rer.pngIm Moment wird vielerorts diskutiert, wie sinnvoll Überwachungskameras sind. Darüber kann man sich geteilter Meinung sein. Big Brother is watching you? Zumindest haben Überwachungskameras in Frankreich jetzt einen Sexualstraftäter zur Strecke gebracht.

Der bereits für Vergewaltigung vorbestrafte Tatverdächtige, der am Sonntag nach Mord an einer 23-jährigen Studentin in der französischen Regionalbahn RER D bei Creil (Oise) befragt worden war, hat zugegeben, sie mutwillig angegriffen zu haben. Dies bestätigte Montag die Staatsanwaltschaft von Senlis.

Der Täter war nach dem Bericht von MSN Frankreich schon 1996 für bewaffnete sexuelle Übergriffe auf der gleichen Linie der RER vom Schwurgericht der Oise zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt worden, von denen 2 auf Bewährung ausgesetzt wurden.

Der 44-jährige Mann hat

„ein ausführliches Geständnis nach dem anderen abgelegt“,

sagte der Staatsanwalt des Haut-Jussé, Thierry Pocquet, an einer Pressekonferenz. Der Verdächtige, der das tödliche Messer noch bei sich trug, hat zugegeben, „einen sexuellen Übergriff geplant zu haben“, als er bemerkt hatte, dass die junge Frau mit ihm in RER allein war.

Das Opfer aus Orry-La-Ville bei Senlis (Oise) ist am Sonntag gegen 11.50 Uhr von zwei Fahrgästen gefunden worden, die in Creil (Oise) in den RER-Zug eingestiegen waren. Sie war schwer verletzt, übersät mit zahlreichen Messerstichen auf dem ganzen Körper. Drei der Wunden waren tief, eine davon am Herzen war tödlich. Die Studentin starb kurz nach Ankunft der Sanitäter.

„Die junge Frau ist sehr mutig gewesen“,

erklärte der Staatsanwalt. Das Opfer hat sich tapfer verteidigt: der Angreifer ist an der Leiste verletzt worden und konnte sie darum nicht vergewaltigen. Haare und die Blutspuren der jungen Frau sind auf ihm gefunden worden.

Sie war Studentin an der Celsa-Schule für Journalismus in Paris und sehr engagiert in der Pfadfinderbewegung, das älteste von fünf Kindern. Die Eltern hatten am Sonntag zuhause auf dem Bahnsteig auf sie gewartet, wollten mit ihr in die Kirche zur Messe zu gehen.

Dem Staatsanwalt zufolge hat der Angriff zwischen den Stationen Louvres und Fosses stattgefunden. Der Verdächtige wurde verletzt und bewusstlos am Bahnhof Fosses, einige Stationen vor Creil gefunden.

Seine Erklärungen über seine Verletzungen erscheinen der Polizei wirr und widersprüchlich. Er wurde darum im Krankenhaus von Gonesse (Val-d’Oise) unter Bewachung gestellt, wo er weiter befragt wurde. Wegen seines Krankenhausaufenthalts konnte die Untersuchung erst am Dienstag fortgesetzt werden.

Die Creiler Abteilung der Kriminalpolizei von Lille wurde mit den Ermittlungen beauftragt und untersuchte die Videoaufzeichnungen des Bahnabschnitts von den Überwachungskameras an den Bahnsteigen der RER-Bahnhöfe.

Innenministerin Michèle Alliot-Marie hat am Montag die Polizei und die Gendarmerie zu ihren schnellen Ermittlungen beglückwünscht, dank denen der mutmaßliche Mörder gefangen werden konnte. Sie sagte dieses Drama erinnere daran, dass

„Sexualverbrechen sehr streng verfolgt werden müssten.“

Mit durchschnittlich 520.000 Reisenden pro Tag ist die Linie D der RER, genutzt durch die SNCF, die am meisten frequentierte der „île-de-France“. Auf 160 km bedient sie vom Norden bis in den Süden rund sechzig Bahnhöfe.

(Spürnase: Thomas D.)

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52 KOMMENTARE

  1. Option 1: Sexualstraftäter beim ersten Mal wegsperren für immer oder kastrieren.
    Option 2.: bewaffnete Sexualstraftäter beim ersten Mal hinrichten
    Option 3.: potentielle Opfer bewaffnen.

