Jürgen HeinrichDer Fernseh- und Theaterschauspieler Jürgen Heinrich („Wolffs Revier“) hat in einem Interview gesagt, er hätte während seines Militärdienstes in der DDR auf Flüchtlinge geschossen. Die Fernsehzeitschrift Super TV zitierte den 62-Jährigen am Samstag mit den Worten: „Ja, ich hätte geschossen.“ Während seines Militärdienstes in der Nationalen Volksarmee (NVA) habe es eine Situation gegeben, in der er überlegt habe, ob er auf mutmaßliche Flüchtlinge schießen solle. „Ich wusste, wer da rüber will, der kennt auch kein Pardon, der räumt alles aus dem Weg.“ Heinrich erklärte: „Ich hätte getötet, um selbst am Leben zu bleiben“. (Quelle: Die Welt)

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140 KOMMENTARE

  1. So ein Schwachsinn. Seit wann knallen Amerikaner irakische Zivilisten ab? Nur ein paar Idioten machen das. Du glaubst Wohl auch schon den Schwachsinn, den dir die Sat 1 Nachrichten verklickern. Von Vorfällen, wo Amerikaner irakische Zivilisten vorsätzlich erschossen haben, kann man nich mal ne Hand voll aufzählen. Der Rest sind Unfälle, so dumm das jetzt klingt. Ich würde auch lieber schiessen, als riskieren von den Turbanträgern in tausend Teile zerfetzt zu werden. Wenn so ein Auto an nem Kontrollpunkt auf dich zurast, und einfach nich stoppt, würdest du dann nich schießen?

  2. Ein Soldat ist jung und wird die Befehle befolgen. Das ist Praxis und keine Theorie.

    Die Mauerschützen wurden verknackt. Die Befehlsgeber kamen praktisch ungeschoren davon.

  3. Um das mal umzudrehen. Was würde mit ihm (oder seiner Familie) passieren, wenn er nicht schiessen würde? Es kommt im Endeffekt runter auf „er oder ich“.

    Es kann niemand, der nicht in einer solchen Situation war/ist/theoretisch sein könnte, definitiv sagen, dass er nicht schiessen würde. Es gint eine Menge Leute die das von sich behaupten, sicherlich, aber solche Kommentare sind einfach nur dumm und erinnern mich an Fussballspiele, wo alle Zuschauer zuhause es besser wissen als der Coach.

    Ein Freund von mir hat mir mal gesagt, wäre er ’44 oder auch ’45 18 gewesen, hätte er sich mit grosser Wahrscheinlichkeit zur SS gemeldet (und er ist definitv kein Nazi). Eine durchaus realistische Einschätzung wenn man sämtliche Punkte bedenkt. Wäre ich ’45 Student gewesen (ok, wohl eher „Studentensoldat“), hätte ich mich auf freiwilling zu den Tokkotai gemeldet (ein sogenannter „student soldier“ war ohnehin so gut wie tot, was ganz klar aus unzähligen Tagebüchern gefallener und den Aussagen überlebender Tokkotai hervorgeht, hat er sich nicht für die Tokkotai -oder ähnliche Truppen- gemeldet, kam er direkt an die Frontlinie und starb entweder dank der Amerikaner, oder dank fanatischer Kameraden und Offizieren.)

    Dass Herr Heinrich so etwas von sich gibt sollte doch eigentlich kein Problem sein. Wenigstens ist er ehrlich! Aber wartet nur, die Gutmenschen werden sicherlich wieder schreien.

  4. Heinrich erklärte: “Ich hätte getötet, um selbst am Leben zu bleiben”.

    Ja natürlich, es wurden ja auch massenhaft NVA Soldaten von Flüchtlingen erschossen.

    Wenn man so ein Statement liest wird einem nur kotzübel.

  5. Ich wusste, wer da rüber will, der kennt auch kein Pardon, der räumt alles aus dem Weg.

    Ein kluger Mann. Weniger kluge Leute, wie mein
    Nachbar saßen drei Jahre im Militärgefängnis
    Schwedt, weil sie das nicht taten. Solche Leute
    bringen es freilich im Gegensatz zu Jürgen Heinrich zu nichts im Leben, wie am Beispiel meines Nachbarn ersichtlich ist.

  6. Wenn ich an der Grenze gestanden hätte, hätte ich es auch getan. Die Dienstanweisungen waren ganz klar. Grenzverletzungen zu verhindern auch mit Gebrauch der Schusswaffe.

    Ich rechne es dem Jürgen Heinrich hoch an, dass er nun nicht irgendwelche Märchen erfindet oder Gedächtnislücken hat.

    Nur die wenigsten jungen Menschen haben wohl damals erkennen können, nicht auf „Wacht für den Frieden“ zu stehen, sondern damit eine Riege von Politikern ungehindert ihre Diktatur aufrechterhalten konnte.

    http://img507.imageshack.us/my.php?image=sewer83bungimmsr280006dx3.jpg

  7. Das Problem ist hier weniger, dass jemand gesteht, dass er während seiner Dienstzeit an der Grenze geschossen hätte. Hier stimme ich #2 zu.
    Weit schlimmer ist der Ausspruch: „Ich wusste, wer da rüber will, der kennt auch kein Pardon, der räumt alles aus dem Weg.” Heinrich erklärte: “Ich hätte getötet, um selbst am Leben zu bleiben“.
    Flüchtlinge waren in den seltensten Fällen bewaffnet, woher auch. Nun, so einfach wird aus einem Mord im Dienste eines totalitären Systems ein Akt der Selbstverteidigung. Aber keine Angst, jede Wette, dass es für Jürgen Heinrich keinerlei Konsequenzen haben wird.

  8. @#4 karlmartell

    Es wurden genug Grenzsoldaten erschossen, um nicht mit Blumen nach Grenzverletzern zu werfen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Innerdeutsche_Grenze#Get.C3.B6tete_DDR-Grenzer

    Und wenn jemand zum Wachdienst vergattert wird mit Hinweis auf die Getöteten, dann ist der schon sensibel.

    Das muss man jetzt nicht glauben. Ich glaub ja auch nicht, dass die Bundeswehr in Afghanistan mit Splitterschutzwesten Fussball spielt, weil es Sprengstoffanschläge gab. Und gegen die Dorfmannschaft verliert.

  9. @#9 jhunyadi

    Natürlich. Er hätte erklären sollen, dass er schon damals ein ganz doller Widerstandskämpfer war und natürlich damals nicht geschossen hätte weil er schon damals wusste, was heute jeder weiss.

    Da ist sie wieder die Besserwessirei. „Opa? Warum warst Du damals in der Wehrmacht-Du NAZISCHWEIN!“

  10. Nun gut, aber dass Flüchtlinge nicht bewaffnet sind, woher hätte das der 19-jährige Gefreite wissen sollen? Der Junge bekommt alle möglichen Geschichten und Propaganda aufgetischt, wenn ihn dann sein Leutnant sagt „Aber Vorsicht, die sind bewaffnet“, natürlich glaubt er das. Woher sollte er auch eine andere Meinung bekommen?

    Die Sache mit den Mauerschützen erinnnert mich ein wenig an unseren China Feldzug. General Matsui wurde nach dem Krieg zum Tod verurteilt, für Nanking, der Befehl kam jedoch aus dem Büro eines seiner Generäle, und dieser war ein Verwandter des Kaisers, ausserdem war Matsui gar nicht in der Stadt als das Massaker geschah (was hätte er auch tun können, der Befehl kam von einem Verwandten eines Gottes). Muss ich erwähnen, dass diesem Verwandten (wie auch dem Kaiser selbst in dessen Namen der Krieg doch geführt wurde) NICHTS angelastet wurde? Matsui wurde sogar von Iris Chang in ihrem Buch „The Rape of Nanking“ freigesprochen.

    Es ist immer leicht zu sagen „Ich habe nur Befehle befolgt“ sei keine Entschuldigung. Mal in die Stiefel des Betroffenen steigen, und nachdenken „wie würde ich handeln?“ Und selbst dass kann niemals authentisch sein.

  11. In totalitären Staaten / Systemen ist es nun mal so, daß die Menschen einer Gehirnwäsche unterzogen werden, indem man ihnen jede freie, unzensierte Information vorenthält.

    Das soll keine Entschuldigung für Jürgen Heinrich sein, denn er hätte auch eine eigene Moral entwickeln können gemäß dem Spruch :

    „Was Du nicht willst das man Dir tu, das füg auch keinem andren zu.“

    Aber wer in einem System wie der DDR (oder in einer geschlossenen islamischen Gesellschaft, oder in China, Nord-Korea, …) aufwächst, der hat halt oftmals keine Vergleichsmöglichkeiten.

    Echnaton
    http://islamprinzip.wordpress.com/about
    http://islamprinzip.wordpress.com
    we_are_sorry_2.pdf

  12. Ich wusste, wer da rüber will, der kennt auch kein Pardon, der räumt alles aus dem Weg. Ich hätte getötet, um selbst am Leben zu bleiben

    Das liefert uns eine anschauliche Vorstellung, was uns zukünftig in der EUSSR, äh, EU erwartet. Oder glaubt irgendwer, das Politbüro in Brüssel wird es sich noch lange anschauen, daß immer mehr Leistungsträger in freie Länder auswandern?

  13. #12 best (21. Okt 2007 11:50) Grossbritanniens oberster Rabbiner findet, die multikulturelle Gesellschaft gefährde die Demokratie:

    Und der Mann hat Recht bezogen auf Angehörige aus komplett anderen Kulturkreisen.

  14. Ich habe noch nie ein politisches Statement von einem Schauspieler gehört, das nicht irgendwie dämlich war. Das mag wohl mit dem Beruf zusammen hängen!

  15. Der Fernseh- und Theaterschauspieler Jürgen Heinrich (”Wolffs Revier”) hat in einem Interview gesagt, er hätte während seines Militärdienstes in der DDR auf Flüchtlinge geschossen.

    Was bezweckt man mit einer solchen Aussage? Man will die Geschichte verharmlosen und uns suggerieren- es gibt keine böse Kommunisten.
    Die bösen sind nur die, die auf die Kommunisten schiessen.

  16. Heinrich erklärte: “Ich hätte getötet, um selbst am Leben zu bleiben”.

    Klar, Peter Fechter wurde grade noch daran gehindert, die armen DDR-Grenzsoldaten zu meucheln.

    Was werden die Politiker und Medien noch alles unternehmen, um uns dieses Drecksregime schmackhaft zu machen?

  17. #10 D.N. Reb (21. Okt 2007 11:47)

    @#4 karlmartell

    Es wurden genug Grenzsoldaten erschossen, um nicht mit Blumen nach Grenzverletzern zu werfen.

    ****

    Stimmt schon, aber nachweislich (und auch den Grenzsoldaten bekannt) ging die größte Gefahr nicht von füchtenden Zivilisten oder auch bösen faschistischen Fluchthelfern aus – sondern von den eigenen Kameraden oder auch den „Waffenbrüdern“. In solchen Fällen liegt sicherlich eine Notwehrsituation vor. Keine Frage. Aber um solche Fälle ging es ja in dem Interview nicht, sondern um den normalen, anonymen Zivilisten… und wenn er sagt, er hätte geschossen, dann heißt das auch, er geht notfalls über Leichen, wenn es ihm nützt. Verachtenswert. Sympathien habe ich eher für die Männer, die lieber in den Bau gegangen sind, keine Karriere machten, heute arme kleine Würstchen sind.

