Original von Fjordman: The Fatherless Civilization, Übersetzung: Eisvogel
Die amerikanische Kolumnistin Diana West veröffentlichte kürzlich ihr Buch mit dem Titel The Death of the Grown-up, in dem sie den Niedergang der westlichen Zivilisation auf die permanenten Jugendrevolutionen der letzten zwei Generationen zurückführt. Das Jahrzehnt zwischen den frühen 60er und frühen 70er Jahren stellt mit dem Beginn der nichtwestlichen Masseneinwanderung in die USA, der Geburt Eurabias in Westeuropa und dem Aufkommen von Multikulturalismus und Radikalfeminismus ganz klar einen Wendepunkt in der westlichen Geschichte dar, der einer Wasserscheide gleicht.

Das Paradoxe daran ist, dass die Menschen, die in gehässiger Weise ihre eigene Zivilisation attackierten, über Jahrzehnte hinweg ein ununterbrochenes Wirtschaftswachstum erlebt hatten und sich dennoch marxistisch inspirierten Ideologien zuwandten und beschlossen, exakt die Gesellschaft zu untergraben, die ihnen ihr privilegiertes Leben ermöglicht hatte. Vielleicht ist das gar nicht so widersinnig, wie es scheint. Karl Marx selbst wurde vom Vermögen Friedrich Engels‘, dem Sohn eines erfolgreichen Industriellen, unterstützt.

Diese Jahre waren auch die Zeit der Entkolonialisierung in Westeuropa und der Aufhebung der Rassentrennung in den USA, was eine Atmosphäre schuf, in der die westliche Zivilisation als böse wahrgenommen wurde. Was auch immer die Ursache war, wir stecken seither in einem Muster der ewigen Opposition gegen unsere eigene Zivilisation fest. Manche dieser Probleme mögen durchaus ältere Wurzeln haben, aber sie wurden in einem vorher nie dagewesenen Ausmaß während der 60er Jahre institutionalisiert.

Nach Diana West ist die übergreifende These in ihrem Buch die,

„dass der bis dahin beispiellose Transfer kultureller Autorität von Erwachsenen an Heranwachsende während des letzten halben Jahrhunderts fatale Auswirkungen auf das Überleben der westlichen Welt hat.“

Nachdem wir unsere natürliche Entwicklung vom Erwachsenenalter und der Reife weg geleitet haben, um die von der Popkultur beeinflusste Pose ewiger cooler Jugendlichkeit einzunehmen – stets offen, nicht wertend, selbstorientiert, auf Identitätssuche (oder einfach nur ohne Identität) – haben wir uns eine Gesellschaft herangezogen, die von denselben Charakterzügen geprägt ist: Westler leben in einem Zustand permanenten Heranwachsens, aber auch mit der dazu gehörigen permanenten Identitätskrise. Diana West ist der Ansicht, dass Reife in den rebellischen 60ern im „größten Trotzanfall der Weltgeschichte“, in dem Autoritätsfiguren aller Art verächtlich gemacht wurden, aus der Mode kam.

Sie glaubt auch, dass sich die Wurzeln des westlichen Jugendkultes, obwohl der radikalste Bruch in den 60ern und 70ern stattfand, bereits in den 50ern mit der Geburt des Rock ’n Roll, mit Elvis Presley und Schauspielern wie James Dean finden lassen. Die Beatles verkörperten das in den frühen 60ern, wandelten sich aber radikal in Richtung Drogen und Ablehnung jeglicher etablierter Lebensweisheit, als sie auf 1970 zugingen – eine Wandlung, die sich in der gesamten Kultur widerspiegelte.

Einer meiner persönlichen Lieblingsfilme aus den 80ern war „Zurück in die Zukunft“. In einer der Szenen reist der Schauspieler Michael J. Fox in der Zeit von 1985 nach 1955 zurück. Bevor er 1985 verlässt, hört er den Slogan „Wählt Bürgermeister …. wieder, Fortschritt ist sein zweiter Vorname“. Derselbe Slogan wird nur mit einem anderen Namen 1955 wiederholt. Politik ist in jedem Zeitalter Politik. Die Drehbuchautoren Robert Zemeckis und Bob Gale haben geäußert, dass sie das Jahr 1955 als Schauplatz des Films gewählt haben, weil es die Zeit der Geburt der Teenie-Kultur war: Damals begann der Teenager zu herrschen und er herrscht bis heute noch.

Wie Diana West ausführt, hat sich in den Jahrzehnten des Wirtschaftsaufschwungs nach dem 2. Weltkrieg viel verändert:

„Wenn man über die Nachkriegszeit spricht, dann ist der gewaltige neue Überfluss ein wichtiger Faktor bei der Neuorientierung der Kultur und ihrer Anpassung an die Bedürfnisse der Jugend. Man kann eine Verschiebung der kulturellen Autorität in Richtung der Jugend erkennen. Anstatt dass Jugendliche einen Job annahmen, um in der Lage zu sein, sich an den Haushaltskosten zu beteiligen, floss das Taschengeld ganz plötzlich in den Aufbau einer gewaltigen neuen Kultur. Diese ließ dem Alter des Heranwachsens eine so große Bedeutung zukommen wie niemals zuvor.“

Nachdem Generation mit dieser Verherrlichung der Jugend vergangen sind, haben Erwachsene kein Selbstvertrauen mehr:

„Jugendliche planen teure Reisen, gehen ohne Begleitung aus, sie trinken, schwelgen in Ausschweifungen, laufen regelrecht Amok, und doch sagen die Eltern: „Ich kann nichts dagegen tun.“ Eltern haben sich der Verantwortung entzogen und sind vor den Begierden der Heranwachsenden eingeknickt.“

Sie glaubt:

„Der Stand der Frauen heute ist tief vom Tod der Erwachsenen beeinflusst. Ich würde sagen, dass die sexualisierte Frau Teil des Phänomens ist, über das ich spreche, deshalb glaube ich nicht, dass Frauen gegenüber dem ‚Tod des Erwachsenen‘ immun sind. Frauen eifern immer noch der jugendlichen Mode nach. Wo Sex verfügbarer ist, sind nicht mehr dieselben Anreize vorhanden, ein Eheleben aufzubauen, was einst eine große Motivation im Reifeprozess war.“

Hat sie Recht? Sind wir eine Zivilisation von Peter Pans geworden, die sich weigern, erwachsen zu werden? Wurden wir von unserer Vergangenheit abgeschnitten, indem wir alles Alte als überholt verunglimpft haben? Ich weiß, dass der Blogger Conservative Swede, der Friedrich Nietzsche schätzt, der Ansicht ist, dass wir an einer „Sklavenmoral“ leiden, aber ich zweifle manchmal, ob wir nicht vielleicht eher an einer Kindermoral leiden als an einer Sklavenmoral. Es sind jedoch auch noch andere Kräfte wirksam.

Der Sozialstaat ermutigt eine Infantilisierung der Gesellschaft, in der die Menschen in die Kindheit zurückkehren, wo sie von anderen versorgt wurden. Das schafft nicht nur eine Kultur, die von Jugendlichkeit besessen ist, sondern auch eine der für Heranwachsende typischen Verantwortungslosigkeit. Viele Leute leben in einem ständigen Zustand der Rebellion, nicht nur gegen ihre Eltern sondern auch gegen ihre Nation, ihre Kultur und ihre Zivilisation.

Der Autor Theodore Dalrymple ist der Ansicht, dass ein Grund für die epidemische Selbstzerstörungslust in westlichen Gellschaften der Wunsch ist, der Langeweile zu entkommen:

„Für Menschen, die keinen transzendenten Sinn in ihrem Leben sehen und sich auch nicht dadurch einen schaffen können, indem sie (zum Beispiel) zu einer kulturellen Tradition beitragen, in anderen Worten: die keinen religiösen Glauben und keine intellektuellen Interessen haben, die sie stimulieren, ist Selbstzerstörung und die Schaffung von Lebenskrisen ein Weg, aus der Bedeutungslosigkeit zu entkommen.“

Ihm zufolge ist das, was wir heute beobachten

„eine Gesellschaft, in der die Menschen fordern, sich mehr oder weniger benehmen zu dürfen, wie sie wollen, das heißt launenhaft in Übereinstimmung mit ihren sich kaleidoskopartig verändernden Bedürfnissen, aber gleichzeitig vor den Konsequenzen ihres eigenen Benehmens durch Behörden geschützt zu werden. Das Ergebnis ist eine Kombination aus Sodom und Gomorrah und einer ausgedehnten und unpersönlichen Wohlfahrtsbürokratie.“

Der Sozialstaat beraubt die Menschen der Möglichkeit, aus ihrer Arbeit Selbstachtung zu gewinnen. Das kann die Selbstachtung eines Menschen verletzen, und zwar bei Männern mehr als bei Frauen, weil die maskuline Identität eng damit verbunden ist, der Versorger anderer zu sein. Dessen beraubt schwindet das männliche Selbstbewusstsein und die Gesellschaft mit ihm. Dalrymple sorgt sich auch um das Ende der Vaterschaft und glaubt, dass die schlimmsten Kindesmisshandler Regierungen sind, die exakt die Umstände fördern, die Kindesmisshandlung und -vernachlässigung am wahrscheinlichsten machen:

„Wer das Alleinerziehen fördert, ist gleichgültig gegenüber dem Schicksal von Kindern.“

Vaterschaft existiert ausgenommen im rein biologischen Sinne, fast nicht mehr:

„Ich habe in einem Krankenhaus gearbeitet, in dem – wenn es nicht die Kinder indischer Einwanderer gegeben hätte – die Rate der unehelichen Kinder an die Hundertprozent-Marke ging. Es galt schon fast als ungehörig, einen jungen Menschen nach seinem oder ihrem Vater zu fragen; für mich war es immer noch verblüffend, gefragt zu werden: „Meinen Sie, wer jetzt zur Zeit mein Vater ist?“ gerade so, als ob sich das jederzeit ändern könne und sich auch zuvor schon mehrmals geändert hatte.“

Das liegt daran, dass

„Frauen einfach nur aus dem Grund Kinder haben sollen, weil sie welche haben wollen und das ihr von der Regierung gegebenes Recht ist, unabhängig davon, ob sie in der Lage sind, sie aufzuziehen oder davon, wer für sie zahlt und unabhängig von den Konsequenzen, die das für die Kinder selbst hat. Männer sollen ständig infantilisiert bleiben, ihr Einkommen lediglich ein Taschengeld darstellen, das sie für ihre Vergnügungen ausgeben, und sie sollen keinerlei ernsthafte Verantwortung haben (außer der, Steuern zu zahlen). Von nun an wird der Staat der Vater des Kindes sein und der Vater das Kind des Staates.“

Der schwedische Autor Per Bylund erläutert:

„Die meisten von uns wurden überhaupt nicht von ihren Eltern aufgezogen. Wir wurden vom Kleinkindalter an von den Behörden in staatlichen Kinderkrippen aufgezogen, dann in öffentliche Grundschulen weitergeleitet, dann in höhere Schulen und dann in staatliche Universitäten; und später in die Anstellung im öffentlichen Dienst und in noch mehr Erziehung durch die mächtigen Gewerkschaften und ihre angeschlossenen Bildungseinrichtungen. Der Staat ist allgegenwärtig und für viele ist er das einzige Mittel, zu überleben – und seine sozialen Wohltaten die einzige Möglichkeit, unabhängig zu sein.“

Obwohl Schweden wohl einen Extremfall darstellt, bemerkt die Autorin Melanie Phillips in Großbritannien denselben Trend:

„Unsere Kultur befindet sich tief auf unentdecktem Neuland. Generationen der familiären Zerfallserscheinungen lösen nun umgekehrt die Grundlagen zivilisierten menschlichen Verhaltens auf. Engagierte Väter sind ausschlaggebend für die emotionale Entwicklung von Kindern. Das Resultat der unabsehbaren Verantwortungslosigkeit unserer Eliten ist, dass Väter während der letzten drei Jahrzehnte mehr und mehr als verzichtbar und überflüssig angesehen werden. Alleinerziehend zu sein hörte auf, eine Schande zu sein und wurde stattdessen zu einem unveräußerlichen Frauenrecht. Der Staat hat Frauen immer mehr Anreize geboten – durch Kindergeld, Sozialwohnungen und andere Sozialleistungen – Kinder ohne engagierte Väter zu bekommen. Das hat Generationen von Eine-Frau-Haushalten hervorgebracht, in denen emotional bedürftige Mädchen so oft zu hoffnungslos unfähigen Müttern werden, die ihre eigenen Kinder misshandeln und vernachlässigen – die dann wiederum das destruktive Muster weiterführen. Das ist kulturell betrachtet nichts weniger als selbstmörderisch.“

Ich frage mich manchmal, ob der moderne Westen und dabei insbesondere Westeuropa als die vaterlose Zivilisation bezeichnet werden sollte. Väter sind zu Karikaturen gemacht worden und es existiert eine beachtliche Dämonisierung traditionell männlicher Werte. Jede Person, die versucht, Regeln und Autorität durchzusetzen, ein traditionell männliches Gebiet, wird als Faschist betrachtet und lächerlich gemacht, angefangen bei Gott, dem Vater. Wir stehen schließlich mit einer Gesellschaft nebulöser Väter da, die zu jedem beliebigen Zeitpunkt nach Lust und Laune der Mütter ausgetauscht werden können. Und sogar die Mütter haben sich weitgehend zurückgezogen und überlassen das Aufziehen der Kinder Schulen, Kindergärten und dem Fernsehen. Was Mode und Lifestyle angeht, imitieren Mütter ihre Töchter, nicht umgekehrt.

