Huber: Christlich-jüdischer Dialog ohne Muslime

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Bischof Wolfgang Huber, hat den Forderungen von Islamvertretern nach Teilnahme am christlich-jüdischen Dialog eine Absage erteilt. Das gewonnene Verhältnis zwischen Christen und Juden müsse „in seiner Einzigartigkeit bewahrt und weiterentwickelt werden“.

Huber warnte auch davor, kritische Stimmen zu Größe und Ort von Moscheebauten in Zusammenhang mit antiislamischen oder rechtsextremen Einstellungen zu bringen. Im Januar hatte Huber bereits öffentlich die Frage aufgeworfen, für wen der Berliner Bezirk Heinersdorf eigentlich eine Mosche brauche.

Mehr PI-Beiträge zu Bischof Huber kann man hier finden.

(Spürnase: MF)




Der Tod und das Mädchen

jenyajpg.jpgIm Andenken an alle jungen Mädchen, denen Gewalt angetan wird; im Gedenken an alle unschuldigen Opfer von Terroranschlägen; im Gedenken an die sinnlos Ermordeten veröffentlichen wir ein Video über die 15-jährige Jenya, die durch ein Selbstmordattentat ums Leben kam. Das Material für dieses Video wurde von der Mutter des Mädchens zur Verfügung gestellt.

Achtung: Die Youtube Seite, auf der sich das Originalvideo befindet, wird häufig von der Mutter des Mädchens, Faina Dorfman, besucht. Sie können der Mutter dort auch eine Nachricht hinterlassen. Seien Sie aber bitte respektvoll. Denken Sie daran, was die Mutter durchgemacht hat. Unangebrachte Kommentare werden gelöscht.

Ich wurde gestern ermordet

[youtube IXrcOec21U0]

„Hallo alle miteinander, ich heiße Jenya. Ich habe auch einen sehr schönen zweiten Namen – Keren. Zum Nachnamen heiße ich Dorfman. Ich wurde am 7. Juli 1985 in der Stadt Tashkent geboren.

1994 bin ich mit meiner Familie nach Israel eingewandert. Meine Mutter heißt Faina, auch ein sehr schöner Name, oder? Und meine Mutter ist so hübsch wie ich. Ich tanze so gerne! Und nicht einfach nur tanzen. Ich könnte ohne Ballet nicht leben. 1998 hatte ich Glück. Ich wurde an einer Zalman Aran Tanzschule aufgenommen.

Und ich mag auch kleine Kinder sehr gern. Sie sind so lustig und klug! Jedenfalls klüger als Erwachsene mit ihren ständigen „Sein oder Nichtsein“ Problemen. Aber natürlich „Sein“, verstehen Sie?

Am 1. Juni 2001 gingen meine Freunde und ich in die „Delphinarium“ Disco in Tel Aviv. Es ist so schön dort am Abend! Einfach – magisch! So viele junge Leute… Musik… Wärme… Liebe! Alle leiben einander… wie in einem Traum! Ich stand mit meinen Freundinnen beim Eingang. Wir lachten, scherzten, neckten die Jungs (im guten Sinn!), tauschten Neuigkeiten aus, Träume, Hoffnungen und Freude…

Und dann war da eine Explosion. Ein palästinensischer Terrorist, ein junger Typ, bahnte sich irgendwie einen Weg zu uns durch, und sprengte sich mitten zwischen uns in die Luft. Am 19. Juni bin ich im Krankenhaus meinen Verletzungen erlegen. Zwei Wochen später wäre ich 16 geworden. Ich hatte schon eine Liste von Freunden gemacht, die ich zu meinem Geburtstag einladen wollte…

Und warum geschah das alles?! Weil ich Jüdin war? Einfach deswegen?! Weil ich mir niemals die „Sein oder Nichtsein“ Frage stellte? Sondern einfach den Wunsch hatte „zu sein“!?

Welchen Willen haben Sie, die Lebendigen? Ich bin sicher, Sie haben den Wunsch „zu sein“! Zu bleiben! Verstehen Sie? Ohne Berücksichtigung dessen, was Sie sind: weiß oder schwarz, jüdisch oder französisch, Kind oder erwachsen! Trotz allem – zu sein!