    Wobei jeder, der ihn verurteilt doch bitte überlegen sollte, was er getan hätte….

  18. Ich forde hiermit die umgehende Entfernung des Herrn Heinrich aus dem deutschen Polizeidienst und die Aberkennung aller Pensionsansprüche. Ich frage mich sowieso, wie der auf diesen Posten gekommen ist. In „Zum Beispiel Joseph“ spielte er einen Fremdenlegionär, der mit der sozialistischen Wirklichkeit nicht zurecht kommt und in „Menschenwege“ einen kommunistischen(!) Dachdecker, der natürlich zu Recht von der GESTAPO ermordet wird. Und ein Mensch mit einer solchen Vergangenheit wird Kriminalkommissar in der Bundesrepublik!
    Kein Wunder, dass dieses Land den Bach runtergeht, wenn der Polizeidienst nicht nur von Ali sondern auch von den Kommunisten unterwandert wird.

    Ich habe übrigens nicht gelesen, dass er heute auch noch so handeln würde aber meine Augen sind ja auch nicht mehr die Besten. Aber E. Herman hat ja auch gesagt, dass sie die NS-Familienpolitik gut findet, hat eine Zeitungsschreiberin geschrieben, die sie missverstehen wollte.

    @#26 willow

    Ja, nicht jeder konnte damals erkennen, was Du heute weisst. Nicht jeder ist damals in einem systemkritischen Elternhaus aufgewachsen, wie das heute der Fall ist, wo jeder weiss, was es mit der Islamisierung auf sich hat und den EUSSR. Ich möchte sogar sagen, die wenigsten Leute in der DDR haben sich Gedanken um das Grenzregime der DDR gemacht, als die Grenze dicht war. Das Leben ging weiter. Auf und ab rennen und jammern „die Grenze ist dicht“ hat den Wenigsten eine regelmässige Mahlzeit, die Miete und Kleidung beschert. Die Grenze war Tatsache und Tatsache war auch, dass Männer zum Wehrdienst an der Grenze eingezogen wurden. Woher die jetzt Dein Wissen nehmen sollten, um darin eine Unrechtshandlung zu erkennen und den Grenzdienst zu verweigern und Zuchthaus zu riskieren, das weisst nur Du.

    Ich bin aber gespannt, die Auflösung zu erfahren. 🙂

  19. also ich habe nicht geschossen und hätte es auch nur getan, wenn der „Gegner“ auch Schusswaffen eingesetzt hätte.Das war eine selbverständliche Verhaltensregel unter uns Wehrpflichtigen, an die sich die allermeisten gehalten haben. Für die Ausage von Herrn Heinrich habe ich nur Verachtung übrig .

  20. Jeder der nicht in der Situation war, sollte einfach mal die Schnauze halten. Dieses ewige Moralapostel Getue wiedert mich an.

    Ich kenne genug Gutmenschen, die sagen: “ Bei Hitler wären wir aber im Widerstand gewesen und an der DDR Grenze hätten wir auch nicht geschossen“

    Dazu: Aber, wenn und hätter = Kraftscheiblette!

    Genau dieselben Leute ziehen immer als erstes den Schwanz ein und halten den Mund um „ja nicht aufzufallen“. Alles Maulhelden.
    Wenn ich im System bin und Soldat bin, schiesse ich auch. Das würde ich nie abstreiten. Ob ich treffe ist eine andere Sache.

    Die ganzen Maulhelden vergessen folgendes:
    Im System weisst Du nur was die Propaganda zulässt!

  21. Dass der gute Herr Heinrich aus Befehlsnotstand auf Flüchtende, die das DDR-Gefängnis verlassen wollten, geschossen hätte, mag man ihm noch verzeihen (wer weiß, was ich an seiner Stelle getan hätte), aber 18 Jahre nach Fall der Mauer so einen Satz zu fabrizieren:
    „Ich wusste, wer da rüber will, der kennt auch kein Pardon, der räumt alles aus dem Weg.” ist ein Skandal und eine Verhöhnung der Mauertoten. Dem gute Heinrich emfehle ich mal, ein Gespräch mit Frau Gueffroy zu führen, der Mutter des letzten Maueropfers.

  22. #27 urlaubsabgeltung:

    Gut, dass es jemand ausgesprochen hat. Bis zu dem sauberen Herrn Heinrich hatte sich das aber anscheinend nicht herumgesprochen. Aber der war ja umsichtig genug sich nicht mit solchen antisozialistischen Elementen wie unsereines abugeben.

  23. @32 – Limes

    „Ich wusste, wer da rüber will, der kennt auch kein Pardon, der räumt alles aus dem Weg.“

    Das bezieht sich auf seinen Kenntnisstand damals.

  24. Das Problem ist nicht die Aussage von Herrn Heinrich, denn die istnachvollziehbar. Es gibt nicht viele, die nicht geschossen hätten, sondern der Umgang der sogennanten Öffentlichkeit und Medien mit solchen Themen. Ich bin mir sicher, hätte er als ehemaliger Wehrmachtsoldat gleiches gesagt, wäre ein Sturm der gespielten Empörung losgebrochen. Er würde sofort gesellschaftlich isoliert und lebendig begraben.

  25. @#33 pippin:

    Jepp! Aber auch der Umkehrschluss gilt – wer sich „schon damals“ mit renitentem Gesindel abgegeben hatte, der kam nicht an die Grenze… habe ich aber auch erst hinterher (nach dem lesen meiner Akte) begriffen – und bin sehr dankbar dafür. Denn ich weiss nicht, wie ich mich entschieden hätte. Deshalb halte ich es auch keinem vor, geschossen zu haben. Aber sich heute hinstellen und (sinngemäß)sagen „alle Flüchtlinge waren verbrecherisches Gesindel…“ das ist schon stark.

  26. @#31 Addi Galland

    Richtig. In der Matrix weiss man nur, was die Matrix zulässt.

    @#30 urlaubsabgeltung

    Ach herrjeh. Manche Posten haben doch schon wegen Igelschnaufens bei Nacht durchgedreht und die Waffe geladen und entsichert. Oder Wildschweine mit langen Feuerstössen durchsiebt. Trotz vorausgegangener Coolness.

  27. #36 willow

    Zitat
    Aber sich heute hinstellen und (sinngemäß)sagen “alle Flüchtlinge waren verbrecherisches Gesindel…” das ist schon stark.
    Zitat Ende

    Wo steht das bitte?
    Das ist die selbe Diffamierung wie : Eva Herman bejat Hitlers Familienpolitik.

    Wer lesen kann is klar im Vorteil

  28. @ #35 Reconquista Germanica:

    Wir sind heute schon soweit, daß öffentlich behauptet wird, es hätte keinen Schießbefehl gegeben! Und zu deinem

    „Ich bin mir sicher, hätte er als ehemaliger Wehrmachtsoldat gleiches gesagt, wäre ein Sturm der gespielten Empörung losgebrochen. Er würde sofort gesellschaftlich isoliert und lebendig begraben.“

    kann ich nur sagen: stell dir vor, kurz nach ´45 würde eine direkte Nachfolgepartei der NSDAP an Landesregierungen beteiligt sein, jede Verantwortung ablehnen und öffentlich für einen Systemwechsel eintreten!?

  29. So ganz verstehe ich die Diskussion nicht. Du bist zum Wachdienst vergattert (eigentlich alle NVA Soldaten mussten Teil ihrer Grundwehrdienstes an der innerdeutschen Grenze ableisten), hast klare Anweisungen und die lauten numal:
    1. Rufen: „Halt Stehenbleiben“
    2. Rufen: „Halt Stehenbleiben, oder ich schieße!“
    3. Warnschuss in den Boden
    4. Gewaltanwendung zum Stoppen der Person(en).

    Ich bin alt genug mich zu erinnern zu wissen, dass jemand der fliehen wollte sich der Tatsache bewusst war das die Grenze scharf bewacht wird.

    Jeder der selbst mal in einer Region Objektschutz betreiben musste und weiß das es diverse Vorkommnisse gab, der sieht das anders als so ein Fahnenschwingender, Langhaariger Wehrdienstverweigerer. Sorry an diejenigen die sich beleidigt fühlen sollten 🙂

    Peter

  30. @#36 willow

    Siehst Du. Im Gegensatz zu Dir wollte ich meine Akte gar nicht sehen, weil es mich sowieso ankotzte wie aus den STASI-Akten herausgelesen wurde, was zum persönlichen Scheitern geführt haben sollte.

    Und die Flüchlinge wurden als verbrecherisches Gesindel hingestellt. Wenn ich manche Fluchtgeschichten sehe oder höre, wie da Leute um der Freiheit willen, unter dreissig Waschmittelarten wählen zu können, die Leben von Frau und Kindern riskiert haben, dann kommt mir das Kotzen. Ich kann ja verstehen wenn jemand ruft: „gib mir Freiheit oder Tod!“ Nicht aber „Gib mir Freiheit oder Frau und Kindern den Tod!“

    Der Eine hat eben eine Vergangenheit und der Andere STASI-Akten.

  31. Merke: auf flüchtende Menschen schießen ist politisch korrekt.Kein Kerner ist da um Jürgen Heinrich von seinen Missetaten abschwören zu lassen.
    Tja Eva, nicht Bücher schreiben ,herum ballern!!!!!!!!!

  32. Gant ehrlich? Wer würde das nicht tun? Na klar, wenn er sagt „ich würde jede hilflose Mutter abballern, die das sozialistische Paradies verlassen will, aber keine Gefahr für mich darstellt“ dann wäre das krass. Aber um sein eigenes Leben zu schützen? Sicher! Der Sozialismus hat viele „Insassen“ zu maßloser Verzweiflung und Wut getrieben – wer weiß ob die sich nicht an einem Grenzsoldaten ablädt, wenn dieser sich weigert zu schießen. Das zeigt umso besser, dass sowohl Soldaten als auch Insassen des Sozialismus/kommunismus wussten, wie scheisse es eigentlich war/ist.

  33. @ #38 Addi Galland:

    Wo steht das bitte?

    Das steht hier:
    Während seines Militärdienstes in der Nationalen Volksarmee (NVA) habe es eine Situation gegeben, in der er überlegt habe, ob er auf mutmaßliche Flüchtlinge schießen solle. “Ich wusste, wer da rüber will, der kennt auch kein Pardon, der räumt alles aus dem Weg.”

    Sie können sich auf unser Urteil verlassen, denn wir kennen Leute wie Heinrich
    in- und auswendig und wir wissen sehr genau was die meinen.

  34. #29 D.N. Reb (21. Okt 2007 12:45)

    In gewisser Weise haben Sie Recht.
    Richtig beurteilen kann das nur jemand, der in der Zeit und im Land gelebt hat und vielleicht selbst vor dem Problem gestanden hat.

    Wie heisst es so schön „aus sicherém Hafen lässt sich gut reden“.

    Wahrscheinlich haben auch viele Grenzsoldaten der NVA „daneben“ geschossen.
    Hoffe ich jedenfalls.