Das ausgefeilte Sozialstaatsmodell in Westeuropa wird häufig als „Nannystaat“ bezeichnet, aber man könnte es vielleicht auch „Ehemannstaat“ nennen. Warum? Nun, in einer traditionellen Gesellschaft war die Rolle der Männer, ihre Frauen physisch zu beschützen und finanziell zu versorgen. In unserer modernen Gesellschaft wurden Teile dieser Aufgabe in einer Art „Outsourcing“ an den Staat übertragen, was die Erklärung dafür ist, dass Frauen im allgemeinen überdurchschnittlich unter den Unterstützern von Parteien zu finden sind, die für hohe Steuern und Sozialleistungen eintreten. Wie der Anthropologe Lionel Tiger ausführt, hat sich die alte Einheit Mutter-Kind-Vater von der Monogamie in eine „Bürogamie“ verwandelt: Mutter-Kind-Bürokrat. Der Staat wurde zum Ersatzehemann. Tatsächlich ersetzt er nicht nur den Ehemann, er ersetzt die ganze Kern- und Großfamilie, zieht die Kinder auf und kümmert sich um die Alten.

Øystein Djupedal, Bildungs- und Forschungsminister der Sozialistischen Linkspartei und verantwortlich für die norwegische Bildung vom Kindergarten über weiterführende Schulen bis hin zum Doktortitel, hat gesagt:

„Ich denke, dass es schlicht und einfach eine irrtümliche Sicht auf die Kindererziehung ist, zu glauben, dass die Eltern am besten dafür geeignet sind. ‚Kinder brauchen ein Dorf‘ sagte Hillary Clinton. Aber wir haben keines. Das Dorf unserer Zeit ist der Kindergarten.“

Er zog diese Äußerung später zurück und sagte, Eltern trügen die Hauptverantwortung für die Kindererziehung, aber

„Kindergärten sind eine fantastische Einrichtung für Kinder und es ist gut, wenn Kinder in den Kindergarten gehen, bevor sie in die Schule kommen.“

Das Problem ist, dass manche seiner Kollegen den Kindergarten als Vorlage für die Gesellschaft als ganzes nehmen, sogar für Erwachsene. Im Herbst 2007 gab Norwegens Mitte-Links-Regierung eine Warnung an 140 Unternehmen heraus, die immer noch nicht die 40-Prozent-Quote für Frauen in ihren Chefetagen erfüllt haben. Gleichstellungsministerin Karita Bekkemellem äußerte, dass Unternehmen, denen es nicht gelingt, die Quote zu erfüllen, sich auf Zwangsliquidationen gefasst machen müssen, und das trotz der Tatsache, dass viele davon in traditionell männlichen Branchen angesiedelt sind wie zum Beispiel der Offshore-Ölförderung, Schifffahrt und Finanzwirtschaft. Sie nannte das Gesetz „historisch und radikal“ und sagte, dass es durchgesetzt werde.

Bekkemellem bestraft somit die ungezogenen Kinder, die sich weigern zu tun, was Mutter Staat ihnen sagt, auch wenn diese Kinder zufällig Privatunternehmen sind. Der Staat ersetzt den Vater in dem Sinn, dass er einen finanziell versorgt, aber er agiert wie eine Mutter, die Risiken beseite räumt und die Gesellschaft in einen kuscheligen, regulierten Kindergarten mit Eiscreme und Sprachregelungen verwandelt.

Der Blogleser Tim W. ist der Ansicht, dass Frauen dazu neigen, gegenüber dem anderen Geschlecht selbstsüchtiger zu sein als Männer:

„Männer sorgen sich um Frauen und Kinder, während sich Frauen …. nun, um sich selber und Kinder sorgen. Ich sage nicht, dass individuelle Frauen sich nicht um ihre Ehemänner und Brüder sorgen, aber als Gruppe (als Stimmenblock bei Wahlen) haben sie kein besonderes Interesse am Wohlergehen von Männern. Von jedem politischen Kandidaten wird erwartet, dass er die Belange von Frauen anspricht, aber ein Kandidat, der auch nur einräumen würde, dass Männer auch Belange haben, die es wert sind, angesprochen zu werden, würde geächtet werden.“

Was wäre, wenn Männer im Durchschnitt fünf Jahre und acht Monate länger leben würden als Frauen? Nun, wenn das der Fall wäre, würden wir ohne Ende davon hören:

„Feministinnen und Kandidatinnen würden herumstolzieren und Buttons tragen, auf denen ‚Fünf Jahre und acht Monate‘ stünde, um sich und der Welt diese schreiende Ungleichheit permanent ins Gedächtnis zu rufen. Dass das geschehen würde – und es würde mit Sicherheit geschehen – sagt etwas über die unterschiedliche Natur männlicher und weiblicher Wähler aus.“

Bernard Chapin interviewte Dr. John Lott im Frontpage Magazine. Lott führt dabei aus:

„Ich glaube, dass Frauen im allgemeinen weniger risikobereit sind als Männer und sie sehen daher die Regierung als eine Versicherung gegen die Tücken des Lebens. Ich denke auch, dass geschiedene Frauen mit Kindern sich an die Regierung um Schutz wenden. Einfach nur die Einführung des Frauenwahlrechts erklärt mindestens ein Drittel des Regierungswachstums über 45 Jahre hinweg.“

Er ist der Ansicht, dass

„dies einen Großteil des Regierungswachstums in den USA aber auch im Rest der Welt während des letzten Jahrhunderts erklärt. Als die Staaten das Frauenwahlrecht einführten, erhöhten sich die Staatsausgaben und das Steueraufkommen, die vorher unverändert geblieben waren, innerhalb von zehn Jahren auf mehr als das Doppelte, und zwar auch nach Herausrechnen von Inflation und Bevölkerungszahl. In dem Maße wie Frauen einen zunehmend größer werdenden Teil der Wählerschaft bildeten, wuchs die Regierung immer weiter. Das ging über 45 Jahre hinweg so, in denen ältere Frauen, die bei der Einführung des Frauenwahlrechts nicht daran gewöhnt waren, wählen zu gehen, nach und nach durch jüngere Frauen ersetzt wurden. Wenn man zu den 60er Jahren kommt, wird das Regierungswachstum durch steigende Scheidungsraten vorangetrieben. Scheidung führt dazu, dass Frauen mit Kindern sich viel mehr an Regierungsprogramme wenden.“

Die Legalisierung der Abtreibung führte auch zu mehr Familien mit nur einem Elternteil.

Diana West ist der Ansicht, dass das, was wir mit der Gegenkultur der 60er Jahre erlebten, ein Einebnen von Hierarchien aller Art sowohl des Lernens als auch der Autorität war. Daraus entsprang das Einebnen der Kultur und in Erweiterung davon der Multikulturalismus. Sie verknüpft diesen Trend auch mit dem Nannystaat:

„Bei der Betrachtung der starken Zusammenhänge zwischen dem zunehmend väterlich werdenden Nannystaat und dem ‚Tod der Erwachsenen‘, entdeckte ich, dass Tocqueville (natürlich) schon vor langer Zeit diesen Zusammenhang hergestellt hatte. Er versuchte, sich vorzustellen, unter welchen Umständen der Despotismus in den USA Einzug halten könnte. Er kam dabei auf eine Vision einer Nation, die einerseits geprägt ist von einer ‚unzählbaren Vielzahl von Menschen, ähnlich und gleich, die sich wie im Kreise um die kleinen und banalen Vergnügungen drehen, mit denen sie ihre Seele übersättigen‘ und andererseits von einer ‚immensen‘ beschützenden Macht‘ des Staates. ‚Banale Vergnügungen‘ und ‚immense Staatsmacht‘ mag sich damals in der Mitte des 19. Jahrhunderts regelrecht wie Science Fiction angehört haben, aber zu Beginn des 21. Jahrhunderts fängt es an, sich nur allzu vertraut anzuhören. Tatsächlich schrieb er in Zusammenhang mit dem allmächtigen Staat: ‚Er würde der elterlichen Autorität ähneln, wenn er wie ein Vater versuchen würde, seine Schutzbefohlenen auf das Leben eines Mannes vorzubereiten, aber im Gegensatz dazu auch versuchen würde, sie in ewiger Kindheit zu lassen.‘ Vielleicht zeigt das Ausmaß, in dem wir – und zwar Liberale und Konservative gleichermaßen – die elterliche Autorität unseres Staates hingenommen haben, in wie weit wir als Kultur Tocquevilles Stadium ‚ewiger Kindheit‘ schon erreicht haben.“

Dieses Problem ist in Westeuropa, einer Region mit ausgefeilteren Sozialstaaten als dem der USA, die über Generationen hinweg unter dem amerikanischen Schutzschild gelebt hat, was die Neigung, sich wie Heranwachsende zu benehmen, noch gefördert hat, sogar noch schlimmer.

Die Frage, die Alexis de Tocqueville indirekt in den 1830er Jahren in seinem Buch Democracy in America aufgeworfen hat, ist die folgende: Wenn Demokratie mit allgemeinem Wahlrecht bedeutet, dass jedermanns Meinung so gut ist wie die von jedem anderen, wird das dann nicht früher oder später zu einer Gesellschaft führen, in der jedermanns Wahl so gut ist wie die von jedem anderen, was zu Kulturrelativismus führt? Tocqueville schrieb das zu einer Zeit, als nur Männer das Wahlrecht hatten. Wird das allgemeine Wahlrecht auch zu einer Situation führen, in der sich Frauen selbst in den Besitz der Finanzen der Männer wählen, während sie deren Autorität mindern und mächtige staatliche Regulierungen für alles schaffen?

Ich kenne die Antwort auf diese Frage nicht. Was ich aber weiß, ist, dass die derzeitige Situation nicht aufrecht erhalten werden kann. Die Abwesenheit der Vaterschaft hat eine Gesellschaft voller sozialer Pathologien geschaffen, und der Mangel an männlichem Selbstvertrauen hat uns für unsere Feinde zur leichten Beute gemacht. Wenn der Westen überleben soll, müssen wir wieder ein gesundes Maß an männlicher Autorität geltend machen. Dazu müssen wir den Sozialstaat zurückfahren. Vielleicht müssen wir auch einige der Exzesse des westlichen Feminismus zurückfahren.

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53 KOMMENTARE

  1. Na,ja. Habs nur überflogen, hört sich aber nach anti-emanzipatorischer Scheiße an gegen eine auf das Individuum ausgerichtet Gesellschaft. Schwach.

  2. „…der Mangel an männlichem Selbstvertrauen hat uns für unsere Feinde zur leichten Beute gemacht…“

    Über den Satz müsste man mal nachdenken.

  3. Zeit, die Diskussion ein wenig durch Opponieren in Gang zu treten 🙂

    Bei vielen Dingen dachte ich mir: ja, und?

    Desweiteren beachtlich ist, daß in diesem Buch so ziemlich alle Entwicklungen des letzten Jahrhunderts, sofern sie von den Normierungen des vorhergehenden Jahrhunderts abweichen, auf diese eine These der vaterlosen Gesellschaft zurückgeführt werden.
    Übergreifender ist wohl eher die Krise der Moderne, die den Abriß der Überzeugungen des damaligen Menschen mit sich brachte.
    Man kann sich natürlich wünschen, daß die „alten Zeiten“ wiederkehren, mit den „alten Gewißheiten“ – aber das ist nur eine Traumwelt. Meistenteils ist der Mensch wie der Schimpanse in „Planet der Affen“ (neuer Film), ein Primat in einem Raumgleiter. Hoffnungslos seinen technischen Möglichkeiten und Erkenntnissen gegenüber unterentwickelt.Vielmehr sollten wir uns der Frage stellen, welcher Mensch wir sein wollen, welche Lebensgestaltungen die Gesellschaft zulassen kann, als daß wir uns nach der Scheinwelt eines bürgerlichen Jahrhunderts zurücksehnen.

  4. #2 indecision
    dein Name sagt schon alles!

    allerdings sind die obigen Gedankengänge für mich höchst nachvollziehbar..und das muß nicht heißen dass wir nun alles ‚zurückfahren‘ müssen, aber eine gewisse Richtungsänderung auf einigen Gebieten könnte eventuell schon angebracht sein.

  5. Ich erlebe es immer häufiger in meinem Beruf, dass junge Hartz-IV-Bezieher Kinder produzieren, sich aber um die Ernährung der Kinder keine Sorgen machen. Der Staat wird es schon richten.

    Das ist die selbst verschuldete wachsende Verantwortungslosigkeit.

    Das Prekariat produziert frisch Prekäre, wird davon vom Staat unterstützt, und der Mittelstand verzichtet teilweise aufs Kinderkriegen, weil da überlegt wird, können wir dem Kind eine materielle Basis bieten und ihm einen guten Weg für die Zukunft ebnen.

    So vermehren sich jedes Jahr die Bildungsfernen und die, mit humanistischer Bildung nehmen ab.

    Kein Wunder, dass das Niveau in Deutschland stetig sinkt.

  6. Eure Angebliche Überlegenheit gegenüber anderen Kulturkreisen ist diese den auch heute noch wirklich noch Vorhanden.
    Eure heutige Kultur und Lebensweise ist teilweise Krank.

    Man lebt größtenteils auf den Errungenschaften eure Großväter und die nach dem zweiten Weltkrieg euch verwöhnten kleinen dick gewordenen Kindern durch harte Arbeit und unglaublichen Fleiß diesen Wohlstand aufgebaut haben den ihr als selbstverständlich anseht. Mit jeder Generation geht es immer Stück für Stück bergab mit euch.
    Für was steht die Kultur den heute noch?

    Finanziell gut gestellte Leute wollen oft keine Kinder obwohl diese ohne Probleme Finanziell in der Lage dazu währen.
    Ja ich weiss es ist ja hierzulande auch wichtiger einen dicken Porsche und 4 mal im Jahr in Urlaub
    zu fahren. Materielle Güter sind ja auch wichtiger als Kinder.