    Die roten und grünen Diktatoren überwachen lieber ihr Volk.

  2. ich kann mich täuschen, aber rein gefühlsmäßig ist die linie A nach La Défense die frequentierteste. da ist es wochentags um 8h30 am morgen ganz normal, dass man erst mit dem 2. oder 3. zug mitfahren kann, was aber nicht so schlimm ist, da die züge um diese zeit im minutentakt fahren.

  3. Nach meiner Meinung haben Überwachungskameras auf öffentlichen Plätzen rein gar nichts mit einen Überwachungsstaat zu tun.
    Viel mehr ersetzen solche Kameras den Alten Schutzmann von anno dazumal.

  4. Haß.

    Haß auf den Täter. Haß auf die Bekloppten, die solche Täter zu Opfern stilisieren, ihnen immer wieder neue „Chancen“ geben.

    Haß ist scheisse, bringt nix, macht nur zum Verlierer. Aber was nützt das? Er ist trotzdem da. Was kann man heute tun, um die Psychologen, Gutachter, Richter, Journalisten, Politiker endlich zum Teufel gejagt werden, die immer nur das Schicksal des Täters beweinen, weil sie nie das Opfer zu sehen bekommen, sondern immer nur den Täter?

  5. Ein Überwachungsstaat definiert sich viel mehr dadurch in wie weit der Staat Einblick in die PRIVAT-Sphäre der Bürger verlangt bzw anordnet ohne das Wissen der Bürger ( zb. Kontoeinblicke ).

  6. # Roger
    Und was hat das Opfer davon? Nichts! GB ist von Überwachungskameras übersät, die Verbrechensstatistiken sahen nie schlimmer aus.

    Bewaffnete Bürger und die Todesstrafe hätten eine weitaus bessere Kosten-Nutzen Ratio. Ein toter Verbrecher begeht keine weiteren Gewalttaten mehr und kostet den Steuerzahler nichts.

  7. #7 Tarsuin
    Danke für den Hinweis. Als ich das mit dem Messer las, mußte ich einfach an einen mohammedanischen Hintergrund denken.

  8. Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen und auch in Wohnvierteln, die als „sozial Brennpunkte“ bekannt sind ist dingend angesagt. Das tangiert die Privatsphere des freien Bürgers überhaupt nicht. Statt dessen haben die Behörden auf Anweisung der Politiker begonnen Autobahnen mit Video zu überwachen und Bewegungsprofile von freien Bürgern zu erstellen. Man fragt sich was die Politikerklasse eigentlich will, Kriminalitätsabwehr oder Einstieg in den Unterdrückungsstaat.

  9. Und nicht zu vergessen ist ja auch, daß bei solchen Tätern dann immer gleich die Psycholügner kommen. Ach ja, er hat dieses Trauma und jenes, und als er klein war, hat seine große Schwester seinen Skeletor mit ihren Barbie Klamotten angezogen, deshalb mußte er jetzt so reagieren und vielleicht hat ihn das Opfer sogar noch provoziert… und schon bekommt er seine „gehe nicht ins Gefängnis“ Karte. Da wird einem schlecht.

  10. Man fragt sich was die Politikerklasse eigentlich will, Kriminalitätsabwehr oder Einstieg in den Unterdrückungsstaat.

    Einstieg in den Unterdrückerstaat.

    Ausufernde Kriminalität ist dabei nützlich. Sie schafft Zustimmung des verängstigten Volkes zu diesem Plan.

  11. @#1 bavarian (28. Nov 2007 22:45)

    Option 1: Sexualstraftäter beim ersten Mal wegsperren für immer oder kastrieren.

    Wegsperren .. ok .. aber kastrieren?