  35. @#40 PMKnecht

    „So ganz verstehe ich die Diskussion nicht. Du bist zum Wachdienst vergattert (eigentlich alle NVA Soldaten mussten Teil ihrer Grundwehrdienstes an der innerdeutschen Grenze ableisten),“

    Blödsinn. Es gab die NVA und es gab die Grenztruppen der DDR. Wenn ich mich richtig erinnere waren die Grenztruppen dem Innenministerium unterstellt und die NVA dem Verteidigungsministerium.

    Beides hatte nix miteinander zu tun. Und dann gab es noch das Wachregiment Felix Felix Dscherschinsky, das vorzugsweise in Berlin eingesetzt wurde. Wer studieren wollte, wurde fast immer zu einem dreijährigen Dienst im Wachregiment komplimentiert.

    Wehrdienstleistende mussten ihre Kasernen selbst bewachen, nicht wie beim Weicheierverein Bundeswehr, wo das Sicherheitsfirmen übernehmen. Entsprechend wurden sie motiviert mit toten Grenzern und Schauergeschichten, wo dem unachtsamen Posten die Kehle durchgeschnitten wird, vom Westagenten. Ich bekenne, auch ich habe Schauergeschichten erzählt. Hätte ich gewusst, was ich jetzt weiss, ich hätte den Posten empfohlen, ihre „Schwarzdecken“ mitzunehmen und schön im Postenbereich zu schlafen. Niemand war mehr Kriegsunfähig als die Bundeswehr.

  36. #44 pippin

    Das ist mit nichten das was Willow geschrieben hat. Der Sinnzusammenhang ist völlig anders.

    #36 willow

    Zitat
    Aber sich heute hinstellen und (sinngemäß)sagen “alle Flüchtlinge waren verbrecherisches Gesindel…” das ist schon stark.
    Zitat Ende

    Ich denke mich zu erinnern, das den NVA Soldaten schon sehr eingehämmert wurde: Entweder der oder Du. Das ist, was ich aus dem Kontext lese. Weder hat er solch Vokabular gebraucht, noch kommt der „Sinn“ hin. Ich bin immer dafür dem Wortlaut zu folgen als eine Spekulationsinterpretation zu tätigen.

  37. „eigentlich alle NVA Soldaten mussten Teil ihrer Grundwehrdienstes an der innerdeutschen Grenze ableisten“

    Zumindest nicht für die 80er Jahre stimmt das nicht.

    @D.N. Reb : so richtig verstehe ich dich gerade nicht…und ja, die Flüchlinge wurden damals pauschal als verbrecherisches Gesindel hingestellt. Und du meinst, alle Grenzer haben das geglaubt?

  38. @#45 karlmartell

    Du kannst sicher sein, wer geschossen hat, der hat sein ganzes Leben daran zu tragen. Leichten Herzens hat das wohl niemand getan und mit der Absicht, zu töten schon gar nicht.

    Ich habe mal einen toten Unteroffizier aus dem Postenbereich getragen. Selbstmord wegen eines verlorenen Pistolenmagazins – der Trottel. Kein schöner Anblick, das kannst Du mir glauben.

  39. Das glaub ich kaum das dies Blödsinn ist. Objektschutz hieß für mich Mitte der 90er stets auch sowohl Kaserne als auch Übungsplatz patroullieren. Und das galt nicht nur beim KFOR Einsatz, sondern auch in den jeweiligen Kasernen wo wir stationiert waren. Und wenn du in der DDR nach dem Abi studieren wolltest führte kein Weg an dem 18 Monatigen Grundwehrdienst bei der NVA vorbei und ich keinen KEINEN der nicht auch irgendwo teilweise an der Grenze seine Zeit nicht verbracht hat.

  40. #35 Reconquista Germanica

    Ich bin mir sicher, hätte er als ehemaliger Wehrmachtsoldat gleiches gesagt, wäre ein Sturm der gespielten Empörung losgebrochen.

    Ich glaube das kommt wie in diesem Fall auch auf den Kontext an. Wenn er mit seiner Aussage das DDR Regime verherrlichen und die Fluechtlinge als militante Schergen verunglimpfen will, dann sollte er sich fuer seine Aussage verantworten. Will er davor warnen, dass sich jeder Mensch verfuehren laesst und zu Greuel faehig ist, dann gebuehrt im dafuer Lob. Aus der Quelle geht der Zusammenhang seiner Aussage nicht hervor.

    Ich glaube nicht, dass ich als Junge den Reizen der HJ und der Gehirnwaesche widerstanden haette. Selbst ohne NS-Indoktrination schliesse ich nicht aus, dass ich lieber bei einer Tasse Tee wehrlose Menschen in einem KZ systematisch ermordet haette, als mir in Russland in verbleiter Luft den Popo abzufrieren. Vielleicht bewahrt einen gerade die Erkenntnis eigener Fehlbarkeit davor, aehnliche Pfade frueh zu erkennen und zu meiden.

  41. So.
    Wir mokieren uns hier über die Ex DDR und ihre Befehle.
    Was konnten die Leute tun??

    Was können wir heute tun? Gegen unser politisches System?

    Was tun wir gegen die Islamisierung?

    Ja, wir haben einen Rechner. OK. wir können bloggen oder in Blogs schreiben. Und? Mutig?
    Doch wohl eher nicht!

  42. @#48 willow

    Wer zur Grenze kam, wurde vorher „durchleuchtet“. Und wenn da jemand Deinen Postenbereich betritt, dann läuft die Automatik 1.Anruf, 2. Anruf, Warnschuss, gezielter Schuss, ab. Auf Posten ging es auch immer Paarweise.

    Da gehst Du nicht hin und fragst: „Entschuldigung, welche Motive haben Sie, die DDR auf diesem Wege zu verlassen? Sind Sie ein moralischer Mensch, der mich am Leben lässt? Und wenn ja, kann ich das mit meinem Posten oder Postenführer noch besprechen?“

    Sag mal bisst Du so naiv oder tust Du nur so?

  43. #51 DerIraner (21. Okt 2007 13:52)

    Selbst ohne NS-Indoktrination schliesse ich nicht aus, dass ich lieber bei einer Tasse Tee wehrlose Menschen in einem KZ systematisch ermordet haette, als mir in Russland in verbleiter Luft den Popo abzufrieren.

    Sehen Sie, und da ist der Unterschied zwischen den Menschen. Ich hätte den Freitod vorgezogen, anstelle Kinder, Frauen und alte Leute zu ermorden. Das weiss ich sehr genau.

  44. Sehen Sie, und da ist der Unterschied zwischen den Menschen. Ich hätte den Freitod vorgezogen, anstelle Kinder, Frauen und alte Leute zu ermorden. Das weiss ich sehr genau.

    Das ehrt dich. Ich wuerde mir einreden, dass es jemand anderes machen wuerde, wenn ich es nicht mache.

  45. @ #47 Addi Galland :

    Ich denke mich zu erinnern, das den NVA Soldaten schon sehr eingehämmert wurde: Entweder der oder Du. Das ist, was ich aus dem Kontext lese.

    Das ist völlig richtig. Es hat aber bei weitem nicht mit allen Soldaten geklappt. Ich schrieb weiter oben schon über meinen Nachbarn, der das eben nicht geglaubt hatte und dafür 3 Jahre Schwedt erhielt. Dieser war nach acht Klassen Polytechnischer Oberschule Maurer geworden. Und trotzdem entschied er sich( ohne Studium der humanen Wissenschaften wie der feine Herr Heinrich)- einfach so, aus reinem Anstand. Andere wiederum setzten alles daran nicht an die Grenze zu kommen. Ebenfalls in der Regel einfache Menschen. Auch die haben das Ich wusste, wer da rüber will, der kennt auch kein Pardon, der räumt alles aus dem Weg. nicht geglaubt. Der gebüldete Herr Heinrich schon.

  46. #57 DerIraner (21. Okt 2007 14:03)

    Ich wuerde mir einreden, dass es jemand anderes machen wuerde, wenn ich es nicht mache.

    Und dann noch 30 oder 40 Jahre jeden Tag das eigene Spiegelbild anschauen! Bravo!

  47. @#56 karlmartell

    Sauerei! Du weisst wohl nicht, was das für Deine Wache bedeutet hätte?
    Staatsanwaltschaft. Leute mit Minensuchgeräten, um die Patronenhülsen zu finden. Die Wache will abgelöst werden, duschen, essen, schlafen und darf nicht. Leute, die Deine Sauerei zusammenkratzen müssen. Was meinst Du, was so ein Nahfeuerstoss aus Deinem Kopf macht, hä? Da fliegt Dein Kopf durch die Gegend oder Deine Innereien zum Rücken heraus. Stundenlange Befragungen und immer dieselben Fragen. Dein Spind wird aufgebrochen und fremde Menschen durchwühlen Dein Intimstes. Lesen die Briefe von Freundin und Eltern. Dein Zugführer muss die Nachricht Deinen Eltern bringen, die es nicht fassen können und natürlich nach Gründen fragen. Und dann der vernagelte Sarg und die Frage, warum sie ihren Sohn nicht sehen dürfen.

    Glaub mir, Du weisst gar nicht, wovon Du schreibst.

    Und was hätte es genützt? Nichts.

    Ausserdem, alte Leute wären gar nicht über die Sperranlagen gekommen. Was stellst Du Dir denn vor? Eine Rolltreppe in die Bundesrepublik?

  48. @D.N.Reb

    „#36 willow (21. Okt 2007 13:21)

    Denn ich weiss nicht, wie ich mich entschieden hätte. Deshalb halte ich es auch keinem vor, geschossen zu haben. Aber sich heute hinstellen und (sinngemäß)sagen “alle Flüchtlinge waren verbrecherisches Gesindel…” das ist schon stark.“

    Wie gesagt, wer an der Grenze war, hat auch geschossen – oder hätte es getan. Das ist nicht das Problem… aber Jahrzehnte später Flüchtlinge pauschal und ausschließlich als Gefahr für Grenzer hinzustellen!?

    Und auch ich habe wenigstens meine 18 Monate bei der NVA „verbracht“ – übrigens ohne jemals an der Grenze gewesen zu sein. Wie auch alle Soldaten, die ich kenne, mag vielleicht 61/62 anders gewesen sein…

  49. @#62 willow

    Aber sich heute hinstellen und (sinngemäß)sagen “alle Flüchtlinge waren verbrecherisches Gesindel…” das ist schon stark.”

    Hat er nicht. Gut, das ist jetzt schwer, wenn man einmal angefangen hat, das zu behaupten. Aber lesen hilft manchmal.

  50. Ich kenne nur den Welt-Artikel… hat er es im Original anders gesagt?

    Mit dem «Ich hätte getötet, um selbst am Leben zu bleiben» habe ich kein Problem, mit dem «Ich wusste, wer da rüber will, der kennt auch kein Pardon, der räumt alles aus dem Weg.» sehr wohl, denn da ist keine Distanz zu dem zu erkennen, was damals Grenzern (und auch normalen Soldaten) so erzählt wurde.