Seien Sie immer glücklich! Ich liebe Sie!
Jenya Dorfman“

Video von Ilanushkah (Spürnase)
Material von Faina Dorfman, Jenyas Mutter
Musik: „Dance me to the end of love“ von Leonard Cohen

»Jenyas Gedenk-Website
»Weitere Informationen




Scheich bietet Europa friedliche Rettung aus Dekadenz an

memri9.jpgVorurteile und Klischees bestimmen das Bild des Islam im Westen. Im Islam hingegen hat man ein sehr objektives Bild über den Westen. Völlig zurecht sieht man in der westlichen Kultur wenig erstrebenswertes. Sheikh Yousef Al-Qaradhawi zeigt sich besorgt um den Sittenverfall Europas und bietet den Weg des Friedens als Lösungsansatz für unsere Probleme.

http://www.memritv.org/clip/en/1592.htm

„Einige Freunde zitierten eine Hadithe, die besagen, dass der Islam Rom erobern werde.
Heißt das, dass wir die Europäer wieder besiegen werden?“
Die Eroberung Roms – die Eroberung Italiens, und Europas –
heißt, dass der Islam nach Europa zurückkehren wird.
Muss diese Eroberung unbedingt durch Gewalt erfolgen? Nein.
Es gibt so etwas wie eine friedliche Eroberung.
Die friedliche Eroberung ist in unserer Religion verankert,
und deswegen erwarte ich, dass der Islam Europa erobern wird –
ohne dabei auf Schwert und Kampf zurückgreifen zu müssen.
Man wird dies mittels „Da’wa“ tun.
Europa ist mit seinem Materialismus, seiner promiskuitären Philosophie so elend,
und mit den amoralischen Erwägungen, die heute die Welt regieren –
Egoismus und Wehleidigkeit
Es ist Zeit, dass Europa aufwacht und einen Ausweg findet.
Es gibt für Europa keinen anderen Lebensretter oder Rettungsboot als den Islam.

Keine Sorge, ehrbarer Scheich. Europa hat bereits erkannt, daß der Islam eine kulturelle Bereicherung darstellt. Alle Weichen sind gestellt für die Ausbreitung des Islam, kulturell wie auch demografisch.

Der Islam wird Europa von dem wütenden Materialismus, an dem es so leidet, erreten.
Diese Zügellosigkeit, die es gestattet, dass Männer Männer und Frauen Frauen heiraten, ist entsetzlich.
Alle Religionen verurteilen das.

Da liegt noch viel mehr im Argen. Die ganze Gender-Debatte von der Gleichmacherei von Mann und Frau, die sexuelle Unbekümmertheit der westlichen Frauen, die Weigerung westlicher Frauen Kinder zu bekommen, die Vermarktung der Frau als Sexobjekt, FKK, Sexindustrie, Homoparaden, Loveparaden, Karnevallsparaden und Tanzmariechen,…..

Der Islam ist dazu fähig Europa und dem ganzen Westen
Er kann ihnen den Glauben bieten ohne die Wissenschaft zu leugnen.
Er gibt die Wahrheit ohne ihnen Macht und Einfluss zu nehmen.
Er kann sie mit dem Himmel verbinden, ohne sie der Erde zu entreißen.
Er kann ihnen den Geist geben, ohne die Materie zu verleugnen.
Die Botschaft des Islams ist die des globalen Gleichgewichts,
und deswegen glaube ich, dass die Eroberung mittels „da’wa“ vollzogen wird.
Aber natürlich müssen Muslime sich so verhalten, dass sie diese Welt erobern können.

Wahrscheinlich ist das was Sheikh Yousef Al-Qaradhawi vertritt lediglich eine nicht repräsentative Einzelmeinung in der islamischen Welt. So wie die der Regenten Erdogan (Türkei) und Izetbegivic (Bosnien), sowie alle anderen Einzelfälle von Gleichgesinnten, die ebenfalls von der demografischen Eroberung Europas schwärm(t)en. Zwar verkündet der Koran in Sure 8,39, daß zu kämpfen sei bis aller Glaube auf Allah gerichtet ist. Und auch der Prophet hat strikt nach dieser Vorgabe gehandelt. Doch welcher Repräsentant des Islam nimmt es schon mit dem Koran so genau und sieht im Propheten ein Vorbild auch für die heutige Zeit ? Der Scheich dürfte da zusammen mit allen Gleichgesinnten eine seltene Ausnahme darstellen.

Lobend hervorzuheben ist: Der Scheich propagiert den Frieden als Weg der Errettung Europas vor dessen eigener Dekadenz. Frieden ist auch in Europa ein höchster Wert. So groß sind also die kulturellen Differenzen, wie sie Islamophobe ständig darstellen, keineswegs.
Europa sollte darum das Rettungsangebot von Scheich Al-Qaradhawi nicht leichtfertig ausschlagen.