    Reitet dich da der muselmanische Teufel oder der Rütliboratismus? Empfehle dirngends einmal die Lektüre der Schriften des Freiherr vom Stein. Warum glaubst du, hat eine aufgeklärte Gesellschaft Folter und Leibstrafen abgeschafft? Oder meinst du gar es hätte medizinische Wirkung ? Weit gefehlt. Sex ensteht nicht in der Hose sondern im Kopf, und nur dort. Die einzige Möglichkeit den Sexualtrieb auszuschalten wäre eine Lobotomie. Aber die Durchtrennung der Nervenbahnen zwischen Thalamus und Stirnhirn kommen einer Hinrichtung der Persöhnlichkeit bei Lebendhaltung des Restkörpers gleich. Und da wir als demokratische Gesellschaft aus gutem Grunde die Todesstrafe verachten (was uns von weniger entwickelten Gesellschaftssystemen unterscheidet) kommt das auch nicht in Frage.

    Deine Option zwei .. empfehle dirngend die Lektüre des Grundgesetzes. Besonders der erst 20 ( unabänderlichen) Artikel!

    Deine Option 3.
    Der Staat weiß schon warum er ..gewissen… Leuten keine Waffe in die Hand gibt.

  12. #13

    Das Strafrecht muss im Rahmen staatlicher Organisation u.a. einen gerechten Ausgleich für das dem Opfer durch den Täter zugefügte Unrecht schaffen.
    Da sage ich ganz klar, auch wenn’s primitiv klingt: Die Strafe muss im Vergleich zum Unrecht gleichwertig sein.
    Für Vergewaltiger heißt das: Eigentlich müsste an ihnen genau das gleiche durchgeführt werden. Da barbarische Praktiken aber nichts für eine zivilisierte Welt sind, kommt das nächste Mittel, die Todesstrafe in Betracht.

    Das Problem ist nämlich:
    Kommen entsprechende Personen nach wenigen Jahren weider frei, ist es nicht vollkommen unverständlich, wenn sich der Bürger selbst Gerechtigkeit verschafft.
    Und von Selbstjustiz ist der Schritt zur Anarchie klein.

  13. >Besonders der erst 20 ( unabänderlichen) Artikel!

    Unter Art. 79 III GG fallen lediglich die Art. 1 und 20 GG.

  14. #12 Eisvogel
    G. Orwells Überwachungsstaat wird unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung eingeführt. Läßt sich auch den Bürgern so auch leicht zu vermitteln.
    Leider bemerken die Bürger nicht, daß sich der Überwachungsstaat gegen sie richtet.
    Eurabien muß installiert werden. So will es die EU.
    In ihrem Größenwahn wollen EU-Politiker die Großmacht USA ablösen und eine Weltregierung nach ihren Vorstellung errichten.
    Das ist auch der Grund, warum eine Völkervermischung gewollt ist.
    Dummes Volk läßt sich leichter lenken.

    Sie verkennen allerdings dabei, daß die islamischen Barbaren nicht zu kontrollieren sind.

  15. Es wäre schön, wenn hier einmal die GG-Zitiererei aufhören würde. Das GG ist ist ein Blatt Papier, daß jederzeit durch entsprechende Mehrheiten geändert werden kann.
    Das GG hat sich schon längst überholt…Oder glaubt hier jemand, da es noch in hundert Jahren seine Gültigkeit hat?
    Gesetze werden von der jeweiligen Staats-Regierungsform geschaffen, die sich auch blitzschnell ändern können. PI heißt auch nachdenken und nicht nur sich auf die islamische Gefahr konzentrieren

  16. Ich bin ein Anhänger von Überwachungstechnik und habe dafür schon viel Geld in Kameraüberwachung und Alarmsysteme investiert.Ich habe überall Farbcameras installiert und überblicke auch was noch in grosser Entfernung vor sich geht.
    Bevor ich das Haus verlasse checke ich erst mal die Lage,mir entgeht nichts.Nach brutalen Einbrüchen in Nachbars Häusern habe ich mich dazu entschlossen und fühle mich seitdem sicherer,Tags wie Nachts.
    Heutzutage gibt es schon fantastische Software welche alles automatisch auf Festplatte schreibt und auch bei Abwesenheit Bilder aufs Handy schickt sobald jemand an der Tür rummacht.
    Ich kannte jemanden der in seinem eigenen Haus erstochen wurde.Hätte er eine Camera gehabt würde er noch leben.