  51. #61 Bernward (21. Okt 2007 14:20)

    LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN LESEN!

    http://kewil.myblog.de/kewil/art/216652748/

    Der Typ ist nur neidisch auf PI-Erfolg und auf Stefan:

    „Das Zentralorgan dieser Kämpfer heißt „Politically Incorrect” (PI) und ist eines der erfolgreichsten Weblogs in Deutschland. Es zählt nach eigenen Angaben täglich etwa 10 000 bis 20 000 Besucher“

    Er soll selbst einen „Zentralorgan“ bilden, dort wird er wohl selbst schreiben und seinen Mist selbst lesen müssen.

  52. @34 – Weiterdenker
    „“Ich wusste, wer da rüber will, der kennt auch kein Pardon, der räumt alles aus dem Weg.”

    Das bezieht sich auf seinen Kenntnisstand damals.“

    dann hätte es eben auch sagen müssen, wie z.B.: „Ich glaubte, damals zu wissen…“
    Hat er aber nicht, insofern sind seine Aussagen ein Skandal und man sollte bei seinem Erscheinen einfach nur abschalten, gleiches gilt auch für Peter Sodann, Rolf Becker und anderen Salonsozialisten.

  53. Und warum hätte er einen Menschen getötet, der aus dem Unrechtsstaat DDR hätte fliehen wollen ?

  54. Und warum hätte er einen Menschen getötet, der aus dem Unrechtsstaat DDR hätte fliehen wollen ?

  55. sorry
    weil er , um es in der Sprache der damaligen DDR zu sagen, ein rotes Prietzel war. Durch das Elternhaus vermutlich vordoktriniert, mit lächerlichen Privilegien geködert und mit einem beachtlichen Manko an menschlichem Anstand versehen

  56. @#67 LeKarcher

    Man, hier erkennt noch nicht mal die Bevölkerung, dass sie an den Islam verschachert wird, trotz angeblich freier Presse, Meinungsfreiheit und Internet.

    Wie hätte in der DDR ein Wehrpflichtiger wissen sollen, dass er Unrecht tut, bei einem Propagandaapparat, der die Ziele und Vorstellungen der Partei in die Köpfe der Leute einhämmert. Wo die Grenze der Antifaschistische Schutzwall genannt wurde, der die Faschisten draussen halten sollte. Und wer den Grenzübertritt versuchte, das konnte nur ein Verbrecher sein.

    Du bist einfach nur ein weiterer peinlicher Ahnungsloser. Aber da kannst Du nichts für. Unwissenheit über das Leben in der DDR ist schliesslich Grundvoraussetzung, um ein Urteil zu fällen.

  57. Kein Wehrpflichtiger der DDR war gezwungen bei den Grenztruppen Dienst zu tun.
    Dort wurden nur gesinnungstreue Systemanhänger eingesetzt. Sie erhielten höheren Sold als die normalen Wehrpflichtigen und kamen in den Genuß verschiedener Privilegien.
    Von den anderen Wehrpflichtigen wurden sie „Kopfjäger“ genannt und wurden gemieden.

  58. #13 karlmartell (21. Okt 2007 11:47) Auf einen Bürger, der fliehen will, zu schiessen (und womöglich noch gezielt) ist ja wohl das aller Letzte.

    Karl, bist Du dort aufgewachsen?
    Nein, denn dann würdest Du das verstehen!
    Es ist leicht, die Sache von aussen zu verurteilen!
    Wenn man von klein auf an dazu erzogen wurde, dass die Flüchtlinge „Republikverräter“ seien, dann noch klare Dienstanweisungen dazu „von oben“ hatte, ist dieses Verhalten nachvollziehbar!

    Aber die DDR-Bürger haben sich irgendwann von diesen Verdummungen und Zwängen befreit und trotz Schiessgefahr und der Möglichkeit, von Russenpanzern platt gerollt zu werden…mutig selber befreit! Danke M. Gorbatschow

    Wer kämft hier so geschlossen gegen den Islam wie die Ex-DDR-Bürger gegen die SED-Diktatur?

    Die Kleinen hängt man und die Grossen, die Befehlsgeber, lässt man laufen, denn die sind längst beim BND oder sonstwo!

  59. @Tabro:

    Das ist bestenfalls halbrichtig… wer nicht an die Grenze „wollte“ mußte durchaus mit Nachteilen rechnen, und so richtig wußte Niemand mit welchen. Und ja, von manchen „normalen“ Wehrpflichtigen wurden sie gemieden – häufig von denen, die zwar auch nicht wiedersprochen hätten aber sehr froh waren, nicht zur Grenze eingeteilt zu sein. Mir taten sie damals eher Leid, eben weil ich wußte wie hart der Dienst an der Grenze war. Paar meiner Mitschüler haben dort durchaus Schaden genommen, wenn auch nur psychisch.

    Aber nur weil ich Glück hatte, verurteile ich Keinen, nur weil er an der Grenze war – auch wenn er geschossen hat (es sei denn, ich kenne ihn und seine persönlichen Motive sehr gut). Wenn er es heute aus den gleichen Motiven immer noch tun würde… dann allerdings.

  60. #71 Tabro (21. Okt 2007 15:47) Kein Wehrpflichtiger der DDR war gezwungen bei den Grenztruppen Dienst zu tun.
    Dort wurden nur gesinnungstreue Systemanhänger eingesetzt. Sie erhielten höheren Sold als die normalen Wehrpflichtigen und kamen in den Genuß verschiedener Privilegien.
    Von den anderen Wehrpflichtigen wurden sie “Kopfjäger” genannt und wurden gemieden.

    Definitiv falsch! Woher hast Du diesen Käse? Kennst Du einen, der einen kennt, der das behauptet hat?
    Mein Kumpel Bernd, absolut nicht linientreu, eher unauffällig, wir hatten übrigens Westfernsehen seit Kindheit an, wurde als Hundeführer bei den Grenztruppen einberufen, ohne sich gegen diese Entscheidung in irgendster Weise wehren zu können!
    Dort erlebte er, wie DDR-Grenzhunde nur so zum Spass von „Drüben“, dem Westen, mit Kleinkalibergewehren abgeschossen wurden.

    Dieses Thema ist schön für PI, die Deutschen gegeneinander aufzuhetzen, für eine Vergangenheit, von denen sich die tapferen Ossis selber befreit haben!

    Verurteilt lieber die Befehlgeber, als den kleinen Wehrmachtssoldaten NVA-Soldaten!
    Waren alle Wehrmachtssoldaten Faschisten, die in der Ukraine den Kommissarbefehl ausführten? Haben alle an Gräueln teilgenommen, haben sich alle geweigert, bei Massenerschiessungen mitzumachen? Haben sie sich dagegen gewehrt, beschwert?
    Jaja, es war Krieg…(den wir angefangen haben). Aber dort war die Befehlslage klar, wie auch bei den Ost-Grenzern! Wie gesagt…dort aufgewachsen…von klwein auf an usw.

    Der Mann hat Mut, das zu gestehen…und das ist schlecht für ihn! Besser geht es denen, die das befahlen, abstritten, leugnen, vertuschten und jetzt wieder ganz oben sind!

    Hört auf….

  61. #3

    Traurig das sie so einen „GEISTESDÜNNSCHISS“ (sorry) schreiben können, ohne das hier alle anfangen zu kotzen.

    Was macht es denn bitte für den Erschossenen für einen Unterschied, ob er nun von einen verrückten Einzeltäter, durch einen unglücklichen Zufall, aus Prävention oder mit voller Absicht erschossen wurde??

  62. Dieser Mann ist mutig und sagt seine Wahrheit, warum wird bei PI so ein Thema aufgestochert? Haben einige Maulhelden hier diesen Mut?

    Also manchmal kann ich hier nur mit dem Kopf schütteln.
    Aber gut, entzweit uns Deutsche immer wieder!
    Immer schön hetzen auf den Osten!

    Das ist nicht gut für PI!

  63. #58 pippin

    Er ist wenigstens ehrlich und politisch VÖLLIG inkorrekt und gibt zu das er geschossen hätte. Die meisten hier sagen: Ich wäre aber im III. Reich im Widersand gewesen!

    Über derlei gesülze kann ich nur lachen und fast jedem der das sagt Realitätsferne attestieren. Es gibt immer Ausnahmen. Der Regelfall ist ein anderer. Mut zeigt sich oft im Kleinen. Wobei das Kleine nicht bedeutet, das es keine Folgen fürs weitere LEben hat.

    Etwas zuzugeben, das erfordert Mut. Etwas so brisantes zuzugeben erfordert noch mehr Mut. Für mich ist entscheidend: Er hat nicht geschossen. Was er getan „hätte“ „wenn“, das ist im Reich der Phantasie anzusiedeln, somit keine Tat. Zuzugeben das man, in diesem Falle Loyal gewesen zu sein, obwohl es das Mediale aus sein kann, also Karriere zu Ende, sorry, das erfordert Mut.

  64. @ Zenta #74

    Als „gelernter“ DDR-Bürger glaube ich doch schon einige Kenntnisse über die Ereignisse zu haben.
    Übrigens, auch in der DDR gab es Wehrdienstverweigerer.
    Das Systembefürworter nicht zu diesen gehörten und Stolz auf den „Dienst an der Staatsgrenze-West“ waren versteht sich wohl von selbst.
    Auch die ständige Indoktrination durch die Schule hat nicht bei allen „DDR“-Bürgern den Blick getrübt.

    Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, ist sich des rechten Weges wohl bewußt (Goethe))

  65. Uns fällt es immer ganz leicht zu sagen, was wir getan hätten, wie wir gehandelt hätten und was wir alles anders gemacht hätten. Im Konjunktiv sind wir allgemein ganz große Helden und leisten jedem Unrechtsregime Widerstand. Wir haben das Glück, von Geburt an in einem freien Land zu leben und haben diese Art der Unterdrückung nie erfahren. Keiner von uns, auch nicht die Neunmalklugen PI-Macher, kann sagen, wie er in einer ähnlichen Situation gehandelt hätte. weil sich im Konjunktiv alles sagen lässt, im Indikativ aber dann der Gehalt der Worte ans Tageslicht kommt. Ob es jetzt Jürgen Heinrich als ehemaliger Volksarmist oder der Opa als ehemaliger Wehrmachtssoldat ist, keinem können wir heute einen Vorwurf machen, hätte er doch dies oder das getan.

    Ihr müsst euch nicht über alles empören!

  66. Ein eindrucksvoller Mann: Er offenbart auch nach 17 Jahren noch keinerlei Einsicht in das Verbrechen, an dem er mitwirkte! Flüchtlinge waren nicht bewaffnet. Absichtlich danebenschießen hätte man auch können!
    Armseliger Idiot. Im Gegensatz dazu hat man es als Kollaborateur der Nazis deutlich schwerer, keine Einsicht zu zeigen..

  67. #83 RobertOelbermann

    Ein eindrucksvoller Mann: Er offenbart auch nach 17 Jahren noch keinerlei Einsicht in das Verbrechen, an dem er mitwirkte!

    An welchem Verbrechen? Hat er einen erschossen?
    Hast Du ihn danach gefragt?
    Woher hast Du diese „Erkentnis“. Waren alle Grenzer Verbrecher?
    Die Tatsache, dass er es d a m a l a getan hätte, beweist in keinster Weise, dass er keinerlei Einsicht zeigt! Im Gegenteil, es klingt wie Reue!

