Es wird immer grotesker: Yakin Ertürk, UNO-Sonderberichterstatterin zum Thema „Gewalt gegen Frauen“, bemängelt, dass die Menschenrechte von Migrantinnen, die zum Beispiel unter häuslicher Gewalt oder Zwangsverheiratung leiden, von vielen europäischen Staaten zu wenig beachtet und mit dem Argument der „anderen Kultur“ entschuldigt werden würden.

Das finden wir interessant. Nachdem uns seit Jahren eingetrichtert wird, dass jede Kritik an häuslicher Gewalt in muslimischen Familien einem rassistischen Vergehen gleichkommt und Menschenrechtlerinnen, die dieses anzusprechen und zu bekämpfen wagen, verhöhnt, der Lüge bzw. der „unwissenschaftlichen Arbeit“ bezichtigt, übel veleumdet und zum Abschuss freigegeben werden (Hirsi Ali, Necla Kelek, Seyran Ates, Irshad Manji, Nyamki Sabuni – um nur einige zu nennen), wirft uns die türkische Soziologin Ertürk nun vor, diesem Gebiet zu wenig Beachtung zu schenken. Und belehrt uns dann sogar noch frech, dass es sich um ein Problem mangelnder Integration handeln würde, ganz so, als würde es diese schweren Menschenrechtsverletzungen in den Herkunftsländern der Migranten gar nicht geben.

So können wir als tagaus, tagein durch die Gesinnungspolizisten der Nation – von Claudia Roth, Lale Akgün oder Volker Beck über Moslemverbände bis hin zu staatlichen Organisationen – belehrt werden, dass häusliche Gewalt, Zwangsheiraten und sogar Ehrenmorde – obwohl in islamischen Ländern an der Tagesordnung – keine islamischen Phänome seien, und gleichzeitig von der UNO wegen Missachtung dieser Misstände angegriffen werden – natürlich, ohne Erwähnung des I-Wortes!

Nun liebe UNO, wie wäre es, die durch den Islam verursachten schweren Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen erstmal in den Ländern der Friedensreligion selbst anzugehen? Die holländische Diplomaten-Ehefrau Betsy Udink beschrieb kürzlich in „Allah und Eva“ das islamische Pakistan als schrecklichstes Land für Frauen – nicht Europa. Aber dann wäre der Bogen Islam – Gewalt gespannt, und das darf natürlich nicht sein. Daher kritisiert man in UNO-Neusprech zur Entlastung des Islam nebelig-trüb die „Gewalt in Migrantenfamilien“, an der natürlich der Westen wegen mangelnder Integrationsanstrengung allein die Schuld trägt. Und das I-Wort kommt nicht vor.

Die UNO wirft somit in perfektem Orwell’schem Zwiedenken dem Westen das Benennen islamischer Gewaltphänomene ebenso vor, wie das Nicht-Bekämpfen dieser nicht vorhandenen Probleme. Alles klar?

(Spürnase: Ludwig St.)

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