  17. #1

    Bitte nicht das Kind gleich mit dem Bade ausschütten. Wer definiert denn dann die Sexualstraftat? Stell dir vor, eine „ehemalige“ von Dir zeigt dich an und macht es so geschickt, daß du der Gelackmeierte bist? Na, dann viel Spaß ohne Eier! 😛

    Abgesehen davon gabs wohl in der Nazizeit Kastration von Triebtätern, was ich im Grunde nicht verkehrt finde. Ähnlich wie bei Tieren dürften die Leute dann erheblich ruhiger und wieder integrierbar sein. Aber solange Täterschutz Vorrang vor Opferschutz gegeben wird, ist das alles Phantasterei.

  18. „Und da wir als demokratische Gesellschaft aus gutem Grunde die Todesstrafe verachten (was uns von weniger entwickelten Gesellschaftssystemen unterscheidet) kommt das auch nicht in Frage. “

    Phygos, ich befürworte ausdrücklich die Todesstrafe als die bei Tötungsdelikten, und NUR hier, einzig angemessene Vorgehensweise. Bin ich jetzt ein Primat?

    Der Mensch, der Blut vergießt, durch den Menschen soll sein Blut vergossen werden.

  19. >Das GG hat sich schon längst überholt

    Es hat sicher seine Schwächen, ungeachtet dessen verkörpert es die Grundwerte des Westens.

  20. #21

    ich befürworte ausdrücklich die Todesstrafe als die bei Tötungsdelikten, und NUR hier, einzig angemessene Vorgehensweise. Bin ich jetzt ein Primat?

    Nein, Altes testament, Sharia und andere sehen sowas auch vor. Was allerdings primatenhaft anmutet ist die Formulierung ….einzig angemessene Vorgehensweise…. vor allem wenn man vorher von Toetungsdelikten spricht, also zB fahrlaessige Toetung.

    Aber kein Problem in Saudi Arabien laeuft es ja ganz gut, auf die Tour, da huepft dir ein Kind vors Auto, sowas kann dann durchaus mal fahrlaessige Toetung sein, wenn du das 30 Zone Schild nicht gesehen hast und mit 60 unterwegs warst und schon kommst du in den Genuss der bei Toetungsdelikten einzig angemessenen Vorgehensweise.

    Klasse…

    Vielleicht endet ja der Kampf der Kulturen am Ende damit, dass die Gesellschaftssysteme mit den von uns geschaetzten und vermeintlich hoeher entwickelten Werten, also die zivilisierteren, sich Stueck fuer Stueck auf die Barbaren zu bewegen. Am Ende trifft man sich in der Mitte. Sprueche wie einzig angemessene Vorgehensweise bei Toetungsdelikten sind da ein Schritt in die richtige Richtung..

  21. >Der Mensch, der Blut vergießt, durch den Menschen soll sein Blut vergossen werden.

    Endlich mal normale Leute hier.

    #23
    >….einzig angemessene Vorgehensweise….

    Ganz gewöhnliches Hochdeutsch, was soll daran primatenhaft sein ?
    boanerges zu unterstellen, dass er sich nicht nur auf Vorsatz- sondern auch auf Fahrlässigkeitsdelikte bezieht, halte ich für etwas gewagt.

  22. #24

    primatenhaft ist nicht das Deusch sonder die Verwendung einer von Absolutismen im unscharfen Zusammenhang.
    Ich denke am Beispiel der fahrlaessigen Taetung (und ich bin selbstverstaendlich auch sicher, dass boanerges diese Art von Toetungdelikt nicht gemeint hat) laesst sich doch problemlos erkennen, welches Problem entsteht, wenn man die Todesstrafe nutzt. Das Problem sind nicht die wenigen Faelle, in denen glasklar niedere Beweggruende und hinterlistiger Vorsatz vorliegen, sondern die anderen.
    Im Moment leidet doch das Rechtssystem, daran, dass auf keiner Ebene konsequent gearbeitet wird. Deswegen laufen doch soviel Leute die bekanntermassen gefaehrlich sind frei herum. Da die Todesstrafe in einer zivilisierten Gesellschaft nur nach sorgfaeltiger Pruefung in den Faellen, verhaengt werden kann, in denen todsicher kein Irrtum vorliegt, ist die Todesstrafe sicher nicht die Loesung fuer unser Problem. Ich denke vielmehr das das martialische Auge um Auge Gerede dazu dient (wie eine Gespraechstherapie) Gefuehle der Machtlosigkeit abbauen

  23. „Auge um Auge“ usw. sind nicht Bestandteil des mosaischen Strafrechtes, sondern des Zivilrechtes. Meine Anführung „Der Mensch, der …“ berührt das mosaische Gesetz überhaupt nicht, sondern stammt aus vorgesetzlicher Zeit (1. Mo. 9) und hat in meinen Augen universale Gültigkeit, was auch im NT für die Obrigkeit (Lynchjustiz ist nicht vorgesehen) als normal angesehen wird.