Das Video dazu sehen Sie hier.




Bitte nicht mehr als eine Ehefrau!

turk.jpgWer als Flüchtling einwandert, kommt häufig allein und hat den Wunsch, die Ehefrau und die Kinder in seine neue Heimat nachkommen zu lassen – Familiennachzug nennt sich das. Doch manchmal kommt es zu Anträgen der besonderen Art, die unser Rechtssystem überfordern: Eine Frau ok, aber drei sind zwei zuviel. So wurde einem Türken – wie der Blick berichtet – verboten, zusätzlich zu seiner rumänischen Partnerin noch seine zwei türkischen Frauen mit Kindern in die Schweiz zu holen.

Das ist noch eine Großfamilie: 1 Mann + 1 Partnerin + 2 Ehefrauen + 11 Kinder. Für Schweizer Verhältnisse doch ein etwas ungewöhnliches Beziehungsleben. Dies wollte der Mann aus der Türkei in der Schweiz jetzt weiterführen – doch das verwehrte ihm das (noch) nicht Scharia-konforme Bundesverwaltungsgericht.

Der Mann aus der Türkei war 1994 aus nach Rumänien geflüchtet. Nachdem er dort erfolglos ein Asylgesuch gestellt hatte, wurde er 2001 in die Türkei zurückgeschafft, wo er festgenommen und misshandelt wurde – er saß drei Monate im Gefängnis. Während seiner Zeit in Rumänien hatte er seine rumänische Partnerin kennengelernt und mit ihr ein Kind gezeugt.

In seinem Heimatland war er schon mit zwei Türkinnen verheiratet. Mit beiden zusammen hat er elf Kinder. 2002 flüchtete der Mann in die Schweiz und wurde 2003 als Flüchtling anerkannt. Noch im gleichen Jahr zog seine rumänische Lebenspartnerin mit Kind nach. Beide wurden vorläufig aufgenommen, ebenso wie zwei weitere in der Schweiz geborene Kinder des Paares.

2003 stellte er zusätzlich ein erstes, erfolgloses Gesuch um Familienzusammenführung für seine beiden türkischen Frauen und deren elf Kinder. Ein zweites Gesuch wurde 2005 ebenfalls abgelehnt.

Auch das Bundesverwaltungsgericht hat diesen Entscheid jetzt bestätigt. Der Türke hatte argumentiert, dass er mit allen drei Frauen und Kindern eine Familieneinheit bilde. Den Kontakt zu seinen türkischen Frauen habe er nie aufgegeben und während seines Aufenthalts in Rumänien mit ihnen fünf weitere Kinder gezeugt.

Der Entscheid mag für ihn unverständlich sein. Doch das schweizerische Bundesverwaltungsgericht hat ein noch etwas anderes Bild von der Ehe: In dieser alten, möglicherweise als intolerant und überholt erscheinenden Vorstellung ist nur eine Ehefrau vorgesehen.

(Mit Dank an Urs Schmidlin und zahlreiche andere Spürnasen)




Moscheen: Ihre Zahl steigt und steigt …

Meistens sind es keine repräsentativen Zeichen islamischer Eroberung, wie in Köln-Ehrenfeld, Duisburg oder Frankfurt geplant oder in Berlin bereits errichtet. Fast immer werden sie unauffällig in Wohnungen oder leeren Fabriketagen angelegt: Gebetsräume, Minimoscheen und Koranschulen. Und ihre Zahl steigt und steigt.

Wenn die Behörden aufmerksam werden, wird normalerweise auch nichts unternommen, sondern der Status Quo geduldet. Der schleichenden Invasion einer totalitären, als Religion daherkommenden Herrschaftsform wird von staatlicher Seite nichts entgegengesetzt. Im Gegenteil, ihre Verbreitung wird quer durch alle Parteien gefördert, und wer Widerspruch leistet, ist massiven Diffamierungskampagnen ausgesetzt, vor denen nicht einmal ein Ralph Giordano sicher ist. Mehr hier…

(Spürnase: Bernd v. S.)




Kein Muezzin im Berliner Dom

Am Samstag sollte im Rahmen der Aufführung einer Friedenskantate der Muezzin im Berliner Dom auftreten und dort das islamische Glaubensbekenntnis vorsingen. Die Mehrheit der Domkirchenräte fand das inakzeptabel, weil sie „das Glaubensbekenntnis des Islam, auch eingebettet in ein Kunstwerk in einer christlichen Kirche,“ nicht mittragen könne. Die taz gibt sich empört.