    Auf der anderen Seite setzten Personen die eher Finanziell schlecht gestellt sind viele Kinder in die Welt ohne sich um diese zu kümmern.
    Sie geben die Verantwortung die sie als Eltern haben ab an die Schulen, Kindergärten usw.
    Das heißt nicht das ein Hartz-IV Empfänger ein schlechter Vater oder eine Mutter sein muss.

    Schön das sich die Westliche Welt selbst hinrichtet.
    Dafür braucht ihr keine Muslime oder sonstigen Potenziellen Gegnern.

  7. @#8 D.N. Reb: Ich stimme ihnen zu.
    Am Mittwoch oder Dienstag wurde in einer ZDF-Reportage über ein Inkasso-Unternehmen berichtet, dass beauftragt wurde, das Geld für ca. 380 über das Internet vertriebene 40″ Fernseher einzutreiben. Der Mann vom Inkasso-Unternehmen schätzte, dass ca. 80% der nicht bezahlten Fernseher an Hartz IV Empfänger gingen. Ich will hier nicht pauschalisieren, finde es aber schon merkwürdig, dass ein 40″ Fernseher als so wichtig angesehen wird, wenn man ohnehin über wenig Geld verfügt. Oder man hatte nie die Absicht, zu zahlen…
    Außerdem wird die Bildugslosigkeit im Fernsehen quasi zelebriert. Da sehen Jugendliche, wie ihresgleichen durch (leidliches) Singen, Tanzen und modische Kleidung irgendwelche Preise gewinnen und sehen das Ganze dann für sich auch als Traumziel an. Schule und Ausbildung sind dann vernachlässigbar. Ich empfehle in diesem Zusammenhang folgendes Buch:
    http://www.amazon.de/Kalte-Herzen-Fernsehen-unseren-Charakter/dp/3608941029/ref=pd_bbs_sr_2/028-2961936-2445309?ie=UTF8&s=books&qid=1194636433&sr=8-2

  8. alles ganz schlau, alles ganz interessant, alles ganz richtig….

    Aber auch Diane West kann nicht wegschreiben, dass unser Selbstverständnis immer außenorientierter, immer sinnentleerter, immer ärmer an Möglichkeiten zur Transzendenz geworden ist in den letzten Jahrzehnten….da ist es an uns, „dem Westen“, mal inne zu halten und uns zu fragen, was da schief läuft.
    Ich sehe gerade die „Jugendrevolten“ als Reaktion auf das Erleben dieser Sinnleere und Oberflächlichkeit. Dass diese Jugendphänomene dann Folgedynamiken entwickeln, ist auch klar….aber wäre die westliche Kultur sich selber bewusst, ihrer Werte…dessen, was sie zu verteidigen hat (außer der äußeren Sicherheit und dem materiellen Lebensstandard), wäre der Islam kaum eine solche Bedrohung.

  9. Nun ja, wenn ich mir einige Beispiele von nach wie vor sehr patriarchalisch geprägten Gesellschaften anschaue, z.B. Saudi-Arabien, dann habe ich doch so meine Zweifel an den Thesen des Artikels…

  10. ewige Kinder wollen/können nie gute Eltern sein
    Die Atraktivität des extrem patriarchalischen Islam bei manchen Personen mit schwachem Selbstbild liegt vielleicht gerade darin, dass sie in der westlichen Gesellschaft zuwenig positive und notwendige Autorität erfahren.
    Vor einigen Jahren gab es in „Psychologie heute“ einen Artikel über die „Infantilisierung der Gesellschaft“.
    Damit war nicht die politische Kariere von Guido Westerwelle bei der FDP gemeint. Sehr wohl aber kann man das Outing der FDP als Spaßpartei als Teil des Problems ansehen.

    Ein paar interessante Artikel im Internet:
    1. Erwachsene gesucht
    Zitat: „Ich würde also sagen, daß ein Erwachsener ein Mensch ist, der nicht mehr unter der Herrschaft der präödipalen Wünsche steht, die unausgesetzt nach Lust, Wohlgefühl und Unterhaltung verlangen“
    „Eltern und Lehrer können sich oft an ihren Status als Erwachsene nur schwer gewöhnen, was sich etwa darin zeigt, daß sie sich von den Kindern lieber mit dem Vornamen ansprechen lassen – etwas, das vor 50 Jahren in Europa oder heute noch in einem asiatischen Land völlig undenkbar (gewesen) wäre.“
    Frage: Von Politikern wird öfters nur der Vorname genannt. Zeichen einer Infantilisierung der Politik?
    2. Boxenstopp in der Familie –
    Es wird nicht mehr erzogen – und die Kinder leiden darunter

    Zitat:
    „Im Fahrwasser von Kinderrechtsbewegung und Antipädagogik trauen sich heute nur noch wenige Eltern, geschweige denn Lehrer, spontan-intuitiv erzieherisch zu handeln. Bei zahlreichen Konflikten des Alltags hat sich – unter Verzicht auf klare Regeln und Strukturen – ein nervendes Herumverhandeln mit Kindern entwickelt. … alles ist Teil permanenter Verhandlungen. Eltern haben jeglichen Mut zum berechtigten ‚Nein‘ verloren. Jegliche erzieherische Aktivität ist von einer übertriebenen Sorgehaltung getragen. Aus Angst vor Autorität lässt man dem Kind kaum jemals eine Chance zum Opponieren – es sei denn durch die Entwicklung von Neurosen.“
    „lm Zuge der Pathologisierung ist die kindliche Psyche zum Tummelplatz ‚alternativer‘ Methoden geworden. Aus der etwa 600 Klienten umfassenden Datei des Verfassers ergibt sich, dass 65 Prozent der Kinder, die wegen Lern- und Verhaltensstörungen vorgestellt wurden, esoterisch vorbehandelt waren.“
    „Fehlende Nestwärme hat viele Gesichter: Die kalte Küche ist die physikalische Ausdrucksform für den psychischen Wärmeverlust des modernen Kinderalltags.“
    „Educational correctness verbietet – richtigerweise – körperliche Übergriffe auf das Kind, der pädagogische Zeitgeist hat aber zudem Strafe insgesamt tabuisiert und zum ideologisch besetzten Unwort gemacht.“

    3. Wir wollen alles
    „Kritiker warnten vor einer schleichenden Infantilisierung der Gesellschaft. Vielleicht hatten sie ja Recht und das Ergebnis ist das schwarz-rot-grüne Wolkenkuckucksheim, in dem offenbar viele Mitbürger zu leben wünschen.
    Das Kind in uns möchte von den unangenehmen Einsichten ökonomischer Vernunft verschont bleiben. Dass Wohlstand in der Regel durch Arbeit entsteht ist eine Kränkung.“
    Ewiges Kindsein bedeutet:
    Keine Verantwortung zu übernehmen und sich in politischen und gesellschaftlichen Illusionen zu suhlen. Problembewußtsein entsteht erst, wenn der eigene Spaß in Frage gestellt wird.
    Dass eine verantwortungslose Gesellschaft von an Autorität gewöhnten Migranten verachtet wird, sollte nun wirklich nicht überraschen.

  11. So ein Sche***dreck.

    Ich und viele in meinem Umfeld sind ohne Vater aufgewachsen.
    Wir haben gelernt uns durchzubeissen und sind nicht verhätschelt worden. Sind sehr produktive Mitglieder der Wirtschaft geworden. Wir sind auch keine traumtänzerische linke Idioten geworden.
    Wenn ich da an die verzärtelten lebensunfähigen Kreaturen denke, aus „heilen“ die da rumstürzen…

    Die Diana West lafert von Dingen, von denen sie nicht mal ansatzweise eine Anhnung hat.

  12. # 11 maure
    „Schön das sich die westliche Welt selbst hinrichtet“
    Dafür betest du sicher fünfmal am Tag was du Kretin!

  13. „Familie ist kein Wert an sich“
    Claudia Fatima Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis9/11

    Was gab es nicht alles für feministischen Blödsinn:

    Strickkurse für Jungs und Girls-Day für Mädchen mit dem Ergebnis, dass Mädchen lieber stricken und Jungs lieber Ingenieur werden wollen.

    Dann wurden die europäischen Männer zu Weicheiern und Sitzpinklern erzogen („Ich ähh bin der Martin, ich finde das echt gut, Du!“) und in den Uni-Städten fuhren dann die Lila Latzhosen mit Henna-Kurzhaarschnitt auf die „edlen Wilden“ aus dem Orient ab. Die MohammedanerIn Susanne Osthoff sagte: „Nur Araber sind richige Kerle!“

    Es wurden für die Absolventen der Bielefelder Soziologie Stellen aus Steuermitten geschaffen, die keiner wirklich braucht, insbesondere Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte.

    Wer einen „sexistischen“ Spruch machte, musste „5 Mark in die Chauvi-Kasse zahlen“

    Sexualität war eh nur männlich und grundsätzlich schlecht, wie uns die autonomen Frauen- und Lesbenreferate dressieren wollten: „Jeder Mann ist ein potentieller Vergewaltiger!“

    All diese gestörten Selbstverwirklicher waren natürlich nicht in der Lage, eine „spießige“ Familie mit richtigen Kindern zu gründen „Mein Bauch gehört mir!“). Zur „Rettung der Sozialsysteme“ wurde der archaisch-barbarisch-mohammedanische Rütli-Boratismus mit Kopftuch-Option importiert.

    Klassisch das genderkonforme I:

    Nun gab es LesbInnen und SchwulInnen, FrauInnen und MännInenn!

    Im ARD-Tatort haben die Kommisare keine normale Familie mehr, ob Schimanski, Odenthal und wie sie alle heissen.

    Klar, dass Mixa und Herman da stören!

    Das Radikalfeminat, dessen Lebensleistung gegen Null geht, konzentrierte sich dann bei Bündnis9/11 und der SED-Linkspartei!

    Marieluise Beck, Petra Pau, Renate Künast, Sahra Wagenknecht!

    2050 – Kölner Dom wird Claudia-Fatima-Roth-Moschee

  14. „Die Legalisierung der Abtreibung führte auch zu mehr Familien mit nur einem Elternteil.“

    Ich dachte das genau das Gegenteil hier beklagt wird 😉

    Ich wundere mich immerwieder wieviele Frauen doch so dumm sind alleinerziehende Mutter zu werden, trotzdem es die Pille UND die Abtreibung gibt. Um heutzutage Mutter zu werden muss man entweder sehr wach und energetisch drauf sein und gespitzte Stahlellenbogen haben, oder es muss einem total egal sein was mit einem und dem Kind passiert. Ansonsten ist der Alltagswahnsinn ja nicht auszuhalten ohne daran kaputt zugehen.

    Und auch einer der Hauptgruende des Fortplanzen ist weggefallen — es gibt die Rente die es in unserem Alter wohl nicht mehr gebe wird, das Kind ist den Eltern in nichts verplichtet, es brauch die Eltern nicht, die Eltern brauchen es nicht, und so ist man nicht gezwungen sich zu verstehen oder zu respektieren, man kann sich sehr gut ignorieren heutzutage.

    Ich rechnete nach und mir wurde klar das ich entweder ein Einkommen im Alter habe (und nicht in dem Rentenbetrugsystem drinstecke) ODER ein Kind, vielleicht sogar zwei, wenn mir das sehr arm sein nichts ausmacht und ich die Nerven habe wie eine Furie fuer meine Kinder im Alltag zu kaempfen nur damit die nicht untergebuttert werden. Die extra Freizeit die ich als Kinderfreie habe war nur der Bonus — ich habe keine Kinder weil ich Angst vor ihnen habe — ich glaube nicht das ich gegen den Staat erziehen kann, und das ganze Risiko ist mir zu gross, ich will im Alter nicht arm sein und mir keinen Changeling aufhalsen. Sorry. ;-(

    ———

    Mal was anderes — wir sind vom totalen Patriachat in der Frauen nichts zu melden hatten ins andere genauso ungute Extrem umgeschwungen.

    Also, es was frueher schon Scheisse auf seine Art, jetzt ist es immer noch Scheisse auf die andere Weise.

    Was schlagt ihr denn vor hier? Gibts da ueberhaupt eine Loesung die nicht jemand ausbeutet oder zu kurz kommen laesst?

    Zwangsverheiraten, bzw. Heirat UND Scheidung sehr erschweren, Bastarde verachten oder zwangsadoptieren (legaler oder gesellschaftlicher Druck), Frauen zur Mutterschaft zu konditionieren, ihre Berufchances einzuschraenken ist ja wohl nicht drin, das hatten wir alles schon mal, und das war uebel. Genauso schlimm sind arbeitende Muetter, Kinder sind ein Vollzeitjob und kein Hobby.

    Es ist immer wichtig sich zu beschweren wenn etwas nicht funktioniert, aber das bringt nichts wenn man keine Alternative hat.

  15. Ich und viele in meinem Umfeld sind ohne Vater aufgewachsen.

    Ich bin das auch, Sky_Dog, und hatte nie das Gefühl, dass mir etwas fehlt oder dass ich neidisch auf Kinder mit zwei Elternteilen wäre. Wir brauchen die aber umgekehrt auch nicht pauschal als verhätschelt beschimpfen. Schon mal was von statistischen Wahrscheinlichkeiten gehört?

    Dennoch habe ich den Artikel übersetzt und finde ihn sehr nachdenkenswert. Er ist kein Angriff auf uns als Personen, es geht um die gesamtgesellschaftliche Dekonstruktion des Männlichen, des Väterlichen.

    Es geht keineswegs nur um alleinerziehende Frauen, sondern auch um eine Haltung ewiger Jugendlichkeit (nicht nur im Outfit, das manchmal peinliche Fauxpas älterer Damen und Herren hervorbringt) sondern auch in der fußaufstampfenden „Ich-will“- und „Es ist mein gutes Recht“-Haltung.