    Ich bin machtlos, aber das bereitet mir kein Kopfzerbrechen, da ich mich nicht nach Macht ausstrecke, vielmehr solcherlei Begierde ablehne.

  24. #25

    An der Todesstrafe scheiden sich natürlich die Geister, ich kann auch gut nachvollziehen, dass man sie ablehnt.
    Wobei es ein generelles Problem ist, dass in der Justiz geschlampt wird, unschuldig mehrere Jahre im Gefängnis zu sitzen wäre schlielich auch kein Spaß. Diese Problem stellt sich immer, zunächst einmal unabhängig davon, wie das Strafmaß aussieht.
    Das Talionsprinzip ist eben im Menschen „drin“ (denke, dass meinte #27, dem muss man halt zu einem gewissen Maß Rechnung tragen. Ich denke , es gibt genug Verbrechen, bei denen 15 Jahre nicht ausreichend sind.

  25. @28 Linke Socke

    Es geht mir auch nicht um Vergeltung, sondern um angemessenes Recht. Recht muß sich aber von irgendwoher definieren. Ihr behauptet, die Todesstrafe wäre per se Unrecht. Warum, worauf beruft Ihr Euch?

    Ich halte sie für rechtmäßig und berufe mich auf den Gott der Bibel. Er scheint mir eine min. ebenso legitime Instanz wie Gefühle oder irgendwelche Chartas usw.

  26. #29

    Mir geht’s um Vergeltung, wenn das bei dir nicht so ist, Hut ab.

    >Ich halte sie für rechtmäßig und berufe mich auf den Gott der Bibel. Er scheint mir eine min. ebenso legitime Instanz wie Gefühle oder irgendwelche Chartas usw.

    Wenn man Christ ist, kann man das so sehen.
    Das Problem ist nur: Was sagst du dem Moslem, der sich bei einem Ehrenmord auf den Koran beruft ?

  27. Linke Socke,

    aus meiner Sicht beruft er sich dann auf den Teufel persönlich, also auf den, dem nichts mehr am Herzen liegt, ihn (den Moslem) zu töten, denn Satan unterscheidet nicht nach Religion, er will einfach nur morden.

  28. Dass gleiche wird aber der Moslem von dir behaupten.

    Worauf ich hinauswollte: Wenn wir Rechte als von Gott gegeben annehmen, dann haben wir auch Gottesstaat und keine Trennung von Staat und Religion, wie es das GG vorschreibt.
    Beides zu trennen halte ich schon für sinnvoll.

  29. Bei geplantem Mord aus niederen Beweggründen: Todesstrafe, klar.

    Bei vorsätzlicher Sexualstraftat, bei der es zu Verletzungen oder Sexualkontakt zwischen Opfer und Täter kommt: langjährige Haftstrafe, Kastration oder Todesstrafe. Todesstrafe oder Kastration deshalb, weil die meisten Sexualstraftäter rückfällig werden. Menschen, die Gewalt und Sexualität verbinden und ausleben (nicht im Sadomaso-Bereich, sondern gegen beliebige unwillige Opfer) werden das wieder tun, solange ihr Sexualtrieb existiert.

    Das ist wie mit Raubtieren, die Menschen als Nahrung kennengelernt haben, die sind unheilbar und müssen nur noch weg.

  30. „Dass gleiche wird aber der Moslem von dir behaupten.“

    Ich lasse es auf jeden Vergleich Bibel/Koran ankommen. Dann werden wir sehen, auf wen sich wer beruft.

  31. #19 Douglas

    „…Ich habe überall Farbcameras installiert und überblicke auch was noch in grosser Entfernung vor sich geht….