Als Verbündeter wird Domkantor Tobias Brommann gefunden, der mit den Worten zitiert wird:

„Wir glauben an unterschiedliche Götter, aber wir haben ein gemeinsames Ziel: die Erhaltung des Friedens.“

Da hat die gutmenschliche Gehirnwäsche aber reichlich Früchte getragen. Das erneute Zitieren sämtlicher Suren, in denen zur Tötung Andersgläubiger aufgerufen wird, möchten wir unseren Lesern an dieser Stelle ersparen. Der Islam wurde stets mit Gewalt ausgebreitet und auch da, wo er herrscht, gibt es keinen Frieden. Muslime töten sich gegenseitig, und die brutale Unterdrückung von Frauen, „Ungläubigen“ und Homosexuellen ist allgegenwärtig. Aber sein Wunschbild vom Islam=Frieden lässt man sich als wackerer interreligiöser Christ nicht einfach von der Realität kaputtmachen.

Die Mehrheit hat allerdings – Gott sei Dank – mit einem klaren Glaubensbekenntnis in Übereinstimmung mit den Vorgaben der Kirchenleitung den Singsang des Muezzin verboten:

„Wir glauben an den dreieinigen Gott – Vater, Sohn und Heiliger Geist. Dies unterscheidet uns fundamental vom Glaubensbekenntnis des Islam.“ (…) Ein Nebeneinander muslimischer und christlicher Gesänge ist in einer Kirche nicht erwünscht.

Man solle das Konzert dann eben in ein Konzerthaus verlegen. Cigdem Akyol von der taz interpretiert dies als „Problem der Kirche mit Kunst“. Wie alle Muslime und Multikultis ist man ja immer sehr großzügig bei Forderungen an Christen und Mehrheitsgesellschaft, sich islamischen Gepflogenheiten anzupassen und eigene Überzeugungen zu entsorgen, während umgekehrt auf die Gefühle und Gebräuche der Muslime gefällgst Rücksicht zu nehmen ist. Ein christliches Glaubensbekenntnis – auch im Rahmen eines Kunstwerkes – in einer Moschee abgeben zu wollen, würden dieselben Leute sicher als ungeheure Provokation empfinden und Verständnis dafür haben, wenn bei „spontanen Demonstrationen“ Menschen getötet und Gebäude in Brand gesteckt werden. Soll doch die taz jemanden vorbeischicken, der in einer Moschee versucht, ein Kirchenlied zu singen, vorzugsweise das „Ave Maria“ und unbedingt die Stoppuhr mitnehmen, um zu messen, wie lange die Person am Leben bleibt.




Ffm-Hausen: Presse verschweigt Bürgerrunde

demo_clowns_200.jpgDie Diskussion um die Hausener Moschee sei beendet, befahl Oberst a.D. und Frankfurter Stadtrat (noch nicht a.D.) Volker Stein (FDP). Die Frankfurter Bürger sehen das anders und wollten mit einer Presseerklärung auf eine am kommenden Montag um 17 Uhr stattfindende Bürgerrunde aufmerksam machen, bei der Bürger Politikern Fragen, z.B. zum geplanten Moscheebau in Hausen, stellen können. Da die Kollegen der Qualitätspresse die Veröffentlichung der Erklärung verweigern, erlaubt sich PI, die Bürger von der städtischen Veranstaltung in Kenntnis zu setzen.

Mit der Bitte um Veröffentlichung erhielten wir die nachfolgende Presseerklärung von der Bürgerinitiative Frankfurt-Hausen, die wir unseren Lesern selbstverständlich im Originalwortlaut zu Verfügung stellen:

Donnerstag, 1. November 2007

 

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Hausen vom 1. November 2007

Nachdem Oberbürgermeisterin Petra Roth am 20. Oktober bezüglich der geplanten dritten Moschee am Fischsteinkreisel in Frankfurt-Hausen klar Stellung bezogen hat, unter Missachtung der berechtigten Sorgen und Ängste in weiten Teilen der Hausener Bevölkerung, ist die politische Auseinandersetzung nicht beendet, wie manche Magistratsmitglieder nun irrtümlich meinen, sondern kann jetzt erst richtig beginnen.

Deshalb und aufgrund des hohen Zuspruchs aus der Bevölkerung hat sich die Bürgerinitiative Hausen (BI-Hausen) bei Ihrer Sitzung am 31.10.07 neue Strukturen gegeben.