    Er hatte nur den Mut, es zu sagen, Mut, eine seltene Eigenschaft in West-Germany!
    Was Du dagegen machst, ist pauschalisieren, einer, sorry, jener Maulhelden, die sich diese Beiträge nicht genau durchgelesen haben, obwohl das einiges aus Sicht derer, die dort aufwuchsen, erläutert.

    Wie alt bist Du / Sie?

  68. #81 Tabro
    @ Zenta #74

    Als “gelernter” DDR-Bürger glaube ich doch schon einige Kenntnisse über die Ereignisse zu haben.

    Dann verstehe ich nicht, wie Du zu der Erkenntnis kamst „Kein Wehrpflichtiger der DDR war gezwungen, bei den Grenztruppen Dienst zu tun“. Diese Aussage ist definitiv falsch! Er wurde oft erst gar nicht gefragt!

    Natürlich wurde vorher das Umfeld abgeleuchtet, aber ein „unauffälliger DDR-Normalbürger“ konnte eben so ungefragt Grenzer werden, wie ein stolzer Systembefürworter es freiwillig tat!

    Übrigens, auch in der DDR gab es Wehrdienstverweigerer.
    Das Systembefürworter nicht zu diesen gehörten und Stolz auf den “Dienst an der Staatsgrenze-West” waren versteht sich wohl von selbst.

    Richtig…

  69. Nachtrag
    @#81 Tabro
    @ Zenta #74

    Als “gelernter” DDR-Bürger glaube ich doch schon einige Kenntnisse über die Ereignisse zu haben.
    Übrigens, auch in der DDR gab es Wehrdienstverweigerer.

    Dann lerne mal noch fleissig weiter. Ich bin kein „gelernter“, sondern geborener DDR-Bürger!
    Und wo hast Du gedient?

    Auch die ständige Indoktrination durch die Schule hat nicht bei allen “DDR”-Bürgern den Blick getrübt.

    Zumal, wenn man wie ich mit ARD, ZDF…und soweiter aufgewachsen ist. Mein Vater war ein absolut guter Antennenbauer (er war Radartechniker bei der NVA 😆 und durch viele Bücher und Bastelversuche, hat er so einiges erreicht).

  70. Offenbar verfallen Deutsche grundsätzlich von einem Extrem in das andere. Waren vor einigen Jahren noch 110 % aller Deutschen ganz furchtbar sicher, im 3.Reich tapfere Widerstandskämpfer gewesen zu sein, überschlagen sich viele jetzt in Verständnisbekundungen für jemanden, der offenbar noch nie über individuelle Verantwortlichkeit (vor Gott und dem eigenen Gewissen) nachgedacht hat. Das eigentlich Schlimme ist, daß sich hier tatsächlich Leute finden, die Heinrichs idiotische Aussage als „mutig“ bezeichnen.

  71. Damals seinen Dienst am Gefängniszaun für DDR-Bürger getan zu haben in gutem Glauben – das ist aus der Zeit heraus verständlich.
    In dem Interview erweckt er aber den Eindruck, auch heute noch zu glauben, die DDR-Bürger, die sich nach Freiheit sehnten (und wohl nicht nur nach der, hier unter 30 Waschmittelsorten zu wählen), hätten mit Vorliebe Grenzsoldaten massakriert. Und das ist nunmal eine Lüge.
    Ich jedenfalls bin froh, dass die Deutschen in der SBZ ihr Regime selbst abgeschüttelt und auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen haben, wo es hingehört.

  72. Nunja mein Vater hatte auch das zweifelhafte Glück an der Grenze eingesetzt zu werden, sprch sich jedoch mit den anderen Grenzern auf seinem Posten ab nicht zu schießen.

    Man stelle sich den psychischen Druck vor der auf den Soldten lastet immer wenn Flüchtlinge die Grenze passierten. Hätte die Führung davon Wind bekommen wären sie geschlossen jahrelang ins Militärgefängniss eingefahren.

    Die DDR-Propagnda wirkte auch weit weniger als es uns hier jetzt einige glauben machen wollen und auch heute zeigt sich im Osten eine relativ starke Propagandaresistenz.

    In der DDR-Hymne hieß es übrigens :

    „Laßt das Licht des Friedens scheinen, [b]daß nie eine Mutter mehr
    ihren Sohn beweint[/b], ihren Sohn beweint.

    Das hat wohl einige dazu bewogen sich enfach umzudrehen wenn mal wieder eine Flüchtlingsfamilie sich der Grenze näherte.

  73. @Zenta 85
    Ja, alle Grenzer, die nicht danebengeschossen haben, waren Verbrecher und diejenigen, die sich auch noch im Nachhinein dazu bekennen, haben nichts dazu gelernt. Das ist verachtenswert!

  74. da ich selbst als Wehrplichtiger an der innerdt.Grenze gestanden habe, glaube ich mir auch ein Urteil zu den Auslassungen von J.H. machen zu können. Also um es kurz zu machen, ein ziemliches Ar….., besonders seine Bemerkg. zu den mit „aller Gewalt etc….“Flüchtlingen. Natürlich gab es den Versuch im Politunterricht die Flüchtlinge zu kriminalisieren und Einzelfälle zu verallgemeinern, aber nur absolute Idioten haben das geglaubt. Ich jedenfalls wäre lieber in den Bau gegangen als mein Gewissen lebenslang mit einem umschuldigen Toten zu belasten.

  75. #61 D.N. Reb (21. Okt 2007 14:18)

    Meine Antwort bezog sich auf den Iraner.

    #51 DerIraner (21. Okt 2007 13:52)

    Selbst ohne NS-Indoktrination schliesse ich nicht aus, dass ich lieber bei einer Tasse Tee wehrlose Menschen in einem KZ systematisch ermordet haette, als mir in Russland in verbleiter Luft den Popo abzufrieren.

    Meine Antwort bezog sich auf die Tötung, siehe Iraner.

    Sehen Sie, und da ist der Unterschied zwischen den Menschen. Ich hätte den Freitod vorgezogen, anstelle Kinder, Frauen und alte Leute zu ermorden. Das weiss ich sehr genau.

    Und nicht auf die Ex DDR.

  76. Ein kurzer Blick auf die Wikipedia-Biographie genügt doch schon, um ein gutes Bild von Jürgen Heinrich zu bekommen. Wer freiwillig 1982 aus der SED ausgetreten ist, der hat nicht nur sich, sondern auch alle Familienmitglieder in Gefahr oder mindestens in Schwierigkeiten gebracht. Noch einmal ein kurzes Zitat.

    „Während seines Militärdienstes in der Nationalen Volksarmee (NVA) habe es eine Situation gegeben, in der er überlegt habe, ob er auf mutmaßliche Flüchtlinge schießen solle.“

    Ein Vorfall, wo jeder normale Mensch zweifeln würde, was er wohl zu tun hätte. Sein Dienst an der Grenze ist in meinen Augen jedenfalls nur ein Teil seiner Biographie. Jürgen Heinrich hat jedenfalls bewiesen im wahrsten Sinne des Wortes Politisch-Inkorrekt zu sein.

    In unserer heutigen Gesellschaft wird ein „Andersein“ oder „Andersdenken“ nur müde belächelt. In DDR Zeiten konnte es vielleicht ein Todesurteil bedeuten. Wer sich gegen das SED-Regime ausgesprochen hat, der war VOGELFREI, sprich zum Abschuss freigegeben. Ich habe höchsten Respekt vor Jürgen Heinrich.

  77. Nun gut, aber dass Flüchtlinge nicht bewaffnet sind, woher hätte das der 19-jährige Gefreite wissen sollen? Der Junge bekommt alle möglichen Geschichten und Propaganda aufgetischt, wenn ihn dann sein Leutnant sagt “Aber Vorsicht, die sind bewaffnet”, natürlich glaubt er das. Woher sollte er auch eine andere Meinung bekommen?

    Klar, von den Konzentrationslagern hat ja auch keiner was gewusst und die jüdischen Nachbarn waren alle auf Sonderurlaub auf Staatskosten. Die armen Deutschen bekommen alle möglichen Geschichten und Propaganda aufgetischt, natürlich glauben sie das. Woher sollen sie auch eine andere Meinung bekommen?

    Ich könnte SOWAS von kotzen!!!

    Ich jedenfalls bin froh, dass die Deutschen in der SBZ ihr Regime selbst abgeschüttelt und auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen haben, wo es hingehört.

    Tut Naivität eigentlich weh?

    Ich wohne seit einem guten Jahr in der „Ehemaligen“ und kann mir ein Urteil erlauben. Ich bin bisher noch niemandem (NIEMANDEM!) begegnet, der nach einigen kritischen Pflichtsätzen nicht doch leuchtende Augen bekommen hätte und mir erzählte, wie viel besser, schöner und größer doch alles früher hier war. An allen Missständen sind die Westdeutschen schuld, auch an den verkommenen Ruinen ehemals stolzer Häuser, die seit 1945 hier leer stehen. Die Menschen wurden niedergeschossen wie Hasen, wenn sie das Land verlassen wollten, aber jeder hatte einen Kindergartenplatz. Die Leute taten so, als ob sie arbeiteten und der Staat tat so, als ob er sie bezahlte und scheiß was auf den Rest.

    Es war ein Schweinerei, den TDDE nicht am 17. Juni zu belassen, aber das war natürlich eine opportunistische Entscheidung. Die Menschen könnten sich ja sonst an die Verbrechen des Regimes, das sie so lange mitgetragen haben, erinnern und das würde sie verärgern und scheiß was auf die Opfer.

    Falls sie das Regime wirklich „selbst abgeschüttelt und auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen haben“, haben sie es nicht wegen der politischen Freiheiten getan, sondern weil sie auch Fruchtzwerge mit Bananen haben wollten. Jetzt haben sie sie – und jammern, jammern, jammern.

    DAS ist die Realität.

  78. @#72 Tabro

    Noch so eine ahnungslose Nuss.

    Weisst Du, was eine Musterung ist? Da wird der Rekrut zur Waffengattung eingeteilt.

    Ich weiss ja nicht, wie das in der Bundesrepublik Deutschland so lief, aber in der DDR wurde definitiv zu den Grenztruppen eingezogen. Da half auch kein Quengeln. Da half höchstens der Verweis auf Westverwandschaft oder Ausreisewillige in der Familie. 🙂

  79. @#94 The_Editrix

    Na, dann würde ich an Deiner Stelle aber lieber wieder wegziehen. Oder schreibst Du an einem Buch „Das Grauen lauert im Osten“?

  80. @#93 Pretoria

    1982 aus der SED auszutreten war ein Skandal ersten Ranges. Wer das machte wurde zwar nicht erschossen aber es hatte schwere berufliche Konsequenzen. Zum Beispiel keine Arbeitsangebote als Schauspieler mehr. Andere Leute wurden auch aus dem Land hinauskomplimentiert.

    Gut, dass hat jetzt nichts mit Mut zu tun, wenn jemand die berufliche Karriere aufs Spiel setzt, kommt in diesem unserem Lande ja täglich vor, dass weil sich jemand treu ist, jemand gefeuert wird. Der letzte Mensch war E. Herman und die anderen…ich habs gleich, es waren doch soviele, weil dieses unser Land ein Hort der Anständigen und Wahrheitsliebenden ist…gleich hab ichs…ach, mein Gedächtnis.