    Spanner im digitalen Zeitalter. 😉

    Wer glaubt, daß Kriminelle sich von einer Überwachungskamera von ihrem Tun abhalten lassen, hat nicht begriffen, daß Verbrecher anders ticken. Untersuchungen in US Hochsicherheitsgefängnissen haben gezeigt, daß in dem Augenblick, wo die Entscheidung zur Tat getroffen wird, weil das Beuteschema paßt, der Gedanke an die Folgen – Verurteilung, Haft, selbst mögliche Todesstrafe – nicht relevant ist, ja nicht einmal ansatzweise sich regt.

    Nimm einfach die Aussage des Mörders im Beitrag oben:

    „…Der Verdächtige, der das tödliche Messer noch bei sich trug, hat zugegeben, “einen sexuellen Übergriff geplant zu haben“, als er bemerkt hatte, dass die junge Frau mit ihm in RER allein war….

    Die Kamera hat ihn nicht einen Moment in seiner Planung beeinträchtigt. Der Inhalt eines Magazins einer Glock 19 hätte ihn zumindest an der Ausführung dieser und weiterer Taten gehindert.

  32. #34 boanerges

    Jetzt wo wir bei der bibel angekommen sind muss ich nochmal was fragen,

    deine Aussage

    …Ich halte sie für rechtmäßig (Vergeltung)und berufe mich auf den Gott der Bibel….

    vertraegt sich nur bedingt mit meinem Bibelverstaendniss (ich bin zwar Agnostiker, aber das NT gefaellt mir ganz gut)

    Jesus haelt nichts von Vergeltung (linke Wange, rechte Wange) oder…..

    Ich persoenlich finde Vergeltung super, allerdings gefaellt mir die Vorstellung die Todesstrafe in die Haende des Staates (von Menschen)zu legen gar nicht. Wenn man sich beim Recht auf Vergeltung grundsaetzlich auf Gott beruft und damit die Existenz eines (christliche) Gottes einraeumt ist es fuer mich unverstaendlich das man die Todesstrafe vom Staat erledigen laesst und nicht von Gott.

  33. Da der Christ nichts mehr mit irgendeinem Staat zu tun hat, er vielmehr Himmelsbürger ist, bleibt ihm nicht mehr, als auf die von Gott für alle Völker verordneten säkularen Regeln hinzuweisen. Auch das NT hat niemals die Todesstrafe für Tötungsdelikte aufgehoben, sondern bestätigt. In Römer 13 kannst Du nachlesen, daß die Obrigkeit das Schwert zur Bestrafung trägt. Niemals wurde ein Schwert nur zum „Popohauen“ benutzt. Das Gott das ius vitae et mortis in irdischen Angelegenheiten in die Hände von Menschen gelegt hat, ist natürlich ein riesiges moralisches Problem, welches ich auch nicht wegdikutieren kann und will. Betrachte es einfach als Gottes weise Anordnung, um ein Überhandnehmen der Bosheit der Gottlosen einzudämmen. Wenn schon nicht das eigene Gewissen, dann könnte einen vielleicht am Ende das Schwert der Obrigkeit davon abbringen, seinen Nächsten zu ermorden.

  34. #37 boanerges

    Diese (Roemer 13)Anweisungen zur Beurteuilung der staatlichen Obrigkeit sind mir sehr suspekt. Sie geben, wie auch andere Texte aus dieser Gruppe, einen grossen Spielraum fuer Fehlinterpretation und Missbrauch.

    Diese Abschnitte der Bibel kommen mir viel zu nah an den Koran, und seine sehr konkreten Anweisungen fuers taegliche Leben.

  35. Ich halte die Todesstrafe grundsätzlich für falsch. Und zwar aus vier Gründen:

    1. Töten ist m.E. nur als letztes Mittel erlaubt, um einen Angriff abzuwehren. Notwehr/Nothilfe. Wenn also Gefängnisse zur Verfügung stehen, dann müssten diese normalerweise ausreichen, um die Gefahr erneuter Angriffe durch den Mörder zu unterbinden. Ansonsten macht man sich meiner Meinung nach selbst zum Mörder.