Routinemäßig übernahm BI-Mitbegründer Jürgen Quente die Aufgabe des Sprechers, welche bisher Horst Weißbarth erfüllte, ebenfalls Gründungsmitglied der BI-Hausen.

Um die Öffentlichkeitsarbeit zukünftig intensiver und profilierter zu gestalten, wurde
Michael Bernhardt zum Pressereferenten bestellt. In dieser Funktion verantwortet er auch die Redaktion des Internetauftrittes der Bürgerinitiative www.pro-frankfurt.org, der bereits seit Anfang Oktober online ist und eine stetig steigende Besucherfrequenz verzeichnet.

Weiterhin wurde Herr Reinhard Gerheim zum Schriftführer gewählt. Damit ist die BI-Hausen nun auch personell hervorragend für eine aktive Opposition gegen den geplanten Moscheebau aufgestellt.

Die nächste Möglichkeit für alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme zu erheben, ist die Bürgerrunde im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Integration am 5. November 2007 um 17.00 Uhr. Diese findet im Rathaus Römer, 2. OG, Sitzungssaal „Haus Silberberg“ statt, es steht ein Antrag der BFF-Fraktion zum geplanten Moscheebau in Hausen auf der Tagesordnung.




Mügelten die Guten mit Rechtsextremisten?

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Nach den bis heute auf eine gerichtliche Aufklärung wartenden Ereignissen um eine Schlägerei zwischen sächsischen und indischen (Foto) Dorfbewohnern in Mügeln war Empörung angesagt, denn alle Finger, jedenfalls die der Medien, zeigten nach rechts. Da hieß es Flagge zeigen gegen den gefühlten Rassismus der Deutschen. Und selbst als 2 Monate später bereits hier und da Zweifel am ursprünglich angenommenen Tathergang laut geworden waren, hieß es, jetzt erst recht das Süppchen am kochen zu halten.

Im Bemühen, in der Entrüstung nicht nachzulassen, schaute man möglicherweise nicht genau genug hin, wer der Veranstalter einer Demo war, die die „exakte strafrechtliche Aufklärung und Bestrafung der (deutschen) Täter“ forderte.

Schon das Motto der Veranstaltung, das eine etwas eigenwillige Interpretation rechtstaatlicher Prinzipien offenbart, hätte Verdacht erregen können. Aber wer will schon nörgelnd abseits stehen, wenn es doch für die gute Sache gegen rechts geht. Und so folgten dem Aufruf am 8. Oktober rund 200 meist deutsche Empörte.

Der sächsische Verfassungsschutz ging die Sache mit etwas mehr deutscher Beamtenlässigkeit an und fand nach intensivem Nachdenken heraus, dass die Guten bei dieser Gelegenheit im besten Glauben ausgerechnet denen hinterher trotteten, die man, wären es Deutsche gewesen, wohl mit gutem Grund Rechtsextremisten nennen würde.

Jetzt berichten die Leipzig-Seiten:

Wie der Verfassungsschutz mitteilt, war die Demonstration von dem als extremistisch beeinflusst eingestuften Chemnitzer Tempelverein „Gurdwara Singh Sabha e. V.“ für den 8. Oktober 2007 angemeldet worden. Zwischen 150 und 200 Menschen folgten dem Aufruf. Verschiedene Redner und diverse Plakate forderten die Bestrafung der Täter von Mügeln und wiesen auf fremdenfeindlich motivierte Übergriffe in Sachsen hin. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde auf dem Theaterplatz eine Petition an eine Mitarbeiterin des Landtages übergeben.

Dem Verfassungsschutz liegen nach eigenen Angaben Hinweise darauf vor, dass die Veranstaltung Bezüge zu den beiden auf der EU-Terrorliste stehenden extrem-nationalistischen Organisationen „Babbar Khalsa International“ (BK) und „International Sikh Youth Federation“ (ISYF) aufweist.
BK und ISYF seien extrem-nationalistische indische Sikh-Organisationen. Sie kämpfen mit militanten und terroristischen Mitteln für die Errichtung eines unabhängigen Staates „Khalistan“ auf dem Gebiet des indischen Bundesstaates Punjab. Der von beiden Organisationen befürwortete Einsatz von Gewalt zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele bezieht sich ausschließlich auf das indische Staatsgebiet.

Und so leuchtet es ein, dass die Guten am 8. Oktober gemeinsam mit rechtsextremistischen Terroristen gegen Gewalt in Mügeln demonstrieren konnten. Denn Mügeln ist ja nicht indisches Staatsgebiet.

(Spürnase: Haiduk)