    Wie geschrieben, ich hoffe nur, der geht seiner Beamtenpension verlustig, als Kommissar.

  81. @D.N.Reb –

    … einer meiner Mitschüler (damals in der EOS stritten wir uns häufig wegen meiner angeblich mangelhaften „Linientreue“) hatte sogar den Mut, als Offizier bei den Grenztruppen Mitte 1998 die Zweifelhaftigkeit des Ganzen einzusehen 😉

    Hat mich nachhaltig und schwer beeindruckt… heute haben wir ein recht gutes Verhältniss 🙂

  82. Bloss weil man „dabeigewesen“ oder ein ausgewiesener Fachmann ist, sollte man Menschen wie karlmartell und allen Aehnlichdenkenden den Willen und die Faehigkeit zum Widerstand nicht einfach absprechen. Heinrich hat ein Interview und ist scheinbar ehrlich gewesen, dass kann man ihm anrechnen. Deswegen braucht man ihn aber nicht gleich als „mutigen“ Mann und moralisch eindwandfreien Gesellen zu preisen. Gelungene Vergangenheitsbewaeltigung stelle ich mir etwas anders vor. Aber hey, was solls, wir haben jetzt und in den kommenden Jahren genug Moeglichkeiten, unsere Resistance im Kampf gegen eine faschistoide Ideologie, die uns als friedfertig verkauft wird, unter Beweis zu stellen.

  83. @#94 The_Editrix
    weis nicht mit was für Leuten du so verkehrst, aber mein Umgang ist das nicht. Gebe aber gerne zu dases viele, viel zu viele solcher Ostalgiker gibt. Na ja viele hätten gerne „Sozialismus mit Westgeld“, aber nicht nur im Osten. Wenn ich sehe wie schwer man sich gesamtdeutsch mit Einschrenkungen und Reformen tut, manchmal glaube ich der Sozialismus hat im Westen stattgefunden, nicht nur wegen der vielen Linken!!

  84. Juergen Heinrich, ein Produkt der DDR Erziehung, ein Irrer, falls er jetzt noch zu seiner Schiessentscheidung stehen wuerde.

  85. @ Zenta @ D.N.Reb

    Gleich bei meiner 1.Musterung in der DDR habe ich unmißverständlich zum Ausdruck gebracht, daß ich nicht zum Dienst an der Waffe zur Verfügung stehen werde. Man hat zwar etwas dumm geguckt, aber mich zunächst in Ruhe gelassen.
    Einige Zeit danach habe ich es zudem vorgezogen der stolzen DDR den Rücken zu kehren und habe mich über drei Grenzen der Bruderländer in die Bundesrepublik abgesetzt.
    So konnte man das auch machen.

  86. „@#100 Hans Maulwurf

    Aber hey, was solls, wir haben jetzt und in den kommenden Jahren genug Moeglichkeiten, unsere Resistance im Kampf gegen eine faschistoide Ideologie, die uns als friedfertig verkauft wird, unter Beweis zu stellen.“

    Jepp! Aber du solltest auch die Eurokraten und den linken Filz nicht unterschätzen – viel Feind, viel Ehr… 😉

  87. Ich sags mal mit den Worten der Gerda Bormann, Frau von Martin Borman, welche im Juli 1945 folgende sehr treffende Worte fand:

    Es gab viele Deutsche die KEINE guten Nationalsozialisten waren. Und es gab viele Nationalsozialisten die keine guten Deutschen waren.

    Treffender kann man es sicher auch für die DDR nicht sagen. Im übrigen ist es so lächerlich, sich mit dem Wissen von heute über die Jahre vor 1989 aufzuregen. Es ist genau die selbe Arroganz, mit der sich manch „Historiker“ über die Zeit des Nationalsozialismus ereifert, den Finger auf Dinge wie Staufenberg oder Gördler zeigt und sagt: Sehet! Diese Leute leisteten Widerstand!
    Super, sag ich da! Und welcher Deutsche wusste 1944 das diese Leute „Widerständler“ waren??? Genau! Nur deren Engster Kreis. Der Rest wußte: Ein Attentat wurde auf den Führer verübt. Der Führer hat wie durch ein Wunder (das Wunder der Vorsehung)) Rettung erfahren. Der Führer war von Gott gesandt. Also folget dem Führer. DAS wußten die Menschen zu der Zeit.
    Immer dran Denken: Geschichte ist nicht Schwarz Weiss

  88. @ #95 Pretoria :

    Ein kurzer Blick auf die Wikipedia-Biographie genügt doch schon, um ein gutes Bild von Jürgen Heinrich zu bekommen. Wer freiwillig 1982 aus der SED ausgetreten ist, der hat nicht nur sich, sondern auch alle Familienmitglieder in Gefahr oder mindestens in Schwierigkeiten gebracht.

    Ach lassen Sie mal gut sein, in der DDR war es eine Zeitlang sehr schick auf Opposition zu machen, insbesondere in Künstlerkreisen. Von diesen Personen hielt damals ebensowenig wie heute.

    Wer sich gegen das SED-Regime ausgesprochen hat, der war VOGELFREI, sprich zum Abschuss freigegeben. Ich habe höchsten Respekt vor Jürgen Heinrich.

    Tja, dann werden sie mich wohl künftig wohl als eine Art Gottheit betrachten müssen. Denn ich war einer derjenigen, die an der Veranstaltung Nationale Volksarmee erst gar nicht teilgenommen haben. Eben aus dem Grund gar nicht erst nicht in die Verlegenheit zu kommen auf wildfremde Leute schießen zu müssen. Zugegeben, nicht sehr förderlich für die Karriere, aber wie Sie sehen bin immernoch am Leben.

  89. Es gibt eben solche und solche Soldaten: in der mecklenburgischen Sippe, mit der ich mich verschwägert habe, ist die Großvätergeneration in den 2. Weltkrieg gezwungen worden, „kämpfte“ jedoch im Zweifelsfalle recht kreativ. Denn wenn es galt, z. B. Unbewaffnete, Flüchtende zu erschießen, kann man ja, wie der eine Großvater beiläufig erzählte, auch mit Bedacht danebenschießen („so dicht steht kein Mensch neben dir, um nachzugucken ob du ordentlich gezielt hast oder nicht.“)

    Die Sohnes- und Enkelgeneration dieser fanatisch ergebener Systemdiener und übereifriger Mitläufer war in der DDR auch nicht besser – man ging jeder engeren Verpflichtung an Partei und Armee aus dem Weg. Dafür konnte man zwar nicht gerade Karriere machen im Proletenparadies, aber der eigene Anstand war einem das schon wert.

    Bei Schiller (oder war´s Lessing?) heißt´s recht schön: kein Mensch muß müssen. Manchem ist der ruhige Blick in den Spiegel morgens eben wichtiger als Studienplatz, Autochen, Datsche, Prämie oder ähnlich ehrwürdiges.

    Die Ossis, mit denen ich befreundet bzw. verschwägert bin sind sich alle darin einig, daß in der DDR niemand zu Verbrechen gezwungen wurde. Etwas anderes sind da dubiose Überzeugungen oder schierer Opportunismus. Womit wir wieder bei so etwas altmodischem wie dem Charakter oder gar dem persönlichen Anstand wären.

  90. Sehr schweres Thema. Aber Heinrich hat nicht geschossen. Er hätte es vielleicht getan, hat es aber nicht.

    Was ich aus der damaligen Zeit noch „mitgenommen“ habe, ist, daß einem jede Hilfe und Unterstützung zuteil wurde, wenn man sich nur dem System „gefügt“ hat (oder zumindest so getan hat 🙂 ). Dann konnte man beruflich alles erreichen, was man wollte. Ich habe es damals auch nicht anders gehalten, war schön in sämtlichen Organisationen drin (FDJ, DSF, DTSB), war in meiner Schulzeit immer schön brav zu den 1. Mai und 7. Oktober Demos mit dabei (man mußte sich nur mal „blicken lassen“), nur um meinen Studienplatz zu bekommen. Aber ich war dann 1989 auch bei den Montagsdemos mit dabei. Das war ich mir schuldig.

    War man jedoch „rebellisch“ und offensichtich gegen das System (und hat es vielleicht sogar noch kund getan, Widerspruch in der Schule wurde nicht geduldet, schon gar nicht im Stabü-Unterricht (Stabü = Staatsbürgerkunde)), so wurden einem Steine in den Weg gelegt. Oder aber die Stasi hat ihr „übriges getan“, wie z.B. Morde als Selbstmorde aussehen lassen.

    In der damaligen DDR gab es entweder nur schwarz oder weiß. Dazwischen gab es nichts. Diese Vergangenheit aufzuarbeiten, muß jeder seinen eigenen Weg finden.

  91. @Addi Galland
    Es geht nicht darum, mit dem Finger auf Leute zu zeigen, die sich systemkonform verhalten haben. Nicht jeder hat den Mut, offen Widerstand zu leisten, auch ich wüßte nicht, ob ich nicht auch geschossen hätte, aus Angst. Es geht darum, sich seine Feigheit einzugestehen und nicht auch noch nach dem Zusammenbruch der Diktatur sein eigenes feiges Verhalten zu verteidigen und damit zu legitimieren. Heinrich setzt noch eins drauf, indem er jedem Republikflüchtling unterstellt, ein potentieller Mörder zu sein, das ist wirklich erbärmlich.

  92. Wer einem sog. „Republikflüchtling“ in den Rücken schießt, ist nicht besser als ein KZ-Wärter, der einen wehrlosen Häftling erschlägt oder ein Mohammedaner, der „Ungläubige“ in die Luft sprengt.

    Da gibt es nichts zu beschönigen (Die Umstände waren damals halt so! Das war/ist unser Gesetz!)

    Niemand, der auch nur einen Funken Anstand besitzt, würde einen Wehrlosen töten.

  93. @ #106 willow

    Ja, es wird noch spannend werden 😉

    @ #111 mvh

    Danke – sehr gut ausgedrueckt.

  94. Dieser Herr macht einen ganz entscheidenden Fehler: er beantwortet eine hypothetische Frage. Jeder sollte sich das gut merken. Der geschulte Rhetoriker benutzt hypothetische Fragen um das Gegenüber auszuhebeln. Man soll hypothetische Fragen stellen, aber nie beantworten. Mit anderen Worten, der Mann quatscht sich hier um Kopf und Kragen.

  95. @#105 Tabro

    Siehst Du, offenbar hast Du über genug Wissen verfügt, um Dir ein eigenes Urteil zu bilden.

    Ich bin erst im Laufe meiner Dienstzeit nachdenklich geworden und war zum Ende der DDR überzeugt, dass es nur an Honecker und seinem Politbüro liegt, wenn der Sozialismus nicht funktioniert.

    Ich hätte die Leute, die auf der Berliner Mauer herumgehopst sind auch mit Wasserwerfern heruntergespült, weil das für mich die Grenzanlage eines souveränen Staates war, keine Einrichtung, um die Menschen in einer Diktatur zu halten.

  96. Aja…

    Unsere Grossväter galten bis zu ihrem Tode als Mörder, obwohl sie kriegs- und völkerrechtskonform Partisanen erschossen haben.