    Diese Infantilität ist mir erst kürzlich ganz massiv aufgefallen…bei einem Thema hier (und nein, ich meine nicht die hier Kommentierenden)

    @maure:

    Ja ich weiss es ist ja hierzulande auch wichtiger einen dicken Porsche und 4 mal im Jahr in Urlaub
    zu fahren.

    Nein, das wird zwar unterstellt, ich halte es aber nur bei wenigen für die Ursache für Kinderlosigkeit. Es geht tiefer. Es herrscht eine Verunsicherung, ob man in der Lage ist, dem Kind eine gute Zukunft zu bieten. Der Markt ist überschwemmt mit Büchern und Geschwätz der Sorte „Ein Kind braucht dies und das und jenes und falls man als Elternteil nicht perfekt ist, …“ stehen da die Strafen in der Welt, dass es drogensüchtig oder kriminell wird oder sich beim Psychiater auf die Couch legt und dort über einen peinliche Dinge erzählt und hetzt.

    Gerade die Sensiblen, Verantwortungsbewussten, die gute Eltern wären, machen sich da viele Gedanken und werden abgeschreckt. Die rücksichtslose Gosse pflanzt sich fort.

    Ich schätze aber Deine Analysen. Nur: Warum hasst Du uns so sehr, dass Du Dich freust, wenn wir uns selbst hinrichten?

  16. “Die Legalisierung der Abtreibung führte auch zu mehr Familien mit nur einem Elternteil.”

    Diesen einen Satz habe ich auch nicht verstanden und bezweifle ihn auch. Ich lehen Abteibung ab, aber nicht aus diesem Grund.

  17. Sie glaubt auch, dass sich die Wurzeln des westlichen Jugendkultes, obwohl der radikalste Bruch in den 60ern und 70ern stattfand, bereits in den 50ern mit der Geburt des Rock ‘n Roll, mit Elvis Presley und Schauspielern wie James Dean finden lassen. Die Beatles verkörperten das in den frühen 60ern, wandelten sich aber radikal in Richtung Drogen und Ablehnung jeglicher etablierter Lebensweisheit, als sie auf 1970 zugingen – eine Wandlung, die sich in der gesamten Kultur widerspiegelte.

    Ich wußte doch dass die Negermusik eines Tages unser Untergang sein würde.

  18. Weder Elvis Presley noch die Beatles noch James Dean waren schwarz, encore.

    Wie kommt man dazu, alles so rassistisch misszuverstehen?

    Es geht um die Verherrlichung der Jugend und die Verächtlichmachung des Reifen, die in dieser Zeit vorsichtig ihren Anfang nahm (und auch meiner Ansicht nach in den 50ern und frühen 60ern noch im normalen Rahmen jugendlicher Rebellion und Fröhlichkeit war) nicht um Musikgeschmack oder gar „Negermusik“.

  19. Kleiner Denkanstoß, ohne Worte:

    > Wenn wir gleiche Teilhabe für Frauen und Männer verwirklichen wollen, müssen wir alle
    Lebensbereiche umgestalten:
    Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden.

  20. @Eisvogel
    Nicht rassistisch mißzuverstehen… ich würde es eher leise Ironie äußern nennen.

    Ich war jedenfalls von dem Großteil der Argumente sehr amüsiert.

    Eines davon:

    Die Legalisierung der Abtreibung führte auch zu mehr Familien mit nur einem Elternteil.

    hast du ja bereits selbst aufs Korn genommen.

  21. @encore: Ich wollte Dir ganz bestimmt keinen Rassismus unterstellen. Ich hatte nur den Eindruck, Du reduzierst die Problematik auf ein Thema, das erstens nicht passt und zweitens diejenigen, die sich um die Entwicklung Sorgen machen, auf das Niveau doofer Nazis ziehen soll, die keine Negermusik leiden können.

    Wenn man sich das aber nach Rassen sortiert ansieht, dann haben die Schwarzen mindestens genauso sehr darunter gelitten wie die Weißen. Es hat zwar ein paar schwarzen Pseudo-Intellektuellen Laberpöstchen eingebracht, auf denen sie sich aufplustern können, aber das echte Volk?

    Ich glaube nicht, dass die grundanständigen schwarze Grandmas und Grandpas glücklich über ihre dauernd von irgendwelchen Mistkerlen schwangere Enkelin und ihren Gangsta-Enkel mit einem Fuß im Knast sind. Diese Menschen hat das auch übel erwischt.

  22. EIN Argument hat mir nicht eingeleuchtet. Bitte unterstell mir nicht, das wäre nur ein Beispiel für viele gewesen, es war wirklich nur der eine Satz, an dem ich hängenblieb.

  23. Sry Eisvogel, aber leider gings mir weder um Rassen noch um Nazis. Was ich mit dem Posting zum Ausdruck bringen wollte:
    Ich empfinde die vorgebrachten Argumente als Beleidigung meines Intellekts. Wohlgemerkt, eine sehr amüsante Beleidigung. Und: Jedes Land bringt seine Frau Hermans hervor.

  24. #19 otter
    Nicht gleich ausfallend werden obwohl sie diesmal schon ein medizinisches Fachwort bzw. nicht mehr so gebräuchliches Schimpfwort benutzt haben.
    Nein ich bette nicht 5mal am Tag dafür.

    #22 Eisvogel
    Kein Zorn oder Hass Eisvogel
    Des weiteren hasse ich keinen. Hass verbittert doch einen nur.

    Wie soll ich das sagen, die verschiedensten Indikatoren und Anzeichen sprechen doch eindeutig dafür das dieser von Frau Diana West erfasster Lebensstil langfristig zu erheblichen Problemen führen wird wobei viele der negativen Formen bereits sichtbar sind.
    Sie ist nicht die erste die auf die Probleme und langfristigen Auswirkungen hinweist.

    Das Problem ist längst bekannt aber man verdrängt es solange bis es nicht mehr zu verdrängen ist.

    Anscheinend muss es erstmal wieder so richtig krachen bzw. euch mal wieder so richtig schlecht gehen bis sich das alles mal wieder normalisiert.
    Nach dem Motto manchmal muss man erstmal richtig auf die Schnauze fallen bevor man sich ändert.
    Nein ich bin nicht gegen die Emanzipation nur hat diese meiner Meinung nach teilweise eine völlig falsche Kehrtwendung genommen und ist Teilweise anti weiblich.
    Ebenfalls bin ich der Meinung das ein Vater auch wichtig für die Erziehung eines Kindes ist, und gerade für einen Jungen eine wichtige Identifikationsfigur.

    Wie gesagt was ist das für eine Gesellschaft in der alles wichtiger ist als die Familie und Kinder?
    Die vielen ach so Glücklichen Singles, Geschäftsfrauen usw. sehen sich doch sehr oft heimlich nach diesen alten familiären Werten. Ich weiß nicht wie viel Geld mit Single Börsen, Partys usw. gemacht wird es dürfte ziemlich viel sein.

    Ob man in der Lage ist einem Kind eine gute Zukunft zu bieten ? Für viele ist dies nur noch eine rein materielle frage.
    Dafür wird es nie eine Garantie geben und das ist auch nicht und war es auch nie.
    Wussten das die Mütter und Väter die ihre Kinder während und nach dem zweiten Weltkrieg aufgezogen haben?

    Nur man hat hier eigentlich schon ziemlich viel Unterstützung im Vergleich zu vielen Ländern dieser Erde

    Für viele Muslimische Ausländer ist dieser vaterlose bzw. anti religiöse und oft vollkommen Werte freie Lebensstil typisch westlich. Sie denken dies wäre die Christliche Kultur und Lebensart.
    Dieser wirkt auf viele von diesen abstoßend .

  25. Der Artikel ist mehr als Angebracht, und ich würde ihn nicht so leichtfertig als Trash abtun, wie es einige hier andeuteten.

    Sicher, viele sind auch ohne Väter aufgewachsen. Doch hier muss man vorsichtig sein. Man kann vom Einzelfall nicht auf die komplette Gesellschaft schließen, da ja jeder für sich verschieden ist.

    Interessant ist da etwas anderes. Beim lesen des Artikels von Fjordman erinnerte ich mich an so ein „Wissenschaftlichen Beitrag“ vor einigen Monaten (vermutlich SPON) wo auf Nutzlosigkeit der Väter wieder rumgeritten wurde. Ja, Frauen hätten Ihre Menopause aber als Großmütter einen Zweck, Väter über 50 hätten total keinen Zweck mehr.
    Zum Schluss wunderten sich selbst die Wissenschaftler dass es Männer über 50 überhaupt noch gibt, da die Natur ja sowieso alles Nutzlose von selbst evolutionär abschafft.

    Doch der reine Fakt dass es ältere Männer in der Gesellschaft überhaupt noch gibt sagt mir dass diese Theorie der Nutzlosigkeit ziemlich hinkt.

    Vielleicht gibt es diese Gesellschaften (ohne nutzlose Väter) nicht mehr da sie ebenso evolutionär von anderen Gesellschaften (mit nutzlosen Vätern) überwältigt wurden.
    Gesellschaften vielleicht, indem die angeblichen nutzlosen Väter sich mit strategisch weitsichtigen Sachen beschäftigen konnten und somit der Kultur, in der die Gemeinschaft eingebettet war, Stabilität bekam, Stabilität welche die junge Generation brauchte um ihren Job zu tun.

    So ein Lösungsansatz ist jedoch von einem heutigen, PC dirigierten Sozialwissenschaftler, zuviel verlangt.

  26. Zu encore versus Eisvogel ab 25

    Die „Negermusik“, die auch von vielen Weißen gespielt wurde, starb 1961. Sie war teilweise unangenehm geworden – von vielen merkwürdigen Experimenten geprägt. Sie war in den meisten Fällen nicht nur zum Hören da gewesen, sondern auch zum Tanzen. Dann brachen die Beatles in das Musikleben ein, und tanzen konnte nur jeder für sich alleine, Paare, die sich berührten, gab es nicht mehr auf dem Flur. Die Musikinstrumente der klassischen Unterhaltungsmusik (und Jazz) gab es auch nicht mehr bei den Händlern, nur elektrische Gitarren. Das war der Anfang. Elvis, Bill Haley usw. hatten in den 50ern nie versucht, die Gesellschaft umzukrempeln, sie waren nichts anderes als ein paralleles Angebot zum Jazz – also Musik.

    Ich reibe mir immer noch die Augen, wenn ich sehe, was beim Umbau der Gesellschaft in den 60ern herausgekommen ist. Mir gefällt es immer noch nicht. Ich wollte mehr Freiheit, aber so nicht. Es ist schließlich viel weniger Freiheit geworden, weil der Staat inzwischen allgegenwärtig geworden ist.

    Ich finde den ganzen Artikel wertvoll. Claudia Fatima & Co. sind ja nicht aus dem Nichts entstanden und es hat auch schon früher Bücher zu diesem Thema gegeben.

  27. #13 ratloser

    Richtig bemerkt!
    Diese Sinnleere und Oberflächlichkeit ist das Resultat der Unfähigkeit einer Elterngeneration einen Sinn des Lebens zu vermitteln. Diese Generation hat sich selbst vor 40 Jahren aus dem Wissens&Reife Tranfermechanismus herausgelöst und hat sich selbst der Zügellosigkeit hingegeben da sie den Sinn des Lebens der ihnen vermittelt wurde nicht akzeptierten und anstelle dessen den Sinn, der ihnen als Ziel vorschwebte, selber finden wollten.

    Ja, es war diese Zügellosigkeit die mit all ihrer inneren Energie die unsagbare ökonomische Entwicklung ermöglichte. Aber es war dieselbe Zügellosigkeit der neuen, Freie Jugend welche sich auf in alle Richtung machte, Ihren Weg zu finden, bis sie sich verlaufen und vom Weg abgekommen im Nirwana wieder fanden. (Schau Dir all die Goa travelers an)

    Der (soziale) Wissenstransfer riss ab.
    Mittlerweilen sind sie selber Eltern geworden, doch, immer noch nicht schlau aus Ihren Fehlern geworden, verkaufen sie Ihrer gezeugten Jugend das sich im Dschungel des Lebens verlaufen als persönlichkeitsformende Maßnahme.

    Ich bin dabei zum Schluss gekommen dass das Kräfteverhältnis zwischen Jugend und Erwachsenen (ich würde eher sagen Reifen) sehr entscheidend für die Gesundheit und Stabilität der Gesellschaft ist. Die Jugend in ihrer ungestümen, herausfordernden und auch maßlosen Art trifft dabei auf die konservative, oft (und nicht immer) durch Fehler klug gewordene Reife.
    Den Beweisarbeit die die älteren dabei erbringen um die Jungen in Schach zu halten, das ist der (sozial-kulturelle) Wissenstransfer zwischen den Generationen. Die Führung dabei können nur die älteren haben (obwohl die Jugend dies nicht Wahr haben will), denn sie sind in Besitz der Erfahrung die es zu transferieren gilt.
    In den 60er Jahren hat sich das geändert. Die Jugend befreite sich von diesem ewigen „Tauziehen“ der Generationen nicht zuletzt auch deshalb weil es die Generation der Väter nicht mehr richtig gab (sie war größtenteils gefallen) und die Verbliebenen eine offene Schwachstelle, eine Art „Mute“ Taste, hatten.
    Wie schon bemerkt, der (sozial-kulturelle) Wissenstransfer riss ab, eine zügellose Entwicklung begann.

    Unter den Orientierungsläufern (eine Sportart bei der derjenige gewinnt der die richtige Balance zwischen physischer Betätigung – laufen – und geistiger – Karten lesen – bewältigt) gibt’s einen Spruch:

    Wer nur schnell läuft, läuft weit weg (vom Ziel), wenn er sich verläuft!

