hat man aber ordentlich verhunzt. Da ist nix dran zu rütteln. Man kann allerdings auch nicht sagen, dass sie es besser wußten, die Reunion war nunmal ökonomisch/politisch einmalig in der Weltgeschichte und wirds wohl auch erstmal bleiben.

  81. Nunja damals gab es mehr oder minder Vollbeschaeftigung – und der Bedarf an Arbeitskraeften in bestimmten Sektoren konnte nicht mehr gedeckt werden ohne das man aus anderen Bereichen Arbeitskraefte pluendert.

    Kan sien das in 15-20 jahren wieder was aehnliches hat
    http://www.welt.de/politik/article974489/Auslaender_gegen_den_Arbeitskraeftemangel.html?page=11
    Wenn auslaendische Migranten – ich will Mexikaner, Brasilianer und Gualtemateken!!!!
    Katholisch, spanisch/portugiesisch sprechend, zivilisiert udn keine Gefahr das die sich hier in die Luft sprengen

    Und Deutschlan dstellt jedemenge Anreize fuer Migration:

    http://www.welt.de/print-welt/article667790/Migration_und_die_Grenzen_des_Sozialstaats.html

  82. @merowig:

    Och nicht der Hans Werner Unsinn. 😉
    Werds mir trotzdem durchlesen.

    Es gab nur ganz wenige Jahre Arbeitskräftemangel in Deutschland.

    Die ersten außereoropäischen (Türkei) Arbeiter kamen nach 1965.
    1964 war das letzte Jahr mit Vollbeschäftigung.
    1965/66 gab es die erste Rezession nach dem Krieg.

  83. Hier ist eine interessante Aussage.

    „….Steuer- und Abgabenlast an der Stromrechnung in den letzten acht Jahren um 78 Prozent erhöht. So seien im vergangenen Jahr etwa 10,1 Milliarden Euro mehr in den Bundeshaushalt geflossen als 1998 mit 2,3 Milliarden Euro. Durch die Mehrwertsteuererhöhung in diesem Jahr würden die Haushalte mit durchschnittlich 18 Euro zusätzlich belastet. „In allen Ländern wurde die Energiemarktliberalisierung zur Erhöhung der Steuern und Abgaben genutzt“, betonte Haslauer. In Deutschland seien diese neben Dänemark und den Niederlanden am höchsten und dienten nur zu einem geringen Teil der Förderung von alternativen Energien. Überwiegend flössen sie direkt in den Bundeshaushalt.

    2006 lagen die Preise ohne Steuern für deutsche Industrieabnehmer mit 7,6 Cent je Kilowattstunde im EU-15-Durchschnitt von 7,7 Cent und bei Haushalten mit 11,9 Cent je Kilowattstunde genau einen Cent über dem EU-15-Schnitt, so die Studie. Der Anteil an Steuern und Abgaben an der Haushaltsrechnung betrug im Jahr 2006 39 Prozent. Die Stromrechnung in einem Durchschnittshaushalt betrug im vergangenen Jahr 681 Euro. Davon entfielen 264 Euro auf Steuern und Abgaben, wovon wiederum 164 Euro direkt in die Staatskasse flossen.

    Inklusive Steuern betrug der Strompreis für private Haushalte im Jahr 2005 rund 18,7 Cent je Kilowattstunde. Haslauer zufolge könnte der Preis bis zum Jahr 2013 auf 22,2 Cent klettern, sollten die Preise für Primärenergie und die Steuerbelastung weiter steigen. Blieben weitere Steuererhöhungen aus, werde sich der Strompreis in etwa auf dem heutigen Niveau einpendeln..“

  84. @terroshi: das mitm Strompreis hat Sinn nur von der UNi Köln zitiert

    Sinn ist meines Wissens nach Keynesianer – aber niemand ist perfekt 😉
    leitet nicht Umsonst das Ifo Institut – und war Gastprofessor in Stanford 😉
    und vorallem seine Ausfürhungen bezueglich Demographie und Migration halte ich fuer stimmig größtenteils wie auch seien Forderungen bezueglich Sozialstaatsumbau.

    @roger naja Strompreis ging wie gesagt in Deutschland runter bis zum Jahre 2001 laut – was September 2001 dann kam weiss ja jeder…
    ansonsten danke fuer das Zitat (das naechstemal bitte Quelle mitliefern 😉 )
    Wie in Kommentar #62 gezeigt http://www.eon-special.com/special/graphics/131_staatsanteil.gif – Staatsanteil am Strompris ist angestiegen – gehauen wird aber hauptsaechlich auf die Unternehmen.

  85. Das ist eine „gewollte“ Entwicklung.

    Man hat –sehr wichtig zu wissen– angefangen mit dem Schuldenwesen.

    Die Staatsverschuldung Deutschlands 1,6 Billionen Euro.

    Das sind:

    1’600’000’000’000 EURO Staatsschulen. Bei
    0’000’082’000’000 Bürger in Deutschland. (82 Millionen)

    Das sind pro Bürger Deutschlands: Ca. 20’000 Millionen EURO! (wenn ich richtig gerechnet hab. Und eine Billiarde einen 1 mit 12 Nullen ist. Wie in DE üblich.)

    Das wird Deutschland NIE mehr zurück bezahlen können.

    Die Deutschen kommen schon jetzt und heute ins Billige Nachbarland Schweiz einkaufen. –Vor ein paar wenigen Jahren war es umgekehrt.

    Diese Zeiten des Billigen EURO-Landes sind schon längst vorbei.

    Der EURO in Italien ist seit der Einführung ca. Doppelt so hoch. D.h, die Leute dort erhalten mit der Einführung des EUROs weniger Lohn, und erst noch weniger Ware Food wie Non-Food.

    Ich möchte hier nochmals eine wichtige Frage in den Raum stellen: Woran ging die UdSSR zugrunde, zur Hauptsache? (PS: Es war nicht das System, nicht der Kommunismus, nicht die Ideologie, diese Dinge haben alle andern Systeme auch…)

    Kleiner Tipp: Es hat mit dem Thema hier zu tun. Geld? Ja.

  86. Woran ging die UdSSR zugrunde, zur Hauptsache?

    Sie war Bankrott. Das war der Hauptgrund. Einer zumindest, ein wichtiger.

    Und wurde vom zahlungsfähigen Westen BRD übernommen.

    ————-

    Meine Schreckens-Prognose für West-Europa: Dasselbe Schicksal wird auch West-Europa ereilen. Bankrott.

    Wer bezahlt die Schulden? Der, der Geld hat. Das das System aufbaut: Geld regiert die Welt, wird diese Macht das Sagen haben wollen.

    De fakto ist Europa schon Geld abhängig von Saudi-Arabien und so viel ich weiss Kathar.
    (Siehe Börsen-Übernahme LONDON.)

    Was heisst das?

    Es bedeutet, dass sich West-Europa sich an EURABIEN verkauft haben, um sich selbst zu retten.

    Wer zahlt, befielt. Es zeigt ganz klar, wohin die Reise geht.

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