    Russische und alliierte Soldaten, die Frauen, Kinder und Greise ermordet und vergewaltigt haben, gelten als Befreier.

    Schieß heute ein Polizist auf einen Angreifer mit Messer oder Schusswaffe, wird er erstmal wie ein Mörder behandelt.

    Gibt ein Grenzer der DDR zu, er hätte auf Flüchtlinge geschossen, die ein keinem mir bekannten Fall, je Grenzsoldaten angegriffen, schon gar keine Waffen besessen haben, dann wird er gefeiert.

    Wieso bringt die Gesellschaft immer wieder Menschen hervor, die nichts so sehr hassen wie ihr Land und ihr Volk. Und warum sind das bei uns Deutschen so viele?

  97. #116 Almbauer
    Als Ausländer, der bei aller Assimilation dennoch eine gewisse Distanz zum deutschen Wesen hat (allein deswegen, weil ihm die omniöse deutsche Vergangenheit fehlt), erlaube ich mir, eine mögliche Antwort auf Ihre Frage vorzuschlagen.

    Wenn man sich vor Augen führt, daß dieses Volk mindestens seit 1918 der große Buhmann Europas war, der verantwortlich für alles Übel in der Welt ist und diese Dämonisierung nach 1945 aus sattsam bekannten Gründen eine neue Dimension erhielt, dann ist es kaum verwunderlich, daß die Deutschen – sofern ein wenig Volkspsychologie gestattet ist – insgesamt ein schwergeschädigtes Selbstwertgefühl haben.

    Es ist ja auch nicht gesund, wenn einem mit dem ewigen Verweis auf Schicklgruber und Konsorten befohlen wird, die eigenen Väter und Großväter verachten oder gar hassen zu müssen, wenn wegen dieser national-sozialistischen Proleten alle althergebrachte Sitte, jede Tradition und jeder Brauch bequem als teuflisch böse verfehmt werden kann (genau dies haben die 68er getan und sie tun es immer noch).

    Mit fällt es leicht, als „Faschist“ durch die bundesdeutsche Gegenwart zu gehen, weil ich beim ersten Aufquieker empörter Gutmenschen bequem auf meine garantiert nazilose Abstammung verweisen kann. Die Tabus und Denkschablonen der Reeducater und 68er brauche ich erfreulicherweise für mich nicht gelten lassen.

    Dieses Glück haben die Eingeborenen dieses unglücklichen Landes nicht, sie müssen seit gut neunzig, verstärkt aber seit sechzig Jahren auf sich einprügeln lassen. Das hält auf die Dauer niemand unbeschadet aus (in der Psychologie gibt es den Begriff von der Identifikation mit dem Aggressor. Danach beginnt ein Mensch unter Folter oder Dauerterror irgendwann, seinem Peiniger innerlich Recht zu geben und sich mit ihm zu identifizieren, um an seiner unerträglichen und aussichtslosen Lage nicht zu zerbrechen. Gerade mißhandelte Kinder verfallen auf diese Strategie, um psychisch zu überleben; vielleicht läßt sich dies auch auf der überindividuellen Ebene beobachten).

  98. #111 mvh

    Er HAT aber NICHT geschossen! Er HÄTTE geschossen WENN ihm keine andere Wahl geblieben wäre. Also, spekulativ das Ganze. Das hat nichts mit Feigheit zu tun. Eher mit einer Überzeugung die er erlernt hat.

    Nimm den Fall Herman. Da siehst Du wie selbst hier in einer angeblichen Demokratie die Propaganda funktioniert hat. Und das obwohl wir hier alle Möglichkeit der Information haben!!!
    Trotzdem sagt selbst ein Broder noch das Eva H. einen Nazivergleich gemacht hat. Er könnte es besser wissen. Aber nein, er plappert auch das nach was Bild sagt.
    Propaganda wirkt. Glaub mir. Wenn Du etwas über die Wirkung und das erbringen von Propaganda wissen willst, dann musst Du Goebbels lesen. (Ja, ich weiss, böses Wort…er hat Goebbels gesagt…)

  99. #118 Bohemund du hast es erfasst, aber das gilt nicht für alle deutschen. Wer sich intensiv mit Geschichte befasst hat, der weis natürlich, das es keine Kollektivschuld gibt und geben kann. Insofern war mir der deutsche Schuldkult auch immer ein Ärgerniss und Teil der linken Propaganda, also ganz bewuster Missbrauch von geschichtlichen Ereignissen.

  100. #120 diederich

    Nicht nur Mißbrauch! Es war auch die Manifestierung von Unrecht. Das Unrecht, welches die Stalindiktatur gegenüber Deutschland und den eigenen Alliierten durchsetzte. Wer Vertriebene jener Zeit kennt, weiß wovon ich rede. Die „Ära Brandt“ machte das Unrecht zu Recht, besser akzeptierte dieses offiziell im Namen des Deutschen Volkes, ohne dafür legitimiert worden zu sein. Die Kriegsverbrechen der Roten Armee wurden fortan aus den Geschichtsbüchern „entfernt“ und den Deutschen ein Schuldkomplex eingetrichtert, der völlig absurd war und ist.

    Das grandiose an diesem Schuldkomplex:
    Er sichert der Linken die Macht mit dem Hinweis auf die Vergangenheit, welche 95 Prozent der lebenden Deutschen nicht zu verantworten haben. Denn diejenigen die damals „dabei“ waren, sind zum großen Teil auf den Friedhöfen begraben.

    Die Propaganda hat saubere Arbeit geleistet. Sie hat ein Tabuthema geschaffen, was gleichzeitig auf Ewig zur Buße auffordert und dabei nicht in Frage gestellt werden darf.

    Nur wenige wagen es das Tabu zu brechen. Viktor Suworow zum Beispiel ist seit seinem Buch „Der Eisbrecher“ auf der Flucht vor dem ehem. KGB. Ja, auch vorher war er schon auf der Flucht. Aber um sein Leben bangt er erst seit dem Buch. Warum?
    Weil er die offizielle Geschichtsschreibung faktisch untermauert in Frage stellt. Nicht etwa weil er ein Hitler Fan ist. Nein, weil er Einblick in die Unterlagen der ehem. Sowjetunion hatte, die den 2ten Weltkrieg behandelten.
    Die Lügen der Jahre nach 1945 sind ein grandioses Beispiel für exzellente Propaganda.

  101. @ Pippin #108

    Warum ist dieser Herr Heinrich überhaupt erst irgendwann in die SED eingetreten ?
    Entweder war er tatsächlich von der Sache des Sozialismus überzeugt, dann mangelte es ihm offensichtlich an Intelligenz.
    Oder er war ein übler Karrierist, dem es nur um berufliches Fortkommen ging und er deshalb auch einem Pakt mit dem Teufel nicht abgeneigt war.
    Keiner war gezwungen sich bei den Herrschenden anzubiedern und wohl sehr viele haben es um persönlicher Vorteile willen getan.
    Mir war es wichtiger, jeden morgen noch in den Spiegel schauen zu können, als wegen persönlicher oder beruflicher Überlegungen meine Seele zu verkaufen.

  102. @ #123 Tabro:

    Das habe ich, und Millionen andere Leute ebenso gehandhabt. Aber ich frage mich seit 17 Jahren, ob wir nicht eigentlich alle dämlich sind,
    wenn ich mir das Verständnis für Heinrich und Konsorten so anschaue…

  103. @#123 Tabro

    Schau Dir mal an, wann er geboren wurde. 1945. Bei der Gründung der DDR war er 4 Jahre alt. 1953 war er 8 Jahre alt. Als der „Antifaschistische Schutzwall“ gebaut wurde – 16. In diesem Alter sind viele Pimpfe 45 mit Begeisterung für den Gröfatz zum Panzerjagen gegangen. 1968 da war er 23. 23 Jahre fortwährender sozialistischer Propaganda. Bei einem Fernsehsender zu dieser Zeit und FDJ-Brigaden, die Westantennen abmontierten.

    1982 war er 37 und die Biermanngeschichte hat wohl einiges dazu beigetragen, dass er nachdenklich geworden ist.

    Nicht jeder wird mit der Widerständlerarmbinde geboren. Tatsächlich.

  104. #96 editrix , ganz klar ein Fall für die Therapie. Sorry aber anders kann man des nicht sagen. Solche Bemerkungen auchnoch, ernstgemeint zu erwiedern ist unnütz.

    ´Zum Thema: er hat niemanden erschossen also wayne

  105. Man merkt hier ganz deutlich, die Leute die damals dort aufwuchsen und diejenigen, die jetzt hier grosse Töne spucken, obwohl sie nie in dieser Lage waren! Letztere sind theoretisch alles Freiheitshelden! Nur…befreit haben sich die „Ossis“ ja selber! Das war heldenhaft! Denn: Helden sind aus jenem Holz geschnitzt, aus dem man auch Särge macht. (Markus Weidmann, Schriftsteller, Chur, Schweiz). D.h. jederzeit hätte die STASI schiessen lassen können, nur Gorbatschows Haltung verhinderte dieses letztendlich!

    Viele Leute aus dem Westen können sich das einfach nicht vorstellen, wie es damals abging in East Germany, in diesem totalitären System. Sie sind dort nicht aufgewachsen und können sich jetzt hier und heute über die Offenheit eines Herrn Heinrich auslassen!
    Versteht Ihr das nicht Leute? Er ist ehrlich und bereut das sicher auch, dass er damals so gehandelt hätte.

    Wie gesagt, die Mauerschützen sitzen ein, den Befehlsgebern gehts glänzend!

    Nur kleine Diebe und Verbrecher hängt man!

    So Ihr Helden aus dem Westen, weitermachen!

    Wie halten wir die Islamisierung Europas auf?

  106. 103 diederich ( @#94 The_Editrix
    weis nicht mit was für Leuten du so verkehrst, aber mein Umgang ist das nicht. Gebe aber gerne zu dases viele, viel zu viele solcher Ostalgiker gibt. Na ja viele hätten gerne “Sozialismus mit Westgeld”, aber nicht nur im Osten. Wenn ich sehe wie schwer man sich gesamtdeutsch mit Einschrenkungen und Reformen tut, manchmal glaube ich der Sozialismus hat im Westen stattgefunden, nicht nur wegen der vielen Linken!!

    😆

    Und man sieht ja den Kurs, den man heute steuert, der Kommunismus war eben nicht arg genug.

    Jetzt muss eben der Islam her, eingeführt von westlichen „Demokraten“.
    Die Bezeichnung Kamikazeflieger wäre besser.

    Die 3. Diktatur…
    Naja, er vereint ja Faschismus in sich, also die 2.1..

  107. Na, dann würde ich an Deiner Stelle aber lieber wieder wegziehen.

    Ja du! *gähn*

    weis nicht mit was für Leuten du so verkehrst, aber mein Umgang ist das nicht.

    Gehst du nicht zum Arzt? Zum Rechtsanwalt? Kaufst ein? Kommst mit Leuten beim Hundeausführen ins Gespräch? Lässt das Auto reparieren? Gehst essen? Ins Stehcafé? Zum Tierarzt? Vielleicht gehst du ja, anders als ich, einer geregelten Arbeit nach: Redest du da mit deinen Arbeitskollegen? Redest mit Handwerkern etwas mehr als warum es aus dem Sicherungskasten verschmort riecht? Zu Veranstaltungen? Ausstellungen? In Museen?