  28. #13 ratloser

    Richtig bemerkt!
    Diese Sinnleere und Oberflächlichkeit ist das Resultat der Unfähigkeit einer Elterngeneration einen Sinn des Lebens zu vermitteln. Diese Generation hat sich selbst vor 40 Jahren aus dem Wissens&Reife Tranfermechanismus herausgelöst und hat sich selbst der Zügellosigkeit hingegeben da sie den Sinn des Lebens der ihnen vermittelt wurde nicht akzeptierten und anstelle dessen den Sinn, der ihnen als Ziel vorschwebte, selber finden wollten.

    Ja, es war diese Zügellosigkeit die mit all ihrer inneren Energie die unsagbare ökonomische Entwicklung ermöglichte. Aber es war dieselbe Zügellosigkeit der neuen, Freie Jugend welche sich auf in alle Richtung machte, Ihren Weg zu finden, bis sie sich verlaufen und vom Weg abgekommen im Nirwana wieder fanden. (Schau Dir all die Goa travelers an)

    Der (soziale) Wissenstransfer riss ab.
    Mittlerweilen sind sie selber Eltern geworden, doch, immer noch nicht schlau aus Ihren Fehlern geworden, verkaufen sie Ihrer gezeugten Jugend das sich im Dschungel des Lebens verlaufen als persönlichkeitsformende Maßnahme.

    Ich bin dabei zum Schluss gekommen dass das Kräfteverhältnis zwischen Jugend und Erwachsenen (ich würde eher sagen Reifen) sehr entscheidend für die Gesundheit und Stabilität der Gesellschaft ist. Die Jugend in ihrer ungestümen, herausfordernden und auch maßlosen Art trifft dabei auf die konservative, oft (und nicht immer) durch Fehler klug gewordene Reife.
    Den Beweisarbeit die die älteren dabei erbringen um die Jungen in Schach zu halten, das ist der (sozial-kulturelle) Wissenstransfer zwischen den Generationen. Die Führung dabei können nur die älteren haben (obwohl die Jugend dies nicht Wahr haben will), denn sie sind in Besitz der Erfahrung die es zu transferieren gilt.
    In den 60er Jahren hat sich das geändert. Die Jugend befreite sich von diesem ewigen „Tauziehen“ der Generatioen und der (sozial-kulturelle) Wissenstransfer riss ab, eine zügellose Entwicklung begann.

    Unter den Orientierungsläufern (eine Sportart bei der derjenige gewinnt der die richtige Balance zwischen physischer Betätigung – laufen – und geistiger – Karten lesen – bewältigt) gibt’s einen Spruch:

    Wer nur schnell läuft, läuft weit weg (vom Ziel), wenn er sich verläuft!

  29. „wir sind vom totalen Patriachat in der Frauen nichts zu melden hatten ins andere genauso ungute Extrem umgeschwungen.“

    – Nee, weil:
    Ein „wir“ gibt es nicht mehr; in den Arabisch- Türkischen Exklaven in den Großstädten herrscht ein viel schlimmeres „Patriarchat“ als in der Vergangenheit ( ohne Einwanderer ).
    Das allerdings nur existieren kann, weil bei den „Ureinwohnern“ hier niemand etwas dagegen sagt!
    Und das liegt nicht an einem fehlenden „Vater“, das leigt daran, dass die Menschen nicht mehr ( eigentlich zum Glück ) gewohnt sind mit Gewalt umzugehen und notfalls (!) Gegengewalt auszuüben um schlimmeres zu verhinder. ( d.h. lieber dem Alten eine überziehen, als ihn das Kind verprügeln lassen )

    Zum Artikel:
    Ziemlich beschämend für die Feministen, dass gerade die jetzt wieder diese angestaubte Gender-Thematik aus der Mottenkiste ziehen…

    Die Begriffe Mann, Frau, männl., weibl., sind doch total überholt.
    Das sieht man doch an lesbischen Feministen selbst, da ist eben ein Mensch mit weiblichem Körper männlicher als „der Durchschnitt“ und an Frauen interessiert ( muss keine folge ihres größeren männl. Anteils sein..)

    „Diese Sinnleere und Oberflächlichkeit ist das Resultat der Unfähigkeit einer Elterngeneration einen Sinn des Lebens zu vermitteln.“
    -Welchen Sinn hätte diese Generation denn bitte geben sollen? Gehorsam bis in den Tod? Gehirn raus Adi rein?
    Nene, wer nix hat, kann auch nix geben.

    Was ich dazu zu sagen habe:
    „Sinn des Lebens“ Aha, da wären wir schon beim Kern des Problems ( nicht des Pudels ).
    Was ist dieser Sinn?
    G O T T
    Und zwar auf festen ( biblischen ) Pfeilern.
    PI ist pro-amerikanisch und pro-israelisch; was haben sie gemeinsam?
    Ein überschneidung ihrer Werte, die auf eben diesem Buch und den daraus folgenden Religionen und damit auch auf Gott selbst basieren!

    So und wo war Gott in den 30er Jahren? – NS

    Wo in den 60er? – Hippie / Ausschweifung ( vielleicht auf freudlosigkeit basiert -Nietzsche )

    Wo ist er heute? Islam(ismus)
    -> Weder in den Köpfen noch in den Herzen, derer, die Entscheidungen treffen, Kultur schaffen, Soziales schaffen, noch nicht einmal in den all derjenigen, die eben diese Botschaft unter die Menschen bringen sollen ( Kirchen ).
    Tjaja…

    Mit einem Satz:
    Wo Gott nicht ist, da ist der Teufel.

  30. Ein super Artikel, auch das Video dazu. Danke an das PI-Team und Eisvogel =)

    @Eisvogel:

    Ich habe nicht das englische Original von Fjordman gelesen, aber wenn „Regierungswachstum“ die Übersetzung für den Ausdruck „government growth“ ist, dann ist damit ein Anstieg der Staatsquote gemeint.

    Grüße,
    Chilledkroete

    PS: Exakt diesselbe Aussage unten ist mir bei Roland Baaders „Fauler Zauber – Schein und Sein des Sozialstaates“ auch schon begegnet. Er führt sie ins Feld als Begründung dafür, warum so viele vom Sozialamt lebende Menschen so kreuzunglücklich sind, obwohl deren Lebensstandard oft höher liegt als der von Teilen der arbeitenden Bevölkerung:

    „Der Sozialstaat beraubt die Menschen der Möglichkeit, aus ihrer Arbeit Selbstachtung zu gewinnen. Das kann die Selbstachtung eines Menschen verletzen, und zwar bei Männern mehr als bei Frauen, weil die maskuline Identität eng damit verbunden ist, der Versorger anderer zu sein.“

  31. Machen wir uns nix vor:

    Diese Entwicklung hat ihren Höhepunkt in der heute geltenden FEMINISTISCHEN DIKTATUR!

    Deshalb:
    MÄNNER WACHT AUF!

    1) Männer, solange ihr statistisch früher sterbt, verweigert euch gefährlichen Arbeiten! Überlasst sie den frauenbewegten Emanzen-Frauen, sie maulen ja sowieso rum.
    2) Männer, solange ihr statistisch früher sterbt, schickt eure Frauen arbeiten, damit ihr euch zuhause einen gemütlichen Lenz machen könnt (122-kalorien-job)
    3) Männer, solange ihr statistisch früher sterbt, lasst euch chauffieren, bis die Auto-km-Laufleistung ausgeglichen ist, das spart dann auch Punkte in Flensburg und Unfälle.
    4) Männer, solange ihr statistisch früher sterbt und die Emanzen heulen, packt eueren Gentleman weg, kein Einparken mehr, kein Tür-Aufhalten, kein vorlassen, Schluss mit der Bevorzugung.
    5) Männer, solange ihr statistisch früher sterbt kein „Ladys first“ mehr, es geht ums Überleben.
    6) Männer, lasst euch nicht mehr runtermachen, sprecht diesen offenen und verdeckten Sexismus direkt an.
    7) Männer, solange ihr statistisch früher sterbt und falschblonde Emanzen alle Heimwerkersendungen moderieren lasst eure Frauen die Umbauarbeiten machen.
    8) Männer, solange ihr statistisch früher sterbt prangert den einseitigen Wehrdienst an, schickt die emanzipierten Frauen an die Waffen.
    9) Männer, solange ihr statistisch früher sterbt geht nicht mehr in KAFOR-Truppen etc. bis der von der UN geforderte Frauenanteil die 50Prozent-Marke erreicht hat. (zZ im 5-Prozent-Bereich-und dort nur Sanitäterinnen)
    10) Männer, kämpft gegen den Unterhalts-Raubzug eurer Ex-Frauen, sie sind nur zu faul selbst zu arbeiten, aber schimpfen auf Euch.
    11) Männer, lasst Euch nicht vom Sex des Weibes verführen, sie haben von ihren Müttern gelernt Sex einzusetzen um alles zu erreichen, nach der Hochzeit ist eh Schluss mit lustig.
    12) Männer macht wasserdichte Eheverträge, denn der staatliche Vertrag verspricht nichts gutes: Fast drei Viertel aller Scheidungen werden heutzutage nach relativ kurzer Ehedauer von Frauen eingereicht, was ihnen entsprechend leicht fällt, denn die Zeche bezahlt in der Regel der Mann.
    13) Männer wehrt euch gegen den Propaganda-Betrieb, für den der Mann immer Täter, die Frau immer Opfer ist.
    14) Männer holt auf beim TV: Frauen belegen seit Jahren beim Fernsehkonsum Spitzenplätze zu allen Tageszeiten
    15) Männer gebt den Frauen kein Geld mehr, nur so habt ihr Einfluss darauf, was in Kaufhäusern angeboten wird. Heute geben Frauen das meiste Geld aus. (Meist das der Männer)-oder wie es Harald Schmidt sagte: lass doch den Frauen den Unterhalt, sonst hätten sie ja gar kein Einkommen….
    16) Männer, fordert die Quote in allen Bereichen, wo ihr die Minderheit stellt: zB in der Grundschule, Kindergarten, Pflegebereich, Krankenhaus etc.

    17)Vergewaltigung ist ein Verbrechen, gar keine Frage. Zu gerne wird dieses Verbrechen von den Frauen als Waffe benutzt, anders ist nicht zu erklären, daß sich 97 % aller zur Anzeige gebrachten Vergewaltigungen im Nachhinein als FALSCHE ANSCHULDIGUNGEN herausstellen. Der Ruf des zu unrecht Beschuldigten ist, trotz festgestellter Unschuld in der Regel dennoch dahin. Deshalb:

    1. Schließe nie die Tür, wenn eine Kollegin zu dir ins Büro kommt. Bitte deine Sekretärin, bei dem Gespräch anwesend zu sein.
    2. Versuche nie, dich mit einer Kollegin zu verabreden. Halte dich strikt an eine Trennung von Privat- und Geschäftsleben.
    3. Fahre sie nie nach Hause oder nimm sie mit dem Auto mit, wenn du allein bist.
    4. Wenn eine Kollegin Interesse an dir zeigt, laß sie abblitzen.
    5. Iß nie mit einer Kollegin zu Mittag oder Abend. Nimm auch keinen Drink mit ihr.
    6. Sage ihr nie, daß sie gut aussieht. Mach keine Komplimente.
    7. Vermeide Themen wie Emanzipation, Sex, Abtreibung oder erotische Kunst.
    8. Benutze in ihrer Gegenwart nur anständige Ausdrücke.
    9. Stell ihr keine Fragen über ihr Privatleben. Kurz: Interessiere dich nicht für sie.

    Merke: Selbst der ungerechtfertigte Vorwurf sexueller Belästigung kann dein Leben ruinieren! quelle: http://www.madgicxs.de/4760.html?*session*id*key*=*session*id*val*

  32. Ich denke bei alledem aber doch auch, daß die ganze Entwicklung ihre Vorläufer schon in der Romantik und der Bohèmien gehabt hat, und wir nur die Epigonen sind…
    Und ist all‘ dies nicht gewissermaßen auch schon in Goethe’s „Faust“ vorweggenommen worden?

    Fest steht IMHO auch, daß die beiden Weltkriege unglaubliche und tiefstgreifende Folgen für das Sozialgefüge nicht nur der direkt Betroffenen Völker gehabt hat – wir erleben noch heute die Folgen davon!
    Ist es denn ein Wunder, daß nach alledem dort erlebten die Menschen Sinnlosigkeit zu finden schienen (Existentialismus) und doch Sicherheit suchten?
    So schufen sie Systeme, die ihnen das gaben, wonach sie vermeintlich suchten.
    Der Selbsthaß (tiefenpsychologisch gesehen) der ursprünglich betroffenen Generationen muß unglaublich gewesen sein – und den vererbten sie den folgenden Generationen indirekt, indem diese wiederum zu dem Schluß kamn, daß sie das, was sie bei ihrer Elterngeneration vorfanden, für sich selbst nicht wollten, was nun wieder dazu führte, daß allen möglichen Welterklärungsmustern die Türen geöffnet wurden…
    Am Ende steht die Weigerung, erwachsen zu werden.
    Vor diesem Hintergrund finde ich das Konzept des „Wilden Mannes“ wieder neu bedenkenswert!