    Dieses Argument gilt natürlich nicht, wenn die Staatsmacht es versäumt, Mörder solange wegzusperren, bis die Gefahr, die von ihnen ausgeht, gebannt ist.

    2. Meiner Meinung nach besteht ein wichtiges Gesetz Gottes (in der Bibel) darin, alle anderen wenigstens etwas besser zu behandeln, als man selbst von diesen behandelt wird. (Feindesliebe) — Das ist übrigens ein praktikabler Weg, Gewaltspiralen zu beenden! — D.h. wenn dich jemand beleidigt (auf die Wange schlägt), dann solltest du überhaupt nichts Böses zurückgeben. Und wenn dich jemand töten will, solltest du es deswegen vermeiden, genau das gleiche am anderen tun zu wollen. Nach Jesus bringt dies einen Lohn bei Gott, einen Schatz im Himmel. Das ewige Leben sollte einem Christen schließlich wichtiger sein als das endliche. („Wer sein Leben findet, wird es verlieren.“)

    3. Justizirrtümer kommen immer wieder vor und sind natürlich besonders schlimm, wenn die Justiz die Todesstrafe an einem Unschuldigen vollstreckt. Bei Jesus handelte es sich um genau dies. Die Richter sollten demütig sein und sich ihrer eigenen fehlerhaften Urteile gewiss sein.

    4. Indem man dem Täter noch Zeit auf Erden einräumt, kann man ihm die Chance geben, ernsthaft zu bereuen und damit evtl. seine Seele zu retten.

    Das sind aus meiner christlichen Sicht Argumente gegen die Todesstrafe.

  36. Ohne Überwachungskameras wären die muslimischen Kofferbomber vom letzte Jahr nie so schnell gefasst worden und hätten möglicherweise den Terroranschlag ein weiteres Mal versucht.

  37. #37

    Gut, wenn die Bibel und zb. das StGB gegeneinander stehen, welches Buch gilt dann für dich ?

    >Das ist übrigens ein praktikabler Weg, Gewaltspiralen zu beenden!

    Innerhalb der westlichen Kultur durchaus, in der arabischen besiegelst du damit dein Schicksal, da es dir als Schwäche ausgelegt wird.

  38. @41 Linke Socke

    „Gut, wenn die Bibel und zb. das StGB gegeneinander stehen, welches Buch gilt dann für dich ?“

    Natürlich die Bibel, sie kollidiert z.Z. aber höchstens in säkularrechtlich irrelevanten Bereichen mit der Schrift, wo sie dem StGB massiv widersteht, habe im Zweifelsfalle ich und nicht die Gesellschaft die Folgen zu tragen. Niemals z.B. gestattet mir die Bibel, Gewalt auszuüben.

    Eine gute Idee von Dir, das StGB und nicht das ausgeleierte GG hier anzuführen, auch wenn Du meine Aussage gegen mich verwenden könntest.

  39. >Niemals z.B. gestattet mir die Bibel, Gewalt auszuüben.

    Da ist halt des Pudels Kern. Bei dir als Christ ist ja im Ergebnis egal, aufgrund wessen Gesetz du keine Gewalt ausübst.

    Das Problem ist, dass der Musel genau das gleiche Argumentationsmuster verwendet.

  40. @44 Linke Socke

    merkst Du, daß wir uns ganz langsam den wirklich wichtigen Fragen nähern, den Fragen, die erforschen, auf welcher Grundlage sich wer wie verhält? Natürlich verwendet der Moslem dasselbe Argumentationsmuster wie ich, wie Du im übrigen auch. Er bezieht und beruft sich auf seine individuelle Gerechtigkeits-/Wahrheitsquelle ebenso wie Du und ich. Die offene Frage aber ist, welche Quelle sprudelt Wahrheit? Ich denke übertrieben und vollkommen absurd zu ende: Wenn der Herr Jesus von mir verlangte, Dich umzubringen und vorher zu rädern, würde ich es tun. Er verlangt aber das genaue Gegenteil von mir, nämlich Dich zu lieben und im Zweifelsfall mein Leben für Dich zu geben, was auch meiner inneren schöpfungsgemäßen Anlage entspricht.
    Was forderte Allah noch gleich von seinen Leuten? Das Absurde und Übertriebene.