    Du wohnst im Osten in einer Ossi-freien Welt?

    Toll!

  108. Nur…befreit haben sich die “Ossis” ja selber! Das war heldenhaft!

    Klar! Mit dem Trabi über Prag oder Ungarn in die BRD – Das war heldenhaft. Manche haben auch noch ihre kleinen Kinder alleine zuhause zurückgelassen. Das war noch heldenhafter.

  109. Viele Leute aus dem Westen können sich das einfach nicht vorstellen, wie es damals abging in East Germany, in diesem totalitären System.

    Kommt mir das nicht bekannt vor?

    Ihr Jungen könnte euch das alles nicht mehr vorstellen. Man konnte doch nichts machen, man MUSSTE doch Ahnenforschung betreiben (wenn man was werden wollte). Man MUSSTE in den BDM/die HJ (dummes Zeug!). Man konnte doch nichts dagegen machen (wenn man weiterkommen wollte).

    Und jetzt heißt es schon ganz kosmopolitisch „East Germany“ und nicht mehr DÄ-DÄ-ÖRR!

  110. #31 Addi Galland

    Jeder der nicht in der Situation war, sollte einfach mal die Schnauze halten. Dieses ewige Moralapostel Getue wiedert mich an.

    Ich kenne genug Gutmenschen, die sagen: ” Bei Hitler wären wir aber im Widerstand gewesen und an der DDR Grenze hätten wir auch nicht geschossen”

    [snip]

    Die ganzen Maulhelden vergessen folgendes:
    Im System weisst Du nur was die Propaganda zulässt!

    Die Gutmenschen, die ICH kenne, und ich kenne die meisten, seiern alle ‚rum, dass es um Himmelswillen vermessen sei von sich zu behaupten, man hätte selber die Kraft zum Widerstand gehabt. Ich erinnere hier an einen evangelischen Bischof, der meinte, Bonhoeffer sei kein Vorbild. Das war im Zusammenhang mit dem Selbstmord von Pfarrer Roland Weißelberg, auf den übrigens im Sidebar dieses Blogs hingewiesen wird.

    Und die ganzen „Maulhelden“ die nur in der Phantasie eines Deppen existieren, der sich nicht schämt hier unter dem Namen eines Nazi-Generals zu kommentieren, wussten sehr wohl, was vorging. In BEIDEN deutschen Diktaturen. Auch wenn ein kleiner Nazi wie „Adi“ uns das Gegenteil weißmachen will.

    Nazis und „Gutmenschen“ – eine rot-braune Soße! Quod erat demonstrandum.

    Danke Adi!

  111. #72 Tabro (21. Okt 2007 15:47) Kein Wehrpflichtiger der DDR war gezwungen bei den Grenztruppen Dienst zu tun. Dort wurden nur gesinnungstreue Systemanhänger eingesetzt.

    #75 Zenta (21. Okt 2007 16:02) Definitiv falsch! Woher hast Du diesen Käse?

    Tabros Schilderung deckt sich mit meiner Erfahrung, Zenta liegt falsch. Von meinen Mitschülern landeten ausschließlich die wenigen roten Socken am antifaschistischen Schutzwall. Unsichere Kantonisten ließ man nicht an die Mauer. Mit der falschen Einstellung oder gar Westverwandten führte kein Weg dorthin. Wer nicht wollte, mußte nicht.

    Zur Erstmusterung im Jahre 1982 vom Wehrkreiskommando befragt, ob ich mir einen Dienst als Grenzsoldat vorstellen könne, antwortete ich, daß dies nicht mit meinem Gewissen vereinbar wäre. Bei der zweiten Musterung, fragte man erneut. Ich lehnte wiederum ab. Damit war der Fall erledigt. Keine Probleme mit der FDJ, auch ein Studium war möglich.

    Jürgen Heinrichs Sprüche entlarven ihn mindestens als Mitläufer. Für seine schlechte Kinderstube ist er nicht verantwortlich. Doch daß er 20 Jahre später den gleichen Mist erzählt, ist widerlich.

    Ich wusste, wer da rüber will, der kennt auch kein Pardon, der räumt alles aus dem Weg.

    Diesen Quatsch hätte auch das Organ des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland, das „Neue Deutschland“, abgedruckt. Vor der Wiedervereinigung.

  112. @#130 The_Editrix

    „Klar! Mit dem Trabi über Prag oder Ungarn in die BRD – Das war heldenhaft. Manche haben auch noch ihre kleinen Kinder alleine zuhause zurückgelassen. Das war noch heldenhafter.“

    Na siehst Du, Du liegst doch mit den Auffassungen des ZK der SED gar nicht so weit auseinander. Da solltest Du Dich eigentlich wohlfühlen. Im Osten.

    @#133 The_Editrix

    Mach bloss nicht den Fehler, von den Namen auf die Leute zu schliessen. Das kann daneben gehen. Aber es ist der typische linke Reflex. Galland? Luftwaffenas. Folglich muss der Namensträger NAZI sein. Ich kann nur hoffen, Du befährst nie eine Autobahn. Jedenfalls keine, die Hitler hat bauen lassen.

    @#134 pschmidt

    Ich will Dir Helden bloss mal sagen, dass 1982 bereits die Biermannaussperrung erfolgte, mit anschliessender Protesterklärung von Schriftstellern und Schauspielern und deren teilweiser Ausreise. Und dass die DDR durch die Verhandlungen in Helsinki, KSZE – falls Dir das etwas sagt, nicht mehr so im Inneren agieren konnte, wie sie es gerne getan hätte.

    Schreib Deine Freistellung vom Grenzdienst bloss nicht alleine Deinem Mut zu. Die haben ganz andere vorbereitet, die tatsäöchlich Mut aufbringen mussten.

  113. @The_Editrix

    Ich halte das übrigens auch für eine Bananenrevolution. Angefangen haben Leute, die wirklich persönlichen Mut aufgebracht haben und die das verwirklichen wollten, was die Verfassung der DDR eigentlich erlaubte. Dann gesellten sich andere dazu als sie merkten, dass es vielleicht Dresche gibt aber mehr nicht.

    Schliesslich wurde es zum abendlichen Ritual, korrekt nach der Arbeit mit einer Kerze herumzulaufen und zu tun, als bete man. Für den Frieden und Einsicht im Politbüro.

    Und als dann völlig klar wurde, dass das ZK der SED weder handeln wollte, noch konnte, da gesellte sich der Rest der DDR dazu, der den Anschluss nicht verpassen wollte.

    Denn seltsamerweise dachte die Partei und Staatsführung, sie würde für das Volk regieren und war völlig von den Socken als sie erkannte, dass ihr Volk diese Regierung gar nicht wollte. Das Volk wollte volle Regale in den Geschäften und nicht mehr solange auf das Auto warten. Und es wollte die Freiheit dahin zu reisen, wohin es ihm behagte. Es wollte dafür sogar den Kapitalismus, denn Arbeitslosigkeit, Armut und Ausbeutung, das war nur Propaganda des Staatsbürgerkundelehrers und des Schwarzen Kanals. Also gab die Regierung der DDR auf. Eingeschüchtert von hunderttausenden abendlichen Spaziergängern mit Kerzen, die Gorbi, Gorbi riefen.

    Was meinst Du, würde sich eine Bundesregierung ebenso verhalten? 🙂

    Ja, nun haben die ehemaligen DDR-Bürger den Kapitalismus und vielen ist das nun auch wieder nicht recht. Dämliche Bande.

  114. #136 D.n. reb.

    „Und als dann völlig klar wurde, dass das ZK der SED weder handeln wollte, noch konnte, da gesellte sich der Rest der DDR dazu, der den Anschluss nicht verpassen wollte.“

    Ganz so sicher war das nicht!! Mein Vater ist Arzt und zu der Zeit in der NVA gewesen. Die waren nicht nur in Alarmbereitschaft, sondern hatten Unmengen Verbandsmaterial und Morphium rumliegen. Die waren auf alles Vorbereitet und leztendlich hing es am seidenen Faden und an der UDSSR, dass es nicht Arg Blutig geworden ist.

  115. @#137 karlsquell

    Klar, die NVA war in Alarmbereitschaft aber letztendlich hat sich die „Arbeiter- und Bauernregierung“ ohne einen Schuss ergeben.

    Glaubst Du, dass das von einer Bundesregierung erwartet werden könnte? Ich nicht.

  116. So, und jetzt muß ich auch mal meinen Senf abgeben.

    Wie hier ein Kommentator treffend sagte, hypothetische Fragen stellt man, um jemanden auszuhebeln.
    Heinrich antwortete und fiel prompt rein. Ein Idiot halt.

    Und wir, sonst meist einig, liegen uns in den Haaren. Meiner Meinung nach kann der Heinrich viel rumerzählen, was er getan HÄTTE. Hat er aber nicht.
    Was ich an seiner Stelle getan hätte, weiss ich auch nicht. Es kommt eben immer auf die Situation drauf an.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand, der bei Verstand ist, gerne in den Rücken von andren schießt.

    Ein Kumpel von mir war auch bei den Grenztruppen. Hat sich überhaupt nicht drum gerissen. Blos, wenn dir das nachdrücklich angeboten wird, versucht man die 3 Jahre runterzuschlucken, um den begehrten Studienplatz nicht zu gefährden. Besonders, wenn man weder in der Partei war, noch einer Arbeiter- und Bauernfamilie entsproß. Und auch kein Kampf- und Eingabentyp war. Jedenfalls war seine Zeit an der Grenze schlagartig vorbei, als die Schwester einen Ausreiseantrag stellte.

    Auf dem Wehrkreiskommando sind die Leute recht freundlich, allerdings nicht die, die schon in der Schule Studienplätze mit Armeedienstzeit bezahlen lassen. Ich kann mich noch deutlich an die erpresserischen Drohungen der Dame erinnern. Hoffe, dass die bei Grenzöffnung einen Schlaganfall erlitten hat. 😉

  117. #139 nonconformicus Bei mir haben sie auch mit Zuckerbrot und Peitsche versucht mich auf 3Jahre zu verpflichten, habe mich aber rausgeredet und den Studienplatz gab es später trotzdem.Man mußte natürlich geschickt argumentieren ohne politische Bezüge eben.War übrigens trotzdem an der Grenze. Soviel linietreue wie manche in diesem Forum annehmem gab es in der Altergruppe gar nicht, um den Bedarf der Grenztruppen zu decken. Da wurde nur gecheckt ob Westverwandtschaft engeren Grades und polizeilicher Leumund etc. Genauso war es mit der Schieserei an der Grenze,man mußte ja kein guter Schütze sein und so habe ich bei allen Leistungsvergleichen Fahrkarten geschossen. Ich habe natürlich darüber nachgedacht was machst du wenn.., ist für einen damals 20jährigen nicht unbedingt selbstverständlich und mit irgendjemand bei der Truppe darüber reden konnte man nicht. Also eine reine Gewissensfrage und ich hätte nur bei einem tätlichen Angriff auf mich geschossen, das hatte ich mir zumindest fest vorgenommen.

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