  33. Nachtrag:
    Und im GenderMainStreaming findet die Transformierung einer Mütter- bzw. FrauenDominierten Gesellschaft ihren vorläufigen, traurigen HöhePunkt…
    Quelle
    Politische Geschlechtsumwandlung
    Die Dekonstruktion von Weiblichkeit und Männlichkeit als Strategie einer postmodernen Ideologie
    David Lee Mundy

    Längst hat das Gedankengut der „Gender-Perspektive“, nach der „Geschlecht“ nichts anderes als eine gesellschaftlich konstruierte Größe ist, auch in der Bundesrepublik Deutschland Eingang gefunden. Von welchem Menschenbild gehen die Befu?rworter der Gender-Perspektive aus? Welche Folgen hat das fu?r ein Rechtssystem? Auf diese wichtigen Fragen geht der (hier stark geku?rzte) Aufsatz von D. L. Mundy (USA) ein. Mundy ist Jurist, Chefredakteur der „Regent University Law Review“, der Zeitschrift der Regent University School of Law in Virginia Beach.
    In ju?ngster Zeit wird heiß diskutiert, was lange selbstverständlich war: Die Definition von Geschlecht. Die Tatsache, dass es heute nicht mehr um Geschlecht (sex), sondern um Gender (gender) geht, stellt einen völligen Wandel in unserer Rechtslandschaft dar. Gibt es einen vernu?nftigen Grund, weshalb „Geschlecht“ fu?r juristische Zwecke objektiv und nicht einfach subjektiv definiert werden sollte?
    Die Antwort darauf hängt von der jeweiligen Weltanschauung ab, mit der man die Welt sieht. Die Weltanschauung eines Menschen beeinflusst seine Auffassung von Recht und Gesellschaft tiefgreifend. Daher kann man erwarten, dass „die juristische Argumentation abhängig ist von der jeweiligen philosophischen Neigung“.
    Die Diskussion u?ber die juristische Definition von Geschlecht trifft in die Mitte der eigenen Ansichten u?ber das Wesen des Menschen und die Natur des Rechts. Wenn Geschlecht zum Beispiel nur ein biologischer Zufall ist und es gar keine inhärenten biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, muss allein schon die Vorstellung von „Geschlecht“ eine soziale Erfindung sein, willku?rlich oder je nach Laune konstruiert.
    Wenn aber umgekehrt Unterschiede zwischen männlich und weiblich eine natu?rliche Ordnung widerspiegeln, die zumindest teilweise biologisch ist, dann ist eine Unterscheidung anhand dieses „So-geschaffen-Seins“ nicht irrational und unterdru?ckt auch niemanden. Dann ist es vielmehr möglich, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind und einander ergänzen können, ohne dass dadurch der Grundsatz der Gleichheit verletzt wu?rde. Eine Neudefinition von Geschlecht – nicht mehr auf der Grundlage objektiver Biologie, sondern subjektiver „Geschlechtsidentität“ – wird deshalb schwerwiegende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und das Rechtssystem haben.

    Gender-Perspektive als Weltanschauung
    „Die Gender-Perspektive… ist eine umfassende Welt- und Lebensanschauung, die besagt, dass jede menschliche Handlung oder Beziehung rein sozial konstruiert ist.“ Sie stellt einen Paradigmenwechsel dar, wonach die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen (Mann und Frau) nur gesellschaftliche Indoktrination ist. Alle biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern mu?ssen deshalb auf soziale Konstruierung oder auf Unterschiede auf der reinen Verhaltensebene zuru?ckzufu?hren sein. Ziel ist es, die Unbedarften aufzuklären, indem man die unterdru?ckenden Herrschaftsstrukturen aufdeckt und alle in den Kampf gegen das herrschende Hetero-Patriarchat einreiht. Es geht darum, die Kontrolle u?ber die gesellschaftlichen Institutionen zu erlangen, um die Macht, bestimmen zu können, was Wahrheit ist.
    Die Gender-Perspektive ist besonders in der akademischen Welt erfolgreich; sie hat inzwischen die Macht, jeden, der gegen ihre Ideologie ist, als homophob oder irrational abzustempeln. Das Tabu in der akademischen Welt, die Gender-Perspektive kritisieren zu du?rfen, wird als „progressive Hegemonie“ bezeichnet.
    Ein konstruktiver Dialog mit Anhängern der Gender-Perspektive ist schwierig, weil es sich um ein geschlossenes Denksystem handelt. Jedes Gegenargument wird als Beweis fu?r die Existenz einer massiven patriarchalen Verschwörung angesehen. Und die Tatsache, dass die Gender-Perspektive von der Mehrheit der Frauen nicht angenommen wird, begru?ndet man mit dem Phänomen einer Selbsttäuschung oder mit gesellschaftlichen Zwängen.
    Sieht man die Welt durch die Gender-Perspektive, dann sind nicht nur Männlichkeit und Weiblichkeit (gender) rein soziale Konstruktionen bzw. etwas, das sich nur auf der äußeren Verhaltensebene abspielt, sondern Geschlecht (sex) als Kategorie u?berhaupt ist nichts weiter als eine Konstruktion.
    Judith Butler argumentiert: „Männlichkeit und Weiblichkeit (gender) entstehen durch reines Darstellen, aufgezwungen durch regulierende und festgelegte Geschlechts-Rollen.“ Die Gender-Perspektive erkennt keinerlei wesenhafte oder angeborene Unterschiede zwischen Mann und Frau an. Wo es solche gibt, werden sie nicht auf biologische Unterschiede zuru?ckgefu?hrt, sondern auf rein kulturell festgelegte Einteilungen. „Es ist unser kulturell vorgegebenes Konzept von der Zweiteilung der Geschlechter, das uns u?berhaupt erst zur Entdeckung von Tatsachen fu?hrt, welche dann eine Unterscheidung in Mann und Frau vornehmen.“
    Die Gender-Perspektive behauptet, alle biologischen Unterscheidungen wu?rden zu gesellschaftlicher Ungerechtigkeit und Unterdru?ckung fu?hren, denn aus diesem Grunde seien die Unterschiede ja u?berhaupt erst konstruiert worden. Erstens sei jede Unterscheidung oder Einteilung aufgrund des biologischen Geschlechts willku?rlich. Außerdem besagt die klassisch marxistische Sicht, dass „Unterschiede immer ungerecht sind, und Ungerechtigkeit immer Unterdru?ckung bedeutet.“
    Auch in öffentlichen Toiletten, den letzten Zeichen kulturell aufgezwungener Geschlechtsunterschiede, mu?sse „die Trennung aufgehoben“ werden. Gemäß der Gender-Perspektive konstruiert das Rechtssystem gesellschaftliche Geschlechtsunterschiede und hält diese dann am Leben.
    Die Gesellschaft wiederum gebraucht das Rechtssystem, um bestimmtes Geschlechtsrollenverhalten durchzusetzen. Indem es aber die Kategorisierung nach „natu?rlichen“ Geschlechtsunterschieden vornimmt, „hält es den Zwang zur Heterosexualität aufrecht“. Diese Unredlichkeit unseres Rechtssystems, so heißt es weiter, verewigt das Patriarchat auf Kosten von Gleichheit und Nicht-Diskriminierung. Gemäß der Gender-Perspektive muss nun auch das Recht endlich aufgelöst und dekonstruiert werden.

    Die Dekonstruktion des Rechts
    Die Gesetze ermächtigen den Staat, das Geschlecht einer Person festzulegen. Deshalb muss die Gender-Perspektive das Recht auflösen. Die Strategie ist dabei nicht, u?ber die Wahrheit der binären Mann/Frau-Norm zu diskutieren, sondern die Wahrheit zu verändern.
    Die Kampagne gegen das Recht des Staates, Geschlecht zu definieren, hat nur ein Ziel: „Das Recht des Staates, eine bestimmte Definition bezu?glich Geschlecht, Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung durchsetzen zu können,“ ist abzuschaffen. Um zu zeigen, wie willku?rlich die Mann-Frau-Dichotomie [=Zweiteilung] ist, werden zwei Strategien verfolgt: Die Verwirrung der Geschlechter und die Aufstellung von Geschlechts-Faktoren.

    Die Verwirrung der Geschlechter
    Verwirrung der Geschlechter (gender trouble) bedeutet, dass Geschlechtsrollen ihres natu?rlichen Ursprungs beraubt werden, indem man behauptet, dass sie nur Konstrukte und reine Zufallsprodukte sind. Alle möglichen Einzelfälle dienen dazu, die Anzahl der Geschlechter zu vervielfachen.“ Die Verwirrung der Geschlechter basiert auf der Marcuse’schen Annahme, wonach zum Sturz einer korrupten Gesellschaft jede sexuelle Abweichung als revolutionär gefördert werden sollte. Crossdresser7 und Transsexuelle werden bei ihren Versuchen, die Geschlechter ins Komische zu ziehen, ermutigt, weil sie damit den Herrschaftsanspruch einer normativen Geschlechtsidentität schwächen und die Bandbreite geschlechtlicher Möglichkeiten ausweiten. Je mehr es gelingt, „Geschlecht“ völlig frei auszulegen, desto mehr institutionelle Macht kann man ergreifen.
    Einerseits propagieren die Verfechter der Gender-Perspektive die Verwirrung der Geschlechter als ihr Ziel, als Beendigung der sowieso nur äußerlichen Darstellung von Geschlechtsrollen (gender-performance), andererseits können sie aber nicht begru?nden, warum dann gerade die heterosexuelle Darstellung aufgegeben werden sollte.

    Aufstellung von Geschlechts-Faktoren
    Die Anhänger der Gender-Perspektive sagen, dass die Zuweisung des Geschlechts bei der Geburt nur aufgrund einer oberflächlichen Untersuchung der Genitalien erfolge. Sie fordern, Geschlecht solle stattdessen anhand folgender acht Faktoren bestimmt werden: Chromosomen, Hormone, Geschlechtsdru?sen, innere und äußere Genitalien, äußere Erscheinung, anerzogenes Geschlecht und [subjektiv empfundene] Kern-Geschlechtsidentität.
    Die Frage ist dann, durch welche(n) der Faktoren das juristische Geschlecht festgelegt wird und welche Rangfolge und Gewicht die einzelnen Faktoren haben? Wenn man die Faktoren einzeln betrachtet, können sie leicht dekonstruiert werden. Viele einzelne Menschen fallen aus der Zweiteilung der Geschlechter heraus. Das trifft besonders fu?r Intersexuelle zu, deren Chromosomenstruktur oder äußere Genitalien biologisch mehrdeutig sind. Gerade wegen der Mehrdeutigkeit bestimmter Chromosomenstrukturen hat das Internationale Olympische Komitee den Chromosomentest fu?r weibliche Athleten abgeschafft.
    Einige Experten sind nun der Auffassung, die persönliche, [subjektive] Geschlechtsidentität eines Menschen sei zur Bestimmung des Geschlechts wichtiger als die Chromosomen. Und die Unstimmigkeit bei einem transsexuell Lebenden zwischen Geschlechtsidentität [z.B. ein Mann fu?hlt sich „im falschen Körper“, fu?hlt sich als dem weiblichen Geschlecht zugehörig, Anm. d. Ü.] und Biologie [ist aber biologisch ein Mann, Anm. d. Ü.] sehen einige als Zeichen einer bedeutsamen Mehrdeutigkeit.
    Bei dem Lärm um die Faktoren wird außer acht gelassen, dass diese urspru?nglich nicht zusammengestellt wurden, um menschliche Geschlechtsmerkmale aufzulisten, sondern um das Geschlecht auch im Falle einer Mehrdeutigkeit oder Abnormität festlegen zu können. Da aber die Mehrheit der Bevölkerung eindeutig entweder dem männlichen oder dem weiblichen Geschlecht angehört, erhebt sich die Frage, ob diese Mehrheit dekonstruiert werden soll nach Kriterien, die urspru?nglich fu?r Menschen entwickelt wurden, deren Geschlechtszugehörigkeit nicht eindeutig war.

    Instrumentalisierung einer Minderheit
    Die Gender-Perspektive instrumentalisiert
    Intersexuelle, Transvestiten und Transsexuelle, um eine Mehrdeutigkeit von Geschlecht zu schaffen. Auf diese Weise soll das juristische Klassifizierungssystem, das auf der Zweigeschlechtlichkeit (Mann, Frau) aufbaut, aufgelöst werden. Transsexuell Lebende sind dabei zu einem Symbol geworden. Erst wenn Transsexualität nichts mehr mit Krankheit oder Unmoral zu tun hat, kann es den Verfechtern der Gender-Perspektive als hochwirksamer symbolischer Talisman dienen.
    Transsexuelle waren und sind nu?tzlich bei dem Versuch, das Rechtssystem zu dekonstruieren und ihm die Möglichkeit zu nehmen, eine Unterscheidung aufgrund des Geschlechts vorzunehmen. Gerichtliche Klagen von Transsexuellen, sie wu?rden aufgrund ihres transsexuellen Geschlechts diskriminiert, waren wenig erfolgreich. Wenn es darum ging, amtliche Dokumente zu ändern, waren ihre Klagen erfolgreicher. Sehr großen Einfluss und enorme Auswirkungen hatten sie aber auf die Diskussion um die gleichgeschlechtliche Ehe. Indem sie die Auflösung und Dekonstruktion der geschlechtlichen Kategorien förderten, waren transsexuelle Ehen die Vorboten fu?r eine Akzeptanz von homosexuellen Partnerschaften.

    Die Auflösung der Ehe
    Die Gender-Perspektive behauptet, dass die Ehe die Klassenunterschiede verewige. Immerhin ist laut Friedrich Engels die Ehe das erste Beispiel fu?r Klassenfeindschaft und Unterdru?ckung. Ehe sei die endgu?ltige Gestalt der geschlechtlichen Unterscheidung und Unterdru?ckung.
    Trotz aller Versuche der Gender-Perspektive gilt noch immer in der gesamten Rechtsprechung [in den USA, Anm. d. Ü.] der Grundsatz, dass fu?r eine Ehe ein Mann und eine Frau erforderlich sind. Deshalb ist die Neu-Definition von Geschlecht aufgrund subjektiver Kriterien der erste Schritt zur Dekonstruktion und Auflösung der heterosexuellen Ehe. Die Macht, das Geschlecht als männlich oder weiblich bestimmen zu können, ist fu?r die Frage der Ehe von grundlegender Bedeutung. Bei der Neu-Definition von Geschlecht geht es nicht so sehr um die gleichgeschlechtliche Ehe, es ist vielmehr ein verstärkter Angriff auf die heterosexuelle Ehe und auf das Privileg des Rechtssystems, eine Einteilung aufgrund des Geschlechts vorzunehmen.