  41. Der brutale und tödliche Angriff auf eine Studentin durch einen Türken in einem RER-Zug muss doch die Frage aufwerfen, wie so etwas am hellichten Tag überhaupt passieren kann, ohne dass es Zeugen oder zu Hilfe kommende andere Fahrgäste gab:

    Das Opfer aus Orry-La-Ville bei Senlis (Oise) ist am Sonntag gegen 11.50 Uhr von zwei Fahrgästen gefunden worden, die in Creil (Oise) in den RER-Zug eingestiegen waren. Sie war schwer verletzt, übersät mit zahlreichen Messerstichen auf dem ganzen Körper. Drei der Wunden waren tief, eine davon am Herzen war tödlich. Die Studentin starb kurz nach Ankunft der Sanitäter.

    Diese Strecke wird täglich von mehr als einer halben Million Fahrgästen benutzt. Gibt es in diesen Zügen keine Notbremsen oder Alarmknöpfe?

    Es kann überhaupt keine Diskussion mehr dazu geben, ob Video-Überwachungsanlagen im Bereich öffentlicher Verkehrsmitteln sinnvoll sind. Die vielen Gewalttäter und potentiellen Terroristen, die dadurch dingfest gemacht wurden, müssen Beweis genug für die absolute Notwendigkeit sein.
    Der „U-Bahn-Schubser“ in Hamburg (ebenfalls Türke) wurde durch eine Überwachungskamera ermittelt.
    Die „Kofferbomber“ wären ohne Kameras nie erkannt worden. Dasselbe trifft für die Anschläge in London und Madrid zu.
    Wer daher solche Anlagen ablehnt, unterstützt Kriminelle und /oder Terroristen.

  42. Wenn man konsequent ist, muss man wohl die Gleichbehandlung aller Religionen, wie sie ja das GG vorschreibt, aufgeben. Wobei diese Gleichbehandlungssache halt tief in einem drinsteckt. Denn bei dir als Christ kommt im Ergebnis wohl ein besseres Verhalten heraus, wenn du dich den Gesetzen der Bibel unterstellst, als unseren Gesetzen. Wenn der Musel sich auf sein Buch beruft tritt dagegen nur das Böse zu Tage.

  43. >Es kann überhaupt keine Diskussion mehr dazu geben, ob Video-Überwachungsanlagen im Bereich öffentlicher Verkehrsmitteln sinnvoll sind.

    Im öffentlichen Raum spricht m.E. nichts dagegen.

  44. Weißt du, Linke Socke, man kann nur einem Herren dienen, oder anders gesagt, es ist letztlich nur Platz für eine „Ideologie“ in jedem Menschen, denn irgendwann einmal kommt es unweigerlich zu Konflikten zwischen den verschiedenen Weltanschauungen (wenn sie verschieden genug sind).

    Als das Christentum in Deutschland vor einigen hundert Jahren kontinuierlich mehr und mehr an Kraft verlor, kam es im gleichen Maße zu einem Aufstreben des Nationalismus, des Staatsglaubens (bis hin zum Antisemitismus). Nun ist der Nationalismus besiegt. Dadurch ist ein Vakuum entstanden. Dies wird jetzt mit dem Islam befüllt. Vielleicht auch, um den latenten Antisemitismus in verkappter Form wieder auszuleben.

    Der einzige Weg, dies zu verhindern, ist eine andere Ideologie an dessen Stelle. Meiner Meinung nach sollte dies ein wiederbelebtes Christentum sein.

  45. @47 Linke Socke

    Ja, das wäre wohl die Lösung für ein an Prosperität in allen Bereichen interessiertes Staatswesen.

  46. >Der einzige Weg, dies zu verhindern, ist eine andere Ideologie an dessen Stelle. Meiner Meinung nach sollte dies ein wiederbelebtes Christentum sein.

    M.E. sollte hier die Vernunft als höchster Wert stehen, was sich mit deiner Ansicht im Ergebnis in vielen, aber nicht in allen Punkten deckt. Andererseits scheint das mit der Vernunft in Praxis leider nicht zu funktionieren. Ob das Christentum da geeigneter ist, muss sich zeigen.

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