Taliban ermorden 16-Jährigen

Anfang Oktober wurde ein 15-jähriger afghanischer Junge von Taliban ermordet, weil er ein paar Dollarnoten in der Tasche hatte. Jetzt erschossen die muslimischen Gotteskrieger einen 16-Jährigen, weil er Gleichaltrige in Englisch unterrichtet hatte.

Islamistische Taliban-Kämpfer haben nach Polizeiangaben im Südosten Afghanistans einen Jugendlichen erschossen, weil er seinen Klassenkameraden privat und in seiner Freizeit Englisch beigebracht hatte. Bewaffnete Männer seien zu der Schule im Bezirk Sajed Karam gekommen, hätten den 16-jährigen Jungen ergriffen und nach draußen geschleppt, berichtete der Polizeichef der Provinz Paktia am Donnerstag. „Die Taliban … töteten ihn dann vor der Schule“, sagte General Esmatullah Alisai. Als Polizisten eingriffen, sei es zu einem Schusswechsel mit den Angreifern gekommen, bei dem zwei Taliban und zwei Polizisten getötet worden seien.

Der Lehrer hatte den Angaben zufolge wiederholt Drohungen erhalten und war aufgefordert worden, den Englischunterricht nicht mehr weiter zu erteilen.

Erstaunlich, dass die Berliner Morgenpost sich nicht zu schade für den Hinweis ist, die Taliban würden die Tat bestreiten. Die „Rebellen“ würden aber immer wieder Taten bestreiten, die ihrem Image schaden würden. Wie bitte? Die Taliban fürchten einen Imageschaden? Die Taliban sind Terroristen (bis auf die moderaten vielleicht), deren Macht ausschließlich daraus resultiert, die Bevölkerung mit Schreckenstaten in Angst zu versetzen. Da ist die Erschießung eines Jugendlichen ausgesprochen gut für’s gnadenlose Image. Unmittelbar im Anschluss an diese Erklärung folgt dann der Hinweis, dass es die Taliban ja nicht gebe, weil die einzelnen Taliban-Gruppen komplett unabhängig voneinander morden gegen die Verwestlichung ihres Landes kämpfen würden.

(Spürnase: asmodi)