    Ein neues Bu?rgerrecht
    Die Gender-Perspektive
    verfolgt die Strategie, „Traditionen anzugreifen unter dem Vorwand, dass bestimmte Bu?rgerrechte gesetzlich nicht genu?gend geschu?tzt sind.“ Dabei wird das Recht der Mehrheit, ihre Ansichten im Gesetz widergespiegelt zu sehen, gegen eine potentielle Unterdru?ckung von Minderheiten ausgespielt. Dass sich die Rechtsprechung auf die biologisch begru?ndete Definition von Geschlecht verlässt, wird schlechtgemacht, weil es das Recht auf freie sexuelle Selbstbestimmung einschränkt. Neben umfassenden Rechtsanspru?chen bezu?glich persönlicher Freiheit und Gleichheit gehören aus Sicht der Gender-Perspektive zu den unterdru?ckten Rechten das Recht auf Privatsphäre, das Recht, in Ruhe gelassen zu werden und das Recht auf persönliche Autonomie.
    Gegen diese grundlegenden Rechte verstoße die staatliche Gewalt, indem sie Regelungen auf der Grundlage der Geschlechtszugehörigkeit treffe. Genauer gesagt laufen alle diese Rechte auf „ein grundlegendes Recht, das eigene Geschlecht (gender) völlig unabhängig von der Biologie bestimmen“ zu können, hinaus. Angesichts des heftigen Widerstandes der Verfechter der Gender-Perspektive gegen das heute geltende juristische Klassifizierungs-System, taucht die Frage auf: Welche Norm sollte stattdessen eingefu?hrt werden oder sollte es vielleicht u?berhaupt keine Normen mehr geben?
    In Anbetracht der Veränderbarkeit und Mehrdeutigkeit der oben genannten Geschlechtsfaktoren haben einige Experten die These aufgestellt, die subjektive Geschlechtsidentität sei eine eindeutigere und gerechtere Möglichkeit, das Geschlecht juristisch zu bestimmen. Sie wäre viel flexibler und könne auf unterschiedliche Geschlechtsrollen besser reagieren als die formelle biologische Einteilung in zwei Geschlechter. Und diese Definition wäre wohl auch die mitfu?hlendere, da sie Rechtswerte widerspiegelt, die das emotionale Wohlgefu?hl fördern.
    Und schließlich: Das Geschlecht subjektiv zu bestimmen, wu?rde zur „Befreiung vom heteropatriarchalen Status Quo und seinen verheerenden Auswirkungen auf Recht und Gesellschaft” fu?hren. Man vergesse das Mantra nicht: Unterscheidung ist Klassifizierung und Klassifizierung ist Unterdru?ckung.

    Die Sicht der Wissenschaft
    Das Recht hat immer eine normative und objektive Definition von Geschlecht angenommen und dies als „natu?rlich, zwangsläufig und unpolitisch” angesehen. Diese traditionelle Sicht ist wiederholt in zahlreichen neueren Gerichtsentscheidungen zu finden: Das Geschlecht einer Person wird bei der Geburt rechtlich bindend festgelegt. Durch die Gender-Brille gesehen ist eine solche Entscheidung bei der Geburt völlig irrational, weil sie „die heterosexistische Vorstellung, zwischen biologischem Geschlecht (sex) und sozialem Geschlecht (gender) mu?sse eine Übereinstimmung bestehen, weiter am Leben hält und verstärkt“. Der Unterschied zwischen der traditionellen Sicht und der Gender-Perspektive betrifft grundlegend andere Vorstellungen u?ber Natur und Wesen von Mann und Frau.
    Dass Unterschiede im Geschlechtsrollenverhalten von Mann und Frau biologisch bedingt sein können, ist eine Bedrohung fu?r die Gender-Perspektive. In der medizinischen Forschung stößt man immer weiter auf Unterschiede zwischen Mann und Frau, sei es in der Erforschung der Gehirnfunktionen oder der Fortpflanzungsstrukturen.
    „Schon während der Embryonalentwicklung erweist sich das Fortpflanzungssystem als sexuell zweigeteilt (dimorph). Auch in der späteren Entwicklung des Verhaltens und in der psychischen Entwicklung ist eine geschlechtliche Zweigestaltigkeit (Dimorphismus) erkennbar.
    In der Theorie der psychosexuellen Entwicklung gilt es heute als u?berholt, Biologie und Umwelt gegeneinander zu stellen…“ Es kann nachgewiesen werden, dass es geschlechtlichen Dimorphismus gibt und dass dieser weder nur biologisch noch nur gesellschaftlich konstruiert ist. Statt sich auf die u?berholten Argumente „Angeboren gegen Anerzogen“ zuru?ckzuziehen, brauchen wir ein Verständnis dafu?r, wie beides zusammenwirkt.
    Eine Abspaltung des sozialen Geschlechts vom biologischen lässt sich mit den Ergebnissen der Wissenschaften nicht vereinbaren. Die Naturwissenschaften bestätigen immer wieder neu das Vorhandensein biologischer Unterschiede, die nicht auf das Körperliche beschränkt sind, sondern „auch die Psyche und das Verhalten betreffen“. In der Medizin geht man heute davon aus, dass es nur zwei biologische Geschlechter (sex) und auch nur zwei soziale Geschlechter (gender) gibt, allerdings in mannigfaltigen Variationen.
    Es ist durchaus möglich, dass soziale Geschlechtsunterschiede das Ergebnis biologischer Notwendigkeit sind. Traditionen haben ihre Wurzeln nicht in irgendwelchen patriarchalen Herrschaftsformen, sondern darin, die sozialen Kosten so niedrig wie möglich zu halten.
    Unterschiede zwischen den Geschlechtern haben deshalb weniger mit Macht, Zufall oder Unwissenheit zu tun als mit „Anreizen, Gelegenheiten, Zwängen und sozialen Aufgaben”. Biologische Unterschiede ziehen weder soziale Unterlegenheit noch Überlegenheit nach sich; vielmehr können scheinbare Ungleichheiten durchaus Ausdruck einer persönlichen Wahl sein. Wenn Individuen wirklich unterschiedliche natu?rliche Begabungen haben, sollte unser System der freiwilligen Vereinbarungen diese Unterschiede auch widerspiegeln. Man braucht nicht zu behaupten, „Biologie ist Schicksal“, um zu bestätigen, „Biologie ist Wirklichkeit“.

    Fernziele der Gender-Perspektive
    Was macht es fu?r einen Unterschied, ob man Geschlecht aufgrund der Biologie oder aufgrund der subjektiven Geschlechtsidentität definiert?
    Die Antwort findet sich in den Fernzielen der Gender-Perspektive. Die Gender-Perspektive will die Gesellschaft nach ihrem eigenen Bild neu schaffen. Wenn die juristische Definition von Geschlecht nicht mehr auf der objektiven Biologie, sondern auf subjektiver „Geschlechtsidentität“ beruht, wird das unser gesamtes Rechtssystem gefährden.
    Als Weltanschauung gru?ndet die Gender-Perspektive auf der neomarxistischen Ideologie:
    Die Geschichte des Klassenkampfes, in dem Unterdru?cker gegen Unterdru?ckte in einen Krieg verwickelt sind, kann nur ein Ende finden, wenn die Unterdru?ckten sich ihrer Unterdru?ckung gewahr werden, sich in einer Revolution erheben und die Diktatur der Unterdru?ckten errichten. Dann wird die friedliche klassenlose Gesellschaft entstehen, die utopischen Frieden und Wohlstand fu?r alle sichert. Wenn man also die derzeit geltende objektive Definition von Geschlecht durch eine subjektive ersetzen wu?rde, heißt es, wu?rde dies viele Probleme sexueller Minderheiten lösen.
    Das Ziel der Gender-Perspektive ist die Schaffung einer paradiesischen Gesellschaft, in der – ungehemmt durch patriarchale Vorherrschaft – eine Vielzahl von Geschlechtern mit dementsprechend verschiedensten Ausdrucksformen leben kann. Am Ende jedoch laufen ihre Bemu?hungen auf „einen leichtsinnigen Versuch hinaus, Menschen neu zu machen und eine Welt zu erschaffen, die es nie geben kann”. Diese Utopie kann aber nur durch Zwang erreicht werden.

    Die Nutzung der Gerichte
    Zur Verwirklichung dieser Vision haben sie die Gerichte ausgesucht. Die meisten Gerichte messen bei der Bestimmung des Geschlechts den biologischen Faktoren die entscheidende Bedeutung zu und verweisen sozialpolitische Fragen an den Gesetzgeber. Die wenigen Gerichte, die anderer Meinung waren, haben größtenteils aufgrund der persönlichen Ansicht ihres vorsitzenden Richters so entschieden. Letztlich versucht die Gender-Perspektive, Gerichtsverfahren zu politisieren.
    Das westliche Rechtssystem „basiert auf der ju?disch-christlichen Ethik. Diese Ethik gru?ndet sich nicht selten auf Annahmen daru?ber, dass Mannsein und Frausein Einfluss auf die Persönlichkeitsstruktur und Sozialgestalt haben”.
    Das Recht fußt auf einem System, das absolute moralische Werte anerkennt. Die ju?dischchristliche Weltanschauung, die bis ins 18. Jahrhundert bestimmend war, vertritt eine „umfassende Theorie des Geschlechts”. Infolgedessen haben Wahrheiten nicht durch staatliche Gewalt, sondern als Widerspiegelung der göttlichen Ordnung Einzug in das Rechtssystem gehalten.
    Die Gender-Perspektive, die auch Religion als soziale Konstruktion ansieht, fordert dagegen „juristische und soziale Zustimmung fu?r Verhaltensweisen, die von Rechtskodizes, Religionen und kulturellen Normen u?berall und im Verlauf der gesamten Menschheitsgeschichte verurteilt wurden”. Aus ju?disch-christlicher Sicht ist die geschlechtliche Unterscheidung in Mann und Frau keine bloße Konstruktion, sondern Teil der Heilsgeschichte.
    Auf der Grundlage der ju?disch-christlichen Weltanschauung geht es im Recht hauptsächlich um Beziehungen zwischen Personen sowie zwischen Personen und Staat. Die Tradition dieses Rechts hat ihre Wurzeln im Naturrecht und dem Prinzip gemeinsamer Übereinstimmung.
    Zudem gru?ndet das Recht selbst auf Klassifizierungen. Es ist ein „aus zwei Einheiten bestehendes (binäres) System, um Entscheidungen nach Ja oder Nein zu fällen”.
    Somit ist es fu?r das Recht praktisch unmöglich, die binäre Mann-Frau-Klassifizierung von Geschlecht aufzugeben. Tatsächlich wu?rde eine Neu-Definition von Geschlecht anhand einer subjektiven Geschlechtsidentität alle Prinzipiender Gleichheit vor dem Gesetz zerstören. Eine subjektive Norm der Geschlechtsidentität ist eben keine Norm. Deshalb „kann man keine Gesetze u?ber Beziehungen erlassen, die auf der Grundlage sozial definierter Rollen stehen – sie mu?ssen sich auf männliche und weibliche Personen beziehen”.

    Schlussfolgerung
    Die Gender-Perspektive ist eine in sich folgerichtige und umfassende Weltanschauung, die Unterschiede zwischen biologisch männlich und biologisch weiblich nicht anerkennt. Ihr Ziel ist die Schaffung einer klassenlosen, utopischen Gesellschaft. Dazu steht sie in Kampfstellung gegen jede Unterscheidung der Geschlechter. Ihr Ziel ist die völlige Auflösung von biologischem Geschlecht (sex), sozialem Geschlecht (gender) und sexueller Orientierung.
    Der gemeinsame Feind ist die Tradition der ju?disch-christlichen Weltanschauung. Als Ausdruck einer Weltanschauung und einer normativen Analyse sind die Annahmen der Gender-Perspektive aus sich heraus widerlegbar.
    Man muss jedoch nicht, wie die Gender-Perspektive es tut, den Standpunkt anderer auseinandernehmen, um den eigenen innerlich widerspruchsfrei zu halten. Am Ende genu?gt es zu zeigen: Ungeachtet dessen, was die „progressiven Hegemonisten” sagen mögen, gibt es sowohl deskriptive als auch normative Beweise, aufgrund derer ein vernu?nftig denkender Mensch zu dem Schluss kommen kann, dass die juristische Definition von Geschlecht nicht anhand subjektiver, sondern anhand objektiver Faktoren erfolgen sollte. Man muss dazu nur den Einfluss von Weltanschauungen erkennen und dass das, was heute gedacht wird, morgen auf den Straßen gelebt wird.

  34. Super Beitrag! Was viele denken und spüren wurde hier mit den richtigen Worten unmissverständlich ausgesagt. Und genau so ist es.

  35. #32 maure

    Für viele Muslimische Ausländer ist dieser vaterlose bzw. anti religiöse und oft vollkommen Werte freie Lebensstil typisch westlich. Sie denken dies wäre die Christliche Kultur und Lebensart.
    Dieser wirkt auf viele von diesen abstoßend .

    Ich denke, momentan findet eine konservative Umorientierung statt. Europa hat schon ganz andere Katastrophen überlebt, daher habe ich Hoffnung.
    Aber um es klar zu sagen: Alle Muslime, die unseren Lebenstil abstoßend finden, sollten dann auch so konsequent sein und dieses Land verlassen, sofern sie hier leben. Ich finde auch vieles in muslimischen Ländern abstoßend, möchte aber konsequenterweise auch nicht dort leben. Und Muslime, die auf unser Land schimpfen und nur der Vorteile halber hier leben, weisen eine Doppelmoral auf, die ich persönlich abstoßender finde als jeden hedonistischen Lebensstil.

  36. Großartiger Artikel! Nehme das Buch gerne als Geschenk entgegen (nä Woche Mittwoch hätte ich Geburtstag 😉 )

    Ein Buch das mir aus der Seele zu sprechen scheint. Es grüßt, eine Frau

  37. Schön das sich die Westliche Welt selbst hinrichtet.
    Dafür braucht ihr keine Muslime
    oder sonstigen Potenziellen Gegnern.

    Richtig. Wir brauchen keine Moslems. Zu nichts.

    Aber die Moslems brauchen den Westen, damit dieser die Moslems unsinniger Weise finanziert.

  38. Marieluise Beck, Petra Pau, Renate Künast, Sahra Wagenknecht!

    Oh ja! Sehen aus wie Männer. Haben das Benehmen von Männern. Sind wahrscheinlich auch welche.

    Allen voran A.Schwarzer, ebenfalls ohne Kinder.

    Haben sie doch alle schon einen anonymen Platz auf Wiese, früher Friedhof.

    Alleinerziehend. Ich kann diese abgedroschene Scheisse nicht mehr hören. Keine von denen ist ALLEIN und erziehend schon gar nicht.

    Alle diese Frauen haben mehr oder weniger wechselnde Lover mit denen sie zusammen hausen. Die Leidtragenden sind die Kinder, die, wenn sie Glück haben nur zwei, drei Männer bei ihrer Mutter erleben, wenn sie Pech haben, jede Woche einen anderen.

    Das nennen die Frauen dann „Selbstverwirklichung“, das ist für die Minderbemittelten die „Freiheit“.

    Die temporären Väter haben in den seltensten Fällen Verantwortungsgefühl, vielfach misshandeln Kleinkinder und missbrauchen Heranwachsende.

    Toll, wenn das Emanzipation ist. Veranwortungslos ist das, sonst nichts.

  39. Das Paradoxe daran ist, dass die Menschen, die in gehässiger Weise ihre eigene Zivilisation attackierten, über Jahrzehnte hinweg ein ununterbrochenes Wirtschaftswachstum erlebt hatten und sich dennoch marxistisch inspirierten Ideologien zuwandten und beschlossen, exakt die Gesellschaft zu untergraben, die ihnen ihr privilegiertes Leben ermöglicht hatte. Vielleicht ist das gar nicht so widersinnig, wie es scheint. Karl Marx selbst wurde vom Vermögen Friedrich Engels’, dem Sohn eines erfolgreichen Industriellen, unterstützt.
    Diese Jahre waren auch die Zeit der Entkolonialisierung in Westeuropa und der Aufhebung der Rassentrennung in den USA, was eine Atmosphäre schuf, in der die westliche Zivilisation als böse wahrgenommen wurde. Was auch immer die Ursache war, wir stecken seither in einem Muster der ewigen Opposition gegen unsere eigene Zivilisation fest. Manche dieser Probleme mögen durchaus ältere Wurzeln haben, aber sie wurden in einem vorher nie dagewesenen Ausmaß während der 60er Jahre institutionalisiert.

    Ich denke, daß der Kern des Problems darin liegt, daß die eigene Kultur, die eigene Zivilisation, die eigenen Wurzeln abgelehnt werden. „Chic und modern“ ist der, der selbst im Erwachsenenalter auf das eigene Land spuckt, ist ja auch in sehr vielen Formen der Kunst spürbar. In der Pubertät gehört Rebellion zum Erwachsenwerden, das war immer schon so und ist auch vollkommen natürlich. Allerdings sollte ein einigermaßen gewachsener – ich meine dies im Sinne von Selbsterkenntnis, Erfahrung und Vernunft erwachsen geworden – Mensch sich von der Pubertät losreißen.

    Woran es krankt ist möglicherweise, ich begebe mich auf argumentatives Glatteis, daß keiner den jungen Menschen versucht beizubringen, wie man mit dem Überfluß, dem Wohlstand vernünftig und maßvoll umgeht. Daß niemand mehr versucht, den jungen Menschen vorzuleben, daß es einfach für das Selbstwertgefühl unerläßlich ist, sein eigenes Geld zu verdienen und damit umzugehen.

    Rebellion in der Pubertät: ja, aber es sollte auch gesagt werden, daß es in einem demokratischen Verfassungsstaat sehr einfach ist zu rebellieren und möglicherweise denkt der/die eine darüber nach. Zumindest bemerkt man im Erwachsenenalter, daß die Eltern in so manchem recht hatten oder etwa nicht?

    Abzulehnen ist eine Rückkehr zur patriachalen Gesellschaft, die war so schön nicht. Gewalt in Familien wurde schlichtweg totgeschwiegen. Ehen waren nicht selten keine Partnerschaft, sondern eher Zweckgemeinschaft, wobei die Frau oft in prekären Abhängigkeiten vom Mann ihr Leben fristete, trotzdem unbezahlt oft schwerste Arbeit verrichten mußte. Das ist nämlich genau die Gesellschaftsform, die dem Islam, unter anderem, zu recht angekreidet wird.

    Bezüglich der Abtreibung: in den meisten Ländern Südamerikas ist diese verboten, jedennoch liest man in den Lokalnachrichten der Medien, daß Frauen bei Engelmacherinnen verblutet sind.

    Diese Gesellschaft hätte durchaus einige erhaltenswerte Umstände, dazu gehören auch die vor wenigen Jahrzehnten noch unvorstellbaren Freiheiten. Nur scheint keiner damit umgehen zu können. Freiheiten bedeuten auch Verantwortung und ein wenig Selbstbeschränkung. Muß denn überall nackert gebadet werden? Muß man auf verschiedenen Lärmveranstaltungen auch gleich sein Zumpferl herzeigen?

    Mag sein, daß ich aus einem immer noch konservativ geprägten Land bin, aber selbst hier gehen mit einige Tendenzen zu weit. Zumindest zieht man hier in Österreich noch die Vorhänge zu, wenn man schnackselt. Die meisten zumindest. Die Entwertung der Sexualität feiert allerdings auch hier fröhliche Urständ. Sexualität welcher Richtung auch immer sollte, denke ich, ein intimer Akt der Zuneigung, manchmal auch der Liebe, sein und bleiben. Zusehends abhanden kommend auch hier in meinem Land der respektvolle Umgang miteinander, der Respekt auch vor dem Andersdenkenden. Dazu bedarf es selbstverständlich auch bestimmten Formen des Benehmens. Selbst der uns unsympathischste Zeitgenosse, hierzulande auch Ungustl genannt, hat sich ein „Grüß Gott“ verdient einfach dadurch, daß er/sie ein Mensch ist.

    Es hat den Anschein, man möchte ja niemandem etwas a priori unterstellen, daß unsere sogenannten „Eliten“ uns unsere gewachsenen Identitäten zu zerstören versuchen, um diese durch eine dubiose „europäische“ zu ersetzen, mit der im Grunde keiner etwas anfangen kann, nicht einmal, so läßt es mich vermuten, die Apologeten selbst. EUdSSR ist ein passender Ausdruck, der hier aufgetaucht ist und er mir passend erscheint.

    Ich denke, daß all diese Faktoren zu der tiefen Krise, in der sich unsere Gesellschaften befinden, beitragen. Es gäbe für mich noch vieles, was meiner Ansicht nach zu diesen Zuständen geführt hat, aber schlußendlich will ein zu lange geratener Kommentar einen Abschluß finden.

    Gruß aus Wien

    PS.: @ #44 Fenris:

    Ich denke, momentan findet eine konservative Umorientierung statt. Europa hat schon ganz andere Katastrophen überlebt, daher habe ich Hoffnung.
    Aber um es klar zu sagen: Alle Muslime, die unseren Lebenstil abstoßend finden, sollten dann auch so konsequent sein und dieses Land verlassen,

    Wie sagt man so schön in England?

    Love it or leave it.

  40. #13 ratloser (09. Nov 2007 20:29)

    dass unser Selbstverständnis immer außenorientierter, immer sinnentleerter, immer ärmer an Möglichkeiten zur Transzendenz geworden ist in den letzten Jahrzehnten….da ist es an uns, “dem Westen”, mal inne zu halten und uns zu fragen, was da schief läuft.

    Und genau in dieses Vakuum der westlichen Gesellschaft stösst der Islam, nistet sich fest und breitet sich aus.

    Der Islam ist der Auffassung, dass es sich „lohnt“ ihn und dieses Regelwerk Koran zu verteidigen und zwar mit allen Mitteln.

    Wir, die wir so sehr von unserer Kultur reden, wissen nicht einmal was unsere Kultur ist. Wir verleugnen sie.

    Und die Steinzeit kommt in Form des Islam nach Europa und wird mit offenen Armen begrüsst.

    Grauenvoll, diese Vorstellung. Eine Lehre von der arabischen Halbinsel überschwemmt uns und wir sind nahe daran, zu ertrinken.

  41. Ich denke, dass die meisten Menschen sich insgeheim nach klaren Regeln und einer starken Führungspersönlichkeit sehnen. Und genau das bietet der Islam. Und das ist sicher auch der Hauptgund warum ausgerechnet der authoritäre Islam den größten Zulauf hat. So kenne ich in meinem Bekanntenkreis schon 2 Leute, die zum Islam konvertiert sind – beides Leute, von denen ich es nie erwartet hätte.

    Und dagegen sind auch Frauen nicht immun, die sich darüber aufregen, wenn jemand „Liebe Wähler“ statt „Liebe Wählerinnen und Wähler“ sagt. Daher würde es mich nicht wundern, wenn eine Claudia F. Roth (falls sie es nicht bereits getan hat) oder gar eine Alice Schwarzer zum Islam konvertieren würde.

  42. @ #41 PhyshBourne (10.Nov.2007 08:08)

    Ich denke bei alledem aber doch auch, daß die ganze Entwicklung ihre Vorläufer schon in der Romantik und der Bohèmien gehabt hat, und wir nur die Epigonen sind …

    Ich würde noch vieeel weiter zurückgehen: Zur Meditation empfehle ich daher einmal die sog. „Sündenfallgeschichte“ im AT (Gen. Kapitel 3)!

    Wie schnell fand sich Eva – durch die „klugen“ Worte der Schlange verführt – zum Handeln bereit, und wie dämlich stand Adam dabei und ließ einfach alles geschehen …

    Übrigens:
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen (Friedrich Nietzsche)

  43. #42 PhyshBourne (10. Nov 2007 08:59)

    Die biologischen Jungen und Männer ziehen sich dann Frauenkleider an, schminken sich und packen ihr Handtäschchen, während die männlichen arabisch/türkischen Prolls die biologischen Frauen prügeln, treten, schänden, vergewaltigen und morden.

    Das ist die Voraussetzung für Eurabia.

    Die Menschheit im Westen ist krank. Psychisch verrottet. Fertig für den Müll.

  44. Friedrich Nietzsche
    15. Oktober 1844 in Röcken bei Lützen; ?? 25. August 1900 in Weimar

    Anfang Januar 1889 erlitt er in Turin einen geistigen Zusammenbruch; kleine Schriftstücke – „Wahnzettel“ – die er an enge Freunde, aber auch zum Beispiel an Cosima Wagner und Jacob Burckhardt sandte, waren eindeutig vom Wahnsinn gezeichnet. Als Ursache für den Zusammenbruch wurde progressive Paralyse als Folge von Syphilis vermutet. Diese Diagnose und die Ursache für Nietzsches Krankheitsbild überhaupt bleiben allerdings zweifelhaft und sind bis heute umstritten.

    Der durch die Wahnzettel an Burckhardt und ihn selbst alarmierte Overbeck brachte Nietzsche zunächst in ein Irrenhaus in Basel. Von dort wurde der inzwischen geistig vollständig Umnachtete von seiner Mutter in die Psychiatrische Universitätsklinik in Jena unter Leitung Otto Binswangers gebracht. Ein Heilungsversuch Julius Langbehns, der von sich aus Kontakt zur Mutter aufgenommen hatte, scheiterte. 1890 durfte die Mutter ihn schließlich bei sich in Naumburg aufnehmen.

    Über das weitere Verfahren mit den teilweise noch ungedruckten Werken berieten zunächst Overbeck und Köselitz. Letzterer begann eine erste Gesamtausgabe. Gleichzeitig setzte eine erste Welle der Nietzsche-Rezeption ein.

    Die Schwester kehrte nach dem Suizid ihres Mannes 1893 aus Paraguay zurück, ließ bald die Köselitzsche Ausgabe einstampfen, gründete das Nietzsche-Archiv und übernahm Stück für Stück die Kontrolle über Nietzsche und die Herausgabe aller seiner Werke. Die hochbetagte Mutter konnte dem kaum mehr Widerstand entgegensetzen, Overbeck wurde ausgebootet, Köselitz schließlich eingespannt.

    Nietzsche selbst bekam von alldem ohnehin nichts mit. Nach dem Tod der Mutter 1897 lebte er in der Villa Silberblick in Weimar, wo er von seiner Schwester gepflegt und wie ein Schaustück ausgestellt wurde. Er überstand mehrere Schlaganfälle, bevor er am 25. August 1900 an den Folgen einer Lungenentzündung und eines weiteren Schlaganfalls starb. Er wurde an der Röckener Dorfkirche neben seinem Vater beigesetzt.

    Wickipedia

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